West–Kanada für Singles & Alleinreisende: Zwischen Pazifikküste und Rocky Mountains
Reisebericht: 21.09. – 03.10.2026
Ein Schwarzbär am Seeufer, türkisfarbene Bergseen, Gletscher und mächtige Wasserfälle, die Weinregion und unendliche Weite: Auf unserer Reise durch West-Kanada gab es jeden Tag Neues zu entdecken.
Ein Reisebericht von
Kristin Weigel
Reise nach Vancouver – Ankunft am Pazifik
Nach unserem Flug von Frankfurt landen wir in Vancouver. Gemeinsam erledigen wir mit Reisebegleiterin Kristin die Einreiseformalitäten an den Automaten im Flughafen. Dann begrüßt uns unser Reiseleiter Ingo, der uns in den kommenden Tagen durch West-Kanada begleiten wird. Schon auf der Fahrt zum Hotel in der Innenstadt gewinnen wir erste Eindrücke von Vancouver: Wir überqueren den Fraser River, fahren durch Richmond und gelangen schließlich ins West End.
Unser Hotel liegt an der Davie Street, nur einen kurzen Spaziergang von der English Bay entfernt. Obwohl der Reisetag lang war, zieht es uns natürlich noch einmal nach draußen. Wir gehen am Wasser entlang in Richtung Burrard Brücke und lassen den Blick über die Bucht schweifen. Die frische Pazifikluft tut gut, und zwischen den ersten Gesprächen wächst die Vorfreude auf alles, was vor uns liegt.
Vancouver und die Fahrt nach Whistler
Beim Frühstück nehmen wir uns Zeit für eine kleine Vorstellungsrunde. Woher kommen die anderen? Was hat sie nach Kanada geführt? Es dauert nicht lange, bis aus den ersten Namen vertraute Gesichter werden.
Dann beginnt unsere Entdeckungstour durch Vancouver. Auf Granville Island bummeln wir durch die Markthalle, in der sich Lebensmittelstände und kleine Geschäfte aneinanderreihen. Viele nutzen die Gelegenheit, sich ein paar Snacks für unterwegs auszusuchen. In der Altstadt Gastown hören wir die berühmte Dampfuhr zur vollen Stunde spielen. Anschließend spazieren wir zum Canada Place am Hafen und weiter zur Olympischen Flamme von 2010. Auch im Stanley Park legen wir zum Abschluss unserer Stadtrundfahrt eine Pause ein. Neben dem tollen Blick auf die Skyline und den Hafen von Vancouver gibt es hier eine der größten Sammlungen von Totempfählen zu sehen, die von den First Nations an der Westküste Kanadas stammen.
Über die berühmte Lions Gate Bridge, die einst von der irischen Bierbrauer-Familie Guinness finanziert wurde, verlassen wir die Stadt. Der Sea-to-Sky-Highway führt uns entlang der Küste nach Norden, und hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Blick auf Wasser und Berge. Das erste Naturwunder an der Strecke sind die Shannon Falls. Wir spazieren durch den Küstenregenwald zu den Aussichtspunkten und beobachten, wie das Wasser über die Felsen in die Tiefe stürzt.
Dann geht es hinein in die Coast Mountains. Am Nachmittag erreichen wir den Wintersportort Whistler, in dem 2010 die olympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Ein gemeinsamer Spaziergang führt uns zu den Olympischen Ringen; danach bleibt Zeit, den Ort auf eigene Faust zu erkunden. Beim Abendessen im Bergort Whistler lassen wir unseren ersten vollen Reisetag Revue passieren.
Über die Panoramastraße Duffey Lake Road nach Kamloops
Wir verlassen Whistler und fahren am Green Lake vorbei in Richtung Pemberton. Allmählich wird die Umgebung stiller und wir verlassen die Coast Mountains. Auf der Duffey Lake Road, eine der schönsten Panoramastraßen in British Columbia, genießen wir die wechselnden Ausblicke – mal geht es durch dichten Wald, mal öffnet sich die Landschaft zu einem See oder einer weiten Bergkulisse. Am Duffey Lake steigen wir für einen Fotostopp aus. Es ist kühl, doch gerade diese frische Herbstluft gehört für uns inzwischen zum kanadischen Bergerlebnis.
Über Lillooet erreichen wir die historische Hat Creek Ranch. Nach dem Mittagessen sehen wir uns bei einem Rundgang an, wie Reisende und Bewohner hier zur Zeit der Cariboo Wagon Road lebten. Die alten Kutschen und das ehemalige Hotelgebäude lassen die Geschichte der Region anschaulich werden. Was heute ein ruhiger Ort ist, war einst eine wichtige Station an einer viel befahrenen Route zu den Goldminen in den Cariboo Mountains.
Später fahren wir am Kamloops Lake entlang und halten für einen Blick über den 29 Kilometer langen See. Unser Tagesziel liegt außerhalb von Kamloops direkt am South Thompson River. Hier können wir die Ruhe genießen und sitzen am Abend noch in der Bibliothek-Lounge des hübschen Landhaus-Hotels zusammen.
Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park und ein Schwarzbär am See
Heute steht die Natur im Mittelpunkt. Von Clearwater aus fahren wir in den Wells Gray Provincial Park. Schon der erste Blick auf die Helmcken Falls lässt uns staunen: Das Wasser stürzt hier 140 Meter tief in eine von Felsen umschlossene Schlucht aus Vulkangestein. Wir nehmen uns Zeit, das Schauspiel von der Aussichtsplattform aus zu betrachten. Danach geht es zu den Dawson Falls. Auf einem kurzen Spaziergang nähern wir uns dem breiten Wasserfall und erleben, wie unterschiedlich die beiden Fälle wirken. Die Dawson Falls werden sogar als "Kleine Niagara-Fälle" bezeichnet. Ingo lädt uns hier zu einer kleinen Kostprobe eines guten kanadischen Whiskys ein, der mit Ahornsirup verfeinert ist.
Am Nachmittag wartet bei Blue River ein weiteres Naturerlebnis auf uns. Warm eingepackt steigen wir in zwei nachgebaute Kanus und fahren mit unseren Guides über den Mud Lake. Wir schauen aufmerksam zum Ufer und in die Baumkronen, denn jederzeit könnte sich ein Tier zeigen. Tatsächlich entdecken wir einen Reiher und einen Weißkopfseeadler. Dann haben wir besonderess Glück und sehen einen Schwarzbären, der ans Seeufer kommt und aus dem See trinkt. Für einen Moment richtet sich die Aufmerksamkeit aller ganz auf dieses Tier – eine Begegnung aus sicherer Entfernung, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Nach dem Abendessen auf einem urigen Hausboot direkt am Wasser fahren wir zur Mike Wiegele Lodge. Unsere Unterkunft besteht aus gemütlichen Holz-Chalets am Eleanor Lake. Am Abend gibt es noch etwas zu feiern: Ein Gast aus unserer Gruppe hat Geburtstag. Wir kommen im urigen Wohnzimmer eines der Blockhäuser zusammen und lassen diesen erlebnisreichen Tag gemeinsam bei Bier und Wein ausklingen.
Mount Robson, Jasper und Bootsfahrt auf dem Maligne zur Spirit Island
Nach einem sehr guten Frühstück in der luxuriösen Mike Wiegele Lodge setzen wir unsere Reise in Richtung Rocky Mountains fort. Wir erreichen den Mount Robson Provincial Park. Am Besucherzentrum des Mount Robson legen wir eine Pause ein. Der Gipfel des höchsten Berges der kanadischen Rocky Mountains bleibt heute hinter Wolken verborgen. Trotzdem lohnt es sich, hier einen Moment zu verweilen und die Dimensionen der umliegenden Landschaft auf sich wirken zu lassen. Im Besucherzentrum gibt es eine kleine Ausstellung über die ersten Bergsteiger am Mount Robson und Bilder von dem 3.954 Meter hohen Gipfel, wenn er nicht wolkenverhangen wäre.
Wir fahren weiter nach Jasper und in den Jasper-Nationalpark. An einigen Stellen sehen wir noch die Auswirkungen der Waldbrände, die hier 2024 wüteten. Wir legen einen Fotostopp am Medicine Lake ein, dessen Wasser immer im Herbst durch unterirdische Kanäle abfließt wie aus einer Badewanne. Dann fahren wir am Maligne River durch die Berge bis zum Maligne Lake. Nach einer kurzen Pause am Lake House Café geht es an Bord unseres Ausflugsbootes. Während der 1,5 stündigen Bootsfahrt über den beeindruckenden Gletschersee erzählen die Guides vom See und seiner Umgebung, von der Hall of Gods und der Geisterinsel Spirit Island. Durch die Fenster verfolgen wir, wie die bewaldeten Ufer vorbeiziehen und die Berge immer wieder neue Formen annehmen. Wer möchte, kann während der Fahrt auch raus gehen und Fotos machen.
