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2 Perlen des Mittelmeers – Sardinien und Korsika

Reisebericht: 21.09. – 04.10.2026

14 Tage, zwei faszinierende Mittelmeerinseln und eine unvergessliche Reise voller Gegensätze. Eine Reise voller kultureller Schätze & grandioser Panoramen.

Marlies Krause

Ein Reisebericht von
Marlies Krause


Tag 1, 21.9.2026 – Anreisetag

Am frühen Morgen startet unser Reisebus pünktlich vom Flughafen Dresden um 6 Uhr. Ziemlich müde, aber voller Vorfreude beginnt nun unsere Fahrt Richtung Süden mit einem Teil der Gäste.
Aufgrund der weiten Strecke bis zum Gardasee starten wir zunächst mit einem sogenannten Anfahrer. Unser Buschauffeur André steigt im Verlauf des Vormittags zu.
Die Route führt uns zunächst gen Westen durch das sächsische Hügelland, vorbei am bekannten Industriestandort Chemnitz. Die Erinnerung an das Jahr 2025, in dem Chemnitz Kulturhauptstadt war, liegt noch in der Luft. “C the Unseen” (Entdecke das Verborgene) hat mit rund 3,5 Millionen Besuchern das gesteckte Ziel von 2 Millionen deutlich übertroffen. In Chemnitz Mitte steigen 3 Gäste zu. Mit bestem Wetter und Sonnenschein geht die Reise weiter.
Am Dreieck Chemnitz wechseln wir auf die A72 Richtung Süden. Die Landschaft wird spürbar hügeliger, während wir das Erzgebirgsvorland durchqueren. Im weiteren Verlauf gibt es Zustiege in Zwickau-Ost, Voigtland Nord, Münchberg, Ingolstadt und zuletzt München.
Von München aus führt die Strecke durch das Inntal nach Österreich. Die Autobahn umhüllt nun durch eine wunderbare Bergkulisse. Bei Innsbruck beginnt der spektakuläre Aufstieg zur A13 auf den Brennerpass in ca. 1.370 m Höhe – der traditionsreichsten Verbindung zwischen Nord- und Südeuropa. Nach der Passhöhe rollen wir durch Südtirol und das Trentino hinab. An den Hängen erstrecken sich endlose Apfelplantagen und Weinberge. Bei Rovereto Süd verlassen wir die Autobahn. Über den kleinen Passo San Giovanni tut sich plötzlich der glitzernde Gardasee vor uns auf!
Ca. 19:00 erreichen wir endlich Torbole, malerisch am Nordufer gelegen und eingerahmt von den Felswänden des Monte Baldo. Der Moment, als der Gardasee vor uns in Erscheinung trat, war magisch! Wir fuhren durch einen Tunnel und dann, eingetaucht in das Sonnenuntergangslicht, tat sich das Panorama hinter dem See auf.
Nach dem Einchecken im familiengeführten 3-Sterne-Hotel “La Vela” geht es zum gemeinsamen Abendessen.

Tag 2, 22.9.2026 – Garda und Nachtfähre nach Sardinien

Zunächst heißt es, sich am Frühstücksbuffet für die bevorstehende Fahrt Richtung Genua zu stärken. Im Anschluss nehmen wir Abschied vom Nordufer und fahren mit unserem Reisebus entlang der berühmten Uferstraße Gardesana Orientale gen Süden. Auf der einen Seite ragen die steilen Felswände des Massivs Monte Baldo auf, auf der anderen glitzert das tiefblaue Wasser im Morgenlicht. Es bieten sich permanent schöne Fotokulissen: Boote im See, die eine Ruhe ausstrahlen, Berge, die aus der Ferne strahlen und auch auf den Straßen ist es zur Morgenstund noch relativ ruhig.
Wir passieren charmante Küstenorte wie Malcesine und Torri del Benaco, wo der Blick auf Olivenhaine fällt. Die Vegetation verändert sich zusehends: Zypressen, Oleanderbüsche und Zitronenbäume säumen den Weg und versprühen mediterranes Flair.

Gegen 9:30 erreichen wir die namensgebende Perle des Sees: Garda und erkunden die Stadt individuell. Eine kleine Gruppe schließt sich mir an und wir schlendern zunächst zur Seepromenade und inhalieren das traumhafte Flair. Dann schlendern wir entspannt entlang des Seen und bestaunen Boote oder auch das glitzernde Wasser. Die kleinen Gassen wollen natürlich auch durch uns erkundet werden, zum Glück sind wir in der Nebensaison dort und können ohne großen Menschentrubel die Stadt erkunden. Am Ende genießen wir einen Kaffee mit Blick auf den Gardasee und schon geht die Reise weiter Richtung Genua.

Genua war jahrhundertelang eine mächtige Seerepublik (La Superba). Der Hafen von Genua zählt bis heute zu den bedeutendsten Fracht- und Passagierhäfen des gesamten Mittelmeerraums.

Nachdem der lange Weg zu Fuß zur Fähre gemeistert war, konnten die Kabinen bezogen werden. Im Bistro à la carte haben wir in entspannter Atmosphäre dann das Abendessen genießen können, bevor es danach ins Bett ging oder an Deck noch ein letzter Drink bei Musik genossen wurde. 2 Gäste tanzten sogar. Ein schöner Ausgang des Tages.

Tag 3, 23.9.2026 – Ankunft in Sardinien und Erkundungen in Alghero und Bosa

Am frühen Morgen beginnt der Tag mit einem Frühstück an Bord, während die Fähre langsam in den Zielhafen Porto Torres einläuft. Die Ausschiffung verläuft zügig und reibungslos – der Reisebus wartet bereits in direkter Nähe des Ausgangs auf die Reisegruppe.
Sobald alle Gäste ihren Platz eingenommen haben, setzt sich der Bus in Richtung der Westküste in Bewegung. Entlang der Strecke prägt die feinduftende Macchia das Bild – ein immergrüner Buschwald aus Myrte, Rosmarin, Korkeichen und Erdbeerbäumen.

