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„Wanderreise Irland & Nordirland – Natur und Kultur erleben“ vom 06.–18.09.26

Reisebericht: 06.09. – 18.09.2026

Eine Reise durch Irland ist eine Begegnung mit atemberaubenden Landschaften, alten Klosterkomplexen, lebendigen Städten und urigen Pubs.

Dirk Schlosser

Ein Reisebericht von
Dirk Schlosser

© Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL) © Dirk Schlosser (Eberhardt TRAVEL)

1.Tag, Sonntag, 06.09.2026: Anreise nach Irland – Dublin

Vom Flughafen Berlin-Brandenburg flogen wir mit der irischen Fluggesellschaft Air Lingus nach Dublin. Der Flug verlief reibungslos und vor Ort angekommen, trafen wir uns mit weiteren Reiseteilnehmern unserer Gruppe. Gemeinsam ging es mit unserem Busfahrer Willy direkt ins Stadtzentrum, wo unsere örtliche Führerin Monika zu uns stieg.
Wir sahen die Daniel O`Connel Street, das Trinity College und hielten für einen Fotostopp am Merrion Square. Dieser liegt in einem der schönsten georgianischen Viertel Dublins mit wunderschönen Häusern aus dem 18.Jahrhundert und farbig leuchtenden Haustüren.
Anschließend statteten wir dem Phönix-Park im Westen der Stadt einen Besuch ab und nutzten gleichzeitig unseren Aufenthalt für eine kleine Kaffeepause. Unsere Rundfahrt endete an unserem Hotel in der Kevin Street. Nach dem Abendessen trafen wir uns zu einem gemeinsamen Besuch des Tempelbar-Bezirks.

2.Tag, Montag, 07.09.26: Monasterboice – Letterkenny

Bereits am vorherigen Abend hatten wir erfahren, dass unser für die Reise geplanter Fahrer Donal aus gesundheitlichen Gründen die Reise nicht fahren kann. Für ihn übernahm am Morgen Heike mit einem neuen Bus unsere Reisegruppe. Auf der Fahrt Richtung Norden besuchten wir die ehemalige Klosteranlage Monasterboice. Sie wurde bereits im 5.Jahrhundert gegründet und zählt zu den drei bedeutendsten frühchristlichen Klöstern Irlands. Besonders eindrucksvoll sind die gewaltigen Hochkreuze, an denen kunstvoll gearbeitete Reliefs die biblische Geschichte darstellen. Die Weiterreise führte uns anschließend zum Navan-Fort, einer ehemaligen Siedlung, auf deren Gelände man neolithische, bronze- und eisenzeitliche Funde entdeckt hat. Vermutlich war sie die Hauptstadt „Emain Macha“ aus den irischen Überlieferungen. In einer großen, mit Stroh gedeckten Rundhütte wurden wir von zwei Darstellern in historischen Gewändern in den Tagesablauf der Kelten eingeweiht. Nach unserem Besuch fuhren wir zu unserem Hotel in Letterkenny und trafen uns nach dem Bezug der Zimmer zum gemeinsamen Abendessen.

3.Tag, Dienstag, 08.09.26: Glenveagh Nationalpark

Von Letterkenny aus fuhren wir in den Glenveagh Nationalpark. Vom dortigen Informationszentrum ging es mit Minibussen zum vier Kilometer entfernten Glenveagh Castle. Die letzten Besitzer des Schlosses, Lady Adaire, Arthur Kingsley Porter und Henry McIlhenny, empfingen viele Künstler und Prominente im Schloss. Auch Greta Garbo hat sich in Glenveagh mehrmals aufgehalten. McIlhenny ließ die Gartenanlage in ihrer heutigen Form gestalten und schenkte Garten und Schloss 1981 der Nationalparkverwaltung. Vom Schloss wanderten wir bis an das Ende des Lough Veagh, vorbei am Wasserfall bis zu einem kleinen Cottage. Trotz wechselnden Regens konnten wir unser Picknick im Freien abhalten und freuten uns über jeden Sonnenstrahl.
Nach der Pause ging es zurück zum Schloss und im Anschluss wanderten die meisten von uns noch hinauf zum Aussichtspunkt oberhalb des Schlosses. Anschließend konnten wir noch die vier Kilometer bis zum Besucherzentrum zurück wandern oder mit dem Minibus zurückfahren. Mit unserem großen Reisebus ging es dann entlang einer schönen Panoramastraße zu den Aussichtspunkten am Loch Dunlewy und am Bloody Foreland. In Dunafanaghy, an der Nordküste Donegals, besuchten wir den langen Sandstrand und fuhren anschließend zurück zum Hotel nach Letterkenny.

