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Lissabon und 4 Azoren Inseln 2.–16.06.2026

Reisebericht: 02.06. – 16.06.2026

Für die portugisische Hauptstadt bekamen wir einen Tag "geschenkt " und die Azoren übertrafen all unsere Erwartungen...

Ria Heilmann

Ein Reisebericht von
Ria Heilmann

Lissabon, Hieronimuskloster, Kreuzgang – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Lissabon, Alfama abends – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Sintra, Regaleira – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Pontadelgada,  Kathedrale  – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Ankunft in Horta auf Faial – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Faial, Caldeira – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Faial, Blick auf Horta vom Mirador Espalamaca – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Pico, Cachorro-das Hündchen – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Fahrt durch die Weiden zur Serra do Cume – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Praia de Vitoria,  Matriz Kirche – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Angra, Jesuitenkirche  – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL) Abflug von Terceira – © Ria Heilmann (Eberhardt TRAVEL)

Anreise bereits am 2.6.26

In Portugal war für den 3.6.26 - unseren Anreisetag - ein Generalstreik angesagt und somit alle Flüge vom Ausland storniert. Kurzfristig organisierte Eberhardt Travel die Anreise bereits am 2.6.26 und alle gebuchten Gäste konnten die verfrühte Anreise einrichten. Welch ein Glück !! Wir flogen am späten Nachmittag mit der TAP Portugal von Berlin, Hamburg und Frankfurt nach Lissabon und erreichten, wenn auch mit Verspätung unser Ziel. Im Hotel war alles für unsere Ankunft vorbereitet und nach dem Checkin gönnten wir uns in der Hotelbar noch einen Drink.

Ein geschenkter Tag in Lissabon am 03.06.2026 – 12km zu Fuss

Ab 7 Uhr gab es Frühstück im Hotel und wegen des Generalstreikes fuhr keine Metro und Museen waren geschlossen. So trafen wir uns 9.30 Uhr und erkundeten zunächst die nähere Umgebung unseres Hotels zu Fuss. Ganz in der Nähe lohnte ein Spaziergang durch den Gulbenkian Park und wir erfuhren, dass sogar Abteilungen im Museum der Moderne geöffnet waren für Besucher. Einige Gäste nutzten diese Möglichkeit und besuchten das Museum. Wir gingen weiter zu Fuss vorbei am Einkaufscenter hinauf zu einem kleinen See mit einem netten Cafe und zum Aussichtspunkt oberhalb des Parkes Eduard II. Von dort hatten wir einen schönen Blick auf Lissabon bis hinunter zum Tejo. Im Juni werden in der Stadt und in ganz Portugal viele Feste gefeiert und dazu sind draussen Stände und Bühnen aufgebaut. Rechts und links vom Park Eduard II gab es das grösste Bücherangebot im Freien mit zahlreichen Ständen. Am Kreisverkehr Marques Pombal trennten sich unsere Wege, einige Gäste gingen zurück zum Hotel und einige mit mir weiter zu Fuss in die Altstadt immer entlang der Avenida da Liberdade im Schatten der grossen Bäume. Auf der Strecke der im September 2025 verünglückten Standseilbahn wanderten wir steil bergan in den Stadtteil Bairro Alto mit wunderschönen alten Gassen. Wir fanden ein kleines Lokal für einen Mittagsimbiss und gut gestärkt gingen wir über steile Gassen hinunter ans Ufer des Tejo. Dort hatten Sandkünstler Tiere in den Sand "gezaubert ". Über die Praca do Comercio und durch den Triumph Bogen erreichten wir die Rua Augusto und gönnten uns dort ein leckeres Eis . Über den Rossioplatz spazierten wir dann auf gleicher Strecke zurück und erreichten nach 12 km wieder unser Hotel. Das Abendessen nahmen wir im Restaurant Maria Peixeira ein und da gab es sehr leckere Fischgerichte.