Auf Höhe von Sassari, der zweitgrößten Stadt Sardiniens und historischen Kulturmetropole des Nordens, steigt unser Stadtführer Roberto zu. Schon während der Weiterfahrt stimmt er die Gruppe mit unterhaltsamen Anekdoten und fundiertem Wissen auf die Insel ein. Er berichtet über die politische und soziale Situation des Landes und vor allem auch der Region. Sardinien ist nicht einfach nur eine italienische Region - die Sardinnen und Sarden verstehen sich als eigenes Volk mit eigener Sprache (Sardo) und jahrtausendealter Tradition. Da es eine lange Autoschlange Richtung Stadtzentrum gab, war es gut, dass Roberto schon eher zugestiegen war und uns die Zeit im Stau schon mit Informationen versorgen konnte.
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Korallenstadt Alghero & Katalanisches Flair
Gegen 10:00 erreichen wir die Küstenstadt Alghero. Das historische Zentrum liegt malerisch auf einer Landzunge, umschlossen von einer dicken, mittelalterlichen Stadtmauer aus goldgelbem Sandstein.
Während des geführten Stadtspaziergangs erkunden wir die engen, kühlen Gassen der Altstadt. Das Spanisch-Katalanische Erbe verlieh der Stadt den Beinamen “Barceloneta” (Klein-Barceona). Im 14. Jahrhundert eroberten die Aragonesen aus Spanien die Stadt. Bis heute sind Straßenschilder in der Altstadt zweisprachig (Italienisch und Katalanisch) und auch die Architektur erinnert stark an spanische Altstädte.
Roberto erzählte uns überdies einige interessante Dinge über Korallen und woran man das Original aus Alghero erkennt. Alghero, an der Riviera del Corallo (Korallenküste) gelegen, ist weltbekannt für die Verarbeitung hochwertiger Edelkorallen (Corallium rubrum), die vor der Küste aus dem Meer gewonnen und in den Kunsthandwerkerläden zu Schmuck verarbeitet werden. Es gibt strikte Richtlinien zum Schutz des marinen Ökosystems und nur einige wenige Personen sind sogenannte offiziell autorisierte Berufstaucher.
Nach der Führung bleibt Zeit für individuelle Entdeckungen. Ein Teil der Gruppe kehrt mit mir in ein Lokal ein, um ein Getränk mit schönem Blick auf den Hafen zu genießen. Da der zentrale Parkplatz wegen einer Veranstaltung für das Parken gesperrt war, musste die Freizeit leider etwas gekürzt werden.

Die Panoramastraße an der Küste & Bosa
Am späten Mittag brechen wir bei hochsommerlichen 30 °C zur Weiterfahrt nach Bosa auf. Die Route führt über die berühmte Küstenstraße SP105 / SP49, eine der spektakulärsten Panoramastrecken des gesamten Mittelmeerraums. Wir werden mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Auf halber Strecke legen wir einen kurzen Zwischenstopp an einem Aussichtspunkt hoch über dem tiefblauen Meer ein. Die Steilküste fällt hier dramatisch in die Fluten ab - ein ideales Motiv für Erinnerungsfotos!

Am zeitigen Nachmittag erreichen wir das verträumte Städtchen Bosa, das am Ufer des schiffbaren Flusses Temo liegt und vom mächtigen Castello Malaspina überragt wird.
Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch das historische Viertel Sa Costa entdecken wir die typischen farbenfrohen Fassaden: Die mehrstöckigen Bürgerhäuser leuchten in Pastell- und Kräftigtönen wie Gelb, Rosa, Blau und Terracotta – einst strich jeder Fischer sein Haus in einer eigenen Farbe an, um es vom Fluss Temo aus zu erkennen. Der Fluss ist der einzig schiffbare Fluss Sardiniens. An der gegenüberliegenden Uferseite zeugen alte Gerbereigebäude (Le Conce) von der früheren handwerklichen Blütezeit der Stadt. Es gibt ein Gerberei-Museum (Conce Museum), welches in einem der besterhaltendsten Gebäude zu finden ist. Es sind sowohl Verarbeitungstechniken als auch die verschiedenen Phasen der Herstellung zu sehen. Bosa war nahezu ein Jahrhundert Hauptstadt der Gerbereien Italiens.
Einige Gäste haben den Aufstieg zum Castello trotz der Hitze gewagt und wurden mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Unsere Kleingruppe hat die Intention des Aufstiegs allerdings aufgegeben, da die Wege zu schwierig waren. Stattdessen schlenderten wir durch die hübschen bunten und sehr begrünten Gassen und ließen den Aufenthalt schließlich in einem Eiscafé enden, wo es sehr leckere Eisbecher oder auch Getränke als Belohnung gab.


Ankunft in Arborea
Nach dem Aufenthalt in Bosa treten wir die letzte Etappe des Tages an. Die Route führt uns südwärts durch die fruchtbare Campidano-Ebene nach Arborea.

Gegen späten Nachmittag erreichen wir unser Domizil für die Nacht, das stilvolle Hotel Le Torri. Nach dem Check-in bleibt noch etwas Zeit zum Frischmachen, den Ort erkunden oder einfach einer Entspannungszeit am Pool, bevor die Reisegruppe am Abend das gemeinsame Abendessen im Hotelrestaurant genießt und den Tag ausklingen lässt. Das Personal ist sehr aufmerksam.

Tag 4, 24.9.2026 – Cagliari und Poetto–Strand

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel in Arborea heißt es am Vormittag Abfahrt für unsere Reisegruppe. Der Reisebus steuert südwärts Richtung Cagliari.

Die Sonnenstadt Cagliari & Panoramablick
Am Vormittag erreichen wir das Tor zum Süden: Cagliari, die pulsierende Hauptstadt Sardiniens. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßt uns die Stadtführerin Marcella mit ihrer positiven und fröhlichen Natur. Sie nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch Geschichte und Kultur der Stadt. Während der Stadtrundfahrt hatten wir noch das Glück, die wunderschönen lila blühenden Jacaranda-Bäume zu bestaunen.
Bevor es zu Fuß in die Altstadt geht, legen wir einen Fotostopp an einem der spektakulären Aussichtspunkte der Stadt ein. Von hier aus breitet sich das Panorama über den gesamten Golf von Cagliari, die glitzernden Salzgärten und die Dächer der historischen Altstadt bis zum blauen Meer aus. Hier laufen die Handys und Fotoapparate förmlich heiß.

