(K)ein Traum aus Tausendundeiner Nacht – durch Marokko und Andalusien
Reisebericht: 02.10. – 13.10.2026
Schnallt euch an, nehmt euch einen süßen Minztee und kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Unser großes Abenteuer hat offiziell begonnen.
Ein Reisebericht von
Heike Jack
Tag 1: Fr, 02.10.2026 – Willkommen im Orient! Der Auftakt unserer Rundreise in Marrakesch
Der Vorhang hebt sich, die Reise beginnt! Wir treffen uns in Dresden und Frankfurt. Schon beim Anflug auf den Flughafen von Marrakesch stieg die Vorfreude ins Unermessliche. Nach der herzlichen Begrüßung durch unseren örtlichen Reiseleiter Mohamed ging es direkt zu unserem Hotel. Natürlich nicht, ohne uns mit Bargeld in der Landeswährung Dirham versorgt zu haben. Sobald man das Gebäude verlässt, steht fest: Wir sind in einer völlig anderen Welt gelandet.
Marrakesch zieht uns sofort in seinen Bann. Die warmen, roten Fassaden der Häuser leuchten im Licht der tiefstehenden Sonne, während im Hintergrund majestätisch die Silhouetten des Atlasgebirges aufragen. Am Abend stand nach der Vorstellungsrunde dann unser erstes gemeinsames Abendessen im Hotel Dellarosa an. Bei fantastischen, traditionellen Gerichten haben wir die anderen Gäste unserer Reisegruppe kennengelernt – die Chemie stimmt und wir sind uns sicher: Das wird eine legendäre gemeinsame Zeit!
Tag 2: Sa, 03.10.2026 – Paläste, Düfte und das wilde Herz der Stadt
Geweckt vom geheimnisvollen, melodischen Gebetsruf des Muezzins der Koutoubia-Moschee, startete unser erster voller Tag in Marokko. Zum reichhaltigen Frühstück gibt es traditionelle musikalische Untermalung.
Am Vormittag tauchten wir bei einem geführten Stadtrundgang tief in die Geschichte ein. Man spürt an jeder Ecke die Lebenslust der Berber, die dieser Stadt ihren ganz eigenen, stolzen Charakter verleihen.
Das quirlige Treiben in den engen Gassen der Medina ist ein absoluter Rausch für die Sinne! Überall hupt, lacht und duftet es
Die Koutoubia-Moschee ist das stolze Wahrzeichen der Stadt. Ihre monumentale Architektur und das beeindruckende Minarett sind aus nächster Nähe noch spektakulärer als auf jedem Foto.
Die Kasbah-Moschee ist auch bekannt als der Prachtbau des Al-Mansur Gebetshauses – ein architektonisches Meisterwerk. In den verborgenen Gärten der Anlage der Saadiergräber bewunderten wir die prachtvollen Grabstätten der Sultane aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Der feine Stuck und der edle Marmor zeugen von unglaublichem, vergangenem Reichtum.
Zum Mittagessen führt uns Mohamed auf die Terrasse des Sky Venecia. Danach stürzen wir uns zusammen ins absolute Herz des Trubels: den Souk. Es ist ein Labyrinth aus bunten Farben, lautem Feilschen, glitzernden Lampen und dem intensiven Duft von Kreuzkümmel, Zimt und frischer Minze. Mohamed vorn, Heike hinten und noch zwei einheimische "Bodyguards" sorgen dafür, dass wir nicht verloren gehen.
Nach kurzer Frischmach-Pause im Hotel fahren wir wieder ins Stadtzentrum, wo uns ein traditionelles Abendessen im Innenhof des "Al Baraka" Restaurants erwartet, sogar mit Bauchtanz. Hier hängen die Granatäpfel so dicht über uns, dass sie auch mal unfreiwillig Körperkontakt aufnehmen.
Das absolute Highlight am Abend: Der legendäre Djemaa el Fna, der Platz der Gaukler! Wenn die Dämmerung hereinbricht, verwandelt sich dieser Ort in ein riesiges Open-Air-Theater. Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Musiker und hunderte von dampfenden Garküchen, die köstliche Tajines zubereiten – ein absoluter Rausch, der uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Tag 3: Sonntag, 04.10.2026 – Vom Hollywood–Mythos zur Hauptstadt am Atlantik
Abschied nehmen von Marrakesch fiel schwer, aber die Straße ruft! Nach dem Frühstück haben wir die rote Stadt hinter uns gelassen und Kurs auf die stürmische Atlantikküste genommen. Unser erstes Ziel: Das legendäre, millionenschwere Casablanca! Wer denkt da nicht sofort an Humphrey Bogart und Ingrid Bergman? Die Stadt selbst ist ein faszinierender Mix aus moderner Metropole und elegantem französischem Kolonialstil.
Das absolute Highlight war hier der Besuch der monumentalen Moschee Hassan II.. Worte können dieses Bauwerk kaum beschreiben: Das Minarett ragt 210 Meter in den Himmel – das zweithöchste religiöse Gebäude der Erde! Sie ist nach Mekka die größte Moschee der Welt. Bei Mohamads Führung im Inneren kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: Gigantische, kunstvolle Holzschnitzereien, feinste Mosaike und eine Architektur, die direkt über dem Ozean zu schweben scheint.