4.Tag, Mittwoch, 09.09.26: Mussenden–Temple – Giant`s Causeway –Derry

An diesem Tag stand ein Ausflug nach Nordirland auf dem Programm. Unsere erste Station war der Mussenden Temple in Downhill. Er liegt oberhalb des Downhill Beach und wurde Ende des 18.Jh. direkt an den Klippen errichtet. Das runde Gebäude widmete der Bischoff von Derry seiner Cousine Frideswide Mussenden. Heutzutage wird der Rundbau zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel Hochzeiten, vermietet. Bei unserem Besuch war das Innere des Tempels verschlossen, doch dafür der Blick auf den Downhill-Strand atemberaubend! Mit dem Bus ging es danach zum Fotostopp an de Ruine des Dunluce Castles und anschließend zum Besucherzentrum „Giant`s Causeway“. Der Name heißt übersetzt „Damm des Riesen“ und geht auf eine irische Heldensage zurück. Wir wanderten oberhalb der Klippen entlang und entdeckten fantastische Fotomotive. Danach stiegen wir hinab zum unteren Weg, an welchem meterhohe Basaltsäulen stehen. Entstanden sind sie vor ca. 60 Millionen Jahren, als austretende Lava aus dem Erdinneren an die Oberfläche drang, abkühlte und erstarrte. Übrig blieben zumeist sechseckige, aneinandergereihte Basaltsäulen. Am Besucherzentrum endete unsere Wanderung. Hier hatten wir Zeit für den Besuch der Ausstellung und für eine Kaffeepause. Von „Giant`s Causeway“ ging es für einen Fotostopp zur Whiskey-Distillerie in Bushmills und anschließend nach Derry-Londonderry. Die Stadt steht immer noch als Synonym für die „troubles“, die Auseinandersetzungen zwischen Unionisten und Nationalisten und für den „Bloody Sunday“, dem „Blutigen Sonntag“, an dem am 30.Januar 1972 ein Fallschirmjäger-Regiment der britischen Armee das Feuer auf eine friedlich demonstrierende Menschenmenge eröffnete. 14 Menschen kamen dabei ums Leben. Bis zum heutigen Tag sind die Wohnviertel nach Religionszugehörigkeit getrennt.
Wir umrundeten das historische Zentrum auf der breiten Stadtmauer. Nach wie vor gedenken die Unionisten jedes Jahr mit einer Festwoche der 105-tägigen Verteidigung der Stadt und des sich anschließenden Sieges über die Truppen Jakobs des II. im Jahre 1689. Von Derry/ Londonderry ging es anschließend zurück zu unserem Hotel. Nach dem Abendessen gab es Livemusik in der Hotellounge.

5.Tag, Donnerstag, 10.09.26: Wanderung Mullaghmore – Westport – Leenane

Nach dem Frühstück fuhren wir in südliche Richtung ins kleine Städtchen Donagal, welches der Namensgeber für das County Donagal ist. Der Ort besitzt eine Klosterruine sowie einen sehr hübschen Hafen, von welchem man Bootsausflüge zu den Seehundkolonien unternehmen kann. Mit dem Bus ging es danach auf die Halbinsel Mullaghmore, auf der wir unsere Wanderung geplant hatten. Es war sehr windig und nasskalt. Die kleine Ortschaft Mullaghmore hat einen geschützten Hafen und einen wunderschönen Strand. Über Sligo und Castlebar fuhren wir anschließend nach Westport, in eine der schönsten Städte Irlands. Unseren dortigen Aufenthalt nutzten wir auch gleich zum Einkauf für unsere geplanten Wanderungen an den folgenden Tagen. Entlang der Clew Bay ging es danach zum Berg „Croagh Patrick“, dem „heiligen“ Berg der Iren. Auf ihm verbrachte Irlands Nationalheiliger, der Heilige Patrick, eine 40tägige Fastenzeit, an die jedes Jahr, am letzten Sonntag im Juli, mit einer Berg-Wallfahrt erinnert wird. Auf unserer Weiterfahrt legten wir noch zwei Fotostopps am Lough Doo und an den Aasleagh Falls am River Erriff ein. Letztere liegen herrlich eingebettet in der sie umgebenden Bergwelt. Danach fuhren wir entlang des Killary Fjordes zu unserem Hotel in Leenane.

