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Hochsommer in den Alpen und der Cote d'Azur

Reisebericht: 25.07. – 02.08.2026

Besonders eindruckvolle Landschaften und Sehenswürdigkeiten erwarten den Reisegast auf dieser Reise. Auch auch geschichtsträchtige Regionen werden hierbei durchquert.

Alexander Sabo

Ein Reisebericht von
Alexander Sabo

Der goldene Pfeil nach Calais – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Interlaken – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Interlaken – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Im Gletscher – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Am Ende der Verdonschlucht – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Grenoble  – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Grenoble Telepherique Talstation – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Grenoble Blick von der Bastille – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Blick auf den Hafen von Monaco – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Cannes - Lord Brougham  – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Cannes Festspielhaus – © Alexander Sabo (Eberhardt TRAVEL) Die

Mulhouse – das industrielle Herz des Elsass

Nach unserer längeren Anreise von Dresden weg, blieb immer noch genug Zeit das größte Eisenbahnmuseum auf dem Kontinent - die Cite du Train - zu besichtigen. Die große Anzahl von historischen Lokomotiven und Waggons aus den letzten 150 Jahren lassen uns erahnen, wie die Industrialisierung in Frankreich voranging. Besonders die Züge aus der Zeit Napoleon III. zeigten Stil und Luxus. Ein Exemplar des Orientexpress gibt Einblicke darüber, wie der Adel und die Reichen zu reisen pflegten.
Nach dem Abendessen im Hotel gingen wir noch zum historischen Rathaus von Mulhouse zu einem ersten Umtrunk. Das Land hiess uns willkommen indem wir eine Snackplatte mit Käse, Wurst und Oliven spendiert bekamen.

Schweizer Ausflug: Von Basel bis Montreux und Martigny

Nach einem umfangreichen Frühstück im Hotel Bristol fahren wir über Basel und Bern nach Interlaken, wo wir unseren ersten Besichtigungspunkt haben. Es nieselt leicht, so daß man die Bergkulisse des Mönch, der Jungfrau und des Eigers nur erahnen kann. Allerdings hält das die Paraglider nicht auf im Ortszentrum auf der für sie extra reservierten Wiese zu landen - auch ein interessantes Schauspiel. Wir besichtigen die historische Probstei und sehen uns den hübschen Ort auf einem kleinen Rundgang an. Auffällig waren die vielen Indischen Besucher - Interlaken war die Filmkulisse für viele Bollywood Filme eines bekannten Regisseurs, für den eine Statue im Casinopark aufgestellt wurde.
Dann geht es weiter nach Gstaad zur ersten Zugfahrt. Dort angekommen, haben wir noch Zeit für einen Rundgang im malerischen Alpenort mit seinen zahlreichen Luxusgeschäften. Gstaad ist ja ein Urlaubsort der Superreichen, die im Palace Hotel sich einquartieren oder im Ort ihre eigene eigenen Chalets besitzen.
Der Golden Pass Zug bringt uns auf einer pittoresken Fahrt nach Montreux. Die letzten Minuten der Fahrt bieten herrliche Ausblicke auf den Genfer See. Nicht weit vom Bahnhof befindet sich die Statue von Freddy Mercury mit Blick auf den See. Es ist sehr heiß und der See lädt viele zum Baden ein, doch wir wollen ja noch weiter zum Schloss Chillon für schöne Fotos. Die Fahrt nach Martigny dauert nicht lange durch das Rhonetal bis wir am Amphitheater uns der römische Geschichte des Ortes widmeten. Auch die Bernhadiner Hunde im nebenan gelegenen Barryland ergänzen unsere heutigen Eindrücke der Schweiz. Nach den Abendessen in unserem Hotel unternehmen wir noch einen kleinen Stadtrundgang und haben Glück : es wird argentinischer Tango auf der Fußgängerzone gespielt und viele Sitze wurden für Zuhörer aufgestellt.

Chamonix und das Dach Europas

Dieser Tag sollte einer der unvergessliche Höhepunkte vieler Reisegäste werden, die schon viel gereist sind und auch schon hohe Gebirge besucht hatten. Aber die Kulisse, die der Mont Blanc uns in Chamonix geboten hat, hat alles in den Schatten gestellt. Unser Plan mehr Zeit zu gewinnen ging auf und das Wetter tat sein Übriges. Kein Wölkchen war am Himmel zu sehen, stattdessen der höchste Berg Europas mit seinen Gletschern- zum Greifen nahe. An der Seilbahn war alles ausgebucht, doch unsere Reservierungen hatten Bestand und ein Teil der Gruppe fuhr auf die 3840 Meter hohe Aiguille du Midi und war absolut begeistert von den Aussichten. Der andere Teil der Gruppe nahm die Zahnradbahn zum Gletschermeer und besichtigte die Gletscherhöhle, die jedes Jahr aufs Neue aus dem Eis geschlagen wird.
Nach Chamonix führte unsere Reise weiter nach Echirolles, eine Vorort von Grenoble, wo inunserem nächsten Hotel alle ihre Eindrücke am Abendtisch rege austauschten. Was für ein Tag!

Grenoble versus Sisteron

Am Vormittag gingen wir durch den historischen Teil von Grenoble, der überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammt und daher auch ein sehr einheitliches Stadtbild bietet. Die Isere hat die Stadt früher regelmässig überschwemmt und schwere Verwüstungen angerichtet. Nichts desto trotz bleibt man von Grenoble überrascht - eine wirklich schöne, lebendige Stadt. Höhepunkt der Besichtigung: die Telepherique (Seilbahn) die uns auf die hoch über der Stadt ragende Bastille brachte, von wo aus sich ein herrlicher Blick über die Stadt bis zum Montblanc bot.
Danach ging es weiter Richtung Süden, die Hochalpen immer im Blick.
In Sisteron bot sich ein ganz anderes Bild: ein historischer Ortskern mit engen verwinkelten Gassen und dem typischen Flair malerischer Dörfer. Sisteron ist kein Ort, den man auf einer Frankreichreise logischerweise auf seine Route schreibt, aber er zählt doch zu den vielen sehenswerten Dörfern und Kleinstädten, die in Frankreich typisch sind. Auch hier hat es uns sehr gut gefallen.
Grenoble an der Isere und Sisteron am Durance - keine leichte Entscheidung für den "Tagessieg".

Auf den Spuren Napoleons und durch die Schlucht des Verdon

Dieser Tag war wieder den Landschaftserlebnissen vorbehalten. Auf unserer Fahrt nach Nizza trafen wir in Teilen auf die "Route Napoleon", die der große Feldherr 1815 von Antibes bis Grenoble durchwanderte mit treuen Gefolgsleuten, um den unpopopulären König abzulösen. Unser erster Stop in Moustieres Saint Marie führte uns dabei zu eine weiteren malerischen Dorf, diesmal an steilen Hängen gelegen. Danach machten wir unsere Mittagspause am Lac du St. Croix an dessen Ende die Gorges du Verdon beginnt. Tief hat sich der Fluss durch den weichen Kalk gefressen und so ein einzigartiges Naturerlebnis geschaffen. Unsere Fahrt entlang der Schlucht eröffnet immer wieder atemberaubende Bilder.
Natürlich bewundern wir auch unseren Fahrer, der uns sicher durch über sehr enge Strasse und noch engere Tunnel fuhr - Chapeau!
Die Alpen verloren wir immer mehr aus dem Blick, ging es doch der Cote d'Azur mit ihrem Zentrum Nizza entgegen.
Auch hier unternahmen wir nach dem Check in im zentralgelegenen Hotel einen gemeinsamen Stadtgang zum Meer - bei sengender Hitze. Aber der Blick auf das Meer mit einer leichten Brise neben der Kulisse des berühmten Hotel Negresco entschädigte für den aufgebrachten Schweiss.

Nizza und Monaco – Arm und Reich?

