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Die einmaligen Rockies, blaue Seen, steile Kuestenberge, tiefer Urwald, unberuehrte Straende und tolle Staedte begluecken das Wanderherz.

Reisebericht: 11.09. – 27.09.2026

Den Westen Kanadas erkunden wir mal anders. Wir wandern in den Rockies, in Whistler, sowie im Regenwald, wir paddeln, raften und fliegen. Wir beobachten Wale, Baeren, Moos, Wapitis und Vögel.

Elisabeth Fox-Maerki

Ein Reisebericht von
Elisabeth Fox-Maerki


Zuhause – Frankfurt – Calgary – Banff

18 stolze Wanderschuhe-Besitzer sind bereit um auf eine unvergessliche Reise zu gehen. Alle sind wir glücklich endlich auch diesen Traum zu verwirklichen. Auf gehts in den Westen Kanadas. Passen die Wanderschuhe noch in den Koffer ? Notfalls koennen sie ja auch jetzt schon die Fuesse zieren. Der Rucksack wird ja auch zum Handgepaeck. In Frankfurt treffen wir uns alle beim Gate nach Calgary, unser Abenteuer kann beginnen. Erst mal den Pass abstempeln lassen und ploetzlich kommt der Aufruf zum Einstieg in den Flieger. An die 60 quadrat Zentimeter Spielwiese, die nun jedem angeboten werden, koennen wir uns schlecht gewoehnen aber wir haben ja fast 9 Stunden Zeit, um uns damit anzufreunden. Herr Harry Kruchike ist unser Kapitaen heute. Alles laeuft wie am Schnuerchen, unser Flieger ist ein Discovery-Machine und nicht das neueste Modell, aber das Flugpersonal ist sehr freundlich und jung. Wir kommen in Calgary pünktlich an. Also am Nachmittag desselben Tages. Unser Bussfahrer, Freddy sieht uns schon kommen und bald sind wir unterwegs um das Zentrum dieser neuen Glaeserpalast-Stadt zu sehen. Das Wetter ist gut wenn auch bewölkt, der Bow River fliesst still neben dem Downtown und die Hochhaeuser kaempfen um vielleicht doch noch aus den Wolken hinaus in die Sonne ragen zu koennen. Ein paar Fotos spaeter fahren wir nun Richtung Berge, d.h. in den Westen. Beim Olympia Zentrum halten wir kurz an um den Jamaikaner Bobschlitten anzuschauen. Gerne denken wir zurueck an 1988. Hier glaenzte unsere Katarina Witt als Goldmedalien Siegerin, Eddy the Eagle war das Kukuksei, Snowboard die neue Disziplin und die jamaikanische Bobmanschaft war der Liebling dieser aussergewoehnlichen Winterolympiade. Wir sind alle ganz schoen geschaffen von der langen Reise. So stellen wir uns vor und bald sind wir bereits in Banff angekommen wo wir eine Orientierungsfahrt durchs Städtchen machen. Nach dem einchecken geht es nun zum Supermarkt, danach sind wir geschafft. Mit einem Picknick fuer die morgige Wanderung versorgt, eilen wir auch wieder zu unserm Hotel und unsere Zimmer. Ohhh der Schlaf in dem weichen schönen Bett, wir koennen es kaum erwarten.
Schlaft gut in Banff.

Banff National Park Wanderung – Moraine Lake – Yoho National Park – Banff

Ein herrlicher Tag bricht an. Wir erwachen im Banff National Park. Oh wie majestaetitsch sie doch in den Himmel ragen, wie eindrucksvoll sie doch gezeichnet sind und wie imposant sie doch wirken, diese herrlichen Rocky Mountains. Im Wolkenschein doch gut gelaunt, geht es gleich zum schoenen Fruehstuecksbuffet. Danach faehrt uns Freddy auf der Hwy no 1 nach Lake Louise. Dort angekommen stehen die dünnen Wölkchen noch hoch im Himmel, doch der See glitzert bereits in seinem beruehmten Aquamarin. So besichtigen wir schon einmal das maechtige Luxushotel Chateau Lake Louise von aussen und knipsen viele Fotos. Nun gehts ab, auf die Wanderung zum Teehaus bei Agnes Lake. Die Steigung dieser Wanderung erkennt man an den verschwitzten Jacken der frohen Wanderer. Steil geht es hinauf bis zu Mirror Lake, da machen wir auch Verschnauf-Pause. Nun ist es nicht mehr weit zu Agnes Lake bloss noch 20 Minuten, Treppen inklusive ! Es ist wahrlich eine wunderbare Wanderung mit einer gebuehrenden Belohnung fuer die Strapazen. Die Sicht auf den schimmernde See inmitten hochragender Berge ist heute einfach traumhaft. Unter blauem Himmel, hier am Seeufer, rasten wir nun. Die Whisky Jacks und die schoenen Blue Jays, beobachten uns staendig und erhoffen sich wohl ein Kruemelchen. Bald wandern wir mutig ueber Stock und Stein wieder runter zu unserem Bus. Natürlich mit vielen Foto-shooting Pausen ! Nun gehts mit Freddy weiter nach Lake Moraine. Dieser See ist so beruehmt und atemberaubend, dass die alte 20 Dollar Note dieses Motiv aufgedruckt hatte. Die Wolken haben sich total verabschiedet, die Sonne scheint und wir haben das unsagbare Glueck diesen herrlich schoenen See und seine 10 Bergspitzen in voller Pracht zu sehen. Einfach super dieses tuerkisblau des Sees. Solche Farben kann man kaum beschreiben. Sehen um zu glauben. Hier machen wir auch Picknickpause und lassen unsere liebe Antje Hochleben. Sie hat heute Geburtstag und das wollen wir doch feiern. Ehe wir gleich zurueck nach Banff fahren, machen wir noch einen Abstecher in den Yoho National Park und betrachten den Emerald Lake. Der konnte wohl keinen besseren Namen bekommen. Zauberhaft. Bei der Natuerlichen Brücke legen wir auch noch einen Halt ein. Der tobende Kicking Horse River zwaengt sich hier zwischen grossen Felsen durch und das will doch fotografiert werden. Wieder im Bus, erfahren wir nun allerhand über Bären und Grizzlies und auch wie wir uns verhalten sollen, falls wir ihnen begegnen sollten. Fazit, ohne Zähne hat man größere Chancen !?!
Zurueck in Banff gehts nun gleich weiter zu den Banff Hot Springs. Das ist genau das Richtige fuer unsere armen und mueden Muskeln und Glieder. Nach 20 Minuten sind wir gar-gekocht in dem 40 Grad warmen Schwefelwasser. Es ist so erholsam und erquickend gleichzeitig. Ehe Freddy um die Kurve kommt um uns abzuholen, sehne wir auch gleich die ersten 4 Wapiti gleich am Straßenrand. Freddy ist bereit und faehrt uns nun ins Hotel zurueck. Unser Abendessen ist heute in einem nahe gelegenen Restaurant. Auch das ist gelungen und das Rindsfilet sowie der Lachs schmecken sehr lecker, wie das Bierchen dazu auch. Jetzt aber nichts wie ab in unsere Zimmer, wir haben so vieles erlebt, als wären wir bereits 10 Tage hier. Wir schlafen wie die Herrgoettchen in den grossen Zimmer. Bloß der liebe Jetlag, der weckt uns alle paar Stunden.
Gute Nacht in Banff.

