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Italien – Rom und Amalfiküste

Reisebericht: 15.10. – 24.10.2026

Von der ewigen Stadt Rom über die traumhafte Amalfiküste und die Insel Capri bis zum Vesuv, den Ruinen von Pompeji und den Tempeln von Paestum – Italien voller Geschichte und Schönheit!

Katrin Deutschbein

Ein Reisebericht von
Katrin Deutschbein

San Zeno di Montagna (Blick auf den Gardasee) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) San Zeno di Montagna (Blick auf den Gardasee) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Orvieto (Dom bzw. Cattedrale di Santa Maria Assunta) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Vatikan (Petersdom) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Rom (Piazza Navona - Neptunbrunnen) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Rom (Piazza Mignanelli - Säule der Unbefleckten Empfängnis bzw. Colonna dell'Immacolata)  – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Pompeji (Forum mit dem Vesuv im Hintergrund) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Pompeji (Forum mit dem Vesuv im Hintergrund) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Salerno – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Capri-Zentrum (Glockenturm auf der Piazzetta) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Archäologisches Museum Paestum (antiken Terrakotta-Skulpturen, Votivgaben und architektonischen Fragmente) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL)

1. Tag – Donnerstag, 15.10.2026: Anreise nach San Zeno di Montagna (ab Dresden = 852 Bus–km)

Nachdem unsere Reisegruppe mit insgesamt 16 Gästen zunächst komplett war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Süden. Unsere Fahrt führte uns vorbei an Nürnberg und München, sodass wir auf schnellstem Wege das Inntal erreichten. Bereits am frühen Nachmittag passierten wir die Innbrücke zwischen Kiefersfelden und Kufstein und damit die deutsch-österreichische Grenze. Durch das breite Inntal und vorbei an Innsbruck führte uns die Reise hinauf zum Brennerpass. Dieser ist der niedrigste Übergang über den Alpenhauptkamm und bildet seit dem Inkrafttreten des Friedensvertrags von Saint-Germain im Jahr 1919 die Grenze zwischen Österreich und Italien. Auf der italienischen Seite ging es durch das reizvolle Eisacktal, vorbei an zahlreichen Burgen und Schlössern, weiter in Richtung Bozen.  Anschließend setzten wir unsere Fahrt südwärts durch das Etschtal fort, teilweise parallel zur bekannten Südtiroler Weinstraße. Bei der sogenannten „Salurner Klause“ erreichten wir eine markante Engstelle des Etschtals. Sie bildet zugleich die Sprachgrenze zwischen dem überwiegend deutschsprachigen Südtirol und dem italienischsprachigen Trentino.
Vorbei an Trient und Rovereto ging es schließlich bis Affi, wo wir die Brennerautobahn verließen. Unser heutiges Etappenziel war schließlich noch nicht der Süden Italiens, sondern zunächst der wunderschöne Gardasee, nahe dem wir unsere Zwischenübernachtung eingeplant hatten. Gegen 19 Uhr erreichten wir unser familiengeführtes Hotel „Belvedere“ in San Zeno di Montagna, das rund 600 Meter oberhalb des Gardasees lag. Nach der langen Anreise freuten wir uns auf eine gemütliche Einkehr und ein schmackhaftes Abendessen. Ein köstliches Drei-Gänge-Menü rundete den ersten Reisetag ab. Dazu ein gutes Glas Hauswein – und schon stellte sich die nötige Bettschwere ein. So ließen wir den Tag in angenehmer Atmosphäre ausklingen und freuten uns auf die kommenden Erlebnisse unserer Italienreise.

