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Hurtigruten – Nordkapp–Express – mit der M/S Finnmarken ab Hamburg zum Nordkapp

Reisebericht: 24.07. – 07.08.2026

6.200 km Seestrecke entlang einer der spektakulärsten Küsten Europas... bis zur Arktis und zurück...

Martin Büchner

Ein Reisebericht von
Martin Büchner


Tag 1 – 24.07.2026 Anreise nach Hamburg

Wir starten am Vormittag von Dresden über Hannover nach Hamburg. Unser Abfahrtsterminal liegt diesmal in Steinwerder auf der linken Elbseite. Nach Check-in und Sicherheitskontrolle dürfen unsere mehr als 6.000 km lange Seereise auf der M/S Finnmarken antreten.
Über Jahrhunderte haben zehntausende von Schiffen diesen Weg angetreten, elbabwärts, hinaus auf alle Sieben Weltmeere, hinaus auf die große weite See.
Beim Ablegen präsentiert sich Hamburg von seiner schönsten und berühmtesten Seite, die neue Elbphilharmonie, Landungsbrücken, das Rathaus, Michel (Kirche St. Michaelis), der spitze Turm der St. Petrikirche und die Jacobikirche, das Lotsenhaus Seemannshöft, vorbei an den Airbus Werken von Finkenwerder und den edlen Terrassen von Blankenese.
Bei der Schiffsverabschiedungsanlage in Wedel werden wir mit „Ja vi elsker dette landet“ – der Norwegischen Nationalhymne verabschiedet.
Mittlerweile trennt die Elbe zwei Bundesländer: Linkselbig: Niedersachsen, Rechtselbig: Schleswig-Holstein. Mehrere Stunden dauert die Ausfahrt auf der Elbe. Es verwundert ein wenig, dass ein Elbehafen so weit im Landesinneren bis heute diese gigantische Bedeutung erringen konnte.
Im Mündungsästuar der Elbe liegt Brunsbüttel und damit der Zugang, samt Schleusen, zum Nord-Ostsee-Kanal. In einem weiten Bogen passieren wir Bremerhaven, bevor es hinaus nach Friesland und damit in die Ostsee geht.

Tag 2 – 25.07.2025 Esbjerg, Dänemark

In der Nacht passieren wir die nordfriesischen Inseln, unter anderem Sylt, Amrum und Pellworm und Föhr, bevor wir die ins Meer verlängerte Grenze nach Dänemark überqueren.
Nachdem im zweiten Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 die Herzogtümer Schleswig und Holstein, zunächst an Preußen und Österreich, 1866 im Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich dann an Preußen fiel, gab es für das Königreich Dänemark keinen leistungsfähigen Hafen an der Nordsee mehr.
Auch die Halbinsel Jütland wurde 1864 von der Allianz aus Preußen und Österreich erobert, dann aber an Dänemark zurückgegeben. Dies eröffnete die Chance und den Bedarf eines neuen dänischen Nordseehafens. 1869 entschied sich Dänemark für den Bau des Hafens in Esbjerg, bis ins 21. Jh., ein wichtiger Fährhafen der Jütland mit Harwich in England verband.
Während die Passagierschifffahrt mittlerweile eingestellt ist, gibt es nach wie vor eine tägliche Frachtschifflinie nach Großbritannien.
Ein dänisches Hafenstädtchen mit seinen typischen Klinkerbauten entwickelte sich. Zeugnisse aus der Zeit sind unter anderem das schöne Bahnhofsgebäude. Aber auch die kleine Altstadt kann sich sehen lassen. Es gibt eine freundliche, gepflegte und gut belebte Fußgängerzone, die vom Hafen direkt bis zum Marktplatz Torvet führt.
Zur Sehenswürdigkeit zählen ebenso der Wasserturm und die riesige Skulpturengruppe „Mennesket ved Havet“ – der Mensch am Meer.
Am heutigen Tag stehen verschiedene Ausflüge zur Verfügung unter anderem Stadtführung Esbjerg, oder auf Wikingerspuren in die älteste Stadt Dänemarks nach Ribe. Archäologische Spuren lassen sich bis in 8. Jh. zurückverfolgen. Hier entstand von Missionaren die erste Kirche Skandinaviens. Ribe eine wichtige Handels- und Handwerkerstadt, die in der Wikingerzeit aufblühte, große Katastrophen (Brände, Pest und Marcellusflut) überstand und sich stets rehabilitieren konnte.
Bei der Ausfahrt passieren wir die Insel Fanø, die den Hafen von der Nordsee abriegelt und schützt. Wir durchqueren den Nationalpark Dänisches Wattenmeer mit seinen typischen Sandstränden, an denen sich Robben und Seehunde tummeln.
Es geht hinaus auf die Nordsee, eine erste seemännische Herausforderung, kräftiger Wind und Seegang werden uns in den nächsten 20 Stunden gut durchschaukeln.
Auf direkter Linie folgen wir Nordsee, überqueren den Skagerrak, dem Teilmeer zwischen Jütland und Norwegen, bevor wir die norwegische Küste erreichen. Laut Kapitän hatten wir etwa 3-4 Meter Wellen und Wind in Böen der Windstärke 7 bft.

