Wanderreise in Luxemburg
Reisebericht: 11.05. – 17.05.2014
Das letzte Großherzogtum mit seinen Tälern und Hügeln sollte diese Wandergruppe in Luxemburg erleben dürfen. Mit dem örtlichen Wanderleiter Dieter Thömmes machte sich eine kleine Wandergruppe an diese
Ein Reisebericht von
Anreise 11.05.
Der Bus fast voll besetzt und die ersten Gespräche über kleine körperliche Gebrechen ließen bei den als Wanderer identifizierten Reisegästen leichte Verwunderung aufkommen, dann kam die Auflösung des Rätsels - Es war eine gemischte Reisegruppe, 5 "Mädels" gehen auf Wanderschaft, der Rest hat eine Rundfahrt gebucht.
1.Tag Luxemburg
Mit dem Bus ging's in die Hauptstadt Luxembourg. Zu Fuß und per Bus erkundeten wir die Hauptstadt - Banken, Banken, Banken. Danach ging's in die Bockkasematten - eine Festungsanlage in Stein gemeißelt - mit einer zwischenzeitlich kurz auftretenden Orientierungslosigkeit fand die Reisegruppe wieder zurück ans Tageslicht. Für die Wandergruppe gab es danach noch eine kleine Wanderung zusammen mit Simone - den Wenzelsrundweg. Entlang der Festungsmauer ging es vorbei an kleinen Gärten, Sicherungsanlagen und die Beobachtung von wilden Tieren - Eine Mauerechse, die mit einem Steinwurf nicht aus dem Haus getrieben wurde, sondern eher wieder ins Haus - diese Stadtmenschen. Der Wenzelsrundweg bot viele schöne Stadtansichten und Ausblicke. Nach kurzer Zeit war auch der botanische Geist der Gruppe geweckt, denn mit dem Hinweis einer Gartenfreundin - das ist Breitwegerich und das ist Spitzwegerich wuchs das Erstaunen und das Interesse an den Pflanzen am Wegesrand. Moderne Sperranlagen der heutigen Zeit lenkten die Aufmerksamkeit der kleine Wandergruppe ab, versenkbare "Boller" und wie schön wäre es, damit zu fahren, was die Wortschöpfung "Bollerfahren" entstehen ließ.
Wanderbilanz des Tages: 9611 Schritte, 6.42km, 354kcal.
2. Tag Munshausen
Der erste richtige Wandertag. Unser Wander"Ent"führer Dieter begrüßte uns pünktlich 9Uhr am Brunnen - vor dem Tore!
Nach einer kurzen Einführung ging's los und wie bereits geahnt, natürlich steil aus dem Tal von Clervaux. Auf dem internationalen Wanderweg in Richtung Maas liefen wir auf und ab in einem schönen Tal oder auf dem Bergkamm entlang mit traumhaften Blicken auf das schöne Luxemburg. Wanderschuhe ein absolutes Muß, denn viele Wege sind naturbelassen. Dieter machte regelmäßig Wartepausen und erzähle uns Geschichte über Land und Leute - dann war's vielleicht doch "Story-Telling".
Unser anvisiertes Tagesziel war ein uriges Anwesen der Robbesscheier - Spielen für groß und klein auf dem Bauernhof. Für uns, Erlebnis pur und mit Sicherheit für die Wandergruppe einer der Höhepunkte, der auch einen Auftrag beinhaltete: Apfeltaschen machen für Dieter - Roy - Simone. Nach einem kräftigen Mittagessen ging's ans Werk: Teig kneten - Ausstechen - Belegen mit Apfelstückchen (und wo sind die Rosinen?) - Rand mit Wasser bepinseln - Zukleben - Fertsch! - Ab in den Ofen. Wir nutzen die Wartezeit zu Fachgesprächen mit dem Gärtner und einer Kutschfahrt:
> Zwei Kaltblüter, wobei Lisa keine Lust zum Ziehen hatte und uns zeigte, wie man luxemburgisch pupsen kann.<
Auf kurzem Weg ging es zurück nach Clervaux.
Die Apfeltaschen wurden ordnungsgemäß und wie versprochen übergeben
Wanderbilanz des Tages: 21883 Schritte, 14.61km, 803kcal
Die Reiseleitung darf anmerken, dass die Apfeltasche erst Tage später verspeist wurde und phantastisch geschmeckt hat. Lecker.
3. Tag Clervaux
Pünktlich 9Uhr starten wir alle gemeinsam mit einer örtlichen Reiseleiterin zur Stadtführung: Kloster - Stadtkern Clervaux - und ein High Light des Tages die Ausstellung "The Family of Man" das Leben in schwarz-weiß, von der Geburt bis zum Tod - beeindruckend.
