Wanderungen im wunderschönen Stubaital
Reisebericht: 04.07. – 11.07.2026
Mit einer kleinen Gruppe haben wir im Hochsommer mit einem Wanderführer -dem Bergriesen-das einzigartige Stubaital ergründet und die Natur mit atemberaubenden Aussichten genossen
Ein Reisebericht von
Gerd Müller
Samstag 04.07.2026 Anreise von Dresden nach Fulpmes
Heute ging es sehr zeitig los.
Kurz nach 3.00 Uhr startete ich ab Kesselsdorf mit unseren Busfahrern für heute, Thomas und Mario.
Sie hatten heute eine weite Fahrtstrecke vor sich: bis kurz vor der Grenze nach Italien/Südtirol am Brenner sollten sie mit dem Pendelbus Reisegäste bringen und danach wieder zurück fahren.
In Dresden stiegen zwölf Gäste zu und wir konnten mit einem ganz neuem Reisebus der Fa. Eberhardt pünktlich 4.00 Uhr starten.
Weitere Zustiege erfolgten in Nossen, Chemnitz, Stollberg und Raststätte Vogtland (hier legten wir unsere erste Pause ein), unsere Gruppe wuchs weiter an.
In Münchberg stiegen die letzten drei Reisegäste zu, nun wir waren vollständig mit 28 Reisegästen.
Es wurde Zeit für die offizielle Begrüßung und Vorstellung durch mich und die Busfahrer.
Unterwegs informierte ich über einige Sehenswürdigkeiten an der Fahrtstrecke.
Eine weitere Pause erfolgte in Nürnberg/Feucht und Mittags unsere große Pause mit Würstchen und Kaffee.
Pünktlich erreichten wir die Treffpunkte in Innsbruck und unseren vereinbarten Asfinag- Parkplatz in Schönberg oberhalb der Stadt an der Brenner-Autobahn.
Hier entstiegen wir mit unseren Koffern dem großen Reisebus, welcher ja weitere Gäste zu Ihrem vereinbarten Treffpunkt zur Weiterreise an den Gardasee etc. bringen mußte.
Unsere Busfahrer hatten uns sicher und mit Gelassenheit bis hierher gebracht.
Ich hatte zuvor ja unsere Transferfahrzeuge angerufen , so dass wir auch umgehend abgeholt wurden.
Die Kleinbusse waren aber wirklich klein, wir zwängten uns hinein und erreichten nach wenigen Minuten unser Endziel Fuplmes.
14.40 Uhr waren wir im Hotel Alpin Resort Stubaier Hof angekommen.
Unsere Zimmer für diese Woche waren im Nachbarhaus, im Posthaus.
Also Schlüssel entgegennehmen sowie Koffer auspacken und nach der langen Anfahrt erstmal ausruhen und die nähere Umgebung ergründen.
Ich ging mit einigen Reisegästen zum nahegelegenen Spar, um Getränke und etwas Obst für die Folgetage für unsere Wanderungen zu ordern.
Einige andere Gäste nutzten bereits den großzügigen Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna.
Die für heute geplante Ortsführung mit Karl-Heinz mußte leider ausfallen, da er durch eine Hochzeitsfeier verhindert war (wurde aber am Donnerstag nachgeholt).
17.30 Uhr trafen wir uns an der Bar und begrüßten den schon zuvor individuell angereisten Tobias.
Dank unseres Reiseunternehmens gab es für jeden einen Obstler.
Danach gab es ein sehr schmackhaftes Abendbuffet (wie auch sonst immer) und wir lernten uns noch näher kennen.
Einige Gäste verblieben noch im Bereich Foyer an der Bar, aber da der Tag sehr lang war, war heute eher Nachtruhe.
Sonntag 05.07.2026 Wanderung in der Skiregion Schlick mit Galtalm
Ab 7.30 gab es, wie auch die Folgetage ein reichhaltiges und köstliches Frühstücksbuffet.
Ich hatte tags zuvor mit unserem Guide gesprochen und mit ihm und den Gästen die Abholzeit vereinbart.
Pünktlich 8.30 Uhr konnten wir wie vereinbart unseren Tiroler Bergwanderführer Kevin Verschitz -den Bergriesen, wie er sich nennt, begrüßen.
Vom Hotel aus war es nur ein kleiner Spaziergang bis zur Talstation der Bergbahn Schlick 2000.
Er erläuterte uns anhand einer Panoramakarte die heutige Wanderung und los ging es hinauf mit der Gondelbahn bis zur Bergstation auf 2136m Höhe.
Anschließend liefen wir auf einem einfachen Panoramaweg erstmal zur Aussichtsplattform, dem sogenanten Stubaiblick.
Von hier gibt es einen phantastischen Ausblick mit Blick zum Stubaier Bergmassiv, ins Zillertal und nach Innsbruck.
Weiter liefen wir über den Naturlehrpfad zur Schlicker Alm auf 1643m Höhe hinunter.
Kevin erklärte und zeigte uns die vielen Pflanzen und Gräser, das war sehr lehrreich.
Am Wegesrand waren geschnitzte Figuren wie Adler, Murmeltier und Birkhuhn zu sehen, aber auch echte Kühe grasten auf der Alm.
Am Panoramasee und Galtalmsee vorbei erreichten wir 12.30 Uhr die Galtalm.
Hier machten wir eine Stunde Pause und konnten uns die ersten Brettljausen schmecken lassen.
Anschließend liefen wir weiter bis zur Mittelstation Froneben auf 1350m Höhe.
Einige Gäste sind von dort mit der Bahn hinunter gefahren.
Sie wollten zum Nachmittagssnack (süß und pikant) , welcher generell ab 14.00 Uhr im Hotel angeboten wird, genießen.
Kevin und ich sind mit zwei Gästen hinunter gelaufen.
Wir haben heute bei schönstem Wetter ca. 9 Kilometer Wanderstrecke mit ca. 460m Aufstieg und ca. 480m Abstieg absolviert.
Die Wanderung war als leicht einzuschätzen.
Wir konnten die Freizeit bei Sonnenschein genießen.
18.00 Uhr gab es ein leckeres Abendmenü und danach nette Gespräche bei Livemusik an der Bar im Foyer.
Montag 06.07.2026 Wanderung am Fuße des Elfers
Ab 7.30 Uhr gab es Frühstück und danach starteten wir zum nahegelegenen Linienbus, welcher uns bis Neustift zur Talstation Elferlift brachte.
Hier erwartete uns bereits Kevin, heute mit seinem Husky, einem sehr zutraulichen und lieben Hund, welcher heute und an einigen Folgetagen mit uns wandern sollte.
9.00 Uhr ging es mit der Bahn hinauf auf 1791m.
Das Gebiet gehört zu einem der schönsten Naherholungsgebiete im Großraum Innsbruck mit unzähligen Wanderwegen.
Hier gibt es aber auch viele Hütten und Almen für Ruhe und Genuß.
An der Bergstation befindet sich die größte begehbare äquatoriale Sonnenuhr im Alpenraum.
Gleich neben dem Startplatz der Paraglider ist diese mit paar Schritten schnell erreicht.
Sie besteht aus Lärchenholz und hat einen Innendurchmesser von fast acht Metern.
Die Sonne zeigte sie uns heute nicht an, da es etwas bewölkt war und dadurch war auch der Ausblick mit dem Fernrohr nur bedingt möglich.
Auf einem gut ausgebauten Wanderweg liefen wir hinauf, an der Elferhütte vorbei bis zur Autenalm.
In dieser urigen Almhütte- diese ist bereits etwa 350 Jahre alt und gilt als eine der ältesten bewirtschafteten Almen der Region-machten wir von 12.20 Uhr bis 13.40 Uhr Mittagspause, einige probierten den köstlichen Kaiserschmarrn.
Zurück liefen wir den unteren Wanderweg bis zur Bergstation der Elferbahn.
Einige Reisegäste fuhren ab da mit der Bahn hinunter, schließlich wartete ja die Vesper und es lockte der Wellnessbereich + Erholung im Hotel.
Kevin und ich liefen mit 4 Gästen bis zur Bushaltestelle Nedes und ab da fuhren wir mit dem Linienbus zurück nach Fulpmes, wo wir wieder 15.45 Uhr eintrafen.
16.45 Uhr war Treff mit 5 Gästen zur Schnapsverkostung im Ort.
Nach paar Minuten erreichten wir Anton Rogl- ein privater Brenner, welcher hochwertige Edelbrände auf Spitzenniveau herstellt.
Wir waren eine Stunde dort und durften für den kleinen Obulus von 6 Euro drei Sorten (es gab aber Zugabe) nach individueller Auswahl verkosten.
Er erläuterte uns viele Details zu seiner kleinen, aber feinen Brennerei.
Alle Früchte sind aus seinem heimischen Garten, daraus fertigt er leckere Obstbrände, Schnäpse und Geiste.
Bei Abfindungsbrennern wie ihm wird die Alkoholsteuer pauschal über die Art und Menge der Früchte (Maische) berechnet.
Natürlich haben wir auch etwas für die Lieben zuhause käuflich erworben.
Deshalb gab es heute erst 19.00 Uhr Abendessen, danach war Livemusik mit Robi im Hotel.
Heute war tagsüber leichte Bewölkung (zum Glück hatte es nur Nachts bis früh gegen 7.00 Uhr geregnet), nur nachmittags erwischten uns einige ganz wenige Regentropfen.
Gewandert waren wir heute ca. 8 Kilometer bei ca.500m Aufstieg und ca.500m Abstieg bei leichter bis mittlerer Anstrengung.
Dienstag 07.07.2026 Wanderung auf dem Sonnenseitenweg von Neustift nach Fulpmes
7.30 Uhr war Frühstück und genug Zeit zum Verzehr des leckeren Frühstücks.
8.45 Uhr holte uns Kevin am Hotel ab und wir fuhren gemeinsam mit dem Linienbus Nr.590 nach Neustift bis Haltestelle Ortsmitte.
Heute wollten wir auf der Sonnenseite des Stubaitales sein-Spaß, wir hatten ja die ganzen Tage sehr gutes, sehr warmes Wetter.
Der Sunnseitenweg ist ein Höhenweg von Neustift nach Fulpmes, welcher in Höhe von 1250 bis 1350 Meter verläuft.
9.45 Uhr ging es von Neustift (liegt 994m hoch) erstmal ganz schön bergan. Zur Belohnung durften wir aber dann über die 2024 eingeweihte neue Hängebrücke laufen. Diese hat eine Spannweite von ca. 110 Metern und überspannt den darunter liegenden Wald in einer Höhe von ca. 50 Metern.
Direkt daneben ist eine Aussichtsplattform: Neustiftblick.
Von hier gibt es sehr schöne Ausblicke ins Tal und auf die gegenüber liegenden Berg.
Auf der Wanderung machten wir noch einen Abstecher zu den Lärchenwiesen, hier kann man auf einer Aussichtsschaukel die Seele baumeln lassen.
Weiter ging es zur Vergöralm, wir hatten ja bereits Hunger.
Nach der Mittagspause von 12.15 Uhr bis gegen 13.00 Uhr ging es weiter zurück nach Fulpmes.
Gegen 15.00 Uhr trafen wir wieder im Hotel ein zur Vesper und Nachmittagspause.
Heute waren es ca. 9 Kilometer mit ca. jeweils 450m Anstieg und Abstieg bei wunderbarem Wetter.
18.00 Uhr gab es heute Abendessen und anschließend trafen wir uns im Posthaus im Foyer, um einen von mir spendierten Kräuterschnaps zu verkosten.
Anschließend trafen wir uns 20.00 Uhr und gingen gemeinsam zum Heimatabend am Kirchplatz unter dem Motto: G`musigt und getanzt.
Der Platz war schon sehr voll, obwohl es erst 20.15 Uhr beginnen sollte.
Ganz schnell mußte ich noch eine Sitzbank organisieren, damit die gesamte Gruppe sitzen konnten.
Eintritt wurde nicht verlangt, wir spendeten in die Vereinskasse (war so angesagt worden), schließlich müssen ja die vielen Trachten angeschafft und bezahlt werden.
Das war ein sehr schöner Abend.
Es gab Livemusik mit echter Volksmusik, Schuhplattlerdarbietungen und traditionellen Tanz-u.Kultureinlagen. Und alles natürlich in den klassischen Stubaier Trachten.
Zuletzt wurde noch die Tiroler Landeshymne gespielt, das Andres-Hofer-Lied mit dem heimlichen Text: Dem Land Tirol die Treue.
Die Veranstaltung dauerte bis ca. 22.00 Uhr und da war dann Schlafenszeit.
Mittwoch 08.07.2026 Wanderung Wildewasserweg zur Bsuchalm
Ab 7.30 Uhr war Frühstück und eine Stunde später ging es los mit dem Linienbus an der nur paar Minuten vom Hotel entfernten Bushaltestelle.
Wir fuhren ca. 38 Minuten bis ins hintere Ende des Stubaitals bis Abzweig Sulzenauhütte.
Dort erwartete uns Kevin, wir starteten an der Grawaalm, überquerten den Bergfluss Ruetz und erreichen nach ca. 15 Minuten den nahe gelegenen Grawa-Wasserfall.
Dieser ist mit ca. 85 Metern Breite und rund 180 Metern Fallhöhe der breiteste Wasserfall der Ostalpen .Er ist schon von Weitem zu hören.
Hier kann man die Urgewalt des herabstürzenden Wassers bewundern.
Ein Aufenthalt dort reinigt nachweislich Lunge und Atemwege, also die Aerosole und Ionen tief einatmen.
Entlang des WildeWasserweges geht es gemütlich an der Tschangelair Alm weiter zum nicht weniger spektakulären Langenthaler Wasserfall.
Langsam, aber stetig ansteigend geht es durch den Nadelwald hinauf zur Bsuchalm, die letzte Strecke auf der Alm natürlich flacher.
Die Alm liegt auf 1580 Meter Höhe und hier gibt es herzhafte Hausmannskost, Wildgreichte und hausgemachten Kuchen.
Es war sehr gemütlich und wir verblieben hier bis ca. 13.00 Uhr.
Dann erfolgte der Abstieg ins Tal und danach mit dem Bus wieder zurück zum Hotel, wo wir gegen 15.00 Uhr wieder eintrafen.
Unsere Wanderstrecke heute war ca. 9 Kilometer mit ca. jeweils 450 Meter Aufstieg und Abstieg bei sonnigem Wetter um 26 Grad.
Die Wanderung heute war einfach bis auf den Anstieg hinauf zur Bsuchalm, da war mittelschwer.
Nun war Vesper und Freizeit.
Nach dem Abendessen, welches heute wieder 18.00 Uhr war, trafen wir uns 20.00 Uhr am Hotel und gingen gemeinsam zum Platzkonzert der Musikkapelle Fulpmes zum nahegelegenen Pavillon im Ortszentrum.
Wir waren gerade zur richtigen Zeit gekommen, denn danach füllten sich die Bänke.
Hier wird Tiroler Blasmusik abwechslungsreich mit Märschen, Polka und stimmungsvollen Melodien dargeboten.
Der Eintritt war frei, es wurde aber um eine Spende gebeten, was wir natürlich gern machten.
Für die Spende gab es aber einen hausgemachten Schnaps als Dankeschön.
Das sehr schöne Konzert dauerte bis gegen 21.20 Uhr und wir kehrten nach einem schönen Abend ins Hotel zurück.
Donnerstag 09.07.2026 Wanderung zur Wallfahrtskirche Maria Waldrast am Fuße des Serles
Nach unserem gemeinsamen Frühstück um 7.30 Uhr gingen wir zum Bus, welcher uns heute in die andere Richtung nach Mieders zur Talstation Serlesbahn brachte.
Dort erwartete uns Kevin-unser Wanderguide und wir fuhren mit der Gondelbahn hinauf bis zur Bergstation Koppeneck auf 1600m Höhe.
Zuerst liefen wir zum Serleskirchl, einem Ort der Stille und Andacht inmitten der Natur.
Direkt daneben befindet sich der Stein der 1000 Gedanken und das Herz der Liebe. Franz Auer machte den 9 Tonnen schweren Stein vom Steinbruch am Brennerpass dem Künstler Helmut Strobl zum Geschenk.
Wanderer können ihre Wünsche und persönlichen Botschaften auf Pergamentpapier festhalten und in speziellen Stahlstiften durch den Künstler fest im Stein verankern und eingießen lassen.
Unsere heutige Wanderung sollte uns zur Wallfahrtskirche Maria Waldrast, dem höchstgelegenen Kloster Europas auf 1630m Höhe führen.
Entlang des Quellenweges und dem Kapellenweg mit 15 Andachtsstellen hinauf erreichten wir nach einem kurzen Abstieg das Kloster.
An der historischen Quelle konnten wir das Wasser trinken so wie viele Menschen in der Vergangenheit, welche sich von dem Wasser Heilung versprachen.
Wer wollte, konnte auch seine Waden beim Wassertreten erfrischen.
Wo früher eine kleine Waldlichtung war, steht heute die Wallfahrtskirche Maria Waldrast.
Im Jahr 1407 entdeckten zwei Hirtenbuben am Karsamstag ein Marienbild in einem Baumstamm. Darufhin sägten die Angehörigen der beiden Burschen das eingewachsene Gnadenbild vorsichtig heraus und brachten es in die Pfarrkirche nach Matrei am Brenner.
Als sich der Holzfäller Chritian Lusch zu Pfingsten desselben Jahres auf dem Heimweg von der Arbeit befand, ertönte ein heller Glockenklang. Genau dort, wo heute die Wallfahrtskirche steht, erschien ihm die Mutter Gottes mit einem Kindlein auf dem Arm und erinnerte ihn daran, was ihm eine innere Stimme bereits aufgetragen hatte. Er solle an diesem Ort eine Kirche errichten.
Daraufhin entstand hier bereits 1429 eine erste Kapelle, welche später geweiht wurde.
Die 66cm hohe, bekrönte Gnadenbildfigur aus Lindenholz wurde nach der Aufhebung und Enteignung des Klosters durch die Nazis 1941 von mutigen Männern aus dem bereits verschlossenen Kloster versteckt und gerettet.
Wir hatten ausgiebig Zeit, die Kirche zu besichtigen und dem einzig verbliebenen Klosterbruder bei der Arbeit im Souvenirshop über die Schulter zu schauen, Wer wollte, konnte auch eine Kerze anzünden.
Von nun an ging es bergan durch den Wald und über die Almen, weiter über einen gut ausgebauten Forstweg.
Das Wetter war himmlisch und wir hatten wunderbare Sicht auf die Zillertaler -und Tuxer Alpen. sowie auf den Innsbrucker Hausberg, den Patscherkofel.
Wir ereichten 12.30 Uhr die Ochsenhütte, wo wir eine Stunde Mittagspause bei kühlenden Getränken (es war ja heute auch wieder sehr warm) und leckeren hausgemachten Speisen machten.
Nach einer halben Stunde Wanderung waren wir wieder an der Bergstation Serlesbahn zurück.
Wir verabschiedeten uns von unserem Bergriesen Kevin, welcher uns die letzten Tage so wunderbar geführt hatte.
Er nahm Rücksicht auf das Tempo der einzelnen Reisegäste und legte auch, wenn notwendig, kleine Pausen zum Luft holen bzw. zum Trinken ein (ich bildete ja des Schlußlicht der Wandergruppe).
Er hatte die Wegstrecken + Touren auch den sehr warmen Temperaturen angepaßt und uns viel über die Natur der Alpenregion und zu Tieren erläutert.
Geduldig beantwortete er auch alle Fragen zu seiner Heimat und Allem, was wir wissen wollten.
Dafür gab es ein großes Dankeschön von der Truppe- wir haben uns alle bei ihm super betreut gefühlt.
Heute, bei unserer letzten geführten Wanderung waren wir ca. 9 Kilometer unterwegs mit jeweils ca. 350m Auf-und Abstieg.
Insgesamt kamen bei unseren Gästen verschiedene Meßergebnisse zur Wegstrecke dieser Woche raus -je nachdem, ab wann genau gerechnet wurde.
Kevin kam auf insgesamt 56 Kilometer Wegstrecke mit insgesamt ca. 2200m Aufstieg und ca. 3000 m Abstieg, und das zählt, denn er war ja unser Guide.
Insgesamt waren die Wanderungen als leicht bis mittelschwer einzuordnen, wir brauchten keine Klettersteige zu überwinden- es ging hauptsächlich über gut ausgebaute Wanderwege bzw. Forstwege. Alle Gäste kamen gut zurecht.
An der Serlesbahn gab es die Gelegenheit, mit der Gondel runter zu fahren oder eine Sommerrodelbahn (kostet nichts extra-Fahrt ist in der Stubaicard enthalten, welche wir ja hatten) zu nutzen.
Mit spurgeführten Rodelschlitten ging es eine 2,8 Kilometer Strecke über 40 Steilkurven mit viel Temo (bis fast 40Km/h wurden gemeßen am Zieleinlauf) hinunter.
Das war ein tolles Erlebnis und hat den Schlittenfahrern unserer Gruppe sehr großen Spaß bereitet.
Von Mieders ging es mit dem Bus zurück zum Hotel, es war Vesperzeit.
16.00 Uhr holte uns uns Karl-Heinz zur Ortsführung ab.
Er führte uns ca. 1,.5 Stunden und erzählte uns vieles zur Geschichte und zeigte uns die Sehenswürdigkeiten des Ortes.
Wir waren am Rathaus mit den Freskenmalerein, dem Schlierensauer-Denkmal, welches für erfolgreiche Sportler errichtet wurde, natürlich auch in der Pfarrkirche zum hl. Vitus und im Schmiedemuseum.
Dort wird an die lange Tradition des Bergbaus im nahegelegenen Hochtal und an die vielen Schmieden derr Vergangenheit erinnert.
In der Blütezeit der historischen Eisenverarbeitung gab es um das Jahr 1840 bereits 54 Schmiedewerkstätten.
Neben Werkzeugen und Produkten für die Landwirtschaft wurden mit dem aufstrebendem Klettertourismus auch sehr hochwertige Bergsportartikel geschmiedet.
Alles was für den alpinen Sport gebraucht wurde, wie Eispickel, Steigeisen, Karabiner und Felshaken etc.
Wir konnten viele alte Werkzeuge und Produkte sowie Urkunden sehen.
Hier war die Riedlschmiede- wir waren im Keller in dem raumhohen, original erhaltenem Schmiedebetrieb, welcher durch die Wasserkraft des Schlickbaches angetrieben wurde.
Danach war unser Abendessen und wie die anderen Tage hatte unsere Truppe im Anschluß noch viel Spaß beim Plaudern.
Freitag 10.07.2026 Tag zur freien Verfügung – Fahrt zum Stubaigletscher und nach Innsbruck
7.30 Uhr war Frühstück und eine Stunde später ging es los.
Wir hatten uns am Abend zuvor besprochen und waren deshalb heute nochmal gemeinsam zum Gletscher unterwegs.
Nur ein Gast wollte den großzügigen Wellnessbereich mit Schwimmbad und abwechslungsreichem Saunabereich mit Stubensauna, Finnischer Sauna, Biosauna, Panoramatextilsauna sowie Infrarot-Wärmekabinen oder das Dampfbad nutzen intensiver nutzen.
Wir waren die ganze Woche im Stubaital, hatten den Gletscher immer nur aus der Ferne gesehen, also mußte das sein.
Wir fuhren wir 8.35 Uhr mit dem Linienbus Nr.593 durch das gesamte Stubaital bis zum Ende zur Gamsgartenbahn.
Diese Seilbahn mit modernen großen Gondelbahnen erreichten wir nach ca. einer Dreiviertelstunde.
Wir fuhren bis zur Mittelstation Fernau, stiegen dort um in die Eisgratbahn, welche uns bis zur Bergstation Eisgrat in 2887m Höhe brachte.
Danach Umstieg in die Schaufeljochbahn, welchen uns nun endgültig auf die Bergstation auf 3170m Höhe brachte.
Unmittelbar an der Bahn kann man über eine gesicherte Metallrost-Eisentreppe hinauf auf die Gipfelplattform ``Top of Tirol`` in 3210m Höhe raufgehen.
Es wurden natürlich viele Fotos von den über 100 Dreitausendern, welche man von hier erblicken kann, gemacht.
Bekannte Gipfel in der Nähe sind das Zuckerhütl (3507m), der Wilde Freiger (3277m) und der Wilde Pfaff (3458m) und der Schrankogel (3497m).
Beim Weitblick in die Ferne kann man in südlicher Richtung bis in die italienischen Dolomiten sowie die Ötztaler und Zillertaler Alpen schauen.
Wir hatten gute Sicht und konnten das Panorama genießen.
Die Gletscher schmelzen aber gewaltig, sie gehen ebenso wie die Schneefelder (sind teilweise zum Schutz mit Geotextilvlies abgdeckt) momentan dramatisch zurück.
Wir fuhren zur Mittelstation Fernau zurück und wir kehrten in die Dresdner Hütte ein, eine traditionsreiche,seit 1887 bestehende Schutzhütte.
Im Haupthaus gibt es ca. 140 Betten/Schlafplätzen.
Die Hütte ist Ausgangspunkt für den Stubaier Höhenweg und ist eine der ältesten und bekanntesten Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins im Alpenraum.
Nach der Mittagspause mußten natürlich Fotos am daneben angebrachten Ortsschild von Dresden mit der Entfernungsangabe 509 Km gemacht werden.
In paar Gehminuten ist man an der kleinen Herz-Jesu-Kapelle, und danch fuhren wir wieder hinunter.
12.45 Uhr mit dem Bus durch das schöne Stubaital zurück nach Fulpmes, dort trafen wir ca. 13.45 Uhr wieder ein.
Noch einmal die herrliche Sonne genießen oder relaxen.
Ein paar Gäste fuhren nach Innsbruck, in die nahegelegene Landeshauptstadt Tirols.
Da gibt es ja auch unheimlich viele Sehenswürdigkeiten zu sehen.
Die Altstadt, welche Ende des 15.Jahrhunderts unter Kaiser Maximilan I. ihr Aussehen bekam.
Hinter barocken Häuserfronten und ehrwürdigen Kirchenportalen verbergen sich bedeutende Kulturschätze.
Besonders sehenswert ist die Herzog-Friedrich-Straße mit ihren schattigen Laubengängen, der Stadtturm, der Dom St. Jakob, die kaiserliche Hofburg oder auch die prachtvolle Maria-Theresein-Straße mit ihren Cafes und Geschäften.
Natürlich nicht zu vergessen das Goldene Dachl am Marktplatz, welches an einem Prunkerker mit 2657 vergoldeten Kupferschindeln verziert wurde.
Nach dem gemeinsamen Abendessen um 19.00 haben wir noch in einem separaten Bereich im Posthaus zusammengesessen und die Urlaubswoche nochmal Revue passieren lassen.
Zuerst gab es einen Marillenschnaps, welcher durch unser Reiseunternehmen Eberhardt finanziert worden war.
Und wer mit mir verreist, kommt in den Genuß eines Reisequiz.
Ich hatte Fragen zur besuchten Urlaubsregion vorbereitet- jeder zieht eine Frage und bekommt einen zuvor zugeordneten kleinen Preis aus meinem privaten Fundus.
Und als Zugabe hatte ich noch ein kleines Geschenk für unseren jungen Mann, welcher die ganze Woche der Stimmungsmacher unserer duften Truppe war.
Jetzt war die offizielle Verabschiedung, da unser Tobias (war ja individuell angereist) den nächsten Tag schon zeitig abfahren wollte.
Es war ein super Miteinander und eine sehr schöne Woche mit allen Gästen, deshalb wurde es auch noch ein bißchen emotional und es flossen einige Tränen der Rührung.
Samstag 11.07.2026 Heimreise
Ab 7.30 Uhr war Frühstück und danach war genug Zeit, um bis 11.00 Uhr die Koffer zu packen und in Ruhe auszuchecken.
Während ich auf die Koffer aufpaßte, konnten die Gäste ihre Freizeit bis 14.00 Uh (unserem Abholtermin) noch individuell für kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung nutzen.
Dann ging es mit allen Gästen pünktlich los und wir wurden mit dem Transfertaxi wieder auf diesselbe Stelle wie herzu gebracht.
In Schönberg war kam unser Pendelbus wie die Woche zuvor , diesmal aber mit Busfahrerin Beata und Busfahrer Sergey (wegen der Hin-und Rückfahrt an einem Tag selbstverständlich mit zwei Fahrern).
Nach Pausen in Holzkirchen und Schaittach kamen wir an unseren Ausstiegen in Münchberg + Raststätte Vogtland + Wildenfels/Zwickau + Chemnitz + Nossen an.
Die Gäste wurden verabschiedet und weiter ging es.
Gegen 23.00 Uhr ereichten wir pünktlich Dresden und nun waren wir alle wieder in der Heimat.
Auch hier waren die von mir zuvor avisierten Taxis bzw. Abholer bzw. privaten PKW da, um alle Gäste wieder an ihre Wohnorte zu bringen.
Wunderbare Eindrücke in einer phantastischen Landschaft mit der imposanten Bergwelt der Stubaitaler Alpen.
Wir waren alle begeistert von den vielen Eindrücken dieser lebendigen und blühenden Natur.
Wir unternahmen schöne Wanderungen bei tollstem Wetter.
Leider war die Woche viel zu schnell vergangen.
Aber auch an dieser Stelle nochmal meinen Dank an die gesamte Wandergruppe für die vielen gemeinsamen Momente und Gespräche.
Diese Reise wird noch lange in Erinnerung bleiben und wir hatten mit unserem Bergriesen ja auch den perfekten Guide.
Vielleicht sieht man sich ja auf einer anderen Wanderreise mal wieder.
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