Eine Tour durch Frankreich in 16 Tagen
Reisebericht: 07.09. – 22.09.2013
Eine Erholungsreise war es nicht: die mehr als 5.000 Kilometer große Schleife durch Frankreich in nur 16 Tagen - und ganz nebenbei die Besichtigung von kaum mehr zu zählenden Sehenswürdigkeiten. Das W
Ein Reisebericht von
1. Tag – 07. September 2013
Bei durchwachsenem, aber trockenem Wetter führte die Route über Eisenach, Frankfurt am Main und Saarbrücken nach Reims.
2. Tag – 08. September 2013
Erster Besichtigungspunkt war die Kathedrale zu Reims, in der in früheren Jahrhunderten die französischen Könige gekrönt wurden. Staunen machten die tiefen und großen Keller der Champagnerkellerei Pommery, Appetit die Verkostung des Champagners. Durch die Champange fuhren wir der Loire entgegen, nahmen unterwegs noch Renate als örtliche Reiseleiterin auf, die uns zunächst durch das riesige Jagdschloss Chambord führte. Am Abend erreichten wir Tours.
3. Tag – 09. September 2013
Am Abend zuvor war auf dem Rückweg vom Abendessen schon das herrlich beleuchtete Rathaus von Tours zu sehen; jetzt die zahlreichen anderen Highlights der Stadt. In Villandry beeindruckten die überaus reich bepflanzten und exzellent gepflegten Gärten. In Amboise stand die Besichtigung des intimen Schlosses (samt Gartens) auf dem Programm, in dem Leonardo da Vinci seine letzten drei Lebensjahre zugebracht hat. Im Gedächtnis bleiben wird sicher auch das Abendessen im Felsenkeller (Troglodyt) in Montlouis.
4. Tag – 10. September 2013
Und weiter führte die Tour de France in Richtung Süden. Mittags erreichten wir Cognac, wo uns die Destillerie Hennessy freundlich aufnahm mit Bootsfahrt, Kellerführung und Verkostung. Interessant war auch der Blick von der Festung Blaye auf die Gironde-Mündung unweit des Atlantiks, wo gerade Ebbe herrschte. Am Abend erreichten wir das Hotel in Merignac, einem Vorort von Bordeaux.
5. Tag – 11. September 2013
Im Stadtzentrum von Bordeaux begrüßten wir Regine, die uns in zweieinhalb kurzweiligen Stunden durch die Altstadt führte. Im Weinbaugebiet Medoc gab es Gelegenheit, den laut Eigenwerbung besten französischen Wein im Chateau de Aney zu probieren. Ein Naturphänomen ganz eigener Art ist die riesige Wanderdüne von Pilat, von dessen Rücken aus der Blick weit auf den Atlantik hinaus gleitet. Am Abend erreichten wir Biarritz.
6. Tag – 12. September 2013
Ausgerüstet mit Stadtplänen und Fahrkarten für den Linienbus - denn unser Busfahrer hatte heute seinen freien Tag - galt es, den mondänen Badeort im Südwesten Frankreichs zu erkunden. Einige Gäste wagten trotz verhangenen Himmels auch ein Bad im Atlantik. Sonst war Gelegenheit, ein paar Stunden auszuruhen.
7. Tag – 13. September 2013
Am fakultativen Ausflug in das Baskenland mit Susi als örtlicher Führerin beteiligten sich alle Gäste - und brauchten es nicht zu bereuen. Zum Aussichtsberg Rhune ging es mit einer Zahnradbahn (nach Schweizer Vorbild) hinauf wie im Hochgebirge. Wie im Hochgebirge gab sich auch das Wetter - wir kamen in Wolken. Trotzdem war die Tierwelt (wild lebende Pferde; Geyer) der Gegend zu beobachten - auf dem Gipfel standen wir schon einige Schritte auf spanischem Territorium. Zweiter Besichtigungspunkt war der Ort Sare, in dem Susi manch Wissenswerte über den Lebensstil der Basken zu berichten wusste. Sehenswert waren ebenfalls die Grotten von Sare, in denen wir Fledermäusen begegneten. Faszinierend dann das Schloss Abbadia im historisierenden Stil mit seiner erlesenen Ausstattung; direkt am Atlantik gelegen. In Hendaye war der südwestlichste Punkt Frankreichs erreicht. Hier machten wir auch noch einen winzigen Abstecher nach Spanien. Das Abendessen wurde in einem typisch baskischen Restaurant in Biarritz serviert - nach Meinung nicht weniger Gäste das beste der ganzen Reise.
8. Tag – 14. September 2013
In Pau stieg Michael Papst in den Bus, um für die nächsten Tage unser "Anführer" zu sein. Da an diesem Tag sämtliche staatlichen Museen kostenfrei zu besichtigen waren, nutzten wir die Gelegenheit, dass Königsschloss in Pau auch von innen zu beäugen. Am Nachmittag wurde der Wallfahrtsort Lourdes erreicht - nicht jedermanns Geschmack - aber in seiner Eigenart doch auch einen Besuch wert. Die Lichterprozession am Abend war noch Ziel einiger Gäste.
9. Tag – 15. September 2013
Michael Papst benötigte zwei Stunden für die Stadtführung durch Toulouse. Davon sei der Spiegel unter der Säule im Dom besonders erwähnt - eine tolle optische Täuschung. Mächtig dann der beinahe unbeschädigt aus dem Mittelalter erhaltene doppelte Mauerring in Carcasonne - malerisch das Städtchen inmitten der Bastionen.