Schließlich erreichen wir Spirit Island, eines der bekanntesten Fotomotive der kanadischen Rockies. Wir steigen aus und schauen auf das kleine, von Wasser und Bergen umgebene Stück Land. Hier verstehen wir gut, weshalb dieser Ort so viele Reisende fasziniert, wir erfahren auch von der Legende der First Nations, warum die kleine Halbinsel Spirit Island genannt wird. Nach einer kleinen Wanderung auf dem Mary Schäffer Trail am Ufer des Maligne Lake fahren wir zurück nach Jasper, wo wir in einem gemütlichen Hotel mitten im Ort übernachten. Zum Abendessen treffen wir uns Cassio's Trattoria, um den gelungenen Reisetag gesellig abzuschließen.
Auf der Panoramastraße Icefields Parkway nach Banff
Schon kurz nach der Abfahrt in Jasper sehen wir einige Wapitis am Straßenrand grasen – ein schöner Auftakt für unseren Tag zwischen den Nationalparks Jasper und Banff. Unser erster Halt gilt den Athabasca Falls. Auf den Wegen rund um die tosenden Wasserfälle des Athabasca Flusses entdecken wir immer wieder neue Perspektiven mit Strudeln und ausgehöhlten Felskurven.
Danach folgen wir der herrlichen Panoramastraße Icefields Parkway zum Columbia Icefield. Unterwegs zeigen sich die Rocky Mountains von ihrer raueren Seite, und am Besucherzentrum in fast 2.000 Metern Höhe beginnt es sogar zu schneien. Hier erwartet uns ein ganz besonderes Erlebnis. Mit einem Ice Explorer fahren wir hinauf auf das Gletschereis des Athabasca Gletschers. Als wir aussteigen, spüren wir die Kälte unter unseren Füßen und rings um uns die gewaltige Bergwelt. In den letzten Jahrzehnten hat auch dieser Gletscher etwa die Hälfte seines Volumens verloren, was einem erst so richtig bewusst wird, wenn man einmal selbst die Dimensionen sieht.
Zurück auf dem Icefields Parkway geht es weiter in Richtung Banff. Am Peyto Lake spazieren wir zur Aussichtsplattform. Das Wetter lässt uns die berühmten Farben des Sees heute leider nur erahnen, doch seine Lage zwischen den Bergen ist trotzdem eindrucksvoll. Am späten Nachmittag erreichen wir Banff und die Aspen Lodge, in der wir die nächsten beiden Nächte verbringen. Nach diesem langen Tag voller Naturerlebnisse freuen wir uns auf das gemeinsame Abendessen.
Bergseen und Gletscher rund um Banff
Heute bleiben die Koffer im Hotel, denn wir erkunden die Umgebung von Banff. Zunächst fahren wir am Two Jack Lake vorbei und durch die Landschaft am Lake Minnewanka. Danach besuchen wir den Johnston Canyon. Auf gut angelegten Wegen wandern wir zwischen steilen Felswänden und dem rauschenden Wasser bis zu den Lower Falls. Ein schöner Morgenspaziergang bei kühlen Temperaturen!
Anschließend führt uns die Fahrt zum zauberhaften Moraine Lake. Wer mag, steigt den Wanderweg zum Aussichtspunkt hinauf. Oben nehmen wir uns Zeit für den Blick über den See und die zehn Gipfel, die ihn umgeben. Da es fast windstill ist, spiegeln sich die schneebedeckten Gipfel wunderschön im Moraine Lake. Ein richtiges Postkarten-Motiv!
In Lake Louise legen wir eine Mittagspause ein, bevor wir zum gleichnamigen See weiterfahren. Wir spazieren ein Stück am Ufer entlang, vorbei am traditionsreichen Eisenbahnhotel Fairmont Château Lake Louise und immer wieder traumhaften Fotomotiven mit dem türkisfarbenen See und dem Victoria-Gletscher dahinter.
Auf dem Rückweg nach Banff unternehmen wir noch einen Spaziergang vom Banff Springs Hotel hinunter zu den Bow Falls. Dabei begegnen wir riesigen Wapiti-Hirschkühen fast hautnah. Unsere letzte Busfahrt zum Hotel führt uns noch zum Surprise Corner mit einem schönen Blick auf das Banff Springs Hotel. Nach all den Seen, Wasserfällen und Bergpanoramen gibt es beim Abendessen reichlich Gesprächsstoff.