Der anschließende geführte Rundgang führt uns in das auf einem Kalksteinfelsen thronende Viertel Castello. Pisanische Wehrtürme als imposante Festungsbauten wie der Torre di San Pancrazio und der Torre dell'Elefante zeugen von der Herrschaft der Seerepublik Pisa im Mittelalter. Ein Herzstück dieses Viertels ist unumstritten die Piazza Palazzo, ein Platz wo u.a. die Kathedrale Santa Maria (Cattedrale di Santa Maria Assunta e di Santa Cecilia) zu finden ist. Ein prachtvoller Sakralbau, der verschiedene Baustile von der Romanik bis zum Barock vereint und wertvolle Reliquien birgt.

Nach der Führung bleibt etwas Zeit zur freien Verfügung in den belebten Gassen. Mit einigen Gästen war ich im Café, wo es entweder ein kühles oder heißes Getränk gab oder auch einen leckeren Snack. Aufgrund von Parkplatzbeschränkungen um den Platz Yenne liefen wir zum vereinbarten Treffpunkt, wo André mit dem Bus wartete.

Poetto-Strand & Rückkehr nach Arborea
Am frühen Nachmittag fahren wir weiter an den berühmten Stadtstrand von Cagliari: den Poetto-Strand. Der kilometerlange, helle Sandstrand ist bei den Bewohnern sehr beliebt. Am Himmel zogen einige Regenwolken auf, nichtsdestotrotz sprangen einige Gäste ins Meer, andere machten es sich im Bus gemütlich. Auf der Rückfahrt sehen wir in den berühmten Feuchtgebieten die eleganten Rosa Flamingos. Dank des hohen Salzgehalts und der reichhaltigen Nahrung finden die Vögel hier seit Jahrzehnten ein ideales Brutgebiet.
Am Nachmittag verabschieden wir uns von der Südküste und treten die Rückreise nach Arborea an.

Entdeckungen in Arborea & gemeinsames Abendessen
Am späten Nachmittag erreichen wir unser Hotel in Arborea. Nach einer kurzen Erfrischungspause biete ich interessierten Gästen einen gemeinsamen Spaziergang durch den besonderen Ort an: Die Stadt ist eine Planstadt. Sie wurde erst in den 1920er - und 1930er Jahren im Zuge der großen Trockenlegung der Sümpfe (Faschismus-Ära) gegründet. Den Tag lassen wir am Abend gemeinsam im Hotelrestaurant bei einem gemütlichen Abendessen und anregenden Gesprächen über die Eindrücke des Tages ausklingen.

Tag 5, 25.9.2026 – Nuraghenkultur, Murales in Orgosolo & traditionelles Hirtenessen

Die Nuraghe Santu Antine
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel in Arborea packen wir die Koffer und verladen sie im Bus. Pünktlich am Vormittag steuert unser Reisebus ins Landesinnere, zunächst zur historischen Fundstätte der Nuraghe Santu Antine.

Diese Nuraghe gehört zu den am besten erhaltenen und architektonisch beeindruckendsten Turmbauten der nuraghischen Zivilisation, die Sardinien in der Bronzezeit prägte. Die gigantischen, kegelförmigen Megalithbauten aus aufeinandergeschichteten Gesteinsblöcken wurden komplett ohne Zementbindemittel, d.h. “trocken” errichtet und faszinieren bis heute durch ihre ingenieurtechnische Präzision.
Nach dem Ticketkauf bleibt ausreichend Zeit für eine individuelle Erkundung der imposanten Anlage. Ein netter Souvenirshop und ein Café laden zu einer kurzen Pause ein, bevor die Fahrt fortgesetzt wird.

Politische Kunst & Traditionen in Orgosolo
Am späten Vormittag verlassen wir den Norden und reisen weiter ins raue, gebirgige Herz Sardiniens - in die berüchtigte Region der Barbagia. Gegen Mittag erreichen wir das weltbekannte Bergdorf Orgosolo.
Die "Murales" von Orgosolo: Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch die steilen Gassen fallen sofort die Wandmalereien (Murales) ins Auge, die fast jede Hausfassade zieren. Die Tradition begann in den 1960er Jahren als Ausdruck politischen Protests, sozialer Missstände und weltpolitischer Themen. Heute erzählen sie eindrucksvoll die Geschichte, die Kämpfe und den Stolz der sardischen Bevölkerung. Leider war ein Spaziergang entlang des Corso Repubblica aufgrund eines fehlenden Fußweges als Gruppe nicht möglich.
Im Anschluss erwartet uns ein authentisches kulinarisches Highlight – ein traditionelles Hirtenessen. Wir saßen auf Bänken und das Essen wurde auf Holzbrettern kredenzt - rustikale Spezialitäten der Region, von herzhaftem Schafskäse und Salami, über traditionelles Fladenbrot (Pane Carasau) bis hin zu deftigen Fleischgerichten vom offenen Feuer, begleitet von kräftigem Rotwein. Abgerundet wurde das Hirtenessen durch einen typisch sardischen Gesang, dem Canto a Tenore. Er wird auch als “Klang der Seele Sardiniens” bezeichnet. Essen und Gesang waren ein kultureller Einblick in die Geschichte Sardiniens und der Barbagia.

Fotostopp & Fahrt an die Nordostküste
Gut gestärkt setzen wir am Nachmittag unsere Fahrt fort. Dank André können wir einen kuriosen Fotostopp erleben: Kurz nach der Abfahrt präsentiert sich uns ein echtes sardisches Bild - frei auf den Wiesen weidende Wildschweine und freilaufende Hausschweine säumen den Wegesrand und bieten ein amüsantes Fotomotiv. Die Route führt uns durch die landschaftlich reizvolle Inselmitte weiter nordwärts, bis wir am späten Nachmittag die wunderschöne Nordostküste erreichen. Am frühen Abend erreichen wir unser neues Quartier: das Colonna Hotel Du Golf, malerisch im Golf von Cugnana gelegen.