Tag 03 – 26.07.2026 Kopervik, Rogaland, Norwegen

Am Vorabend begrüßt uns der Kapitän und seine Mannschaft recht herzlich an Bord. Er prägt einen wichtigen Satz, der die Reise maßgeblich begleiten wird: „Norway’s weather fascination lies in its dramatic variation“ – Norwegens Wetter Faszination liegt in der dramatischen Wetter Variation. Besser kann man es kaum zusammenfassen.
Nach einer für viele herausfordernden Nacht, erreichen wir ruhiges Gewässer. Dass einzig Positive an Seekrankheit, sie geht genauso schnell wieder, wie sie gekommen ist. Genau im richtigen Moment. Wir passieren Stavanger, die viertgrößte Stadt Norwegens, die uns erst auf der südgehenden Strecke näher beschäftigen soll und biegen ein in den weltberühmten Lysefjord. Bei völlig ruhiger See, dramatischen Wolken, aber frei sichtbaren Bergen und sogar Sonnenschein.
Die Finnmarken glänzt gleich mit einem atemberaubenden Detail, ihr begehbarer Bug, der allen Gästen gleichzeitig und immer wieder genügend Platz zum Staunen gibt.
Der Lysefjord liegt in der Provinz Rogaland und erstreckt sich gut 40 km in das Landesinnere. Die Felsen und Berge ragen weit mehr als 600 Meter nahezu senkrecht in die Höhe. Bekannteste Stelle ist ein 25x25 Meter großes Felsplateau genannt Preikestolen, der Predigtstuhl, ein nahezu fast perfekter Würfel 600 Meter über dem Meeresspiegel. Wagemutige können sich bis an die Kante emportasten. Andere wagen sogar den Sprung von dort mit einem Fallschirm, auch wenn nicht immer legal.
Unserer Kapitän bringt uns weiter bis zum Hengjanefossen, einem mächtigen Wasserfall, der nach den Regenfällen der letzten Tage gut Wasser führt. Er stürzt sich in Kaskaden 400 Meter hinab in den Fjord.
Aufgrund von anstehendem Wetterwechsel entscheidet der Kapitän vorzeitig den engen Fjord zu verlassen. Wenige Minuten nach dem auch die letzten Gäste ins Innere des Schiffes zurückgekehrt sind, öffnen sich die Schleusen, Sicht = Null Meter.
Danke Kapitän für diesen Zeitplan!
Wir passieren erneut Stavanger und erreichen den Boknafjord. Mächtige Straßentunnel durchqueren den Fjord – der Ryfylke-Tunnel mehr als 20 km lang. Und demnächst der Boknafjordtunnel mit über 27 km Länge und einer Tiefe 400 Meter unter dem Meeresspiegel.
Am Sonntag-Nachmittag erreichen wir Kopervik auf der Insel Karmøy. Geballte norwegische Geschichte gilt es hier zu entdecken. Im nördlichen Teil der Insel liegt die wichtige St. Olavs Kirche. Sie selbst stammt zwar aus dem Mittelalter. Sie entstand jedoch dort aufgrund einer viel älteren Kirche und vor allem Siedlung. Kein geringerer als Harald Schönhaar, der König der Norwegen erstmals zu einem Königreich vereinte, ließ sich hier auf der Insel nieder und gründete seine Hauptstadt. Dass erste Mal, dass dies geschah.
Heute liegt dort die mittelalterliche Kirche St. Olav, ein wichtiges Kuriosum liegt auf der Fjordseite. Dort steht, man könnte sagen lehnt beinah die „Nähnadel der Heiligen Jungfrau Maria“ an die Kirchenwand. Es handelt sich um einen gut 4 Meter hohen Bautastein, der eben genau nicht mit der Spitze die Kirchenwand berührt, denn wenn das passiert, dann geht die Welt unter! Böse Zungen behaupten manch Pfarrer hätte in manch einer Sturmnacht ein bisschen an de Spitze gefeilt, damit auch ja nichts schief gehen möge.
Über Brücken sind kleine bewaldete Inseln miteinander verbunden, einst lag hier eine mächtige Wikinger Siedlung geschützt und versteckt im Karmøysund. Man hat sie wiedererrichtet mit Hof und Bootshaus. Sehr imposante Lage und Konstruktion.
Am Abend verlassen wir Kopervik in Richtung Norden, durchqueren den Karmøysund und die zugehörige Bogenbrücke, passieren Haugesund, überqueren die Mündung des Hardangerfjordes bevor wir eine sog. Insjø-Passage nutzen, geschützt durch Sunde, Inseln und Schären. Wir verlassen Rogaland.

