Island – Naturparadies im Atlantik
Reisebericht: 25.06. – 04.07.2026
Vor uns liegen 10 abwechslungsreiche Tage voller beeindruckender Naturerlebnisse. Gemeinsam entdecken wir die Insel aus Feuer und Eis mit ihren Vulkanen, Gletschern und Wasserfällen.
Ein Reisebericht von
Monika Cortese
Anreise nach Island
Bei hochsommerlicher Hitze weit über 30 Grad traf ich einen Großteil unserer Reisegruppe am Flughafen Berlin. Nach einem pünktlichen Flug erreichten wir am Nachmittag Island, wo uns deutlich niedrigere Temperaturen erwarteten. Bei 12 Grad, Wind und gelegentlichen Sonnenstrahlen waren viele über die frische, angenehme Luft nach den heißen Tagen in Deutschland durchaus froh.
Bereits auf der Fahrt nach Reykjavík zeigte sich ein erster Eindruck der isländischen Landschaft. Besonders auffällig waren die zahlreichen violett blühenden Lupinen, die derzeit weite Flächen der Insel bedecken. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Pflanzen wurden in Island eingeführt, um die Erosion der oft kargen Vulkanböden einzudämmen und die Begrünung zu fördern.
Nach dem Check-in im Hotel schlossen sich uns auch die drei Reiseteilnehmer an, die von Frankfurt aus nach Island geflogen waren. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Restaurant. Beim ersten gemeinsamen Abend bot sich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die ersten Kontakte innerhalb der Gruppe zu knüpfen.
Goldener Kreis – Islands Natur hautnah erleben
Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg zum berühmten Goldenen Kreis. Schon kurz hinter Reykjavík zeigte sich, wie schnell man in Island mitten in der Natur ist. Weite Lavafelder, moosbedeckte Hügel und immer wieder aufsteigender Dampf aus heißen Quellen begleiteten unsere Fahrt. Reiseleiterin Thora erzählte unterwegs viel Wissenswertes über das Leben auf der Vulkaninsel. Auf die häufig gestellte Frage, ob die Isländer Angst vor den Vulkanen hätten, lautet ihre Antwort ganz gelassen: „Man lernt, damit zu leben.“
Ein erster Höhepunkt des Tages war der beeindruckende Gullfoss. Tosend stürzt das Wasser des Gletscherflusses in zwei gewaltigen Stufen insgesamt 32 Meter tief in eine enge Schlucht. Je nach Sonnenstand schimmert die Gischt in den unterschiedlichsten Farben.
Nicht weniger faszinierend war anschließend das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem berühmten Strokkur. Mehrfach schoss die heiße Quelle ihre Wasserfontäne viele Meter hoch in den Himmel. Anfangs waren wir mit Schauen und Fotografieren noch etwas zu langsam, doch schon bald hatten alle den richtigen Moment erwischt und konnten das beeindruckende Naturschauspiel festhalten.
Am Nachmittag erreichten wir den Þingvellir-Nationalpark. Hier treffen die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aufeinander und formen eine beeindruckende Grabenlandschaft. Bei unserem Spaziergang durch die bis zu 40 Meter hohe Almannagjá erfuhren wir außerdem viel über die Geschichte Islands, denn hier wurde bereits im Jahr 930 das älteste noch bestehende Parlament der Welt gegründet.
Sonne, Wind und kurze Regenschauer wechselten sich im Laufe des Tages immer wieder ab – ein Wetter, wie es für Island kaum typischer sein könnte.
Zurück in Reykjavík besuchten wir noch die markante Hallgrímskirkja. Einige sind mit dem Fahrstuhl den Kirchturm hochgefahren, um den weiten Blick über die isländische Hauptstadt zu genießen. Vor der Kirche erinnert eine Statue an Leifur Eiríksson, der lange vor Christoph Kolumbus Nordamerika erreicht haben soll.
Nach dem gemeinsamen Abendessen nutzten viele noch die Gelegenheit, mich bei einem Spaziergang durch die Innenstadt zu begleiten. Unser Weg führte uns zunächst über die Laugavegur, die lebendige Einkaufsstraße Reykjavíks mit ihren kleinen Geschäften, Boutiquen und Souvenirläden, bis zur beeindruckenden Konzerthalle Harpa. Anschließend ging es entlang der Uferpromenade vorbei an der bekannten Skulptur Sun Voyager zurück zum Hotel – ein schöner Ausklang eines erlebnisreichen Tages.
Halbinsel Snæfellsnes – Island im Kleinformat
Heute führte uns unsere Reise auf die Halbinsel Snæfellsnes, die aufgrund ihrer landschaftlichen Vielfalt auch als „Island im Kleinformat“ bezeichnet wird. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner typisch isländischen Seite: Wind, Regenschauer und tief hängende Wolken sorgten für eine ganz besondere Stimmung.
Schon unterwegs erzählte uns Reiseleiterin Thora über das Leben auf Island sowie über die Sagenwelt der Insel. An Trolle glaubt heute kaum noch jemand, Elfen hingegen spielen für viele Isländer bis heute eine besondere Rolle. So werden Straßen teilweise sogar um sogenannte Elfenfelsen herum gebaut, um ihre verborgenen Bewohner nicht zu stören.
Ein erster Höhepunkt war der markante Kirkjufell, der mit seiner nahezu perfekten Form als meistfotografierter Berg Islands gilt. Gemeinsam mit dem davor liegenden Wasserfall Kirkjufellsfoss bot sich ein beeindruckendes Fotomotiv, das vielen auch aus der Fernsehserie Game of Thrones bekannt ist.
Je weiter wir die Küste entlangfuhren, desto rauer zeigte sich die Landschaft. Schroffe Lavafelder, steile Klippen und die mächtigen Basaltfelsen von Lóndrangar bestimmten das Bild. Der kräftige Wind ließ uns dabei erahnen, welchen Naturgewalten diese Küste ausgesetzt ist. Immer wieder entdeckten wir unterwegs auch Schafe, Islandpferde sowie Austernfischer und Küstenseeschwalben.
Ein weiterer Stopp führte uns zur riesigen Steinskulptur des Halbtrolls Bárður Snæfellsás. Der Legende nach gilt er als Schutzgeist der Halbinsel und zählt zu den bekanntesten Gestalten der isländischen Sagenwelt.
Am Abend erreichten wir unser Hotel in Borgarnes. Unterwegs hatte uns Thora bereits von der Besiedlung Islands und der berühmten Egils Saga erzählt. Ihr Held Egill Skallagrímsson wuchs in dieser Region auf, weshalb Borgarnes bis heute eng mit der Geschichte der frühen Siedler verbunden ist.
Nach dem gemeinsamen Abendessen machte sich ein Teil der Gruppe trotz des Regens noch auf einen Spaziergang durch den Ort. Unser Weg führte uns unter anderem in den kleinen Park Skallagrímsgarður, der eine wichtige Rolle in der Egils Saga spielt und in dem sich der Grabhügel von Egills Vater Skallagrímur befinden soll. Auch die Skulptur des Sagahelden erinnerte an die enge Verbindung Borgarnes' mit einer der bedeutendsten isländischen Sagen. So klang ein abwechslungsreicher Tag mit vielen landschaftlichen und kulturellen Eindrücken aus.
Nordisland: Vulkan Grábrók – Islandpferde – Akureyri
Nach einer erholsamen Nacht in Borgarnes setzten wir unsere Reise in Richtung Nordisland fort. Gleich am Vormittag stand die Wanderung auf den Vulkankrater Grábrók auf dem Programm. Über gut ausgebaute Holztreppen erreichten wir den Kraterrand. Oben erwartete uns eine fantastische Aussicht über die weite Lavalandschaft – allerdings auch extrem kräftige Windböen, die manchen von uns ganz schön ins Wanken brachten.
Als kleine Überraschung gab es anschließend für alle noch eine kleine Zimtschnecke – genau die richtige Stärkung für die Weiterfahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft Nordislands.
Unterwegs erzählte uns Thora erneut Spannendes über die isländische Sagenwelt. Viele der alten Geschichten werden bis heute von Generation zu Generation weitergegeben und gehören fest zur Kultur des Landes. Besonders eindrucksvoll war ein altes isländisches Lied, das Thora zunächst in ihrer Muttersprache vorsang und anschließend für uns übersetzte. Es erzählte von einem jungen Reiter, der den Elfen begegnet. Solche Geschichten gehören bis heute fest zur isländischen Kultur und werden vielerorts weitererzählt.