Lissabon Stadtrundgang am 04.06.2026 – 12 km zu Fuss

Um 9 Uhr nun startete unser offizielles Programm in Lissabon. Unsere Reiseleiterin Andrea holte uns im Hotel ab und unser Busfahrer Henrique stand mit einem großen Bus zur Abfahrt bereit. Zunächst wurden die Audio Geräte verteilt und dann fuhren wir in die Innenstandt bis zum Restauradores Platz. Bis dahin dürfen die Reisebusse fahren und für uns ging es nun weiter zu Fuss durch Lissabon. Vorbei am Rossio Bahnhof, von dem noch heute die Züge nach Sintra abfahren, machten wir einen längeren Stopp auf dem Rossio Platz, dem zentralen geschäftigen Platz in Lissabon. Das wunderschöne Wellenmuster am Boden aus weissem Kalkstein und schwarzen Basaltgestein schmückt den ganzen Platz. Die Nordseite wird dominiert vom neoklassizistischen Bau des Nationaltheaters D.Maria II und das wurde nach dem schweren Erdbeben 1755 auf den Mauern des ehemaligen Königspalastes errichtet. In der Mitte des Platzes steht auf dem Sockel der portugisische König Dom Pedro IV, der zugleich als Pedro I brasilianischer Kaiser war. Unser Spaziergang führte weiter durch die Rua Augusta in der Baixa. In der Manteigaria Bäckerei mit den leckeren Pasteis de Nata legten wir eine kurze Pause ein. Dann ging es weiter mit den beiden Aufzügen hinauf zum Castelo. Das letzte steile Stück mussten wir zu Fuss gehen und am Eingang zum Castelo war am Vormittag noch kein Andrang. So konnten wir die tollen Ausblicke auf die Stadt, den Tejo und das Museum im Castelo ganz entspannt geniessen. Danach besuchten wir kurz eine historische Fliesenmanufaktur, in der noch die alten Fliesenmuster nach historischen Vorlagen hergestellt werden. Nach dem Besuch des Aussichtspunktes gingen wir über viele Stufen und durch schmale Gassen durch die Alfama bis hinunter zum Tejo. Andrea zeigte uns eine urige Einkehrmöglichkeit, wo wir Vino Verde und Bifana probieren konnten. Aber auch eine Pizzeria und verschiedene Restaurants standen für die Mittagspause zur Verfügung. Über den Praca Comercio, durch den Triumphbogen und über die Rua Augusta erreichten wir wieder den Rossioplatz und da spendierte Eberhardt Travel für jeden einen Ginja, den für Lissabon berühmten Sauerkirschlikör.
Mit unserem Bus fuhren wir nun nach Belem, wo wir zunächst den Turm von Belem und kurz darauf das Entdecker Denkmal besichtigten. Durch die Unterführung gelangten wir zum Hieronimuskloster und reihten uns in die Schlange der Wartenden ein. Für viele wichtige Sehenswürdigkeiten muss man in Portugal über das Internet einen Slot buchen, um so den riesigen Touristenstrom besser zu regulieren.
Auf unserem Programm stand die Besichtigung des Kreuzganges im Hieronimuskloster. Wir begannen im oberen Kreuzgang und besuchten später auch den unteren. Andrea machte eine wunderbare Führung und so sahen wir auch die besonderen Kleinigkeiten in den Verzierungen.
Die Kirche des Hieronimusklosters konnte ohne Slot und Eintritt anschliessend besucht werden. Ganz in der Nähe befand sich die berühmte Bäckerei Pasteis de Belem und der statteten wir natürlich auch noch einen Besuch ab. Mit dem Bus ging es dann zurück ins Hotel.
Am Abend hatten 8 Gäste der Gruppe eine Fado Veranstaltung in der Altstadt gebucht. Ein Van brachte uns in die Nähe des Lokals. Nach einem schmackhaften Abendessen mit Wein genossen wir eine Fadosängerin und zwei Musikanten, die auf der Gitarre und der portugisischen Mandoline virtuos spielten. Nach dem Fado spazierten wir durch die geschmückten Strassen der Alfama und mit dem Van gings zurück ins Hotel.

Sintra und Atlantikküste mit Cabo da Roca und Cascais am 05.06.2026

Über die Autobahn und Schnellstrasse verliessen wir Lissabon. Unser Ziel war Sintra in den bewaldeten Hügel auf 600 m Höhe gelegen, Dort bleiben oft die Wolken vom Atlantik hängen und es gibt Nebel. Wir aber hatten grosses Glück und erlebten Sintra mit Sonne. Verschiedene Herrscher bauten hier oben in der Kühle Paläste und Sommerresidenzen. Der Palacio Nacional im Zentrum von Sintra war über 5 Jahrhunderte die Sommerresidenz der portugisischen Könige und ist wegen seiner hohen Schornsteine von weitem schon zu sehen. Die Burg der Mauren aus dem 9.Jahrhundert tront über allem auf einem Hügel. Wir aber hatten den Besuch der Quinta da Regaleira auf dem Programm. Antonio Augusto Carvalho Monteiro hatte die Idee und sehr viel Geld und er liess das Anwesen vom italienischen Bühnenbildner Luigi Manini gestalten. 1910 war es fertig. Es zählt zum Kulturerbe der UNESCO mit seinem fantastischen Park, dem Schloss und der Kapelle. Hauptanziehungspunkt ist der Initiations Brunnen, in den man 124 m hinaub steigt und dann in verschiedene Grotten gelangt. Wir spazierten ausgiebigst durch den Park, hinuter in den Brunnen und besuchten zum Schluss auch Räume des Schlosses. Vom Stadtzentrum Sintras brachte uns der Busfahrer durch eine abwechslungsreiche Landschaft an die Atlantikküste zum westlichsten Punkt am europäischen Festland - dem Cabo da Roca. Das bot herrliche Fotomotive und wir genossen die frische Atlantikbrise.
Der nächste Stopp war in Cascais und dort machten wir die verspätete Mittagspause im Restaurant, am Strand, beim Eis essen - jeder so wie er/sie es wollte. Zurück am Hotel verabschiedeten wir uns herzlich von unserem Fahrer Henrique. Heute mussten noch die Koffer gepackt werden, denn morgen endlich nun flogen wir auf die Azoren.