2. Tag – Freitag, 16.10.2026:

Nach einem für italienische Verhältnisse „reichhaltigen Frühstücksbuffet“ mit Wurst und Käse setzten wir unsere Reise in Richtung Verona fort. Italiener können übrigens kaum verstehen, wie wir es schaffen, bereits am frühen Morgen so viel zu frühstücken! Unsere Fahrt führte uns zunächst durch die weitläufige Po-Ebene, wobei wir auch den gleichnamigen Po überquerten – den längsten Fluss Italiens. Anschließend erreichten wir Modena und fuhren am Südrand der Po-Ebene entlang weiter in Richtung Bologna. Als wir schließlich den toskanisch-emilianisch-romagnolischen Apennin erreichten, veränderte sich das Landschaftsbild grundlegend. Glücklicherweise steht hier seit einigen Jahren eine brandneue Autobahn zur Verfügung, die gegenüber der alten Strecke eine erhebliche Fahrtzeitverkürzung ermöglicht. Die neue Trasse führt nahezu geradlinig durch das Gebirge und durchquert es mithilfe mehrerer kilometerlanger Tunnel. So kamen wir deutlich schneller voran als auf der alten Route. Etwa 40 Kilometer nördlich von Florenz erreichten wir schließlich die berühmte mittelitalienische Region Toskana! Florenz selbst ließen wir leider nur linkerhand liegen, doch immerhin konnten wir aus der Ferne die imposante Kuppel des Doms erkennen.bHinter Florenz erwartete uns dann eine Landschaft, die sämtliche Toskana-Klischees erfüllte: sanft geschwungene Hügel, eine abwechslungsreiche Landschaft und herrliche Ausblicke, die diese Region so unverwechselbar machen. Die Weiterfahrt wurde zu einer ausgesprochen schönen Reise durch das Herz der Toskana. Weiter südlich gelangten wir schließlich nach Umbrien, eine der wenigen Regionen Italiens ohne direkten Zugang zum Meer. Unser Ziel war Orvieto, eine außergewöhnliche Stadt, die spektakulär auf einem rund 300 Meter hohen vulkanischen Tufffelsen thront. Schon der erste Blick von der Autobahn aus war grandios und ließ erahnen, welche Eindrücke uns dort erwarteten. Gemeinsam mit unserer charmanten Stadtführerin Marta erkundeten wir anschließend die historische Altstadt. Die einstige Etruskerstadt beeindruckt mit ihren prächtigen Baudenkmälern und zählt zweifellos zu den interessantesten und sehenswertesten Städten Mittelitaliens. Zunächst unternahmen wir einen Spaziergang durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt, bevor wir den Dom besichtigten – das unbestrittene Wahrzeichen Orvietos. Mit dem Bau dieses beeindruckenden Gotteshauses wurde Ende des 13. Jahrhunderts begonnen. Bis heute gilt es als herausragendes Meisterwerk der italienischen Gotik. Besonders die eindrucksvolle Architektur macht den Dom zu einem Höhepunkt unseres Aufenthalts. Abschließend blieb noch etwas Freizeit, die wir ganz nach Belieben für ein leckeres Eis oder einen gemütlichen Kaffee nutzen konnten. So konnten wir die besondere Atmosphäre dieser schönen Stadt noch ein wenig auf eigene Faust genießen. Mit vielen schönen ersten Reiseeindrücken im Gepäck setzten wir unsere Fahrt fort und erreichten am frühen Abend schließlich unser eigentliches Tagesziel: die italienische Hauptstadt Rom! Gegen 18.30 Uhr trafen wir in unserem Hotel „Carpegna Palace“ ein, das westlich des Stadtzentrums liegt und für die kommenden drei Nächte unser Quartier sein sollte. Dort begrüßten wir auch fünf weitere Gäste, die mit dem Flugzeug angereist waren. Damit war unsere Reisegruppe mit insgesamt 21 Personen nun vollständig. Unser erstes Abendessen in Rom nahmen wir anschließend gemeinsam im Hotel ein. Ein erlebnisreicher Reisetag mit abwechslungsreichen Landschaften, kulturellen Höhepunkten und vielen neuen Eindrücken ging damit gemütlich zu Ende. Wir waren gespannt auf die kommenden Tage in der Ewigen Stadt!

