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Rundreise Azoren – Inselhüpfen im Atlantik

Reisebericht: 20.06. – 30.06.2026

Wir entdeckten vier Azoreninseln – eine Welt voller Vulkane, Kraterseen und atemberaubender Natur. Eine Rundreise zwischen Abenteuer, Erholung und unzähligen Momenten zum Staunen.

Katrin Jähne

Ein Reisebericht von
Katrin Jähne

Jachthafen Vila Franca do Campo – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Park Terra Nostra – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Park Terra Nostra – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Strand von Ribeira Grande – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Stadtrundgang durch Horta  – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Wanderung auf den Vulkanberg Monte do Guia – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Faial – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Vulkankegel Pico – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Ausflug Walbeobachtung – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Weinverkostung in Biscoitos – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) Rathaus in Angra – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL) ehemaliges Krankenhaus der Seefahrer, heute Kirche in Angra – © Katrin Jähne (Eberhardt TRAVEL)

Anreise auf die Azoreninsel Sao Miguel

Für uns alle klingelte der Wecker heute zu einer Uhrzeit, die eigentlich nur Bäcker und Piloten für normal halten. Entsprechend verlief der Flug nach Lissabon erstaunlich ruhig – schließlich nutzten die meisten Passagiere die Gelegenheit, den fehlenden Schlaf nachzuholen.
In Lissabon traf sich dann unsere komplette Reisegruppe, und gemeinsam ging es weiter nach São Miguel, der ersten Insel unserer Azoren-Rundreise.
Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug merkten wir, dass hier vieles etwas anders läuft. Ruhiger, entspannter und angenehm frei von der üblichen Flughafenhektik. Statt in einen Bus zu steigen, spazierten wir einfach gemütlich zum Terminal. Auch die Koffer ließen nicht lange auf sich warten. Am Ausgang begrüßte uns unser Transferguide Frederik, der uns auf der Fahrt zum Hotel bereits mit ersten Tipps und Informationen versorgte. Natürlich mussten wir auch unsere Uhren umstellen. Durch die Zeitverschiebung wurde aus einem ohnehin langen Reisetag plötzlich ein 26-Stunden-Tag – eine seltene Gelegenheit, mehr Zeit zu haben, ohne älter zu werden.
Kaum hatten wir im Bus Platz genommen, hieß es auch schon wieder: aussteigen! Inselleben eben – hier sind die Wege angenehm kurz.
Den Abend ließen wir bei einem gemütlichen Willkommensessen mit Blick aufs Meer ausklingen. Nach diesem langen, aber gelungenen Reisetag fielen wohl alle ziemlich schnell ins Bett – voller Vorfreude auf die Abenteuer, die uns in den kommenden Tagen erwarten würden.

Vulkankrater, heiße Quellen und Essen das in der Erde kocht

Gut ausgeschlafen und voller Tatendrang starteten wir in unseren ersten richtigen Erkundungstag. Dabei lernten wir Luis kennen, unseren Reiseleiter für die kommenden Tage. Auch Bruno, unser Busfahrer vom Vortag, war wieder mit von der Partie – ein vertrautes Gesicht, das uns sicher über die Insel chauffierte.
Unser erstes Ziel war das beschauliche Städtchen Vila Franca do Campo. Die ehemalige Inselhauptstadt besticht nicht nur durch ihre wunderschöne Lage, sondern auch durch eine ganz besondere Spezialität: Queijadas – kleine, süße Küchlein, denen man nur schwer widerstehen kann. Selbstverständlich gehörte eine Kostprobe zum Pflichtprogramm. Anschließend schlenderten wir durch die blumengeschmückten Gassen und entlang des Hafens und genossen die entspannte Atmosphäre.
Weiter ging es nach Furnas – mitten hinein in einen Vulkankrater. Ein Paradies für Geologen, Vulkanfans und alle, die sich für die Kräfte der Erde begeistern. Rund um den Kratersee dampfte, brodelte und zischte es aus allen Ecken. Die Natur zeigte eindrucksvoll, dass unter unseren Füßen noch jede Menge Energie steckt. Und der typische Schwefelgeruch? Sagen wir einfach: Die Nase wusste jederzeit ganz genau, wo wir waren. Vor unseren Augen wurde ein großer Kochtopf aus einem Erdloch gehoben. Darin schmorte seit Stunden, ausschließlich mit der natürlichen Erdwärme gegart, der berühmte Cozido das Furnas – ein herzhafter Eintopf mit Gemüse und verschiedenen Fleischsorten. Nachhaltiger kann man wohl kaum kochen. Der Begriff „Slow Food“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
Bevor wir das Ergebnis jedoch probieren durften, stand noch ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: der Terra-Nostra-Park. Ein Ort, den man kaum beschreiben kann, ohne ins Schwärmen zu geraten. Üppige Pflanzen aus aller Welt, riesige Farne und jahrhundertealte Bäume verwandeln den Park in eine grüne Oase. Wer wollte, konnte im berühmten, ockergelben Thermalbecken baden. Wer lieber trocken blieb, ließ sich einfach von der einzigartigen Natur verzaubern. Beides war ein Erlebnis.
Inzwischen knurrte der Magen schon deutlich. Zum Glück hatte unser Cozido den Weg ins Restaurant Tony's inzwischen ebenfalls gefunden. In geselliger Runde ließen wir uns die azoreanische Spezialität schmecken und stärkten uns für den weiteren Tag.
Die Rückfahrt führte uns über den Norden der Insel. Vom Aussichtspunkt Pico do Ferro bot sich noch einmal ein beeindruckender Blick auf den Kratersee von Furnas. Anschließend spazierten wir nochmals vorbei an heißen Quellen, bevor wir die traditionsreiche Teefabrik Chá Gorreana besuchten – Europas älteste noch produzierende Teeplantage. Luis erklärte uns die Geschichte des Teeanbaus auf den Azoren, und natürlich durfte eine Kostprobe des frisch aufgebrühten Tees nicht fehlen.
Mit vielen neuen Eindrücken, wunderschönen Ausblicken und dem Gefühl, an nur einem Tag unglaublich viel erlebt zu haben, kehrten wir entspannt ins Hotel zurück. Der erste Ausflugstag hätte kaum abwechslungsreicher sein können.
Am Abend lernten einige von uns eine weitere azoreanische Besonderheit kennen: Hier haben Getränke offenbar ihre ganz eigene Reisegeschwindigkeit. Bis sie den Tisch erreichten, blieb reichlich Zeit, den traumhaften Ausblick aufs Meer zu genießen. Eile scheint auf den Azoren ohnehin ein Fremdwort zu sein.

