Rundreise Andalusien – der Zauber Spaniens
Reisebericht: 05.10. – 12.10.2026
Andalusien ist mehr als nur eine Region im Süden Spaniens. Es ist ein Lebensgefühl voller Sonne, Leidenschaft und Geschichte. Auf geht es für 18 Gäste nach Sevilla….
Ein Reisebericht von
Sabine Reckord
Zwischen Setas und Tapas – ein stimmungsvoller Auftakt in Sevilla
Aus allen Teilen Deutschlands macht sich unsere Reisegruppe heute auf den Weg in den sonnigen Süden Spaniens. Schon am Flughafen von Sevilla trifft ein Teil der Gäste auf Reisebegleiterin Sabine, die die Gruppe während der kommenden Tage durch Andalusien begleiten wird. Trotz eines kleinen Wermutstropfens, denn zwei Koffer lassen zunächst auf sich warten, verlaufen die Formalitäten unkompliziert und die Vorfreude auf die Reise bleibt ungetrübt.
Mit dem Bus geht es anschließend zum Hotel Macia Sevilla Kubb, unserem Zuhause für die ersten Nächte. Nach dem Check-in bleibt Zeit, die Zimmer zu beziehen und kurz durchzuatmen, bevor wir zu einem ersten Erkundungsspaziergang in die Altstadt aufbrechen.
Schon nach wenigen Schritten zeigt sich Sevilla von seiner lebendigen und kontrastreichen Seite. Unser Weg führt uns zu den berühmten Setas de Sevilla, den spektakulären „Pilzen“ auf der Plaza de la Encarnación. Unter der modernen Holzkonstruktion entdecken wir eine aktuelle Protestaktion gegen die Wohnungsnot in Spanien. Zahlreiche Zelte machen auf ein Thema aufmerksam, das viele Menschen im Land bewegt. So verbindet sich bereits am ersten Nachmittag die beeindruckende Architektur Sevillas mit einem Blick auf die gesellschaftliche Realität des heutigen Spaniens.
Durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt schlendern wir weiter Richtung Real Alcázar. Vorbei an schmiedeeisernen Balkonen, schattigen Innenhöfen und kleinen Geschäften sammeln wir unsere ersten Eindrücke dieser faszinierenden Stadt. Die angenehmen Temperaturen laden zu einer kleinen Pause ein, und ein Eis „auf die Hand“ sorgt für die nötige Erfrischung.
Der Abend steht ganz im Zeichen der andalusischen Lebensart. Gemeinsam spazieren wir zum traditionsreichen Restaurant Casa Román. Hier lassen wir uns eine Vielfalt typisch spanischer Tapas schmecken. Zwischen historischen Mauern, herzlicher Gastfreundschaft und den charakteristischen Schinkenkeulen, die über der Theke hängen, genießen wir die besondere Atmosphäre des Lokals. Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen klingt der erste Reisetag stimmungsvoll aus.
Nach der frühen Anreise und den vielen neuen Eindrücken macht sich schließlich die Müdigkeit bemerkbar. Sevilla hat uns herzlich willkommen geheißen und einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Tage voller Geschichte, Kultur und südländischem Flair gegeben. Müde, aber voller Vorfreude auf das, was noch vor uns liegt, fallen wir am Ende des Tages in unsere Betten.
Sevilla entdecken – auf den Spuren von Königen, Gelehrten und Flamenco
Nach einem entspannten Frühstück treffen wir uns in der Hotellobby zu unserem ersten großen Besichtigungstag in Andalusien. Ausgestattet mit Audiogeräten und voller Vorfreude begrüßen wir unsere örtliche Stadtführerin Pilar, die uns mit viel Charme und beeindruckendem Fachwissen durch die bewegte Geschichte Sevillas begleitet.
Zu Fuß erkunden wir zunächst das malerische Viertel Santa Cruz, das ehemalige jüdische Stadtviertel. Durch schmale Gassen, vorbei an blumengeschmückten Innenhöfen, prächtigen Adelspalästen und historischen Kirchen tauchen wir tief in die Vergangenheit der Stadt ein. Immer wieder lenkt Pilar unseren Blick auf Denkmäler berühmter Gelehrter, Mediziner und Entdecker, die Sevilla zu einem bedeutenden Zentrum von Wissenschaft, Handel und Kultur machten.