Tag 04 – 27.07.2026 Bergen, Vestland

Am Morgen erreichen das Vestland (Westland), Hauptort ist Bergen, dass zwar Hansekontor war, aber niemals eine Hansestadt. Neben Bergen gab es vier weitere Hansekontore London, Brügge (Belgien), Gotland und Nowgorod. Die Hanse wurde vom Dänisch-Norwegischen König nach Norwegen gebeten, nachdem im 14. Jh. die Pest gewütet und einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung als Opfer gefordert hat. In Mangel an Menschen kam der für die Krone wichtige Stockfischhandel nahezu zum Erliegen. Da die Nachfrage im katholischen Südeuropa hoch war und die Steuereinnahmen dringend gebraucht wurden, verlieh der König das Handelsprivileg für den Stockfischhandel an die Hanse.
Ein Vertrag, wichtig für beide Seiten.
Bei einer Stadtführung erkunden wir die wunderbare Stadt bergen, zweitgrößte Stadt Norwegens, berühmt für ihre vielen Holzhäuser. Die M/S Finnmarken liegt direkt an der Spitze der Nordnes Halbinsel, an der berühmten Hafenbucht Vågen gelegen.
Zusammen mit den vorgelagerten Inseln bildet Vågen den perfekten natürlichen Hafen für eine bedeutsame Handelsstadt. Frei übersetzt heißt die hufeisenförmige Vågen schlicht
„die Bucht“. An der nördlichen Seite liegen die mittelalterliche Festung mit der Håkonshalle und dem spätmittelalterlichem Rosenkrantzturm.
Ersteres stammt aus der kurzen Phase, als Bergen Hauptstadt Norwegens war; Rosenkrantz war hingegen ein dänischer Gouverneur, der als höchster Beamter die Interessen Dänemarks in Norwegen vertrat. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass die beiden unabhängigen Königreiche Dänemark und Norwegen über Jahrhunderte in Personalunion von der dänischen Krone regiert wurden.
Der Festung folgt im weiteren Verlauf das Hansekontor Bryggen, dass rechtlich in der Hansezeit immer durch die Stadt Lübeck verwaltet wurde, man befand in Bryggen nicht in Norwegen. Viele Stadtbrände vernichteten immer wieder weite Teile der Stadt. Die wiedererrichten Teile stehen auf den Vorgängerresten. Gerade in Bryggen haben archäologische Untersuchungen eine Abfolge von bis zu acht Bränden und Neubauten ans Tageslicht befördert. Bryggen war der Umschlagplatz des Stockfisches aus Nordnorwegen, besonders von den Lofoten, um ihn weiter nach Südeuropa zu befördern. Jeder gehandelte Stockfisch ging einmal durch das Hansekontor in Bergen. Zeitgenossen schrieben „Man riecht Bergen, bevor man es sieht“.
Die Gebäude, die man heute sieht, sind etwa 400 Jahre alte. Sie wurden errichtet nach dem ein Stadtbrand wieder einmal weite Teile vernichtet hatte. Da sich die Struktur als richtig bewährt hatte, baute man Bryggen genauso wieder auf, wie es zuvor gewesen war. Infolgedessen blickt man heute auf etwa 400 Jahre alte Gebäude, in der Optik, wie sie dort seit gut 1.000 Jahren benutzt wurden. Das Hansekontor wurde bereits 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht liegt die Halbinsel Nordnes, an der Spitze das Bergen Akvarium. Ein Bergrücken prägt die Halbinsel und schafft steile Gasse. Auf der Spitze lag ein Kloster, die geistliche Macht der Stadt, der weltlichen Macht gegenüber gelegen. In vielen Flurnamen findet man Hinweise, z. B. Kloster gaten = Klosterstraße.
Unsere Stadtführung führt an der Nationalen Bühne vorbei, auf der erstmals Theaterstücke von Bjørnstjerne Bjørnson und Henrik Ibsen in norwegischer Sprache aufgeführt wurden. Es verwundert daher nicht, dass beide Nationaldichter in großen Denkmälern vor dem Theater geehrt werden. Das Gebäude ist Jugendstil-Architektur. Ein Dritter Name muss unbedingt genannt werden Ole Bull, ein Stargeiger – ein Paganini des Nordens im 19. Jh., weltweit bekannt und erfolgreich, hat er noch zu Lebzeiten viel Geld verdient, was er in Kultur investierte, er schuf das besagte Theater und verpflichtet den noch unbekannten Henrik Ibsen als Regisseur und Bühnenbildner. Später folgte im Bjørnson nach.
Es war eben auch dieser Ole Bull, der in Bergen ein musikalisches Talent entdeckte und entgegen dem Wunsch der Eltern zur musikalischen Ausbildung nach Leipzig schickte:
Edvard Grieg.
Folgt man dem Ole Bull plass (Platz) gelangt man zum Platz Torgallmenningen, dem zentralen Platz in Bergen. An der Stelle, wo sich beide Plätze treffen (wie ein „T“) befindet sich Bergens „Blauer Stein“, ein Geschenk aus Brasilien. Bergens wichtigster Treffpunkt.
Nebenan, leider etwas von Bauarbeiten beeinflusst, liegt der Ole Bull Springbrunnen: Oben spielt Geigenvirtuose Ole Bull seine Geige, so laut, dass das mythologische Quell-Wesen „Nøk“, mit seiner verführerischen Harfe, kein menschliches Wesen ins Verderben (ins Wasser) locken kann.
Kleine Randinformationen: Im Springbrunnen liegen kleine Podeste, die bei Brunnenbetrieb wie Steine im Fluss gerade oberhalb des Wassers liegen: Kinder, die diese Steine ohne Hilfe und ohne ins Wasser zu fallen überqueren können, gelten als „groß“. In der kalten Jahreszeit sieht man dort regelmäßig Kindergartengruppen üben, damit dann im Sommer die „Privilegien der Großen“ in Anspruch nehmen kann. 
Folgt man dieser Linie weiter erreicht man Byparken, frei übersetzt, den Stadtpark. Hier befindet sich ein wunderschöner gusseiserner Musikpavillon, eine lebensgroße Statue Edvard Griegs (er war ein sehr kleiner Mann!) und sowie das architektonisch überraschende Rikstelegrafenamt (Reichstelegrafenamt), überraschend da der Stil georgianisch (britisch) ist.
Am Stadtpark liegt auch der Weiher, eigentlich ein Teil des Stadtfjordes und noch heute über einen unterirdischen Kanal mit diesem verbunden, bildet dieser das kulturelle Stadtzentrum. Hier liegt das Rathaus ebenso wie die Kunstgalerien des KODE-Museums und die Grieg Konzerthalle.
Wir wechseln nun etwas die Richtung und kehren über das Feuerwehrmuseum (ehemalige Hauptfeuerwache), das alte Rathaus, der bunten Skulptur mit dem Namen „Magne Furuholmen Ceramic sculpture“ – ein Kunstwerk geschaffen von Magne Furuholmen, dem Keyboarder der norwegischen Pop-Gruppe a-ha zum berühmten Fischmarkt, repräsentiert durch die „Mathalle“ – von dort besuchen wir Bryggen.
Nach einer Mittagspause genießen wir die fakultative Auffahrt mit der Fløyenbane, auf den über 300 Meter hohen Hausberg Fløyen, einen der sieben Hausberge Bergens.
Es besteht die Möglichkeit zu einer kurzen Wanderung. Mächtige Bäume, Moose, Beeren und einige Trolle finden sich hier. Ziel ist ein wunderschöner Bergsee. Am Nachmittag gibt es dann noch individuelle Freizeit, unser Liegeplatz ist optimal, leicht für jedermann zu finden.
Bei der Ausfahrt unterqueren wir die Nordhordalandsbrücke. Auf dem ersten Blick eine gewöhnliche Schrägseilbrücke. So einfach ist es dann jedoch nicht. Der Fjord ist an dieser Stelle mehr als 500 Meter tief, viel zu tief für einen Pylon, die Spannweite zu weit für einen Pylon. Die Lösung – ein Ponton – der zweite Pylon schwimmt tatsächlich auf einem Ponton, ebenso wie der Rest der Brücke.
Am späten Abend überqueren wir die Mündung des größten Fjordes Norwegens: Den Sognefjord (lies: Song-ne-fjur).

Tag 05 – 28.07.2026 Seetag, Møre–og–Romsdalen, Trøndelag

In der Nacht passieren wir die Hurtigruten-Orte Florø und Måløy. Wir umrunden das oft stürmische Vestkap (Westkap) auf der offenen Meeresstrecke Stadshavet bevor wir nun eine nordwestliche Richtung einschlagen. Am heutigen Seetag haben wir die Provinz Møre og Romsdalen erreicht, am Nachmittag Trøndelag.
Die Provinz Møre og Romsdalen unterteilt sich in drei Teilgebiete Sunnmøre, Romsdalen und Nordmøre mit der Jugendstilstadt Ålesund, der Jazz- und Rosenstadt Molde, sowie der Klippfischstadt Kristiansund. Auch hier erreichen wir erneut eine offene Meeresstrecke, die Hustadvika, die zweite des Tages. Durch diese Hustadvika verläuft über eine Kette von Schären die berühmte Atlantikstraße. Wieder in ruhigeren Gewässern passieren wir die Inseln Søla und Hitra, bevor wir am Eingang des Trondheimfjords auf das Fruhavet hinausfahren. Immer parallel zu Nordtrøndelag, erreichen wir am Nachmittag den mutmaßlich am häufigsten fotografierten Leuchtturm der norwegischen Küste, den achteckigen, roten Kjeungsskjær fyr.
Am Abend erreichen wir die kleine Gemeinde Bessaker, ein ehemaliger Hurtigruten-Hafen.
Es ist Tradition die Bewohner des Dorfes zu grüßen und diese grüßen fleißig zurück.
Anschließend geht es auf die dritte offene Meeresstrecke des Tages, die berüchtigte Folda. Eigentlich auch nur ein Mündungsästuar des schönen Foldafjordes. Durch seine trichterartige Struktur baut sich gern ein netter Seegang auf.
Das Vikna Archipel mit seinen 6.000 Inseln und seiner Hauptstadt Rørvik bietet schnell wieder Schutz bei jedem Wetter.