Tag 6, 26.9.2026 – Panoramaausflug entlang der Costa Smeralda

Der Tag beginnt mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel. André hat heute und morgen Ruhetage, so dass wir an diesen beiden Tagen mit einem örtlichen Fahrer unterwegs sein werden. Die heutige Tour führt uns in den berühmten Nordosten Sardiniens – die weltbekannte Costa Smeralda.

Glamour in Porto Rotondo & Porto Cervo

Porto Rotondo
Zunächst steuern wir das mondäne Küstenstädtchen Porto Rotondo an, welches 1964 von den venezianischen Grafen Luigi und Nicolò dalle Rose als exklusives Feriendorf gegründet wurde. Die fast kreisrunde Naturbucht war hier Namensgeberin. Elegante Piazzas und eine beeindruckende Kirche (San Lorenzo) ergänzen die Intention der Brüder - ein Ort der Künstler und Sammler. Porto Rotondo ist ein ausgewiesener Saisonort (von Juni bis September), was wir auch bemerkt haben. Einige Restaurants waren leider bereits geschlossen. Der Ort war als Gegenantwort auf Scheich Karim Aga Khans 1962 aufgebaute Costa Smeralda zu sehen.

Porto Cervo
Gegen späten Vormittag erreichen wir das unbestrittene Epizentrum des Luxus: Porto Cervo. Der Ort wurde, wie vorher geschrieben, von Aga Khan ins Leben gerufen, der das Potenzial der wilden, unberührten Felsküste erkannte. Statt protziger Hochhäuser entstand hier nach strengen architektonischen Vorgaben ein harmonisches Dorf im maurisch-mediterranen Stil mit geschwungenen Linien, Naturstein und pastellfarbenen Fassaden. Ein Teil der Gäste hat einen Spaziergang zur Kirche Stella Maris gemacht. Sie wurde zwischen 1968-69 erbaut.

Künstlerflair in San Pantaleo & Strandzeit.
Nach dem Glanz der Küste führt uns der Weg ins Landesinnere in das malerische Bergdorf San Pantaleo. Eingebettet in eine spektakuläre, zackige Granitfelskulisse hat sich der Ort seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Wunderschöne Natursteinhäuser, kleine handwerkliche Ateliers und gemütliche Gassen prägen das Bild. Der Ort bietet eine reiche Auswahl an charmanten Restaurants und Cafés, die zu einer kulinarischen Auszeit einladen. Leider hatte ich die Zeit für dieses Juwel zu kurz bemessen.
Auf dem Rückweg legen wir noch einen Fotostopp ein und genießen den spektakulären Blick, bevor wir am Nachmittag die Rückreise ins Hotel antreten.

Für alle, die noch einen Blick auf einen der Traumstrände der Region werfen möchten: Der nahegelegene Spiaggia Rena Bianca begeistert mit feinem Sand und kristallklarem Wasser. Vor Ort gibt es ein gemütliches Café sowie Liegestühle und Schirme zum Ausleihen (die Saison läuft hier traditionell bis Ende September).

Tag 7, 27.9.2026 – Ausflug zum Inselarchipel La Maddalena

Aufbruch zum Archipel von La Maddalena
Auch heute genießt André noch seinen freien Tag im Rahmen der Reiseorganisation! Aber da er ohne uns nicht aushält, fährt er mit uns mit.
Der Tag beginnt etwas früher: Um 7:20 Uhr treffen sich die Gäste zum Frühstück im Hotel, um sich für den bevorstehenden Ausflug zu stärken. Mit dem Buschauffeur Gianluigi machen wir uns auf den Weg an die Nordküste nach Palau. Am Fährhafen von Palau gehen wir an Bord. Die kurze Überfahrt hinüber zur Hauptinsel des weltberühmten Archipels verläuft reibungslos – nach nur wenigen Minuten legt das Schiff an und der Bus setzt seine Fahrt im Nationalpark La Maddalena fort.

Panoramastraßen im Archipel
Unser erster Weg führt zu einer der malerischsten Buchten der Insel, dem Strand Cala Spalmatore. Das Wasser leuchtet in unglaublichen Türkis- und Blautönen, eingerahmt von glattgeschliffenen Granitfelsen. Im Wasser sind viele Seeigel zu sehen und Fischschwärme gleiten durch das klare Wasser. Die Macchia verströmt auch hier ihren Duft.
Auf der anschließenden Fahrt über die Strada Panoramica genießen wir atemberaubende Blicke über das azurblaue Meer, auf die umliegenden Inseln wie Santo Stefano und auf das malerische Städtchen La Maddalena.

Entspanntes Bummeln und Mittag in La Maddalena
Im Hauptort La Maddalena angekommen, bleibt ausreichend Zeit zur freien Verfügung - ob Mittagessen in einem der vielen Restaurants oder schlendern durch die hübschen Gässchen, es findet sich für Jeden etwas. Auch Genießer kommen auf ihre Kosten - Läden mit einer herausragenden Vielzahl an sardischen Weinen beispielsweise oder ist doch eher der kulturelle Genuss gewünscht? Auch das ist in La Maddalena zu finden: Ein kurzer Moment des Innehaltens neben Garibaldi auf der Bank, bevor es in die La Maddalena-Kirche geht. André und ich haben mit einer kleinen Gruppe den Ort erkundet. Zunächst wurden ein paar sardische Köstlichkeiten gekauft und dann ging es ans Genießen. Wir hatten uns ein schönes Plätzchen ausgesucht und saßen zunächst direkt gegenüber der La Maddalena-Kirche.
Die charmante Altstadt mit ihren historischen Plätzen und pastellfarbenen Häusern lädt zum Schlendern ein. Glücklicherweise hatten einige der schönen Geschäfte geöffnet, obgleich Sonntag war. Gegen 13:00 setzt in vielen italienischen Orten die traditionelle Mittagsruhe ein, was die entspannte Atmosphäre unterstreicht, bevor sich die Gruppe wieder am Bus einfindet.