3. Tag – Samstag, 17.10.2026:

4. Tag – Sonntag, 18.10.2026:

5. Tag – Montag, 19.10.2026: Vesuv – Pompei (298 Bus–km)

Heute hieß es leider schon wieder „Arrivederci Roma!“. Wir verabschiedeten uns von der Ewigen Stadt und setzten unsere Reise in Richtung Süden fort. Unser Ziel war die Region um Neapel, wo uns mit dem Vesuv und dem antiken Pompeji zwei ganz besondere Höhepunkte erwarteten. Schon von Weitem konnten wir erkennen, dass der Vesuv eigentlich aus zwei Gipfeln besteht: dem Monte Somma, den Überresten des alten Vulkans, der beim gewaltigen Ausbruch im Jahr 79 n. Chr. zerstört wurde, und dem heutigen Vesuv mit seinem 1.281 Meter hohen Gipfel. Unser Bus brachte uns auf knapp 1.000 Meter Höhe. Die letzten rund 300 Höhenmeter mussten wir allerdings zu Fuß bewältigen. Das erste Drittel des Aufstiegs hatte es ordentlich in sich, doch danach wurde der Weg allmählich angenehmer. Nach gut einer halben Stunde erreichten wir schließlich den Kraterrand. Dort bot sich uns ein erstaunliches Bild, denn der Vulkan schien völlig zu ruhen. Kaum eine Dampfquelle war zu entdecken! Kaum vorstellbar, dass dieser scheinbar friedliche Berg noch immer als einer der gefährlichsten Vulkane Europas gilt. Sein letzter Ausbruch liegt zwar bereits im Jahr 1944 zurück, doch die Gefahr ist keineswegs gebannt. Die vulkanischen Kräfte unter der Erdoberfläche bleiben eine ständige Bedrohung. Rund um den Vesuv leben zahlreiche Menschen, darunter Hunderttausende im Großraum Neapel, viele von ihnen nur wenige Kilometer vom Krater entfernt. Die Bewohner wissen um das Risiko, doch im Alltag tritt die Gefahr oft in den Hintergrund. Schließlich bietet die fruchtbare Vulkanerde ideale Bedingungen für die Landwirtschaft und sichert vielen Familien ihren Lebensunterhalt. So liegen die Bedrohung durch den Vulkan und der Segen seiner fruchtbaren Böden dicht beieinander. Am frühen Nachmittag erreichten wir das nahe gelegene Pompeji. Dort erwartete uns bereits unsere kompetente Reiseführerin Gabriella, die uns auf eine faszinierende Reise in die römische Vergangenheit mitnahm. Die archäologische Ausgrabungsstätte von Pompeji ist heute ein riesiges Freilichtmuseum, das uns einen außergewöhnlich anschaulichen Einblick in das Alltagsleben der Römer ermöglichte. Ganze Straßenzüge, Wohnhäuser, Geschäfte, Restaurants und Badeanlagen sind erhalten geblieben und vermitteln das beeindruckende Bild einer Stadt, die vor fast 2.000 Jahren plötzlich aus dem Leben gerissen wurde. Der verhängnisvolle Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. kam für die Bewohner keineswegs mit einer klaren Vorwarnung. Zwar hatte ein schweres Erdbeben 16 Jahre zuvor die Stadt erschüttert, doch Pompeji befand sich noch immer im Wiederaufbau. Bei unserem Rundgang entdeckten wir überall Mörtelreste, Baumaterialien und Spuren von Reparaturarbeiten. Sie zeugen davon, dass die Folgen des Erdbebens noch längst nicht vollständig beseitigt waren, als die Katastrophe hereinbrach. Nach den heutigen Erkenntnissen könnte das damalige Erdbeben mit Veränderungen im Vulkansystem zusammengehangen haben. Die Menschen konnten jedoch nicht ahnen, welche Gefahr ihnen tatsächlich drohte. Was sich im Jahr 79 ereignete, muss unvorstellbar gewesen sein: Unter gewaltigem Druck brach der obere Teil des Vesuvs auf, und eine gewaltige Eruptionssäule aus Gas, Asche und Gesteinsmaterial schoss in den Himmel. Ihre Form erinnerte an eine riesige Pinie, weshalb man auch von einer pinienförmigen Aschenwolke spricht. Die herabfallende Asche bedeckte Pompeji und die umliegenden Gebiete nach und nach. Der Untergang der Stadt war kein Ereignis, das innerhalb weniger Minuten abgeschlossen war. Vielmehr zog sich die Katastrophe über Stunden hin. Manche Bewohner konnten rechtzeitig fliehen, andere zögerten vermutlich zu lange oder versuchten, ihre Habseligkeiten zu retten. Für viele gab es schließlich kein Entkommen mehr. Glühend heiße vulkanische Ströme und giftige Gase machten die Flucht für die Zurückgebliebenen nahezu aussichtslos. Besonders eindrucksvoll und zugleich erschütternd ist die Geschichte der menschlichen Überreste, die bei den Ausgrabungen entdeckt wurden. Die vulkanischen Ablagerungen umschlossen die Körper der Opfer. Als deren organische Bestandteile im Laufe der Zeit vergingen, blieben Hohlräume im verhärteten Material zurück. Archäologen füllten zahlreiche dieser Hohlräume später mit Gips und konnten so die Körperhaltungen der Menschen im Augenblick ihres Todes sichtbar machen. Die entstandenen Gipsabgüsse vermitteln bis heute ein beklemmend realistisches Bild der letzten Augenblicke. Sie zeigen Menschen und Tiere, die der Katastrophe nicht entkommen konnten. Manche scheinen sich noch schützen zu wollen, andere kauern am Boden oder liegen in einer Haltung, die ihre Verzweiflung erahnen lässt. Diese stummen Zeugnisse machen das Schicksal Pompejis auf eine Weise begreifbar, die kaum ein Geschichtsbuch vermitteln kann. Pompeji ist wirklich einzigartig! Wir schlenderten durch die antiken Straßen, vorbei an ehemaligen Geschäften, Gaststätten und Badehäusern. Immer wieder eröffneten sich neue Einblicke in das Leben der damaligen Bewohner. Es war faszinierend, sich vorzustellen, wie geschäftig es hier einst zugegangen sein muss, bevor der Vesuv das Leben in der Stadt für immer veränderte. Nach dieser ebenso interessanten wie bewegenden Führung verabschiedeten wir uns von Pompeji und setzten unsere Reise in Richtung Sorrentinische Halbinsel fort. Hier sollten wir die nächsten vier Nächte verbringen. Unser Ziel war das Hotel „degli Ulivi“, das oberhalb von Gragnano auf etwa 300 Metern Höhe in den Bergen der Monti Lattari liegt. Nach einem erlebnisreichen Tag wurden wir dort herzlich empfangen und konnten uns auf die kommenden Tage in dieser reizvollen Region Süditaliens freuen. Hinter uns lagen die geschichtsträchtigen Straßen Pompejis und der beeindruckende Aufstieg zum Vesuv. Vor uns warteten nun neue Landschaften, mediterranes Flair und weitere spannende Entdeckungen auf der Sorrentinischen Halbinsel.

