Unsere große Schottland– Rundreise im August 2026
Reisebericht: 09.08. – 18.08.2026
Schottland genießen- im wahrsten Sinne des Wortes: atemberaubende Landschaft, lebendige Städte und dazu lokale Köstlichkeiten- los geht´s
Ein Reisebericht von
Marlies Thrum
Sonntag, 09. August 2026 – Anreise und Stadtrundfahrt Glasgow
Aus Düsseldorf, Berlin, Leipzig, Dresden und Frankfurt starten wir heute nach Edinburgh. Dort treffen wir unsere Gäste, die bereits einige Tage hier unterwegs waren und dann geht es nach Glasgow in die größte Stadt Schottlands. Douglas erwartet uns bereits und gemeinsam erkunden wir die St. Mungo - Kathedrale und schon sind wir mitten in Schottlands Geschichte. Als eine der wenigen katholischen Kirchen hat sie die wütenden Zerstörungen während der Reformation überlebt und zeigt sich in voller Pracht. Wir haben Zeit für einen Rundgang und auch für die Nekropolis über der Kathedrale. Im Bus geht es dann zum Glasgow Green mit dem größten Terrakotta-Brunnen der Welt, an der lebhaften Buchanan Street vorbei zum Clyde. Hier stehen das Armadillo und das Ufo- zwei Gebäude für Messen und Events, u.a. von Sir Norman Foster entworfen. Dan hat der Feierabend-Stau uns fest im Griff und so sehen wir die Kelvingrove Gallery and Art Museum und die Uni nur noch vom Bus aus. Unser Hotel liegt mitten in der Stadt, hierher geht es nun und ein gemeinsames Abendessen beschließt unseren Tag.
Montag, 10. August 2026 – Dumbarton Castle, Loch Lomond, Glen Coe, Fort William
Am Morgen begrüßen wir Jim, unseren Busfahrer für die nächsten Tage, verstauen die Koffer im Bus und spazieren dann zum Rathaus der Stadt. Natürlich müssen wir einen Blick hinein werfen, die Pracht der Marmortreppen und Mosaikböden und -Decken ist unglaublich. Dann erobern wir eine Burg vor den Toren Glasgows, die zuletzt die Dänen unter Olaf dem Weißen und Ivar dem Knochenlosen erobert hatten: Dumbarton Castle. Das war im Jahr 870. Unsere Eroberung beschränkt sich auf das Vorzeigen der Eintrittskarten und dann können wir die restaurierten Einheiten vom Gouverneurshaus bis ganz nach oben erkunden. Ein traumhafter Ausblick eröffnet sich oben über den Clyde und seinen Nebenarm, ein Besuch der Kammer, in der Mary, Queen of Scots, genächtigt haben soll, ist natürlich obligatorisch. Wir genießen die Zeit hier bei strahlendem Sonnenschein und fahren dann weiter gen Norden. Der schönste See Schottlands- der Loch Lomond ist unser nächstes Ziel. In Luss stoppen wir und spazieren gemeinsam zum Seeufer. Ein kleiner Spaziergang bringt uns zu Kirche. Ein Hogback- ein Grab, das auf die Wikinger zurückgeht- finden wir auf dem Friedhof- wow. Viel zu schnell vergeht die Zeit hier und unsere Fahrt führt uns weiter. In Tyndrum ein kleiner Service-Stopp am "Green Welly", oberhalb des Loch Tulla stoppen wir am Aussichtspunkt, fahren dann durchs Rannoch Moor. Nun folgt die wohl schönste Straße durch die Highlands: ins Glen Coe, dem schönsten Tal Schottlnds, hinein. Warum es auch Tal der Tränen heißt habe ich unterwegs erzählt. Noch heute kann man zu jeder Zeit in Schottland Hilfe finden, wenn man unterwegs ist- das damals aber das Gesetz der Gastfeundschaft so schändlich mißbraucht wurde durch die Campbells um die Mc Donalds zu ermorden- und auch noch auf Befehl des Königs- ist nach wie vor ein Schandfleck in der Geschichte der schottischen Clans. Am Aussichtspunkt auf die Three Sisters- die Berge des Massivs begrüßt uns ein Piper- ein Dudelsackspieler- und unsere Welt ist in Ordnung. Zumal es William ist, den ich schon vor 10 Jahren hier getroffen habe... Im Besucherzentrum können wir uns umsehen, Filme zur Geologie des Tals oder zum Massaker ansehen oder einfach nur die Nachbauten der Torfhütten aus damaliger Zeit bewundern. Ich überrasche unsere Gäste mit einem Willkommens-Picknick, da darf ein erster Dram Whisky nicht fehlen. Es ist spät geworden- aber unser Hotel ist nur wenige Minuten entfernt und so können wir in Fort William am Loch Linnhe einchecken. Was für ein Ausblick! Wer möchte erkundet die Umgebung bis zum Abendessen, das ist lecker und wir verabschieden uns- bis morgen.
Dienstag, 11. August 2026 – Nevis Range, Fort William, Glenfinnan Viaduct und Monument, Neptune´s Staircase
Heute erobern wir den achthöchsten Berg Schottlands- den Aonoch Mor. Und das auf die bequemste Art, die es gibt- mit der Seilbahn. In 6er-Gondeln geht es hinauf auf 640 Meter. Von hier aus spazieren wir gemeinsam zum Aussichtspunkt, die Regenwolken haben sich verzogen und wir haben einen wunderschönen Blick auf die Täler und Berge. In der höchstgelegenen Cafeteria Schottlands genießen viele eine heiße Schokolade, Kaffee oder Tee bevor es wieder hinunter geht mit der Seilbahn. Zum MIttag geht es nach Fort William, eine Mittagspause oder ein ausgiebiger Besuch hier ist möglich, aber alle entschließen sich, meinem Vorschlag zu folgen und zum Glenfinnan Viaduct zu fahren. (Wenn wir schon mal hier sind...) Also geht es nach dem Lunch weiter, wir erwischen leider keinen freien Busparkplatz, Jim kann uns aber aussteigen lassen und fährt wieder weg. Gemeinsam steigen wir hinauf zum Aussichtspunkt- auf das Viadukt, wo jede Minute der Jakobite Train hinüberfährt- besser bekannt als Hogwarts Express. Auch der hat mal Verspätung und so warten wir gelassen mehr als eine halbe Stunde. Werden dann aber belohnt mit dem Pfeifen der Dampflok und ihrem Rattern über die Brücke. Wer mochte sah sich anschließend auf den Monument um, ein toller Blick auf den Loch Shield inklusive. Zurück dann zeigt sich der Ben Nevis wunderschön und ohne Nebelkappe. Wir besuchen Neptunes Staircase- die größte Schleusentreppe des Kaledonischen Kanals mit 8 Schleusen- gerade werden Segler hinauf geschleust. Ein tolles Schauspiel. Dann geht es zurück zum Hotel. Ein gemeinsames Abendessen beschließt wieder unseren Tag.
Mittwoch, 12. August 2026 – Commando Memorial, Fort Augustus, Urquhart Castle, Loch Ness, Inverness
Heute morgen scheint bereits die Sonne über dem See und seinen Bergen. Es geht zunächst nach Spean Bridge. Hier befindet sich ein Denkmal für die Opfer der Kriege. Just an der Stelle, wo sich früher eine Ausbildungsstätte für Offiziere befand. Hier hat man einen tollen Ausblick auf die Berge ringsumher- einschließlich des Ben Nevis. Also werfen wir einen Blick auf das Bergpanorama und setzen dann unsere Reise fort. In Fort Augustus- ebenfalls eine alte Garnisonsstadt- machen wir eine kleine Pause, die viele für den Besuch der Schleusentreppe hier nutzen. 5 Treppen sind es, die den Kanal mit einem ganz besonderen See verbinden: dem Loch Ness. Also werfen wir auch einen Blick auf dessen Südufer- später werden wir noch mehr Gelegenheit haben, nach Nessie Ausschau zu halten. In Invermoriston ein weiterer Fotostopp: Thomas Telford, ein begnadeter Ingenieur, der auch für den Kaledonischen Kanal verantwortlich zeichnete, hatte hier eine Brücke über den Moriston bauen lassen. Spektakulär rauschen die Wasser des Flusses über die Felsen, viel zu schön anzuschauen, um einfach nur mit dem Bus daran vorbei zu fahren. Am Loch Ness wollten wir das Urquhart Castle besuchen, das lag auf einem kleinen Vorsprung am See. Wir starteten mit einem Kinobesuch im Besucherzentrum zur 1000jährigen Geschichte des Castles. Mit Feuer und Schwert- das war das Motto. im 6. Jahrhundert mit dem Besuch des heiligen Columb begann es, als hier ein Fort der Pikten stand. Hunderte Jahre später bekam der Clan der Grants schließlich das Castle von der Krone geschenkt, überließ es aber seinem Schicksal als die Jakobiter vor den Toren standen. Das Torhaus wurde gesprengt und auch vom Wohnturm blieb nicht viel übrig. So spazieren wir heute durch die Ruinen, immer noch beeindruckt von der Größe und der Lage am See. Aus technischen Gründen wurde dann das Castle geschlossen, wir konnten aber bis zum Ablegen des Schiffes hier bleiben. Am Ufer des Sees treffen wir uns auch wieder. Eine Schiffsfahrt brachte uns zum Nordufer des Loch Ness. Vom Nordufer fließt der Ness schließlich durch die heimliche Haupstadt der Highlands- Inverness. Das besuchen wir nun und beginnen mit der Kathedrale. Sie ist eine der wenigen, die die Reformation fast unbeschadet überstand. Ein kurzer Blick hinein- Eberhardt machts möglich. Über den Ness führte dann eine Hängebrücke und so gelangten wir zur Brauerei und Distillerie- der Uile Bheist Distillery. Sie benennt ihre Biersorten nach den Fabelwesen der keltischen Mythologie. Und die lernen wir nun kennen und können natürlich auch verkosten. Ein Spaziergang bringt uns dann via Castle und Statue von Flora Mc Donald zurück zum Bus. In Aviemore beziehen wir unser Hotel und ein gemeinsames Abendessen beschließt unseren Tag.
Donnerstag, 13. August 2026 – Culloden Battlefield, Cawdor Castle, Elgin
Das Frühstückgibt es vom Buffet, es klappt (fast) reibungslos. Gestärkt starten wir in den Tag und wieder Richtung Norden. Das Culloden Battlefield steht als erstes auf unserem Programm. Hier fand 1746 die entscheidende Schlacht zwischen stuarttreuen Jakobitern und der englischen Armee statt, die schließlich zur endgültigen Niederschlagung des Jakobiter-Aufstandes führte. Ausgerüstet mit Audio Guides erkunden wir in der Ausstellung viel sehens- und hörenswertes über die Zeit und den Aufstand. Auf dem ehemaligen Schlachtfeld zeigen rote und blaue Fahnen jerweils die Standorte der Armeen an, nicht mal eine Stunde soll das Gemetzel gedauert haben, der Aufstand war endgültig niedergeschlagen. Der Duke of Cumberland, der die englischen Truppen befehligte, befahl nun, alle Verwundeten zu töten, jeden Aufständischen und jeden Unterstützer. Seine Grausamkeit brachte ihm den Namen "The Butcher = der Schlachter" ein. In der Folge wurden die Highland Clans entmachtet, Unterstützer verloren Land und Titel, viele auch ihr Leben. Der Kilt und der Dudelsack, alles, was Highland- Clans symbolisierte, wurde verboten. Heute erinnern Steine mit den Namen der Clans an die Stellen, wo deren Angehörige begraben worden waren. Besonderer Anziehungspunkt selbstverständlich der Stein der Frasers. Nach der Mittagspause geht es weiter Richtung Norden: Cawdor Castle und seine Gärten wollen wir besuchen. Der Sage nach wollte der Thane of Cawdor im 15. Jahrhundert eine neue Burg errichten, ein Traum gab ihm folgendes auf: Belade einen Esel mit Gold, schick ihn los, wo er sich niederlegt, da baue Dein neues Haus... Gesagt , getan. Der Esel legte sich unter einer Stechpalme nieder und der Stamm dieses Baumes ist noch heute im Untergeschoss des Turms zu sehen. Mit unseren Audio-Guides entdecken wir noch sehr viel mehr, Möbel und Ausstattung sind kostbar, die Familie hat in den Jahrhunderten etliches zusammengetragen, noch heute ist die Burg in Familienbesitz. Beeindruckend aber auch die drei Gärten ringsherum. Obwohl das Wetter nicht ganz mitspielt lassen wir uns die natürlich nicht entgehen: den ummauerten Garten, der bereits um 1600 entstanden ist. Er beherbergt Blumen, Kräuter und ein Labyrinth. Neben der Burg lockt ein wunderschöner Blumengarten und hinter der Burg wurde ab 1960 der Wilde Garten angelegt. Weiter geht unsere Fahrt nach Elgin, wir haben noch etwas Zeit und sehen uns in der ehemaligen Kathedrale um. "Licht des Nordens" wurde sie genannt. Etliche von uns genießen den Blick über Elgin von einem der beiden Türme am Eingang, allemal sehenswert sind die Ausstellungen und natürlich der noch erhaltene Kapitelsaal. Was für ein Gewölbe! Unser Bus bringt uns zurück ins Hotel, wo ein gemeinsames Abendessen diesen Tag beschließt.
Freitag, 14. August 2026 – Cardhu Distillery, Dean´s in Huntly, Aberdeen
Heute widmen wir uns dem "Wasser des Lebens- Uisge Bhea". Dem Whisky. Dazu begeben wir uns auf den Malt-Whisky-Trail. Schließlich gabe es hier einmal mehr als 100 Whisky-Destillerien. Ein kleiner Umweg führt uns zu einem speziellen Fotostopp: zur Speyside Cooperage. Hier werden Fässer gebaut und aufgearbeitet, in denen dann der Whisky lagert. (die Schotten sagen aber: er schläft.) Wir können einen Blick ins Besucherzentrum werfen und uns die Fotos der Böttcherei im Außengelände anschauen. Hier arbeitet David McKenzie, er hält den Weltrekord im Fassmachen: er benötigte gerade einmal 3 Minuten und 18 Sekunden für ein 190 l-Fass. Unglaublich. Nun aber geht es weiter im Thema: die Cardhu Distillery erwartet uns. Sie ist nur einen Katzensprung entfernt und Arwen führt uns zunächst in eine Art Kino. Hier erfahren wir die Geschichte von Cardhu, von den Frauen, die diese Brennerei aus der Schwarzbrennerei in eine Zusammenarbeit mit Johnnie Walker geführt haben. Heute ist der Whisky aus Cardhu das Herz eines jeden blended Whisky von Johnnie Walker. Natürlich beendet eine Kostprobe unseren Besuch hier und dabei erfahren wir auch, wie sehr ein winziger Tropfen Wasser im Glas den Charakter (und Geschmack) des Whiskys ändern kann. Dann heißt es: weiterfahren. Schließlich wollen wir noch an die Ostküste, nach Aberdeen. Eine Mittagspause in Huntly legen wir ein- bei Dean´s. Hier wird Shortbread produziert, ein Werksverkauf lädt ein und das Essen ist sehr lecker. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Ziel. Wir treffen unsere Stadtführerin Isabel wie vereinbart am Kings College, streifen mit ihr durch dieses ehrwürdige Gebäude, erkunden die historische Umgebung und fahren dann ins sogenannte Fischerviertel. Früher den Fischern und ihren Familien vorbehalten sind es heute angesagte und begehrte Wohn(T)räume. Alle hatten früher einen Schuppen- auch die sind vermietet und werden für alle möglichen Einrichtungen genutzt... Am Strand geht es zurück zum Bus und weiter in die Stadt. Wir steigen aus und spazieren gemeinsam zum Marishall College, heute Sitz der Stadtverwaltung- immer noch das größte spätgotische Gebäude aus Granit. Umwerfend und im Sonnenschein funkelnd und glänzend. Daher hat Aberdeen auch seinen Beinamen: die funkelnde Stadt, viele Häuser sind hier aus Granit und funkeln in der Sonne. Noch ein Abstecher zum ältesten Gebäude und für ein Eis reicht die Zeit allemal... Wir verabschieden uns von Isabel und fahren ins Hotel. Hier wartet am Abend wieder ein leckeres 3-Gänge-Menü auf uns.
Samstag, 15. August 2026 – Aberdeenshire Highland Cattle, Dundee, Scone Palace, Forth Bridges, Edinburgh
Am Morgen heißt es wieder: Koffer laden, wir verlassen Aberdeen und fahren aufs Land. Wortwörtlich, denn der Besuch einer Farm steht auf unserem Programm. Grace bewirtschaftet in Aberdeen Shire eine Rinderfarm und ihre Rinder haben mehrfach Preise gewonnen, sind hochdekoriert und das Fleisch liefert sie sogar an den königlichen Hof. Dabei arbeitet sie nur mit ihrer Tochter auf dem Hof, hat alles selber aufgebaut, Corona-Zeiten überstanden und stellt sich nun den Herausforderungen der steigenden Preise, den horrenden Energiepreisen... Wir können die Kühe und Jungbullen im Stall erleben, der größte Teil der Herde ist aber draußen, wie fast jeden Tag des Jahres. Duchess heißt ihre erfolgreichste Highlander-Kuh, Herzogin. Grace erzählt, dass sie ihre Model-Macken hat, aber sie liebt das Kämmen und Schamponieren vor der Show. Dann können auch wir kämmen und auf Tuchfühlung mit den imposanten Hörnern der Highland-Kühe gehen. Wow. Im ehemaligen Stall sitzen wir dann beisammen, kosten Shortbread und Würstchen aus Highland Beef, Grace erzählt von ihrem Hof und wie stolz sie ist, dass ihre Tochter nun nach ihrem Studium bei ihr im Betrieb ist. Gern wären wir länger geblieben aber heute geht es nach Süden- Edinburgh ist unser Ziel- also los. Die Mittagspause verbringen wir in Dundee, können einen Blick ins V&A oder auf die RRS Discovery werfen, mit der Scott zu seinen Expeditionen ins Eis aufgebrochen ist. Wer wollte spazierte mit mir durch die Stadt zur Mc Mannus Galerie und wirft einen Blick auf das riesige Wal-Skelett.Dann verlassen wir die Küstenstraße. Der Scone Palace in der Nähe von Perth ist unser nächstes Ziel. Hier wurden alle frühren schottischen Könige gekrönt. Viel ist nicht mehr von damals übrig, aber eine kleine Kapelle steht heute auf der Motte, auf dem einst der Palas stand. Gegenüber erhebt sich eindrucksvoll der Palast der Murrays, seit Jahrhunderten in Familienbesitz und auch heute noch bewohnt. Einige Zimmer können wir besuchen, inkl. der alten Küche und hier werden wir auch zum Cream Tea erwartet. Leckere Scones mit Clotted Cream und Erdbeer-Marmelade, dazu Tee oder Kaffee, das hochherrschaftliche Ambiente - was wollen wir mehr. Aber auch die schönste Zeit vergeht- also heißt es: Aufbrechen und Weiterfahren. Wir überqueren den gewaltigen Fjord des Flusses Forth- den Firth of Forth über die alte Straßenbrücke, die nur noch von Bussen, Taxen, Fahrrädern und Fussgängern überquert werden dürfen. So haben wir einen tollen Blick auf die Eisenbahnbrücke, auch roter Drache genannt, und auf die neue Straßenbrücke, die Queensferry Crossing. Das reicht uns aber noch nicht, also stoppen wir am Aussichtspunkt und haben nun alle 3 Brücken über den Forth vor uns. Am späten Nachmittag checken wir im Hotel ein und verabschieden uns von unserem Busfahrer Jim. Am Abend spazieren wir gemeinsam zu unserem Pub liegt. Im "Ghillie Dhu" lassen wir uns Braten vom schottischen Beef schmecken und auch der traditionelle Nachtisch Sticky Toffee Pudding findet seine Liebhaber. Gemütlich geht es individuell zurück zum Hotel und wir verabschieden uns- bis morgen.
Sonntag, 16. August 2026 – Stadtrundfahrt Edinburgh, Freizeit
Ein individuelles Frühstück läßt uns gut in den Tag starten, dann treffen wir uns mit Victoria im Foyer unseres Hotels. Sie ist unsere Stadtführerin für Edinburgh. Los geht es durch die Neustadt, die ebenfalls wie die Altstadt Weltkulturerbe der UNESCO ist, wir besuchen den Charlotte Square, ein Fotostopp am Fettes College muss sein, dann eine Pause am Botanischen Garten. Am Museum Dynamic Earth steigen wir aus und laufen zum Palace of Holyrood House, dem Sitz des Königs, wenn er in der Stadt ist, sehen das schottische Parlament- ziemlich gewagte Architektur direkt gegenüber dem Palast. Die Royal Mile geht es im Bus hinauf bis zu den Absperrungen, denn im August ist die Stadt fest in Händen der Straßenkünstler. Das Fringe, ein Festival, lockt mit mehr als 2500 Veranstaltungen, das Buchfestival und auch das Royal Military Tattoo. Unser Bus fährt uns zum Burgberg. Unterhalb der Burg steigen wir aus und Victoria bringt uns zum Castle. Ich habe inzwischen die Tickets geholt und gemeinsam "erobern" wir die Burg. Hören unterwegs viel Interessantes über die Geschichte des Castles und seiner Bewohner. Bis zu den Staatsgemächern und den Kronjuwelen bleiben wir zusammen, dann bedanken wir uns bei Victoria und verabschieden uns. Der gesamte Nachmittag ist frei und steht für eigene Erkundungen zur Verfügung. Am frühen Abend treffen wir uns in der Lobby unseresa Hotels und spazieren gemeinsam zum "Tigerlily". Hier lassen wir uns wieder mit einem 3-Gang-Menü verwöhnen.
Montag, 17. August – Melrose Abbey, Leaderfoot Viaduct, Scott´s View, Peebles, Rosslyn Chapel, Royal Military Tattoo
Ein gutes Frühstück gibt uns einen guten Start in den Tag. Wieder kommt ein Bus für uns und der fährt uns nach Süden. Eine der vier großen Grenzlandabteien wollen wir besuchen: Melrose Abbey. Dann besuchen wir Melrose. Sie wurde einst zur schönsten Stadt Schottlands gewählt und wir erliegen bald ihrem Charme. Denn nach dem Besuch der Abbey mit ihrem Königsfriedhof, den unglaublichen Steinmetzarbeiten und dem kleinen Museum ist Zeit für die Gärten und die Stadt. Natürlich statten wir dem Herz von Robert the Bruce einen Besuch ab bevor wir in der Stadt bummeln gehen. Ein Eis geht immer. In der Nähe von Melrose überqueren wir den Fluss Tweed- Namensgeber für den berühmten Stoff- und stoppen für ein paar Fotos am Viaduct, der alten Eisenbahnbrücke, und der alten Straßen-Brücke. 3 Brücken führen mittlerweile über den Fluss und in Anlehnung an das römische Fort Trimontium ganz in der Nähe wird der Ort auch Tripontium genannt... Unser Fahrer ermöglicht uns eine Fahrt hinauf zu Scott´s View- ein unglaublich schöner Aussichtspunkt. Hier überrasche ich unsere Gäste wieder mit einem Abschieds-Picknick- wir genießen noch einmal schottische Köstlichkeiten- natürlich einen Whisky, Ginger Nuts, Short Breas, frischen Erdbeeren und Trauben aus Melrose und Cookies. Dann geht es durch das Tal des Tweed weiter nach Peebles. Ein gemeinsamer Spaziergang die High Street entlang bis zur Brücke über den Fluss. Was für ein toller Blick von hier: auf die Kirche und das alte Fachwerkhaus, den Tweed, die Flußauen, die Stadt. Dann geht es zurück zum Bus, es wartet ein weiteres Highlight auf uns: Rosslyn Chapel. Ich melde uns an und mit Sesam öffne Dich öffnet sich die kleine grüne Tür, direkt zur Chapel. Wir sind vom Anblick überwältigt und erkunden individuell das Innere. Einiges hatte ich bereits im Bus erläutert und so machen wir uns auf die Suche nach der Lehrlings-Säule, der grünen Mann, den Zeichen der Freimaurer und Templer, und natürlich dem Geheimgang aus dem Film "Der Da Vinci Code". Nun, den gibt es natürlich nicht, aber eine Krypta- und unsere Phantasie. So vergeht auch dieser Nachmittag wie im Flug und wir müssen zurück nach Edinburgh. Am frühen Abend treffen wir uns in der Lobby, spazieren zum Scottish Cafe und Restaurant an der Nationalgalerie und lassen uns wieder mit einem 3-Gang-Menü verwöhnen. Das zeitigere Abendessen war perfekt getimet- jetzt reihen wir uns ein in die Schlangen vor dem Castle, denn das Military Tattoo steht auf unserem Programm. Allerdings hat uns das Wetterglück verlassen, es regnet seit dem Hotel ununterbrochen, rasch werden noch Capes gekauft. Problemlos passieren wir den Sicherheits-und Ticket-Check, nehmen unsere Plätze auf den Tribünen auf der Esplanade des Castles ein und die Vorfreude steigt. Ein mitreißender Abend wird es werden, unglaublich, die Darbietungen der internationalen Gäste des diesjährigen Jubiläums-Tattoos. Und die der Drums & Piper sowieso. Es hat tatsächlich auch aufgehört zu regnen- ein Feuerwerk beendet diesen besonderen Abend und wir spazieren - immer noch voller Musik, Tanz, Farben und Licht- zurück zum Hotel. Was für ein Tag!
Dienstag, 18. August 2026 – Water of Leith Walk und Dean Village, Rückreise
Ein letztes Mal lassen wir uns zum Frühstück verwöhnen, genießen den Blick auf die Altstadt. Dann heißt es Check out und die ersten 2 Gäste verabschieden. Viele folgen meiner Einladung zu einem letzten Spaziergang: An den Water of Leith entlang zum Dean Village. Wir spazieren über die Palmerston, überqueren das Water of Leith und steigen die steile Treppe hinab, passieren das Wehr, genießen Vogelzwitschern, das Rauschen und Murmeln des Wassers, Sonne satt und üppiges Grün. Dann haben wir Dean Village erreicht: ein Kleinod mitten in der Großstadt. Um den Well Court gruppieren sich wunderbar sanierte Häuser, Backstein, Fachwerk... alles vorhanden. Zeit für ausgiebige Fotostopps im alten Mühlendorf. Riesige Mühlsteine zeugen von der Vergangenheit, bis zu 15 Mühlen sollen hier im Fluss Getreide gemahlen haben. Am Water of Leith spazieren wir weiter, erreichen die kleine Quelle mit ihrem "Tempel", dem St. Bernard´s Well. Tatsächlich sollen sich die Wasser des Leith als heilend erwiesen haben und so wurde ihnen aus Dankbark ein Denkmal gesetzt, ein Tempel mit der Göttin Hygieia (Göttin der Gesundheit). Die Mittagspause verbringen alle individuell in der Stadt und um 14 Uhr bringt uns der Transfer zum Flughafen. Wir checken ein, geben die Koffer auf und verabschieden uns. Für die Berliner Gäste kommt schon die Hiobsbotschaft- der Flieger nach München ist verspätet, sie bekommen den Anschlußflug nicht und werden auf den Flug am nächsten Morgen umgebucht. Für alle anderen wird es zeitlich auch eng- aber die Anschlussflüge ab Frankfurt werden gerade so noch erreicht.
Vielen Dank an Euch alle, es wird eine unvergessliche Zeit in Schottland für uns alle bleiben, danke für Eure Neugier und Freude auf eines der schönsten Länder der Welt: Schottland.
Paßt gut auf Euch auf und bleibt gesund, Eure
Marlies Thrum
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