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Portugal von Porto über die Atlantikküste bis Lissabon

Reisebericht: 20.09. – 28.09.2026

Portugal, ein Land mit viel Geschichte und Kultur, möchte von einer Reisegruppe aus Deutschland erkundet werden. Die Erwartungen der Reisegruppe sind groß.

Steffi Lambrecht

Ein Reisebericht von
Steffi Lambrecht

Weinverkostung bei ROZES.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Porto - Nachtansicht.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Braga - Bischofsgarten.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Obidos - das römische Wasserviadukt.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Nazare - Blick auf die Klippe mit Oberstadt.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Queluz-Palast.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Cascais.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Cascais.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Das Nationalgericht - Bacalhau.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Lissabon - Eingang zum Castelo Sao Jorge.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Lissabon - Nationaltheater auf dem Rossioplatz.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL) Lissabon - Cristo Rei.jpg – © Steffi Lambrecht (Eberhardt TRAVEL)

1.Tag, Sonntag,20.09.2026 – Flug nach Porto

Die Anreise erfolgt von verschiedenen Flughäfen in Deutschland mit und ohne Verspätung, aber zum Abendessen sitzen wir gemeinsam an einem Tisch und würden uns gerne austauschen. Dieses Mal können wir wegen Lärm (es gibt ausser uns noch eine große und laute Gruppe) keine Kennenlernrunde machen und auch nicht die fakultativen Ausflüge vorstellen. Aber das letztere können wir morgen im Bus angehen.

2.Tag, Montag, 21.09.26: Stadtrundfahrt/Stadtrundgang in Porto

Die Erwartungen auf PORTO sind groß und bei 37 Grad sicherlich eine Herausforderung! Nach dem Frühstück starten wir, um die Stadt PORTO – seit 1996 UNESCO-Welterbe kennenzulernen und womit beginnt man? Am besten mit einem fantastischen Blick auf die Metropole von der genau gegenüber liegenden Stadt GAJA. Von da aus geht es über die PONTE DOM LUIS I - Brücke zu einigen der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die im einzelnen viel über die Geschichte nicht nur der Stadt sondern des ganzen Landes erzählen: die Kathedrale mit dem Bischofspalast, der Bahnhof SAO BENTO, in dessen Halle die Geschichte von Portugal auf den typischen Azulejos erzählt wird. Kleine Verschnaufpause am Rathausplatz, die jahrelange Baustelle ist wesentlich kleiner geworden, so dass man das Rathaus sehen kann. Ob ALTE BÖRSE oder die ehemalige Markthalle, vor der ein Denkmal vom HEINRICH DEM SEEFAHRER steht, hier ist Geschichte greifbar. Auf dem Weg zur PRACA DA RIBEIRA befindet sich unmittelbar vor der Hafen-und Uferpromenade sein Geburtshaus. Die Promenade am DUORO lädt mit vielen Cafes und Restaurants zum Verweilen ein und hier gibt es eine größere Mittagspause, die jeder nach seinen Bedürfnissen nutzen kann. Am frühen Nachmittag geht es auf eine DUORO Schiffsfahrt und anschliessend zur Weinverkostung zu „ROZES“ in GAIA.
Am Abend bringt uns der Bus zum gemeinsamen Abendessen ins „CHEZ LAPIN“. Auf dem Weg zurück verabschiedet sich die Stadt mit einer beeindruckenden Silhouette.

3.Tag, Dienstag, 22.09.2026: Guimareas – Braga – Bom Jesus

Heute fahren wir in den Norden, um die Wiege Portugals – GUIMARAES - kennenzulernen ( Heinrich von Burgund gründete die Grafschaft Portucale und ernannte sie zum Königreich). Als erstes Highlight steht heute der Wallfahrtsort BOM JESUS auf dem Plan. Nach einer reichlichen Stunde Fahrzeit mit dem Bus sind wir in BRAGA. Auf einem Berg im Wald nicht weit von der Stadt entfernt liegt der Wallfahrtsort BOM JESUS. Wer gestern Abend nicht aufgegessen hat, darf gerne Abbitte tun und die vielen Stufen zur Kirche hinaufgehen. Wir nehmen die Wasserbalastbahn, bei dieser Hitze ist es auch besser. Oben erwartet uns neben einer fantastischen Aussicht, eine wunderschön gestaltete Anlage mit Statuen, Fontänen und Kapellen. Ringsherum Wald, frische Luft und viele Möglichkeiten nur zur Erholung, was es auch für die Einheimischen ist, ein Naherholungsgebiet.
Nach einem Stadtrundgang in BRAGA mit Pause und Freizeit fahren wir zum Schluß noch nach GUIMARAES, hier wo die Geschichte ihren Anfang nahm. Eine kleine urige Altstadt lädt zum Verweilen ein, bei diesen Temperaturen um die 37 Grad legen wir eine „Trinkpause“ ein.
Zurück im Hotel heißt es, Koffer packen und noch einmal Abendessen Im Hotel.

4.Tag, Mittwoch, 23.09.2026: Aveiro – Kloster Batalha – Nazare

09:00 Uhr: Frühstück beendet, Koffer im Bus, PORTO adios - es geht Richtung Süden. Unser erstes Ziel heute ist AVEIRO – mit 4 Kanälen, die die Stadt durchqueren – das Venedig des Nordens genannt. Diese Beschreibung erweckt hohe Erwartungen, ohne diese wäre der Ort trotzdem schön, das können wir bei einer Bootsfahrt sehen. Die traumhafte Haff-Landschaft zieht sich etwa 10km bis zum Fischerort COSTA NOVA. Davon können wir uns vor Ort überzeugen. Bunt im Streifendesign bemalte ehemalige Fischerhäuser lassen Kameras und Handys fast glühen – ein richtig schöner Abstecher statt einem Stadtrundgang in Aveiro.
Unser nächstes Ziel ist das KLOSTER BATALHA, an dem von 1388-1533 gebaut wurde. Es ist sogleich Grablege der königlichen Dynastie JOAO I.,der zusammen mit seiner englischen Gattin Filippa de Lencastre und ihren Kindern, darunter Heinrich, der Seefahrer, begraben ist. Für den Einen oder Anderen schliesst sich hier ein Kreis, was den Seefahrer Heinrich betrifft: in PORTO geboren, in SAGRES an der ALGARVE eine Seefahrerschule gebaut, in BATALHA begraben.
Eine lange und schöne Fahrt an der Küste entlang führt unsere Reisegruppe nach NAZARE, ursprünglich als pittoresker Fischerort bekannt geworden, heute ein Mekka für Surfer, die ab November immer wieder auf große Wellen warten. Das ehemalige Fischerdorf empfängt uns mit dem legendären Nebel und kühlen Temperaturen um die 17 Grad. Trotzdem haben wir noch einen tollen Ausblick vom Felskliff , auf dem sich die Oberstadt SITIO mit der Wallfahrtskirche NOSSA SENHORA DE NAZARE befindet.
Heute ist das Meer auch nicht ruhig, die rote Flagge weht – Badeverbot! Wer am Strand spazieren gehen will, braucht ein wenig mehr Zeit, weil unser Hotel bergauf in der Oberstadt liegt. Hinunterlaufen ist manchmal doch einfacher, am nächsten Tag, nach dem Halbtagesausflug, wäre Zeit dafür.
Zum Abendessen gibt es zum 3-Gänge Menü wieder Fisch, hier und da ist einer der Gäste schon „ausgestiegen“, voran die Reisebegleitung.
Wer zum Abschluß des Tages einen Wein oder anderes trinken möchte, kann das an der Bar neben dem Swimmingpool tun, denn rings um das Hotel herum, gibt es weder Cafe noch Bar oder Lädle.

5.Tag, Donnerstag, 24.09.26: Freizeit am Meer oder fakultativer Halbtagesausflug nach Alcobaca ,Obidos und Fatima

Von 37 auf 17 Grad, am Meer ist es frisch und der legendäre Nebel macht seinem Namen alle Ehre. Aber auf der Fahrt ins Zisterzienser Kloster ALCOBACA ( wieder ein UNESCO – Weltkulturerbe) scheint 10 min.später die Sonne und die Temperaturen sind angenehmer.
OBIDOS, eine Märchenbuchstadt, ein Geschenk des Königs Dinis an seine Geliebte, ist unser nächstes Ziel. Von weitem kann man schon das römische Wasserviadukt und die auf einem Hügel gebaute Stadt sehen. Eine Mauer umschliesst vollständig den kleinen Ort mit kleinen Häuschen, Kirche, Cafes und Geschäften. Bekannt ist der Ort auch für seinen Kirschschnaps aus Schokoladenbechern, fast eine kulinarische Neuentdeckung, die selbst im Souvenirgeschäft angeboten wird. In Anlehnung an die „Feuerzangenbowle“genehmigen wir uns einen winzigen Schluck, Travel One hats bezahlt, alles weitere auf eigene Kosten.
Zum Schluß wartet FATIMA, die weltberühmte Pilgerstätte, auf uns. Dort, wo drei Hirtenkinder mehrfach eine Marienerscheinung hatten, befindet sich eine Wallfahrtskirche mit einem Vorplatz, der doppelt so groß ist wie der Petersplatz in Rom. Papst Johannes war auch schon da, zuletzt zum Katholischen Kirchentag 2023.
Am Nachmittag zurück in NAZARE ist genügend Freizeit, um im Zentrum zu bummeln oder nur einen Strandspaziergang zu machen.

6.Tag, Freitag,25.09.2026: Quelez–Palast – Caboo de Roca – Cascais & Estoril – Lissabon

Noch ein Mal hieß es am Vorabend, Koffer packen, weil es heute weiter in Richtung LISSABON geht.
Eine fast 2-stündige Fahrt mit dem Bus bringt uns an unser erstes Ziel, den königlichen QUELUZ – PALAST – der auch das portugiesische Versailles genannt wird. Trotz aufwendiger Renovierung ist es möglich den Palast im Rokokostil zu besichtigen, ebenso einen Teil des großen Gartens. Ein interessantes Detail fällt so manchem Besucher auf: da gibt es ein 100m langes kunstvoll mit Fliessen gestaltetes ehemaliges Schwimmbecken, für das früher der Fluss umgeleitet wurde.
Einen ganz anderen Eindruck haben wir dann beim Spaziergang am CABO DA ROCA, denn hier ist es die Natur, die uns begeistert. Wir befinden uns am letzten Stückchen Festland, etwa 120 m über dem Meer. Es geht ein leichter Wind und es entstehen Fotos, ein wenig vom Winde verweht.
Im noblen Badeort CASCAIS legen wir nach einem kleinen Stadtrundgang eine Pause ein, mit dem Hinweis, im gelben Haus gibt es das beste Eis an der Küste. Also: nichts wie hin! Auf dem Weg nach LISBOA fahren wir noch durch den mondänen Badeort ESTORIL mit Casino, *****Hotels und gepflegten Parkanlagen.
Angekommen im Hotel TURIM in Lissabon gibt Rosmarie noch zahlreiche Hinweise, was man in fast 2 h bis zum Abendessen noch alles unternehmen kann. Das Hotel liegt zentral, bis zur Metro etwa 10 min. zu Fuß, weiterhin Park, kleine Geschäfte, Cafes, eine BANGSY-Ausstellung gleich um die Ecke, Möglichkeiten zum Einkauf in kleinen Supermärkten und im großen Einkaufszentrum.
Abendessen zur gewohnten Zeit im Hotel – es gibt wieder das Nationalgericht „Bacalhau“, dieses Mal in delikater Ausführung, aber mehr als 50 % der Gäste ziehen heut einen Cäsarsalat mit Hühnchenstreifen vor.

7.Tag, Samstag, 26.09.26: Lissabon zu Bus und zu Fuß

Nach dem Frühstück starten wir unsere heutige Stadtbesichtigung mit dem Highlight HIERONYMUS-KLOSTER, das vom Innenhof eher an einen Palast erinnert. Auf jeden Fall mehr als nur sehenswert. Hier ist d e r Touristen – Hotspot, das stellen wir aber erst beim Verlassen des Klosters fest.
Mit diesen Eindrücken beginnt unser Spaziergang zum Ufer des TEJO, wo wir als nächstes das Denkmal der Entdeckungen bestaunen, das genau 500 Jahre nach dem Tod von Heinrich, dem Seefahrer, gebaut wurde, denn diese Entdeckungen im 15. Und 16.Jahrhundert haben die Seefahrernation groß gemacht.
Der schöne und imposante TORRE DE BELEM, ab 1516 im Auftrag von König Manuels I. als Festung zur Verteidigung des Hafens gebaut, hat nach der Renovierung alle Hüllen fallen gelassen und erstrahlt wie neu. Nun bringt uns der Bus ein wenig näher zur Altstadt ALFAMA, die wir auf dem Weg zum CASTELLO DE SAO JORGE durchlaufen und von verschiedenen Aussichten wieder einen tollen Blick auf LISSABON haben. Auf der Burg können wir einen Blick auf Sehenswürdigkeiten der Stadt nehmen, die wir anschliessend beim Spaziergang im Stadtzentrum sehen werden: ELEVATOR DE SANTA JUSTA (Eiffel lässt grüßen), aber leider aufgrund des Strassenbahnunglückes im vergangenen Jahr erst einmal stillgelegt - Einkaufsstrasse RUA AUGUSTA mit TRIUMPHBOGEN, die zum Handelsplatz (PRACA DO COMERCIO) und zum Fluss TEJO führt. Auf dem ROSSIO-Platz (PRACA DOM PEDRO IV.) mit seinem Denkmal trennen wir uns zunächst, um nach einer Stunde von hier aus über den Platz PRACA DOS RESTAURADORES zu gehen um an der gleichnamigen Metro Station in unseren Bus zu steigen.
Ein weiteres Highlight findet am Abend in der Altstadt ALFAMA statt: ein gemeinsames Abendessen mit echt portugiesischem Gesang – FADO – ein Erlebnis.

8.Tag, Sonntag, 27.09.26: Freizeit oder ein Ausflug

Der große Teil der Gruppe hat sich für den angebotenen Ausflug u.a. in den ARRABIDA Nationalpark entschieden. Heute ist Sonntag und die portugiesischen Familien gehen gemeinsam essen, deswegen machen wir unterwegs einen Stopp in einem besonders schönen Markt in SEBUTAL – den MERCADO DO LIVRAMENTO. Und das nicht ganz ohne ein weiteres Ziel – kosten und kaufen für ein Picknick. Zunächst fahren wir aber in die Berge, es gibt Fotostopps z.B. im PARQUE URBANODE ALBAQUEL mit Blick aufs Meer, um die Aussicht bis das in weiter Ferne liegende Lissabon und den Atlantik zu fotografieren. Wir besuchen eine Burg, veranstalten ein Picknick – an alles ist gedacht,ob Wein, Wasser, Käse, Wurst, verschiedenes Obst, Oliven, Tomaten, Servietten-trocken und feucht, nur die Trinkbecher sind auf einmal unauffindbar. Von den Getränken ist trotzdem ausser Wasser nichts übriggeblieben. Jedenfalls war die Stimmung gut und beim Besuch einer privaten Fliessen-und Keramikwerkstatt konnte jeder seine eigene AZULEJOS bemalen – mit oder ohne ruhiger Hand beim Pinselstrich.
Die Zeit läuft davon, der Bus muss zu weite Wege fahren, zunächst zum CAPO ESPICHEL und zum Schluß zurück nach Lissabon zur Statue CRISTO REI. Die sollte man nun doch gesehen haben, mit dem schönsten Ausblick auf die Brücke des 25. April und auf Lissabon.
Als wir im Hotel ankommen, sind wir „geschafft“, die Einen mehr, die Anderen weniger.
Und: Morgen ist Zeit zum Erholen!

9.Tag, Montag, 28.09.26: Rückflug nach Deutschland

Heute gibt es die Möglichkeit, länger zu schlafen und länger zu frühstücken, denn die Flüge ab Lissabon gehen erst am späten Nachmittag. Der erste Transfer zum Flughafen wurde von Reiseleiterin Rosmarie begleitet. So konnten wir uns noch einmal ganz persönlich bedanken und Abschied nehmen.
Eine Reise mit vielen Höhepunkten ist zu Ende, aber wie heißt es: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Portugal adios!


Es war eine Reise voller verschiedener Erwartungen und Erlebnissen. Ob Stadt-und Klosterbesichtigungen, Bootsfahrten, Natur sehen und erleben, Azulejas bemalen - an Abwechslung hat es nicht gefehlt. Auf jeden Fall auch anstrengend, besonders an Tagen mit großer Hitze. Wie immer habe ich Sie gerne begleitet, mein Herzblut ist wegen meiner Erkrankung vor Ort doch ein bißchen verloren gegangen. Ich bedanke mich für das Verständnis und wünsche Ihnen das, was man zum Reisen auf jeden Fall benötigt: GESUNDHEIT.
Ihre Reisebegleiterin Steffi.


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