Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Mit Napoleon im Gepäck auf Reisen!

Reisebericht: 02.09. – 12.09.2026

Eine interessante Themenreise liegt vor uns, nicht nur, dass uns die Biografie Napoleons "en passant" begleitet, sondern schönste Routen Südeuropas erwarten uns. Vorfreude ist die größte Freude!

Kathrin Körtge

Ein Reisebericht von
Kathrin Körtge

© Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL) © Kathrin Körtge (Eberhardt TRAVEL)

Erstes Etappenziel: der Genfer See

In Frankfurt treffe ich bereits eine Hälfte unserer Reisegruppe und wir fliegen erwartungsfreudig los. So gut wie planmässig kommen wir in Genf auch am Flughafen zusammen, und nachdem uns auch der Busfahrer gefunden und abgeholt hat , gehts in Richtung Hotel. Das Hotel hat eine günstige Lage, nur wenige Minuten vom Genfer Seeufer entfernt, bietet es sich an, gleich nach dem Einchecken einen kurzen Spaziergang dorthin zu machen. Pulsierendes Leben, eine herrliche Promenade und etwas großstädtisches Flair erwarten uns. Die schmale Skulptur Elisabeths von Österreichs, "Sissi", wird dazwischen leicht übersehen. An diesem Ort fiel sie einem Attentat zum Opfer, ihr Lieblingshotel Belle Rivage ist jedenfalls noch Schauplatz der damaligen Belle Epoque und zählt weiterhin zu den Grand Hotels von Genf.

Am Abend gehen wir durch das überaus interessante Stadtviertel (!) zum Schweizer Restaurant mit typisch Schweizer Menü und sind gespannt auf den morgigen Tag.

Genf – eine Stadt geht mit der Zeit

Gut gestärkt (das Frühstücksbuffet punktet vor allem mit Schweizer Käse) erwarten wir unsere Stadtführerin, auch sie findet uns erst nicht und damit ticket auch unsere Zeit, denn wir haben heute einige Etappenziele vor uns. Zuerst ein Spaziergang durch die Stadt der Diplomatie und großen Ideen, zuerst druchfahren wir das Viertel der Vereinten Nationen, des Internationalen Roten Kreuzes und vieler anderer Organisationen. Dann folgt ein Gang durch die verwinkelte, aber charmante Altstadt, wir sehen u.a. die Kathedrale St. Pierre mit ihren unterschiedlichen Epochenstilen. Ein fotografischer Höhepunkt ist dann die Blumenuhr am Seeufer und schon müssen wir zum Schiffsanleger eilen für unsere Bootstour. Bei schönstem Sonnenschein lernen wir dann die Stadt vom See aus kennen, städtische und ländliche Uferseiten wechseln sich ab mit prominenten Vierteln und der Höhepunkt ist natürlich der Jet d'Eau, das Wahrzeichen Genfs. Am Mittag müssen wir diese weltoffene Stadt - die schweizer Charme und französische Eleganz in sich vereint, schon verlassen und machen uns auf den Weg zu einer Snackpause in der "Boulangerie Janine".

Vor uns liegen heute noch einige Stunden Fahrt, es geht auf die Route Napoleon, und diese gebirgige Strecke braucht ihre Zeit.
Und es gelingt mir, die erste Begegnung mit Napoleon am geschichtsträchtigen Ort "le Pre de Rencontre", in Laffrey mit Fotostopp vorzubereiten.
HIer traf Napoleon im März 1815 auf seiner Marschroute von der Insel Elba in Richtung Paris auf Royalistische Truppen, eine Begegnung, die Geschichte schrieb. Und diesem 9-tägigen Marsch folgen wir nun rückwärts, ich rolle die Geschichte Napoleons während der langen Busstrecke etwas auf, damit man eine Vorstellung bekommt, was uns in den folgenden Tagen so alles erwartet.

Nach einer wunderbaren Panoramafahrt durch die französischen Alpen erreichen wir abends Sisteron, in einem freundlich familiengeführten Hotel mit morbidem Charme verbringen wir die Nacht. Besonders gefällt uns die abends angestrahlte Zitadelle!