Berge im Nebel, mystische Seen und verschlafene Dörfer

Der heutige Tag begann ziemlich mystisch. Dichter Nebel hüllte die Landschaft ein, und am Aussichtspunkt Vista do Rei hätte der deutsche Maler Caspar David Friedrich vermutlich sofort seine Staffelei aufgebaut. Wir hingegen sahen... nun ja, vor allem Nebel. Von den berühmten Kraterseen war weit und breit nichts zu erkennen. Also beschlossen wir kurzerhand, gar nicht erst anzuhalten und unser Glück am nächsten Aussichtspunkt zu versuchen.
Am Miradouro do Cerrado das Freiras meinte es das Wetter etwas besser mit uns. Zwischen den Wolken eröffneten sich tatsächlich Blicke auf den grünen und den blauen Kratersee – gerade genug, um zu verstehen, warum dieser Ort zu den schönsten der Azoren zählt. Eine kurze Wanderung entlang der Straße führte uns anschließend zu einem weiteren Aussichtspunkt mit Blick auf den See Lagoa do Santiago, der inmitten eines weiteren Vulkankraters lag.
Je weiter wir ins Tal hinunter nach Sete Cidades fuhren, desto mehr verzogen sich die Wolken. Nach einem gemütlichen Spaziergang am Seeufer und einem kurzen Besuch der kleinen Kirche ging es weiter zum westlichsten Punkt der Insel, dem Miradouro do Escalvado.
Dort gab es einen besonderen Anlass zum Anstoßen: Unser Geburtstagskind hatte eine Flasche Sekt dabei, und natürlich ließen wir gemeinsam auf ein neues, gesundes Lebensjahr die Gläser (na gut, es waren Pappbecher) klingen. Der nächste Halt in westlicher Richtung wäre übrigens Virginia, USA – zumindest, wenn man den Atlantik einfach weiter überqueren würde. So weit reichte unser Tagesprogramm dann aber doch nicht. Stattdessen besuchten wir in Capelas das ethnografische Museum. Zwischen alten Werkzeugen, Maschinen und liebevoll zusammengetragenen Alltagsgegenständen fühlte man sich ein wenig wie auf einer Zeitreise. Es gab so viel zu entdecken, dass jeder irgendwo ein Objekt fand, das Erinnerungen an die eigene Kindheit oder die Großeltern weckte.
Zurück in Ponta Delgada gönnten wir uns zunächst eine wohlverdiente Mittagspause, bevor am Nachmittag die Stadtführung auf dem Programm stand. Ein besonderes Erlebnis war der Aufstieg auf den Rathausturm. Die alten Sandsteinstufen wirkten nicht gerade vertrauenerweckend, und kurz vor dem Ziel wurde die Treppe so schmal, dass Begegnungsverkehr zur echten Herausforderung wurde. Doch spätestens oben angekommen waren alle Mühen vergessen. Der Blick über die Dächer von Ponta Delgada bis hinaus aufs Meer war jede Stufe wert.
Den Abend ließen wir gemeinsam im Restaurant Stage am Yachthafen ausklingen. Zwischen Fußballübertragung, lebhaften Gesprächen und fröhlichem Stimmengewirr erreichte der Geräuschpegel zeitweise fast Stadionniveau. Und auch heute wurden wir wieder auf unsere Inseltauglichkeit geprüft: Das Warten auf Essen und Getränke stellte unsere Geduld erneut auf die Probe. Offenbar gehört Entschleunigung auf den Azoren nicht nur zum Lebensgefühl, sondern auch zum Servicekonzept. Bei guter Gesellschaft fiel das Warten jedoch deutlich leichter – und so ging ein weiterer erlebnisreicher Tag in geselliger Runde zu Ende.