Ein Höhepunkt des Tages ist der Besuch des Real Alcázar, des königlichen Palastes von Sevilla. Die kunstvoll verzierten Säle, filigranen Stuckarbeiten und die weitläufigen Gärten lassen die Zeit der maurischen Herrscher und christlichen Könige lebendig werden. Pilar versteht es hervorragend, die Geschichten hinter den Mauern und historischen Hintergründen zu verknüpfen.
Anschließend erwartet uns mit der gewaltigen Kathedrale von Sevilla eines der beeindruckendsten Bauwerke Spaniens. Beim Rundgang durch das lichtdurchflutete Innere wird schnell deutlich, warum die Kathedrale zu den größten Kirchen der Welt zählt. Wer die Mühe des Aufstiegs auf die berühmte Giralda nicht scheut, wird mit herrlichen Ausblicken über die Dächer der Stadt belohnt.
Nach den vielen Eindrücken endet die Führung und der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Einige Gäste nutzen die Zeit, um Sevilla auf eigene Faust weiter zu erkunden, durch Geschäfte zu bummeln oder in kleinen Cafés das Treiben der Stadt zu beobachten. Ein anderer Teil der Gruppe zieht gemeinsam mit Reisebegleiterin Sabine weiter durch die Altstadt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen führt der Spaziergang bis zum Torre del Oro, dem goldenen Wachturm am Ufer des Guadalquivir. Von hier aus genießen wir den Blick auf den Fluss und das entspannte Leben der Sevillaner.
Am späten Nachmittag kehren wir für eine kurze Pause ins Hotel zurück, bevor der Tag seinen stimmungsvollen Ausklang findet. Einige Gäste besuchen am Abend fakultativ eine Flamenco-Show. Mit kraftvollen Rhythmen, leidenschaftlichem Gesang und eindrucksvollen Tänzen erleben sie eine der bekanntesten Ausdrucksformen der andalusischen Kultur hautnah.
Zum Abschluss treffen wir uns wieder im Hotel zum gemeinsamen Abendessen vom Buffet. Bei guten Gesprächen lassen wir die Erlebnisse des Tages Revue passieren. Sevilla hat sich heute von seiner beeindruckendsten Seite gezeigt und uns mit seiner Geschichte, seiner Architektur und seiner unverwechselbaren Lebensfreude begeistert.
Cordoba – Begegnung mit dem kulturellen Erbe Andalusiens
Nach dem Frühstück erwartet uns heute ein weiterer Höhepunkt unserer Andalusien-Rundreise: die Fahrt nach Córdoba, einst eine der bedeutendsten Städte Europas. Der Start in den Tag verläuft zwar mit einer kleinen Verzögerung, doch schon bald sind wir unterwegs. Während der rund zweistündigen Fahrt erfahren wir Interessantes über die Landschaft Andalusiens, die von endlosen Olivenhainen geprägt ist. Nach einer kurzen Rast erreichen wir schließlich unser Ziel.
An der berühmten Puente Romana, der römischen Brücke über den Guadalquivir, begrüßt uns Stadtführerin Inés. Mit großer Begeisterung und fundiertem Wissen führt sie uns in die spannende Geschichte Córdobas ein. Einst war die Stadt unter maurischer Herrschaft eine der größten und fortschrittlichsten Metropolen der damaligen Welt und Zentrum von Wissenschaft, Kultur und Religion.
Der erste Höhepunkt des Tages ist die Besichtigung der weltberühmten Mezquita-Catedral. Schon beim Betreten verschlägt es vielen den Atem. Ein scheinbar endloses Meer aus Säulen und den charakteristischen rot-weiß gestreiften Hufeisenbögen erstreckt sich in alle Richtungen. Das Licht fällt gedämpft durch die Hallen und verleiht dem Raum eine ganz besondere Atmosphäre. Inmitten dieses außergewöhnlichen Bauwerks erhebt sich überraschend eine prachtvolle christliche Kathedrale mit hohen Gewölben, kunstvollen Chorgestühlen und einem reich verzierten Altar. Kaum ein anderer Ort zeigt so eindrucksvoll die Begegnung und das Nebeneinander verschiedener Kulturen und Epochen.
Durch den duftenden Patio de los Naranjos, den historischen Orangenhof der Moschee, setzen wir unseren Rundgang fort. Zwischen Orangenbäumen und plätschernden Brunnen genießen wir die besondere Stimmung dieses traditionsreichen Ortes. Anschließend führt uns Inés durch das malerische jüdische Viertel. Enge Gassen, weiß getünchte Häuser, liebevoll geschmückte Patios und kleine Kunsthandwerksläden verleihen diesem Viertel einen ganz besonderen Charme. Hinter jeder Ecke warten neue Fotomotive und Geschichten aus der bewegten Vergangenheit der Stadt.