10. Tag – 16. September 2013
Inmitten einer idyllischen Umgebung liegt die Abtei Valmagne; allerdings in den Stürmen der Revolutionen arg mitgenommen. Heute stehen riesige Weinfässer (leider leer) in der ehemaligen Klosterkirche. Im Shop aber fanden sich zum Glück noch Weinflaschen zum Verkosten. Ebenso beeindruckend der Mauerring um Aigues-Mortes und ebenfalls interessant die Bootsfahrt auf den Kanälen in der Nähe dieser Stadt. Hier erlebten wir auch eine Vorführung von zwei Cowgirls, die auf weißen Pferden den Umgang mit den schwarzen Stieren der Camargue demonstrierten. In Saintes-Maries-de-la-Mere war das Mittelmeer erreicht, leider blieb nicht viel mehr Zeit, als die große Zehe ins Wasser zu halten - aber immerhin.
11. Tag – 17. September 2013
Am majestätisch dahinfließenden Fluss Rhone liegt Arles mit großartigen Bauwerken aus der römischen Antike, von denen noch sehr bedeutende Reste erhalten sind. Außerdem wandelten wir hier auf den Spuren des Malers Vincent van Gogh. Die größte jemals erbaute Brücke in antiker römischer Zeit ist die Pont du Gard, die auf keiner Südfrankreich-Tour fehlen darf. Ebenso wie die Pont St. Benezet, besser bekannt als Pont de Avignon. Nicht minder beeindruckten hier die dicken Mauern des Papstpalastes aus dem 14. Jahrhundert. Rhoneaufwärts erreichten wir am Abend noch Lyon.
12. Tag – 18. September 2013
In der drittgrößten Stadt Frankreichs war es Aurelie, die mit echt französischem Charme uns "ihr" Lyon zeigte. Die engen Gassen und Höfe der Altstadt werden unvergessen geblieben sein. Zur Abwechslung gab es dann am Nachmittag Landschaft pur bei der Rundfahrt durch das Beaujolais mit romantischen Weinhängen und dunklen Wäldern. Nicht fehlen durfte ein Abstecher nach Vaux, welches als Clochmerle in die Literurgeschichte eingegangen ist. Auch hier war Wein zu verkosten. Die relativ (17 Uhr) zeitige Rückkehr zum Hotel nutzten einige Gäste gleich noch zum Baden im hoteleigenen Pool.
13. Tag – 19. September 2013
Cluny war im späten Mittelalter Zentrum einer europaweiten klösterlichen Reformbewegung. Die Kardinäle Richelieu und Mazarin wirkten später hier. Leider ist seit der Revolution nur noch ein Teil des Querschiffs der einst riesigen Klosterkirche erhalten - trotzdem sehenswert. In Beaune ist das alte Hospiz mit seiner originalen Einrichtung allemal einen Abstecher wert, zumal es per Audioguide auch perfekt erklärt wird. Zwischendurch hielten wir zur Mittagspause in dem kleinen Dorf Chapaize. Die dortige romanische Kirche ist aus dem 12. Jahrhundert und ohne jegliche Um- oder Ausbauten noch original erhalten.
14. Tag – 20. September 2013
Dies war der erste kühle und schon etwas an den Herbst gemahnende Tag des Jahres; aber trotzdem noch recht angenehm. Im Stadtzentrum von Dijon trafen wir Claudia, die uns das Zentrum der französischen Senfherstellung zeigte und ganz nebenbei noch viel über die französische Mentalität zu berichten wusste. Während der freien Zeit lohnte es sich, die Markthalle mit ihrem Frischwarenangebot in überaus reichen Auslagen in Augenschein zu nehmen. Am Nachmittag ging die Reise weiter in das Elsass nach Straßburg. Hier stand noch das Abendessen in einem typisch elsässischem Keller in der Altstadt auf dem Programm - und daran anschließend eine Lichterbootsfahrt auf dem Fluss Ill. Die zum Teil zauberhafte Beleuchtung der einzelnen Sehenswürdigkeiten wid wohl noch lange in reger Erinnerung bleiben.
15. Tag – 21. September 2013
Serge nahm uns am Vormittag mit auf eine kurzweilige zweistündige Stadtrundfahrt und Stadtrundgang durch die Hauptstadt des Elsass. Daran anschließend genossen wir den Ausblick von der Hochkönigsburg auf das Oberrheintal. In Colmar überraschten die vielen Fachwerkbauten, welche von Bord eines Petit Train bequem zu erleben sind. Einen ebenso romantischen Anblick bietet der Weinort Riquewihr (Reichenweier) am Hang der Vogesen sowie Ribeauville (Rappoltsweier) gleich in der Nachbarschaft. In Kintzheim klang der gelungene Tag bei einem deftigen elsässischem Flammkuchen aus - und damit auch eine erlebnisreiche Reise.
16. Tag – 22. September 2013
Pünktlich auf die Minute nach Ablauf der gesetzlichen Ruhezeit unseres Busfahrers André setzte sich der Bus wieder in Bewegung - der Heimat entgegen. Unterwegs ließen wir die Erlebnisse der jüngstvergangenen Tage (Wochen) noch einmal vor dem geistigen Auge Revue passieren - und aus den Tiefen des Buskühlschranks tauchten noch drei Flaschen Champagner der Marke Pommery auf, die mit großem Hallo der Reisegesellschaft (außer André) ohne weiteres geleert wurden. Mit Spannung strebten alle wieder dem eigenen Heim entgegen, war doch an diesem Tag auch Bundestagswahl.
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