Palau & Freizeit
Nach der Fährüberfahrt zurück aufs sardische Festland gab es Freizeit in Palau. Der Ort überzeugte viele Gäste jedoch nicht vollends. Bei der Erkundung des Ortes stellt sich heraus, dass die lokalen Eisdielen sonntags geschlossen haben bzw. schon gar in die Ruhephase gegangen waren. Die Vorfreude auf ein leckeres Eis zerplatzte leider wie eine Seifenblase.
Wieder im Hotel angekommen, nutzen einige Gäste die Gelegenheit, noch einmal per Shuttle-Bus zum nahegelegenen Strand Spiaggia Rena Bianca zu fahren, um den Nachmittag entspannt am Meer ausklingen zu lassen.

Beim gemütlichen Abendessen im Hotel lassen wir den Tag ausklingen.

Tag 8, 28.9.2026 – Inselwechsel und Bonifacio

Der Tag beginnt aufgrund des heutigen Inselwechsels sehr früh! Wir werden Sardinien verlassen und nun Korsika erkunden. Deshalb stehtt das Kofferladen heute ausnahmsweise schon vor dem Frühstück auf dem Plan. Zum Glück konnten wir schon vor der eigentlichen Öffnung des Restaurants ein kurzes Frühstück einnehmen und gestärkt Richtung Nordspitze Sardiniens starten. Ein wunderbarer Sonnenaufgang zeigt sich uns. Da die Verkehrssituation nur sehr wenig berechenbar ist, war ein Puffer von Nöten, um die Fähre nicht zu verpassen. Die morgendliche Sonne hüllt die Berge in ein magisches Licht und wir können einmal mehr die besonderen Felsformationen (Tafoni) bewundern.

Überfahrt nach Korsika & Bonifacio
Am Fährhafen in Santa Teresa Gallura angekommen, bleibt vor der Überfahrt Zeit für einen letzten italienischen Espresso im Café.
Die Fährüberfahrt über die Straße von Bonifacio verläuft pünktlich und angenehm. Im gemütlichen Innenbereich gibt es eine Bar mit frischen Baguettes, verschieden gefüllten Cornetti, Kaffeespezialitäten sowie einen Eisautomaten. Wer lieber an Deck sein möchte, der genießt die herrliche Sonne und traumhafte Ausblicke. Wir lassen Sardinien nun hinter uns: Zeit, die vergangenen Tage und Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen.

Den Blick nach vorn gerichtet, ist aus der Ferne schon die Einzigartigkeit Bonifacios zu erkennen. Die Festungsstadt thront spektakulär auf schroffen, weiß leuchtenden Kalksteinfelsen, die durch Meer und Wind über die Jahrhunderte unterspült wurden. Die Kameras und Handys laufen förmlich heiß und versuchen, dieses Naturspektakel einzufangen.

Am späten Vormittag erreichen wir pünktlich den Hafen von Bonifacio an der Südspitze Korsikas, wo uns die örtliche Stadtführerin Laetitia empfängt. Wir beginnen unsere Tour mit einem kleinen Touristenzug (Petit Train), zu dem uns André mit dem Bus bringt. In einer zehnminütigen Fahrt hinauf in die atemberaubende Oberstadt (Haute Ville), wird im Zug Wissenswertes zur Geschichte erzählt. In der Oberstadt angekommen, gibt es zunächst die Möglichkeit, einen Snack oder ein Eis zu genießen. Danach beginnt der geführte Rundgang durch die engen, mittelalterlichen Gassen. Laetitia zeigt vollen Einsatz, auch körperlich, und vermittelt viel Wissen zur Geschichte der südlichsten Stadt Korsikas – wir erfahren, wie die Stadt durch die Genueser und Pisaner geprägt wurde. Gern wären wir in eines der schönen Restaurants mit traumhafter Meeres-Kulisse eingekehrt oder hätten die Gassen und die Läden erkundet, doch leider lag noch ein langer Weg bis zum nächsten Hotel vor uns! Es geht nun mit dem Touristenzug wieder hinab zum Hafen und von da weiter Richtung Norden.

Fahrt durch das Inselinnere Richtung Ajaccio
André holt uns mit dem Bus an der Touristenzug-Station ab und wir treten die Weiterreise durch die eindrucksvolle korsische Berg- und Küstenlandschaft in Richtung Ajaccio an. Ein Toilettenstopp gestaltete sich leider schwierig, auch das kann mal passieren, und so mussten wir ungeplant länger fahren und wurden zum Glück, nach mehreren Fehlschlägen, fündig.

Gegen 18:00 erreichen wir unser Tagesziel: das Hotel U Paradisu bei Ajaccio. Die charmante Anlage liegt traumhaft direkt am Meer und verfügt über einen wunderschönen, kleinen Hausstrand. Nachdem die Zimmer mit Meerblick bezogen wurden, blieb kurz Zeit für einen Drink auf der Terrasse mit Blick auf das Meer und die Boote.
Ab 19:30 genießen wir das gemeinsame Abendessen und blicken zurück auf einen ereignisreichen Tag.

Tag 9, 29.9.2026 – Stadtführung Ajaccio

Nachdem der Vortag sehr voll gepackt war, durch Wechsel der Insel und Fahrt zum neuen Hotel, ist der heutige Tag entspannt. Der Bus hat am heutigen Tag nur wenige Kilometer zu absolvieren. Nach dem Frühstück setzt sich unser Reisebus in Bewegung und bringt uns in einer Panoramafahrt entlang der Küste nach Ajaccio, der geschichtsträchtigen Hauptstadt Korsikas.

Stadtführung auf den Spuren Napoleons
In Ajaccio angekommen, werden wir von unserer örtlichen Stadtführerin Catherine empfangen. Sie begeistert die Reisegruppe auf Anhieb mit ihrer sehr angenehmen, sympathischen Art und ihrem fundierten Wissen.
Während des geführten Rundgangs erkunden wir die elegante Inselmetropole. Wir sehen das Maison Bonaparte, das Geburtshaus von Napoleon Bonaparte in den engen Gassen der Altstadt, in dem der spätere Kaiser der Franzosen 1769 das Licht der Welt erblickte. Das Geburtshaus ist heute ein Museum.