Flug auf die Azoren nach Pontadelgada am 06.06.2026

Heute konnten wir ausschlafen und das gute Frühstück im Hotel Olissippo noch einmal geniessen. Am Vormittag fuhr Andrea mit uns zum Flughafen in Lissabon und war uns behilflich beim Einchecken an den Automaten und beim Gepäck aufgeben. Zu schwere Koffer mussten umgepackt werden und wir halfen uns gegenseitig die Probleme zu lösen. Nun hiess es Abschied nehmen von Andrea, die uns mit ihrem grossen Wissen und ihrer Hilfsbereitschaft erlebnisreiche Tage in Lissabon und Umgebung gestaltet hatte. Der Start unseres Fluges verspätete sich und vor der Landung in Pontadelgada informierte uns der Pilot über die Schliessung des Flughafens wegen extrem starken Bodennebel und Wind. Der erste Landeversuch scheiterte, aber beim zweiten landeten wir sicher. Große Erleichterung bei allen Passagieren machte sich breit und stürmischer Beifall für die Crew beendete diesen Flug. Alle Koffer waren da und mit Frederik und unserem Fahrer Marcello fuhren wir in unser Hotel Marina Atlantico in Pontadelgada. Zum Begrüßungsabendessen gingen wir ins Restaurant Momentos und genossen die azorianischen Spezialitäten. Danach konnte man gleich zurück ins Hotel gehen oder mit mir eine erste Erkundungsrunde durch das beleuchtete Pontadelgada unternehmen.

Furnas, Cozido Essen, Terranostra Park, Vila Franca do Campo am 07.06.2026

Heute lernten wir Emma, unsere Reiseleiterin für die Ausflüge auf der Insel Sao Miguel kennen. Wir entschieden, die Tour im Norden am Aussichtspunkt Iria zu beginnen und anschliessend die Teeplantage und Fabrik Gorreana zu besuchen. Gorreana ist die letzte noch in Betrieb befindliche der einst 16 großen Teefabriken auf der Insel. Seit vorigem Jahr hat zusätzlich wieder eine kleine Teeplantage die Arbeit aufgenommen. Die Teepflanze gehört zu den Kamelienarten. Zwei Herren aus Macao, einst Kolonie von Portugal, hatten im 19.Jahrhundert die Kenntnisse über die Teekultivierung auf die Azoren gebracht. Die klimatischen Bedingungen passten gut und so entstanden die einzigen Teeplantagen Europas. Gorreana produziert auf 25 ha Fläche jährlich 40 Tonnen Tee und ist damit sehr erfolgreich. Von April bis Oktober werden aller 10 Tage die ersten 3 Blätter am Teestrauch maschinell geernet. In der Fabrik erläuterte uns Emma die einzelnen Schritte für die Herstellung des weissen, grünen und schwarzen Tees und produziert wird noch immer mit den alten Maschinen. Am Schluss des Rundganges durften wir den grünen und/oder schwarzen Tee probieren und natürlich auch kaufen im Shop. Danach fuhren wir in Richtung Furnas und machten zunächst einen Fotostopp am Pico do Ferro mit Blick auf Furnas und den Furnas See. Wir konnten die Kochstellen entdecken und dorthin brachte uns der Bus als nächstes. Der Cozido wird in einem grossen Topf für 6 bis 7 Stunden im heissen Erdloch gegart. Fleisch vom Rind, vom Schwein, Wurzelgemüse, Huhn, Kohl, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Yamswurzel werden in den Topf gegeben und garen im eignen Saft. Damit entsteht auch eine leckere Sose, die dann mit Reis als Beilage serviert wird. Soviel zur Theorie. Nachdem unser Topf "geborgen" war, fuhren auch wir hinunter nach Furnas in Tony´s Restaurant. Und dort endlich durften wir den leckeren Cozido geniessen. Den Nachmittag verbrachten wir im Terranostra Park in Furnas und da lockte vor allem ein Bad im riesigen Thermalpool. Aber auch der grosse Botanische Garten lud zu einem Rundgang ein. Der einstige amerikanische Konsul Thomas Hickling kaufte das Anwesen Ende des 18.Jahrhunderts, errichtete eine Villa und legte den Grundstein für den Park. In den 1930er Jahren kaufte Vasco Bensaude den Park und liess ein Hotel bauen. Er selbst hatte grosse Kenntnisse als Gärtner und zusammen mit seinem schottischen Gärtner John McEnroy wurde der Park umgestaltet. Auf der Rückfahrt legten wir in Vila Franca do Campo eine Pause am Hafen ein und ich besorgte für jeden eine Queijada zum Probieren.

Keramikfabrik Lagoa, Ribeira Grande, Feuersee und zusätzlich Ananas Plantage 08.06.2026

Wir starteten wieder um 9 Uhr und fuhren entlang der Südküste durch die kleinen Ortschaften bis nach Sao Roque, wo wir bei der alten Festung den ersten Fotostopp machten. Im Ort gibt es eine berühmte Kirche am Meer, die gerne für Hochzeiten und andere Feste genutzt wird. Weiter ging es nach Lagoa an der Südküste und dort stand die Besichtigung der Cerâmica Vieira Fabrik auf unserem Programm. Emma begann ihren ausführlichen Rundgang bei der Lagerung der einzelnen Tonarten im Freien. Es folgte die Abteilung mit den Tonformen, die manuelle Herstellung von Tongefässen, das Lackieren, von Hand Bemalen und das Brennen. Es sind 10 Arbeiter aus dem Ort angestellt und alle Gefässe sind sehr individuell gestaltet. Auch Auftragsarbeiten werden durchgeführt. Danach fuhren wir durch die Inselmitte zur Nordküste und legten eine "Badepause" am Santa Barbara Strand ein. Allerdings war der Wellengang so heftig, dass wir nur mit den Füssen ins Wasser gingen.
Im Nachbarort Ribeira Granda machten wir eine längere Mittagspause. Wir besuchten den Werksverkauf mit Verkostung der Likörfabrik Mulher de Capote und nach der individuellen Mittagspause besichtigten wir die Heiliggeist Kirche und die Hauptkirche Matriz Estrella am höchsten Punkt der Stadt. Die ganze Zeit schauten wir immer wieder hinauf zu den Bergen, denn ein Blick auf den Feuersee stand noch heute auf unserem Programm. Frohen Mutes fuhren wir hinauf und unser Bus parkte beim Miradouro Fogo. Wir liefen ein Stück nach vorn und genau in diesem Augenblick zogen die Wolken auf und gaben den Blick frei auf den unten liegenden Feuersee. Mit dem Bus fuhren wir über den Barroso Pass zur Südküste und zurück nach Pontadelgada. Dort besuchten wir noch eine Ananas Plantage. Zur Zeit gibt es 14 Ananas Produzenten auf Sao Miguel und alle bauen die Ananas in Gewächshäusern an. Die Ananas von Sao Miguel kommt ursprünglich aus Venezuela und ist eine Glattblattananas. Emma erklärte uns an Hand von Ausstellungsstücken den langen Prozess der Vermehrung und der Aufzucht. Wir alle waren beeindruckt von dem großen Aufwand und nun versteht man auch den deutlich höheren Preis für die Azoren Ananas. Aber der Geschmack ist grandios und ein echtes Erlebnis. Wir durften einen Ananas Schnaps probieren und im Shop war das Angebot an Souvenirs überwältigend.

Sete Cidades, Museum Capelos und Stadtrundgang Pontadelgada am 09.06.2026

Der letzte Ausflug auf der Insel Sao Miguel führte uns ganz in den Westen der Insel. Unterwegs gab es verschiedene Fotostopps mit Blick auf die Nordküste und an einem ehemaligen Aquädukt. Am Aussichtspunkt Vista do Rei - dem Königsblick - hatten wir eine gute Sicht auf den blauen und den grünen See im grossen Vulkankrater von Sete Cidades. Die Hortensienbüsche hatten ihre ersten Blüten geöffnet und das war der perfekte Rahmen für unsere Fotos. Auf der Bergabfahrt gab es einen weiteren Halt beim Santiago See, einem mit Regenwasser gefüllten Krater. Weiter unten auf der Brücke zwischen dem grünen und blauen See konnten wir den Padlern zuschauene. In Sete Cidades machten wir eine längere Mittagspause und konnten so in den kleinen Ort alles in Ruhe erkunden. Dann fuhren wir wieder hinaus aus dem grossen Krater und machten an der Westküste einen Stopp an der Aussichtspunkt über Mosteiros Sao Miguel
Ponta do Escalvado mit Blick auf Mosteiros und den markanten Felsen im Meer. Nach Süden war die Ponta da Ferraira zu sehen, eine Faja mit heissen Quellen im Meer. Vor langer Zeit floss heisse Lava ins Meer und verursachte Dampfexplosionen. Heute sickert eine freie geothermische Quelle dort ins Meer und in einem Naturpool kann man bei Ebbe schwimmen gehen im warmen Wasser. Anschliessend umrundeten wir die Nordwestküste von Sao Miguel und kamen nach Capelos, wo es ein interessantes Museum zu besichtigen gab. Manuel João Melo eröffnete 1998 diese umfangreiche private Sammlung zum traditionellen azorianischen Handwerk und mit vielen historischen Gegenständen aus dem 19. und 20.Jahrhundert. In einer Weberei kann man den Frauen bei der Arbeit zuschauen und die Produkte auch kaufen. Der Gründer des Museums, heute 87 Jahre alt, ist zusammen mit seiner Frau auch immer noch im Museum tätig.
Kurz nach 15 Uhr waren wir zurück im Hotel und bedankten uns sehr herzlich bei Emma und unserem Fahrter Marcello für 3 erlebnisreiche Tage auf Sao Miguel. Wer noch Lust und Energie hatte, ging mit Emma und mir noch auf einen Stadtrundgang zu Fuss durch Pontadelgada. Das Abendessen nahm der grösste Teil der Gruppe mit mir im Restaurant San Pedro ganz in der Nähe unseres Hotels ein. Und dann mussten wieder die Koffer gepackt werden.

Flug auf die Insel Faial, Stadtrundgang in Horta und Essen vom heissen Stein am Abend am 10.06.2026

Sehr sehr früh klingelten heute unsere Wecker. Aber im Hotel Restaurant war schon ein kleines Frühstück für uns vorbereitet. 5 Uhr holte uns Christina, unsere Reiseleiterin für die Inseln Faial und Pico, im Hotel ab und gemeinsam fuhren wir zum Flughafen. Ein kleines Propellerflugzeug brachte uns in nur 40 Minuten vorbei am Pico Berg nach Horta auf Faial. Mit uns kamen 2 weitere Gruppe an und alle waren im Hotel Azoris Faial Garden untergebracht. So brauchte es bei den checkin Formularitäten einige Zeit bis alles erledigt und unsere Koffer sicher eingestellt waren. Nun machten wir uns auf den Weg zur Stadtbesichtigung in Horta. Im Gelände des heutigen Hotel Azoris Faial Garden war einst die amerikanische Kabelgesellschaft untergebracht und man hat im Gelände noch einen Kasten mit den alten Überseekabeln erhalten. Dort begann unser Rundgang mit dem wichtigen Kapitel in der Geschichte von Horta. Ab 1893 entwickelte sich Horta zum Zentrum der globalen Telekommunikation. Ab 1900 war die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft (DAT) tätig und verlegte ein Seekabel von Emden nach Horta und weiter nach New York. Aber auch Engländer, Amerikaner und die Portugiesen beteiligten sich am Verlegen der Seekabel. Im Museum erfuhren wir später mehr zu diesem Thema. Unser Rundgang führte durch die ehemalige deutsche Siedlung der Kabelgesellschaft, wir sahen das neue Gebäude des Parlamentes und durch die Hauptstrasse kamen wir vorbei am ehemaligen Franziskaner Kloster, dem Gebäude der Bank von Portugal und dem Jesuitenkloster. Es war drückend warm und die Mittagszeit rückte näher. Wir suchten uns ein Cafe für die Mittagspause und ein Teil unserer Gruppe ging noch weiter bis zum Peter Cafe Sport und kehrte dort zu Mittag ein. Dann war die Zeit zum checkin gekommen und so war Zeit zum Koffer auspacken oder für ein Nachmittagsschläfchen. Zum Abendessen gingen wir wieder hinunter zum Cafe Peter Sport um einen Gin Tonic mit Blick zur Nachbarinsel Pico zu probieren. Nur ein kurzes Stück war es von dort bis zum Canto da Doca, wo wir ein besonderes Abendessen vom heissen Stein geniessen konnten. Jeder suchte selbst die Zutaten aus, die er/sie zubereiten wollte und so wurde dieser Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Inselrundfahrt auf Faial am 11.06.2026

Das Frühstück gab es im Haupthaus in einem grossen Frühstücksraum mit leider nur 2 Kaffee Kapsel Maschinen. Das brachte Herausforderungen gleich am Morgen. Mit Christina und Nono, unserem Fahrer starteten wir zur Südküste von Faial, vorbei am Flughafen zu unserem ersten Fotostopp bei den Felsformationen. Ein Stück weiter hielten wir bei einer Dorfbäckerei, genossen dort einen guten Kaffee und deckten uns mit Verpflegung für unterwegs ein. Bei den Meerwasserschwimmbädern in Varadouro endlich feierten wir den Geburtstag eines Gastes ganz zünftig mit dem portugiesischen Kräuterlikör Beirao und wir sangen ihm ein Geburtstags Ständchen. Unsere Fahrt ging danach immer weiter an der Südküste und vorbei an ganz neu angelegten Weinfeldern. Dann endlich kam Capelinhos in Sicht, das Gebiet, welches beim Vulkansaubruch 1957/58 sich völlig veränderte. Wir fuhren zunächst hinunter zum ehemaligen Walfanghafen und konnten schon dort wundervolle Fotos von der Vulkanküste machen. Beim Besucherzentrum hatten wir dann genügend Zeit für den Besuch des interessanten Museums und zum Besteigen des Leuchtturmes. Im Museum sahen wir einen Film zum über ein Jahr andauernden Vulkanausbruch mit der Entstehung des neuen Landes. Während dieser Zeit verliessen viele Azorianer die Insel und fanden eine neue Heimat in den USA und Kanada. Alle Azoreninseln haben heute ca. 245000 Einwohner, aber 1,2 Mio Azorianer leben heute im Ausland.
Die Insel Faial hat in der Inselmitte eine riesige Caldeira und hinauf zum Kraterrand auf 900 m Höhe fuhre wir nun. Wir hatten Glück, denn der Blick in den 500 m tiefer liegenden Kraterboden war frei. Im Krater gab es einen kleinen Krater, der beim Ausbruch 1957/58 entstand und seitdem hat der grosse Krater auch kein Wasser mehr. Wir spazierten hinauf zum Kraterrand und später auch noch durch den Tunnel zur "Krater" Aussicht und es wurden zahlreich Fotos gemacht. Am Nachmittag gönnten wir uns eine Kaffee- und Badepause in Almaxarife. Einige Damen gingen schwimmen ins Meer und alle anderen genossen den Kaffee und Eis. Den letzten Stopp gab es am Miradouro Espalamaca mit Blick auf Horta, die Insel Faial und hinüber zur Insel Pico. Aber der Pico Berg versteckte sich nun schon den 2.Tag in Folge. Unser Abendessen nahmen wir heute gemeinsam im angesagten Restaurant Atletico ein. Zuvor gab es aber wieder einen Gin Tonic bei Peter.