6. Tag – Dienstag, 20.10.2026: Amalfiküste

Da unser deutscher Reisebus auf der berühmten Amalfiküstenstraße nicht zugelassen ist, stiegen wir heute auf einen einheimischen Bus um. Gemeinsam mit unserem italienischen Buschauffeur Catello und unserem örtlichen Reiseleiter Fabio machten wir uns auf den Weg zu einer der schönsten Küstenstraßen Italiens. Schon bald wurde klar, dass uns eine ganz besondere Fahrt bevorstand. Die Straße schlängelt sich in unzähligen Kurven entlang der steil abfallenden Felsküste und ist stellenweise regelrecht in die nahezu senkrechten Felswände hineingebaut. Auf der einen Seite ragen die Felsen empor, auf der anderen öffnet sich der Blick weit hinunter auf das tiefblaue Mittelmeer. Manchmal wirkt die Straße so schmal und abenteuerlich, dass man unwillkürlich den Atem anhält, wenn unser versierter Chauffeur den Bus durch die engen Kurven lenkt. Doch hinter jeder Biegung wartet ein neues, atemberaubendes Panorama: malerische Dörfer, üppig bewachsene Hänge, kleine Buchten und das glitzernde Meer. Unterwegs passierten wir Positano, einen der wohl bekanntesten und schönsten Orte der Amalfiküste. Das Städtchen schmiegt sich wie ein buntes Mosaik an den steilen Berghang. Pastellfarbene Häuser in Rosa, Gelb und Weiß ziehen sich terrassenförmig bis hinunter zum Meer. Dazwischen schlängeln sich schmale Gassen und Treppen, während kleine Geschäfte, gemütliche Cafés und blühende Bougainvilleen den unverwechselbaren mediterranen Charme des Ortes unterstreichen. Auch wenn wir hier nicht ausstiegen, konnten wir während der Fahrt immer wieder herrliche Ausblicke auf diesen malerischen Küstenort genießen. Weiter ging es entlang der spektakulären Küstenlandschaft in Richtung Amalfi. Auch Conca dei Marini, ein weiteres malerisches Küstendorf, liegt eingebettet zwischen steilen Berghängen und dem tiefblauen Meer. Gegen Mittag erreichten wir schließlich Amalfi, wo wir einen längeren Aufenthalt einlegten. Nun blieb ausreichend Zeit, die geschichtsträchtige Kleinstadt in aller Ruhe zu erkunden. Heute präsentiert sich Amalfi als reizvoller, lebhafter Küstenort mit engen Gassen, kleinen Geschäften und gemütlichen Plätzen. Doch hinter dieser beschaulichen Kulisse verbirgt sich eine große Vergangenheit. Im Mittelalter gehörte Amalfi neben Pisa, Genua und Venedig zu den bedeutendsten Seerepubliken Italiens. Durch den weitreichenden Seehandel gelangte die Stadt zu großem Reichtum und beträchtlicher Macht. Die Amalfitaner unterhielten Handelsbeziehungen mit dem Orient, Ägypten, Konstantinopel, Südfrankreich und Norditalien. In zahlreichen fremden Städten verfügten sie über eigene Handelsniederlassungen und Wohnviertel. Amalfi war damals ein bedeutendes Zentrum des mediterranen Handels und spielte eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Europa und dem Orient. Doch die glanzvolle Zeit sollte nicht von Dauer sein. Mit der Entdeckung Amerikas und der anschließenden Verlagerung der großen Handelsrouten verloren die traditionellen Mittelmeerhäfen zunehmend an Bedeutung. Auch Amalfi geriet ins Abseits. Aus der einst mächtigen Seerepublik wurde allmählich ein abgeschiedenes Küstenstädtchen, das von den großen Handelsströmen kaum noch berührt wurde. Erst im 19. Jahrhundert begann mit dem aufkommenden Tourismus ein neuer Aufschwung. Reisende entdeckten die außergewöhnliche Schönheit der Küstenlandschaft, die reizvolle Lage zwischen steilen Bergen und dem Meer sowie den besonderen Charme der kleinen Ortschaften. Damit begann für Amalfi ein neues Kapitel seiner Geschichte. Bei unserem individuellen Rundgang konnten wir die besondere Atmosphäre des Ortes genießen. Enge, verwinkelte Gassen führen zwischen den Häusern hindurch, kleine Plätze laden zum Verweilen ein und überall begegnet man Zeugnissen der bewegten Vergangenheit. Besonders eindrucksvoll ist der Dom Sant'Andrea, dessen prächtige Freitreppe und kunstvoll gestaltete Fassade den zentralen Platz beherrschen. Mit seiner arabisch-normannisch geprägten Architektur erinnert er daran, wie eng Amalfi einst mit den Kulturen des Mittelmeerraums verbunden war. Es blieb genügend Zeit, durch die Gassen zu bummeln, in den kleinen Geschäften zu stöbern oder bei einem Kaffee das geschäftige Treiben zu beobachten. Dabei konnten wir die einzigartige Mischung aus Geschichte, mediterraner Lebensfreude und traumhafter Küstenlandschaft auf uns wirken lassen. Am Nachmittag wartete ein weiteres schönes Erlebnis auf uns: die Weiterfahrt mit einem Linienschiff nach Salerno. Vom Wasser aus bot sich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Amalfiküste. Die steilen Felswände, die sich an die Hänge schmiegenden Ortschaften und die farbenfrohen Häuser präsentierten sich vom Meer aus besonders eindrucksvoll. Während das Schiff über das tiefblaue Wasser glitt, konnten wir die herrliche Küstenlandschaft entspannt genießen und die vielen Eindrücke des Tages Revue passieren lassen. In Salerno angekommen, erwartete uns bereits unser Buschauffeur Catello mit dem Bus. Gemeinsam machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel in Gragnano. Am späten Nachmittag kehrten wir schließlich voller neuer Eindrücke zurück. Hinter uns lag ein erlebnisreicher Tag mit einer spektakulären Küstenfahrt, malerischen Ortschaften und faszinierenden Einblicken in die bewegte Geschichte Amal­fis. Die Amalfiküste hatte uns einmal mehr gezeigt, warum sie zu den schönsten und eindrucksvollsten Landschaften Italiens zählt.