Leider müssen wir uns vor dem Mittagessen von unserer sympathischen Stadtführerin verabschieden. Für das gemeinsame Mittagessen kehren wir im traditionsreichen Restaurant Bodegas Mezquita ein. Natürlich dürfen auch heute verschiedene Tapas-Spezialitäten nicht fehlen, die einen genussvollen Einblick in die andalusische Küche bieten.
Der Nachmittag steht anschließend zur freien Verfügung. Einige Gäste nutzen die Zeit für eigene Erkundungen und einen entspannten Stadtbummel. Eine weitere Gruppe begleitet Reisebegleiterin Sabine zu den Resten der historischen Stadtmauer und zum Patio Andaluz, wo sich zahlreiche Handwerksgeschäfte befinden. Hier finden sich kunstvolle Keramikarbeiten, traditionelle Lederwaren und viele weitere typisch andalusische Souvenirs.
Am späten Nachmittag treffen sich alle wieder an der Puente Romana. Gemeinsam schlendern wir über die historische Brücke, die seit nahezu zweitausend Jahren den Guadalquivir überspannt. Das warme Licht der Nachmittagssonne taucht Fluss, Brücke und Altstadt in wunderschöne Farben. Kein Wunder, dass hier zahlreiche Erinnerungsfotos entstehen.
Auf der Rückfahrt erwartet uns noch eine kleine kulinarische Überraschung. Nachdem wir am Vormittag viel über den Olivenanbau erfahren haben, dürfen wir verschiedene Olivensorten probieren. Dabei wird deutlich, wie vielseitig die für Andalusien so bedeutende Feldfrucht schmecken kann.
Zurück in Sevilla zeigt sich der Abend von seiner schönsten Seite. Ein Teil der Gruppe fährt direkt zum Hotel, während andere Gäste bereits in der Altstadt aussteigen. Gemeinsam mit Sabine geht es noch zu einem der schönsten Plätze der Stadt, der Plaza de España. Während die Sonne langsam hinter den historischen Gebäuden versinkt und die letzten warmen Strahlen auf die Brücken, Türme und Kanäle fallen, genießen wir die besondere Stimmung dieses Ortes. Ein stimmungsvoller Spaziergang führt uns schließlich zurück zum Hotel.
Ein Tag voller Geschichte, Kultur und einzigartiger Baukunst geht zu Ende. Córdoba hat uns mit seiner faszinierenden Mischung aus islamischem, jüdischem und christlichem Erbe tief beeindruckt und einmal mehr gezeigt, warum Andalusien zu den kulturell reichsten Regionen Europas zählt.
Von den weißen Dörfern nach Ronda – weiter an die sonnige Costa del Sol
Heute verabschieden wir uns von Sevilla und schlagen das nächste Kapitel unserer Andalusien-Rundreise auf. Um 8:00 Uhr treffen wir uns in der Hotellobby, checken aus und verstauen die Koffer im Bus. Fahrer Pedro bringt uns sicher auf unserem Weg durch das andalusische Hinterland. Während der Fahrt verändert sich die Landschaft spürbar. Sanfte Hügel, Olivenhaine und die berühmten weißen Dörfer Andalusiens säumen unseren Weg. Wie kleine Perlen leuchten die weiß getünchten Häuser an den Berghängen und bieten immer wieder wunderschöne Ausblicke.
Nach einer Pause unterwegs erreichen wir die spektakulär auf einem Hochplateau gelegene Stadt Ronda. Am Busbahnhof erwartet uns bereits unser Stadtführer Daniel. Mit viel Begeisterung und Hintergrundwissen nimmt er uns mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte und Traditionen der Stadt.
Unser erster Besichtigungspunkt ist die berühmte Stierkampfarena von Ronda, eine der ältesten und bedeutendsten Arenen Spaniens. Daniel erläutert die historische und kulturelle Bedeutung des Stierkampfes, der bis heute eng mit der spanischen Tradition verbunden ist. Wir besichtigen die angrenzende Reitschule, die Arena sowie das Museum, in dem zahlreiche Erinnerungsstücke, Kostüme und Informationen zur Entwicklung des Stierkampfes ausgestellt sind. Die Erklärungen aus der Tribüne machen deutlich, welche Rolle diese Tradition über Jahrhunderte für die spanische Gesellschaft spielte.