Wir sehen u.a. den Place Foch, den zentralen Platz Ajaccios mit einer majestätischen Statue von Napoleon, gesäumt von Palmen und historischen Bürgerhäusern und erfahren Einiges über das Museum Fesch - Museum der schönen Künste und seiner Geschichte.
Catherine erzählt zudem über korsische Geschichte & Kultur und vermittelt eindrucksvoll die Wandlung Ajaccios vom bescheidenen Fischerort unter genuesischer Herrschaft zur heutigen Kultur- und Verwaltungshauptstadt der Insel. Außerdem gibt sie Einblicke in das Miteinander der Menschen. Ein Beispiel dafür sind die Bruderschaften u.a. als Unterstützungsapparat in schwierigen Situationen. Es war eine Freude, ihren Ausführungen zu lauschen.

Freizeit in Ajaccio
Gegen Mittag endet die Führung an der farbenfrohen Markthalle von Ajaccio. Hier verabschiedet sich Catherine unter großem Applaus von der Gruppe.
Anschließend bleibt reichlich freie Zeit zur individuellen Gestaltung und für eine ausgiebige Mittagspause: Die Gäste konnten ganz individuell ihre Freizeit gestalten. Kulturell gab es viele Möglichkeiten, ob nun das Museum Fesch mit seinen Kunstwerken oder doch lieber mehr über Napoleon erfahren? Zunächst war es Zeit für eine Mittagspause: An der Markthalle wurde durch die Stände auf jeden Fall Appetit gemacht: regionale Spezialitäten lockten – von deftigem korsischen Käse (Brocciu) über Wurstwaren aus Wildschweinfleisch (Coppa, Lonzo) bis hin zu süßem Kastaniengebäck. Restaurants gab es auch in reicher Zahl.
Auch Flanieren & Shoppen war möglich: Die Fußgängerzone lädt mit ihren Boutiquen, Straßencafés und Bistros zum entspannten Bimmeln ein.
Wer um 15:30 noch nicht wieder mit dem Bus zurück ins Hotel wollte, hatte eine Schiffsverbindung als reizvolle Alternative.

Entspannung am Meer
Gegen späten Nachmittag treffen alle Gäste wieder im Hotel U Paradisu ein. Der verbleibende Tag steht ganz im Zeichen der Erholung: Das Hotel hat einen kleinen, feinen Strand mit Liegestühlen. Wer einen größeren Strand bevorzugt, der erreicht in wenigen Gehminuten einen weitläufigen Sandstrand.

Ab 19:00 Uhr kommt die Reisegruppe wieder zum gemeinsamen Abendessen zusammen, um den Tag bei köstlichem Essen, guten Gesprächen und dem Meeresrauschen harmonisch ausklingen zu lassen.

Tag 10, 30.9.2026 – Panoramafahrt Les Calanches und optionale Schifffahrt

Nach dem Frühstück im Hotel machen wir die Koffer startklar und treten am Vormittag die Weiterreise gen Norden an.

Die spektakuläre Küstenstraße führt uns direkt in das Herz der Calanches de Piana (Calanques de Piana) - eine der atemberaubendsten Naturlandschaften des gesamten Mittelmeerraums, die seit 1983 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

Exklusiver Panoramastopp & Schiffsfahrt im Golf von Porto
Für die eindrucksvolle Fahrt durch die schmalen Felsdurchfahrten erfordert es echtes Fingerspitzengefühl. André bringt uns sicher und souverän durch die Calanches und hat zudem einen wunderbaren Tipp: Das Café und Restaurant Chalet les Roches Bleues, mit seiner Sonnenterrasse und dem fulminanten Blick auf die Felsskulpturen lässt sicher den ein oder anderen Gast staunen. Beim “Panorama-Kaffee” genießen wir den Weitblick über die leuchtend roten, bis zu 300 Meter steil ins azurblaue Meer abfallenden Granitfelsen (Tafoni), die im Sonnenlicht in warmen Ocker- und Rosatönen erstrahlen.

Noch verzaubert von der Atmosphäre, setzen wir unsere Reise durch die Calanches fort und schon wartet ein nächstes Highlight auf uns. Am späten Vormittag erreichen wir den Küstenort Porto, der geschützt am Ende des gleichnamigen Golfs liegt und von einem markanten genuesischen Wachturm überragt wird. Dort ist eine Schifffahrt geplant, um die Felslandschaft aus einer anderen Perspektive genießen zu können.
Vor dem Ablegen bleibt noch etwas Zeit, um Porto Marina zu erkunden. Entlang der Kaimauern reihen sich zahlreiche gemütliche Restaurants und Straßencafés aneinander.

Von 13:15 bis 14:45 legt ein Großteil der Reisegruppe zu einer eineinhalbstündigen Schiffsfahrt ab: Vom Boot aus offenbart sich die volle Erhabenheit der Steilküste. Die zerklüfteten Felsformationen, versteckten Meereshöhlen und abgelegenen Buchten des angrenzenden Naturschutzgebiets Scandola zeigen die wilde Unberührtheit Korsikas von ihrer schönsten Seite.

Nach der Rückkehr an Land spaziert die Gruppe gemeinsam zurück zum Bus, wo sich alle Gäste pünktlich zur Weiterfahrt einfinden. Am Nachmittag setzen wir unsere Fahrt in Richtung der Balagne-Region fort. Auf halber Strecke legen wir einen kurzen Zwischenstopp ein, der nicht nur Zeit für Erinnerungsfotos bietet, sondern auch die Gelegenheit gibt, eine echte Spezialität zu verkosten: edlen Kaktusfeigenlikör.

Gegen 18:00 Uhr erreichen wir unser spektakulär gelegenes Tagesziel: das Hotel La Pietra in L’Île-Rousse. Das Hotel thront direkt auf der roten Granit-Halbinsel Île de la Pietra, unmittelbar neben dem historischen Genueserturm und dem Leuchtturm. Vom Hotel aus genießen die Gäste einen unverstellten Blick auf das Meer und der erlebnisreiche Tag findet bei einem köstlichen Abendessen einen würdigen Tagesabschluss.