7. Tag – Mittwoch, 21.10.2026:

8. Tag – Donnerstag, 22.10.2026:

9. Tag – Freitag, 23.10.2026: Fahrt nach Nogarole Rocca/ Pradelle (703 Bus–km)

Am Morgen starteten wir mit vielen interessanten Eindrücken im Gepäck und nach der Verabschiedung unserer Fluggäste zu unserer ersten Rückreise-Etappe in Richtung Norden. Zuvor galt es allerdings noch, unser „Diesel-Problem“ zu lösen. Aufgrund der massiven Lkw-Blockaden der vergangenen Tage in Süditalien waren weit und breit keine geöffneten Tankstellen zu finden. Nach einigem Hin und Her erfuhren wir schließlich, wo wir möglicherweise Treibstoff bekommen könnten. Also machten wir uns zunächst auf den Weg in das nur wenige Kilometer entfernte Städtchen Castellammare di Stabia. Dort erwartete uns eine lange Warteschlange, doch immerhin gab es Diesel! Nach gut zwei Stunden Wartezeit und einigen aufregenden Straßenszenen hatten wir endlich wieder genügend Treibstoff im Tank, um unsere Fahrt beruhigt fortsetzen zu können.Unsere weitere Route führte uns noch einmal an Neapel, Rom, Florenz, Bologna und Modena vorbei, bevor wir in den frühen Abendstunden unser Hotel „Corte Castelletto“ in Pradelle erreichten. Der kleine Ortsteil von Nogarole Rocca liegt inmitten der Po-Ebene, nur wenige Kilometer südwestlich von Verona. Ein vorzügliches Abendessen bildete schließlich den gelungenen Abschluss des letzten Abends unserer Reise.

10. Tag – Freitag, 24.10.2026: Rückreise


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