Anschließend führt uns der Rundgang durch die historische Altstadt. Bald erreichen wir die berühmte Puente Nuevo, die sich eindrucksvoll über die tiefe Schlucht des El Tajo spannt. Vom Aussichtspunkten Mirador de Aldehuela eröffnen sich spektakuläre Blicke in das Tal und auf die umliegende Berglandschaft. Immer wieder bleiben wir stehen, um die beeindruckenden Perspektiven festzuhalten.
Ein kurzer Einblick in die Iglesia de Nuestra St. De la Paz, der Schutzpatronin der Stadt und weiter in das historische Zentrum. Daniel erzählt unterwegs zahlreiche Geschichten über das Leben in der Stadt und ihre Bedeutung für Andalusien. Schließlich erreichen wir den Platz Plaza Duquesa de Parcent vor dem Rathaus und der Kathedrale.
Bei der Besichtigung der Iglesia de Santa María la Mayor, die oft als Kathedrale von Ronda bezeichnet wird, entdecken wir erneut die spannende Geschichte des Zusammenlebens verschiedener Kulturen. Das Gotteshaus wurde auf den Fundamenten einer ehemaligen Moschee errichtet. Im Inneren beeindrucken die hohen Gewölbe, kunstvolle Altäre, reich verzierte Seitenkapellen und die harmonische Verbindung gotischer und Renaissance-Elemente. Das warme Licht verleiht dem Kirchenraum eine ruhige und würdevolle Atmosphäre.
Nach der Stadtführung genießen wir unsere Freizeit. Eine Gruppe von 15 Gästen schließt sich Reisebegleiterin Sabine an und besucht das Casa Don Bosco. Die historische Villa mit ihrem Garten bietet einen der schönsten Ausblicke auf die berühmte Brücke von Ronda. In entspannter Atmosphäre genießen wir einen kleinen Mittagssnack und lassen den Blick über die spektakuläre Schlucht schweifen. Anschließend bleibt Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch die Gassen der Stadt.
Am Nachmittag setzen wir unsere Reise fort. Im Bus wartet noch eine süße Überraschung auf uns: die typischen spanischen Yemas, kleine Spezialitäten aus Eigelb und Zucker, die wir gemeinsam verkosten.
Gegen Abend erreichen wir schließlich unser neues Strandhotel in Torremolinos an der Costa del Sol. Nach dem Check-in beziehen wir die Zimmer und freuen uns auf die kommenden Tage am Mittelmeer. Beim gemeinsamen Abendessen werden die Eindrücke des Tages ausgetauscht: die dramatische Landschaft Rondas, die spannende Geschichte der Stadt und die herrlichen Ausblicke.
Doch der Tag ist noch nicht ganz zu Ende. Einige Gäste unternehmen nach dem Essen einen Spaziergang am Strand. Das Rauschen der Wellen begleitet uns durch die Dunkelheit, während sich die Lichter der Küste im Wasser spiegeln.
Gibraltar – Zwischen britischem Flair, Affenfelsen und zwei Kontinenten
Während viele Gäste den Tag zur Erholung an der Costa del Sol nutzen, brechen 13 Teilnehmer bereits am Morgen zu einem besonderen Ausflug auf: Es geht nach Gibraltar, dem britischen Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel.
Pünktlich holt uns Busfahrer Jesus am Hotel ab. Für die kommenden Tage wird er uns durch die Region Málaga begleiten. Da der Verkehr an diesem Morgen angenehm ruhig ist, kommen wir zügig voran und erreichen schon bald die Grenze zu Gibraltar. Heute wirken die Grenzanlagen beinahe unscheinbar. Nach den unbesetzten Kontrollhäuschen spazieren wir zu Fuß auf britisches Territorium und gelangen zunächst zu einem nahegelegenen Supermarkt. Von dort führt unser Weg zum Flughafen.
Ein besonderes Erlebnis erwartet uns auf der Aussichtsterrasse des Flughafens. Von hier beobachten wir den Flugverkehr aus nächster Nähe. Die Start- und Landebahn gehört zu dem außergewöhnlichsten Europa, denn sie kreuzt eine öffentliche Straße, die bei Flugbewegungen ähnlich wie ein Bahnübergang gesperrt wird.
Anschließend steigen wir in das Fahrzeug zur berühmten Rock Tour, die uns zu den Höhepunkten des Felsens führt. Während der Fahrt erfahren wir viel über die bewegte Geschichte Gibraltars. Seit Jahrhunderten spielt der Felsen eine bedeutende strategische Rolle an der schmalen Meerenge zwischen Europa und Afrika. Immer wieder weisen unsere Fahrer auf historische Festungsanlagen, britische Kasernen, moderne Wohngebiete und die Hafenanlagen hin. Die Mischung aus britischer Kultur, mediterranem Lebensgefühl und spektakulärer Natur macht Gibraltar zu einem einzigartigen Ort.
Der erste Stopp erfolgt am Europa Point, dem südlichsten Punkt Gibraltars. Hier eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama. Vor uns glitzert das Mittelmeer, während auf der anderen Seite der Meerenge bereits die Berge Nordafrikas zu erkennen sind. Nur etwa 14 Kilometer Wasser trennen Europa und Afrika an dieser Stelle. Der markante rot-weiße Leuchtturm, die moderne Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee und die weiten Ausblicke machen den Europa Point zu einem der schönsten Fotopunkte der Region. Kaum ein Ort vermittelt so eindrucksvoll das Gefühl, an der Schnittstelle zweier Kontinente zu stehen.
Weiter geht es zur berühmten St. Michael's Cave. Die Tropfsteinhöhle überrascht mit gewaltigen Hallen, bizarren Felsformationen und eindrucksvoll beleuchteten Stalaktiten und Stalagmiten. Über Jahrtausende hat das Wasser hier eine faszinierende unterirdische Welt geschaffen. Der größte Höhlensaal dient heute sogar als Veranstaltungsort für Konzerte und kulturelle Aufführungen.
Der wohl bekannteste Programmpunkt folgt anschließend auf dem Affenfelsen. Hier begegnen wir den berühmten Berberaffen, den einzigen frei lebenden Affen Europas. Der Legende nach wird Gibraltar solange britisch bleiben, wie die Affen auf dem Felsen leben. Tatsächlich stammen die Tiere ursprünglich aus Nordafrika. Neugierig beobachten sie die Besucher, posieren oft ungefragt für Fotos und sorgen regelmäßig für unterhaltsame Begegnungen. Dabei lernen wir auch, warum Taschen und Snacks stets gut verschlossen bleiben sollten.
Nach der Rundfahrt endet die Tour am Casemates Square, dem lebhaften Zentrum der Stadt. Zahlreiche Restaurants, Pubs und Geschäfte verleihen dem Platz eine typisch britische Atmosphäre mitten im Mittelmeerraum.
Für das Mittagessen kehren wir im Little Rock Restaurant ein. Bei Fish and Chips, Burgern oder anderen Spezialitäten genießen wir die Pause und lassen die bisherigen Eindrücke auf uns wirken.
Am Nachmittag unternehmen wir noch einen Spaziergang durch das Zentrum. Vorbei am Rathaus und dem Parlament lernen wir die politische und historische Bedeutung Gibraltars näher kennen. Die gepflegten Plätze, britischen Telefonzellen und englischen Straßenschilder erinnern immer wieder daran, dass wir uns zwar geographisch in Spanien befinden, kulturell jedoch ein Stück Großbritannien erleben.
Anschließend treffen wir uns wieder am Casemates Square und machen uns gemeinsam auf den Rückweg. Zu Fuß geht es durch die zahlreichen Baustellengebiete der Stadt zur Grenze. Noch einmal beobachten wir den Flugverkehr am Flughafen, bevor wir Gibraltar verlassen. Nach einer kurzen Pause und einem letzten Toilettenstopp nehmen wir im Bus Platz.
Zurück in Torremolinos empfängt uns wieder die entspannte Atmosphäre der Costa del Sol. Das Meer ruft, und viele Gäste genießen noch die frische Brise an der Strandpromenade. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel tauschen wir schließlich die Erlebnisse des Tages aus.
Málaga genießen – zwischen Geschichte, Eis und duftenden Zitrusfrüchten
Nach dem Frühstück machen wir uns heute auf den Weg nach Málaga, der lebendigen Hauptstadt der Costa del Sol. Bereits bei unserer Ankunft wartet Stadtführer Oliver auf uns, der uns mit vielen Geschichten und spannenden Informationen durch seine Heimatstadt begleiten wird.
Zunächst fahren wir gemeinsam hinauf zum Castillo de Gibralfaro, das hoch über der Stadt thront. Vom Aussichtspunkt aus bietet sich bei bestem Wetter ein beeindruckender Panoramablick über Málaga. Tief unter uns liegen der Hafen, die Altstadt, die Stierkampfarena und das glitzernde Mittelmeer. Die Sicht reicht weit entlang der Küste und zeigt eindrucksvoll die besondere Lage der Stadt zwischen Bergen und Meer.
Anschließend bringt uns der Bus wieder hinunter ins Zentrum. Von dort erkunden wir Málaga zu Fuß. Unser Weg führt zunächst an der mächtigen Alcazaba vorbei, der maurischen Festungsanlage, die sich an den Hang des Gibralfaro schmiegt. Zwar besichtigen wir die Anlage heute nicht von innen, doch schon der Blick auf die gewaltigen Mauern vermittelt einen Eindruck ihrer einstigen Bedeutung.
Direkt daneben entdecken wir die freigelegten Überreste des römischen Theaters, das erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde.
Beim Spaziergang durch das historische Zentrum begegnen wir dem berühmtesten Sohn der Stadt. Natürlich darf ein Fotostopp bei der Picasso-Statue nicht fehlen. Viele Gäste nutzen die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto mit dem weltberühmten Künstler, der 1881 in Málaga geboren wurde.
Wenig später stehen wir vor einem weiteren Wahrzeichen der Stadt: der imposanten Kathedrale von Málaga. Aufgrund ihres unvollendeten zweiten Turms wird sie von den Einheimischen liebevoll „La Manquita“, die Einarmige, genannt. Die elegante Renaissance- und Barockarchitektur beeindruckt bereits von außen und dominiert das Stadtbild rund um die Altstadt.
Ganz andere Eindrücke erwarten uns anschließend in der berühmten Markthalle Atarazanas. Hier herrscht reges Treiben. Zwischen Obstständen, Fischhändlern, Gewürzen und regionalen Spezialitäten drängen sich Einheimische und Besucher durch die voll besetzten Gänge. Farben, Gerüche und Stimmen verschmelzen zu einem lebendigen Bild des spanischen Alltags.
Von der Altstadt gelangen wir schließlich in die modernen Einkaufsstraßen und Plätze der Neustadt. Dort wartet eine süße Überraschung auf die Reisegruppe: Eberhardt TRAVEL lädt alle Gäste auf ein Málaga-Eis ein. Die erfrischende Pause wird bei den sommerlichen Temperaturen gerne angenommen und sorgt für viele zufriedene Gesichter.
Danach bleibt Zeit für eigene Entdeckungen. Einige Gäste bummeln durch die Geschäfte, andere genießen das mediterrane Stadtleben. Viele kehren im traditionsreichen Restaurant El Pimpi ein, einer der bekanntesten Adressen Málagas. In den gemütlichen Räumen und Innenhöfen lässt sich bei typisch andalusischen Spezialitäten die besondere Atmosphäre der Stadt genießen.
Am Nachmittag schlendern wir entlang der modern gestalteten Hafenpromenade Muelle Uno. Zwischen Palmen, Segelbooten, Cafés und Kunstinstallationen zeigt sich Málaga von seiner modernen und weltoffenen Seite. Die Mischung aus Geschichte, Kultur und maritimem Flair macht den besonderen Reiz der Stadt aus.
Am vereinbarten Treffpunkt angekommen, fahren wir weiter zu einer nahegelegenen Zitrusfarm in Pizarra. Hier erfahren wir Wissenswertes über den Anbau von Orangen, Zitronen und anderen Zitrusfrüchten, die das milde Klima Andalusiens besonders schätzen. Zwischen den duftenden Bäumen lernen wir mehr über die Pflege der Bäume, die Ernte und die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region. Die frischen Aromen begleiten uns noch lange auf unserem Rundgang. Der schlaue Bauer, vermittelt spanische Lebensfreude mit lockeren Sprüchen und einem gesunden Orangensaft am Ende der Führung.
Am Abend kehren wir zurück nach Torremolinos.
Granada und die Alhambra – Höhepunkt einer unvergesslichen Andalusien–Reise
Heute erwartet uns für viele der Höhepunkt unserer Rundreise: der Besuch von Granada und der weltberühmten Alhambra. Bereits am Morgen machen wir uns auf den Weg in Richtung Sierra Nevada. Die Straßen sind an diesem Sonntag noch angenehm leer, sodass unser Bus zügig vorankommt. Nach einer Pause unterwegs erreichen wir die einstige Hauptstadt des letzten maurischen Königreichs auf der Iberischen Halbinsel.
Zum Auftakt fährt uns der Bus hinauf zum Aussichtspunkt San Cristóbal. Von hier genießen wir einen ersten Blick auf Granada und die hoch über der Stadt thronende Alhambra, deren rötlich schimmernde Mauern ihr den Beinamen „Die Rote Burg“ eingebracht haben. Anschließend spazieren wir durch das historische Viertel Albaicín, das mit seinen engen, verwinkelten Gassen und weiß getünchten Häusern noch heute den Charakter einer maurischen Stadt bewahrt.
Unterwegs erblicken wir die verschiedenen Stadtmauern Granadas. Die ältesten stammen aus der Zeit der Ziriden im 11. Jahrhundert, später erweiterten die Nasriden die Befestigungen um zusätzliche Mauerringe, die die Stadt und die Alhambra schützten. Noch heute sind an mehreren Stellen Reste dieser mächtigen Verteidigungsanlagen sichtbar. Unser Weg führt schließlich zum berühmten Mirador de San Nicolás. Hier bietet sich einer der schönsten Ausblicke Spaniens: Vor uns erhebt sich die Alhambra, dahinter die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Straßenmusiker spielen bekannte spanische Melodien, deren Klänge über den Platz schweben und die besondere Atmosphäre dieses Ortes perfekt untermalen.
Zurück am Bus fahren wir ins Stadtzentrum. Am Plaza Mariana Pineda beginnt unser weiterer Rundgang. Nach einem kurzen Toilettenstopp geht es durch die lebhaften Gassen rund um die Königskapelle, in der die Katholischen Könige Isabella und Ferdinand ihre letzte Ruhestätte fanden. Überall herrscht reges Treiben. Granada zeigt sich von seiner lebendigen Seite.
Wir schlendern weiter durch die ehemalige Seidenhändlerstraße der Altstadt. Die engen Gassen erinnern an die Zeit, als Granada ein bedeutendes Handelszentrum des Mittelalters war. Zwischen kleinen Geschäften, Cafés und Souvenirläden herrscht dichtes Gedränge. Auf dem Weg Richtung Plaza Nueva legen wir eine mini Mittagspause ein. In einer Bäckerei kaufen wir frische Empanadas und andere Kleinigkeiten, die wir als unkomplizierten Mittagssnack genießen.
Dann steht der lang erwartete Besuch der Alhambra bevor. Hier begrüßt uns unser örtlicher Führer Pedro. Mit Begeisterung erklärt er den Aufbau der riesigen Anlage, die auf einer Karte tatsächlich an die Form eines Schiffes erinnert. Die Alhambra ist weit mehr als ein einzelner Palast. Sie gleicht einer befestigten Stadt mit Wohnbereichen, Gärten, Verwaltungsgebäuden, Verteidigungsanlagen und den berühmten Königspalästen.
Zunächst spazieren wir durch die weitläufigen Gartenanlagen des Generalife, der Sommerresidenz der Nasridenherrscher. Wasser spielt hier die Hauptrolle. Schmale Kanäle, Brunnen und lange Wasserbecken durchziehen die Gartenhöfe. Zypressen, Rosen, Orangen- und Granatapfelbäume sorgen für Schatten und angenehme Düfte. Von den Terrassen eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf Granada und die umliegenden Berge. Der Generalife vermittelt eindrucksvoll die Vorstellung eines paradiesischen Gartens, wie ihn die maurischen Herrscher anstrebten.
Anschließend gelangen wir in den öffentlichen Bereich der Alhambra. Am Eingang fällt vielen Gästen sofort das Symbol der Hand der Fatima auf, das seit Jahrhunderten als Schutzzeichen gilt. Ein kurzer Blick in den monumentalen Palast Karls V. überrascht mit seiner Renaissance-Architektur und dem eindrucksvollen runden Innenhof, der einen deutlichen Kontrast zur filigranen maurischen Baukunst bildet.
Höhepunkt des Rundgangs sind die berühmten Nasridenpaläste. Kaum jemand bleibt von der Schönheit dieser Räume unberührt. Überall zeigen sich kunstvolle Stuckornamente, arabische Inschriften, geometrische Muster und fein gearbeitete Holzdecken. Die Wände wirken wie Spitzenarbeiten aus Stein. Licht, Wasser und Architektur verschmelzen hier zu einem Gesamtkunstwerk.
Besonders beeindruckend ist der weltberühmte Löwenhof. In seiner Mitte steht der Löwenbrunnen, getragen von zwölf Marmorlöwen. Rund um den Hof verlaufen elegante Säulengänge, deren filigrane Säulen scheinbar schwerelos wirken. Pedro erklärt die ausgeklügelte Wassertechnik und die symbolische Bedeutung vieler Gestaltungselemente.
Immer wieder öffnen sich Fenster und Arkaden zu Innenhöfen, Gärten oder spektakulären Ausblicken auf die Stadt. Die Harmonie von Architektur und Natur macht den besonderen Zauber der Alhambra aus.
Zum Abschluss führt unser Weg entlang der mächtigen Festungsmauern. Wir passieren historische Verteidigungsanlagen und erfahren Interessantes über die Wasserversorgung und die Versorgung der Bewohner innerhalb der Burganlage, bevor wir schließlich den Ausgang erreichen.
Nach den vielen Eindrücken bleibt noch etwas Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Einige Gäste stöbern in den Souvenirläden oder genießen noch einmal den Blick auf die Anlage, bevor wir die Rückfahrt antreten.
Am Abend erreichen wir erschöpft, aber begeistert unser Hotel. Die Alhambra hat die Erwartungen mehr als erfüllt und gezeigt, warum sie zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Europas zählt. Für viele wird dieser Tag als unvergesslicher Höhepunkt der Andalusien-Reise in Erinnerung bleiben.
Abschied von Andalusien – mit vielen Erinnerungen im Gepäck
Heute heißt es für den größten Teil unserer Reisegruppe Abschied nehmen von Andalusien. Nach erlebnisreichen Tagen voller Kultur, beeindruckender Landschaften, kulinarischer Entdeckungen und vieler gemeinsamer Momente treffen wir uns noch einmal um 9:00 Uhr zum Frühstück.
Im Restaurant des Hotels herrscht reges Treiben. Bei Kaffee, frischem Obst und den letzten Gesprächen werden die Höhepunkte der vergangenen Woche noch einmal Revue passiert. Ob die verwinkelten Gassen Sevillas, die beeindruckende Mezquita von Córdoba, die spektakuläre Schlucht von Ronda, das britische Flair Gibraltars oder die unvergessliche Alhambra in Granada, jeder Gast hat seine ganz persönlichen Lieblingsmomente mit nach Hause zu nehmen.
Für einige Reiseteilnehmer ist die Rundreise heute noch nicht zu Ende. Sie haben eine Verlängerung an der Costa del Sol gebucht und dürfen sich auf weitere entspannte Tage am Mittelmeer freuen. Für den Großteil der Gruppe beginnt jedoch die Heimreise.
Bis zum Mittag bleibt noch Zeit für einen letzten Spaziergang entlang des Strandes, einen Blick auf das Meer oder einfach zum Genießen der warmen Sonne Andalusiens. Anschließend erfolgt der Check-out im Hotel.
Je nach Flugzeit werden die Gäste in kleinen Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten abgeholt und zum Flughafen gebracht. Nach und nach verabschieden wir uns voneinander. Aus anfänglich unbekannten Mitreisenden ist in den vergangenen Tagen eine harmonische Reisegemeinschaft geworden, die viele unvergessliche Erlebnisse miteinander geteilt hat.
Mit zahlreichen Eindrücken, schönen Erinnerungen und vielleicht auch dem Wunsch, eines Tages nach Andalusien zurückzukehren, treten wir die Heimreise an.
Muchas gracias y hasta pronto, Andalusien!
Liebe Reisegäste,
eine wunderschöne Woche in Andalusien liegt hinter uns. Gemeinsam haben wir beeindruckende Städte entdeckt, kulturelle Schätze bestaunt, die andalusische Küche genossen und viele besondere Momente erlebt.
Ich hoffe, dass Sie nicht nur zahlreiche Fotos, sondern auch viele besondere Erinnerungen mit nach Hause nehmen: den Duft der Orangenbäume, das Echo des Flamencos, die Farben der weißen Dörfer, den Blick auf die Alhambra im Sonnenlicht und das Rauschen des Mittelmeers.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und dafür, dass ich Sie durch den Zauber Andalusiens begleiten durfte. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege bei einer zukünftigen Eberhardt-Reise ja wieder.
Herzliche Grüße und alles Gute
Ihre Reisebegleiterin Sabine 🌞🇪🇸
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