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Kreuzfahrt auf dem Göta–Kanal durch Schweden

Reisebericht: 20.07. – 30.07.2026

Wir entdecken zunächst Stockholm, gleiten dann entspannt mit der MS Diana durch den Göta-Kanal und lassen uns von der wunderschönen Landschaft verzaubern bis nach Göteborg. Herrliches Schweden!

Beate Klingebiel

Ein Reisebericht von
Beate Klingebiel

Stadshuset Park Stockholm  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Stockholm  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Diana Brücke  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Klosterkirche Vreta – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Handbetriebene Schleuse Göta Kanal – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Göta Kanal  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Begegnung mit Geschwister Schiff Göta Kanal  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Diana der Gong es gibt Essen  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Sunset Väner See Schweden  – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Ende des Göta Kanals – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Haselblatt Statue Göteburg – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL) Haga Göteburg – © Beate Klingebiel (Eberhardt TRAVEL)

Montag 20.07.2026 Anreise von verschiedenen Flughäfen nach Stockholm

Ein großer Teil der Reisegruppe fliegt mit mir ab Frankfurt. Angereist von Dresden, Berlin und Frankfurt , begrüße ich die Gruppe am Gate. Pünktlich sitzen wir im Flugzeug, allerdings dauert es noch ein Weilchen bis wir starten können da zwei Leute ihr Gepäck aufgegeben haben, jedoch nicht erschienen sind....das heißt, kein Gepäck fliegt ohne seinen Besitzer, streng verboten, also warten wir bis das Gepäck wieder ausgeladen ist. Das kostet etwas Zeit und Geduld. Dann geht es endlich los nach Stockholm Arlanda. Dort wartet Busfahrer Ralf geduldig und entspannt auf uns und bringt uns zu unserem Stadthotel Clarion Amaranten.
Um 18h haben wir uns alle verabredet zur Vorstellungsrunde.
Die Gäste aus Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart, die eine frühere Ankunft haben berichten, dass sie am Hotel Clarion abgesetzt werden aber Oh Schreck sie stellen fest, es ist das falsche Hotel Clarion es gibt mehrere Hotels dieser Kette in Stockholm. Der Taxifahrer ist längst bereits über alle Berge verschwunden, als das Grüppchen es bemerkt. Kurzentschlossen wird ein anderes Taxi bestellt und sie kommen gut an.
Beim guten Abendessen im Hotel ist alles schnell vergessen und wir lachen darüber..... Anschließend machen wir noch einen kleinen Spaziergang zu dem nahegelegenen Mälarstrand und genießen die abendliche Atmosphäre in dem parkähnlichen Gelände am Wasser eine schöne Einstimmung auf die nächsten Tage.

Dienstag 21.07. Panoramafahrt und kulinarische Stadtführung in Stockholm

Punkt neun begrüßen wir Tim unseren Stadtführer und Ralf den freundlichen Busfahrer in unserem Hotel. Wir starten den Tag mit dem Besuch des Rathauses auf schwedisch Stadshuset das Wahrzeichen der Stadt. Es begeistert mit seiner markanten Backsteinarchitektur und seiner Lage direkt am Wasser. Wir erfahren viel über die Geschichte des Gebäudes und besichtigten den prachtvollen Blauen Saal, in dem jedes Jahr die Nobelpreise verliehen werden, sowie den kunstvoll gestalteten Goldenen Saal mit seinen eindrucksvollen Mosaiken. Die besondere Atmosphäre und die Schönheit dieses Ortes beeindrucken uns. Tim " bewaffnet" mit seinem Markenzeichen einer grünen Plastiktröte, (die er ab und zu auch benutzt um auf sich aufmerksam zu machen), bringt uns die Geschichten humorvoll rüber und hält die Gruppe beisammen denn das Rathaus ist sehr gut besucht und es gibt schnell einen "Stau".
Den nächsten Stopp machen wir an einem schönen Aussichtspunkt mit Blick über die Stadt. Stockholm hat knapp eine Million Einwohner. Die Stadt erstreckt sich über 14 Inseln, verbunden durch viele Brücken, angeblich mehr als Venedig und umgeben von glitzerndem Wasser.
Nachdem wir vorbei an schönen Parkanlagen, an Villen und Botschaften gefahren sind knurrt ein wenig der Magen.
Weiter geht's Richtung Östermalm der kulinarische Teil steht bevor. In der schicken Markthalle "Saluhall" im Stadtteil Östermalm sind für uns allerlei schwedische Köstlichkeiten bestellt. Es gibt Krabbenbrot, verschiedene Käsesorten und als Höhepunkt Wurst von Elch, Bär und Rentier zunächst etwas skeptisch griffen dann alle beherzt zu.
Wir fahren dann in die Altstadt "Gamla Stan" zunächst direkt zum berühmten Fischstand wo wir gebratenen Hering mit Kartoffelstampf verspeisen. Gut gesättigt marschieren wir Kreuz und Quer durch die schöne Altstadt mit ihren bunten Häusern und romantischen Kopfsteinpflaster vorbei am Amtssitz des Königshauses ein Schloss.
Im Hinterhof der Finnischen Kirche in Gamla Stan, etwas versteckt finden wir Stockholms kleinste Skulptur "Eisener Junge". Sie ist nur 15 cm hoch. Die Skulptur ist ein populärer Glücksbringer und viel besucht und bewundert.
Dann wird es Zeit für die erste Fika. Das heißt Kaffee und Prinzessinnen Kuchen in einem schönen Kaffee. Sehr fein.
Ab frühen Nachmittag haben wir Freizeit. Ich besuche mit einigen Gästen noch das Schloss und spontan fällt mir ein noch eine Fahrt mit der Fähre Linie 80 zu unternehmen. Bei dem herrlichen Wetter eine schöne Idee und ein paar Gäste schließen sich mir an. Schöne Eindrücke von Stockholm vom Wasser aus. An der Endhaltestelle der Fähre angekommen steigen wir noch in die Metro und fahren zurück zum Hotel.
Am Abend hat niemand mehr so Recht Lust noch etwas zu Essen, alle sind satt von den vielen Kostproben.

Mittwoch 22.07. Freizeit in Stockholm

Heute ist Freizeit angesagt. Wir treffen uns alle in der Lobby und laufen gemeinsam zum Bahnhof Centralen. Von dort steigen wir in die Straßenbahn Nr 7 die an fast allen Highlights hält. Hier trennen sich die Wege. Vasa Museum, Abba Museum, Skansen Freilichtmuseum, Schärenfahrt.....jeder stellt sein individuelles Programm zusammen.

Ein gemeinsames Abendessen wird von mir vorgeschlagen und um 19h treffen sich die meisten wieder in der Hotellobby und wir laufen ein paar Meter bis zum Restaurant Ölstugan Tullan. Ein typisches Restaurant mit schwedischem Essen Sehr gut und erschwingliche Preise. Wir haben viel zu erzählen. Obwohl es seit dem Nachmittag stark regnet hatten wir alle einen erlebnisreichen Tag.

Donnerstag 23.7. Einschiffung auf die MS Diana, Hammarby Schleuse, Mälarsee, Schloss Drottningholm, Södertälje, Ostsee, Trosa. Stegeborg

Heute geht es bei Sonnenschein auf die MS Diana.
Der erste Offizier Ruben und Schiffsbegleitern Jenny stehen vor dem Schiff und heißen uns fröhlich und sehr persönlich willkommen.
Gut vorbereitet auf das was uns an Bord erwartet, sind alle gut gelaunt und richten sich häuslich für die nächsten Tage in den kleinen aber gemütlichen Kajüten ein.
Wir treffen uns an Deck um ein Glas Sekt zur Begrüßung zu genießen, mit einer typisch schwedischen Zimtschnecke als süßes Beiwerk. Der Kapitän stellt sich und "seine Diana" vor. Anschließend gibt es noch einige Infos und die Sicherheitsvorkehrungen was alles an Bord zu beachten ist. Dann geht die Fahrt los......
Während der Fahrt erhaschen wir einen Blick auf das schöne Schloss Drottnigholm wo die königliche Familie lebt. Wir machen es uns an Deck in Korbstühlen gemütlich und fühlen uns schon ein wenig entschleunigt.
Nach dem hervorragenden Mittagessen erreichen wir unseren ersten Stopp die Wikingerinsel Birka. Hier tauchen wir direkt in die Wikingerzeit ein! (Die UNESCO-Welterbestätte wird oft als Schwedens erste Stadt bezeichnet). Amüsanterweise findet gerade ein richtiges Wikinger Kräftemessen statt. Wir beobachten eine Gruppe sehr starker Kerle die schwere Eisenkugeln um die Wette schleppen. Erstaunlich was die für Kräfte haben.
Wir machen eine kleine Wanderung über die Insel wo 3000 Wikinger Gräbern liegen, die man noch als Hügel erkennen kann. Vom kleinen Berg der Insel mit Kreuz haben wir einen schönen Rundumblick.
Wir besuchen auch das kleine Museum, das rekonstruierte Wikingerdorf und die antiken Überreste inmitten einer wunderschönen Kulturlandschaft.
Zurück auf der Diana wird sich erstmal wieder gestärkt bei der schwedischen "Fika" traditionell mit Kaffee und Kuchen.
Wir genießen die Weiterfahrt auf dem oberen Deck und lassen die wunderschöne schöne Landschaft an uns vorbei ziehen.
Nun passieren wir die größte Schleuse Skandinaviens in Södertälje und gelangen so in die offene Ostsee. Das merken wir am leichten Wellengang und wir werden sanft in den Schlaf geschaukelt
Erst spät in der Nacht erreichen wir wir unseren nächtlichen Liegeplatz in Stegeborg.

Freitag 24.7. Stegeborg, Söderköping, Schleusentreppe Berg

Die erste Nacht haben wir hinter uns gebracht und beim Frühstück ist es das Thema wie habt ihr denn so geschlafen.....nunja die Reaktionen sind sehr unterschiedlich von quasi überhaupt nicht bis wunderbar....
Nach dem prima Frühstück gehen wir von Bord und schauen uns die Schlossruine von der Insel Stegeborg an. Landschaftlich reizvoll und sehr gepflegt wandern wir durch die Ruine. Sie wurde im frühen Mittelalter errichtet und war jahrhundertelang lang" Schloss und Schlüssel" zu Ostergotland.
Wir schippern weiter über die Ostsee bis wir Mem erreichen. Für uns der Start in den Göta Kanal. Am 26 September 1832 wurde der Göta Kanal dort feierlich eingeweiht. Der Bau begann im Jahr 1810 und dauerte 22 Jahre. Es gibt insgesamt 58 Schleusen auf dem 190 Kilometer langen Kanal. Die Schleusen und Schleusentreppen überwinden teils gewaltige Höhenmeter. Mehr als 58 000 Tausend Soldaten waren an den Arbeiten beteiligt und bewegten den größten Teil der Erdmassen mit noch einfachen Handwerkzeugen. Zusammen mit den angeschlossenen Seen bildet die Wasserstraße sogar eine Strecke von 390 Kilometern.
Den nächsten Halt machen wir im charmanten Örtchen Söderköping. Heute touristischer Kurort, früher ein bedeutender Handelsplatz. Bei herrlichem Wetter begeben sich einige auf einen vorgeschlagenen und ausgewiesen 4km langen Rundweg Kreuz und Quer durch das Örtchen. Es gibt einige guterhaltene Holzhäuser, Kirche und enge Gassen unterwegs zu sehen. Natürlich haben wir uns anschließend ein Eis verdient, bei der besten Eisdiele weit und breit. Nunja die lange Schlange davor bestätigt wohl die gute Qualität.
Wieder an Bord geniesen wir unsere "Fika" und passieren auf einer Strecke von rund 2 Kilometern acht Schleusen. Wer mag kann sich die Schleusen von Land aus betrachten uns sich ein bisschen spazieren gehen.
Anschließend passiert die Diana den See Roxen (Norsholms Schleuse) er liegt 33m über dem Meeresspiegel.
Am Abend erreichen wir unseren heutigen Ankerplatz, er befindet sich direkt bei der berühmten Carl-Johans-Schleusentreppe, das längste und spektakulärste Schleusenbauwerk des Göta-Kanals bei Berg.

Samstag 25.7. Schleusentreppe bei Berg, Kloster Vreta, Borensberg, Motola am Vätternsee

Am Morgen wird uns direkt eine Meisterleistung der Ingenieurskunst aus dem frühen 19. Jahrhundert präsentiert. Wie riesige Stufen einer Riesentreppe reihen sich sieben monumentale Schleusenkammern aus schwerem, grauem Kalkstein aneinander. Sie verbindet den weiten See Roxen mit dem höher gelegenen Gasthafen von Berg. Wir können aussteigen und entlang der Schleusen wandern und zuschauen wie die Diana Schleuse für Schleuse über elf Stufen und sieben unmittelbar hintereinander geschalteten Kammern die knapp 19 Höhenmeter überwindet. Das ist wahrlich spektakulär und dauert über 2 Stunden.
Einige von uns wandern inzwischen noch zum Vreta Kloster, dessen Wahrzeichen die stattliche Klosterkirche ist.
Wieder an Bord geht die Fahrt nach Borensberg. Die Diana passiert zwei Aquadukte: das heißt der Kanal führt über die Bundesstraße, sehr faszinierend....
Langsam gleiten wir wir über den Borensee 73m über dem Meer. Noch eine Schleusentreppe bei Borenshult mit fünf zusammenhängenden Schleusen, die zweitgrößte Treppe des Kanals ist zu überwinden, dann erreichen wir Motola.
Nachdem Abendessen erleben wir eine nostalgische Reise durch das Motormuseum von Motola. Eine einzigartige Sammlung von Autos, Motorrädern, Mopeds und vielem mehr erwartet uns hier. Diese Nacht wird etwas laut, da sich ein Jahrmarkt in der Stadt befindet.

Sonntag 26.7. Motala. Vätternsee Vadstena Festung Karlsborg See Viken Hajstorp

Von Motola sollte es "theoretisch" schon früh am Morgen über den Vätternsee wieder Richtung Göta Kanal weiter gehen, jedoch bewegt sich das Schiff nicht von der Stelle. Der Vätternsee zeigte uns heute eindrucksvoll, wer hier das Sagen hat. Der Wind hatte offenbar andere Pläne als wir und blies so kräftig, dass eine Überfahrt mit der MS Diana schlicht zu abenteuerlich gewesen wäre. Sicherheit geht natürlich vor – auch wenn der See das offenbar etwas übertrieben ernst nahm. Der Kapitän gab uns die Info, dass ein Bus bestellt sei der uns nach Vadstena bringt.
Zum Glück ist das Team der Diana auf alles super vorbereitet. Kurzerhand tauschen wir Schiff gegen Bus und machen uns auf den Weg nach Vadstena. Dort erwarteten uns gleich zwei Highlights: das ehrwürdige Kloster und das prächtige Schloss. Beide standen deutlich ruhiger als der See und ließen sich ganz entspannt besichtigen. Der Reiseführer Bernd brachte uns die Geschichten von der heiligen Brigitta die das Kloster gründete spannend rüber und ebenfalls anschließend Infos über das Schloss und seine Bewohner.

Nach so viel Kultur hatten wir uns das gemeinsame Mittagessen im Hotel verdient. Und weil die spontane Planänderung hervorragend organisiert war, verlief alles wie am Schnürchen. Top.
Anschließend brachte uns der Bus zuverlässig zur MS Diana nach Karlsborg um den See herum, wo unser schwimmendes Zuhause bereits auf uns wartete. Der Wind durfte sich austoben und wir fanden es super.
Entspannt geht die Fahrt weiter zur Schleuse bei Forsvik. Sie wurde 1813 als die erste Schleuse des Göta Kanals gebaut.
Dort werden wir musikalisch erwartet von einer Familie die uns mit Fahnen und verschiedenen Instrumenten christliche Lieder darbietet.
Wir passieren dann die engsten Stellen des Göta Kanals umgeben von herrlicher Natur. Dann wird es wieder weitläufig wir fahren über den Viken See. Er ist der höchstgelegener See er ist (92 Meter ü. M.) in Schweden.
Der Obelisk markiert den höchsten Punkt des gegrabenen Göta Kanals, 91,5 m über dem Meeresspiegel, und liegt in der Gemeinde Töreboda, zwischen Tåtorp und Vassbacken. Etwas schwierig ihn zwischen den Bäumen zu entdecken. Die Künstlerin Bianca Maria Barmen visualisiert durch das Werk ihre eigenen Kindheitserlebnisse auf dem Kanal.
Nach einem wie immer köstlichen Abendessen erreichen wir gegen 22h Hajstorp wo wir über Nacht anlegen.

Montag 27.7. Hajstorp. Sjötorp, Vänern See, Schloss Läckö, Vänersborg

Die Frühaufsteher treffen sich um 6h um die Gelegenheit zu nutzen, ein Stück am Kanal entlang zu spazieren, die Morgensonne zu genießen und die Schleusung der Diana zu beobachten. Anschließend geht es zum Frühstück an Bord.
Nachdem wir uns gestärkt haben gibt es wieder die Möglichkeit von Bord zu gehen um zu Fuß neben der Diana herzulaufen. Wir laufen bis nach Sjörtorp. Unterwegs bewundern wir die schöne idyllische Landschaft. Gepflegte Gärten und typische rote Schwedenhäuser.
In Sjörtorp besuchen wir das Kanal Museum. Es gibt Modelle, von der Diana und den beiden Geschwisterschiffen Juno und Wilhelm Than. Auch originale Kajüte sind zu besichtigen und die Ähnlichkeit zu unseren an Bord ist enorm.
In Sjörtorp verlassen wir mit der Diana den Göta Kanal, er mündet nun in den Vänern See, den größten See von Schweden man spricht sogar von einem Binnensee. Er hat eine Fläche von 5650km2, 140km lang und hat sage und schreibe 22000 Inseln, wobei ein Inselchen auch aus einem größeren Stein mit einem Baum bestehen kann, aber Insel ist eben Insel.......
Der nächste Halt ist das Schloss Läckö. Das Schloss liegt sehr malerisch auf einer Klippe. Es erinnert an die Zeit der schwedischen Großmacht. Im Mittelalter gehörte die Burg zunächst den Skarabäus Bischöfen, ging aber 1527 an die Krone über. 1618 wurde sie zusammen mit den dazugehörigen Grafschaften an De la Gardie verliehen. Frederik unser Schlossführer erklärt uns das alles und wir wandern durch die königlichen Gemächer.
Zurück an Bord bereiten wir uns auf das Käptänsdinner vor, das heißt wir hübschen uns ein wenig ( mehr) auf. Trotz des sehr windigen Wetters gibt es an Deck zunächst Gläschen Sekt für alle, untermalt von netten Worten des Kapitäns mit der Crew. Dann bedanke ich mich im Namen von Eberhardt herzlich bei der Crew und übergebe einen Umschlag. Alle bekommen von Andreas dem charmanten Kapitän noch ein Zertifikat, dass wir den Göta Kanal durchquert haben, mit allen 58 Schleusen haben. Es gibt herzlichen verdienten Applaus.
Dann genießen wir das köstliche Dinner.

Dienstag 28.07. Vänersborg, Trollhättan, Göteborg und Ausschiffung

Schon am sehr frühen Morgen starten wir in Vänersborg Richtung Trollhättan. Unterwegs öffnet sich eine Autobrücke eine ganze Weile nicht, anscheinend ein technisches Problem. Doch nach einer halben Stunde Wartezeit war wohl jemand mit dem Ölkännchen unterwegs, und sie öffnet sich.
Dann passieren die Schleuse von Brinkebergskulle und kommen schließlich in Trollhättan an, einer Stadt mit bedeutender Industriegeschichte. Wir besuchen das Kanalmuseum und sehen einen kurzen Film über den Bau und die Geschichte der Schleusen. Eine interessante Dokumentation die uns aufzeigt wie wichtig der Kanal für die Handelsschifffahrt bis heute ist. Auch die alte Schleuse erbaut von 1800-1844 besichtigen wir beeindruckt . Erwähnen muss man noch den 33 Meter hohen Trollhättan-Wasserfall, der von einem Kraftwerk des Konzerns Vattenfall gesteuert wird. Leider sieht man dieses Spektakel nur einmal im Jahr, das haben wir um ein paar Wochen verpasst.
Wir werden nun durch ein paar spektakuläre Schleusen sozusagen "hinabgeschleust" ein Höhenunterschied von 44m wird auf dem Weg überwunden.
Weiter fahren wir bei sonnig- windigen Wetter Richtung Göteborg passieren die letzte Schleuse Lilla Edet und genießen noch einmal eine schwedische Fika an Bord.
Etwas verspätet erreichen wir Göteborg. Die ganze Crew steht vor der Diana Spalier und verabschiedet jeden von uns mit Handschlag. Da werden wir doch etwas emotional, der Abschied fällt etwas schwer.........
Der Bus steht bereit und bringt uns zum Hotel in Göteburg. Wir schlafen nun ohne sanftes Schaukeln in ungewohnt großen Betten am Abend ein und träumen vielleicht von der Diana.

Mittwoch 29.07. Göteborg

Der Bus, mit Jan als Reiseführer startet pünktlich um 9h mit unserer Tour. Göteburg ist die Zweitgrößte Stadt in Schweden mit ca. 600Tausend Einwohnern. Wir fahren wir durch die Stadt und halten kurz am Theater mit dem Poseidon Brunnen davor. Wir rätseln ob es nun ein schöner Mann im Adamskostüm ist der mitten im Brunnen steht oder eher nicht, es gibt zumindest Anlass zum Schmunzeln.
Weiter geht die Fahrt nach oben zu der Masthuggskirche im Stadtteil Stigberget. Von dieser evangelisch lutherischen Kirche hat man einen wunderschönen Ausblick über Göteborg.
Anschließend führt uns die Fahrt vorbei an der Schärenlandschaft und durch den hübschen Ort Kungälv zur Insel Marstrand. Mit der Fähre sind wir in drei Minuten auf der Autofreien Insel. Ein Höhepunkt ist die Mittagspause im schönen Grand Hotel wo wir kulinarisch mit einem schwedischen Krabbenbrot verwöhnt werden. Wir bummeln dann noch ein wenig über das Inselchen mit historischen Holzhäusern und kleinen Cafes, Einige von uns kaufen sich das inzwischen schon obligatorische Softeis, sooo lecker in Schweden.
Zum Abschluss der heutigen Tour besuchen wir das charmante Stadtviertel Haga .Hier haben wir Zeit nach Souveniers in den vielen kleinen Läden Ausschau zu halten. Nicht zu vergessen die riesigen berühmten Zimtschnecken, für uns mehr ein Fotomotiv, denn satt sind wir noch allemal. Der Bus bringt uns am Nachmittag zurück zum Hotel und wir bedanken uns bei Jan für seine Führung und die interessanten Einblicke die er uns über das schwedische Leben berichtet hat.
So langsam geht die Reise ihrem Ende zu und noch einmal gibt es ein wunderbares gemeinsames Abendessen.

Donnerstag 30.07. Rückreise nach Deutschland

Die Flugzeuge nach Deutschland sind alle pünktlich und die Anschlussflüge werden alle erreicht.


Ein riesiges Dankeschön an euch alle! Wir waren auf jeden Fall eine tolle Gruppe, immer gut gelaunt, neugierig und mit viel Spaß dabei. Wir hatten eine herzliche Gemeinschaft mit sehr netten, lebendigen Gesprächen bei köstlichem Essen. Die gute Stimmung hat sehr zum gelingen dieser Reise beigetragen. Ich wünsche euch viele schöne, unvergessliche Erinnerungen an unsere besondere Reise auf der MS Diana durch den Göta Kanal. Vielleicht sehen wir uns mal wieder auf einer gemeinsamen Reise. Bis dahin alles Gute und mir war es eine große! Freude euch zu begleiten. Eure Bea


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