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Die Königsstädte Südpolens

Reisebericht: 16.09. – 21.09.2026

Zu Besuch in
Breslau - oft als königliche Residenzstadt im Süden bzw. in Schlesien genannt und
Krakau -die wohl berühmteste alte Königsstadt und ehemalige Hauptstadt Polens (bis 1596).

Renate Grafe

Ein Reisebericht von
Renate Grafe

Waldenburg - Schloß Fürstenstein – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Waldenburg - Schloß Fürstenstein – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Breslau - die berühmten Zwerge!!! – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Breslau - historische Kreuzkirche – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Breslau - Kathedrale St. Johannes des Täufers – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Krakau - Wawel  – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Krakau - Inspiro Vintage Shop  Stadtteil Kazimierz – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Krakau -alte Synagoge - Stadtteil Kazimierz – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Krakau - Innenhof, Collegium Maius - der Jagiellonen Uni – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Krakau - Chopin Konzertsaal – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Wieliczka - Salzbergwerk – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL) Krakau - am Abend  – © Renate Grafe (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Breslau und Schloss Fürstenstein

Am Mittwoch, begann unsere gemeinsame Reise nach Polen. Nachdem am Flughafen Dresden auch die letzten Gäste zugestiegen waren, führte unser Weg zunächst durch Sachsen und weiter in Richtung polnische Grenze.
Bei bestem Reisewetter gab es unterwegs bereits einiges zu erzählen. Wir schauten auf die Orte und Landschaften entlang unserer Strecke, erfuhren Wissenswertes über die Geschichte Polens und natürlich darüber, wie sich unser Nachbarland in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Unser erster großer Höhepunkt wartete jedoch bereits am Nachmittag. Schloss Fürstenstein, eines der bekanntesten Schlösser Schlesiens. Die Anlage beeindruckte nicht nur durch das Schloss selbst, sondern ebenso durch die weitläufigen Garten- und Parkanlagen. Bei dem herrlichen Wetter konnten wir unseren ersten gemeinsamen Programmpunkt richtig genießen.
Am frühen Abend erreichten wir schließlich unser Hotel HP Park Plaza in Breslau. Um 18:30 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen.
Eigentlich war anschließend noch unser erster kleiner Spaziergang durch Breslau geplant – doch Petrus hatte offensichtlich andere Vorstellungen. Es schüttete wie aus Eimern.
Also hieß es: Füße hoch, ankommen und Kraft für Breslau tanken.

Breslau entdecken und die Stadt bei Nacht erleben

Der Donnerstag gehörte ganz Breslau.
Um 9:00 Uhr trafen wir unseren Reiseleiter Marek, und dann ging es auf Entdeckungstour. Zunächst erkundeten wir die Stadt teilweise mit dem Bus, bevor wir zu Fuß mitten in die historische Innenstadt eintauchten. Marek zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und erzählte uns viel über die wechselvolle Geschichte Breslaus – von den historischen Wurzeln der Stadt bis zum heutigen Wrocław. Bis etwa 13:30 Uhr waren wir gemeinsam unterwegs. Danach begann die Freizeit, die jeder nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten konnte. Mit einigen Gästen ging es zunächst noch gemeinsam zum Essen in den Ratskeller. Danach blieb genügend Zeit, Breslau auf eigene Faust zu erkunden, durch die Straßen zu bummeln oder einfach irgendwo einen Kaffee zu genießen.
Am Abend gab es dann noch ein freiwilliges kleines Extra. 18:30 Uhr trafen wir uns wieder in der Hotellobby. Wer Lust hatte, begleitete uns zur Jahrhunderthalle, wo wir die berühmten Wasserspiele erleben konnten.
Und die waren wirklich sehenswert! Rund 15 Minuten lang boten Wasser, Licht und Musik ein kleines Spektakel. Danach ließen wir den Abend ganz gemütlich ausklingen.
Der Rückweg führte uns zu Fuß durch das nun beleuchtete Breslau. Die Stadt wirkte am Abend noch einmal ganz anders – ruhiger, stimmungsvoller und mit ihren beleuchteten Gebäuden beinahe ein wenig romantisch.
Ein schöner Abschluss unseres Breslau-Tages.

Von Breslau über Oppeln nach Krakau

Am Freitag hieß es Abschied nehmen von Breslau. Um 9:00 Uhr starteten wir Richtung Krakau. Unser nächstes Ziel war Oppeln (Opole).
Bereits gegen 10:30 Uhr erreichten wir das Freilichtmuseum des Oppelner Dorfes. Und hier darf man ruhig sagen -- WOW!
Unsere Gäste waren von der Anlage und den historischen Gebäuden richtig begeistert. Zwischen alten Bauernhäusern, Wirtschaftsgebäuden und dem ländlichen Leben vergangener Zeiten bekam man einen sehr anschaulichen Eindruck davon, wie die Menschen in dieser Region früher gelebt und gearbeitet haben.
Anschließend ging es weiter Richtung Krakau. Das Mittagessen gab es ganz unkompliziert aus unserer Busverpflegung – schließlich hatten wir noch einige Kilometer vor uns.
Gegen 17:00 Uhr, erreichten wir schließlich Krakau und unser Hotel.
Um 17:30 Uhr trafen wir uns bereits wieder in der Lobby. Bei inzwischen weiterhin perfektem Wetter machten wir uns gemeinsam zu Fuß auf den Weg zum Wawel, dem Wahrzeichen Krakaus.
Der erste Eindruck dieser Stadt, bei diesem Wetter, hätte kaum schöner sein können. Einige Gäste entschieden sich anschließend, auf eigene Faust zurückzugehen. Um 19:00 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Das Restaurant war allerdings ziemlich eng, das Essen selbst war gut – beim Personal schien die Freude über unsere größere Gruppe dagegen etwas begrenzt zu sein. Aber auch das gehört zu einer Reise dazu – und insgesamt ging der erste Krakau-Abend mit vielen neuen Eindrücken zu Ende.

Krakau: Kazimierz, Wawel, Altstadt & Chopin

Der Samstag begann früh. Ab 7:00 Uhr stand das Frühstück bereit.
Danach trafen wir unseren Krakauer Reiseleiter Christian. Und diesmal ließen wir den Bus stehen – Krakau lässt sich ohnehin wunderbar zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken. Mit der Bahn ging es in Richtung Innenstadt. Für unsere Gäste über 70 Jahre war die Fahrt kostenlos. Anschließend begann unser ausführlicher Stadtrundgang. Christian zeigte uns die großen Sehenswürdigkeiten Krakaus und führte uns durch die historische Innenstadt, zum Wawel und natürlich auch durch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz. So bekamen wir an diesem Tag nicht nur die prachtvolle Seite Krakaus zu sehen, sondern auch die vielen unterschiedlichen Facetten dieser außergewöhnlichen Stadt. Bis etwa 14:30 Uhr waren wir gemeinsam unterwegs. Danach blieb wieder Zeit für eigene Entdeckungen. Zum gemeinsamen Mittagessen trafen wir uns in der Gaststätte „Jadlodajnia U Stasi“. Hier ging es deutlich bodenständiger zu – echte polnische Küche, unkompliziert und landestypisch. Am Abend wartete dann noch ein ganz besonderer Programmpunkt. Um 18:30 Uhr trafen wir uns wieder in der Hotellobby und machten uns gemeinsam auf den Weg zum Chopin-Konzert. Wer wollte, konnte mit der Bahn fahren, andere gingen zu Fuß. Schon der Empfang mit einem Glas Sekt sorgte für eine schöne Atmosphäre. Und dann wurde es musikalisch, Chopins Klaviermusik in der besonderen Atmosphäre des Konzertsaals – ein sehr stimmungsvoller Abend. Die Musik war der eigentliche Höhepunkt, mal ruhig und beinahe verträumt, dann wieder temperamentvoll und virtuos. Ein schöner Moment, um nach den vielen Eindrücken der vergangenen Tage einfach einmal zuzuhören und den Abend zu genießen. Gegen 20:15 Uhr war das Konzert beendet. Danach konnte jeder selbst entscheiden, noch ein wenig Krakau genießen, auf eigene Faust zurück zum Hotel gehen oder sich uns für den gemeinsamen Rückweg anschließen. Vier Tage – und schon unglaublich viele Eindrücke.
 Breslau mit seiner bewegten Geschichte, die Fahrt durch Schlesien, Oppeln als überraschender Zwischenstopp und nun Krakau mit Wawel, Kazimierz und Chopin.

Krakauer Spezialitäten und ein letzter Abend mit Klezmer

Der Sonntag stand zunächst zur freien Verfügung. Wer wollte, konnte Krakau noch einmal auf eigene Faust erkunden. Einige Gäste nutzten die Zeit für ganz persönliche Entdeckungen. Für manche war Krakau ein Wiedersehen mit der eigenen Familiengeschichte – Eltern oder Großeltern waren einst aus Breslau vertrieben worden. Andere hatten in Krakau studiert oder ganz eigene Erinnerungen mit der Stadt verbunden.
Für 12 Gäste stand dagegen ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm - das Salzbergwerk Wieliczka. Und „Salzbergwerk“ klingt eigentlich viel zu harmlos für das, was uns dort erwartete.
Über rund zwei Stunden ging es durch eine kaum vorstellbare unterirdische Welt – mit Stollen, Kammern, Treppen und beeindruckenden aus Salz geschaffenen Räumen. Man hatte tatsächlich das Gefühl, eine komplette Stadt unter der Erde zu entdecken.
Und irgendwann hieß es dann, zurück nach oben. Mit dem Fahrstuhl ging es in ungefähr 1 Minute wieder ans Tageslicht. Was sich zunächst nach einer schnellen und praktischen Lösung anhört, wurde für manche zu einem ziemlich „engen“ Erlebnis.
Oben angekommen, durfte natürlich noch ein Besuch im Salzshop nicht fehlen – schließlich wollte niemand das Salzbergwerk verlassen, ohne wenigstens ein kleines Stück Salz mit nach Hause zu nehmen. Anschließend stärkten wir uns gemeinsam an einem Imbiss. Und dort gab es für einige die erste Krakauer Wurst. Fazit nach dem ersten Bissen - hervorragend!
Gegen 14:30 Uhr traten wir die Rückfahrt nach Krakau an. Die übrigen Gäste, die nicht mit nach Wieliczka gefahren waren, hatten inzwischen ihre eigenen Wege gefunden. Einige waren weiter auf Entdeckungstour durch Krakau, andere besuchten beispielsweise noch das Museum auf dem Wawel. So konnte jeder seinen letzten freien Tag ganz nach seinen persönlichen Interessen gestalten.
Unser letzter gemeinsamer Abend.
Am Abend trafen wir uns wieder in der Hotellobby. Schließlich wollten wir unseren letzten Abend in Krakau gemeinsam verbringen.
Ziel war das Klezmer-Hois im historischen Viertel Kazimierz.
Die Anreise erfolgte wieder ganz unkompliziert. Einige Gäste fuhren mit der Bahn, andere machten sich zu Fuß auf den Weg. Gegen 18:15 Uhr waren schließlich alle angekommen.
Wir teilten uns dabei in zwei Gruppen: Unser Busfahrer Denis ging an der Weichsel entlang, während ich mit einer Gruppe durch die Stadt zum Restaurant lief.
Im Klezmer-Hois erwartete uns eine sehr angenehme Atmosphäre. Die Gaststube machte sofort einen gemütlichen Eindruck – und dann passte auch der Rest. Das Essen war gut, die Klezmer-Musik war gut und auch Bier und Wein schmeckten an diesem Abend besonders gut.
Vielleicht lag es daran, dass wir inzwischen schon einige gemeinsame Tage hinter uns hatten. Vielleicht auch einfach daran, dass es unser letzter gemeinsamer Abend in Krakau war.
Auf jeden Fall wurde es ein schöner Abschluss eines erlebnisreichen Tages – und einer Reise, die uns von Breslau über Schlesien bis nach Krakau geführt hatte.

Heimreise nach Deutschland

Am Montag hieß es Abschied nehmen von Krakau.
Nach einem frühen Frühstück ab 6:30 Uhr wurden die letzten Koffer gepackt und um 8:15 Uhr verladen. Pünktlich um 8:45 Uhr starteten wir zur Heimreise.
Die erste Pause legten wir etwa 60 Kilometer hinter Breslau ein. Gelegenheit zum Tanken, für einen kurzen Toilettenstopp und natürlich zum Beine vertreten.
Gegen 13:30 folgte die zweite Pause bei MOL Czema. Hier gab es unsere bewährte Busverpflegung zum Mittag. Keine klassische Raststätte, dafür saubere und kostenlose Toiletten – und nach einigen Tagen gemeinsamer Reise inzwischen fast schon ein eingespieltes Ritual.
Gegen 15:30 Uhr erreichten wir die Grenze nach Deutschland. Hier wurden wir noch einmal etwas ausgebremst, Stau am Grenzübergang - 1 Stunde!
Am Ende ging aber auch die letzte Etappe gut vorbei. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir den Flughafen Dresden und damit den ersten Rückkunftsort der meisten Gäste. Die anderen Gäste erreichten auch wie geplant ihre Ziele.
Danach wurden die Gäste mit ihren Transfers weitergebracht. Damit ging eine erlebnisreiche Reise zu Ende – sechs Tage voller Geschichte, beeindruckender Städte, gemeinsamer Erlebnisse und natürlich auch vieler kleiner Geschichten am Rande.
Viele Teilnehmer bedankten sich ausdrücklich für die schöne Reise und baten darum, ihren Dank auch an die Reisemanager weiterzugeben.
Der mehrfach geäußerte Vorschlag, von vielen Gästen war, die Reihenfolge umzudrehen
Erst Krakau – dann Breslau. Ein Gedanke, über den man durchaus nachdenken kann.


Liebe Reisegäste,
sechs Tage sind viel zu schnell vergangen – und schon liegt unsere gemeinsame Reise nach Breslau und Krakau hinter uns.
Wir haben gemeinsam Geschichte erlebt, beeindruckende Städte entdeckt, sind durch Breslau und Krakau gelaufen, haben Schlesien durchquert, eine unglaubliche Welt unter Tage gesehen, polnische Küche probiert, Musik gehört und viele schöne gemeinsame Stunden erlebt.
Danke, dass Sie mit Eberhardt TRAVEL und mit uns unterwegs waren! Ich hoffe, dass jeder von Ihnen nicht nur Souvenirs im Koffer mit nach Hause genommen hat, sondern vor allem viele schöne Erinnerungen! Bleiben Sie gesund, neugierig und reiselustig– und behalten Sie unsere gemeinsame Reise in guter Erinnerung. Es war schön, mit Ihnen unterwegs zu sein.
Herzlichen Dank
Denis und Renate


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