Wanderreise Madeira 11.–21.05.2026
Reisebericht: 11.05. – 21.05.2026
Wandern auf Madeira im Mai ist leider kein Geheimtipp mehr. Dennoch erlebten wir eine fantastische Natur auf unseren Wanderungen und in Funchal das zweite Blumenfest 2026 mit einem prächtigen Umzug
Ein Reisebericht von
Ria Heilmann
Anreise am 11.05.2026
Am Nachmittag erreichten wir von unterschiedlichen Flughäfen in Deutschland den Cristiano Ronaldo Flughafen auf Madeira und wurden sogleich von Vertretern der örtlichen Agentur ins 5 Sterne Dreams Madeira Hotel nach Canical begleitet. Das Hoteldorf ist erst seit reichlich einem Jahr in Betrieb und so hatte man mit Gruppen nicht so wirklich Erfahrungen. Die Koffer wurden sogleich in unsere Unterkünfte gebracht und wir erhielten die wichtigsten Informationen von einem Hotel Mitarbeiter. Danach informierte Berthold, unser Wanderreiseleiter, uns über das anstehende Programm der Reise. Zum Abendessen war die einzige Option für uns das Buffet mit Getränke und so trafen wir uns nach dem Erkunden unserer "Zimmer" gegen 19.30 Uhr wieder im Restaurant. Das Angebot zum Abendessen war überwältigend und es schmeckte auch ganz ausgezeichnet. Danach konnten endlich die Koffer augepackt werden und jeder freute sich auf sein Bett.
Wanderung 25 Quellen am 12.05.2026 – 11 km, 320 m bergab, 140 m bergauf
Zum Frühstück gab es alles was das Herz begeehrte und noch mehr. So starteten wir gut gestärkt zu unserer ersten Wanderung. Mit dem Bus fuhren wir vom äussersten Osten der Insel in den Westen und hinauf auf die Hochebene Paul da Serra. Der Parkplatz an unserem Wanderstart zu den 25 Quellen war schon völlig überfüllt und so ahnten wir, dass auch die Wanderwege stark begangen waren. Seit Herbst vorigen Jahres gibt es auf Madeira eine neue Regelung für die Wander Hot Spots. Man muss sich über eine App für ein Zeitfenster anmelden und für die Benutzung der Wege auch bezahlen. So möchte man den riesigen Ansturm etwas regulieren. Wir wanderten zunächst bergab und Berthold nannte uns immer wieder Punkte, an denen wir uns als Gruppe trafen. Das war eine gute Lösung und so konnte er uns auch immer wieder über Sehenswertes auf der Wanderung informieren. Die Wanderroute führte an verschiedenen Levadas entlang, zu mehreren Wasserfällen und zum Schluss durch einen 800 m langen Tunnel. Auf der anderen Seite des Tunnels hatten wir eine wunderbare Sicht auf die Südküste bei Calheta und dorthin brachte uns der Bus auch am Ende unserer Wanderung. Nun war es Zeit einzukehren und ich spendierte im Namen von Eberhardt Travel zum Abschluss unserer ersten Wanderung einen frisch zubereiteten Poncha. Danach fuhren wir zurück in unser Hotel, stellten flink die Rücksäcke in unsere Zimmer und wechselten die Schuhe. Unser Bus nahm uns mit zurück nach Canical, wo ich im Restaurant Tasquinha do Pescador für unsere Gruppe zum Abendessen Plätze reserviert hatte. Das Restaurant war eine gute Wahl mit aufmerksamen Service und einem reichen Speisenangebot zu moderaten Preisen. Wir genossen das Abendessen und für die Rückfahrt ins Hotel organisierte uns der Wirt ein Grossraumtaxi. In unserer großen Hotelanlage, die einem eigenständigen Dorf glich, machten wir dann noch einen ausgiebigen Spaziergang.