Am Nachmittag besuchten wir einen Pferdehof, auf dem wir viel Wissenswertes über die robusten Islandpferde erfuhren. Besonders interessant war der Tölt – eine ausschließlich bei Islandpferden vorkommende Gangart, die nahezu erschütterungsfrei ist und deshalb als besonders angenehm gilt. Anschließend unternahm ein Teil unserer Gruppe einen Ausritt durch die herrliche Natur entlang eines Flusses. Für viele war dies ein ganz besonderes Erlebnis und einer der Höhepunkte des Tages.
Am Abend erreichten wir Akureyri, die „Hauptstadt des Nordens“. Bereits die Fahrt dorthin war ein Genuss: Bei viel Sonnenschein, nur wenigen Wolken und herrlichen Ausblicken auf Berge, Täler und Fjorde zeigte sich Nordisland von seiner schönsten Seite. Nach dem gemeinsamen Abendessen bezogen wir unsere Zimmer in traumhafter Lage oberhalb des Eyjafjörður. Der Blick über den Fjord und die umliegende Bergwelt bildete den perfekten Abschluss eines rundum gelungenen Tages. Da es zu dieser Jahreszeit kaum dunkel wird, nutzten viele die langen Abendstunden noch für einen Spaziergang oder genossen einfach die beeindruckende Aussicht.
Nordostisland: Dettifoss – Húsavík – Walbeobachtung
Der Tag begann mit einem echten Wechselspiel des isländischen Wetters. Während uns bei der Abfahrt aus Akureyri noch die Sonne begleitete, wurde es auf dem Weg in den Nordosten deutlich kühler. Am Dettifoss angekommen, zeigte sich Island schließlich von seiner rauen Seite: Wind, Regen und die gewaltigen Wassermassen des wasserreichsten Wasserfalls Europas sorgten für ein beeindruckendes Naturschauspiel. Wir nutzten auch die Gelegenheit, den nur wenige Gehminuten entfernten Selfoss zu besuchen.
Anschließend erreichten wir das malerische Hafenstädtchen Húsavík, das als Walbeobachtungshauptstadt Islands gilt. Ein Teil unserer Gruppe entschied sich für eine Bootstour in die Skjálfandi-Bucht, während die anderen die Zeit nutzten, durch den Ort zu bummeln oder das Walmuseum zu besuchen.
Nach einer etwa einstündigen Fahrt hinaus aufs Meer begann die eigentliche Walbeobachtung. Während die Crew viel Wissenswertes über die Wale rund um Island erklärte, konnten wir zunächst mehrere Papageientaucher beobachten, die auf der Wasseroberfläche trieben und mit ihrem bunten Schnabel zu den bekanntesten Seevögeln Islands gehören. Die nährstoffreichen Gewässer rund um Island bieten ideale Lebensbedingungen für zahlreiche Walarten – entsprechend groß sind hier die Chancen auf eindrucksvolle Begegnungen. Tatsächlich ließen sich schon bald mehrere Buckelwale blicken. Immer wieder tauchten sie in der Nähe unseres Bootes auf und zeigten beim Abtauchen ihre imposante Schwanzfluke – ein unvergesslicher Moment für alle an Bord.
Am späten Nachmittag traf sich die Gruppe wieder in Húsavík. Während die einen begeistert von der Walbeobachtung zurückkehrten, hatten die anderen den charmanten Ort in aller Ruhe erkundet. Gemeinsam machten wir uns anschließend auf den Rückweg nach Akureyri, wo wir den erlebnisreichen Tag beim gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklingen ließen.
Nordostisland: Wasserfälle, Lavawelten und heiße Quellen
Island zeigte sich heute von seiner allerschönsten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und angenehmen Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad genossen wir einen echten Sommertag. Unser erster Halt war der Goðafoss, der „Wasserfall der Götter“. Der Name erinnert an das Jahr 1000, als Island das Christentum annahm und der Überlieferung nach heidnische Götterfiguren in den Wasserfall geworfen wurden. Über den tosenden Wassermassen spannte sich sogar ein Regenbogen – ein wunderschönes Fotomotiv, das viele von uns festhielten.