Lagoa, Feuersee ohne Feuer und Ribeira Grande

Schon kurz nach unserer Abfahrt erreichten wir den schwarzen Sandstrand zwischen São Roque und Livramento. Zum Baden war es uns allerdings noch etwas zu früh. Stattdessen spazierten wir am Meer entlang, bestaunten die beeindruckende Vulkanlandschaft und die markanten Steinfiguren, die als Emigrantendenkmal an die vielen Auswanderer erinnern, welche einst von den Azoren in die Ferne aufbrachen.
Unser nächstes Ziel war die Töpferei Cerâmica Vieira. Hier wird noch heute in liebevoller Handarbeit traditionelles Geschirr, kunstvolle Fliesen und allerlei Keramik gefertigt. Dem einen oder anderen juckte es durchaus in den Fingern, selbst einmal an der Töpferscheibe Platz zu nehmen. Das Bemalen überließen wir dann aber doch lieber den Profis. Mit bewundernswerter Ruhe und einer beneidenswert ruhigen Hand verzierten die Mitarbeiterinnen die Keramikstücke – völlig unbeeindruckt von den neugierigen Blicken über ihre Schulter.
Anschließend schlenderten wir durch das ruhige Fischerstädtchen Lagoa, bevor es hinauf in die Berge zum berühmten Feuersee, der Lagoa do Fogo, ging. Doch je höher wir kamen, desto dichter wurde der Nebel. Am Aussichtspunkt Miradouro da Barrosa blieben wir deshalb gleich im Bus sitzen – der Ausblick bestand hauptsächlich aus einer dicken Nebelwand.
Am nächsten Aussichtspunkt Miradouro da Lagoa do Fogo, hatten wir etwas mehr Glück. Mit einer guten Portion Fantasie ließ sich der See zumindest hinter den Nebelschwaden erahnen. Manchmal braucht es eben nicht nur gutes Wetter, sondern auch Vorstellungskraft.
Zum Glück hatte unser Reiseleiter Luis einen Plan B in der Hinterhand. Kurzerhand änderten wir das Tagesprogramm und besuchten den Naturpark Caldeira Velha. Eine Entscheidung, die sich als echter Glücksgriff erwies. Zwischen meterhohen Farnen, moosbewachsenen Bäumen, dampfenden Quellen und kleinen Wasserfällen fühlten wir uns plötzlich wie mitten im Jurassic Park. Es fehlten eigentlich nur noch ein paar Dinosaurier, die zwischen den Bäumen hervorschauten. In den warmen Naturbecken kann man sogar baden – dies geht aber nur mit vorheriger Anmeldung. Auch ohne Bad entschädigte uns dieser märchenhafte Ort mehr als ausreichend für den verpassten Blick auf den Feuersee.
Mit vielen neuen Eindrücken ging es weiter nach Ribeira Grande. Nach einer wohlverdienten Mittagspause führte uns Luis durch die charmante Stadt. Am berühmten Praia de Santa Bárbara, dem größten Sandstrand der Insel und normalerweise ein Paradies für Surfer, herrschte heute eher Ruhe. Die Wellen und der Wind legten offenbar ebenfalls einen entspannten Tag ein.
Ein letzter Programmpunkt wartete jedoch noch auf uns: der Besuch einer Ananasplantage. Dabei erfuhren wir Erstaunliches über den aufwendigen Anbau der Azoren-Ananas, der deutlich mehr Geduld erfordert, als man vermuten würde. Natürlich durfte zum Abschluss auch eine Kostprobe des hausgemachten Ananaslikörs nicht fehlen – schließlich gehört Probieren auf Reisen einfach dazu.
Mit vielen schönen Erinnerungen kehrten wir am späten Nachmittag ins Hotel zurück. Den Abend gestaltete jeder nach seinen eigenen Vorstellungen. Viel Zeit blieb allerdings nicht, denn Kofferpacken stand noch auf dem Programm. Am nächsten Morgen hieß es wieder: früh aufstehen – das nächste Inselabenteuer wartete bereits.

Auf gehts zur Insel Faial, der blauen Insel

Heute hieß es Abschied nehmen von São Miguel. Noch vor Sonnenaufgang klingelten die Wecker, denn der Tag begann erneut sehr früh. Nach einem extra für uns vorgezogenen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Unser nächstes Ziel: Faial – die „blaue Insel“ der Azoren. Ihren Namen verdankt die Insel dem Faya-Baum, einer Myrtenart, die vor der Besiedlung weite Teile der Insel bedeckte. Die Bezeichnung „blaue Insel“ erhielt Faial später wegen der unzähligen blühenden Hortensien, die in den Sommermonaten vielerorts die Landschaft in ein leuchtendes Blau tauchen.
Zunächst mussten wir uns allerdings von Bruno, unserem sympathischen Busfahrer, verabschieden, der uns auf São Miguel sicher und stets gut gelaunt begleitet hatte. Eine gute Nachricht gab es aber auch: Unser Reiseleiter Luis blieb natürlich an unserer Seite. Darüber freuten wir uns sehr, denn mit seinem schier unerschöpflichen Wissen und seinen spannenden Geschichten war er längst zu einem festen Bestandteil unserer Reise geworden.
Kaum im Hotel angekommen, konnten die meisten von uns auch schon ihre Zimmer beziehen. Und was für ein Ausblick! Pool und Atlantik lagen uns buchstäblich zu Füßen. Viel Zeit zum Auspacken blieb allerdings nicht – zumindest für die meisten. Schon kurz darauf machten wir uns mit Luis auf den Weg zu einer ersten Erkundung von Horta. Vorbei an den farbenfrohen Fassaden der Häuser, der Kirche "Nossa Senhora das Angústias", einer eindrucksvollen Kirche aus dem 19. Jahrhundert, die an die ersten Siedler Faials erinnert und dem Hafen von Porto Pim führte uns unser Spaziergang schließlich zum berühmten Yachthafen.
Dort erwartete uns eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: die bunt bemalte Kaimauer der Marina von Horta. Seit Jahrzehnten verewigen sich hier Weltumsegler und Atlantiküberquerer mit selbst gestalteten Gemälden, bevor sie ihre Reise fortsetzen. So ist eine einzigartige Freiluftgalerie entstanden, die heute als wohl bunteste Marina der Welt gilt. Unter Seglern hält sich zudem eine augenzwinkernde Tradition: Wer nach dem Anlegen keinen Pinsel in die Hand nimmt und seinen eigenen Beitrag hinterlässt, soll auf der nächsten Atlantiküberquerung kein Glück haben. Ob Aberglaube oder nicht – bei so vielen kunstvollen Bildern versteht man schnell, warum diese Tradition bis heute lebendig geblieben ist.
Den restlichen Nachmittag konnte jeder nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten. Einige begleiteten mich hinauf auf den Monte da Guia und wurden mit einem herrlichen Blick über Horta und den Hafen belohnt. Andere genossen lieber die Sonne am Pool oder statteten schon einmal dem wohl berühmtesten Seglerlokal der Welt, Peter Café Sport, einen Besuch ab.
Natürlich kann man nicht nach Faial reisen, ohne dort wenigstens einmal eingekehrt zu sein. Vorausschauend hatte Luis bereits am ersten Reisetag einen Tisch für unsere Gruppe reserviert. Essen und Getränke wurden in erstaunlichem Tempo serviert. Nachdem wir uns inzwischen fast an die entschleunigte Inselzeit gewöhnt hatten, sorgte dieser doch schnelle Service für Erstaunen. Offenbar gibt es auch auf den Azoren hin und wieder kleine Wunder. So ging ein weiterer wunderschöner Tag voller neuer Eindrücke und kleiner Überraschungen zu Ende.

Entdeckertour auf Faial

Nach dem langen Tag gestern gönnten wir uns heute eine Extraportion Schlaf und starteten etwas später zu unserer Entdeckungstour über Faial. Der erste Halt ließ dennoch nicht lange auf sich warten. Unser Reiseleiter Luis überraschte uns gleich zu Beginn mit einem Programmpunkt, der in keinem Reiseführer zu finden ist. Dank seiner hervorragenden Kontakte – schließlich hat er unter anderem Internationale Diplomatie studiert – erhielten wir Zugang zu den historischen Glasfenstern der ehemaligen Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft im einstigen deutschen Viertel von Horta.
Um 1900 war Horta ein bedeutender Knotenpunkt der weltweiten Telekommunikation. Die kunstvoll gestalteten Fenster stammen aus den späten 1920er-Jahren und zeigen noch immer den Reichsadler mit der Inschrift „Mit Gott für Kaiser und Reich“ sowie die Wappen aller Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs – obwohl Deutschland zu diesem Zeitpunkt bereits eine Republik war. Ein außergewöhnlicher Einblick in die Geschichte, den wir ohne Luis niemals erlebt hätten. Danke, Luis!
Weiter ging es hinauf zum Aussichtspunkt Espalamaca. Von dort bot sich ein herrlicher Blick auf die Nachbarinseln Pico, São Jorge und sogar Graciosa. Unterwegs erfuhren wir viel über die Besiedlung Faials im 15. Jahrhundert. Neben portugiesischen Siedlern kamen zahlreiche Familien aus Flandern auf die Insel. Plötzlich ergaben auch die vielen Windmühlen Sinn, die wir auf Faial und später auch auf Pico immer wieder entdeckten – ein Stück flämische Heimat mitten im Atlantik.
Im Herzen der Insel erwartete uns schließlich die gewaltige Caldeira, der größte Vulkankrater Faials. Doch der Nebel hatte offenbar dasselbe Ziel wie wir. Es entwickelte sich ein kleines Wettrennen zwischen den heranziehenden Wolken und unserem Busfahrer Nuno. Mit Erfolg: Wir erreichten den Kraterrand genau rechtzeitig. Der Blick war zwar nicht vollkommen frei, aber gerade die vorbeiziehenden Nebelschwaden verliehen der Landschaft eine ganz besondere Stimmung. Bei strahlendem Sonnenschein kann schließlich jeder schöne Fotos machen – wir bekamen die dramatische Spezialedition.
Anschließend wurde es richtig abenteuerlich. Luis und Nuno entschieden spontan, nicht die übliche Straße zurück ins Tal zu nehmen. Wo kämen wir denn da hin? Stattdessen bogen wir auf eine schmale Naturstraße ab. Schon bald endete der Asphalt, und wir rumpelten gemächlich durch eine traumhafte Landschaft aus Wäldern, meterhohen Hortensienhecken und saftig grünen Weiden. Kühe begegneten uns dabei in allen Variationen – auf der Wiese und direkt neben der Fahrbahn.
Zur Mittagszeit erreichten wir das winzige Örtchen Cedros. Das einzige Restaurant war bereits vollständig von einer anderen Reisegruppe belegt. Kurzerhand kauften wir uns deshalb unser Mittagessen im kleinen Dorfsupermarkt und veranstalteten ein spontanes Picknick auf einer niedrigen Steinmauer. Vielleicht etwas rustikal – aber gerade solche ungeplanten Momente bleiben oft am längsten in Erinnerung.
Über den Aussichtspunkt Ribeira das Cabras mit seinem beeindruckenden Blick auf die Vulkankette im Norden der Insel fuhren wir weiter nach Capelinhos. Hier zeigte uns die Natur ihre gewaltige Kraft. Beim Vulkanausbruch von 1957/58 entstand neues Land, ganze Häuser verschwanden unter Asche und Lava. Der halb verschüttete Leuchtturm sowie einige aus der Asche ragende Dächer erinnern noch heute eindrucksvoll an dieses Ereignis. Ein Ort, der zugleich faszinierend, gespenstisch und beeindruckend wirkt.
Im Waldpark von Capelo, der auf einem Lavafeld des Ausbruchs von 1672 angelegt wurde, legten wir einen weiteren Halt ein. Dort besichtigten wir ein traditionelles Bauernhaus und bekamen einen guten Eindruck davon, wie die Menschen früher auf den Azoren lebten.
Bevor wir ins Hotel zurückkehrten, machten wir noch einen letzten Stopp an der Ponta Furada. Von den steilen Klippen bot sich ein spektakulärer Blick auf die vom Atlantik geformten Felsenhöhlen – ein würdiger Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
Am Abend trafen wir uns schließlich wieder im Restaurant Canto da Doca. Dort wurde jeder selbst zum Koch: Auf einem heißen Lavastein brutzelten Fleisch, Fisch oder Gemüse direkt am Tisch. Ein geselliges Abendessen mit viel Gelächter, leckeren Düften und der Erkenntnis, dass Kochen im Restaurant durchaus seinen eigenen Reiz haben kann. So ging ein weiterer wunderschöner Urlaubstag auf Faial zu Ende.

Vulkaninsel Pico – der Vulkan mit Hütchen

Heute Morgen wachten wir auf und trauten unseren Augen kaum. Pico, die Nachbarinsel und unser heutiges Ausflugsziel, präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein – und der gleichnamige Vulkan zeigte sich völlig wolkenfrei. Besser hätte der Tag kaum beginnen können.
Mit der Fähre erreichten wir Pico in nur etwa 30 Minuten. Kaum angekommen, machten wir uns auf den Weg über die zweitgrößte Insel der Azoren. Vorbei an den natürlichen Meeresschwimmbecken, die um diese Uhrzeit noch niemanden so recht zum Baden lockten, fuhren wir zunächst in das berühmte Weinanbaugebiet. Bei einem kurzen Spaziergang durch die von Lavasteinmauern eingefassten Weinberge erfuhren wir, wie mühsam der Weinbau auf dem schwarzen Vulkangestein seit Jahrhunderten betrieben wird. Und auch hier begegneten uns wieder die typischen Windmühlen – ein weiteres Erbe der flämischen Siedler.
Ein ganz besonderer Halt erwartete uns am Haus von Filomena, einer einheimischen Künstlerin. Mit viel Liebe zum Detail fertigt sie kunstvolle Arbeiten aus den unterschiedlichsten Materialien an. Natürlich blieb es nicht nur beim Staunen: Ein fruchtiger, selbst gebrannter Schnaps durfte ebenfalls verkostet werden – schließlich gehört auch das zur regionalen Kultur.
Durch das sogenannte Flämische Tal führte uns die Fahrt weiter nach Lajes do Pico. Im Walfangmuseum erfuhren wir viel über das entbehrungsreiche Leben der Menschen, die früher vom Walfang lebten. Anschließend blieb noch etwas Zeit, um durch den kleinen Fischerort zu schlendern oder etwas zu Mittag zu essen.
Danach führte unsere Rundfahrt über den Westen der Insel. Dabei war der Pico stets unser Begleiter. Mit seinen 2.351 Metern ist er nicht nur der höchste Berg der Azoren, sondern auch der höchste Punkt Portugals. Besonders faszinierend war sein ständiger Kleiderwechsel. Mal trug er ein kleines Wolkenhütchen, wenig später einen Wolkenrock und manchmal gleich beides zusammen. Es hatte fast den Eindruck, als würde der Vulkan mit den Wolken spielen.
Ein weiteres Highlight ließ nicht lange auf sich warten. In einem der bekanntesten Weinanbaugebiete der Insel besuchten wir die Adega A Buraca, die zugleich ein kleines ethnografisches Museum beherbergt. Natürlich durfte eine Weinprobe nicht fehlen. Rosé und Rotwein wurden begleitet von frischem Brot, gegrillter Blut- und Paprikawurst sowie würzigem Inselkäse mit flüssigem Honig. Die Kombination aus Honig und dem kräftigen, würzigen Käse der Inseln ist ein Klassiker der lokalen Küche
Zum Abschluss des Tages fuhren wir zu den natürlichen Meeresschwimmbecken von São Roque do Pico. Diesmal gab es keine Ausreden mehr: Fast alle aus unserer Gruppe wagten den Sprung ins erfrischend kühle Atlantikwasser. Frisch abgekühlt ging es weiter zu unserem letzten Ziel auf Pico: dem kleinen Ort Cachorro. Die Häuser bestehen fast vollständig aus schwarzem Lavagestein, und ihren Namen verdankt die Ortschaft einer Felsformation, die mit etwas Fantasie an einen Hundekopf erinnert. Nach einem letzten Spaziergang durch das beeindruckende Lavafeld machten wir uns auf den Rückweg zur Fähre. Während der Überfahrt nach Horta tauchte plötzlich eine Gruppe Delfine neben dem Schiff auf und begleitete uns ein Stück des Weges. Ein wunderschöner Abschluss eines ohnehin großartigen Tages – und gleichzeitig die perfekte Einstimmung auf unseren morgigen Bootsausflug.
Ein kleiner Wermutstropfen blieb an diesem wunderschönen Tag dennoch: Heute mussten wir uns von unserem Reiseleiter Luis verabschieden. Mit seinem unglaublichen Wissen, seinen spannenden Geschichten und seiner herzlichen Art hat er unsere Reise auf ganz besondere Weise bereichert. Vielen Dank, Luis – du warst weit mehr als nur ein Reiseleiter.

Freizeit oder Walbeobachtung & Adeus Faial – wir fliegen weiter nach Terceira

Für viele aus unserer Reisegruppe hieß es heute wieder zeitig Kofferpacken, auschecken und hinein ins nächste Abenteuer – diesmal mit dem Ziel Walbeobachtung. Andere wiederum nutzten den Vormittag, um ganz entspannt die Annehmlichkeiten unseres Hotels zu genießen oder noch ein letztes Mal durch Horta zu schlendern.
Die Ausflugsgruppe machte sich auf den Weg zum Hafen und erhielt zunächst eine spannende Einweisung durch eine Meeresbiologin. Sie erklärte uns, welche Tierarten in diesen Gewässern zuhause sind und welche wir zu dieser Jahreszeit vielleicht zu Gesicht bekommen könnten. Das Wetter zeigte sich etwas bedeckt, doch die Information, dass die Wellen nicht höher als 1,5 Meter sein würden, sorgte bei einigen schon für spürbare Erleichterung.
Dann ging es in die Ölzeug-Anzüge, hinein ins Schlauchboot – und mit ordentlich Tempo hinaus auf den Atlantik. Auf der Suche nach Walen und Delfinen wurde schnell klar: Auch die Meeressäuger hatten offenbar einen entspannten Tag. Die Sichtungen blieben überschaubar, aber jedes einzelne Tier wurde mit Begeisterung begrüßt. Ein Killerwal tauchte überraschend ganz in unserer Nähe auf, und auch eine Gruppe Delfine ließ sich kurz blicken. Zwar blieben die großen „Aha-Momente“ aus, doch allein die rasante Fahrt über das offene Meer war ein Erlebnis für sich.
Zurück an Land kehrten wir noch kurz ins Hotel ein, stärkten uns mit einem kleinen Mittagssnack oder genossen die Ruhe am Pool – bevor es schon wieder weiter zum Flughafen ging. Unser nächstes Ziel: Terceira, rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des São João-Festes.
Die Hotelanlage dort empfing uns mit einer traumhaften Kulisse: Pool, Atlantik und im Hintergrund der Monte Brasil mit seiner imposanten Festung – ein Anblick, der sofort Urlaubsstimmung aufkommen ließ.
Am Abend zog es uns schließlich in die Altstadt von Angra do Heroísmo, die sich in ein einziges Lichtermeer verwandelt hatte. Musik, Festzelte, Umzüge, Essensstände und unzählige kleine Bars prägten das Bild. Jeder ließ sich vom lebendigen Treiben auf seine eigene Weise treiben und genoss die besondere Atmosphäre dieses Festes. So klang ein ereignisreicher Tag voller Übergänge, Abschiede und neuer Eindrücke stimmungsvoll aus.

Terceira erkunden mit Weinprobe

Nach einer langen, fröhlichen Nacht – die Portugiesen feierten bis in die frühen Morgenstunden – starteten wir heute in unser nächstes Abenteuer: die Entdeckung der drittgrößten Azoreninsel Terceira.
Zuerst ging es hinauf auf den geschichtsträchtigen Monte Brasil. Die dortige Festung, umgeben von einer rund vier Kilometer langen Mauer, bot einst bis zu 1.600 Soldaten Schutz. Allerdings weniger vor Gefahren aus dem Meer wie Piraten, sondern vielmehr vor den aufständischen Einwohnern, die sich gegen die spanischen Eroberer zur Wehr setzten. Geschichte kann manchmal durchaus überraschende Wendungen nehmen.
Auch der Stierkampf hat in Portugal eine eigene Tradition. An der Stierkampfarena erfuhren wir, dass die Tiere hier nicht in der Arena getötet werden – ein wichtiger Unterschied zur spanischen Variante. Besonders spannend ist zudem der sogenannte Straßenstierkampf, eine Tradition, die auf die Vertreibung der Spanier zurückgeht und die wir an diesem Abend sogar noch live miterleben durften. In der „Jüdischen Bucht“ legten wir eine Kaffeepause mit herrlichem Blick auf das Meer und die sogenannten „Ziegeninseln“ ein. Ein Moment zum Durchatmen, bevor es weiter in die bewegte Geschichte der Insel ging.
An der Salga-Bucht hörten wir von der legendären Verteidigung gegen die Spanier, bei der angeblich 500 Stiere auf die Angreifer losgelassen wurden und diese schließlich zum Rückzug zwangen. Aus dieser historischen Episode entwickelte sich später die Tradition der Straßenstierkämpfe auf Terceira. In São Sebastião besichtigten wir anschließend eine der ältesten Kirchen der Azoren mit beeindruckenden Reliefs aus dem 15. Jahrhundert. Ebenso prägend für die Insel sind die sogenannten „Heilig-Geist-Kirchen“, die eine wichtige Rolle im religiösen und gesellschaftlichen Leben der Einheimischen spielen, auch wenn sie nicht direkt vom Papst geweiht werden.
Weiter ging es zur Serra do Cume, einer riesigen Caldera mit etwa 20 Quadratkilometern Fläche und rund sieben Kilometern Durchmesser. Vom Aussichtspunkt bot sich ein spektakulärer Blick über die Landschaft, die sich wie eine grüne Patchworkdecke vor uns ausbreitete – ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.
In Praia da Vitória legten wir unseren Mittagshalt ein. Der lange Sandstrand und das sonnige Wetter luden zum Baden und verweilen ein. Oberhalb der Bucht befindet sich das Monument der Schutzpatronin Maria Imaculada, doch ganz ehrlich: Die Natur hatte heute eindeutig die größere Bühne, viele von uns konnten sich kaum von den farbenprächtigen Hortensien entlang der Straßen losreißen.
Doch der Tag war noch lange nicht zu Ende. In Biscoitos besuchten wir eine familiengeführte Weinkellerei, wo wir einen weißen Tafelwein und einen süßen Dessertwein in entspannter Atmosphäre verkosten durften. Ein Genuss, der perfekt zur Landschaft passte.
Direkt danach erkundeten wir die natürlichen Meeresschwimmbecken von Biscoitos, bevor es weiter zur Gruta do Natal ging – einem beeindruckenden Lavatunnel. Ausgestattet mit Helmen stiegen wir hinab in die dunkle, kühle Unterwelt der Insel. Spätestens an den engen Stellen wurde jedem klar, warum der Kopfschutz hier keine reine Formsache ist. Manchmal musste wir uns sogar geduckt durch die Lavagänge bewegen, oder benötigten die Hände zum abstützen – ein kleines Abenteuer unter der Erdoberfläche.
Zurück im Hotel machten wir uns schließlich bereit für den letzten Abend der Festlichkeiten. Der Höhepunkt folgte um Mitternacht: ein stimmungsvolles Feuerwerk, das den Abschluss der Feierlichkeiten zu ehren des heiligen Sankt Johann bildete und diesen ereignisreichen Tag eindrucksvoll abrundete.

Stadtrundgang durch die Weltkulturerbestadt Angra de Heroismo & Zeit für eigene Entdeckungen

Angra do Heroísmo war im 16. und 17. Jahrhundert ein bedeutender Knotenpunkt für die Indienflotten und einer der wichtigsten und sichersten Häfen im Atlantik. Der Reichtum dieser Zeit prägt das Stadtbild bis heute. So starteten wir gemeinsam mit unserer Stadtführerin Paula ganz entspannt in unseren letzten Urlaubstag und schlenderten durch die wunderschöne Altstadt, die nicht ohne Grund zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Von der Kirche São Pedro führte unser Weg zunächst zum historischen Stadttheater, das wir auch von innen besichtigen durften. Anschließend ging es weiter zum ehemaligen Jesuitenkolleg, das später als Palast der Generäle diente und heute unter anderem den Präsidentenpalast der Azoren, Verwaltungsräume und eine kleine Kirche beherbergt.
Die farbenfrohen Häuser entlang der Straßen verliehen der Stadt eine heitere, fast mediterrane Atmosphäre. Immer wieder blieb der Blick an liebevoll verzierten Fassaden, schmiedeeisernen Balkonen oder blühenden Innenhöfen hängen. Nach einem kurzen Spaziergang durch den gepflegten Stadtpark erreichten wir schließlich das Rathaus. Das beeindruckende Gebäude steht nicht nur den Bürgern, sondern auch Besuchern offen. Seine prachtvollen Säle erzählen eindrucksvoll von der bewegten Geschichte Angras.
Weiter führte uns unser Rundgang durch die festlich geschmückten Straßen hinunter zum Hafen. Dort erinnert eine Bronzestatue an den berühmten Seefahrer Vasco da Gama, dessen Familie enge Verbindungen zu Angra hatte. Die lange maritime Geschichte der Stadt ist hier bis heute an vielen Ecken spürbar.
Unsere Stadtführung endete schließlich am Dom von Angra. Auf dem Weg dorthin verriet uns Paula noch so manchen Geheimtipp – von gemütlichen Cafés und guten Restaurants bis hin zu kleinen Geschäften, in denen man die berühmten Queijadas kaufen konnte. Und natürlich durfte auch der Hinweis auf das ihrer Meinung nach beste Eis Terceiras am Hafen nicht fehlen. Ob sie recht hatte? Definitiv!
Den Nachmittag gestaltete jeder ganz nach seinen eigenen Vorstellungen. Einige nutzten die Zeit zum Bummeln durch die Geschäfte, andere genossen noch einmal die herrliche Hotelanlage oder entspannten am Pool. So fand jeder seinen ganz persönlichen Ausklang dieser wunderbaren Reise.
Am Abend trafen wir uns ein letztes Mal zum gemeinsamen Abendessen im Hotel. Dabei wurde noch einmal viel gelacht, über die Erlebnisse der vergangenen Tage gesprochen und die schönsten Erinnerungen ausgetauscht. Anschließend hieß es Koffer packen und schlafen – denn die Nacht würde wieder einmal ziemlich kurz werden.

Adeus oder Até breve, Açores!

Ein letztes – und wieder einmal sehr zeitiges – Frühstück im Hotel, dann hieß es Abschied nehmen. Für fast alle aus unserer Reisegruppe war heute der Moment gekommen, den Azoren „Adeus“ oder vielleicht besser „Até logo“ – auf Wiedersehen – zu sagen.
Mit unzähligen neuen Eindrücken, wunderschönen Erinnerungen und manch neuer Freundschaft im Gepäck traten wir die Heimreise an. Zunächst ging es gemeinsam nach Lissabon, wo sich schließlich unsere Wege trennten und jeder weiter zu seinem Heimatflughafen reiste.
Zehn Tage voller spektakulärer Landschaften, herzlicher Begegnungen, spannender Geschichten und unvergesslicher Erlebnisse liegen hinter uns. Die Azoren haben uns mit ihrer ursprünglichen Natur, ihrer Gelassenheit und ihrer Gastfreundschaft begeistert. Und wer weiß – vielleicht war es kein Abschied für immer, sondern nur ein „Bis bald“. Denn eines ist sicher: Diese Inseln hinterlassen Spuren – nicht nur auf der Landkarte, sondern auch im Herzen.


Die Azoren - wer hätte sich diese Naturgewalten im Atlantik vor der Reise so vorgestellt. Jeder von uns war hin und weg von der atemberaubend Natur. Schön, schöner, Azoren - mehr gibt es nicht zu sagen. Ihr wart eine unglaublich positive, humorvolle Reisegruppe. Ich wünsche Euch nur das Beste und noch viele wundervolle Reisen. Und vielleicht trifft man sich ja auf einer wieder. Ich würde mich freuen.
Eure Katrin... mit Betonung auf dem i 🤣


Kommentare zum Reisebericht