Funchal am 13.05.2026 – 11 km und 300 m bergab mit der Reisebegleiterin Ria
Berthold und unser Busfahrer holten uns wieder ab am Hotel und gemeinsam fuhren wir in die Inselhauptstadt Funchal. Schon im Bus wurden die Audiogeräte verteilt und getestet und unsere erste Besichtigung galt der Markthalle mit angrenzender Fischhhalle. Im Innenhof der Markthalle konnte wir all die exotischen Früchte der Insel Madeira begutachten und in der Fischhalle sahen wir den schwarzen Degenfisch, der uns beim Abendessen des Vortages so gut geschmeckt hatte. Zu Fuss spazierten wir dann ganz gemütlich durch die Innestadt zu Blandys Weinlodge. Unterwegs stoppten wir bei der Kathedrale Se und beim Zarco Denkmal. Berthold machte eine kurze Führung durch die historischen Innenräume und erklärte alles Wissenswerte zur Entstehung des Madeira Weines. Danach durften wir 2 Madeira Weine probieren. Durch den Theaterpark gingen wir wieder zum Bus und der brachte uns hinauf in den Botanischen Garten. Das 8 ha große Gelände gehörte einst der Hotelierfamilie Reids und diese schenkte es der Stadt Funchal. Seit 1960 befindet sich dort der für alle zugängliche Botanische Garten. In verschiedenen Abteilungen gedeihen Pflanzen aus aller Welt und auch der Nutzgarten wird noch immer gepflegt und ist sehr interessant.
Nach dem Besuch fuhren wir wieder hinunter in die Stadt und dort stiegen einige Gäste mit mir aus. Andere fuhren ins Hotel zurück und genossen am Nachmittag die Vorzüge der großen Hotelanlage.
Wir fuhren mit der Seilbahn hinauf nach Monte, was ca. 500 Meter über dem Stadtzentrum liegt. Gleich neben der Bergstation der Seilbahn befindet sich der Eingang in den tropischen Garten. Unser Ziel aber waren die Korbschlitten. Wir spazierten zur Kirche von Monte, wo der letzte österreichische Kaiser begraben ist. Nach einer kleinen Mittagsstärkung sausten wir mit den berühmten Korbschlitten 2 km talwärts und gingen dann weiter zu Fuss hinunter ins Stadtzentrum von Funchal. Wir spazierten durch die Rua Santa Maria bis hinter zum Castel. Die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt des öffentlichen Busses verbrachten wir bei einem Glas Vino Verde. Nach eineinhalb Stunden Busfahrt erreichten wir wieder unser Hotel Madeira Dreams und dort trafen wir uns zum Abendessen in der Captains Bar an der Marina.
Wanderung Ponta do Sao Lourenco am 14.05.2026 – 3 km + 3 km, 300 m bergauf, 300 m bergab
Heute konnten wir etwas länger schlafen, denn unsere Wanderung begann direkt an unserer Hotelanlage. Wir wanderten ein Stücki entlang der Strasse bergan bis zum Beginn des Wanderweges zur Ponta do Sao Lourence. Mit uns waren wieder sehr viele Wanderer unterwegs und so bestimmte Berthold wieder Treffpunkte wie schon vor 2 Tagen. Die riesige Wanderschlange löste sich aber bald auf und so war die Tour recht angenehm und bot traumhaft schöne Ausblicke auf die Nordküste mit den verschieden farbigen Felsformationen. An der Casa do Sardinha legten wir eine Pause ein und einige mutige stiegen noch hnauf auf den Pico do Furado. Er ist mit seinen 178 Metern Höhe der östlichste allgemein zugängliche Punkt Madeiras und bot eine fantastische Aussicht. Der steile Weg war sehr ausgewaschen und brauchte die volle Aufmerksamkeit vor allem beim Abstieg. Von der Casa do Sardinha führte ein schmaler Weg hinunter ans Meer und dort holte uns ein Boot ab und brachte uns zurück in die Marina unserer Hotelanlage. Unterwegs sahen wir die tollen Felsformationen am Meer und fuhren auch in eine Höhle mit dem Boot hinein. In der Captains Bar an der Marina gönnten wir uns einen Poncha, Kaffee oder ein Bier und Berthold informierte über die Wanderung am Folgetag. Am späten Nachmittag gingen wir nochmal los und besuchten den Hügel mit der kleinen Kapelle gleich neben unserem Hotel und dann noch den Aussichtspunkt Ponta do Rosto, wo wir nochmals einen schönen Blick auf die Felsen der Ponta do Sao Lourenco hatten. Zum Abendessen hatten unsere Gäste in verschiedenen Restaurants unserer Hotelanlage reserviert und genossen das Abendessen.
Fakultative Wanderung Levada Canical–Boca do Risco–Porto da Cruz am 15.05.2026 – 13 km, 200 Hm rauf, 400 Hm runter
Heute stand eine fakultative Wanderung auf dem Programm und alle nahmen daran teil. Wir fuhren mit unserem Bus ein kurzes Stück vom Hotel durch den alten Tunnel bei Canical und am Tunnelausgang begann unsere Wanderung entlang der Levada do Canical. Sie führte an den Häusern und Gärten der Bewohner vorbei und bot zahlreiche Einblicke in das Leben der Menschen und tolle Ausblicke hinunter nach Machico. Jedes noch so kleine Stückchen Land bei den Häusern war für den Anbau von Gemüse, Kartoffeln, Zuckerrohr sowie Bananen, Papaya usw. genutzt. In Madeira kann man viermal im Jahr Kartoffeln ernten, aber auch Bohnen, Kohl, Tomaten und Kürbisse gedeihen prächtig. Nach einer knappen Stunde erreichten wir den Abzweig zur Boca do Risco und wir gingen auf dem alten Weinträgerweg hinauf. Am Aussichtsplateau machten wir eine erste Pause unbd schenkten einer kleinen Katze unsere Aufmerksamkeit und etwas Futter. Dann begann der wunderschöne Weg immer entlang der Nordküste gen Westen. Zu Beginn verlief der Weg unter Bäumen und später ganz frei in einem Felsband mit wunderschönen Ausblicken. Dann erreichten wir wieder Ansiedlungen und hatten schon mal einen schönen Blick auf Porto da Cruz mit dem Adlerfelsen. Nun gingen wir steil bergab über viele Treppen, durch die Gärten der Anwohner, teil entlang einer Levada und gegen 14 Uhr erreichten wir das Meer bei Porto da Cruz. In einem Lokal am Meer machten wir eine verspätete Mittagspause. Danach besuchten wir die Zuckerrohrfabrik, wo wir die Verarbeitung des Zuckerrohrs an den alten Madchinen sehen konnten und schliesslich probierten wir den Rum aus Zuckerrohr mit einem Melasse Keks dazu. Danach fuhren wir zurück in unser Hotel, zogen uns frische Sachen an und fuhren mit unserem Bus nocvh einmal zurück nach Canical, um dort wieder zu Abend zu essen in unserem vertrauten Lokal. Heute wurde u.a. frischer Thunfisch angeboten und den probierten viele unserer Teilnehmer. Für mich war kein Thunfisch mehr übrig und so entschied ich mich für einen gegrillten Papageien Fisch, der auch sehr gut schmeckte. Zurück ins Hotel nahmen wir den öffentlichen Bus. Nun mussten noch die Koffer gepackt werden, denn ab morgen wohnten wir in Funchal ganz zentral in der Stadt.
Cabo Girao–Janela–Porto Moniz am 16.05.2026
Mit gepackten Koffern stiegen wir in unseren Bus und fuhren zunächst nach Funchal ins Hotel Turim Santa Maria. Die Koffer wurden im Gepäckraum eingestellt und dann ging es weiter gen Westen auf der Autobahn. Ein langer Stau brachte unseren Zeitplan ein wenig durcheinander, aber wir machten unseren planmässigen Stopp am Cabo Girao, einer der höchsten Steilklippen Europas. Auch dort war en wieder viele Touristen, die die gläserne Plattform in 580 m Höhe bestaunten. Unsere Fahrt brachte uns dann weiter auf die Hochebene Paul da Serra und im Gebiet von Fanal waren wir in den Wolken. Das liess den Wald mit den alten Lorbeerbäumen mystisch erscheinen. Leider hatte es die Tage zuvor dort oben immer wieder geregnet und so waren die Wege schlammig. Eigentlich wollten wir die Cedro Levada bewandern, aber der knöcheltiefe Schlamm auf dem Weg dorthin machte keinen Spass. So drehten wir um, gingen zurück zur Strasse und fuhren mit dem Bus ein Stück talwärts. Nun wanderten wir auf der im Programm ausgeschriebenen Strecke immer steil bergab auf der Vereda nach Ribeira de Janela. Dieser Weg war nicht wirklich besser und ging über viele Naturtreppen hinab. Zweimal kreuzten wir die Strasse und ein Zaun war zu überklettern. Alle Wanderer waren ganz tapfer und fröhlich unterwegs und schliesslich erreichten wir nach 350 Höhenmetern bergab unser Ziel. Dort bot sich eine wunderbare Aussicht auf die Nordwestküste Madeiras. Mit unserem Bus fuhren wir nach Porto Moniz und machten eine verspätete Mittagspause. Auf der Rückfahrt gab es noch einen Fotostopp beim Brautschleierwasserfall und dann gings zurück nach Funchal, wo wir in unser neues Hotel Turim Santa Maria eincheckten. Zum Abendessen trafen wir uns wieder und spazierten gemeinsam in die Rua Santa , wo ich für unsere Gruppe Plätze zum Abendessen reserviert hatte.
Fakultative Bootsfahrt mit der Santa Maria de Colombo und Blumenfest in Funchal am 17.05.2026
Es war Sonntag und wir konnten etwas länger schlafen. Nach dem Frühstück spazierte ich mit 10 Gästen zur Abfahrtsstelle der Santa Maria de Colombo im Hafen von Funchal. Dieser Nachbau des Schiffes, mit dem Columbus in See stach, lag vor uns und dahinter ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Welch ein Anblick ! An Bord hatten wir viel Platz und jeder konnte seinen Wunschplatz suchen und während der Fahrt die beiden unteren Decks erkunden. Das Meer war spiegelglatt und so gab es kaum Bewegung auf dem Schiff. Unterwegs "besuchten" uns neugierige Delphine und vor dem Cabo Girao verweilten wir einige Zeit. Dann ging es ganz küstennah zurück und so konnten wir Camara de Lobos und die gigantischen Bauten in der Hotelzone betrachten. Nachdem wir wieder an Land waren, stärkte sich jeder bei einem Mittagsimbiss in der Stadt. Es gab viele Stände mit typischen Speisen und Getränken von der Insel und das zu sehr moderaten Preisen. Am späten Nachmittag trafen wir uns wieder, um uns den Umzug zum Blumenfest anzuschauen. Mit den meisten Gäste unserer Gruppe traf ich mich an unserer Tribüne 2, verteilte die Eintrittskarten und dann bekam jeder einen schicken schwarzen Hut und eine Flasche Wasser. Unsere Tribüne 2 stand dort, wo der Festumzug begann und so konnten wir auch gut die "Regisseurin" des Umzuges beobachten. 16.30 bis 18 Uhr sahen wir einen bunten Reigen von Tanzgruppen und festlich geschmückte Wagen. Dazu gab es eine schwungvolle musikalische Begleitung.
Zum Abendessen gingen wir wieder gemeinsam bis hinter zum Castel und dort war für unsere Gruppe ein langer Tisch draussen in der Abendsonne reserviert.
Individuelle Ausflüge – Wanderung vom Hotel nach Camara de Lobos am 18.05.2026 – 12 km
Der heutige Montag war programmfrei. Ein Großteil der Gruppe schloss sich mir an und wir wanderten hinunter zum Hafen und am Meer entlang bis zum CR7 Hotel und Museum. Dort steht die Statue von Cristiano Rolando un die sollte man bei einem Madeirabesuch auch mal gesehen haben. Weiter gings durch den Santa Catarina Park hinauf in die Hotelzone von Funchal. Gleich zu Beginn steht das Casino und vor dem Casino Hotel ein Denkmal für die Kaiserin Sissi. Über die Avenida do Infante spazierten wir weiter stadtauswärts. Die Strasse ist gesäumt von wunderschönen alten Villen, die leider zwischen den riesigen Hotels und Appartements ein trauriges Dasein fristen. Vorbei am legendären Reids Hotel kamen wir bald zum Abzweig auf die lange Strandpromenade. Da wir schon 2 Stunden unterwegs waren, gönnten wir uns eine Verschnaufpause in einem Strandlokal. Dann gingen wir weiter auf der Strandpromenade, mal steil bergab, dann wieder bergauf und beim Denkmal für Zarco endete die Promedade von Funchal. Ab nun gings hinunter zum Strand, durch eine Felsentunnel und über Brücken bis nach Camara de Lobos. Dewr alte Fischerort ist bekannt für seine bunten Boote am Hafen und für W.Churchill, der hierher zum Malen kam von Funchal. Zurück nach Funchal nahmen wir den öffentlichen Bus und zum Abendessen gingen wir in kleinen Gruppen in die Rua Santa Maria.
Wanderung Levada Nova/Levada de Moinho und Ribeira Brava am 19.05.2026 – 14 km
Unseren Fahrer und auch Berthold trafen wir nach 2 Tagen heute wieder und gemeinsam fuhren wir nach Westen. Die Wanderung auf der Levada Nova und zurück auf der darunter verlaufenden Levada de Moinho verlängerten wir, in dem wir bereits in Ribeira da Tabua starteten. Die Levada Nova verläuft in diesem Bereich hoch oben über dem Tal und das Begehen erforderte Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Dafür waren die Ausblicke aber grandios ! Beim Dorf Lombada erreichten wir den Einstieg in unsere ausgeschriebene Tour und dort war auch deutlich mehr Begängnis, als auf dem vorhergehenden Abschnitt. Aber auch diese Strecke brauchte Mut und Schwindelfreiheit und dazu kamen die entgegen kommenden Touristen, denen man ausweichen musste. Schliesslich führte der Weg durch einen Tunnel und in einem großen Bogen stürzten 2 Wasserfälle zu Tal. Der Weg entlang der Levada ging hinter den Wasserfällen entlang und das machte riesigen Spass. Noch ein Stück wanderten wir an der Levada Nova entlang und stiegen dann über Treppen hinunter zur Levada de Moinho. Auch hier gab es wieder ausgesetzte Stücken am Weg und auf dem Weg musste man auf grosse Steine und Wurzeln achten. Wir kamen an Feldern vorbei und konnten bei der Ernte zuschauen. Schliesslich erreichten wir in Lombada bei der Kirche den Endpunkt unsderer Wanderung und da war endlich Zeit für eine kleine Stärkung in einer Bar. Auf der Rückfahrt machten wir kurz Stopp in Ribeita Brava und besuchten die Kirche, die Markthalle und verschiedene Stände mit typischen Produkten der Insel.
Wanderung Levada Nova ab Prazeres, Leuchtturm Ponta do Parco und Paul de Mar am 20.05.2026 – 12 km
Der Tag unserer letzten Wanderung war gekommen und Berthold empfahl uns, ein Stück der Levada Nova ab Prazeres zu laufen. Das war eine gute Wahl, denn auf dieser Levada waren wir fast alleine unterwegs. Sie führte hoch oben über dem Meer durch farngesäumte Hänge, durch Ansiedlungen und in einem Dorf legten wir eine kleine Pause in einer Bar ein. Dort war die Welt noch in Ordnung - ein Kaffee kostete 1,50 Euro und kleine Snacks zu Mittag auch nur 1,50/1,60 Euro. Dann wanderten wir noch mehrer "Schleifen" an der Levada bis wir zu einer Strasse kamen und unser Bus uns aufnahm. Mit dem Bus fuhren wir weiter zur westlichsten Spitze, wo der Leuchtturm Ponta do Parco eine tolle Aussicht auf die Küste bietet. An der Westküste gibt es viele Fajas - ein Schwemmland am Meer, das meist durch eine Gerölllawine oder einen Felssturz entstanden ist. Wir fuhren über eine steile Serpentinenstrasse hinunter nach Paul do mar auf so einer Faja gelegen und machten eine Spaziergang durch diesen Bilderbuchort. Beim Hafen fanhd ich eine kleine Bar, wo man für unsere Gruppe einen Poncha frisch zubereitete. Die Wirtsleute freuten sich über unseren "Grossauftrag" und uns schmeckte der Poncha ganz ausgezeichnet. Das war der perfekte Abschluss unserer Wanderungen auf Madeira. Hinauf nach Prazeres fuhren wir über eine neue Strasse, die kunstvoll in den steilen Hang gebaut worden war. Zum Abschluss machten wir noch eine kurze Wanderung durch eine Bananenplantage und Berthold erklärte uns alles über die Bananenproduktion.
Am Hotel verabschiedeten wir uns von Fahrer Paulo und Reiseleiter Berthold für die erlebnisreichen Tage auf Madeira.
Unser letztes Abendessen war das fakultative Spezialitätenessen Espetata in der Quinta Estacio, einer ehemaligen Radiostation nahe dem Aussichtshügel Barcelo. Unsere Tische standen in der "ersten Reihe" und so hatten wir einen guten Blick in die Küche und auf die Fleischspiesse im Feuer. Es gab zur Begrüßung den obligatorischen Madeirawein, Knoblauchbrot, eine Tomatensuppe und die Fleischspiesse mit Beilagen und Salat. Das ganze wurde von einem Maracujapudding und einem Kaffee abgerundet. Von der Dachterrasse aus genossen wir den Blick auf Funchal und dann fuhren wir mit dem Bus zurück ins Hotel. Wir trafen uns noch einmal in der Bar im 7.Stock auf einen Drink und zu guten Gesprächen. Dann hiess es Abschied nehmen von den Gästen, die noch auf Madeira blieben oder einen späteren Rückflug hatten.
Heimflug am 21.05.2026
Bereits 7 Uhr verabschiedet ich die ersten Gäste mit Flug nach Berlin. 8 Uhr wurden dann alle Gäste nach Leipzig abgeholt und Berthold begleitete uns zum Flughafen. Die checkin Schalter waren schon geöffnet und so konnten wir ganz entspannt unsere Koffer abgeben und uns nun endgültig vin Berthold verabschieden. Alles weitere lief ganz planmässig und mit Marabu erreichten wir ganz pünktlich den Flughafen Leipzig. Nun hiess es endgültig Abschied nehmen von lieben Mitreisenden.
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien