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Rundreise Madeira – Blumeninsel im Atlantik

Reisebericht: 01.06. – 08.06.2026

So viele Worte über die Insel sind gesagt oder geschrieben. Eine Gruppe von 12 Reisegästen wollen die Insel mit eigenen Augen sehen und erleben.

Steffi Lambrecht

Ein Reisebericht von
Steffi Lambrecht

Madeira.Blick zum Strand am Abend.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) RBL auf dem Pico do Arieiro.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Santana.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Santana.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Machico.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Die Strelizie gibt es auch in weiß.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Funchal.Markthalle.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Nikita.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Ribeira Brava-Kirche.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Porto Moniz-Lavabecken.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Blumenpracht im Splendida.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Garten Quinta Splendida.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL)

1.Tag – Montag: Anreise

Eine Landung auf dem Flughafen Cristiano Ronaldo in Funchal war wegen Sturm eine Herausforderung, aber unser Flugzeug hatte Glück und wir konnten ohne Streß landen.
Erst später sickerte die Information durch, dass es viele Flugzeuge nicht geschafft haben und wir konnten sogar beobachten, wie sie nach mehrmaligen Landungsversuchen, abgedreht haben. Leider hat ein Mitglied unserer Gruppe das „Glück“ an diesem Abend noch Teneriffa kennenzulernen, aber das war dann auch nicht spassig. Aber am nächsten Morgen gab es den nächsten Versuch.
Wir wurden von Travel One am Flughafen abgeholt und im Hotel gab es gleich einen kleinen Empfang mit Madeira-Wein und Vorstellung der fakultativen Ausflüge. Und dann hiess es für die Gäste, bei einem Spaziergang bzw. Abendessen erst einmal anzukommen.

2.Tag – Dienstag: Der Osten Madeiras: Pico Arieiro – Ribeiro Frio – Santana – Machico – Spezialitäten–Abendessen

Das Hotel kommt bei den Gästen an, alle sind mit ihren Zimmern sehr zufrieden und nach einem tollen Frühstück starten wir gemeinsam mit Fahrerin Angela und unserer örtlichen Reiseleiterin Silvia zu unserem Tagesausflug: Vom ersten Moment ist es für alle ein „WOW“, das Klima ist herrlich trotz späterem Nebel und erst die Natur!!! Und dann die Orte, ob Pico Arieiro, Ribeiro Frio mit der ersten Levada-Wanderung ( Hurra!! Der letzte Gast wurde von Hilario zu unserer Gruppe gebracht) oder Santana mit seinen typischen alten Häuschen – ein Knaller am anderen! Alle sind begeistert: so eine schöne Insel und wir haben so viel noch gar nicht gesehen! Abends finden wir uns gemeinsam zum Spezialitätenessen im INN&ART Restaurant ein: es gibt den berühmten Degenfisch mit Banane und Maracuja! Alle sind sich einig: ein toller erster Tag!

3.Tag – Mittwoch: Funchal mit Blandys Weinkellerei – Botanischer Garten – Camara de Lobos – Cabo Girao

Wieder warten tolle Ausflugsziele auf uns und pünktlich 09:00 Uhr starten wir nach Funchal, um als erstes den Botanischen Garten zu besichtigen. Silvia ist in der Lage, uns alle Pflanzen in portugiesisch, lateinisch und deutsch zu benennen und zu erklären. Wow! Was für ein botanisches Wissen, obwohl sie in ihrer Freizeit malt, wie wir später erfahren. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt mit Kathedrale, Denkmal des Entdeckers von Madeira, Markthalle und Weinverkostung bei BLANDYS weckt Silvia die Lust in uns, mehr von der Stadt zu sehen, aber nach einer Mittagspause geht es weiter zunächst zum CABO GIRAO, mit 589 m der höchsten Steilklippe der Welt. Als letztes machen wir einen schönen Aufenthalt in CAMARA DE LOBOS, dem Ort, der einmal bekannt ist, weil dort der Degenfisch „geangelt“ wird und zum anderen, weil dort der ehemalige Premierminister Winston Churchill sich erholt und gemalt hat. Genau vor diesem Hotel, kann man sich zu ihm in den Stuhl setzen und „mit malen“ oder nur ein Foto machen. Im Hotel zurück, kann Jeder noch Freizeit am Pool oder am Strand geniessen. Abends verabreden wir uns im Strandrestaurant "Reis Marcos", sind überrascht von der guten Qualität und der Vielfalt der angebotenen Speisen. Da im Hotel heute eine Volkloregruppe auftritt, treffen wir uns danach auf ein Gläschen.

4.Tag – Donnerstag: Fakultative Wanderung entlang der LEVADA von MAROCOS

Was soll man über eine solche Wanderung schreiben, von der Jeder, der schon auf Madeira war, sagt, eine Levada Wanderung musst du machen, aber eine richtige, nicht bloß 20 Minuten mal hin und her. Und „richtig verreisen“ mit Eberhardt Travel bedeutet, dass eine richtige Wanderung in faszinierender Natur dabei ist. Wir bestaunen entlang der Levada immer wieder Bananen-, Süßäpfel-, Mango-, Maracuja- ,Papaya-, Ananasbananenbäume und viele Pflanzen und Blumen wie im Garten Eden. Die faszinierenden Aussichten in die Täler mit ihren auf steilen Berghängen angelegten Obst-und Gemüseterrassen, veranschaulichen die schwere Arbeit, die dahintersteckt, diese Vielfalt an Obst und Gemüse auch zu ernten.
Völlig geflasht von dieser beeindruckenden Wanderung verbringen wir den restlichen Nachmittag am Pool mit Fotos sortieren, lesen, sonnen und schwimmen oder einfach nur ausruhen. Für das Abendessen haben wir uns heute auf das Restaurant „Laranjinha“ geeinigt und sind wieder einmal sehr angetan sowohl von der Atmosphäre als auch den angebotenen Speisen. Wieder klingt ein schöner Tag mit einem gemütlichen Abendessen aus.

5.Tag – Freitag: Der wilde Nordwesten mit Ribeira Brava – Paul da Serra–Porto Moniz–Spezialitätenessen

Nach einem ausgiebigen Frühstück in netter Runde haben wir heute viel vor. Zunächst fahren wir in den kleinen Ort RIBEIRA BRAVA. Das Meer hier an dieser Stelle schickt eine kleine Brise über den Strand und da es sobiso noch nicht zum baden einlädt, verbringen wir die Zeit mit einen kleinen Bummel und Besichtigung der Kirche. Danach fahren wir über den ENCUMEADA-PASS in die Hochebene PAUL DA SERRA, die uns auf 1400m Höhe mit Nebel und kalten Temperaturen empfängt. Da heisst es bei einem Erkundungsspaziergang durch den Lorbeerwald auch „Feenwald“ genannt „warm anziehen“. Das Wetter ist schaurig -schön und passt genau zur Umgebung. Feen haben wir nicht gesehen, aber komische Gestalten in Badelatschen, kurzen Höschen und rückenfreien Oberteilen.
Auf dem Weg nach PORTO MONIZ machen wir noch einen Fotostopp mit Schaukeleinlage in RIBEIRA DA JANELA. Es hat schon Überredungskunst gekostet, alle Kinder rechtzeitig vom Spielplatz zu holen. Und dann folgt das berühmte PORTO MONIZ mit seinen Lavabecken. Heute geht keiner von uns baden – das haben wir an anderer Stelle schon ausprobiert. Der große Teil der Gruppe hat erst mal Hunger auf Suppe mit Knoblauchbrot und Wein. So gestärkt werden nun die Fotos geschossen, ich glaube, hier an den Lavabecken liegt der Durchschnitt der Fotos bei 100 Stück ,wenn nicht noch mehr.
Auf dem Rückweg gibt es noch einen Stopp am „Zuckerhut“ und danach in einer Ponchabar (Serra de Aqua Taberna Poncha). Endlich gibt die Reiseleitung mal einen Poncha aus, das wurde aber auch Zeit! Der lange Tag mit vielen neuen Eindrücken findet bei einem fakultativen Espetata – Essen im Restaurant „ESTACAO“ auf einem Berg in Funchal seinen Abschluß. Restaurant, Umgebung, Aussicht – wunderbar, der Fleischspieß eher nicht. Vielleicht mögen die Madeiraner hartes Fleisch, die Geschmäcker sind verschieden, solange das Gebiß mitmacht.

