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Montenegro – klein aber oho!

Reisebericht: 22.09. – 29.09.2026

Berge, Nationalparks, Strände, Ruinenstädte und Sonne – ein kleines Land mit ganz großen Erlebnissen.

Natalie Hady

Ein Reisebericht von
Natalie Hady

Anreise – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Tara Hotel Pool – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) St. Tryphon's Cathedral – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Ausblick auf Perast und Saint George Insel  – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Sveti Stefan Insel – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Osmanischer Einfluss in Stari Bar – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Museum of Local History Ulcinj – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Ausblicke von Budvas Altstadt  – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Königsstrand  – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Altstadt Budvas vom Wasser aus  – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Budvas Altstadt – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Biogradska Gora Nationalpark – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL)

Tag 1: Anreise

Aus verschiedenen Städten kommend, trafen wir in Montenegro ein und freuten uns auf die bevorstehenden gemeinsamen Tage. Bereits beim Anflug begeisterten uns strahlender Sonnenschein und die imposante Bergwelt Montenegros, denn rund 60 Prozent des Landes sind von Bergen bedeckt. Das herrliche Wetter sollte uns auch in den nächsten Tagen der Reise begleiten.

Am Flughafen wurden wir herzlich von unserem Busfahrer Marko empfangen, der uns stets sicher ans Ziel brachte, und unserer Reiseleiterin Bojana, die uns bereits am ersten Tag mit ihrer Art begeisterte und zum Herzstück unserer Reise wurde.

Anschließend bezogen wir unser Hotel in Budva mit eigenem Strandabschnitt, Pool und Wellnessbereich. Die freie Zeit nutzten wir, um uns einzurichten, die Umgebung zu erkunden und entspannt in die gemeinsame Reisewoche zu starten.

Tag 2: Kotor und Perast

Am Vormittag erkundeten wir gemeinsam mit Bojana ihre Heimatstadt Kotor. Bei unserem Rundgang entdeckten wir den berühmten Uhrturm, die beeindruckende St.-Tryphon-Kathedrale und den Katzenplatz, an dem die flauschigen Bewohner der Stadt für besondere Unterhaltung sorgen. Anschließend blieb Zeit, durch die verwinkelten Gassen zu schlendern und das UNESCO-Welterbe auf eigene Faust zu entdecken.

Danach ging es weiter ins malerische Perast. Von dort aus unternahmen wir eine kleine Bootsfahrt zur Insel Maria vom Felsen, auf der wir die wunderschöne Kirche besichtigten. Besonders spannend war die Entstehungsgeschichte der künstlichen Insel: Über Jahrhunderte warfen Seefahrer Steine ins Meer und versenkten alte Schiffe, bis nach und nach die heutige Insel entstand. Die traumhaften Ausblicke auf die Bucht machten die Überfahrt zu einem besonderen Erlebnis. Zurück in Perast blieb noch Zeit für einen gemütlichen Bummel durch die hübschen Gassen.

Am Abend kamen viele von uns an der Strandbar des Hotels zu einem gemeinsamen Aperitif zusammen. Bei einem traumhaften Sonnenuntergang tauchte rosafarbenes Licht die Umgebung in eine zauberhafte Stimmung, während gleichzeitig der Mond am Himmel erschien.

Tag 3: Bar und Ulcinj

Heute führte uns unser Ausflug ganz in den Süden Montenegros. Zunächst besuchten wir die historische Altstadt von Bar, die etwa vier Kilometer vom heutigen Stadtzentrum entfernt liegt. Stari Bar blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde über Jahrhunderte von verschiedenen Herrschern geprägt. Besonders die osmanische Zeit hinterließ zahlreiche Spuren. Nach schweren Zerstörungen, unter anderem während der Kämpfe gegen die Osmanen und das verheerende Erdbeben, wurde die Altstadt weitgehend aufgegeben. Heute ist sie eine faszinierende Ruinenstadt, durch deren verwinkelte Kopfsteinpflastergassen wir bergauf und bergab spazierten. Dabei entdeckten wir das beeindruckende Aquädukt, das Amphitheater und das Lapidarium mit seinen historischen Steininschriften. Anschließend blieb noch Zeit für einen individuellen Spaziergang oder einen frisch gepressten Granatapfelsaft.

Danach fuhren wir weiter bis in den äußersten Süden des Landes zur Brücke über die Ada Bojana, wo sich uns ein schöner Blick auf den Fluss, die umliegende Landschaft und die nahe Adriaküste bot. Anschließend ging es wieder Richtung Norden nach Ulcinj, einer der ältesten Städte an der montenegrinischen Küste. Besonders bekannt ist die Stadt für ihre malerische Altstadt auf einem Felsvorsprung, ihre orientalisch geprägten Gassen und ihre lange Geschichte als Seefahrer- und Piratenstadt. Nach etwas Freizeit, die viele für einen gemütlichen Cafébesuch oder einen Spaziergang nutzten, führte uns Bojana durch die historische Altstadt.

Tag 4: Ostrog–Kloster und Weinverkostung

Heute ging es wieder Richtung Norden in die beeindruckende Bergwelt Montenegros. Unser Ziel war das berühmte Ostrog-Kloster, das spektakulär in eine fast senkrechte Felswand gebaut wurde. Es gehört zu den wichtigsten orthodoxen Wallfahrtsorten des Balkans und wird jedes Jahr von zahlreichen Pilgern besucht. Zwischen den kleinen, in den Felsen integrierten Kapellen und den alten Fresken bekam man einen guten Eindruck davon, warum dieser Ort für viele Gläubige etwas ganz Besonderes ist.

Schon die Fahrt hinauf zum Kloster war ein Erlebnis. Über enge Serpentinen ging es immer weiter nach oben. Hier konnte unser Busfahrer Marko einmal mehr sein Können unter Beweis stellen. Eigentlich war für diesen Tag Regen angekündigt, doch davon war zum Glück kaum etwas zu sehen. Stattdessen blieb es weitgehend trocken – wenn Engel reisen!

Nach dem Besuch ging es weiter zum Weingut Zenta bei Podgorica. Dort wurden wir herzlich empfangen und bekamen zunächst eine kleine Einführung in den regionalen Weinbau. Anschließend durften wir uns durch verschiedene Weine probieren: Weißwein, Rosé und natürlich auch Rotwein. Besonders typisch für Montenegro ist der Vranac, eine kräftige rote Rebsorte. Dazu erwartete uns ein reich gedeckter Tisch mit regionalen Spezialitäten: frisches Brot, Pita, Käse, Wurst und Oliven. Alles war liebevoll von der Familie vorbereitet worden und machte die Weinverkostung zu einem richtig geselligen Erlebnis.

Zum Abschluss machten wir noch eine kleine Fahrt durch Podgorica bis zum Auferstehungstempel. Die orthodoxe Kathedrale beeindruckt vor allem durch ihre Größe, die aufwendig gestaltete Fassade und die prächtigen Fresken und Mosaike im Inneren.


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