Tag 06 – 29.07.2026 Træna, Helgeland, Nordland

In der Nacht erreichen wir die Grenze zwischen Trøndelag und Nordland, die gleichzeitig auch die Grenze zwischen Mittel- und Nordnorwegen bildet. Zu Nordnorwegen, Teil der Nordkalotte zählen die Provinzen Nordland, Troms und Finnmark, letztere ist Namensgeber für unser Schiff M/S Finnmarken.
Der Küstenabschnitt wird Helgeland genannt und zählt zu den schönsten Landschaften Norwegens. Wie durch ein Wunder, konnte sich diese Region die Ursprünglichkeit bewahren und ist immer noch ein echter Geheimtipp.
Die Helgelandsküste wird auch Märchenküste genannt. Norweger bis in unsere Tage mussten diese Helgelands-Saga kennen, denn wer das Märchen erzählen kann, der findet seinen Weg nach Süden nach Hause. Ein Königssohn auf seinem Pferd, Hestmannen genannt, jagt eine Prinzessin durch das Land. Sie hatte die Aufgabe als Gouvernante sieben Töchter des Sulli Königs zu properen Trollweibern zu erziehen. Er beobachte die acht Jungfrauen und verliebte sich in die Gouvernante, Lekamøya.
Der Prinz Hestmannen (Pferdemann) gilt als sehr hässlich und böse. Er nahm sich das, was er wollte. Lekamøya erkannte die Gefahr, die plötzlich von Norden heranbrauste. Wie mit Siebenmeilenstiefeln rannten und sprangen sie und die sieben die Küste nach Süden hinunter, von Insel zu Insel, von Archipel zu Archipel.
Obwohl Hestmannen auf seinem Pferd ritt, und die Mädchen zu Fuß flüchteten, vergrößerte sich der Abstand zwischen ihnen.
Da ging der Zorn mit ihm durch. Denn wer sie nicht haben konnte, dann sollte sie niemand haben. Und er schoss einen Pfeil auf sie ab. Thor sei Dank, wachte ein weiterer Hüne im Süden von Helgeland. Es war der Sømna-Riese, der alles von Anfang an beobachtete.
Als der Pfeil abgeschossen wurde, warf er seinen großen Hut in die Flugbahn. Der Pfeil durchschlug den Hut und wurde erfolgreich zurück nach Norden abgelenkt und landete weit draußen im Meer.
Mit einem letzten kräftigen Sprung entkam Lekamøya und landete auf ihrer Heimatinsel. Doch just in diesem Moment ging die Sonne auf in den nur kurzen Frühlingsnächten in Nordland. Augenblicklich wurden alle zu Stein, zu Felsen und Inseln und stehen dort, bis die Welt untergeht.
Warum schreibe ich das in einem Reisebericht? Weil es die Wahrheit ist! Da stehen sie nun der Vågakollen, Vater des Hestmannen und König der Lofoten (bei dem Fischerdorf Henningsvær), der Hestmannen am Polarkreis, die Gebirgskette der Sieben Schwestern bei Sandnessjøen, der durchschossene Hut mit dem riesigen Loch darin als Torghatten bei Brønnøysund. Doch wo ist die schönste Prinzessin des Landes – Prinzessin Lekamøya? – sie steht auf der Insel Leka in Trøndelag, hinter den Sieben Bergen (Sieben Schwestern) … tatsächlich liegt hier der literarische Ursprung Schneewittchens…
Und was ist mit dem Pfeil? Der landete doch weit draußen im Meer und steckt dort bis heute im Meeresboden und wird heute Træna genannt unser Hafen in Helgeland.
Die Region Helgeland hat eine dritte bedeutende, aber oft vergessene norwegische Landschaftsform – die Strandplatten „strandflaten“.
Während die berühmten Fjorde und Fjelle nahezu unbewohnbar sind und waren, bilden diese Strandplatten, gerade den Siedlungsraum, den Menschen in Norwegen dringend gebraucht haben. Die Landschaft zeichnet sich durch ein flaches gezeitenabhängiges Flachwassermeer aus. Wassertiefen sind oft nicht höher als knie- oder hüfthoch, darum auch als „Stiefelmeer“ bezeichnet. In diesem Flachwasser erheben sich zehntausende von Inseln und Schären und bieten die Flächen, die für Landwirtschaft genutzt werden konnten und damit einen Siedlungsgrundlage bildeten. Es sind diese Zonen, auf denen die Wikingersiedlungen lagen, aber auch schon Siedlungen seit der Steinzeit. In den Fjorden sind diese Zonen oft nur wenige Meter breit, manchmal einige hundert Meter. In Helgeland reicht diese Fläche bis zu 50 Kilometer in den offenen Ozean hinein.
Es verwundert daher nicht, dass wir 10.000 Jahre alte Siedlungsgeschichte auf diesen Inseln finden und aufgrund gelebter Traditionen zum UNESCO Weltkulturerbe zählen (Vega Archipel). Darüber hinaus gibt es den größten UNESCO Global Geopark („Welterbe der Geologie“) und unzählige Nationalparks mit unberührter nordischer Wildnis.
Eine Kostprobe von diesem Inselkönigreich bekommen wir auf Træna, dem Archipel direkt am Polarkreis gelegen.
Nach unserem Aufenthalt geht es zurück zum Festland vorbei an Lovund, bekannt für seine tausenden Papageitaucher, die heute leider nicht auf See zu sehen waren, vorbei an der Insel Lurøy, wo wir nach Norden abbiegen. Wir unrunden den Hestmannen (Pferdemann) und erreichen die kleine Insel Vikingen – hier befindet sich die die Markierung für den Polarkreis – der Polarkreis-Globus.
Das Tor zur Arktis ist durchschritten. Vorbei am Svartisen Gletscher, einem der größten Plateaugletscher des norwegischen Festlandes geht es an den Hurtigrutenhäfen Ørnes und Bodø vorbei.
Bei einem traumhaft schönen Sonnenuntergang, mit seinem stundenlangen typischen arktischen Licht passieren wir die Europäische Kulturhauptstadt Europas des Jahres 2024, die ihren Titel 2025 an Chemnitz übergab.