Banff – Johnston Canyon Wanderung – Sulphur Mt. – Banff

Gleich nach dem Fruehstueck sind wir schon bereit, denn heute ist die Wanderung in einer Schlucht angesagt die uns auf eine tolle Hochebene bringen soll. Also begeben wir uns vorerst auf die Highway und horchen, unter anderem der Entstehungsgeschichte Kanadas zu. Wir erfahren alles ueber Kanadas erste Startup Firma die Hundsons Bay Company und wie, der hiesigen Politik wegen, eine Eisenbahn notwendig war und wie sie erstanden ist. In Johnston Canyon angekommen, gehts nun los. Wir wandern bis ganz hinauf zu den Ink Pots. Das sind insgesamt gute 14 Kilometer mit stetigem leichten An-und Abstieg. 400 Meter Hoehendifferenz. Der erste Kilometer ist geteert und zieht deshalb auch viele Spaziergaenger an. Wir ueben uns im Slalomlauf und kurven geschickt um die Leute, Kinder und Hunde. Schoene Wasserfaelle begleiten diese Schlucht. Nach dem 3. Wasserfall haben wir den Weg fast ausschliesslich nur noch fuer uns alleine. Der Pfad fuehrt uns nun durch einen lichten Wald und steigt staendig leicht an. Auf einmal aber wissen unsere Muskeln nicht mehr was mit ihnen geschieht denn nach gut 2 Stunden bergan, gehts auf einmal bergab. Oh nein, wir verlieren an Hoehe, da muessen wir uns danach wieder hinauf bemuehen ! Aber es ist nicht mehr weit, da sind sie schon, die Tintenfaesser in diesem Hochtal. Es sind kleine Seen die unterirdisch von Gletscherwasser gespiesen werden. Da der Boden aus Sand und Kalk besteht sieht man grosse und kleine Ringe in den Seen wo das Wasser hinaufgestossen wird. Bei manchen Seelein sprudelt es regelrecht. Nun ist Zeit zum ausspannen, Fotos knipsen und picknicken. Auch heute haben wir etwas zu feiern. So stoßen wir mit kanadischem Whisky auf ein liebes Ehepaar an die gerade einen wichtigen Heiratstag feiern. Es ist ploetzlich kaelter geworden und so ziehen wir wieder alle Schichten ueber das T-Shirt an. Wir sind eine super Gruppe. Spaeter wandern wir schwatzend, kichernd und diskutierend wieder gute 2 Stunden hinunter zu unserem Bus. Wir waren geschlagene 5 Stunden unterwegs. Ja, die Busfahrt zurueck nach Banff ist sehr erholsam.
In Banff gehts gleich weiter zu der Gondel womit wir alsobald auf Sulphur Mountain schweben. Oh, die Wolken zeigen sich wieder, wir genießen diese herrliche Aussicht auf Banff hinunter. Alle 5 Hausberge kann man von hier oben sehen und noch weiter 500 Berge des Banff National Parks. Nun gehen wir den schoenen Fussweg zu Samson’s Huettchen. Das Panorama ist einfach ein Traum und die Geschichte von Mr. Samson inspirierend. Die Wolken werden schlagartig dichter und dunkler. Also gehen wir etwas schneller wieder zurueck zur Gondel. Viele Fotos spaeter gondeln wir wieder ins Tal wo Freddy bereits auf uns wartet. Aber schaut mal da rechts, fast 40 Wapiti stehen und äsen nicht weit vom Parkplatz entfernt. Eine Kuh steht echt etwa 2 Meter vom Zaun der uns von ihr trennt. Sowas. Da macht auch das bisschen Regen nichts aus, denn wir stehen, staunen, knipsen und wundern. Was fuer ein toller Tag.
Nun gibt es noch einen kurzen Abstecher zum beruehmten Banff Springs Hotel. Das schlossartige Gebaeude aus Stein inmitten des tiefgruenen Waldes wird von Prominenz sowie asiatischen Besuchern gern besucht. Die Skulptur von Cornelius Van Horn bewacht das ganze. Nun haben wir heute auch Zeit uns dieses berühmte Städtchen Banff anzuschauen und fuer unsere Lieben zu Hause etwas passendes zu finden. Gefällt es ?
Gute Nacht in Banff

Banff – Gletscherstrasse–und Wanderung – Jasper

Heute geht es wie üblich um 7:30 mit Fruehstueck und um 8:30 mit Kofferladen und Abfahrt los. Nur gut dass die Koffer am Vorabend bereits gepackt wurden, denn nach 3 Tagen, haben sich einige Kleider, Schuhe, Sonnenbrillen und so im ganzen Zimmer verteilt und teilweise sogar versteckt ! Ach ja, das Wetter, es ist so mittelpraechtig da noch Nebel im Tal liegt. Es wird uns aber versprochen, dass sich der Nebel nach Lake Louise aufloesen soll. Und tatsächlich koennen wir endlich das Foto von E’s Lieblingsberg, dem Castle Mountain knipsen. Ein kurzes Stuendchen nach Banff sind wir in Lake Louise und fahren auf die beruehmte Gletscher Parkstrasse…..und es ist sonnig mit einigen Fotowoelkchen. So fahren wir beim Herbert Lake vorbei und sehen auch den Hector Lake in der Ferne. Dr. Hector muss ein toller Trapper gewesen sein um so einem riesen See seinen Namen geben zu duerfen. Wir fahren noch etwas weiter und…
Wie im Prospekt, so ist es hier am Bow See. Der grosse, tiefblaue See, die maechtigen Felsenberge, der glitzernde Gletscher, die endlosen Waelder und das Blockhaus am See mit seinem roten Dach. Unfassbar schoen. Nun haben die Handys und Kameras auch Hochbetrieb, denn der Fotokurs Seelandschaft 101 ist in vollem Gange. Alle liegen und kriechen wir am Ufer des Bowsees um das beste Foto zu erhaschen. Bei der Bruecke geht der Kurs mit Spiegelungen weiter. So unterhalten wir uns koestlich und geniessen danach auch gleich einen heissen Schokoladekaffee in dem Blockhaus mit dem rotem Dach.
Der naechste Stop ist bei Peto Lake. Die Aussicht auf diesen tollen See wird uns allen in Erinnerung bleiben. Aufgewaermt, gehts nun weiter, dem Waterfowl Lake entlang. Dieser See wartet noch immer geduldig auf seine vielen Wasservoegel um seinem Namen gerecht zu werden. Auf der Parkstrasse schauen die Gletscher von jedem Berg auf uns hinunter. Es ist eine reine Pracht. Mittagspause machen wir heute, bei 9 Grad in einem Lokal. Die Sonne strahlt, der Himmel ist dunkelblau und wir sind uebergluecklich. Ach wie herrlich sind doch diese Rockies und ach wie sehr werden wir von Mutter Natur verwoehnt. Auf dem Weg zu unserem Highlight heute sehen wir 2 Schneeziegen auf einer Felswand und erfahren auch, dass es in Kanada sogar Kurven auf der Strasse gibt !! Mit unserer Hilfe schaffen wir auch “die Kurve”, sodass wir heil beim Columbia Icefield Center ankommen.
Vorerst die berühmten Toi’s aufsuchen, denn die sind sogar im Guiness Book of Records ! Danach gleich zum Museum, damit wir überhaupt verstehen was 375 Quadrat Kilometer Eisfeld bedeuten. Nun haben wenige unter uns die Fahrt auf den Athabasca Gletscher mit einem Snowcoach gebucht, andere erkunden den Fuß des Gletschers auf eigene Faust und die meisten machen bei einer Gletscherwanderung mit. Die Gletscherwanderer gehen vorerst auf der Kopfmoräne bis zum Gletscher, werden dann mit Steigeisen ausgerüstet und wandern hintereinander mit 2 Bergführer und E den Gletscher hinauf. Hell- und tiefblaues Eis, Schluchten, Krevassen, Wasserwege, Spalten, Löcher, Wasserfälle und ein herrliches Gefühl diese eisige Stille erleben zu dürfen, wandern wir 2 Stunden. Schau in die Fotogalerie, denn dieses Erlebnis ist so am besten verständlich.
Wieder unten angekommen, treffen wir unsere Mitreisende und sind bald bereit weiter zu fahren. Nun mache wir ein kurzes Stuendchen Siesta im Bus, eher wir noch kurz bei den Athabasca Faellen halten. Eindrucksvoll hat sich hier der Athabasca Fluss ins Gebirge eingefressen. Von einer Brücke aus, schauen wir uns dieses tosende Wasser an und staunen ueber die Menge und ihre Kraft. Von hier ist es nicht mehr weit zu unserem heutigen Nachtquartier. Das Jasper Inn and Suites liegt direkt im Dorf Jasper. Oh, das inkludierte Abendessen wurde leider nicht berücksichtigt, also essen wir trotzdem in dem Restaurant auf eigene Faust. E hat uns gleich Tische reserviert. Dieser Glitsch, wird uns am Samstag mit einem herrlichen Abendessen in Whistler vergütet. Nach diesem vollen Tag wollen wir uns bald mal zurueckziehen und in diesem ruhigen Jasper schlafen gehen.
Schöne Jasper Träume !

