Rundfahrt im Berner Oberland mit Sicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau
Reisebericht: 12.09. – 17.09.2026
Das Berner Oberland ist immer eine Reise wert. Ob Aareschlucht, die wunderbare Stadt Bern, das Jungfraujoch, oder eine Schifffahrt auf dem Thuner See, alles besondere Erlebnisse.
Ein Reisebericht von
Andreas Kunzmann
1. Tag Samstag, 12. September 2026 Anreise nach Interlaken
Pünktlich 6.00 Uhr starteten wir mit 11 Gästen voller Erwartung ab Dresden Flughafen Richtung Schweiz. Unsere Fahrt auf der Autobahn war zügig und die Zustiege in Voigtland und Münchberg verliefen planmäßig.
Nach Halt am Rasthof Voigtland – Fahrerwechsel – Kammersteiner Land, Rasthaus Seligweiler, durchquerten wir den Pfänder und waren schon nach kurzer Fahrt in Mäder, dem Grenzübergang in die Schweiz. Entlang des Rheines führte uns unser Weg über Sargans bis zum Zürichsee. Weiter ging es durch Luzern über den Brünigpass bis nach Interlaken.
Nach langer Fahrt wurden wir durch die Hotelleitung sehr herzlich empfangen, und konnten unsere gemütlichen und schönen Zimmer beziehen. Anschließend gab es dann das 3-Gang Abendmenü, welches uns für die lange Anreise entschädigte.
2. Tag Sonntag, 13. September 2026 Brienz und Aareschlucht
Nach unserem ausgiebigen und reichlichem Frühstück fuhr unser Busfahrer Holger
entlang des Nordufers des Brienzer Sees zur meistfotografierten Gasse in Europa, zur Brunnengasse in Brienz. Von dort liefen wir gemütlich am Ufer des Brienzer Sees entlang. Dann ging schon unsere Reise weiter nach Meiringen zum Bahnhof.
Von dort unternahmen wir einen Spaziergang durch den Ort. Es ist eine kleine beschauliche Gemeinde, die vor allem durch das Denkmal von Sherlock Holmes bekannt ist. Diese von Artur Conan Doyle erfundene Romanfigur ist hier in Bronze verewigt. Hier in der Nähe überlebte er einen Kampf gegen seinen Feind Prof. Moriarty.Unsere Fahrt ging dann zum Osteingang der Aareschlucht. Wir durchliefen individuell die Schlucht von Ost nach West über insgesamt 1500 m. Zunächst geht es etwas steil bergab. Die Wände ragen steil nach oben und sind teilweise bis zu 200 m hoch. Durch dieses Felsenmassiv hat sich die Aare in über Millionen von Jahren gearbeitet und dadurch sind gigantische und herrlich anzusehende Stellen, die teilweise nur 1m breit sind, entstanden. Unter uns schlängelt sich die Aare in einem grünlichen Schimmer. Am Ende unseres Weges, für den wir über eine Stunde brauchten, erreichten wir dann den West-Ausgang der Schlucht und die Aare schlängelte sich nun weiter in Richtung Meiringen. Wir stellten fest, dass diese Sehenswürdigkeit sehr beliebt ist, denn auf unserem Weg kamen uns viele Menschen entgegen.
Nach unserem Treffen am Bus gab es eine Stärkung und die Fahrt ging zurück nach Interlaken. Als wir nach Interlaken zurückkamen war für alle noch Zeit den Ort genauer kennenzulernen oder eine Fahrt auf den Harder Kulm zu unternehmen. Zum Abendessen waren alle Gäste mit den Erlebnissen zufrieden und freuten sich schon auf den nächsten Tag.
3.Tag Montag, 14. September 2026 Bern, Schifffahrt auf dem Thuner See
Nach unserem Frühstück sind wir heute nach Bern gefahren.
Dort trafen wir unseren Stadtführer Daniel. Unser erster Halt war der Rosengarten. Von oben hatten wir eine herrliche Aussicht über die mittelalterliche Bundeshauptstadt und konnten aber die Blumenpracht des Rosengartens nicht mehr genießen. Anschließend machten wir eine kleine Stadtrundfahrt und verließen am Bundeshaus den Bus. Den weiteren Weg legten wir mit ausgiebigen Erklärungen von Daniel zu Fuß zurück. Wir gingen durch mehrere Gassen mit ihren schönen Laubengängen und bekamen Interessantes vermittelt. Der Zähringer Brunnen, das Münster und das Einsteinhaus in der Kramgasse blieben besonders in Erinnerung.
Am Ende unseres Rundganges war es kurz vor 12.00 Uhr und wir waren am Zeitglockenturm angekommen. Daniel erklärte uns die vielen Figuren an der Uhr und ihre Bedeutung. Punkt 12.00 Uhr begann die Glocke zu schlagen und die Figuren bewegten sich, ein einmaliges Erlebnis. Anschließend hatten alle nochmals 2 Stunden Zeit für individuelle Stadtbesichtigungen.
Danach fuhren wir weiter nach Thun, wo noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtbummel war. Einige Gäste waren sogar an der Mühleschleuse. Dann erwartete uns eine Schifffahrt auf dem Thuner See nach Interlaken. Eberhardt-Travel hatte für eine Überraschung gesorgt und allen Gästen ein Heiß- oder Softgetränk spendiert. Anschließend hatten alle Gäste einen bequemen Platz auf Deck und konnten die Uferzonen mit ihren dicht besiedelten Orten bestaunen.
Nach reichlich 2 Stunden trafen wir in Interlaken West ein und schlenderten durch die Stadt zum Hotel. Es gab wieder ein schmackhaftes Abendessen, ein Käsefondue auf der Terrasse war vorbereitet. Die Zustimmung unserer Gäste war groß.
4. Tag Dienstag, 15. September 2026 Fahrt zum Jungfraujoch
Als wir heute früh aus dem Fenster schauten, lachte uns die Sonne entgegen. Unser Fahrer Holger fuhr uns zunächst mit dem Bus nach Lauterbrunnen.
Von nun an ging es auf der Schiene mit Zahnradtechnik weiter. In einem für uns reservierten Abteil fuhren wir zunächst zur kleinen Scheidegg. Nach einer längeren Zeit der Akklimatisierung ging es dann mit der Jungfraubahn hoch zum Jungfraujoch auf 3454 m. Diese Strecke wird im Wesentlichen im Tunnel, der am Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, zurückgelegt.
Als wir oben ankamen waren viele Menschen in der Ankunftshalle, die Sonne lachte und wir hatten eine tolle Fernsicht. Auf unserem Rundgang hatten wir Gelegenheit das Kinoerlebnis, die Sphinx, den Aletschgletscher, den Eispalast und das Plateau mit einer wunderbaren Fernsicht zu besuchen. Der Eispalast machte auf uns einen großen Eindruck. Die verschiedenen Eisskulpturen waren ein beliebtes Fotoobjekt.
Der Aufenthalt verging viel zu schnell, und so fuhren wir gemeinsam wieder zurück ins Tal. Am Eigergletscher mussten wir umsteigen und mit einer Gondel-Umlaufbahn fuhren wir nach Grindelwald. Etwas Zeit hatten wir noch für die Besichtigung der modernsten und größten Gondel-Bahnstation der Schweiz. Später fuhren wir wieder mit dem Bus zurück zum Hotel.
Der Abend wurde wieder bei einem schmackhaften 3-Gang-Menü und vielen Gesprächen beendet.
5.Tag Mittwoch, 16. September 2026 Fahrt in das Emmental
Heute erwartete uns ein attraktives Programm. Wir wollten Schweizer Tradition erkunden und fuhren ganz entspannt in das Emmentaler Land.
Zunächst ging es nach Eggiwil zu Bachmanns Alphornmacherei. Unser Busfahrer musste Höchstleistungen vollbringen, denn die Straßen waren eng und kurvig.
Wir wurden von Herrn Bachmann in seiner Werkstatt begrüßt und erfuhren viel über dieses interessante Handwerk. Er erklärt uns anschaulich, wie aus einem Stück Holz in vielen kleinen Schritten ein Alphorn entsteht, und wieviel Mühe, Fleiß und Geduld notwendig sind, damit am Ende auch der richtige Ton aus diesem Instrument kommt.
Herr Bachmann gab uns dann eine Kostprobe seines Könnens, wir Gäste konnten danach auch versuchen einige Laute auf dem Alphorn von uns geben.
Weiter ging unsere Reise nach Trubschachen. Hier besuchten wir die berühmte, bei uns aber nicht so bekannte Keksfabrik „Kambly“. Jeder konnte nach Herzenslust von den vielen Kekssorten probieren. Im „Hexenhaus“ wurde uns auf sehr anschauliche Weise die Geschichte des Unternehmens erzählt. Zum Schluss waren die Mägen und die Warenkörbe voll.
Unser nächstes Ziel war Affoltern wo wir Einblick in eine Schaukäserei im Emmental erhielten. Zunächst führte uns eine erfahrene Mitarbeiterin durch alte Produktionsstätten und erklärte uns den Werdegang von der Milch bis zum Käse, denn bereits 1750 begann man hier Käse zu produzieren. Anschließend gingen wir durch ein neu erschaffenes Museum im Kellerbereich, bis wir schließlich direkt vor der Produktionshalle des Emmentaler Käses standen. Hier wurde uns klar, dass Sauberkeit und Einhaltung von strengen Hygienevorschriften die Grundlage der Käseherstellung sind. Jeder Eimer Milch, der in die Käserei kommt, wird hygienisch untersucht.
Leider ist der Name nicht geschützt, sodass jeder in der ganzen Welt „Emmentaler“ herstellen kann. Bei einer anschließenden Verkostung schmeckte man den Unterschied, ob ein Käse 4, 8, oder 12 Monate gereift ist.
Nur echt ist der Käse mit der sternförmigen roten Schrift „Emmentaler“
Anschließend fuhren wir im Magen gestärkt und in der Seele beruhigt wieder zum Hotel um unser wohlschmeckendes Abendessen einzunehmen
6. Tag Donnerstag, 17. September 2026 Heimfahrt
Am heutigen Abreisetag war der Himmel wieder etwas bedeckt. Vorbei am Brienzer See überquerten wir den Brünigpass und machten einen kurzen Fotostopp am Lungerer See. Von dort verlief die Fahrt ruhig und stressfrei. Vorbei an Luzern, entlang des Zürichsee und des Walensee, mit den Churfirsten im Hintergrund, erreichten wir die Autobahn entlang des Rheins. Über Österreich waren wir schnell wieder in Deutschland. Auch hier konnten wir mit unserem Bus alle Ankunftszeiten einhalten.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch im Namen von Holger bei allen
Reiseteilnehmern für ihre Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit, Geduld und Freundlichkeit bedanken. Es hat uns großen Spaß gemacht mit Ihnen zu verreisen.
Bleiben Sie reiselustig, gesund und vielleicht sehen wir uns bei einer unserer nächsten Reisen mit Eberhardt-Travel wieder.
Ihr
Andreas Kunzmann
Reiseleiter
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