Yoho–Nationalpark und uralte Baumriesen im Mount Revelstoke Nationalpark
Wir nehmen Abschied von Banff und fahren in Richtung Yoho-Nationalpark. Dabei überqueren wir erneut die Grenze zwishcen den Provinzen Alberta und British Columbia. Am Spiral-Tunnel-Aussichtspunkt legen wir einen Stopp ein. Ingo erklärt uns, wie die Eisenbahn mithilfe der Tunnel die großen Höhenunterschiede am Kicking Horse Pass bewältigt.
Am Emerald Lake im Yoho-Nationalpark unternehmen wir einen Spaziergang am Wasser. Die ruhige Umgebung lädt dazu ein, immer wieder stehen zu bleiben und den Blick über den See schweifen zu lassen, der jetzt noch im Morgennebel dampft. Eine herrliche Kulisse! Nicht weit entfernt besuchen wir die Natural Bridge: Hier hat sich der Kicking Horse River seinen Weg durch den Fels gebahnt. Zwei Orte, die ganz unterschiedlich sind und doch beide zeigen, welche Kraft das Wasser in dieser Landschaft hat.
Hinter Golden führt uns die Strecke weiter über den Rogers Pass, einem weiteren Gebirgspass, der für die erste transkanadische Eisenbahn erschlossen wurde. Hier gibt es im Winter meterhohen Schnee, der Highway führt daher sehr spektakulär an hohen Felswänden und Lawinenschutzdächern hindurch. Später spazieren wir auf dem Giant Cedars Boardwalk zwischen hohen, alten Red Cedar Bäumen. Unter ihrem dichten Blätterdach und mossbewachsenen Böden wirkt der Wald beinahe wie ein verzauberter Märchenwald. Am Nachmittag erreichen wir Revelstoke. Bevor wir ins Hotel fahren, vertreten wir uns bei einem Spaziergang am Columbia River noch einmal die Beine.
Von der Eisenbahngeschichte ins Okanagan Valley
Am Morgen verlassen wir unser Hotel in Revelstoke und unsere Singlereise führt uns weiter entlang der ersten Eisenbahntrasse gen Westen. Wir machen Halt am „Last Spike“ in Craigellachie. An diesem historischen Ort wurde 1885 der letzte Schienennagel der ersten transkontinentalen Eisenbahn Kanadas gesetzt. Was heute ein kurzer Stopp auf unserer Fahrt ist, erinnert an ein großes Kapitel der kanadischen Geschichte.
Wir reisen weiter durch Sicamous, die Hausboot-Hauptstadt Kanadas, und die Region der Shuswap-Seen. Nach und nach verändert sich die Landschaft: Neben den Straßen sehen wir immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen und Obstbau. Wir sind in der Seen-Region von British Columbia, in der es riesige Seen von über 100 Kilometern Länge gibt, die bei der Abschmelzung der letzten Eiszeit-Gletscher entstanden sind. Über Vernon erreichen wir das fruchtbare Okanagan Valley. An einem typischen Bauernmarkt legen wir eine Pause ein. Hier gibt es Obst und Gemüse aus der Region, jetzt ist gerade Apfel- und Kürbiszeit.
Schließlich erreichen wir Kelowna, die größte Stadt am Okanagan See. Wir stoppen am Besucherzentrum und gehen an der Promenade des Okanagan Lake spazieren. Mit ihren Holzstegen und kleinen Brücken kommt man sich fast vor wie in Florida. Zwar zeigt sich das Wetter heute regnerisch, doch die Lage der Stadt direkt am See gefällt uns auch unter grauem Himmel.
Am Nachmittag verkosten wir in einem Weingeschäft in Kelowna Weine aus der Region und erfahren mehr über den Weinanbau im Okanagan Valley. Zum Abendessen fahren wir zur Summerhill Winery. Dort schauen wir über die Weinberge und den See und genießen einen geselligen Abend mit noch einigen Weinproben. Es ist ein schöner Kontrast zu den wilden Berglandschaften der vergangenen Tage: Auch diese Seite West-Kanadas gehört zu unserer Reise.
Über Hope zurück nach Vancouver
Heute führt uns die Strecke vom Okanagan Valley wieder an die Pazifikküste. Wir überqueren in Kelowna den Okanagan-See über dessen einzige Brücke, fahren durch die Berge und legen unterwegs eine Pause im Nicola Valley ein. Die Ausblicke ändern sich erneut: Nach den Seen und Weinbergen des Vortages begleiten uns nun Bergstraßen und weite Täler. Mit unserem Reisebus fahren wir über den 1.200 Meter hohen Coquihalla Pass durch die Coast Mountains.