Jasper – Maligne Tal, Wanderung – Bootfahrt zu Spirit Island – Jasper

Nach dem schoenen Fruehstueck freuen wir uns nun auf das Maligne Tal und Jasper. Das Wetter ist perfekt. Ein paar vereinzelte Woelkchen ziert den Himmel und sorgen fuer beste Perspektieve. So fahren wir mit dem Bus aus Jasper raus und in das Maligne Tal hinein. Es geht nicht lange und schon halten wir wieder an, denn nun sind wir bereits bei Medicine Lake angekommen. Hier gibt es nun den Kurs «Inukshuk-Bau 101». Alle haben sich eingeschrieben, er ist gratis und lustig dazu. Nach einem kurzen Spaziergang gehts los, mit dem Kurs. Viele groessere und kleinere Steinmaennchen werden vor der herrlichen Kulisse des stillen Sees und der Elizabeth Range gebaut. Einige Inukshuks werden eher gebastelt, andere sind echte Kunstwerke geworden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es wird ab sofort zur Eberhard Kunstgalerie und wir werden ab sofort zu Inukshuk Hersteller erkoren. Hier kommt auch schon die erste Eberhardt-Inukshuk-Galerie-Besuchering und knipst Fotos. Wir schauen ihr zu und denken bereits wie wir vielleicht berühmt werden und wie wir danach, als prominente Künstler leben werden. Aber zurueck zum heutigen Tag.
Heuer hat es hier sehr spaerlich geregnet daher sind die Fluesse auf des Sees Boden sehr gut sichtbar. Es ist wunderschoen hier, auch wenn doch die Waelder bloss noch verkohlte Baumstaemme zu bieten haben. Spaeter, beim Maligne Sees machen wir unsere heutige Wanderung dem See entlang und durch den Wald wieder zurueck zur Bootsanlegestelle. Am Seeufer machen wir nun Pause und picknicken das Mitgebrachte. So sonnig, so ruhig, so wunderbar vergeht die Mittagspause.
Die Bootsfahrt gleich danach ist einfach toll, Spirit Island ist das heutige Fotomotiv und manch einer knipst sicher auch ein gewinnbringendes Kodak-Foto. Die Berge heben sich so schoen von dem stahlblauen Himmel ab und die Gletscher glitzern weiss wohl um mit den Wölkchen zu konkurrieren. Bitte schaut Euch die Fotogalerie an. Nun ist aber Zeit, und wir fahren wieder zurueck nach Jasper. Oh schaut, da ploetzlich sehen wir am Straßenrand eine Moos-Kuh mit ihrem Müsli (oder wie nennt man so ein Baby-Moos ?) Vorerst ist die Mama sehr mit aesen beschaeftigt und das Kalb schaut sich um. Es geht nicht lange, bis sie merkt, dass da ein riesen Bus steht und sie schaut auf. Das Müsli stellt sich malerisch neben Frau Mama sodass wir alle wunderschöne Bilder der beiden machen koennen. So ein glücklicher Zufall, das sieht man nicht oft und erst recht nicht so nahe der Strasse. Wir fühlen uns sehr glücklich und fahren dann weiter. Dem Medicine Lake entlang sehen wir nun auch ganz deutlich die Flüsse im Seeboden. Auf dem Weg nach Jasper sehen wir noch einige Wapiti aber nicht so nahe wie jene in Banff.
Einige unter uns haben sich fuer eine Rafting Tour eingeschrieben. Das ist nun echt lustig und wir raften bald mit Tyson, dem Rafting guide den Athabasca Fluss hinunter, bis nach Jasper hinein. 5 Schnellen wurden uns angesagt also halten wir uns jeweils an dem aussen angebrachten Seil fest und schauen zu wie das so vor sich geht. Die erste Schnelle hat uns jedoch gelehrt, dass man mit diesem grossen, knallroten Gummiboot einfach ueber die Wellen schwebt. So geniessen wir diese Rafting Fahrt sehr. Es ist fast “gemütlich”, wenn auch ab und zu nass und wir lachen viel. In Jasper angekommen steht auch unser lieber Chauffeur Freddy bereit um uns zurueck zu unserem Hotel zu fahren. Nun haben alle noch Zeit, das Dorf Jasper zu erkunden. Jasper ist klein und fein mit seinen 6 Liquor Stores und bloss 2 Lebensmittelgeschaeften ! Natuerlich sehen wir auch die Stellen mit den abgebrannten Haeuser. Das Feuer von 2024 ist eine Tragödie. Wir haben nun wieder so viel erlebt und unternommen, dass wir fuer nichts mehr Energie aufbringen koennen. Also fluechtet jeder in sein Zimmer und......Gute Nacht......und tiefen Schlaf in Jasper.

Jasper – Mt. Robson, Wanderungen – Clearwater

Uuups, mein Wecker ist nicht los gegangen. Also hop aus dem Bett, unter die kalte Dusche denn es ist 7:40 ! Ich renn zum Fruehstueck und alle sitzen bereits gemütlich da. Ich sehe, da bleibt noch ein wenig Zeit zum Frühstücken. Einen Kaffee spaeter heisst es nun wieder : alle 7 Sachen zusammenpacken und Freddy verstaut den Koffer wieder im Bus. In Richtung Patricia Lake fahrend ueberrascht uns ploetzlich eine schöne grosse Waptiti-Kuh. Sie äst gemütlich weiter während unsere Kameras heiß laufen. Die Sonne scheint schon in voller Pracht und so schaut auch dieser Tag wieder sehr vielversprechend aus. In Jasper fahren wir vorerst den Anhang hinter Jasper hinauf um dort zwei Seen zu besichtigen. Vorerst halten wir nun bei Patricia Lake denn wir wollen erstens die Spiegelung aufnehmen und natuerlich kontrollieren, ob die Geschichte der Eisschiff-Werft auch stimmt. Alles gut, das Foto der Werft steht noch da. Eine unglaubliche Geschichte und die Spiegelung ist genauso unglaublich schoen. Bei Pyramid Lake halten wir fuer einen kleinen Stop am Steg mit den roten riesen Stühle. Alles ist so pittoresk fast kitschig schoen. Wir sind entzückt. Nach einem kurzen technischen Halt in Jasper ist es aber wirklich Zeit diese schoene Gegend zu verlassen, denn Britisch Columbien erwartet uns schon. Ueber der grossen Wasserscheide treffen wir auf den Fraser Fluss. Der erste Fluss der in den Pazifischen Ozean fliesst. Da wir hier die Uhren eine Stunde zurueckstellen koennen, ist es wieder frueh vormittags. Es ist frisch und wir freuen uns ueber die Extrastunde Spielzeit heute. Da wir so eine muntere Wanderrunde sind, gehen wir vorerst auf den Ueberlaender Trail dem Fraser und Robson Fluss entlang. Ueber Stock und Stein und den Wald hier kennenlernend, treffen wir eine Stunde spaeter Freddy, der auf uns wartet. Wir fahren 4 Km mit dem Bus bis zum Start der eigentlichen Wanderung. Der Weg führt uns entlang des Robson Rivers bis zu einem tollen See. Nach einer Stunde sehen wir ihn ploetzlich, der wunderbare, grosse, ruhige Kinney Lake. Der Magen hat sich auch schon gemeldet also setzen wir uns ans Ufer mit Blick auf den See und Whitehorn Mountain. Mmm ein schmackhaftes Sandwich ist nun die richtige Staerkung. Kein Lueftchen ergibt auch hier wieder die perfekte Spiegelung. Heute ist wieder so ein Spiegelungen Tag ! Auf der Fahrt nach Clearwater sprechen wir ueber die Lachse und ihren Lebenszyklus. Zur Zeit sind keine Lachse mehr im Robson oder Fraser, sie haben alle bereits geleicht. Vielleicht sehen wir sie ja noch in einem anderen Fluss. Britisch Kolumbien ist durchzogen von Fluessen die von Lachsen heimgesucht werden. Nun machen wir endlich Siesta im Bus. Die Reise dauert 2 Stunden bis Clearwater also hat Elisabeth auch eine kleine Abwechslung fuer uns bereit. Ein Bierchen bei Larry in seiner tollen Kneipe ist genau das Richtige. Nun reden wir ueber Waelder, Studenten, Sozialwesen, Arbeit, Mieten, Pensionskasse usw bis wir in Clearwater ankommen. So vergeht die Zeit sehr schnell. Zum Abendessen gehen wir heute in das Lokal im Nachbarhotel. So endet dieser schoene Wander- und Reise-Tag in strahlendem Sonnen-und Mondschein. Gute Nacht in Clearwater.