Tag 11, 1.10.26 – Balagne und Hafenstadt Calvi

Ein wunderbarer Sonnenaufgang begleitet uns in den Tag. Das Frühstück, mit Blick aufs Meer, begeistert die Reisegruppe auf ganzer Linie: Eine hervorragende Auswahl an hausgemachten Marmeladen, frischen Pancakes, Crêpes, feiner Wurst- und Käseauswahl sowie süßen Gebäckspezialitäten sorgt für den perfekten Start in den Tag. Das aufmerksame Personal rundet den gelungenen Morgen ab.

Gut gesättigt und zufrieden setzt sich unser Reisebus in Bewegung und steuert die zauberhaften Dörfer der Balagne an - eine Region, die wegen ihrer Olivenhaine, Zitrusfrüchte und fruchtbaren Hügel auch als der „Garten Korsikas“ bekannt ist.

Die mittelalterlichen Adlerhorste Pigna & Sant’Antonino
Nach einer kurzen Fahrt legen wir einen Fotostopp beim Bergdorf Pigna ein. Das Dorf schmiegt sich malerisch an die Hänge und ist berühmt für seine Kunsthandwerker, Töpfer und die charakteristischen blauen Fensterläden, die sich von den ockerfarbenen Steinmauern abheben.

Anschließend geht es weiter hinauf nach Sant’Antonino, dem ältesten durchgehend bewohnten Dorf Korsikas (gegründet im 9. Jahrhundert) und eines der offiziell „Schönsten Dörfer Frankreichs“ (Les Plus Beaux Villages de France). Wie ein Adlerhorst thront das Dorf auf einem 500 Meter hohen Granitfelsen. Ein Spaziergang führt durch die labyrinthartigen, kühlen Gassen, die über steile Steintreppen und überdachte Durchgänge miteinander verbunden sind. Von der Spitze bietet sich ein atemberaubender 360-Grad-Panoramablick über die gesamte Balagne bis hinunter zum Meer. Jeder Gast konnte nach seinem Level das Städtchen erkunden. Ein Café mit Panoramablick war auf jeden Fall beliebt. Unweit vom Parkplatz gab es die Möglichkeit, regionale Produkte zu erwerben.

Die Zitadellenstadt Calvi & Picknick-Vorbereitungen
Am späten Vormittag erreichen wir die berühmte Hafenstadt Calvi. Da die Parkplatzsituation für den Reisebus in der Innenstadt eine Herausforderung darstellt, musste der Bus außerhalb parken.
Die genuesische Zitadelle, das Wahrzeichen der Stadt, thront uneinnehmbar auf einem mächtigen Felsvorsprung über dem Meer. Hingegen laden Yachthafen & Unterstadt mit der lebhaften Promenade mit ihren Cafés, Palmen und Boutiquen zum Bummeln ein.

Das kulinarische Highlight: Das „Wow“-Picknick
Während die Gäste Calvi entdecken, kümmern sich André und ich um die Organisation eines ganz besonderen Erlebnisses: einem Überraschungs-Picknick mit regionalen Leckereien. Diese hatten wir während der Freizeit in Ajaccio gekauft.
Am zeitigen Nachmittag versammelt sich die Gruppe an einem idyllischen Rastplatz unter Pinien und in Meeresnähe. Das gemeinsame Picknick mit frischen korsischen Spezialitäten, wie Wurst, Käse und dem typischen korsischen Kastanienbier vor traumhafter Kulisse wurde mit Freude angenommen.

Im Anschluss ging es zurück zum Hotel. Der verbleibende Nachmittag konnte ganz individuell genutzt werden. Das charmante Städtchen L’Île-Rousse liegt nur etwa 10 Gehminuten vom Hotel entfernt und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom korsischen Nationalhelden Pascal Paoli gegründet. Der Marktplatz Place Paoli mit seinen schattenspendenden Dattelpalmen und den historischen Platanen lädt zum Verweilen ein.
Der feine Sandstrand von L'Île-Rousse begeistert mit kristallklarem Wasser, gemütlichen Strandbars und Liegestühlen.

Um 19:30 beschließen wir den erlebnisreichen Tag bei einem köstlichen Abendessen im Hotelrestaurant, wo das überaus freundliche und zügige Servicepersonal erneut für einen rundum gelungenen Abend sorgt.

Tag 12, 2.10.26 – St. Florent, Cap Corse und Bastia mit Nachtfähre

An diesem Tag gab es ein Geburtstagskind: unser lieber Buschauffeur André hat heute seinen Ehrentag und den wollen wir ihm auch würdig gestalten. Deshalb gab es im Frühstücksraum für ihn ein Geburtstagsständchen von den Gästen, ein Stück Kuchen mit Kerze und ein kleines Geschenk.

Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück im Hotel La Pietra beginnt pünktlich die Abfahrt zur letzten Erkundung der Insel. La Pietra verabschiedet sich im besonderen Licht von uns.

Unser erster Weg führt uns zu einem atemberaubenden Panoramapunkt, wo wir kurz innehalten, um den traumhaften Blick über die Klippen und das Meer festzuhalten. Es ist überdies der ideale Zeitpunkt für ein Gruppenbild vor dieser malerischen Kulisse.

Saint-Florent & Cap Corse
Gegen Vormittag erreichen wir den charmanten Küstenort Saint-Florent, der oft als das „St. Tropez Korsikas“ bezeichnet wird. Auf dem Parkplatz direkt am Hafen stellen wir den Bus ab. Saint-Florent begeistert mit seiner malerischen Uferpromenade, den geschützt liegenden Segelyachten und der historischen Zitadelle, die die Bucht überragt. Hier bleibt Zeit für einen entspannten Bummel durch die schön gestalteten Gassen. Es gibt viele kleine Läden zum Stöbern und auch die Feinkostliebhaber werden hier fündig.

Mittags geht die Fahrt weiter entlang der spektakulären Küstenstraße des Cap Corse – dem wilden „Zeigefinger“ im Norden der Insel.
An der Mühle am Cap Corse machen wir Fotostopp und Bordservice. Über einen etwas unwegsamen Pfad kommt man hinauf zur historischen Mühle und hat einen fantastischen Rundblick. Gegen Nachmittag erreichen wir die Hafenstadt Macinaggio. Zahlreiche Cafés und Restaurants in unmittelbarer Nähe am Hafen laden auf einen Kaffee oder ein Eis ein.

Flanieren in Bastia & Einschiffung
Am späten Nachmittag erreichen wir die bedeutende Hafen- und Handelsstadt Bastia an der Ostküste. Bei einem zweistündigen Aufenthalt zur freien Verfügung erkundet die Gruppe den alten Hafen (Vieux Port), der von bunten Häusern und der barocken Kirche Saint-Jean-Baptiste eingerahmt wird, die Zitadelle, die von oben thront oder schlendert über den lebendigen Platz Place Saint-Nicolas. Bastia ist unbedingt einen Stopp wert.

Am frühen Abend erreichen wir den Fährhafen von Bastia – und damit beginnt eine unerwartete Geduldsprobe! Die Fähre hat leider Einiges an Verspätung, wodurch wir mehrere Stunden im und am Bus im Fährgelände ausharren mussten. Es gab leider kaum verlässliche Angaben zum weiteren Verlauf, weder draußen, als dann auch auf der Fähre. Gegen 22:30 können wir dann endlich zu Abend essen.

Tag 13, 3.10.26 – Toulon–Salurn

Der Tag beginnt mit dem Frühstück an Bord. Die Bedingungen auf dieser Nachtfähre hinterlassen bei vielen Gästen allerdings einen negativen Eindruck: Das Schiff befindet sich in einem weniger guten Zustand und auch die Hunde an Bord sind an einigen Stellen ein Problem. Da ist Handlungsbedarf dringend von Nöten.
Mit mehreren Stunden Verspätung kommen wir am späten Vormittag im südfranzösischen Hafen von Toulon an.

Wir starten nun unsere 1. Etappe der Heimreise entlang der wunderschönen Côte d’Azur und genießen herrliche Ausblicke. Unsere Route führt uns zunächst auf der französischen A8 (La Provençale) parallel zur spektakulären Küste der Côte d’Azur. Vorbei an eleganten Küstenstädten wie Cannes, Antibes, Nizza, Monaco und Menton nähern wir uns der italienischen Grenze. Bei Ventimiglia überqueren wir die Grenze nach Italien und fahren zunächst Richtung Genua, bevor wir uns dann durchs Landesinnere Richtung Salurn bewegen. Durch die verspätete Ankunft in Toulon besteht der Reisetag leider nur aus den notwendigen Pausenstopps ohne weitere Aufenthalte. Zum Glück gab es auf der langen Route keine größeren Staus, so dass wir gg. 21:30 im bezaubernden Salurn (Salorno) - der südlichsten Gemeinde Südtirols - ankommen. Hier befindet sich die historische Salurner Klause, die seit Jahrhunderten als geografische und sprachliche Grenze zwischen dem deutschsprachigen Südtirol und dem italienischsprachigen Trentino gilt. Hoch über dem Ort thront die spektakuläre Festung Haderburg auf einem steilen Felssporn und begrüßt uns, schön beleuchtet aus der dunklen Nacht.

Dank der unkomplizierten Absprache im Vorfeld ist alles bestens vorbereitet. Der Parkplatz direkt am Hotel ist für unseren Bus zugänglich und das Einchecken verläuft reibungslos. Nachdem die Koffer nur kurz auf die Zimmer gebracht wurden, ging es auch direkt zum Abendessen. Das Essen im Hotel ist fantastisch, schmeckt hervorragend und wird von dem äußerst freundlichen und schnellen Personal im Handumdrehen serviert. Auf Wunsch gab es sogar Nachschlag von der leckeren Pasta.

Nach diesem langen Reisetag fällt die Gruppe müde, aber wohlversorgt in die Betten.

Tag 14, 4.10.26 – Heimreise

Der letzte Tag unserer großen Reise beginnt ganz entspannt: Da die Gruppe zu Beginn fast allein im Frühstücksraum ist, genießen alle ein schönes, gemütliches Frühstück mit großer Auswahl.

Pünktlich um 8:00 Uhr werden die Koffer im Bus verstaut und die Heimreise beginnt.
Wir folgen der Brennerautobahn durch das ehrwürdige Etschtal nach Norden. Nach der Passage des Brennerpasses führt uns der Weg an Innsbruck vorbei ins Inntal. Die Autobahn führt uns weiter über die A9 durch die beeindruckenden Landschaften Bayerns, während wir die verschiedenen Ausstiege für unsere Gäste koordinieren: Die ersten zwei Gäste verabschieden sich am Mittag in München. In Ingolstadt und an weiteren 5 Stationen steigen nach und nach Gäste aus und werden vorher von der Gruppe liebevoll verabschiedet.

In Zwickau West findet auch der offizielle Abschied von unserem Buschauffeur André sowie der geplante Fahrerwechsel statt. Die Gäste danken ihm für seine kompetente und sichere Fahrweise und sein positives Wesen.

Kurz nach 20:00 landen wir fast pünktlich mit den letzten Gästen am Flughafen in Dresden und verabschieden uns voneinander.
Hiermit endet eine ereignisreiche und wunderschöne 14-tägige Busreise voller landschaftlicher Höhepunkte, kultureller Entdeckungen und gemeinsamer Erlebnisse!


Ich bedanke mich bei meinen Gästen für die schöne Zeit, das gute Miteinander, die schönen Gespräche und die Zuverlässigkeit! Zum Glück ist kein Gast abhandengekommen, das ist der Horror eines jeden Reisleiters. Vielen Dank auch für die Umsicht, wenn etwas mal nicht wie geplant funktionierte. Ein enormer Dank gilt André, der mit seiner langjährigen Erfahrung, seinem zugewandten und positiven Wesen und seiner professionellen Art mir als Neuling eine sehr große Unterstützung war. Er hat die Gruppe überdies durch seine exzellenten Fahrkünste sicher über die 2 Inseln gebracht.

Ihnen/euch alles Gute und weiterhin schöne Reisen.


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