14Uhr ging es dann wieder auf Wanderschaft, wobei wir das Ziel großräumig einkreisten. Als wir den Aufstieg aus dem Tal von Clervaux geschafft hatten, zeigte Dieter auf die entgegengesetzte Seite des Tals und sagte: Da drüben das rote Haus, da müssen wir hin - hä, dann sind wir jetzt in die falsche Richtung gelaufen!??? - Dieter verkaufte uns das als ein super Wanderplan, sonst könnten wir ja gar nicht sehen, wo es hin geht - tolle Idee!?. Kurz vor dem Ziel erreichte uns ein kräftiger Schauer und uns wurde das Gefühl vermittelt, was nasse Klamotten sind. Feucht-fröhlich zogen wir in den edel Golfclub ein. Drei übrig gebliebene Kuchenstückchen waren schnell verteilt und die Sachen trockneten schnell auf den edlen Ledersesseln.
Dann ging's auf direktem Wege nach Clervaux zurück
Wanderbilanz des Tages: 20933 Schritte, 4.0km + 9.5km, 772kcal
4. Tag Heinerscheid
Am Tag 4 führte uns der Wanderweg an die Grenze zu Deutschland-Belgien-Luxemburg. Dieter's Ansage: Immer dem Weg entlang mit der weißen Welle auf blauem Grund oder war es doch die Grünen Welle auf blauem Grund, egal, Dieter kennt den Weg und "alle" Leute am Wegesrand und nicht nur das, er macht der Gattung "Mann" auch alle Ehre bzgl. "Jäger und Sammler" - Gusseiserne Ofenteile werden eingesammelt und in bunten Ost-stoff-beuteln mitgeschleppt, Abfallcontainer werden inspiziert mit leuchtenden Augen - eine besonders liebenswerte Art Kontakte zu knüpfen. Es war die längste Tour auf der Wanderreise und als leicht anspruchsvoll ausgeschrieben - 5h straffes Wandern mit kleinen Wartepausen war eher anspruchsvoll und führte den allgemeinen "Büromenschen" anspruchsvoll an seine Grenzen - da half dann nur noch Alkohol, um den Schmerz zu lindern und die Kenntniss über Frühstücksblümchen erhielt eine ganz neue Bedeutung!? Die Landschaft und der kleine Grenzfluss Our ließen jedoch die Anstrengungen schnell verfliegen.
Mit großer Freude begrüßten wir dann unser Ziel und den Endpunkt unserer Tagestour. Ein Rundgang durch die Brauerei schloss den Tag ab und der Bus holte uns ab.
Wanderbilanz des Tages: 27442 Schritte, 18.34km, 1010kcal
5. Tag Wilwerwitz
Mit dem Zug ins luxemburgische Land. Die Wandergruppe wurde mit zwei weiteren Gästen verstärkt und das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite. Durch Berg und Tal ging es zur Mühle zum Schinken-Essen. Nach einer Mühlentour ging's zurück zum Bahnhof. Pünktlich kam der Zug und das Begehren nach einem Kaffee, was die kleine Gruppe dazu veranlasste bis zur Endstation zu fahren - Überraschung: Das Café hatte zu wegen Besitzerwechsel. Kein Grund Trübsal zu blasen, schnell an den Kaffeeautomaten, das Zugpersonal in Gespräche verwickeln, das mitgenommene Bier an durstige Radfahrer verschenken und schnell wieder in den Zug steigen und neue Ziele definieren. In Clervaux angekommen beschlossen vier Mädels nach Luxemburg zu fahren. Dieter, überrascht von der Spontanität, hat zum ersten Mal ein Zeitproblem - er erreichte die Zugtür mit Mühe und Not, doch die Tür blieb tod.
Für die vier Mädels war es ein kurzes Wiedersehen mit der Hauptstadt Luxemburg und wie das Leben so spielt, haben wir noch einen richtigen Luxemburger kennengelernt inklusiv seiner Lebensgeschichte - Vielen Dank Unbekannter!
Wanderbilanz des Tages:21552 Schritte, 14.36km, 794kcal. Es war wieder eine schöne Reise, professionell organisiert und ein Erlebnis für die Reisegäste. Danke im Namen der Wandergruppe, Petra Schönig
Rückreise 17.05.2014
Und damit ging eine Reise ihrem Ende entgegen. Es musste wieder Abschied genommen werden, um nach Hause zurückkehren zu können. Mit neuen Eindrücken und viel viel Sauerstoff im Gepäck ging es an die Heimreise.
Vielen Dank für den wunderschönen Rückblick und Danke, dass Sie dabei waren. Ihre Simone Kaufmann
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