Tag 07 – 30.07.2026 Torsken, Senja, Troms

Bereits am Vorabend angekündigt, heißt es heute sehr früh aufstehen. Bereits um 5.30 Uhr sind viele Gäste aufgestanden, um ein besonderes Highlight mitzuerleben.
In der Nacht überquerten wir die offene Meerestrecke des Vestfjordes und haben nun die Inselgruppen der Lofoten und Vesterålen erreicht.
Zur linken Seite liegt nun die Lofoteninsel Austvågøya und zur rechten Seite die Vesterålen Insel Hinnøya, gleichzeitig die größte Insel Norwegens. Beide Inseln und die beiden Archipele werden durch den Raftsund getrennt. Vom Raftsund zweigt der Trollfjord ab, der Grund unseres frühen Aufstehens. Einfahrtsbreite gut 100 Meter, weniger als 2 km lang, mit fast 400 Meter senkrechten Felswänden und einem fast 1.200 Meter hohen umliegenden Bergpanorama (man bedenke, dass man sich selbst stets auf Meereshöhe befindet).
Zu Klängen der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg unter dem berühmtesten Stück aus dem Werk „Morgenstimmung“ gleiten wir fast lautlos in den engen Fjord. Atemberaubend!
Nach der Ausfahrt aus dem Trollfjord lohnt es sich draußen zu bleiben. Es folgt der Svartsund, einer der schmalsten Sunde der gesamten Strecke. Durch den Raftsund erreichen wir endgültig das Innere des Vesterålen Archipels. Vorbei an den Hurtigrutenhäfen Stokmarknes, dem Geburtsort der Hurtigruten, Sortland und Risøyhamn, erreichen wir die Risøyrenna, einem künstlichen Kanal zwischen den Inseln Andøya und Hinnøya.
In der Mittagszeit erreichen wir Torsken auf der Insel Senja, der zeitgrößten Insel Norwegens. Auch hier lohnt ein Ausflug über die unberührte Inselwelt. Immer wieder spektakuläre Ausblicke, Sandstrände in den schönsten Buchten und sogar ein „Goldenes WC“ sind zu finden.
Am Abend umrunden wir die dem Ozean zugewandte Seite Senjas, bevor wir wieder in das innere der Troms Inselwelt gelangen. Wir passieren Tromsø und Skjervøy und erreichen nachts bei schönem Sonnenschein und ruhiger See die offene Meeresstrecke Loppa.

Tag 08 – 31.07.2026 Nordkapp, Finnmark

In der Nacht haben wir Hammerfest passiert, die „fast“ nördlichste Stadt der Welt. Schon bald beginnt der wohl besondere Teil der ganzen Reise. Wir wechseln auf die nördliche Außenseite der Inseln. Es folgt der Vogelfelsen Gjesværstoppen mit unzähligen Papageitauchern, Lummen, Tölpeln, Möwen und Seeadlern und anderen Seevögeln. Wenig später taucht die Halbinsel Knivskjellodden auf, nördlichster Punkt der Insel Magerøya.
Doch das eigentliche Highlight taucht direkt dahinter aus dem Meer auf, eine über 300 Meter nahezu senkrechte Felsklippe. So beeindruckend, dass der erste englische Seefahrer, der diese Stelle umrundete im 16. Jh. in sein Tagebuch (Logbuch) schrieb – „ein würdiges Ende für einen großartigen Kontinent – ich nenne es Nordkapp“.
Heute ist die Stelle mit dem berühmten Nordkapp-Globus markiert, gut zu erkennen auch von unserem Schiff aus.
Es ist einer der nördlichsten Punkte der Welt, den ein Mensch, gefahrlos, ohne an einer Expedition teilnehmen zu müssen, auf dem Landweg über eine Straße erreichen kann.
Unfassbare 71 Grad nördliche Breite.
Die gesamte zivilisierte Welt liegt südlicher als diese geographische Breite. Festland Alaska, Festland Kanada liegen südlicher. Point Barrow, nördlichster Punkt Alaskas liegt ebenfalls auf dem 71. Breitengrad. Fairbanks, Anchorage, Whitehorse, Nuuk (Grönland), Reykjavik (Island), weite Teile Sibiriens liegen sogar südlich des Polarkreises. Nördlicher, etwa 1.000 km weiter nördlich liegt Spitzbergen (Svalbard), auf halbem Weg noch die Bäreninsel.
Umgekehrt auf der Südhalbkugel liegt der 71. Breitengraden im Ewigen Eis der Zentral-Antarktis.
Von Honningsvåg führt heute eine Straße hinauf zum Nordkapp. Bevor der größte Teil der Passagiere dort hinauffährt, umrunden wir zunächst Felsplateau und erblicken das berühmte Nordkapphorn, was vielen Reisenden in der Regel gänzlich verborgen bleibt. Dahinter liegt die Hornvika – die Hornbucht – unser Kapitän macht erneut einen Abzweig, um uns den alten Anleger zu zeigen. Von dort mussten auch Könige und Königinnen einen steilen Serpentinweg emporsteigen, um das Nordkapp zu erreichen, bevor im 20. Jh. die Straße gebaut wurde. Ich selbst hatte noch vor wenigen Jahren die Gelegenheit den Weg hinaufsteigen zu dürfen.
Wir umrunden eine weitere Landspitze genannt Helnes, die das Helnes fyr trägt (Leuchtturm). Über den Porsangerfjord erreichen wir Honningsvåg, nördlichste Stadt der Welt, von der aus die Nordkapp-Ausflüge starten. Am Abend wählt der der Kapitän
die sturmsichere Variante durch den Magerøyasund. Wir passieren Havøysund, in dem tatsächlich ein späterer französischer König inkognito eine kurze Zeit im Exil verbracht hatte. In großem Interesse und Dankbarkeit verbunden, finanzierte er später sogar eine französische Forschungs-Expedition in die Arktis.

Tag 09 – 01.08.2026 Tromsø, Troms

Erneut reisen wir an Hammerfest vorbei, der Ort, von dem Deutschland mit Erdgas versorgt wird. Auch wir passieren die Mega-Gasfrachter, die das LNG-Gas von Nordnorwegen in die Gasterminals an Nord- und Ostsee verfrachten und für warme Häuser und Wohnungen in Deutschland sorgen.
Zum Frühstück fährt der Kapitän erneut eine Spezialroute, diesmal durch den Langsund, abseits der Hurtigrutenstrecke.
Wir erreichen die heimliche Hauptstadt der Arktis – Tromsø. Mit knapp 80.000 Einwohnern ist die Universitätsstadt nicht nur größte Stadt ganz Nordnorwegens, sondern gleich der ganzen Nordkalotte (Nordskandinaviens).
Sie wurde im 19. Jh. „Paris des Nordens“ genannt, weil die Damen der Stadt stets immer aktuell die neueste Pariser Mode trugen. See- und Kaufleute waren stets überrascht, dass die neueste Mode aus Paris immer schon da war, dass durch wichtige handelskontakte und Handelsgüter zu erklären war. Schließlich lieferte man wertvolle Pelze und Lampentran direkt nach Paris, begehrte Ware in den besseren Kreisen Paris. Im Umkehrschluss brachten norwegische Händler ihren Frauen und Geliebten immer die neueste Mode mit aus Paris.
Nahezu alle Polarforschungsreisen haben einen Bezug oder oft genug Anfangs- oder Endpunkt dieser Reisen in Tromsø. Es verwundert also nicht, dass hier bis heute das Norwegische Polarinstitut angesiedelt ist. Das Alfred-Wegener-Institut macht oft Station hier auf dem Weg nach Norden, ebenso der Polarforscher und Abenteurer Arved Fuchs.
Und natürlich auch die ganzen großen Polarhelden wie Fritjof Nansen und Roald Amundsen waren oft Gäste in der Stadt.
Roald Amundsen, erster Mensch am Südpol, besaß kein Haus in der Stadt, darum residierte er stets bei einer befreundeten Apothekerfamilie. In diesem Haus befindet sich heute das Hardrock Café.
Amundsens erste Heldentat begann auch in Tromsø. Der noch unbekannte Amundsen erwarb hier einen kleinen Heringskutter. Damit unternahm er eine ungeheuerliche Expedition. Diese Aufgabe war so wichtig, dass eigentlich nur ein britischer Kapitän diese „unlösbare Aufgabe“ hätte vielleicht lösen können. Doch davon ließ sich Amundsen nicht abschrecken und durchsegelte als erste die Nordwestpassage an der Nordküste Kanadas und Alaskas vom Atlantik in den Pazifik. Damals so bedeutend wie der dritte oder vierte Pol.
Und es war der Norweger Amundsen, dem das gelang wo Franklin & Co. Jahrzehnte zuvor noch bitterlich scheiterten.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Dom, sowie die Eismeerkathedrale, das Polaria Museum und das Polarmuseum und vieles mehr.
Am Abend legen wir nach Süden ab. Wir durchfahren den Rystraumen, eine starke Gezeitenströmung zwischen zwei Inseln.
In der Nacht durchqueren wir den Tjelsund in Richtung Vestfjord und Lofoten.