Anschließend erkundeten wir das faszinierende Lavafeld von Dimmuborgir. Zwischen bizarren Felstürmen, kleinen Höhlen und den ersten blühenden Exemplaren der isländischen Nationalblume, dem weißen Silberwurz, erzählte uns Thora von den Sagen rund um die Trolle und die 13 isländischen Weihnachtsgesellen, den „Yule Lads“, die der Legende nach hier ihre Heimat haben. Die außergewöhnlichen Felsformationen entstanden vor Jahrtausenden, als heiße Lava über ein Feuchtgebiet floss und der aufsteigende Wasserdampf die heute sichtbaren Gebilde formte.
Ein ganz anderes Naturerlebnis erwartete uns anschließend im Hochtemperaturgebiet Námaskarð. Zwischen dampfenden Erdspalten, blubbernden Schlammtöpfen und dem intensiven Geruch nach Schwefel fühlte man sich fast wie auf einer anderen Welt. Die vulkanischen Kräfte Islands wurden hier auf eindrucksvolle Weise sichtbar.
Am Nachmittag spazierten wir durch die hufeisenförmige Ásbyrgi-Schlucht, deren steile Felswände und üppige Vegetation im Sonnenlicht besonders eindrucksvoll wirkten. Der Sage nach entstand sie durch den Hufabdruck von Odins achtbeinigem Pferd Sleipnir, während Geologen ihre Entstehung auf gewaltige Gletscherfluten zurückführen.
Auf der Weiterfahrt begleiteten uns herrliche Ausblicke über die weite Landschaft Ostislands. Besonders eindrucksvoll war ein schneebedeckter Tafelberg, der sich vor dem blauen Himmel majestätisch abhob.
Zum Abschluss des Tages stand für viele noch ein Besuch der Vök Baths auf dem Programm. Die modernen, teilweise auf dem See schwimmenden Thermalbecken luden zum Entspannen ein. Besonders viel Spaß machte der Sprung in das nur etwa 13 Grad kalte Wasser des Sees, bevor es anschließend zurück in die bis zu 41 Grad warmen Becken ging. Ein herrlicher Ausklang eines rundum gelungenen Tages, bevor wir am Abend unser Hotel in Egilsstaðir erreichten.
Entlang der wilden Ostküste Islands
Bei unserer Abfahrt aus Egilsstaðir zeigte sich der Tag wieder von seiner freundlichen Seite. Sonnenschein und fast blauer Himmel begleiteten uns auf den ersten Kilometern entlang der Ostfjorde. Unterwegs erzählte uns Thora vom Leben in den langen, dunklen Wintern Islands und von den Bräuchen rund um Mittsommer, Weihnachten und den Jahreswechsel. Auch die Sage vom Lagarfljótsormurinn, dem sagenumwobenen „Wurm“ im Lagarfljót, durfte dabei nicht fehlen. Der Legende nach legte einst ein Mädchen einen Goldring zu einem kleinen Wurm, damit sich das Gold vermehre. Doch statt des Goldes wuchs der Wurm zu einem riesigen Ungeheuer heran und lebt der Überlieferung nach bis heute im See. Noch immer wollen manche Einheimische seinen Rücken aus dem Wasser auftauchen gesehen haben.
Unsere Fahrt führte durch die ältesten Gesteinsformationen Islands. Die bis zu 16 Millionen Jahre alten Basaltberge, tief eingeschnittenen Fjorde, Wasserfälle und Schluchten boten immer wieder beeindruckende Ausblicke und zahlreiche Fotomotive.
Ein besonderer Stopp war Petras Steinsammlung in Stöðvarfjörður. Mit großer Leidenschaft trug Petra Sveinsdóttir über viele Jahrzehnte Mineralien und Gesteine aus ganz Island zusammen und gestaltete rund um ihr Wohnhaus einen liebevoll angelegten Garten mit unzähligen Steinen in den verschiedensten Farben und Formen. Anfangs wurde ihre außergewöhnliche Sammelleidenschaft von vielen im Ort eher belächelt. Petra ließ sich davon jedoch nicht beirren und widmete sich unbeirrt ihrem Hobby. Heute zählt ihre Sammlung zu den bekanntesten privaten Mineraliensammlungen und begeisterte auch unsere Gruppe. Anschließend besuchten wir den Wasserfall Nykurhylsfoss, dessen Wassermassen eindrucksvoll in eine enge Schlucht stürzen.
Zur Mittagspause erreichten wir das kleine Fischerstädtchen Djúpivogur. Viele nutzten die Zeit für einen Bummel oder stärkten sich mit einem frisch zubereiteten Lachsbrötchen. Vorbei an den bekannten Steineiern „Eggin í Gleðivík“ führte unsere Reise weiter bis zum Leuchtturm von Hvalnes. Trotz des kräftigen Windes zog es viele noch hinunter an den schwarzen Kiesstrand, wo die Brandung mit voller Wucht auf die Küste traf.
Am Nachmittag verdichteten sich die Wolken zunehmend, und der Vatnajökull blieb leider vollständig verborgen. Stattdessen besuchten wir die Touristeninformation, in der ein eindrucksvoller Film zeigte, mit wie viel Verbundenheit die Menschen hier ihre Heimat und die einzigartige Natur Islands beschreiben.
Danach erreichten wir schließlich unser Hotel bei Höfn. Hinter uns lag ein Tag voller beeindruckender Küstenlandschaften, geologischer Besonderheiten und spannender isländischer Geschichten.
Südisland: Jökulsárlón – Svartifoss – Vík
Nach dem Frühstück setzten wir unsere Reise entlang der Südküste Islands fort. Der Tag begann mit Sonnenschein und herrlicher Sicht auf die mächtigen Gletscher des Vatnajökull. Nachdem sie uns am Vortag noch hinter dichten Wolken verborgen geblieben waren, freuten wir uns heute umso mehr über die beeindruckenden Ausblicke. Unterwegs erzählte uns Thora viel Wissenswertes über den größten Gletscher Europas sowie über den verheerenden Gletscherlauf von 1996, der Brücken und Teile der Ringstraße zerstörte und eindrucksvoll zeigte, welche gewaltigen Kräfte hier wirken können. In der Ferne erhob sich außerdem der Hvannadalshnúkur, mit 2.110 Metern der höchste Berg Islands.
Ein erster Höhepunkt war der Diamond Beach. Auf dem schwarzen Lavastrand lagen zahlreiche Eisblöcke, die sich vom nahegelegenen Gletscher gelöst hatten und in den unterschiedlichsten Blautönen glitzerten. Dieses einmalige Naturschauspiel wurde natürlich ausgiebig fotografiert.
Anschließend stand die Amphibienbootfahrt auf der berühmten Jökulsárlón auf dem Programm. Zwischen den gewaltigen Eisbergen fuhren wir ganz nah an die beeindruckenden Eismassen heran. Der kräftige Wind sorgte dabei für echtes Island-Feeling und ließ einige von uns sogar ein wenig nass werden. Umso beeindruckender war die besondere Stimmung auf der Lagune, die durch abbrechende Gletscherzungen ständig wächst und heute zu den bekanntesten Naturwundern Islands zählt.
Am Nachmittag besuchten wir den Nationalpark Skaftafell. Ein Großteil unserer Gruppe entschied sich für die Wanderung zum Svartifoss. Es waren mittlerweile immer mehr graue Wolken aufgezogen, doch bis zum Ende der Wanderung blieb es trocken. Der Wasserfall ist vor allem wegen seiner markanten Basaltsäulen bekannt, die wie eine riesige Orgelpfeifenwand wirken und zu den schönsten geologischen Formationen Islands zählen. Die übrigen Gäste unternahmen einen gemütlichen Spaziergang in Richtung einer Gletscherzunge und genossen die beeindruckende Natur auf ihre Weise.
Auf der Weiterfahrt durchquerten wir das gewaltige Lavafeld Eldhraun, das nach einem der größten Vulkanausbrüche der Erdgeschichte im 18. Jahrhundert entstand. Die endlosen, dicht mit Moos bewachsenen Lavaflächen vermittelten einmal mehr den Eindruck einer nahezu unberührten Landschaft.
Am Abend kehrten wir zunächst zu einem besonders leckeren Abendbuffet ein. Eine große Auswahl an Vorspeisen, verschiedenen Hauptgerichten und köstlichen Desserts ließ keine Wünsche offen und kam bei allen hervorragend an. Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel in Vík und bezogen unsere Zimmer. Obwohl es leicht nieselte, nutzten viele die hellen Abendstunden noch für einen Spaziergang am berühmten schwarzen Strand. Von dort bot sich ein beeindruckender Blick auf die Reynisdrangar, die berühmten Felsnadeln vor der Küste von Vík. Einer isländischen Sage nach handelt es sich dabei um Trolle, die beim Versuch, ein Schiff an Land zu ziehen, vom ersten Sonnenlicht überrascht wurden und zu Stein erstarrten. So ging ein weiterer unvergesslicher Tag voller beeindruckender Naturerlebnisse zu Ende.
Südisland: Dyrhólaey – Skógar – Wasserfälle – Reykjavík
Unser letzter Reisetag auf Island begrüßte uns mit herrlichem Wetter, viel Sonnenschein und bester Sicht. Am Morgen nutzten wir noch die Gelegenheit für einen kurzen Stopp am schwarzen Strand von Vík, bevor wir weiter zur Dyrhólaey fuhren. Von den steilen Klippen bot sich ein beeindruckender Blick auf die Südküste mit dem schwarzen Lavastrand und den markanten Reynisdrangar, diesmal von der anderen Seite. Mit etwas Glück konnten wir außerdem einige Papageientaucher beobachten, die nur während der Brutzeit an Land kommen und den größten Teil ihres Lebens auf dem offenen Meer verbringen.
Anschließend besuchten wir das Skógar-Museum. Während einer interessanten Führung erhielten wir spannende Einblicke in das Leben der Isländer vergangener Jahrhunderte. Besonders die historischen Torfhäuser und die liebevoll zusammengetragenen Alltagsgegenstände vermittelten einen guten Eindruck davon, unter welchen Bedingungen die Menschen früher lebten.
Nur wenige Minuten entfernt beeindruckte uns anschließend der mächtige Skógafoss, dessen Wassermassen rund 60 Meter in die Tiefe stürzen. Einige wenige unserer Gruppe ließen es sich nicht nehmen, die zahlreichen Stufen bis zur Aussichtsplattform zu erklimmen. Der Aufstieg wurde mit einem herrlichen Blick über den Wasserfall, einem leuchtenden Regenbogen und einer beeindruckenden Aussicht über die weite Landschaft belohnt.
Ein weiterer Höhepunkt war der Seljalandsfoss. Viele wagten den besonderen Spaziergang hinter den Wasserfall und wurden dabei zwar ordentlich nass, erlebten den Wasserfall dafür aber aus einer ganz besonderen Perspektive.
Am Nachmittag erreichten wir schließlich wieder Reykjavík. Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, durch die isländische Hauptstadt zu bummeln und letzte Souvenirs einzukaufen.
Beim gemeinsamen Abendessen ließen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Hinter uns lagen knapp 3.000 gefahrene Kilometer in neun erlebnisreichen Tagen voller beeindruckender Landschaften, Wasserfälle, Gletscher, Vulkane und Geschichten über Trolle und Elfen. Da am nächsten Morgen bereits früh der Rückflug anstand, hieß es anschließend Koffer packen und den letzten Abend auf Island gemütlich ausklingen lassen.
Rückreise: Abschied von Island
Bereits in den frühen Morgenstunden hieß es Abschied nehmen. Nach einer kurzen Nacht standen ab 3:45 Uhr Frühstücksboxen und Kaffee bereit, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen Keflavík machten.
Sowohl der Flug nach Frankfurt als auch der nach Berlin verlief pünktlich, sodass alle ihre Heimreise wie geplant antreten konnten.
So ging eine abwechslungsreiche und eindrucksvolle Reise zu Ende. Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander und traten mit vielen unvergesslichen Eindrücken die Heimreise an.
Mit der pünktlichen Ankunft in Deutschland endete unsere gemeinsame Rundreise durch Island. Vielen herzlichen Dank an alle für die schöne gemeinsame Zeit, die vielen netten Gespräche und das harmonische Miteinander. Diese Reise wird sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Auf ein Wiedersehen!
Eure Monika
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