6.Tag, Samstag: Nonnental und Monte – Privater Garten der Quinta Splendida

6.Tag, Samstag, 06.06.2026: Nonnental und Monte – Privater Garten der Quinta Splendida

Auch heute steht wieder ein Ausflug voller Gegensätze an: wir beginnen mit einem der schönsten Ausblicke auf FUNCHAL – dem PICO DOS BARCELOS – und entdecken ganz nebenbei unser Spezialitätenrestaurant vom Vorabend. Ein paar Fotos schiessen und nach 20 min. geht es weiter über Berg und Tal durch Eukalyptuswälder zum Aussichtspunkt EIRA DO SERRADO auf 1.050 m Höhe. Wir erklimmen den steilen Weg und die vielen Treppen nach ganz oben, weil man von hier aus einen atemberaubenden Ausblick in das Nonnental hat. Auf dem Monte, der sich heute in Nebel gehüllt hat, angekommen, stellen wir uns für dieses Event brav in einer „Warteschlange“ an. Wer mag , macht noch einen Abstecher hinauf zur Kirche mit dem Grab des österreichischen Kaisers Wilhelm I. Auch wenn der Eine oder Andere unsere Gruppe überlegt hat, ob er die Korbschlittenfahrt wagt, Bauchkribbeln vor und während der Fahrt eingeschlossen – Jeder sagt danach, dass es ein Erlebnis mit viel Spaß war. Diese Korbschlittenfahrt war der „Knaller“ des Tages! Aber es geht noch weiter zum letzten Ausflugshighlight – der private Garten der QUINTA SPLENDIDA. Das ist wieder der volle Gegensatz von dem, was wir heute gesehen und erlebt haben. In einem parkähnlich angelegten wunderschönen Garten mit vielen Pflanzen und Bäumen können wir den erhöhten Puls nach der Korbschlittenfahrt herunterfahren. Bei abschliessendem Zitronentee mit Kuchen finden unsere Ausflüge mit Claudia als örtliche Reiseleiterin und Angela als Fahrerin einen angemessenen Abschluss. Der Abschied ist etwas mit Wehmut verbunden, mit einem herzlichen beiderseitigen Danke für die schöne Zeit.

7.Tag – Sonntag: Freizeit in Funchal

Zum Abschluß der Reise wollen wir noch ein paar Stunden in FUNCHAL verbringen. Nichts leichter als das: der Bus fährt vor dem Hotel ab und nach 40 min. sind wir in der Hauptstadt. Als Reisebegleitung kann ich meinen Gästen mit Vergnügen das Altstadtviertel mit der Santa Maria mit ihren bemalten Haustüren zeigen, den schönen Hafenboulevard mit Ronaldo vor dem gleichnamigen Museum und natürlich die Kabinenbahn, die zum Monte fährt. Irgendwann trennen wir uns, damit Jeder seine individuellen Interessen verfolgen kann: mit der Bahn hochfahren und den Tropical Garden besichtigen, einkaufen, Essen gehen oder in Ruhe Crepes mit und ohne Eis geniessen.
Am Abend treffen wir uns alle ein letztes Mal in der Strandbar und anschliessend auf den „Absacker“ in der Hotelbar.

8.Tag – Montag: Abreise mit Hindernissen

Die ganze Woche schon können wir am Strand die Flugzeuge im Landeanflug beobachten, wie sie immer wieder Schleifen fliegen, die Erste, die Zweite, die Dritte usw. und wie sie dann doch nicht landen können. Immer wieder gibt es Stürme, die ein Landen unmöglich machen. Es herrscht Ausnahmezustand auf dem Flughafen und das schon mehr als 10 Tagen. Die Mitarbeiter von Travel One arbeiten bis 02:00 Uhr. Wir hätten trotzdem nicht gedacht, dass es bis auf 2 Gäste, die schon am Morgen fliegen konnten, den Rest der Gruppe trifft. Das spannenste war natürlich die Beobachtung der Flüge auf „Flugradar24.de“, 11 mal ist unsere Maschine gekreist, um dann doch weiter nach Gran Canaria zu fliegen. Der Rest des Abends war dann nicht mehr so unterhaltsam: warten, warten und nochmals warten. Ohne Bestätigung des Cancels keine Koffer und das dauerte fast 4 Stunden. Indessen suchten Mitarbeiter von Eberhardt-Travel und Travel One nach Übernachtungsmöglichkeiten und einem Transfer. Gegen 23 Uhr kam die Nachricht, das am nächsten Morgen die Flieger gehen. Um es kurz zu machen, wir hatten ein Bett, Frühstück, Transfer – alles gut ! Der Reise hat es keinen Abbruch getan.
Vielen lieben Dank an beide Agenturen namentlich Philip und Hilario!


Es war eine ausgewogene, begeisternde Reise mit unglaublichen Naturerlebnissen und einem unaufdringlichem Wissenszuwachs. Madeira hat sich wieder einmal von seiner schönsten Seite gezeigt. Eine Gruppe, die wie eine Familie zusammengewachsen ist, machte die Arbeit zum Vergnügen und dafür möchte ich allen Danke sagen. Herzlichst. Eure Steffi.


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