Den Vormittag widmeten wir dem Zentrum von Nizza und bewunderteten schöne Plätze, verwinkelte Gassen, den einladenden Markt mit seinen Köstlichkeiten. Um eine besseren Überblick zu haben fuhren wir auf den Colline du Chateau, den alten Burgberg, wo sich das antike Nizza befand. Von Dort hat man einen herrlichen Ausblick auf die gesamte Uferpromenade Nizzas und auf den alten Hafen.
Nach unserer Mittagspause in den quirrligen Gassen Nizzas ging es weiter zum nahen Fürstentum Monaco auf malerischer Hangstrecke. Dort angekommen fiel sofort auf, dass Monaco vielleicht kein Problem mit Geld hat, aber doch mit dem Platz. Jeder Zentimeter ist verplant und verbaut. Moderne Hochhäuser und ein ausgeklügeltes Tunnelsystem prägen das Stadtbild.
Wir besichtigten Monte Carlo, wo sich das Casino mit seiner imposanten Eingangshalle befindet, den nahen Park mit vielen sehenswerten Skulpturen bekannter Künstler und der Promenade der Champions - ein Weg entlang dem die Fuss- und Handabdrücke berühmter Fussballer (auch Oliver Kahn ist dabei) eingelassen wurden. Dann ging es zur historischen Altstadt von Monaco auf den Burgberg mit seinen engen Gassen, dem Oceanarium, der Kathedrale, und dem Fürstenpalais.
Fazit: Nizza war einmal deutlich wohlhabender als Monaco, wenn man den historischen Stadtkern betrachtet.

Cannes und/oder Antibes ?

Unsere erstes Ausflugsziel war Cannes, das durch sein Filmfestival berühmt wurde. Wir begannen jedoch erst mit dem historischen Ortsteil le Suquet, der sich auf dem Felsen erhebt und eine schönen Blick auf den Ort und Hafen ermöglicht. Dann ging es zum Kongressgebäude in dem die Festspiele und weitere Veranstaltungen stattfinden. Dem Gebäuderand entlang schmiegt sich der "Walk of Fame" mit den Handabdrücken der Film- und Musikstars, die sich in Cannes ein "Stell-Dich-Ein" gaben. Wir gingen bei sengender Hitze der Promenade mit den meist privaten Stränden entlang bis zum Hotel Carlton mit seiner imposanten Fassade. Der Rückweg zum Bus war von den Boutiquen aller, und zwar wirklich aller Luxuxmarken, gesäumt. Wir konnten uns jedoch zurückhalten.....
Im nahen Antibes, wo die Route Napoleon ihren Anfang nimmt, ging es am Hafen mit seinen Luxusyachten entlang in die Altstadt hinter der noch gut erhaltenen Stadtmauer. Durch die engen Gassen mit zahlreichen Lokalen, Eisdielen, Souvenirshops ging es zum Palis der Grimaldis in dem sich heute das Picasso Museum befindet. Picasso hinterlies der Gemeinde Antibes seine gesamten Werke, die er in der Zeit seines Wirkens im Ort geschaffen hatte; Bilder, Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken - und er war sehr "produktiv".
Bei unsere Ankunft in Nizza besuchten wir dann noch eine Rooftopbar mit herrlichem Rundblick über die "Dächer von Nizza" - besonders die Klimaanlage und die kühlen Getränke haben es uns dabei angetan.

Wer ist schneller; der TGV oder der Bus? Wir finden es in Avignon und Lyon heraus.

Ab diesem Tag ging es zurück Richtung Deutschland. Die Fahrt führte an Aix en Provence vorbei bis nach Avignon. Im historischen Stadtkern staunten wir vor dem wuchtigen Burg-Papst-Palast und bewunderten die Reste der berühmten Brücke Pont du St. Benezet vom Rocher de Dome aus. Vom Place de Horloge gingen wir die Rue de la Republik, der Prachtallee von Avignon, entlang bis zum kleinen Stadtbahnhof. Von dort fuhren wir zum Bahnhof des TGV. Unserem Busfahrer haben wir einen Vorsprung seit Ausstieg gewährt. Das Renn hatte begonnen.
Vom modernen TGV Bahnhof aus starteten wir nach Lyon. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 293 Km/h erreicht wir Lyon in unter einer Stunde. Unser Bus hatte es nur ca. 20 Minuten vorher geschafft (mit Vorsprung).
Leider blieb keine Zeit mehr für Lyon selbst, da unser nächstes Hotel in Chalon sur Saone noch ein gutes Stück entfernt war. Aber ein paar schöne Ecken konnten wir erhaschen. Lyon ist sicher auch eine Reise wert.

Rückfahrt nach Dresden

So ereignisreich die vergangene Woche war, so unspektakulär war unsere Rückreise. Eine lange Fahrt mit einigen Erholungspausen.
Alle sind mit schönen Erinnerungen wieder zuhause


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