Ausflug auf die Insel Pico am 12.06.2026

Ein Bus brachte uns das kurze Stück bis zum Fährhafen von Horta. Nach einer 30minütige Fährüberfahrt über den Canal vorbei am stehenden und liegenden Felsen erreichten wir Madalena auf Pico. Dort wartete Paolo schon auf uns und mit seinem großen Bus startete wir zur Nordküste von Pico. Unser ersten Halt war in Cachorro, was soviel wie kleines Hündchen auf spanisch bedeutet. Und tatsächlich kann man im Lavagestein einen Hund erkennen. Viel wichtiger aber waren in den Jahren des Weinexportes an dieser Stelle die "Rola Pipas", schmale Gassen im Lavagestein, über die man die Weinfässer bis zum kleinen Hafen rollte, um sie auf kleinen Booten hinüber nach Horta zu bringen. Dort wurde der Pico Wein von Händlern teuer in alle Welt verkauft. Ein Stück weiter hielten wir in Lajido und dort gab es Gezeitenbrunnen zu sehen und in einem Interpredationszentrum wurde viel Wissen über die Region vermittelt. Ein kleiner Spaziergang am Meer liess uns tiefe Rillen im Lavagestein entdecken. Man vermutet, dass sie von den Ochsenkarren stammen, mit denen der Wein und landwirtschaftliche Produkte transportiert wurden.
Noch ein kurzer Stop bei einer Windmühle und dann erreichten wir die Adega A Buraca und da lud Eberhardt Travel zu einem Imbis mit Wein ein. Wir durften den Pico Käse, Blutwurst, Corizo mit leckerem Brot probieren und dazu gab es Wein und zum Schluss noch einen Schnaps oder Likör aus der Produktion von A Buraca. Gut gestärkt und etwas müde traten wir die Weiterreise an und die führte in der Inselmitte von der Nordküste zur Südküste. In Lajes besuchten wir das Walfangmuseum und sahen einen interessanten Film über den Walfang. Seit 1983 dürfen in Portugal keine Wale mehr gejagt und getötet werden. Die Walbeobachtungshäuschen stehen aber immer noch am Meer und von dort werden die Wale für das Whalewatching aufgespürt. Auf der Rückfahrt legten wir in Sao Mateus einen Stopp bei zwei riesigen Drachenbäumen ein.
Seit 2004 wurden knapp 1000 ha Weinanbau im Lavagestein zum UNESCO Welterbe erklärt. Einst wurde hier nur die Verdelho Traube angebaut. Inzwischen sind auch Arinto dos Acores und Terrantez hier ursprungsgeschützt. Wir verliessen unseren Bus bei Criacao Velha und spazierten durch die Weingärten bis zum Meer. Dort nahm uns der Bus wieder auf und brachte uns zurück zum Fährhafen in Madalena. Und mit der Fähre gings dann wieder zurück nach Horta.

Walbeobachtung und Flug nach Terceira am 13.06.2026

Fast alle Gäste unserer Gruppe hatten die fakultative Walbeobachtung gebucht. So mussten wir zeitig frühstücken, auschecken und unser Gepäck bei der Rezeption unterstellen. Dann gingen wir zu Fuss hinunter zu "Norberto", eine von mehreren Agenturen, die die Walbeobachtung anbieten. Nach einem Briefing konnten wir den Gründer der Agentur, Norberto Serpa - auch der Seewolf genannt - persönlich kennenlernen. Dann riet man uns, doch lieber die wasserefesten Jacken anzuziehen und schon gings zu unserem RIB Boot. Alex, eine junge Französin kommentierte alles und ein junger Mann steuerte sicher das Boot. Die erste Überraschung des Tages galt aber nicht den Meeresbewohnern, sondern dem Pico Berg, denn der zeigte sich nun heute endlich in seiner vollen Schöheit. Mit einem Unterwasser Mikrofon versuchte unsere Crew Laute von Pottwalen aufzuspüren, aber leider war nichts zu hören. So fuhren wir noch weiter hinaus aufs Meer und sahen Seiwale gleich neben unserem Boot. Später waren Rundkopf Delfine zu sehen. Sie jagen alleine im Gegensatz zu den kurzschnäuzigen Germainer Delfinen. Sie jagten in grossen Verbäden vor allem Sardinen und umschwärmten unser Boot von allen Seiten. Das war ein versöhnlicher Abschluss und nun gings mit Speed zurück nach Horta. Unterwegs zeigte uns die Crew noch eine Höhle und davor lagerten viele portugiesische Galeren. Zu Mittag kehrten wir auf der Terrasse im Peter Cafe Sport ein und da hatten uns die Gäste, die nicht mit auf dem Meer waren, einen großen Tisch organisiert. Wir genossen den letzten Gin Tonic von Peter und ein leckeres Mittagessen. Dann war es Zeit, im Hotel die Koffer zu holen und mit dem Bus fuhren wir zum Flughafen in Horta. Nach dem einchecken verbrachten wir die Zeit auf der Terrasse des Flughafens, beobachteten die Flugzeuge und konnten uns nicht sattsehen am Pico. Etwas verspätet starten wir und erreichten kurz nach 17 Uhr den Flughafen Lajes auf der Insel Terceira. Draussen wartete schon Marisa, unsere Reiseleiterin für die letzte Azoreninsel unserer Reise. Mit ihr fuhren wir ins Hotel Terceira Mar, checkten ein und waren begeistert vom Hotel und seiner Lage. Nach einem Rundgang durch den Garten mit Pool und zur nahe gelegenen Badebucht besuchten wir den Supermarkt und zum Abendessen Elio´s Restaurant. Schnell wurden für uns Tische hergerichtet und so konnten wir einmal italienische Speisen geniessen.

Rundfahrt auf der Insel Teceira am 14.06.2026

Nach einem wunderbaren Frühstück stand unser Bus mit Fahrer Marcio und Marisa bereit und wir fuhren gleich hinauf auf den Monte Brasil, einem erloschenen Vulkan mit 4 Kratern auf einer Insel vor Angra. Von oben hatte man eine tolle Aussicht auf die Stadt Angra, den Santa Barbara Krater und sogar unser Hotel mit Pool konnten wir entdecken. Am Aussichtspunkt auf 168 m Höhe steht eine Säule, die 1932 zum 500.Jahrestag der Besiedlung Terceiras eingeweiht wurde. Daneben sind britische Geschütze aus dem 2.Weltkrieg zu sehen und ein Stück unterhalb die Statue von D.Alfonso VI, der auf die Azoren verbannt wurde. Unsere Fahrt ging weiter durch die geschmückten Strassen der Stadt und bei der Stierkampfarena legte wir den nächsten Fotostopp ein. Auf den Azoren ist der Stierkampf an der langen Leine oder am Seil eine Tradition, die vor allem in den Dörfern auf der Insel Terceira gepflegt wird. Das Denkmal vor der Stierkampfarena zeigt die "Touradas a Cora". In unmittelbarer Nähe ist der "Stierkreisverkehr" zu sehen, ein 11 m hohes Denkmal mit 3 kämpfenden Stieren. Weiter ging unsere Fahrt immer an der Südküste entlang mit Blick zu den Ziegeninseln und in Porto Judeu legten wir eine Kaffeepause ein. Dann fuhren wir weiter vorbei an der Salga Bucht, wo am 25.08.1581 portugiesische Truppen mit Hilfe der Bevölkerung und ihren Stieren die Spanier in die Flucht schlugen. In Sao Sebastiao besuchten wir die älteste Kirche der Insel Terceira mit ihren wertvollen restaurierten Fresken. Gegenüber steht eine der schönsten Heiliggeist Kapellen der Insel und hier konnten wir auch das Innere durch das Fenster bewundern. Nun fuhren wir durch die vielen Weiden hinauf auf den Aussichtspunkt Serra do Cume. Aus 546 m Höhe bot sich ein fantastischer Rundblick auf den ältesten Krater der Azoren, der heute einem Flickenteppich mit mehr als 5600 Weideflächen gleicht. Beim Bergabfahren bot sich ein Blick auf den Militärflughafen Lajes, wo seit dem Irankrieg 15 Tankflugzeuge der UA Army stationiert sind. Unser nächstes Ziel war Praia da Vitoria an der Ostküste Terceiras. Wir spazierten durch die Hauptstrasse zur Matriz Kirche, zum Rathaus und weiter hinunter zum langen Sandstrand. Dort machten wir unsere Mittagspause. Anschliessend fuhren wir hinauf zum Miradouro do Facho und genossen den Ausblick auf die Stadt, den großen Hafen und den Flughafen. Die Insel Terceira hat auch 2 berühmte Höhlen zu besichtigen und wir fuhren zur Algar do Carvoa - übersetzt der Kohlenschlot. Trotz Bauarbeiten war die Höhle zugänglich und wir stiegen durch den Schlot des erloschenen Vulkanes über viele Stufen nach unten in die riesigen Hohlräume. In der "Kathedrale" war ein beindruckender Rundweg angelegt und weiter unten gab es einen See.
Auf der Fahrt zur Nordküste kamen wir an Stierweiden vorbei und konnten Kinder beim "Spielen" mit einem kleinen Stier beobachten. In Biscoitos besuchten wir den Garten und das Weinmuseum und bekamen 2 weine zum Probieren. In Biscoitos gibt es auch Meerwasserschwimmbecken und die besuchten wir zum Abschluss unserer Rundfahrt über die Insel Terceira. Auf der Rückfahrt quer durch die Insel hielten wir noch einmal an den Stierweiden an und sahen die Tiere aus der Nähe.
Nach einer ganz kurzen Erfrischungspause im Hotel bestellten wir uns ein Taxi und fuhren in den Vorort S. Pedro zur Tourada a Corda. Der Ort war abgesperrt und der erste Stier schon unterwegs. So mussten wir uns flink einen sicheren Ort suchen und den fanden wir im Garten einer Familie direkt an der Strasse. Nachdem wir auf eine Mauer geklettert waren, kam auch schon der Stier und wurde von mutigen jungen Männern gereizt. Aus sicherer Entfernung war das lustig anzuschauen. Über ein langes Seil, dass 6 starke Männer hielten, wurde der Stier auf der Strasse hin und her bewegt, damit alle Zuschauer auch was geboten bekamen. Dann trat der Stier aber den Rückweg in Richtung seiner Kiste an und wurde schliesslich wieder eingesperrt und später zurück auf die Weide gebracht. Zwei Böllerschüsse zeigten an, dass die Gefahr vorbei war und so machten wir uns auf den Weg, um etwas zu essen und zu trinken zu besorgen. Bald ertönte ein Böllerschuss und das bedeutete, bringt euch in Sicherheit, der nächste Stier wird gleich frei gelassen. Wir schauten uns auch dieses Spektakel wieder von unserem sicheren Platz an. Bei einer Tourada sind immer 4 Stiere im Einsatz, die 15 bis 20 Minuten auf der Strasse laufen und dann wieder zurück in ihre Boxen dürfen. Auch wenn den Tieren nichts passiert, so ist es Stress für sie. Aber die Menschen lieben diese Tradition und wir durften auch dabei sein.

Stadtbesichtigung Angra do Heroismo am 15.06.2026

Um 9 Uhr holte uns Marisa im Hotel ab und wir gingen zu Fuss in die Stadt. Es bestand auch die Möglichkeit, mit dem Bus für 30 Cent ins Stadtzentrum zu fahren. Wir trafen uns dann alle bei der Kathedrale, die auch der Bischofssitz der Azoren ist, und begannen unsere Besichtigung. So früh am Morgen brauchten wir keinen Eintritt zu zahlen und konnten das Innere der Kathedrale in Ruhe betrachten. Nach dem verheerenden Erdbeben am 1.1.1980 wurde die Kathedrale wie auch das historische Stadtzentrum wieder aufgebaut. Allerdings wurde bei einem Brand 1983, ausgelöst bei Bauarbeiten, ein Großteil des Innenraumes wieder stark beschädigt. Ein silberner Altar blieb durch den Einsatz der Feuerwehr unsverseehrt und kann heute links neben dem Hauptaltar bewundert werden. Von der Kathedrale gingen wir zum Theater und wir konnten es auch innen besichtigen. Der Bau aus dem 19.Jahrhundert weist eine bemerkenswerte Akkustik auf und wird im Sommer regelmässig bespielt. Durch die geschmückten Strassen spazierten wir zur geschützten Hafenbucht, verantwortlich für den Namen Angra. Hier landeten einst die mit Gold und Silber beladenen Caravellen an, um Proviant und frisches Wasser aufzunehmen. Ebenfalls am Hafen steht die Misericordia Kirche aus dem 18.Jahrhndert. Zuvor stand an dieser Stelle ein Krankenhaus und im Keller hatte man nach dem Erdbeben 1980 bei der Renovierung einen riesigen Knochenberg entdeckt, dessen Herkunft noch unklar ist. Auf dem Vorplatz steht die Figur von Vasco da Gama, der nach einer Entdeckungsfahrt hierher kam, um seinen kranken Bruder Paul zu sehen.
Zurück im Stadtzentrum besuchten wir das Rathaus mit dem Ratssaal und dem Empfangssaal. Es ist das dritte Rathaus an dieser Stelle und dem Rathaus in Porto nachempfunden.
Mitten in Angra befindet sich der Stadtgarten Jardim Duque da Terceira. Zwischen der Jesuitenkirche und dem Franziskaner Kloster wurde der Garten 1882 angelegt. Wir spazierten gemütlich hindurch und Marisa zeigte uns einige aussergewöhnliche Pflanzen und Bäume. Oben tront über dem Garten der Obelisk, von dem man einen wundervollen Blick über Angra bis hin zum Monte Brasil hat. Hier endete unser gemeinsamer Rundgang durch Angra und nun war Freizeit.
Zum Abschiedsabendessen trafen wir uns im Hotel Restaurant und da liessen wir all unsere Erlebnisse in Lissabon und auf den Azoren noch einmal Revue passieren. Wir verabschiedeten uns von zwei Reisegäste, die noch länger auf Terceira blieben.

Heimflug am 16.06.2026

Sehr sehr früh mussten wir aufstehen, bekamen ein kleines Notfrühstück und 5 Uhr fuhren wir mit Marisa und Marcio zum Flughafen. Aber zunächst bedankten wir uns bei beiden sehr herzlich für die wundervollen Tage und Ausflüge auf der Insel Terceira. Das Einchecken konnten wir an den Schaltern der TAP bei "Menschen" erledigen und auch die Sicherheitskontrolle war recht provinzial. Unser Flug war ganz pünktlich und in Lissabon verabschiedeten wir uns von den Gästen mit Flug nach Hamburg. Für unseren Flug nach Berlin stiegen wir wieder in die Maschine, mit der wir von Terceira gekommen waren und auch dieser Flug war pünktlich. Alle Koffer kamen an und nun hiess es Abschied nehmen von lieben Menschen.


Liebe Gäste,
wir haben 15 Tage gemeinsam in Portugal verbracht und sehr viel gesehen und erlebt. Ein Tag wurde uns geschenkt in Lissabon und der war gut, um im "Urlaub" anzukommen. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns und der Pico stellte uns auf eine harte Probe und versteckte sich bis zum letzten Tag.
Es war mir eine große Freude, mit euch diese Reise zu erleben und ihr wart eine tolle Gruppe. Ich danke euch allen ganz herzlich und wünsche euch beste Gesundheit, große Reise- und Entdeckerfreude und vielleicht sehen wir uns wieder auf einer Reise von Eberhardt Travel.
Ich würde mich sehr freuen !!
Bis dahin alles Liebe und Gute
Eure Ria


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