Das Tor zur Provence und eine Stadt vieler Brunnen

Heute erreichen wir das Tor zur Provence, die Landschaft verändert sich spürbar und auch die Temperatur. Zuerst steht Aix-en-Provence auf dem Programm, eine Stadt mit viel Flair, etwas pariserischem Niveau und Geschichte. Am Grand Hotel du Roi treffen wir unsere Stadtführerin, und es beginnt mit einem sehr informativen Rundgang durch die Altstadt und die diversen Viertel. Von der Kirche St. Saveur geht es über den Boulevard Cour Mirabeau in das Viertel Mazarin, vorbei an ehemaligen Adelspästen "Hotel Particuliers" , einigen wasserlosen Brunnen und zuletzt auf den Spuren des Malers Paul Cézannes, bis wir der Hitze entfliehen und eine Pause verdient haben. Die können wir dann auskosten und springen in unseren Bus, denn heute wollen wir noch an Bord unserer Fähre nach Korsika gehen!
Wir kommen planmässig voran, in Marseille bleibt sogar Zeit für eine kleine Stadtrundfahrt, bei der wir die Cathedrale de la Major, das Wahrzeichen Marseilles sehen. Spektakulär, ihr Standort zwischen dem Alten Hafen und Meer. Dann verabschieden wir unseren Busfahrer, der sich entgegen seiner Versprechungen doch nicht als sehr kundig erweist und uns an der falschen Stelle aussteigen lässt. Das kläre ich zum Glück schnell und hole ihn wieder zurück Etwas chaotisch, der Weg zum richtigen Terminal mit unserem ganzen Gepäck, doch auch dies ist mit Geduld und Spucke gut machbar. Letztlich - nachdem alle ihre gebuchten Kabinen bezogen haben und das Schiff den Hafen verlassen hat, findet man an oder unter Deck die notwendige Entspannung. Dazu einen wunderbaren Sonnenuntergang - und wer möchte - auf meine Empfehlung hin - auch das leckere korsiche Kastanienbier!

Korsika – Ile de Beauté

Korsika – genannt das Gebirge im Meer und dies ist unschwer bei unserer frühmorgendlichen Ankunft zu erkennen! Unsere Anlandung im Südosten der Insel gelingt gut dank des sympatischen Fahrers Rachid , der uns sogleich von Porto Vecchio nach Bonifaccio bringt. Und ohne Umschweife könen wir ein Schnellboot am Hafen besteigen. Die rasende Fahrt entlang der Küste zeigt uns herrliche Grotten, Felsen zwischen den Tauchrevieren , die steile Treppe des Königs von Aragon und eine pittoreske Stadt, die auf dem Felsen klebt wie eine einzige Festung. Bonifaccio hat eine der schönsten Hafeneinfahrten im MIttelmeerraum und das wird genossen! Weiter geht’s nun mit einer Bimmelbahn hinauf in die Oberstadt, mithilfe eines Plans versuche ich, eine Orientierung über die Stadt auf dem schmalen Felsrücken zu geben. Ein Must have ist die „Rue des deux Empereurs“, wo sich Napoleon aufhielt und 200 Jahre zuvor auch Karl V., aber die Stadterkundung lockt mehr als die Geschichte und so geht jede/r seinen individuellen Bedürfnissen nach. Unten, am Bus treffen wir uns wieder, denn auch heute liegen noch zwei Etappen vor uns. Sartene, die Korsischste aller korsischen Städte, steht an und damit tauchen wir ein in die Geschichte der Frömmigkeit und des Glaubens der Inselbewohner. Die Kirche Sainte Marie in dieser etwas düster wirkenden Stadt demonstriert eindrucksvoll Bilder der „Catenacciu“ , die legendäre Karfreitagsprozession der Korsen und ihre Insignien.

Bei der anschließenden Kaffeepause können wir sogar eine korsische Hochzeit mitverfolgen. Ich bin froh, dass dieser interessante Stopp auf dieser Reise zeitlich gelungen ist und damit können wirnun unser Hotel in Ajaccio ansteuern. Dies befindet sich in bester Lage, unweit der Promenade und nach dem Einchecken wird derheutige Abend beschlossen in einem pittoresken Restaurant.

