Rundreise Holland – die Niederlande intensiv erleben
Reisebericht: 06.09. – 12.09.2026
Wir Entdeckten den herzlichen Charme der Niederlande, der weit über Käse, Tulpen und Windmühlen hinausgeht. Zum Beispiel lockte Amsterdam mit einer bunten Mischung an Kulturen & "Radlern"!
Ein Reisebericht von
Renate Grafe
Anreise nach Mijdrecht
Bei perfektem Reisewetter starteten wir am Morgen am Flughafen Dresden und nahmen unterwegs in Chemnitz und Jena weitere Reisegäste auf. In Neudietendorf stieg schließlich unser letzter Reisegast zu – damit war unsere Reisegruppe komplett und wir konnten entspannt Richtung Niederlande weiterfahren.
Unsere Route führte uns über Gera, Bad Hersfeld und Kassel, anschließend durch das Ruhrgebiet und weiter Richtung niederländische Grenze bei Emmerich. Über Arnheim, Utrecht und Amsterdam ging es auf niederländischen Autobahnen weiter zu unserem Ziel. Während der Fahrt erfuhren unsere Gäste bereits einiges über die Niederlande – über das flache Land, Polder und Wasser, die Bedeutung der großen Häfen, die charakteristischen Windmühlen und natürlich über die Besonderheiten unseres Reiselandes. So verging die lange Anreise angenehm und kurzweilig.
Gegen 18:20 Uhr erreichten wir schließlich unser Hotel Mijdrecht Marickenland in Mijdrecht. Drei Gäste waren individuell angereist; zwei von ihnen konnten wir bereits begrüßen, eine weitere Dame trafen wir zum gemeinsamen Abendessen.
Das Hotel machte gleich einen angenehmen ersten Eindruck. Für unsere Eberhardt-Reisegruppe war ein eigener, hübscher Speisesaal mit runden Tischen vorbereitet – eine schöne Voraussetzung für die kommenden gemeinsamen Abende. Zimmer und Abendessen waren sehr gut, sodass wir nach der langen, aber ausgesprochen entspannten Busfahrt zufrieden im Hotel ankamen.
Später trafen wir uns noch einmal gemütlich im Gastraum und ließen den ersten Reisetag in angenehmer Runde ausklingen.
Woerden, Den Haag und Delft
Nach einem guten Frühstück starteten wir heute zu unserem ersten Ausflugstag und fuhren zunächst in das historische Städtchen Woerden.
Gegen 10:00 Uhr stiegen wir an der Rijnkade aus und gingen gemeinsam zum Käselagerhaus. Dort erwartete uns bereits ein interessanter Einblick in die traditionelle Lagerung und Reifung des niederländischen Käses. Natürlich durfte auch eine Kostprobe nicht fehlen, die in dem kleinen angeschlossenen Laden verteilt wurde. So konnten wir nicht nur sehen, wo der Käse reift, sondern ihn auch gleich probieren.
Anschließend kam unser Guide für die Mühlenbesichtigung direkt zum Käselager und gemeinsam machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur De Windhond, der historischen Getreidemühle von Woerden. Der kleine Spaziergang durch die Stadt wurde dabei gleich mit interessanten Informationen über Woerden verbunden. Die Führung war ausgesprochen gut und vermittelte uns anschaulich Geschichte und Besonderheiten der Stadt.
Um 12:05 Uhr ging es wieder zurück zum Bus und weiter nach Den Haag.
Gegen 13:00 Uhr erreichten wir die niederländische Regierungs- und Königsstadt. Unser Busparkplatz an der Academiewar allerdings ziemlich voll, sodass das Ein- und Aussteigen etwas Aufmerksamkeit erforderte. Dort wartete bereits unsere örtliche Reiseleiterin Linda, die uns Den Haag auf sehr unterhaltsame und informative Weise näherbrachte.
Während des Rundgangs lernten wir die verschiedenen Gesichter der Stadt kennen: Politik und Regierung, Königshaus, historische Gebäude und das moderne Den Haag. Besonders interessant war dabei die Bedeutung der Stadt als politisches Zentrum der Niederlande – denn obwohl Amsterdam die Hauptstadt des Landes ist, befinden sich Regierung, Parlament und zahlreiche staatliche Institutionen in Den Haag. Linda brachte uns die Stadt mit vielen Informationen und Geschichten näher, so dass die Führung für unsere Gruppe sehr kurzweilig war.
Am Nachmittag ging es weiter nach Delft. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir Royal Delft, die berühmte Manufaktur des Delfter Blaus. Der Besuch war ausgesprochen interessant: Wir erhielten Einblicke in die Geschichte dieser besonderen Keramiktradition und konnten sehen, wie die bekannten blau-weißen Stücke hergestellt und bemalt werden. Besonders schön war natürlich, einmal hinter die Kulissen dieser traditionsreichen Manufaktur schauen zu können.
Anschließend fuhren wir weiter in die Delfter Altstadt. Nur sechs Gäste besuchten Royal Delft, während die übrigen Reisegäste bereits Freizeit in Delft genießen konnten. Für den Bus wurde der Parkplatz am Hotel Delft Centre genutzt.
Nun blieb Zeit, die hübsche historische Altstadt individuell zu erkunden und natürlich auch irgendwo gemütlich einzukehren. Abendessen war heute individuell, so dass jeder den Abend ganz nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten konnte.
Gegen 19:30 Uhr trafen wir uns wieder am Busparkplatz am Hotel Delft Centre und traten die Rückfahrt nach Mijdrecht an. Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder im Hotel.
Ein abwechslungsreicher Tag lag hinter uns – vom niederländischen Käse über die Regierungshauptstadt Den Haag bis zum berühmten Delfter Blau. Den Tag beschlossen wir in gemütlicher Runde in der Hotel Lobby.
Amsterdam – Grachtenfahrt – Van–Gogh–Museum & das Rijksmuseum
Heute führte uns unser Ausflug in die wohl bekannteste Stadt der Niederlande: Amsterdam. Nach der Fahrt von Mijdrecht erreichten wir die Stadt und trafen dort unsere örtliche Reiseleiterin Mathilde, die uns bei einem rund zweistündigen Rundgang die vielen unterschiedlichen Seiten Amsterdams zeigte.
Zu Fuß ging es durch das historische Zentrum mit seinen alten Kirchen, prächtigen Giebelhäusern und den für Amsterdam so typischen Grachten. Natürlich durfte dabei auch der Dam mit dem Königlichen Palast nicht fehlen. Mathilde erzählte uns viel über die Geschichte der Stadt, den Handel und das Leben an den Grachten und machte uns mit zahlreichen Besonderheiten der niederländischen Metropole bekannt. So wurde aus einem einfachen Stadtspaziergang eine sehr interessante Entdeckungsreise.
Unser Rundgang endete an der Stadhouderskade, wo bereits das Blue Boat auf uns wartete. Um 12:15 Uhr begann unsere Grachtenfahrt – und damit wechselten wir die Perspektive.
Vom Wasser aus zeigte sich Amsterdam noch einmal von einer ganz anderen Seite. Wir glitten vorbei an den zahlreichen Hausbooten, prachtvollen Patrizierhäusern und unzähligen Brücken und konnten die besondere Atmosphäre der Stadt ganz entspannt genießen. Gerade vom Wasser aus wurde deutlich, wie eng Amsterdam mit seinen Grachten verbunden ist und wie sehr sie das Stadtbild prägen.
Nach der Grachtenfahrt begann unsere freie Zeit. Nun konnte jeder selbst entscheiden, wie er den Nachmittag gestalten wollte. Einige nutzten die Gelegenheit zum Bummeln und Erkunden der Innenstadt, andere interessierten sich für die weltbekannten Museen.
Besonders beliebt waren dabei das Van-Gogh-Museum und das Rijksmuseum, in dem unter anderem berühmte Werke von Rembrandt zu sehen sind. So konnte jeder Amsterdam ganz nach seinen eigenen Interessen erleben.
Auch das Abendessen war individuell, sodass der Nachmittag und Abend flexibel gestaltet werden konnten.
Am Ende eines abwechslungsreichen Tages ging es wieder zurück nach Mijdrecht. Amsterdam hatte uns heute gleich zweimal seine schönsten Seiten gezeigt – zu Fuß und vom Wasser aus.
Nach einem erlebnisreichen Tag in Amsterdam fuhren wir zum Hotel zurück und wer noch Lust auf einen kleinen Schwatzt hatte traf sich in der Hotellobby. Dort ließen wir den Tag bei einem gemütlichen gemeinsamen Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Wieder ein schöner Reisetag ging zu Ende – mit vielen Eindrücken von Amsterdam, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Rotterdam und Kinderdijk
Heute stand zunächst Rotterdam auf unserem Programm. Gegen 10:00 Uhr starteten wir zu einer Hafenrundfahrt und konnten die beeindruckende Dimension des Rotterdamer Hafens einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Zwischen großen Schiffen, Hafenanlagen und den vielfältigen Umschlagplätzen wurde deutlich, welche enorme Bedeutung Rotterdam als einer der wichtigsten Häfen Europas hat.
Gegen 13:00 Uhr ging es weiter nach Kinderdijk, wo uns die berühmten niederländischen Windmühlen erwarteten. Leider meinte es das Wetter nicht ganz so gut mit uns und es regnete immer wieder kräftig. Zunächst sahen wir einen kurzen Film von etwa sieben Minuten, bevor es direkt weiter zum Boot ging.
Eine eigene Führung auf dem Boot gab es diesmal leider nicht. Der Bootsführer beantwortete zwar auf Nachfrage Fragen und erzählte einiges über die Geschichte und Funktion der Mühlen, allerdings konnten nur die Gäste, die draußen standen, seine Erklärungen gut verstehen.
Nach der Bootsfahrt besichtigten wir die Museumsmühle. Dieser Besuch war besonders schön, denn hier wurde sehr anschaulich gezeigt, wie die Menschen früher in einer solchen Mühle lebten. Alte Möbel, ein Kinderstuhl, Schlafplätze und viele kleine Details vermittelten einen sehr persönlichen Eindruck vom früheren Alltag. Gerade diese liebevolle Darstellung machte den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Danach ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt – und inzwischen hatte der Regen noch einmal richtig zugelegt. Im Souvenirladen bestand die Möglichkeit, sich bei Kaffee und einem kleinen Imbiss aufzuwärmen. Einige Gäste nutzten außerdem noch die Gelegenheit, die Pumpanlage anzuschauen.
Natürlich durfte auch die Geschichte von der Katze und den Kinderkörbchen nicht fehlen, die wir während unserer Vorbereitung über Kinderdijk kennengelernt hatten. Und tatsächlich: Am Ausgang konnten wir das entsprechende Körbchen mit der Katze entdecken – ein kleines Detail, das bei unseren Gästen für einiges Schmunzeln sorgte.
Gegen 17:50 Uhr trafen wir uns wieder am Bus und fuhren zurück zum Hotel. Nach dem gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag noch gemütlich in der Lobby ausklingen – mit Hauswein oder Bier und vor allem mit guter Unterhaltung in geselliger Runde.
Amersfoort und Paleis Het Loo
Heute führte uns unsere Reise zunächst nach Amersfoort, einer der schönsten und besonders gut erhaltenen historischen Städte der Niederlande.
Bereits im Bus verteilte ich Stadtpläne, auf denen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten eingezeichnet waren. Viele unsere Gäste wollten die Stadt lieber individuell erkunden. So konnte jeder seinen eigenen Rundgang gestalten.
Einige Gäste machten sich gemeinsam mit mir auf den Weg und wir starteten am Lieve-Vrouwekerkhof. Von dort erkundeten wir die historische Altstadt mit ihren alten Stadtmauern, Stadttoren und den vielen hübschen Häusern und Gassen. Natürlich durfte auch die berühmte Amersfoortse Kei, der große Findling und Wahrzeichen der Stadt, nicht fehlen. Amersfoort zeigte sich dabei von seiner allerbesten Seite: mittelalterliche Mauern, kleine Gassen, historische Häuser und die besonderen Stadttore machten den Rundgang zu einem richtig schönen Erlebnis. Anschließend fuhren wir weiter zum Paleis Het Loo. Dort erkundeten wir das ehemalige königliche Schloss mit einem Audio-Guide. Neben den historischen Räumen beeindruckten vor allem die zahlreichen kostbaren Ausstattungsstücke, Möbel und Gemälde.
Das eigentliche Highlight des Besuchs war für viele jedoch die wunderschöne Gartenanlage. Die streng symmetrisch angelegten barocken Gärten, kunstvollen Beete und beeindruckenden Brunnen vermittelten einen guten Eindruck davon, wie prachtvoll die königliche Sommerresidenz einst gestaltet war. Trotz der wechselhaften Wetterlage blieb es glücklicherweise trocken, sodass wir die Gartenanlage in aller Ruhe genießen konnten.
Auch für eine kleine Stärkung war Gelegenheit.
Gegen 16:30 Uhr traten wir die Rückfahrt zum Hotel an. Nach dem Abendessen trafen wir uns noch einmal zu einer gemütlichen Runde. Zwar waren diesmal nicht alle Gäste dabei, aber auch dieser Abend klang in entspannter Atmosphäre aus.
Alkmaar– Käsemarkt
Unser letzter großer Ausflugstag führte uns zunächst nach Alkmaar, wo der berühmte Käsemarkt auf dem Programm stand.
Vom Busausstieg waren es nur etwa zehn Minuten zu Fuß bis zum Markt. Schon unterwegs begegneten uns die ersten Verkaufsstände und wir kamen an der imposanten Sint-Laurenskerk vorbei. Je näher wir dem Waagplein kamen, desto mehr wurde deutlich, dass heute alles im Zeichen des Käses stand.
Die historischen Häuser, kleinen Brücken und Grachten entlang unseres Weges machten bereits den Spaziergang zum Käsemarkt zu einem Erlebnis. Auf dem Waagplein konnten wir dann das traditionelle Käsespektakel erleben: die Käseträger in ihren weißen Anzügen, die großen runden Laibe, das Wiegen und natürlich das traditionelle Handeln und Feilschen um den Preis.
Nach diesem typisch niederländischen Erlebnis ging es weiter nach Gouda.
Hier besuchten wir die Kamphuisen Siroopwafelfabriek. Zunächst erhielten wir in einem kurzen Film einige Informationen über die Geschichte der berühmten niederländischen Siroopwafel. Anschließend konnten wir einen kurzen Blick in die Herstellung werfen und verkosten, bevor wir uns bei Kaffee und Kuchen stärken durften. Ein kleines Andenken zum Abschied -Keksdose mit typischen niederländischen Windmühlenmotiven, gefüllt mit Siroopwafel wird eventuell zur Weihnachtszeit mit selbst gebackenen Keksen wieder Erinnerungen hervorrufen.
Danach blieb noch Zeit für einen individuellen Bummel durch Gouda. Die hübsche historische Stadt mit ihren alten Häusern, Grachten und gemütlichen Straßen lud geradezu dazu ein, noch ein wenig auf eigene Faust unterwegs zu sein.
Am Abend trafen wir uns wieder im Hotel zum gemeinsamen Abendessen. Damit ging unser letzter gemeinsamer Abend in den Niederlanden zu Ende – und natürlich durfte auch heute eine gemütliche Runde zum Ausklang nicht fehlen.
Ein letzter schöner Abend vor der Heimreise – und sechs Tage voller ganz unterschiedlicher Eindrücke von den Niederlanden lagen hinter uns.
Abreise
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück hieß es heute Abschied nehmen. Um 8:00 Uhr starteten wir zur Heimreise und warfen noch einmal einen letzten Blick auf die typische niederländische Landschaft: weite Polder, grüne Wiesen, Wasserläufe und die flache, ländliche Umgebung, die uns während der vergangenen Tage immer wieder begleitet hatte.
Auf unserer Rückfahrt legten wir insgesamt vier Pausen ein, sodass die lange Strecke angenehm und entspannt verlief. Während der Fahrt ließen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren, die beeindruckenden Hafenanlagen von Rotterdam, die Windmühlen von Kinderdijk, das lebendige und zugleich idyllische Amsterdam, Käse und Mühlen in Woerden, die politische und königliche Seite von Den Haag, das historische Delft, die wunderschöne Altstadt von Amersfoort, die königlichen Gärten von Het Loo sowie der Käsemarkt in Alkmaar und unsere süße Entdeckung in Gouda.
Nach und nach rückte damit das Ende unserer gemeinsamen Reise näher. Unser erster Reisegast wurde in Erfurt am Flughafen verabschiedet. Danach folgten Jena und schließlich unser Ausgangspunkt am Flughafen Dresden.
Besonders schön war, dass sich unsere Reisegruppe im Laufe der Tage sehr gut zusammengefunden hatte. So fiel der Abschied entsprechend herzlich aus – mit vielen guten Wünschen und dem Gefühl, gemeinsam eine rundum schöne Reise erlebt zu haben.
Mit der Ankunft in Dresden ging unsere Niederlande-Reise 2026 zu Ende.
Eine tolle Reise mit vielen schönen Erlebnissen, interessanten Städten, beeindruckenden Landschaften und vor allem einer harmonischen Reisegruppe – sechs erlebnisreiche Tage lagen hinter uns, und sicherlich wird der eine oder andere noch lange gerne an diese gemeinsame Zeit zurückdenken.
Zum Abschluss unserer Reise möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie mit uns durch die Niederlande gereist sind. Gemeinsam haben wir in den vergangenen Tagen viele schöne Städte entdeckt, besondere Landschaften erlebt und sicherlich so manchen schönen Augenblick gesammelt.
Nun bleiben die Erinnerungen an eine abwechslungsreiche und hoffentlich rundum gelungene Reise. Bleiben Sie gesund und reisefreudig, – vielleicht führt uns eine unserer nächsten Reisen ja wieder ein Stück gemeinsam durch die Welt.
Herzliche Grüße und bis zum nächsten Mal
Grafe Renate
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