Clearwater – Wells Grey Park – Clearwater Lake Kanufahrt

Ruhig und gut haben wir hier in Clearwater geschlafen und beim oeffenen der Vorhänge sehen wir Sonne und bewaldete Berge. Mit einem wahrlich koeniglichen Fruehstuecksbuffet, welches nur fuer Eberhardt Gaeste bereitet wird, starten wir den Tag. In Wells Grey Park gibt es rund 300 Wasserfaelle und in den ersten 20 km auch Farmen und eine davon wurde soeben von einem Belgier gekauft. In dieser werden wir spaeter Abendessen. Mike, der wilde Oesterreicher, hat seine Farm gleich neben dem Belgier. Die Kanu Firma ist auf Mikes Farm und Fred, der Kanufahrer wartet mit einer Kanuguide aus Chile bereits auf uns. Noch immer etwas unsicher was hier heute alles geschehen wird, starten wir dieses Kanu Abenteuer aber vorerst muessen wir zum Clearwater Lake fahren. Schoen ist es durch diesen Park zu fahren, so viel schoene Natur. Die Dawson Faelle, welche wir nun besichtigen sind aehnlich den Niagara Faellen bloss nicht so hoch und weit, jedoch ohne Hochhaeuser und Beleuchtung. Nach einem Spaziergang durch den Wald und einer Weiterfahrt erreichen wir Clearwater See. Nun faengt unser heutiges Highlight an. Wir werden von Camilla eingewiesen wie man so ein Kanu fuehrt, wer vorne und wer hinten sitzt, wer Richtung und wer Tempo angibt und wie man geradeaus faehrt. Wir lernen auch Kurven fahren, was wir jedoch bloss einigermassen verstehen. Im zig zag Muster paddeln wir fröhlich schon mal ueber den See ans andere Ufer. Uiii ein Kanu will jedoch partout nicht geradeaus fahren. Es dreht schoene Pirouetten wie eine Eislaufkoenigin aber vorwaerts geht es nicht. Die Paddler sind auch gar nicht froehlich dass, dies Ding nicht geradeaus gehen will. Also wechseln wir einfach ein paar Paddler von einem Kanu zum anderen und schon funktioniert das geradeaus fahren. Es ist nicht allzuweit bis zu einem schoenen Strand. ☺ Die Sonne lacht, es geht kein Lüftchen und der Clearwater Lake ist spiegelglatt. Am Caribou Strand «parken» wir unsere Kanus und inspizieren vorerst die Gegend. Wir sind mitten in einem herrlichen Urwald, es gibt sogar einen Camping Tisch und eine Feuerstelle. Vorerst wagen sich einige ins frische Wasser zu hüpfen. Sie schwimmen nicht lange es sei sehr erfrischend gewesen. Frank zaubert in windeseile ein tolles Picknick auf den Tisch. Als Nachtisch gibt es Chocolate Chips Cookies, Fruechte und Granola Bars. Gestaerkt paddeln wir nun fleissig auf dem grossen See Richtung Steg. Es ist wunderbar ruhig, der See glitzert spiegelglatt, es ist sehr gemuetlich, man hoert nur die Paddel wie sie das Wasser ruehren. Wie im Bilderbuch. Etwa 1/2 Stunde spaeter sind wir wieder beim Steg. Nun heisst es wieder anpacken, denn die Kanus müssen wieder hoch gebracht werden und unsere Schwimmwesten aufgehängt. Die Paddel kommen in den grossen Kasten. Bald sitzen wir wieder in unserem Bus und Freddy faehrt uns wieder in Richtung Clearwater. Nun wollen wir jedoch noch einen Abstecher zu den Baileys Chutes machen. Auch das ist wieder mit einer kleinen Wanderung verbunden die uns zu diesem tobenden, breiten Wasserfall führt. So stehen wir auf der Aussichtsterrasse, schauen auf das Wasser und hups, da springt auch schon ein Lachs. Hubs die hup, schon wieder einer, Da, gleich zweie wir jauchzen wie die Fans beim Fussball. So ein tolles Vergnügen, dass wir die Lachse doch noch sehen. Der Abschluss dieses Tages gestaltet sich fuer uns auch sehr angenehm, denn auf der Ranch des Belgiers, der Wells Grey Ranch, wird fuer uns nun ein herrliches Abendessen hergerichtet. Das langsam gegarte Brisket schmeckt wunderbar und an der Theke gibts unter anderem auch ein gutes Bierchen dazu. Fuer uns war dies ein herrlicher Tag, mit bloss 5.5 Km Wanderung jedoch, so scheint uns, mindestens 20 Km im Kanu paddelnd !! Sagen die Oberarme !! Zurueck im Hotel warten die riesen Betten und es dauert nicht lange bis die Augen zufallen. Gute Nacht in Clearwater liebe Freunde.

Clearwater – Hat Creek Ranch – Whistler

Heute geht unsere Reise von Clearwater nach Whistler. Entlang des Thompson Rivers erzählt uns E einige Geschichten ueber die Pioniere hier im Westen Kanadas. Von den Trapper der HBC bis zum Goldrausch von 1856 war das schon eine wilde Zeit. In Kamloops legen wir einen kleinen Halt bei der Tankstelle an und shoppen waehrend Freddy unser fahrendes Zuhause wieder mit Sprit versorgt. Ehe wir Mittags die historische Hat Creek Ranch erreichen, halten wir auch noch kurz bei dem langen und ruhigen Kamloops Lake. In der historischen Stätte werden wir schon erwartet und Sarah begleitet uns in ihrer Indianer Bekleidung gleich zu einer Wiese wo verschiedene Utensilien und Werkzeuge der Sushwap Nation und Bonaparte Sippe ausgestellt sind. Sarah ist eine moderne Frau der Fraser Nation, also etwa 100 Km südlich von hier. Sie ist jedoch mit einem Mann der Bonaparte verheiratet. Sie erzaehlt uns in Kuerze Interessantes ueber ihre Kultur und ihre Gebraeuche. Wir kriechen alle in ein Tepee und sehen dort ein Model eines Kekuli und stellen uns nun vor, wie ein Winter in dieser Behausung, mit ca 40 Familienmitglieder wohl sein wuerde. Wir sehen auch, wie sie in früheren Zeiten gelebt, gekocht, gegerbt, getrocknet und eigene Kuehlschraenke hergestellt haben Bald gehts nun weiter mit Jason, der uns in seinem Kostuem von Anno Dazumal zu dem Posthotel begleitet. Wir gehen auf der Cariboo Wagenstrasse, genauso wie die Goldgraeber um 1856. Nun erfahren wir noch mehr ueber die interessante Goldgraeber Zeit in Britisch Columbien. Wir besuchen das Posthotel und bewundern unter anderem die gut erhaltene Seidentapete, die kleinen Zimmer, das englische Porzellan und die Bar mit dem Kartenspiel ohne Nummern auf dem Tisch. Bloß 50 ct fuer einen Snakebite (hausgemachter Schnaps), ja da ist es einfach im Kartenspiel zu verlieren !
Das feine BBQ zu Mittag bringt uns wieder ins heutige Leben zurueck, es schmeckt vorzueglich, wenn es auch etwas grosszuegig fuer unseren Hunger ist. Nach dem wohlverdienten Mittagsschlaefchen im Bus erreichen wir Fraser Canyon. Im Bus sprechen wir ueber die Ersten Nationen, und ihr Leben. Wir fahren auch immer wieder durch Reservate und sehen wie die Leute heute wohnen. Die Strasse klebt geradezu am Abhang dieser Schlucht, aber Freddy faehrt uns sicher und geduldig nach Lillooet. Am Strand von Seaton Lake gibt es nun eine Überraschung. E hat eine Weinverkostung organisiert mit einer perfekten Kulisse, die war jedoch bereits da. Die kanadischen Weine sind in Europa nicht bekannt aber hier sehr geschätzt. Wir starten mit einem Pinot Gris gefolgt von ein Sauvignon Blanc danach einem Chardonnay und enden mit einem Merlot. Alle sind prämierte Weine und von einem Gut nahe der Niagara Fälle in Ontario.
Nun geht es jedoch weiter, denn wir wollen heute noch nach Whistler. Auf der Duffy Lake Road, auch die Rock‘n Roll Strasse genannt, fahren wir, aehnlich wie auf einer Passtrasse, vom wasserarme Mittelland ins Kuestengebirge auch die Cordilleras genannt. Freddy entpuppt sich nun als echter Kurvenkoenig so ruhig bewältigt er die aber-tausenden, abenteuerlichen Kurven. Whistler ist unser Ziel und wir kommen auch planmaessig um 18:45 Uhr an. Dieses Olympiadorf und Spielwiese der Vancouveriten, hat eine Fussgaengerzone die wir gleich erforschen wollen. Bei der Gondel schauen einige auch den Mountain Biker zu, wie sie die Pisten hinuntersaussen in ihren kriegerischen Ausruestungen. In Whistler ist was los, so viele junge Leute beleben dieses Dorf, es jagen sich geradezu Bars, Restaurants, Sportgeschaefte, Clubs und Pubs. Jeder findet auch «sein» Restaurant fürs Abendbrot. Es ist erst Freitag, doch jeder feiert bis lange in die Nacht hinein. Nur gut, dass unser Hotel laermgedaemmte Fenster hat. Oder sollen wir nicht doch in so eine wilde Bar gehen und einfach mitfeiern ? Schlafet gut in Whistler. W