Ein Sonntag in Ajaccio

Der heutige Sonntag steht stark im Zeichen der Geburtsstadt Napoleons, der Familiengeschichte und den damit verknüpften Gebäuden. Unsere Stadtführerin Catherine führt uns lebhaft durch die korsische Metropole, vorbei an Napoleons Statue auf dem Place Marcéchal Foch. Dort steht er, von einem Lorbeerkranz bekrönt, wie ein römischer Kaiser in seiner Toga, und hin und wieder setzt sich eine Taube auf seinen Kopf. Ob das wohl ein Zeichen ist? Das Haus Bonaparte, inzwischen Nationalmuseum in der Rue Saint Charles ist natürlich bei diesem Rundgang dabei,und in der Kathedrale Santa Maria Assunta, wo man Napoleons Taufbecken bewundern kann, findet gerade zufällig eine Taufe statt. Für spätere Besuche steht der Palais Fesch auf dem Plan, Napoleons Onkel müütterlicherseits hat dort eine Sammlung außergewöhnlicher Kunst hinterlassen. Korsisches Lebensgefühl lässt sich dann nachmittags von allen ganz individuell erleben, sei es der Besuch in der Markthalle, Strandvergnügen oder Spaziergänge entlang der Hafenpromenade, hier wird es nicht langweilig. Ich stapfe bei 30 Grad den Berg hinauf zur Place Austerlitz. Der Blick auf den Golfe du Ajaccio entschädigt, und hier oben haben die Korsen ihrem berühmten Sohn ein sehr prachtvolles Denkmal mit heldenhafter Statue gesetzt!

Der Abend klingt wieder gemütlich aus im Restaurant und mit einem Bummel über die belebten Plätze.

Bastia und das Cap Corse

Im Nordosten angekommen, führt uns der heutige Tag zunächst nach Bastia. Es wird heiß werden, so dass wir das Anstrengende in den Vormittag legen.
In der Hafenstadt Bastia gibt es einiges zu sehen, z. B. wieder eine stattliche Napoleonstatue auf dem Place Nicholas und viel italienisches Flair in engen Gassen, wo einige Geschäfte mit Spezialitäten uns zum Kauf verführen.
Die Barockkirche Saint Jean-Baptiste mit ihren 2 Türmen steht am „Vieux Port“ am Hafen, sie ist das Wahrzeichen Bastias und wieder gibt es eine mächtige Zitadelle, so dass auch Bastia Festungscharakter hat. Ein schönes Bild geben auch die Fähren der verschiedenen Reedereien ab, die ein- und auslaufen, auch wenn dadurch teilweise Ausnahmezustand in Bastia herrscht.

Mit diesem Eindruck verlassen wir diese schöne Stadt und folgen nun dem sogenannten „Zeigefinger“ Korsikas, dem Cap Corse. Auf kurviger Strecke geht es durch die Vororte Bastias entlang der relativ flachen Ostküste. Die toskanischen Inseln kann man von Weitem erahnen. Erbalunga ist unser Ziel, es soll einer der schönsten Orte am Cap sein. Ein Genueserturm, ein kleiner Hafen mit Fischerbooten und einige Restaurants im Dorf und oberhalb der felsigen Strände laden zu einem Aufenthalt ein. Unendlich sind die Fotomotive an diesem Fleckchen und so nutzt jeder seine Zeit.
Da es auf der Straße rund um das Cap Corse keine Wendemöglichkeiten für große Busse gibt und der Ort Nonza aktuell nicht angefahren werden kann, geht es wieder zurück nach Borgo, denn das Badehotel und das Meer locken für den Rest des Tages !
Somit klingt dieser 7. Tag entspannt aus .

Au revoir, Korsika!

Heute müssen wir schon die schöne Insel verlassen, mit einem Frühstückspaket geht es morgens nach Bastia zum Fährhafen. Gut organisiert (Wartezeiten sind nunmal unumgänglich) gehen wir an Bord und können uns auf eine komfortable und sonnige Überfahrt einstimmen. Lang ist dann die Autoschlange bei Ankunft in Livorno, bis wir endlich von Deck gehen können. Und dort erwartet uns unser Busunternehmer, der uns nun entlang der toskanischen Küste zum Fährhafen nach Elba bringen wird. Persönliche Bedürfnisse durchkreuzen dann unseren Zeitplan, ein vorgesehener Zwischenstopp in Bolghieri muss leider ausfallen. Dafür können wir wenigstens die 5 km lange „Viale Di Cypressi“ hinauf- und hinunterfahren, ein Landschaft voll Poesie.

Wir kommen nachmittags in Piombino an und werden sofort auf die nächste Fähre gewunken, da dort gerade Platz ist. Nach einer Stunde Überfahrt von Portoferraio geht’s direkt über die kleine Insel, die Napoleon liebevoll „mein kleiner Garten“ nannte. Wir checken in Marina di Campo in zwei verschiedenen Hotels ein, familiengeführte kleine Hotels im Süden der Insel. und Strand in Sichtweite. Das Abendessen verspricht große Portionen, natürlich gibt es Pasta und es ist sehr schmackhaft. Wir sind in Italien angekommen!