Tag 10 – 02.08.2026 Reine, Lofoten, Nordland

Der Vestfjord ist überquert. Wir erreichen Reine, eines der bekanntesten Fischerdörfer der Lofoten. Am Nachmittag überqueren wir erneut den Vestfjord nach Süden und erreichen die Helgelandsküste. Wir verlassen die Arktis und überqueren den Polarkreis nach Süden.

Tag 11 – 03.08.2026 Bessaker, Trøndelag

Raue See, Windstärke 7 bis 8 – die Folda zeigt ihr typisches Gesicht. Ein Anlegen ist bei diesem Wind nicht sicher möglich. Der Kapitän entscheidet Bessaker auszulassen. Uns steht nun ein Seetag bevor. Dies wiederum ermöglicht uns die Sichtung einer großen Grindwalschule, die mittelgroßen Wale begleiten uns fast eine halbe Stunde lang.
Und am Nachmittag gelangt ein sehr seltenes Bild: Aufgrund des geänderten Zeitplans erreichen wir den berühmten Kjeungsskjær fyr, den meistfotografierten Leuchtturm der Hurtigrutenstrecke. Das Besondere: Heute kommt uns die nordgehende Hurtigrute M/S Nordnorge entgegen, so dass es erstmals gelingt, ein Hurtigrutenschiff und den Leuchtturm auf ein Foto zu bekommen, sonst unmöglich, da man sich selbst auf dem Schiff befindet.

Tag 12 – 04.08.2026 Sæbø, Hjørundfjord, Møre og Romsdalen

Trøndelag liegt nun hinter uns und wir haben die Møre og Romsdalen fylke erreicht. Wir passieren die Jugendstilstadt Ålesund, bekannt für den Zugang zum Geirangerfjord, der heute nicht auf unserer Liste steht. Unser Ziel ist der viel ursprünglichere, authentische Hjørundfjord mit seinem Hauptort Sæbø.
Wir gehen hier auf Anker, liegen auf Reede, ein Anlegen ist hier grundsätzlich nicht möglich. Wir nutzen ein Tenderboot, um an Land zu gelangen.
Mit der lokalen Autofähre kann man den Nebenfjord Norangsfjord mit dem Ort Urke gelangen, ein idyllischer Ort.
Am Abend umrunden wir das Westkap und erreichen Måløy. Südlich davon liegt Hornelen, die höchste Felsklippe Europas, fast 800 Meter senkrechter Fels.
Wir erreichen Florø, hier der Leuchtturm Stabb fyr. Bei einem atemberaubenden Sonnenuntergang direkt hinter dem Leuchtturm erreichen wir das Vestland.

Tag 13 – 05.08.2026 Stavanger, Rogaland

Aufgrund des Tallshiprace – Segelregatta der Großsegler musste auf dieser Reise Kopervik mit Stavanger getauscht werden.
Am Morgen überqueren wir die Mündung des Hardangerfjordes, passieren Haugesund und erreichen die Insel Karmøy. Wir überqueren den Boknafjord und erreichen Stavanger, viertgrößte Stadt des Landes und absolutes Zentrum der norwegischen Erdöl- und Erdgasindustrie. Stavanger hat eine wunderschöne Altstadt mit ihren kleinen weißen Holzhäusern von unserem zentralen Liegeplatz perfekt zu erreichen. Hier liegen auch der romanische Dom, die bunte Straße und das imposante Erdölmuseum. Ein Besuch ist unbedingt empfohlen. Am Abend verlassen wir die Stadt und Norwegen in Richtung Dänemark.

Tag 14 – 06.08.2026 Seetag

Vor der südnorwegischen Küste erreichen wir den Skagerrak, das Meeresgebiet, dass die dänische Halbinsel Jütland von Norwegen trennt. Der Skagerrak geht später in den Kattegat über, bevor sich die dänischen Sunde und die Ostsee öffnet. Weit draußen vor der dänischen Küste geht es bei Windstärke 8 nach Süden. Am Abend umrunden wir Helgoland, bevor wir in die Deutsche Bucht und damit in die Elbmündung bei Cuxhaven einbiegen.

Tag 15 – 07.08.2026 Rückreise

Am frühen Morgen erreichen wir Hamburg-Altona. Nach mehr als 6.200 km Seereise heißt es nun Abschied nehmen. Nach der kurzweiligen Ausschiffung geht es per Reisebus bzw. Pkw oder Bahn nach Hause.


In diesem Sinne geht eine erlebnisreiche Schiffsreise nach Norwegen zu Ende. Danke für das entgegengebrachte Interesse und Vertrauen.

Bleibt gesund und reisefreudig.

Auf ein Wiedersehen! Bis bald!


Euer

Martin Büchner
Reiseleiter

und das gesamte Team von Eberhardt Travel.

Dresden, 14.08.2026

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