Whistler Wanderung

Guten Morgen in Whistler. Die Sonne scheint, der Tag kann beginnen. Unser Fruehstueck gibt es heute in einem nahe dem Hotel gelegenen Restaurant und Camille hat alles bereits schoen vorbereitet. Guter Kaffee, Säfte, Rührei, Speck, ganz feine Pilze, Früchte usw kraeftigen uns fuer den Wandertag. Nach dem Picknick Einkauf gehts nun zu der Whistler Gondel die uns auf Whistler Mountain zum Roundhouse bringt. Ehe wir jedoch hinauffahren, schauen wir am Fusse der Whistler Gondel noch den wilden, grossen und kleinen Mountain Biker zu, wie sie die Pisten hinuntersaussen. In der Gondel schweben wir bis ganz hinauf denn da startet unsere Wanderung. Vorerst werden noch die obligaten Fotos « Schatzilein vor den olympischen Ringen auf Whistler Mountain » geknipst danach gehts los zu Harmony Lake. 1/2 Stündchen bergab und da sehen wir ihn auch schon, der Harmony Lake glitzert in der Sonne. Wir wandern noch weiter zu dem kleinen Harmony Lake wo wir auch unser Picknick einnehmen. So viele Whisky Jacks. Diese Vögel haben es auf unsere Brötchen abgesehen und versuchen sich recht beliebt zu machen indem sie auf unsere ausgestreckten Hände und sogar auf unseren Käppis landen. Viele Fotos spaeter gehts nun weiter wieder zum grossen See und dann nehmen einige die leichtere Route und andere die höhere Route um wieder zum Roundhouse zu gelangen. Es ist wunderschön da sich die Natur verfärbt. Alle Beerenstauden und Gräser leuchten gelb, rot und orange zwischen den Tannen und Fichten. Wieder bei beim Roundhouse sehen wir auch die Murmeltiere, es ist wirklich wahr, dass hier in Kanada sind Tiere, Vögel und Pflanzen größer als zu Haus. Nun ist Zeit wieder hinunter zu Gondeln.
Leider sehen wir heute keine Baeren auf den Pisten dabei sind wir doch ganz artig und ruhig in der Gondel. Unten angekommen gehen nun einige ins Dorf oder zurueck zum Hotel, aber die meisten begleiten Elisabeth auf eine schoene Wanderung zum, und um den Lost Lake herum. Wieder in Whistler, gestaltet nun jeder seinen spaet-Nachmittag selbst und wir treffen uns erst wieder zum gemeinsamen Abendessen im Quattro Restaurant. Da ein Abendessen in Jasper ausgefallen ist, wurde nun fuer uns in diesem vorzüglichen Restaurant ein Vergeltungs-Abendessen arrangiert. Es ist einfach wunderbar und alles schmeckt vorzüglich. Das Abendessen verlaeuft sehr lustig und gemütlich. Wir haben so vieles zum austauschen, wir lachen viel und sind zu einer grossen Familie geworden. Einige gehen nun noch auf einen Absacker in die Fuzo alle anderen verschwinden in ihren Apartments. Ja, Apartments, jeder hat ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer, ein Wäsche und Trockener Zimmer, ein begehbarer Schrank und sonst noch Türen zum Balkon und in Kammern die abgesperrt sind. Ach ja, natürlich gibt es auch eine echte Küche mit allem Zubehör. Wir könnten gleich hier einziehen.
Gute Nacht im lebhaften Whistler

Whistler – Tofino

Heute ist ein Wolkentag angesagt, das ist OK da wir viele Kilometer zuruecklegen muessen und unsere Kamera auch mal Urlaub machen moechte. Die Diskussion heute in der Früh wenn wir uns an der Rezeption sehen, dreht sich um den Alarm der um Mitternacht durch das ganze Hotel schrillte. Auf englisch aber sehr schnell und unverständlich wurde kund gegeben, dass dies ein Feueralarm sei und wir schoen ruhig bleiben sollen. Ah, da nochmals ein Alarm, nun rennen einige von uns auch schon runter auf die Strasse. Die Durchsage bestätigt, dass die Ursache geklärt sei und wir weiterschlafen koennen. Man konnte das bloß nicht verstehen und so gab es eine Pijama-Party auf der Strssse beim Eingang. Auf der Sea to Sky Highway fahren wir zuegig in Richtung Vancouver. Oh schau, wie schoen, das sind die Tantalus Berge mit ihren riesen Gletscher welche in der Sonne glitzern. Also ist aus mit dem Urlaub fuer unsere Handys und Kameras. Wir steigen alle aus, um diese Aussicht zu geniessen und festzuhalten. Naechster Halt ist Horseshoe Bay, das ist einer der zwei Faehrehafen fuer die vielen Faehren welche Vancouver mit Vancouver Island verbinden. Die Faehre bringt uns in 1 Stunde 35 Minuten auf die Insel von Vancouver. Wir fahren gleich mit dem Bus auf die Faehre und steigen aus um dem Auslaufen beizuwohnen. In der Ferne kann man die Hochhaeuser von Vancouver sehen. Es ist wunderschoen hier inmitten der Inseln. Die Perle des Pazifiks werden wir jedoch erst in 4 Tagen besuchen ! Wir wollen heute nach Tofino, es liegt an der Westkueste der Insel. Der kurze Stop beim Markt in Coombs ist unterhaltsam, die Ziegen stehen heute nicht, sondern liegen auf dem Markthallendach und der Picknickeinkauf fuer Morgen ist daher sehr unterhaltsam in dieser lustigen und farbenfroher Markthalle. Die ½ Stunde vergeht sehr schnell, da es hier so viel anzuschauen gibt. Waeren die Koffer nicht schon so voll, haetten wir gerne so einen Riesenbudda fuer den lieben Nachbarn und ein Holzspielzeug fuer die Enkelchen, plus einen handgefertigten Tontopf fuer den eigenen Garten mitgebracht. Leider, leider. Fuers Picknick hats gerade noch gereicht. Spaeter gehen wir ganz vertraeumt in einem Urwald spazieren. Die Riesen in Cathedral Grove schauen auf uns Zwerge hinunter und viele Baeume sind von Moos so umgeben, es scheint sie haetten Pelzmaentel an. Vielzaehlig sind die Fotos « Schatzilein im Urwald ». Jetzt fahren wir aber weiter, denn die Strecke nach Tofino zieht sich immer in die Laenge. Wir fahren zuegig durch den Wald in praechtigem Sonnenschein und durchqueren so die ganze Insel von Vancouver um an die Westkueste zu gelangen. Dort angekommen, gehen wir gleich mal an einen wilden Strand. Ahh die Luft, das Meer, die Muscheln, das gesunde Kelp, die leeren Krebshuelsen und das viele Schwemmholz, alles passt in dieses Bild. Die Sonne lacht, die Luft ist lau, es ist perfekt. Die kleinen Felsen am Strand lassen die Wellen hochsteigen, das Meer zieht sich in die Ebbe zurueck und hinterlaesst einen 100 Meter breiten hellen Sandstrand. Viele Holzstaemme liegen wie ein riesen-Mikadospiel am Ufer und die Kelp Pflanzen haben sich ineinander gewickelt, sodass sich richtige Kelp-Knoten vom Sand erheben. Mit einer Pflanze springen wir auch Seil, zwei halten die Enden und schwingen die Pflanze und wir springen wie die kleinen Maedchen damals auf dem Schulhof. Wir geniessen diesen Aufenthalt und bleiben auch eine Weile. Nach diesem schoenen ersten Eindruck am Wickanninish Beach an der Westkueste wandern wir im Wald wieder zu unserem Bus zurück. Nun fahren wir nur noch einige Kilometer durch den Pacific Rim Nationalpark und checken alsobald in unser Hotel ein. Ohhh es liegt an einem Strand etwa 4 Km vor Tofino. Die Anlage ist wirklich sehr schoen mit Blumen, Totem, Strand, vorgelagerter bewaldeter Insel und einem warmen Sprudelbad mit Blick auf den Pazifischen Ozean. Das Restaurant hat E schon vor gebucht. Alles ist perfekt sogar der Sonnenuntergang.
Gute Nacht meine Reisefamilie, gute Nacht in Tofino

Tofino – Pacific Rim National Park Wanderungen

Oh, was fuer einen super Tag bricht da an. Raus aus dem Zimmer, runter an den Strand, mal schauen ob das Wasser noch immer so frisch ist und ab zum Fruehstueck. Heute machen wir es uns etwas gemütlicher, denn es ist unser Regenwald-Tag. Vorerst bringt uns Freddy mit dem Bus ins Zentrum on Tofino gleich neben den Supermarkt. Picknick will eingekauft werden und dann gehts los. Durch das kleine Dorf mit seinen hübschen Häuschen und dann in den dichten Wald. Treppen auf und ab und auch auf Hochwegen, geht es durchs Dickicht. Die Treppen sind wohl da, damit auch heute das Fotoshooting veranstaltet werden kann ! So vieles zu schauen gibt es hier, nicht bloß die Urbaeume auch das Unterholz und alles auf Augenhöhe, man kommt mit schauen gar nicht nach. Die Verkrümmungen und Verwurzelungen der Bäume lassen unsere Fantasie spielen. Die Ausblicke aufs Meer und die Inselchen halten uns im Bann. So kommen wir auch bald einmal zum ersten Strand. Tonquin Beach ist sehr schoen mit seinem Felsen mittendrin. Wir wollen aber noch weiter zum naechsten Strand. Eine Stunde sind wir dort am 3. Strand. Die Sonne scheint nicht mehr auf diesem kleinen Strand also wandern wir wieder zurueck zum Tonquin Strand wo wir dann ausspannen und Picknicken. So ist das Leben schoen. Liebe Leute um uns herum und eine vigorose Pracht-Natur die uns umgibt.
Bald ist Zeit wieder ins Dorf zu wandern denn einige unter uns wollen nun mit einem gechartertem Wasserflugzeug 30 Minuten ueber die Inselwelt des Pacific Rim National Parks fliegen. Sie erzählen ueber die Inseln, die Wälder, die Reservate und die Strände aber wenn sie von dem Wal sprechen den sie wohl alle gesehen haben, wollen wir alle Fotos davon.
Gleich gehts mit unserem Programm fuer heute weiter. Baerenbeobachtung vom Schiff aus. Vorerst sausen wir ueber das flache Meer rund um Inseln herum und halten ploetzlich bei einem Steinchenstrand hinter Flores Island an. Ist da was ? Schwarz ? Ach nein, bloß ein dunkler Baumstrunk ! Wir suchen alle, aber leider nichts. Also gibt unsere Frau Kapitän wieder Gas und hält bei einem anderen Strand und siehe da, dort drüben, ein richtig schöner schwarz glänzender Baer. Er geht dem Strand entlang ist anscheinend nicht sehr hungrig sondern im Lauf-training. So geht er auf und ab bis er nicht im Wald verschwindet. Auf gehts wieder zum naechsten Strand. Oh schau, so ein toller grosser Baer, wir fahren auch ziemlich nahe ran, sodass wir genau beobachten koennen wie er Stein um Stein dreht und wendet um die Leckerbissen die sich darunter verstecken zu finden. Manche Steine sind eher Felsbrocken und auch diese muessen mit Ach und Krach gedreht werden, vielleicht hat sich da eine Riesenkrabbe versteckt oder ein Honigbrot ? Wir schauen ihm eine Weile zu und wir denken, dass wir doch bald wieder zurückfahren werden. Aber nein, Frau Kapitän hat noch einen Strand, den sie uns zeigen moechte und da ist auch die Kroenung unseres Ausfluges. Ein Mama-Baer mit zwei Jungen. So was süßen, zärtliches. Auch sie ist auf Nahrungssuche und ihre beiden Sprösslinge hüpfen unterdessen lustig von Stein auf Stein. Sie tollen, fallen, klettern auf den angeschwemmten Baumstämmen und grossen Steinen herum. Wir sind wie im 7. Himmel. So etwas sehen zu dürfen ist wirklich ein Geschenk und nicht jedem gegönnt. Nun ist aber Zeit zurückzufahren. Die Fahrt ist geruhsam, die Aussicht wie in einem Märchenland.
Freddy ist auch wieder bereit uns zu unserem Strandhotel zu fahren. Niemand moechte noch mehr Wanderungen unternehmen sondern einfach den Nachmittag und Abend schoen ausklingen lassen.
Gsch - gsch - gsch hoert man die Wellen in der Nacht hier in Tofino.

Tofino – Kuestenwanderung – Chemainus – Victoria

Es ist sonnig es ist warm, da will man einfach aufstehen.....Zum Fruehstueck bleiben wir wieder im Haus. Schoen ist es hier mit der Aussicht auf den Strand und das Meer. Da schmeckt der Kaffee gleich noch mal so gut. Heute wollen wir in der Frueh auf eine kleine Wanderung gehen.
In Ucluelet beginnt sie, unsere «Romantische Wanderung» der Suedkueste entlang. Da das Wetter wieder so toll ist, wandern wir anstelle von 3/4 Stunde, eine geschlagene Stunde in einem bezaubernden Regenwald. Die Moose an den Riesen, die Wurzeln, die Farne im Unterholz und die Aussichten aufs Meer lassen uns staunen, die Eindruecke sind haftend. Der Wanderweg ist trocken da neu angelegt also gut zum gehen und stehen. Immer wieder halten wir bei besonderen Ausblicken und ergötzen uns der Sicht. Beim Leuchtturm treffen wir auch auf Freddy, biegen jedoch nach rechts ab. Wir wollen doch auch die Broken Islands sehen, von welchen E so schwaermt. Sie sind wirklich märchenhaft, vielleicht auch da sie ein wenig Im Dunst der Feuchtigkeit hervorragen. Wölfe soll es auch geben auf den bewaldeten Kleininseln und Kayaken soll man hier. Naja, wir kommen ja mal wieder, dann haben wir hier etwas tolles vor. Bald erreichten wir den Parkplatz aber Freddy ist nirgends aufzufinden. Netz gibt es auch keines, also spurtet E zum Leuchtturm und findet auch Freddy und den Bus. Alles gut.
Die Rueckfahrt nach Nanaimo wird kurz mit einem Besuch bei einem legendaeren Tim Hortons unterbrochen, ansonsten doesen wir einfach vor uns hin. Wir haben ja auch viele Fotos die noch aussortiert werden wollen und übrigens unterhalten wir uns auch einfach gerne. Viele Mitreisende auf dieser Reise kennen sich auch bereits von anderen Reisen und dies sorgt natürlich fuer viele schoene Diskussionen.
Der naechste Halt ist in einer Freilicht-Gallerie. In Chemainus sind naemlich viele Hauswaende mit historischen Gemaelde bemalt. Man kann von einem Bild zum anderen gehen und sich manchmal sogar in ein Gemaelde hineinfotografieren. Das ist alles sehr schoen und amuesant und das Eis ist auch sehr lecker. Die Sonne lacht, die Welt ist in Ordnung. Da wir so eine tolle Reise mit so vielen Tiersichtungen erleben, wollen wir auch darauf anstoßen. Mit gleich 2 Flaschen Prosecco stoßen wir auf unser Glück an. Ein Moos mit Kalb, ein Baer mit 2 Jungen und ein Grauwal mit Kalb, das kommt wahrlich sehr selten vor. Dann waren ja noch viele Wapitis und ein grosses Rudel Krummhornschafe zu sehen.
Daraufhin gehts weiter in Richtung Sueden bis nach Victoria, unser heutiges Ziel. Mit dem Bus, machen wir nun einen Teil der Stadtrundfahrt und besuchen auch die Meile 0 der Trans Canada Highway. Da werden natürlich auch wieder viele Fotos geknipst. An der Küste sehen wir auch hinüber auf die Olympic Peninsula, die gehört bereits den USA an, so Nahe sind wir hier. Wir besichtigen auch die ganze Halbinsel mit dem Kreuzschiffhafen, Héliport, dem schwimmenden Dorf und der Südseite des inneren Hafens. Am Abend wartet ein vorzügliches Abendessen gleich im Inneren Hafen auf uns. Wir gehen zu Fuß dahin, da auch unser Hotel in der Nähe liegt. WOW das Parlamentsgebäude…die Beleuchtung…da wurde uns nicht zuviel versprochen. Die Pub Szene lassen wir fuer Morgen.
Schlaft gut in Victoria.

Victoria – Walbeobachtung – Freizeit

Es ist unser freier Tag in Victoria, aber wir haben ein ganz tolles Programm. Stahlblauer Himmel begleitet uns und schon sind wir unterwegs zum heutigen Highlight. Wir gehen naemlich auf Walbeobachtung. Das Boot wartet bereits am Hafen auf uns. Ian, der Kapitaen winkt und die junge Marine-Biologin begleitet noch andere Gaeste auf dieses Boot. An Kaffee, Tee und heisser Schokolade kann man sich hier kostenlos bedienen. Es ist etwas kuehl, aber die Sonne will uns aufwaermen. Das Meer, ist heute spiegelglatt, kein Wind jedoch lange weiche Wellen halten das Meer in leichter Bewegung. Wir fahren und fahren, schauen und suchen. Wir sehen viel Wasser und in der Ferne auch Land. Auf einmal aber geschieht es, eine Rueckenflosse, nichts wie hin....es ist ein Buckelwal, nein es sind gleich zwei oh nein, drei. Es soll eine Mama mit Kalb und noch einem Buckelwal sein meint die Marine-Biologin. Sie sind unterwegs in den Sueden. Immer wieder sieht man die grossen Fontaenen und siehe da, in der Ferne, auch anderer riesen grossen Buckelwalen die noch größere Fontaines sprühen. Gute 15 Minuten spielen die ersten 3 Wales im Wasser bis jeder auf einmal seinen Koerper absonderlich kruemmt, und uns die tolle Schwanzflosse zeigt ehe das Tier abtaucht. Wie wild hoert man nun das Knipsen der Kameras, denn wir wollen alle die Schwanzflosse erwischen. Nun koennen wir wieder atmen, aber nach ein paar Minuten kommt wieder ein Buckelwal hoch, veschwindet, kommt hoch, verschwindt und kommt danach noch einmal hoch ehe er sich wieder kruemmt…. Gespannt wie eine Violinsaite warten wir auf das erscheinen der Schwanzflosse. Was fuer ein tolles Erlebniss. Wir schauen den Buckelwalen zu und ploetzlich geschieht es, ein Tier, ganz in der Nähe unseres Bootes fliegt geradezu aus dem Wasser hoch, steht fast auf seiner Schwanzflosse mit erhobenem Kopf und lässt sich nach dieser Pose rücklings hoch in der Luft aufs Wasser klatschen. Wir sind alle platt vor Freude. Unglaublich sowas. Wie im Prospekt ! Einige konnten es bildlich festhalten aber die meisten schauten staunend einfach zu. Lange bleiben wir noch in der Nähe da wir doch auch Orcas sehen wollen, aber dieses Glück ist uns heute nicht beschieden. So fahren wir wieder zurueck zum Hafen denn die 3 Stunden sind flugs vergangen. Ein herrlicher Ausflug geht so zu Ende.
Zurueck im Hafen begleiten alle E auf den Innenstadt-Stadtrundgang zu Fuss. Vorerst geht es die Gouvernements Strasse hoch mit all seinen Geschichten und Häuser bis wir nicht das Chinesenviertel mit seiner Schule, seinem Tor, den Bonsai Bäumchen, Geschäften und der Fan Tan Alley gelangen. Die Hauptstadt von BC ist ja nicht sehr gross aber Geschichten gibt es viele. Wir sehen auch die Bastion, die vielen Pubs sowie zahllose Souveniergeschaefte und Restaurants. Blumenampeln verschönern dieses Bild noch mehr. Der Hafen mit dem gewaltigen Empress Hotel und dem Regierungsgebaeude, sowie den Segelbooten, Schiffe, Fähren, Boote, Wassertaxis, Wasserflugzeuge und Walbeobachtungsboote, ist sehr lebhaft. Nun ist aber Freizeit angesagt, da werden die Geschaefte durchstoebert und nochmals diese Stadtteile angeschaut, welche besonders gefallen haben. Der Hafen mit seinen vielen Attraktionen sowie Parlament, Museum, Schwimmendes Dorf, Kirchen und die Pubs stehen ganz oben auf der Victoria Lieblings-liste. So geht nun jeder seinen Weg und geniesst diesen herrlichen sonnigen Nachmittag und Abend. Wir sehen uns erst Morgen frueh zum Fruehstueck wieder. Einige unter uns gehen Nachts noch auf den berühmten Victoria Pub-Safari. Man sieht es ihnen Morgen an !
Gute Nacht im hell beleuchtetem Victoria

Victoria – Vancouver

Abreise von Victoria steht heute auf dem Programm. Sobald die Koffer im Bus verstaut sind, fahren wir beim Parlament und der Meile 0 der Trans Canada Highway vorbei und weiter der Westküste von Victoria entlang durch die vornehmen Wohnviertel dieser Stadt. Auch heute haben wir wieder eine herrliche Aussicht auf die Olympic Peninsula von Washington State. Die herrschaftlichen Haeuser hier in Victoria haben alle eine tolle Aussicht wir koennten da glatt einziehen. E weiss eine Geschichte zu fast jedem Haus sodass wir uns hier fast schon heimisch fühlen. Danach gehts weiter in die Butchart Gardens. Eine riesengrosse Anlage mit verschiedenen Gaerten erwartet uns hier. Elisabeth darf uns hier eigentlich nicht begleiten, also bekommen wir die ganze Fuehrung beim Eingang, sodass wir uns hier nun wie in unserer Hosentasche auskennen ! Wir gehen einfach E hinterher. Vorerst der haengende Garten, dann den Wald-Garten, der versunkene Garten mit seiner Fontaene, den Rosengarten, den japanischen Garten, der franzoesische- und, zu guter Letzt, der italienische Garten. Bis wir wieder beim Kaffeehaus sind, sehen wir nur noch Blueten und Blumen vor unseren Augen. So beeindruckend sind diese Gaerten, dass ueber eine Million Gaeste sich jaehrlich diese Pracht anschauen. Wir auch !
Mittags sind wir auf der Faehre und halten auch Ausschau auf den besagten schwebenden Berg, Mount Baker im Staate Washington in den USA. Hmmm, leider heute nicht, es ist zu diesig. Die Sonne strahlt bloß mittelprächtig, aber diese Faehrefahrt ist wie eine Mini-Kreuzschiffahrt durch die Inside Passage. Die 1 ½ Stunden sind sehr schnell vorbei. Bei Ankunft auf dem Festland fahren wir in Richtung Norden nach Vancouver.
Wir lernen die Stadt auch gleich kennen, denn die Stadtfuehrung fuehrt uns vorerst vorbei dem Flugplatz, ueber den Fraser River und bei Elizabeth Park vorbei. Uii die riesen Sequoia sind bereits so gross, dass man hier in Vancouver sicher bald die Strasse durch den Baumstamm leiten muss. Ueber Cambie Bruecke kommen wir nach Chinatown. Anschliessend gehts nach Gastown. Es ist der aelteste Stadteil Vancouvers mit seiner interessanten Geschichte und seiner Dampfuhr die man auf jedem Vancouver Prospekt auch sehen kann. Hier gehen wir auch zu Fuss durch die Strasse und stehen bald schon vor der Dampfuhr. Die Stunde wird durch viel Dampf im Big Ben Muster angezeigt und durchs Glass kann man das Getriebe anschauen. Ganz schoen einfallsreich der britische Lok-Ingenieur ! Nun sehen wir noch viele Sehenswuerdigkeite der Perle des Pazifiks und halten wieder in Stanley Park bei den Totem Pfaehlen. Nun fängt der morgige Regen bereits an. Aber nichts desto Trotz erklärt uns E noch die Geschichten zu den Totem. Die lustige Kinder-Trockenanlage beim Spielplatz ist sehr amuesant und die Loewenbruecke ist beeindruckend. Bald gelangen wir so zu unserem Hotel wo wir uns von Freddy mit einem dicken Umschlag und besten Wuenschen verabschieden. Wir werden ihn vermissen, er hat uns sicher und gut gefahren. Heute Abend ist freies Abendbrot und so ziehen wir alle, mit Stadtplan ausgeruestet, durch die Strassen Vancouvers. Wir nächtigen in einem blauen Wolkenkratzer mitten in der Stadt. Gute Nach in Vancouver.