Elba an einem Tag

Unsere Reiseleiterin Evi holt uns morgens ab und Napoleons Villa Martino wird angefahren. Eine stattliche Sommerresidenz, an den Toren sind stilgerecht die Adler aus Bronze ziseliert („et l’Aigle volera du clocher en clocher jusqu’au tour de Notre Dame“ …) . Ein standesgemäßer Sitz im neoklassizistischen Stil mit Blick auf eine schöne Allee, im Unterbau des Gebäudes ist gerade eine interessante Kunstausstellung, zu der die Galerie Demidoff eigentlich gehörte. Ein Highlights des Besuches im oberen Teil der Villa ist u.a. eine Statue von Napoleons Schwester Pauline, die dem Künstler Canova Modell gesessen hat, der Ägyptische Saal und der Saal mit dem Deckengemälde „der Liebesknoten“.

Angesichts einer drohenden Unwetterlage geht jetzt die Fahrt zügig durch das Gebirge über Poggio nach Nordwest. Üppiges Grün begleitet uns, unzählige Gärten mit Gemüse und Obstanbau liegen auf dem Weg und kleine urige Dörfchen. Dann kommt der lang ersehnte Regen in Wolkenbrüchen auf die Insel nieder und von den Hängen flutet das Wasser hinunter. Zum Glück waren Bus und Fahrer darauf vorbereitet und wir gelangen sicher nach Marciana Marina an der Nordküste, ein ehemaliges Fischerdorf. Dort schnelle Weinverkostung und auch die Parfumproben des Aqua di Elba sind von grossem Interesse für die Damen.

Die Mittagspause ist nun sehr gut abgepasst, so dass wir dass wir trockenen Fusses aussteigen können und in eine Pizzeria von Marina di Campo gehen. Im Städtchen schwimmt man an der Promenade förmlich davon, zu stark war dieser Regenfall für die ausgetrockneten Böden. Doch weiter geht es nach dem Essen nach Porto Azzurro, an die Ostküste und bei dem kleinen Stadtrundgang beschliesse ich, dass dieses Hafenstädtchen das absolut Malerischste ist auf der Insel. Bunte Häuser, kleine Boote, italienisches Gelato an kleinen Plätzen, was will mehr mehr?
Der letzte Abend im Hotel auf Elba kündigt sich an.

Arrividerci, Elba

Wir reisen mit Gepäck ab nach Portoferraio für ein Treffen mit Evi. Fast alle gehen mit hinauf zum
Palazzino di Mulini, Napoleons ehemaliges Hauptquartier hoch oben und mit grandiosem Blick auf die ganze Bucht. Diese Lage soll er sich schon seinerzeit bei der Überfahrt nach Elba ausgesucht haben, so heißt es, und andere Geschichten über seinen doch relativ kurzen Aufenthalt auf Elba lassen nicht auf sich warten. Unsere letzte Napoleon-Etappe!

Anschließend geht es unspektakulär auf die Fähre, wie zuletzt winkt man uns auf eine frühere Verladung und der Bus kommt dieses Mal wieder mit. Wie komfortabel. Wir fahren dann gute 100 km an der toskanischen Küste entlang zu unserem letzten Hotel hinter Livorno und verbringen den Rest des Tages so gemütlich wie es jeder möchte.

Alles hat ein Ende .....

12.09. Rückflug Florenz-Frankfurt

Die Busfahrt nach Florenz geht gut voran, am Flughafen können wir gleich einchecken. In der Wartezeit bis zum Boarding nach Frankfurt kann man sich gut selbst versorgen und sich bereits von einander verabschieden. Oder auch in kleinen Gruppen für die verschiedenen Weiterflüge verabreden. Somit löst sich die Reise an diesem Tag nach und nach auf.


Eine inhaltlich sehr interessante Reise, deren Verlauf neu konzipiert war und die stets Zügigkeit und Flexibilität erforderte, nicht zuletzt auch aufgrund der verschiedenen Verkehrsmittel, die uns zu den ganzen Zielen und Programmpunkten brachten. Trotz dieser „sportlichen“ Anforderungen hoffe ich, dass die Durchführung des Programms allen Bedürfnissen entgegen gekommen ist und Sie noch lange von den vielen Bildern schwärmen und erzählen können.

Ihre Kathrin Körtge, im September 2026


Kommentare zum Reisebericht