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Dampfbahnromantik in den Schweizer Bergen

Reisebericht: 28.07. – 03.08.2026

Jeden Tag Sonnenschein, wunderbare Blicke in die Schweizer Berge und wohlschmeckendes Essen, eine Reise die viel zu schnell vergangen ist

Andreas Kunzmann

Ein Reisebericht von
Andreas Kunzmann


1. Tag: Dienstag, 28.07.2026 Anreise nach Flüeli Ranft

In Dresden begann unsere Reise pünktlich mit großer Vorfreude auf die kommenden Tage. Über Zustiege in Chemnitz und Ulm führte unsere Route durch den 6,9 km langen Pfändertunnel bis wir bald die Grenze zur Schweiz erreicht hatten. Entlang des Rheins ging die Reise mit 37 Personen nach Sargans und weiter Richtung Zürich. Links fuhren wir am Walensee vorbei, die Churfirsten grüßten von oben. Unsere Fahrt führte weiter durch die Zentralschweiz mit der Region des Vierwaldstätter Sees. Am Abend erreichten wir unser Hotel Flüematte in Flüeli Ranft. Dort wurden wir von Marcello herzlich begrüßt und für 6 Nächte untergebracht. Nach der Begrüßung der 7 Personen mit eigener Anreise wurde uns ein schmackhaftes Abendessen gereicht.

2. Tag: Mittwoch, 29.07.2026 Ausflug nach Brienz und Dampfzugfahrt auf das Brienzer Rothorn

Unser heutiges Ziel war das Berner Oberland. Wir fuhren zunächst am Morgen nach Brienz. In Brienz wechselten wir das Beförderungsmittel und fuhren mit dem Zug auf das Brienzer Rothorn. Wir hofften auf gute Sicht und Sonnenschein. Die Fahrt mit der berühmten Brienz-Rothorn-Bahn, auf das 2.350 Meter hohe Brienzer Rothorn, ist ein fantastisches Erlebnis. Die Zahnradbahn überwindet die 7,5 Kilometer lange Strecke in 55 Minuten über eine beeindruckende Fahrtstrecke. Unsere Fahrt führte über Brücken, durch Tunnel, Wälder sowie Wiesen, und die Sicht war wunderbar. Auf der Gipfelstation angekommen, führte unser Weg ins Bergrestaurant. Hier wartete eine kleine Überraschung von Eberhardt-Travel auf unsere Gäste. Wir probierten das typische Alpengericht Älplermagronen. Uns wurde ein Teller mit Teigwaren, Kartoffeln, Rahm, Käsesauce und gerösteten Zwiebeln sowie Apfelmus serviert. Das schmeckte schon sehr gut. Für viele etwas ungewohnt aber durchaus lecker. Und woher kommt dieser Name? Älpler, das sind die Bewohner der Alpen und die Makronen leiten sich von den italienischen Makkaroni ab. Dieses Mittagessen wird uns in guter Erinnerung bleiben.
Nach dem Mittagsmahl hatten wir noch Zeit zu einer Wanderung auf das Rothorn. Die Sicht war klar und Eiger, Mönch und Jungfrau konnten sehr gut gesehen werden. Nach der Talfahrt wollten wir noch am Ufer zur Brunnengasse laufen, aber der aufkommende Regen machte einen Strich durch die Rechnung, und wir mussten diesen Spaziergang vertagen. Unser Fahrer Holger fuhr uns dann wieder sicher zum Hotel zurück. Den Tagesabschluss bildete wieder ein schmackhaftes Abendessen

3.Tag: Donnerstag, 30.07.2026 Fahrt mit dem Gotthard Panorama Express

Nach dem Frühstück fuhren wir mit insgesamt 44 Personen nach Luzern. Nach einem kurzen Stadtbummel über die Kapellbrücke, vorbei am Fritschi-Brunnen und der Peterskirche gingen wir zur Anlegestelle der Schiffe. Wir fuhren auf einem Schiff in der 1. Klasse nach Flüelen, und genossen die herrlichen Uferpromenaden und das in der Sonne blinkende Wasser. In Flüelen wechselten wir das Transportmittel und stiegen in den Gotthard Panorama Express 1. Klasse. Die Plätze waren für unsere Fahrt auf der alten Gotthard-Bahnstrecke schon reserviert.
Und los ging es auf einer der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Aus unserem exquisiten Panoramawagen bemerkten wir die Nordrampe der Gotthardbahnstrecke und dann die beeindruckenden Kehrtunnel auf der Strecke in den Kanton Tessin. Dabei sahen wir die auf einer Anhöhe thronende Kirche von Wassen dreimal. Nachdem wir dann in Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons Tessin, angekommen waren, hatten wir noch Aufenthalt in Bellizona. Nach dem klimatisierten Zug erschlug uns die Temperatur in Bellizona (40 Grad). Auf unserer Fahrt zurück fuhren wir mit der Bahn durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Fahrt durch den 57 km langen Basistunnel dauerte genau 18 min. Beeindruckend ist die Geschwindigkeit mit bis zu 230 km/h. Damit waren wir schnell in Art Goldau zwischen Zuger- und Lauerzer See. Hier erwartete uns bereits unser Busfahrer Holger und zurück ging es ins Hotel zum schmackhaften Abendessen.

4. Tag: Freitag, 31.07.2026 Fahrt mit dem Nostalgiezug auf die Schynige Platte

Heute erwartet uns ein weiteres Bahnerlebnis, welches uns ins Berner Oberland zunächst nach Interlaken führte. Dort hatten wir 1 Stunde Zeit diesen kleinen international anerkannten Ferienort und wichtigen Ausgangspunkt für die Fahrt auf das Jungfraujoch bei einem Spaziergang etwas kennen zu lernen. Dann fuhren wir weiter nach Widerswill. Hier bestiegen wir die liebevoll gepflegte, nostalgische und elektrische Zahnradbahn und fuhren auf die Schynige Platte auf 1960 Meter. Die Hoffnung, die drei bekannten Berge ganz aus der Nähe zu betrachten wurde erfüllt und je höher wir kamen um so näher rückten die 3 Berge. Oben angekommen hatten wir Sonnenschein, und einen einzigartigen Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Die Fotoapparate und die Filmkameras waren in Betrieb auch um die berühmten Alphornbläser zu genießen. Viele Gäste unternahmen einen ausgiebigen Spaziergang durch den sehr schön angelegten Alpengarten. Über 650 verschiedene Pflanzen sind hier zu bewundern. Anschließend erwartete uns noch im Restaurant eine Überraschung von Eberhardt, ein typischer Brotzeitteller. Am späten Nachmittag kehrten wir wieder nach Wilderswil zurück, fuhren auf der Nordseite des Brienzer Sees vorbei an der Brunnengasse in Brienz zurück zum Hotel und genossen das anschließende Abschiedsmenü.

5.Tag: Samstag, 01.08.2026 Fahrt auf die Rigi

Zunächst fuhren wir bei bedecktem Himmel nach Vitznau, die Rigi lag im grauen Nebel. Aufgrund der großen Trockenheit und der damit einhergehenden Brandgefahr fährt im Moment keine Dampfbahn. So ging es elektrisch, aber mit einem alten Salonwagen auf den König der Berge, auf die Rigi-Kulm in 1800m Höhe. Die Fahrt dauerte mit der elektrischen Bahn nur 1 Std., und so konnten 2 Stunden. Das herrliche Panorama, und eine Gruppe Alphornbläser stimmten uns auf den heutigen Feiertag der Schweiz ein. Nach der Rückfahrt mit der elektrischen Bahn hatten wir noch die Gelegenheit einer Führung durch das Depot der Rigi-Bahn. Wir sahen alte Salonwagen genauso wie die Werkstätten der Bahn. Danach führte uns unser Busfahrer über die Hohle Gasse und der Astrid-Kapelle zurück zum Hotel. Das Abendessen war wieder wie jeden Tag sehr lecker, und wie jeden Tag konnte man Nachschlag bekommen. Es war noch Zeit zu einem Bummel durch Flüeli-Ranft und ein Halt im Käsegeschäft durfte nicht fehlen.

6.Tag: Sonntag, 02.08.2026 Fahrt mit der Furka–Dampfbahn

Auch heute erwartet uns wieder eine spannende Zugfahrt. Dafür standen wir frühzeitig auf. Zunächst führte unsere Fahrt im Bus entlang der alten Gotthardstrecke. An der Teufelsbrücke und am Bahnhof Andermatt machten wir kurzen Fotostopp. In Realp angekommen, begaben wir uns auf die Spuren des ursprünglichen Glacier Express. Wir fuhren per Dampfzug von Realp durch den Furka-Scheiteltunnel bis nach Gletsch. Dort wurde wiederum wegen der großen Trockenheit eine Diesellokomotive vorgespannt. Unterwegs mussten wir mehrmals halten um den Durst der aus Vietnam zurückgeholten Lokomotive zu stillen. Uns begeisterte die Landschaft und kein Fotoapparat langweilte sich. Grandios war auch der Blick auf den Furka- und Grimselpass und den dazwischen liegenden Rhonegletscher, der leider verschwunden ist. Leidenschaftliche Hobby-Eisenbahner und Bahnbegeisterte aus der Schweiz und aus Deutschland haben die Strecke und die Züge in ihrer Freizeit liebevoll restauriert und betreiben seit 2010 die Strecke ehrenamtlich. Wir sind begeistert von dieser technischen Höchstleistung und vor allem von der Liebe zu der bis heute gelebten Tätigkeit auf der Strecke. In Oberwald machten wir zunächst Mittagspause und stiegen dann wieder in den Bus und erklommen gemeinsam den Grimselpass. Die Straße über den Pass ist eine Meisterleistung des Straßenbaus. Auf über 2165 Metern Höhe bestaunten wir dies und den kleinen Murmeltierpark, allerdings ohne Murmeltiere. Weiter führte unsere Route hinunter nach Innertkirchen, nach Meiringen und wieder zurück ins Hotel in Flüeli Ranft. Jeder hatte heute nochmals Zeit Ort und Umgebung zu genießen. Den Tagesabschluss bildete wieder ein schmackhaftes Menü.

7. Tag: Montag, 03.08.2026 Rückreise

Nach unserem zeitigen Frühstück und der Kofferverladung ging es über Luzern, Ulm und Nürnberg vollgepackt mit vielen schönen Erlebnissen nach Hause zurück. Ohne Stau erreichten wir am Abend planmäßig Dresden.


Liebe Reisegäste,
ich hoffe, Sie sind auch zu Hause gut angekommen und werden unsere gemeinsamen Eindrücke der Reise noch lang in Erinnerung behalten. Sie waren eine nette Reisegruppe und unser Fahrer Holger und ich als Ihr Reiseleiter möchten uns nochmals bei Ihnen recht herzlich für Ihre Unterstützung und Zusammenarbeit bedanken. Insgesamt sind wir ca. 2350 km gemeinsam gereist.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit, viel Lust am Reisen und ein Wiedersehen mit Eberhardt-Travel.
Ihr
Andreas Kunzmann
Reiseleiter


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