Vancouver – North Shore Wanderung – Grouse Mountain

Uuups, heute regnet es hier im Regenwald. Es schuettet so richtig. Eigentlich wollen wir gar nicht aufstehen. Nach dem Fruehstueck mit etwa 300 anderen Personen ! sind wir um 9 Uhr bereit in den Bus einzusteigen der schoen warm und gemütlich ist. Unser Fahrer heute ist Éli und sein Bus hat 25 Grad. Ups, entweder sind wir zu gut eingepackt in Regenbekleidung oder der Bus ist einfach zu gemütlich warm. No problem, 20 Grad reichen !!
Eli faehrt uns durch Stanley Park ueber die Lions Gate Bruecke nach North Vancouver und gleich hinauf zum Cleaveland Damm. Wir spazieren auf der Dammauer und sehen den Capilano Stausee. So richtig romantisch mit den Schleier Wolken. Wir sind alle ausgeruestet mit wasserdichter Bekleidung und teilweise sogar mit Pelerine darüber. Da kommen uns doch tatsaechlich Leute entgegen die lachend mit kurzen Hosen und Pulli gekleidet ihre Hunde gassi gassi spazieren. Pudelnass die Hunde und ihre Herrchen und Damchen auch. So starten wir unsere Regenwald-wanderung. Wir gehen Wald-baden, im wahrsten Sinn der Worte. Vorerst ueber den Damm und dann in den Wald hinein. Ueber Stock und Stein fuehrt uns der Wanderweg durch einen wunderschoenen Wald mit altem Baumbestand, hinunter bis zu der Lachs-Aufzucht Station. Sie wird vergrößert und Bagger kratzen, heben und lassen Riesen Steine fallen. Der Geraeuschpegel ist sehr hoch, aber die Station ist so interessant, hier springen die Lachse und Lachs-forellen die Stufen der Lachsleiter hinauf bis sie in einem Bassin landen wo die kuenstliche Befruchtung stattfindet. Wir machen natuerlich 100 Bilder der springenden Lachse, aber bloss ganz wenige Fotos haben dann tatsaechlich einen springenden Lachs im Bild ! Gott Sei Dank waren wir bei den Beileys Chutes im Grey Wells Park, da sahen wir doch so viele Lachse den Wasserfall hinauf-fliegen.
Es ist nun bereits 11:00 und Eli kommt um uns zu der beruehmten Haengebruecke zu bringen. In Capilano Suspension Bridge Park wird nun unser Mut getesten. Schon ganz schoen beeindruckend. Wir machen uns einen Spass daraus, indem wir versuchen ohne uns am Gelaender der Haengebruecke anzuhalten ueber die wackelige, hohe und lange Bruecke zu gehen. Gar nicht einfach. Nur gut, denn wir sind fast die einzigen heute. Wieso bloss !! Ach ja, es schuettet wie aus Kuebeln. Wir schaffen es alle und haben promoviert den Baumwipfelweg zu unternehmen. Das ist nun wirklich imposant. Um zur Mittagspause zu gelangen, muessen wir nun wieder ueber die verrueckte Haengebruecke, der Magen knurrt jedoch so wild, dass wir uns dem Schicksal einfach hingeben, wir sind ja nun geuebt. Nun aber gleich zum naechste Abenteuer. Der neueste Felssteig in diesem Park wartet bereits auf uns. Wir sind gut, wir koennen das und werden deshalb auch mit einem Zertifikat belohnt, welches wir zu Hause natuerlich rahmen und aufhaengen werden. OK, bloss im Gaesteklo !
Der naechste Halt ist Grouse Mountain. Wir verabschieden uns von Eli und rennen unter dem weinenden Himmel zu den Gondeln. E geht in das Ticket Haeuschen und kommt auch bald wieder mit den Karten. Nun gehts hinauf mit der neuen Gondelbahn auf den 1250 Mt hohen Skiberg der Vancouveriten. Jetzt haben wir echten Hunger. Es gibt eine Kafeteria, ein kleines Restaurant unten und eines im oberen Stock. Auch eine Sitzecke mit Kamin, ein Theater wo interessante Dokumentar Filme ueber die Baeren und Grouse Mountain gezeigt werden und auch ein paar Geschaefte, die nun ihre Sommerkollektion an den Mann oder die Frau bringen moechten laden zum verweilen ein. 90 Minuten spaeter treffen wir uns alle wieder, denn hier oben auf Grouse Mountain lebt 1 Grizzly in einem grossen Gehege und er zeigt sich heute etwas versteckt im hohen Grass. Immer wieder hebt er aber seinen grossen Kopf, besonders wenn er die Stimme der Baerenwaerter hört. Wir knipsen natürlich alle wie wild, um doch auch bloß einen kleinen Teil dieses wunderbaren Grizzlis zu erhaschen. Es ist bereits Herbst, nein, es schneit noch nicht aber die Fuetterung wird in seinem offenen Winterbau serviert. So gewoehnt er sich langsam wieder an die Tenne. Wir beobachten Coola eine Weile ehe wir, total durchnaesst zur Holzhacker-Show gehen. Na ja, die ist heute besonders kurz, was uns nicht viel aus macht. Zurueck in der Station haben wir eine Verschnaufpause zum aufwärmen ehe wir zu unserem tollen Abendessen im oberen Restaurant geladen werden. Unser elegantes Abschiedsessen nehmen wir hier oben in dem Luxusrestaurant in unser Wanderbekleidung ein. Nebenan wird gerade eine Hochzeit gefeiert mit viel Trari Trara. Toll, wenn man sich so verwoehnen lassen kann. Ehe unser Teil des feinen Lokals voll wird kommt nun der letzte Quiz….wieviele Kilometer sind wir mit dem Bus gefahren ? Mit 62 fehlenden Kilometer hat Isa gewonnen. Ich gratuliere Dir ganz herzlich.
Die Speisen sind vorzueglich und wir amuesieren uns koestlich. Es gibt vorerst ein Amuse-bouche, dann die gewünschte Vorspeise und die köstliche ausgesuchte Hauptspeise. Alles ist sehr raffiniert hergerichtet und Anthon, unser Kellner, freut sich offensichtlich, dass wir seinen Service und das feine Essen so schätzen. Von der tollen Sicht sieht man eigentlich nichts. Nur gut, dass wir in der halben Stunde Verschnaufpause alle auf die Aussenterrasse gegangen sind um in der kurzen Sonnenperiode die Aussicht festzuhalten. Bei der Talfahrt mit der Gondel schauen wir nochmals auf die hell erleuchtete Perle des Pazifiks hinunter. Wie schoen doch dies Vancouver ist. Unten angekommen, ist unser Bus bereits da und mit Eli fahren wir durch die Stadt zurueck zu unserem Hotel. Einige konnten sich bereits bei Lufthansa einchecken und verschwinden auch gleich in ihre Zimmer um sich vielleicht in der Badewanne wieder aufzutauen. Alle anderen checken sich nun gemeinsam ein, denn Morgen fliegen wir wieder nach Hause. Gute Nacht liebe Freunde, es war so ein nasser und doch so ein froehlicher Tag in Vancouver.

Vancouver – Freizeit – Heimflug

Beim Fruehstueck reden alle noch immer von dem gestrigen Tag, denn niemand will das Thema Abreise in den Mund nehmen. Wir koennen unsere Koffer an der Rezeption lassen und nochmals in die Stadt gehen um noch die letzten paar Dollars unter die Leute zu bringen. Ja gestern in dem Regen war die Stadt doch sehr grau und von der Perle des Pazifiks war da nichts brillantes zu sehen. Aber heute. Bei strahlendem Sonnenschein mit ein paar weißen Wölkchen …. Oh mei… so eine tolle Stadt. Die Hochhäuser spiegeln sich ineinander, das Meer rundherum ist dunkelblau und mit Schiffen aus aller Welt bestückt, die Berge schauen auf das Downtown hinunter und die Leute sind entweder in kurzen Hosen unterwegs oder sind chinesischer Abstammung. Dieser Morgen wird in vollen Zügen genutzt und erst Mittags treffen wir uns wieder in der Lobby. Auf der Fahrt zum Flughafen sehen wir nun auch den Strand der Engländer und Granville Island mit seinem Markt. Der Flug nach Hause ist fast pünktlich, mit 15 Minuten Verspätung. Er verlaeuft ereignislos also bestens. Gute Nacht im Flieger der LH.

Flugzeug – wieder Zuhause angekommen

Endlich sind wir da. Das riesengroße, Luftschiff landet sanft in Frankfurt. Wir kommen am nächsten Tag eine viertel Stunde früher als geplant an, und haben so auch schoen Zeit fuer die Verabschiedung. Das fällt uns schwer, denn wir sind wie in einer WG zusammengewachsen. Wir haben anfangs der Reise eine Whatsup Gruppe gegründet uns so bleiben wir sicher immer wieder in Verbindung. So viel Glück war uns beschieden, das Wetter war super (ausser gestern), die Tiere haben sich wunderschön gezeigt, teilweise sogar mit ihren Jungen, die Restaurants haben fuer schoene gemeinsame Abende gesorgt, die Ausflüge haben uns Besonderheiten nahe gebracht aber das Wichtigste, das waren wir, unsere Freundschaft, unsere Gemeinsamkeit, unsere Fröhlichkeit. Diese schoene gemeinsame Zeit werden wir nie vergessen.


Meine liebe Kanada-Gruppe, eine Baerenumaermelung an Euch alle, es war so schoen mit Euch zu reisen und wandern und noch besser, Euch alle kennenlernen zu duerfen. Danke fuer die guten Gespraeche und danke fuer die vielen unvergesslichen Momente. Ich hoffe, dass wir wieder einmal in dieser schoenen, weiten Welt miteinander reisen koennen ☺ und wünsche Euch alles Gute und immer beste Gesundheit. Danke Eberhardt fuer eine tolle Tour und danke liebe Reisefamilie fuer eine wunderbare gemeinsame Zeit.
Carpe Diem liebe Freunde und auf Wiedersehen.
Eure
Elisabeth


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