Zur Mittagszeit erreichen wir Hope. Der Ort ist als Drehort des Films Rambo bekannt und überrascht uns mit zahlreichen geschnitzten Holzfiguren. Wir haben Zeit für einen Spaziergang und eine Mittagspause, bevor wir die letzte Etappe nach Vancouver antreten.
Am Nachmittag sind wir zurück in der Stadt, in der unsere Rundreise begonnen hat. Einige Gäste erleben Vancouver bei einem fakultativen Rundflug mit dem Wasserflugzeug aus der Luft. Andere bleiben am Hafen, trinken einen Kaffee oder nutzen die Zeit für einen Bummel. Anschließend kommen wir wieder zusammen. Beim Abendessen in einem feinen Restaurant an der English Bay erinnern wir uns an unsere persönlichen Höhepunkte – und stellen fest, wie viel wir in den vergangenen Tagen miteinander erlebt haben.
Ein Tag auf Vancouver Island
Für unseren fakultativen Ausflug nach Vancouver Island brechen wir früh auf. Vom Fährhafen Tsawwassen setzen wir nach Swartz Bay über. Schon die Überfahrt gehört zum Erlebnis: Wir suchen uns einen Platz mit Aussicht und beobachten das Wasser und die Inseln entlang der Strecke.
In Victoria fahren wir zunächst durch Chinatown und am Inner Harbour vorbei. Wir sehen das beeindruckende Parlamentsgebäude und halten bei Mile 0, dem westlichen Ende des Trans-Canada Highway. Von hier blicken wir auf die Küste und bei klarer Sicht in Richtung der Olympic Mountains in den USA. Danach haben wir Zeit, Victoria zu Fuß zu entdecken. Gemeinsam spazieren wir durch das Empress Hotel, entlang der Government Street und zur schmalen Fan Tan Alley in Chinatown. Auch am ehemaligen Standort des Forts Victoria kommen wir vorbei. Später genießen wir noch ein wenig freie Zeit am Inner Harbour, wo Boote, Häuserfassaden und das Wasser ein lebendiges Bild ergeben.
Am Nachmittag besuchen wir die Butchart Gardens. Wir folgen den Wegen durch die verschiedenen Gartenbereiche, entdecken Wasserspiele, Rosen und den japanischen Garten. Überall gibt es Details, für die es sich lohnt, kurz stehen zu bleiben.
Auf der 1,5-stündigen Rückfahrt mit der Fähre lassen wir die Bilder des Tages nachwirken. Als wir wieder nach Vancouver kommen, empfängt uns die Stadt im Abendlicht.
Abschied von Kanada
Unser letzter Morgen in Vancouver beginnt mit einem gemütlichen Frühstück mit Blick auf die English Bay. Danach bleibt noch etwas Zeit für einen Spaziergang entlang der Bucht in Richtung Stanley Park. Wir genießen ein letztes Mal die frische Meeresluft am Pazifik, bevor wir gemeinsam mit unserem Transferbus zum Flughafen fahren. Wir verabschieden uns von Ingo, der uns mit seinem Wissen und seiner Begeisterung durch West-Kanada begleitet hat. Unser Rückflug von Vancouver startet pünktlich am Nachmittag.
Auf dem Rückflug ziehen die Bilder der Reise noch einmal an uns vorbei: der Schwarzbär am Seeufer, Spirit Island, die Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park, das Gletschereis und die vielen Bergseen. Dazwischen liegen kleine Erinnerungen, die auf keiner Sehenswürdigkeitenliste stehen – Gespräche im Bus, gemeinsame Spaziergänge und Abende, an denen wir noch lange zusammensaßen.
Ankunft in Deutschland
Am 3. Oktober kommen wir pünktlich wieder in Frankfurt an. Einige reisen mit dem Zug zurück nach Hause, andere nutzen einen Anschlussflug oder werden direkt in Frankfurt abgeholt.
West-Kanada hat uns mit seiner Natur begeistert. Dass wir all diese Augenblicke miteinander teilen konnten, machte diese Singlereise besonders. Wer die Region ebenfalls in Gesellschaft entdecken möchte, findet unsere Reise für Singles und Alleinreisende unter dem Reisecode GO-KANAD. Seien Sie im nächsten Jahr dabei!
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien