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Bahnerlebnis Schweiz – Glacier–und Bernina–Express

Reisebericht: 05.10. – 11.10.2026

Voller Vorfreude erwarteten wir erlebnisreiche Tage mit den schweizer Bahnen und einen grandiosen Blick zum Matterhorn. Alle Wünsche wurden erfüllt.

Andreas Kunzmann

Ein Reisebericht von
Andreas Kunzmann

Auf dem Flüelipass – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Der Cambrenagletscher ist verschwunden – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Die Kirche im Mittelpunt – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Ein wunderschöner Rathausplatz – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Bahnhof von St. Moritz – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Immer einen Aufenthalt wert – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Die Rheinschlucht – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Ab hier wird mit Zahnradverstärkung gefahren – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Besuch der Kapelle – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Das Breithorn – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Blick auf Matterhorn und Zermatt aus der Gornergratbahn – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL) Überall wird gebaut – © Andreas Kunzmann (Eberhardt TRAVEL)

Montag, 05. Oktober 2026 Fahrt nach Davos

Pünktlich um 6 Uhr morgens fuhren zunächst 13 Personen in voller Erwartung am Dresdner Flughafen in Richtung Schweiz. In Nossen gab es bereits den Fahrerwechsel. Danach stiegen in Chemnitz, Stollberg sowie in Nürnberg-Feucht weitere 7 Personen zu, und damit war unsere Reisegruppe mit 20 Personen komplett. Wie bei unseren Reisen üblich, legten wir im Abstand von jeweils etwa zwei Stunden eine Pause ein. So konnte jeder etwas frische Luft schnappen, sich die Beine vertreten, beziehungsweise einen Kaffee trinken. Die Fahrt führte uns Richtung Heilbronn, und am Feuchtwanger Kreuz weiter Richtung Bodensee. Nach wenigen Kilometern durch Österreich befuhren wir dann die Schweizer Autobahn. Gegen 17.00 Uhr kamen wir schließlich in Davos, unserem Übernachtungsort für die nächsten drei Nächte an. Im modernen Hotel Hilton Garden Inn wurden wir vom Empfangspersonal begrüßt. Manch einer nutzte die Zeit nach dem ersten gemeinsamen Abendessen sogar noch für einen kleinen orientierenden Spaziergang

Dienstag, 06. Oktober 2026 Fahrt mit dem Bernina–Express

Ein erster Höhepunkt dieser Reise war die Fahrt mit dem Bernina-Express! Mit unserem Bus fuhren wir zunächst über den 2.383 Meter hoch gelegenen Flüela-Pass über Pontresina dem Bernina-Pass, vorbei am Kreisviadukt von Brusio bis ins italienische Tirano. Unterwegs legten wir selbstverständlich ein paar Foto-Stopps ein. So bestaunten wir unter anderem den immer schneller schmelzenden, imposanten Morteratsch-Gletscher, der seinen Ursprung im gigantischen Bernina-Massiv hat, bevor wir schließlich einen Aufenthalt auf der Passhöhe des Bernina-Passes machten. Bis hierher hatten wir bereits die Streckenführung des Bernina-Expresses zu sehen bekommen, denn die Straße führte uns ab Pontresina nahezu parallel zur Bahnstrecke. Später gelangten wir zum berühmten Kreisviadukt von Brusio, und konnten sogar einen vorbeifahrenden Zug fotografieren. Am Mittag war es dann endlich soweit und nach einem kleinen Stadtbummel durch Tirano stiegen wir in den Bernina-Express ein. Die Bernina-Linie ist übrigens die einzige Schweizerbahn, die offen über die Alpen führt und bereits 1910 fertig gestellt wurde. Sie brachte uns nun von Tirano im mediterranen Veltlin wieder durch den Kreisviadukt von Brusio, hinauf zum Lago di Poschiavo und durch die Ortschaften des Val di Poschiavo, einem italienisch-sprachigen Südtal des Kantons Graubünden und schließlich hinauf zu den Gletschern des Bernina-Passes. Die Überwindung der immensen Höhenunterschiede eröffnete uns trotz nebligem Wetter atemberaubende Ausblicke auf eine imposante Bergwelt. Die etwa 2-stündige Fahrt mit dem Bernina-Express verging trotzdem wie im Fluge und in Pontresina wartete unser Bus bereits auf uns und sogleich ging es über den Flüela-Pass zurück nach Davos. Ein langer und erlebnisreicher Tag endete mit einem schmackhaften Abendessen.

Mittwoch, 07. Oktober 2026, Fakultative Fahrt durch das Engadin

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir mit 18 Personen unseren fakultativen Engadin-Ausflug. Die heutige Fahrt führte uns erneut über den Flüela-Pass vorerst ins Unterengadin. Das Engadin ist übrigens das Bündner Inntal. Im Engadin spricht man nur noch selten Rätoromanisch und dort sagt man En, wenn man vom Inn spricht. Zuerst fuhren wir nach Zuoz, um diesen kleinen typischen Engadinort zu besuchen. Idyllisch am Hang gelegen laden die kleinen Gassen und Straßen zu einem Spaziergang ein. Die typischen Engadinhäuser mit ihren dicken Wänden und nach innen gesetzten Fenstern sind imposant anzuschauen und lassen uns staunen. Die Glocken der Kirche laden eigentlich zum längeren Verweilen ein, aber wir müssen den Gegensatz dieses wunderschönen Dorfes kennenlernen, nämlich St. Moritz. Die meisten Touristen besuchen St. Moritz nämlich im Winter. Das hatte natürlich auch einen Vorteil für uns, denn so konnten wir ganz in Ruhe flanieren. Wir gingen gemeinsam bis zum sogenannten "Schiefen Turm", dem Rest einer alten Kirche aus dem Mittelalter. Dieser Turm ist noch heute eines der Wahrzeichen von St. Moritz. Für die meisten von uns ging es eigentlich ganz einfach darum, St. Moritz zumindest mal gesehen zu haben, um mitreden zu können. Fast alle waren der Meinung, dass hier leider sehr viel von der Ursprünglichkeit eines schweizer Ortes verloren gegangen ist. Vorbei an den Oberengadiner Seen ging es nunmehr zum Julierpass hinauf. Dieser Pass bildet den Übergang vom Engadin nach Tiefencastel bzw. ins Rheintal. Durch das Oberhalbstein-Gebiet und dem Marmorera-Stausee gelangten wir nach Tiefencastel. Die Weiterfahrt nach Davos führte uns abschließend durch das Landwassertal. Den restlichen Nachmittag nutzten alle Gäste zur individuellen Gestaltung und fuhren auf die Schatzalp. Der Tag endete wieder mit einem leckeren Abendessen.

Donnerstag, 08. Oktober 2026, Fahrt von Filisur mit dem Glacier–Express nach Zermatt

Das nächste große Erlebnis unserer Reise stand am 4. Tag an - die Fahrt mit dem "Glacier-Express"! Am Morgen wurden wir mit dem Bus nach Filisur gefahren, von dort ging es dann im Glacier-Express im Panoramawagen der 2. Klasse gemütlich nach Zermatt. Die Fahrt führte über Reichenau, der Vorderrheinschlucht, Disentis, über den 2.033 Meter hohen Oberalppass, Andermatt, das Goms, Brig und Visp nach Zermatt. Die Bahnfahrt mit dem langsamsten Schnellzug der Welt dauerte für uns reichlich sechs Stunden, aber keine Angst - niemandem von uns wurde langweilig. Das Landschaftsbild veränderte sich ständig und es gab verdammt viel zu sehen. Zudem wurden wir mit einer Lunchbox verwöhnt. Am Abend erreichten wir schließlich pünktlich unser Ziel Zermatt. Gemütlich spazierten wir nunmehr zum Hotel „Butterfly“, wo bereits unsere Koffer auf uns warteten. Anschließend wurde ein schmackhaftes Abendessen serviert.

Freitag, 09. Oktober 2026, Fahrt mit der Gornergratbahn, Folkloreabend

Heute hatten wir unseren freien Tag in Zermatt und das Wetter meinte es wieder einmal gut mit uns, aber erst auf dem zweiten Blick. Zunächst war dichter Nebel in Zermatt. Wir ließen uns nicht entmutigen, und so fuhren wir mit der Gornergratbahn auf diesen Berg. Je weiter wir nach oben kamen, umso mehr lichtete sich der Nebel, keine Wolke war am Himmel, die Sonne schien. Das Panorama und der Blick auf einige Viertausender war ganz einfach atemberaubend und unbeschreiblich! Am frühen Abend trafen wir uns bestens gelaunt im Hotel wieder. Unser Abendessen war heute übrigens nicht im Hotel geplant, sondern als Folklore- bzw. Spezialitätenabend im Bergrestaurant der knapp 2.000 Meter hoch gelegenen Station "Furi", einem Weiler oberhalb von Zermatt. Das Wetter meinte es wieder gut mit uns und so verbrachten wir den Abend zunächst auf der Terrasse. Nun erlebten wir ein typisch schweizerisches Essen, Raclette - eine Käsespezialität mit Pellkartoffeln, grünen Gurken und Glaszwiebeln. Jeder konnte so viel essen, wie er wollte. Um Raclette anzurichten, wird übrigens ein großer halbierter Käse an der Schnittfläche erhitzt und die geschmolzene Oberfläche jeweils abgeschabt. Für die meisten von uns war es das erste Raclette-Essen des Lebens. Die Schweizer lieben Käse und das merkt man natürlich auch, wenn es um hiesige kulinarische Spezialitäten geht. Für die passende musikalische Unterhaltung sorgte zunächst ein Alphornbläser und anschließend 3 urige schweizer Musikanten mit ihren bekannten Weisen. So erlebten wir einen abwechslungsreichen und stimmungsvollen Abend in einem rustikalen Bergrestaurant. Nachdem wir alle satt und zufrieden waren, ging es mit der Bahn wieder zurück nach Zermatt.

Samstag, 10. August 2026, Fahrt zum Säntis

Am nächsten Morgen mussten wir dann leider auch schon wieder Abschied nehmen von dieser wunderschönen Region. Mit dem Pendelzug fuhren wir nach Täsch. Dort stand unser Bus. Nachdem alle Gepäckstücke verladen waren führte uns unsere Fahrt über Visp, Brig und das obere Rhonetal. Weiter ging es durch das Gomstal, vorbei an der Furka-Dampfbahn an eine riesige Steinwand. Rechts zum Furka-Pass, links zum Grimselpass. Wir entschieden uns für links, und so erklommen wir den 2.165 Meter hohen Grimselpass leider bei Nebel. Unsere Fahrt ging weiter nach Luzern mit der berühmten Kapellbrücke. Bei unserem kleinen Rundgang war die Kapellbrücke der Mittelpunkt, aber auch Rathaus, Fritschibrunnen und Peterskirche wurden besucht. Am frühen Abend kamen wir an unserem letzten Übernachtungsort an - der etwa 1.300 Meter hoch gelegenen Schwägalp im Appenzeller Land. Leider war der Säntis durch dichten Nebel nicht zu sehen. Ein letztes gemeinsames Abendessen rundete diesen Tag aber trotzdem ab.

Sonntag, 11.Oktober 2026 Heimfahrt

Zurzeit wird die neue Kabinenbahn auf den Säntis gebaut, sodass das Frühstück am heutigen Morgen auf dem Säntis nicht möglich war. Nach unserem gemeinsamen Frühstück im Hotel wurden die Koffer verladen und es hieß Abschied nehmen von der Schwägalp. Vorher konnten wir noch Käse in der Käserei kaufen.
Pünktlich erreichten wir unsere Zielorte und so konnten alle Reiseteilnehmer entspannt nach Hause fahren.


Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Reiseteilnehmern für die angenehme Atmosphäre, die freundliche Unterstützung während der Fahrt bedanken. Bleiben Sie gesund, immer reiselustig und vielleicht sehen wir uns wieder auf einer Fahrt mit Eberhardt-Reisen.



Ihr Andreas Kunzmann


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