6.Tag, Freitag, 11.09.26: Wanderung auf der Aran Insel Inishmore

Wir fuhren durch das wunderschöne Joyce Country auf die Südseite der Connemara-Halbinsel, zum Hafen von Rossaveel. Von dort brachte uns die Fähre auf die Aran-Insel Inishmore. Nach circa einer Stunde kamen wir am Hafen von Kilronan an und wanderten nach einer kurzen Pause los. Die Wegstrecke führte uns entlang der Küste in westliche Richtung, vorbei an unzähligen Steinmauern, Kirchenruinen und Weideflächen. An der Bucht der Seehundkolonie legten wir unsere geplante Picknickpause ein. Das Wetter war fantastisch und wir sahen viele sich in der Sonne aalende Seehunde.
Nach der Pause ging es weiter zum winzigen Örtchen Kilmurvey und von dort hinauf zum Fort „Dun Aonghasa“. Es ist ein Steinfort, welches auf beinahe 90 Metern Höhe am Rand senkrecht abfallender Klippen steht. Drei halbkreisförmige, zum Meer hin offene Steinkreise schützten einst die Bewohner vor Angriffen. Die prähistorische Anlage entstand vor ca. 3000 Jahren und bietet aufgrund der landschaftlich exponierten Lage atemberaubende Ausblicke auf die südliche Steilküste. Das Schlagen der meterhohen Gischt an die senkrechten Felswände ist hunderte Meter weit zu hören. Nach der Besichtigung von Fort Dun Aonghasa hatten wir Zeit für eine Kaffeepause. Anschließend brachte uns ein Transferbus zurück zum Hafen in Kilronan. Mit der Fähre ging es wieder hinüber nach Connemara und von dort mit dem Bus zu unserem Hotel in Leenane.

7.Tag, Samstag, 12.09.26: Connemara Nationalpark – Kylemore Abbey

An diesem Tag schnürten wir wieder unsere Wanderschuhe. Der Wetterbericht hatte ein kleines „trockenes“ Zeitfenster für die Zeit von 10.00-12.00 Uhr vorhergesagt. Nachdem uns der Bus bis zum Besucherzentrum des Connemara-Nationalparks in Letterfrak gefahren hatte, schauten wir uns dort einen Film über die Flora und Fauna des Nationalparks an. Da es im Anschluss nur leicht regnete, starteten wir mit unserer Wanderung. Unterwegs gab es mehrere Möglichkeiten, an ausgeschilderten Wanderwegen zum Besucherzentrum zurück zu gehen. Die meisten unserer Gruppe wollten trotz des Nebels und Nieselregens auf den Diamond Hill hoch steigen. Wir kamen auf dem windigen Gipfel an, ohne mit einer Aussicht belohnt zu werden. Zurück im Besucherzentrum waren wir total durchnässt. Dadurch fuhren wir erst einmal zu unserem Hotel zurück, um die Kleidung zu wechseln und sie zum Trocknen aufzuhängen.

Nach der Pause ging es mit dem Bus zur Kylemore-Abbey. Mitchell Henry, ein englischer Industrieller und Arzt, erwarb dieses romantische Anwesen und ließ hier in der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts eines der bezauberndsten Schlösser Irlands errichten. Am Anfang des 20.Jahrhunderts übernahmen Benediktinerinnen die Anlage. Wir fuhren mit dem Minibus zu den Viktorianischen Gärten. Wer wollte, konnte von den Gärten auch wieder zurücklaufen und den ehemaligen Herrensitz, die heutige Kylemore Abbey (Abtei), besichtigen. Nach unserem Aufenthalt ging es wieder zurück zu unserem Hotel in Leenane.

8.Tag, Sonntag, 13.09.26: Galway – Wanderung im Burren

Nach unserem Aufenthalt fuhren wir nach Galway. Dort steht bis heute das Lynch Castle, welches einst dem rechtschaffenden Bürgermeister James Lynch gehörte. Dieser richtete seinen schuldig gesprochenen Sohn eigenhändig hin, da niemand das Urteil vollstrecken wollte. Viel angenehmer ist da die Legende vom Gladdagh-Ring, welcher richtig aufgesteckt anzeigt, wer noch zu haben und wer schon vergeben ist. Der Name Gladdagh geht auf ein kleines Fischerdorf auf der anderen Seite des River Corrib zurück, welches heute längst zu Galway gehört und eingemeindet wurde. Von Galway aus fuhren wir zum Coole Park in der Nähe der Ortschaft Gort. Wir wanderten zum Coole Lake sowie zum Autograph-Tree (Unterschriften-Baum). Viele irische Schriftsteller haben um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. ihre Initialen in seine Rinde geritzt. Anschließend sahen wir uns im Besucherzentrum eine kleine Ausstellung an und nutzten die verbliebene Zeit für eine Kaffeepause. Nach unserem Aufenthalt im Coole-Park fuhren in den Burren Nationalpark. „Zu wenig Bäume, um einen zu hängen; zu wenig Wasser, um einen zu ersäufen; zu wenig Erde, um einen zu begraben“, soll ein Offizier Cromwells beim Anblick dieser Landschaft gesagt haben. Sie fasziniert und bezaubert jedoch auf ihre eigene Art und Weise. Hier wachsen Pflanzen, die man sonst nur in Skandinavien oder in den Alpen vorfindet. Im Zentrum des Burrengebietes hielten wir am Poulnabrone-Dolmen. Es begann leider wieder zu regnen, so dass unser Aufenthalt kürzer als geplant ausfiel. Anschließend ging es zu unserem Hotel am Spanish Point.

9.Tag, Montag, 14.09.26: Cliffs of Moher – Lartique–Einschienenbahn – Tralee

Nach dem Check Out aus dem Hotel fuhren wir zu den Cliffs of Moher. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten die Klippen wunderbar sehen. Anschließend fuhren wir mit dem Bus ein kleines Stück bis zu einem Haltepunkt und begannen dort mit unserer Wanderung entlang der nördlichen Cliffs. Es nieselte etwas, doch mit dem Wind im Rücken fiel uns die Wanderung bis nach Doolin sehr leicht. Dort wartete bereits Heike mit dem Bus auf uns und gemeinsam fuhren wir zur Mittagspause nach Lahinch. Der Strand dieser kleinen Urlauberstadt ist besonders bei Survern beliebt. Leider regnete es während unseres Aufenthaltes unglaublich stark. Von Lahinch aus fuhren wir zum kleinen Fährhafen von Killimer und die Fähre brachte uns über den Fluss Shannon nach Tarbert. Unser nächstes Ziel war das hübsche Städtchen Listowel. Eine besondere Attraktion ist die Lartigue-Einschienenbahn. Von zwei konzipierten Strecken war die Strecke von Listowel nach Ballybunion die einzige, die gebaut wurde und tatsächlich den Betrieb aufnahm. Nach 36 Jahren wurde sie 1924 wieder eingestellt. Wir freuten uns, dass dem Listoweler Lartigue-Monorail-Verein die Wiederbelebung eines ca. 500 Meter langen Streckenabschnittes gelungen ist und hatten während einer Fahrt auf diesem kuriosen Schienenstrang viel Spaß. Anschließend ging es mit dem Bus zu unserem Hotel in Tralee. Am Abend besuchten wir die Show „Celtic Steps“, welche eine atemberaubende Vorstellung aus Stepptanz, Musik und Gesang war.

10.Tag, Dienstag, 15.09.26: Ring of Kerry

Nach dem Frühstück starteten wir zu unserer Rundfahrt auf dem Ring of Kerry, der einmal um die Halbinsel Iveragh herumführt. Zuerst hielten wir an der alten Eisenbahnstrecke der Western Railway, wo die Fotomodelle „Paddy“, der Esel, und auf seinem Rücken „Rose“, der Hund, auf Besucher warteten. Anschließend ging es nach Kells zum Schäfer, der uns vorführte, wie sein Border-Collie-Hund seinen Kommandos folgt und die Schafe zusammentreibt. Von dort ging es weiter nach Waterville. Hier legten wir auch unsere Mittagspause ein und hatten Zeit für einen Spaziergang am nach Tang und Algen riechenden Strand. Danach fuhren wir zum Coomakesta Pass auf 210 m Höhe. Es bot sich uns ein toller Blick auf die Ballinskelligs Bay und die Bucht des Kenmare River. Kurz hinter dem Pass stiegen wir oberhalb von Caherdaniel aus dem Bus und wanderten durch den Derrynane-Nationalpark zum Strand am Derrynane-House. Es war eine schöne Wanderung und am Strand angekommen schien die Sonne. Vom Nationalpark aus fuhren wir anschließend zum Aussichtspunkt Ladies View mit herrlichem Blick hinunter ins Tal zu den Seen und von dort weiter zum Torc Wasserfall. Den Abschluss des Ausflugtages bildete ein Spaziergang am Muckross House mit herrlichem Blick auf den Muckross Lake. Danach ging es mit dem Bus zurück zu unserem Hotel in Tralee.

11.Tag, Mittwoch, 16.09.26: Desmond Castle & Irish National Stud

Von Tralee aus fuhren wir in nord-östliche Richtung zum kleinen Örtchen Adare. Der Earl von Dunraven residierte hier im „Adare Manor“-Herrenhaus und ließ im 19.Jh. eine kleine Siedlung mit strohgedeckten Häusern planmäßig anlegen. Wir besuchten die Ruinen des Desmond Castle im Rahmen einer Führung. Obwohl Oliver Cromwell die Burg im 17.Jh. hat schleifen lassen, beeindruckt sie doch noch immer aufgrund ihrer großartigen Ruinen. Von Adare aus fuhren wir entlang der Autobahn zur kleinen Ortschaft Moneygall. Die Vorfahren Barack Obamas stammen mütterlicherseits aus diesem Ort, weshalb es in der Raststätte ein kleines Museum gibt. Es erinnert an seinen Besuch im Jahr 2011. Auf dem Weg zu unserem Hotel hielten wir am Nachmittag im Irish National Stud. Es besitzt eine wunderbare Parkanlage sowie einen japanischen Garten. Wir sahen pensionierte Pferde, Fohlen sowie teure Deckhengste. Nachdem wir anschließend den Berufsverkehr in Dublin ziemlich gut gemeistert hatten, kamen wir zu einer guten Zeit an unserem Hotel in den Wicklow Mountains an.

12.Tag, Donnerstag, 17.09.26: Wanderung in Glendalough – Powerscourt Garden

Unser letzter Wandertag begann mit der Busfahrt nach Glendalough, einer im 6. Jh. gegründeten frühchristlichen Klostersiedlung. Bis zu tausend Schüler sollen einmal im Klosterbezirk Glendalough gewohnt haben, bis Überfälle der Wikinger und Feuerbrünste dem Klosterleben ein Ende setzten. Später war der Bezirk ein beliebter Wallfahrtsort. Der Rundturm und das Haus des Priesters sind erstaunlich gut erhalten. Von der Kathedrale stehen noch die Seitenwände. Der gesamte Komplex ist von mystischer Anziehungskraft.
Von der Klostersiedlung spazierten wir bis an den Oberen See und wanderten dort entlang seines rechten Ufers. Ein Hinweisschild am Wegesrand wies auf das Bett des heiligen Kevin hin, einer Felsnische am gegenüberliegenden Ufer. Er lebte hier als Eremit und war der Gründer des Klosters. Am Ende des Sees begann ein stillgelegtes Bergbaugebiet, in dem früher Blei und Zink abgebaut wurden. Nahe der ehemaligen Bergarbeitersiedlung legten wir an einem kleinen Bach unsere Picknickpause ein. Danach spazierten wir zurück zum Besucherzentrum und sahen uns einen Film über Glendalough und das Christentum auf der irischen Insel an. Viele Orte und Geschichten hatten wir bereits auf unserer Reise gesehen und kennengelernt. Vom Besucherzentrum fuhren wir anschließend durch die Wicklow Mountains zu den Powerscourt-Gärten. Den Mittelpunkt dieser Anlage bildet das an höchster Stelle liegende Herrenhaus, in welchem sich heute Kunsthandwerksgeschäfte und ein Cafè befinden. Sobald wir aus dem Herrenhaus in die Gartenanlage hinaustraten, eröffnete sich uns ein weitläufiger Blick auf die vor uns liegende Terrassenanlage, den See und den im Hintergrund aufragenden Berg „Suger loaf“ (Zuckerhut). Den Besuch dieser schönen Parkanlage schlossen viele von uns mit einem Kaffee auf der Außenterrasse des Herrenhauses ab. In unmittelbarer Nähe der Gärten und des Schlosses befindet sich die Powerscourt Distillerie, die wir im Anschluss besuchten und in der wir natürlich auch verschiedene Whiskeys probieren konnten. Danach fuhren wir zum Abendessen zu unserem Hotel zurück.

13.Tag, Freitag, 18.09.26: Dublin – Heimreise

Nach einem späten Frühstück fuhren wir ins Dubliner Zentrum, wo wir am Trinity College ausstiegen. In dessen Umkreis befinden sich viele Museen und Parkanlagen, deren Besuch sich unbedingt lohnt. Nach einem gemeinsamen Spaziergang hatten wir genügend Freizeit, bis wir uns zur vereinbarten Zeit wieder am Trinity College trafen.
Alle waren wieder pünktlich am Treffpunkt, so dass wir entspannt zum Flughafen fahren konnten. Dort verabschiedeten wir uns von unserer Fahrerin Heike und natürlich auch voneinander und gingen ins Terminal zum Check In und zur Gepäckaufgabe. Der Flug verlief reibungslos, so dass wir pünktlich am Flughafen Berlin-Brandenburg ankamen. Alles klappte prima! Die Koffer waren vollzählig und unserer Heimreise stand nichts mehr im Weg.

Es war eine erlebnisreiche Reise mit einer fantastischen Reisegruppe!

Dirk Schlosser, 25.09.2026


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