Am Nachmittag ging es weiter nördlich nach Rabat, der entspannten und grünen Hauptstadt Marokkos. Rabatt gibt es nicht in Rabat, trotz des Namens. Aber die Stadt ist modern, auffallend sauber und sehr gepflegt.
Wir durften den prunkvollen Königspalast und seine Bewacher von außen bewundern und besuchten die mystische Totenstadt Chellah – ein fast schon verwunschenes Ruinenensemble vor der Stadtmauer aus Stampflehm.
Am Abend genossen wir ein tolles Buffet im Onomo Hotel und noch einen Blick von der Dachterrasse.
Tag 4: Montag, 05.10.2026 – Königspaläste, Olivenhaine und das Tor Afrikas
Der Tag startete mit einer Stadtrundfahrt durch das UNESCO-Weltkulturerbe Rabat. Die Stadt schafft den Spagat zwischen moderner Regierungsmetropole und lebendiger Geschichte perfekt. Bauen kann man hier: perfekte Straßen, gepflegte Grünanlagen, ein modernes Stadttheater, Brücken und Bahnlinien. Das Théâtre Royal de Rabat wirkt wie eine Muschel oder ein Schlangenkopf und bietet 1.800 Gästen Platz.
Besonders beeindruckend waren das prachtvolle Mausoleum von Mohammed V. und der berühmte Hassan-Turm, das monumentale, unvollendete Minarett einer einst gigantisch geplanten Moschee.
Anschließend wartete ein echtes Juwel auf uns. Die Kasbah des Oudaïas, die alte Festung der Stadt. Sobald man das monumentale Tor durchschreitet, steht die Zeit still. Wir schlenderten durch die blau-weiß getünchten Gassen des andalusischen Wohnviertels, atmeten den Duft des "Andalusischen Gartens" ein und genossen von den alten Festungsmauern einen spektakulären, windigen Blick auf den tiefblauen Atlantik. Umgeben ist diese magische Kulisse von einer mächtigen Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert. Man nehme blauweiße Gassen, einen Garten im andalusischen Stil, dazu den Atlantik als Kulisse – und nenne das Ganze bescheiden eine „Festung”. Die Oudaya-Kasbah thront seit dem 12. Jahrhundert über dem Bou-Regreg-Fluss und blickt auf Eindringlinge herab mit jener stillen Überlegenheit, die nur sehr alte Mauern beherrschen. Die Katzen darin residieren mit königlicher Würde. Sie allein scheinen zu wissen, wem der Ort wirklich gehört. Ein perfekter Ausklang für einen ereignisreichen Aufenthalt in der Hauptstadt
Danach hieß es "Ab ins Landesinnere!" Die Fahrt führte uns durch traumhafte, sattgrüne Landschaften und über sanfte Hügel voller Olivenbäume. Unser Ziel war Meknes, die dritte Königsstadt unserer Reise, wo wir zunächst den jüdischen Friedhof besichtigten. Schon bei der Ankunft stockte uns der Atem: Die gesamte Medina steht unter UNESCO-Schutz, und beim Spaziergang vorbei an mittelalterlichen Moscheen, alten Befestigungen und prunkvollen Koranschulen fühlt man sich wie in einer anderen Zeit. Und dann erhob sich vor uns das Bab el Mansour „Siegestor“, das größte und wohl schönste Stadttor Afrikas! Die überaus repräsentative Toranlage in der marokkanischen Stadt Meknès zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und des ganzen Landes und gehört es seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Am Abend haben wir schließlich Fès erreicht – die vierte und letzte der berühmten Königsstädte! Das Abendlicht beleuchtete das prunkvolle, vergoldete Hauportal des Königspalastes Dar al Makhzen. Im jüdischen Viertel herrschte geschäftiges Treiben. Morgen tauchen wir tief in das größte mittelalterliche Labyrinth der Welt ein – seid gespannt! Doch zunächst logiert unsere Karawane im Zalagh Park Palace Hotel.
Tag 5: Dienstag, 06.10.2026 – Fès: Das lebendige Labyrinth aus Geschichte und Kulturndige Labyrinth aus Geschichte und Kultur
Heute haben wir den Tag in der ältesten und wohl faszinierendsten der vier Königsstädte verbracht: Fès. Diese Stadt ist nicht einfach nur ein Ort, sie ist eine Zeitreise. Fès gilt als das geistige und kulturelle Herz Marokkos – und das spürt man an jeder Ecke. Zunächst genießen wir von einem Aussichtspunkt einen Blick auf die ganze Stadt. Wusstet ihr, dass hier bereits im Jahr 859 eine Universität gegründet wurde? Sie gilt als eine der ältesten Lehrstätten der gesamten Welt, und das Beste daran: Ins Leben gerufen wurde sie von einer reichen Kaufmannstochter namens Fatima al-Fihri! Überhaupt sind die Stadttore hier echte Kunstwerke. Viele von ihnen tragen filigrane andalusische Elemente, die von der jahrhundertealten Verbindung zu den südspanischen Emiraten Córdoba und Granada erzählen – ein toller Vorgeschmack auf den zweiten Teil unserer Reise!
Danach ging es zu Fuß in die gigantische, autofreie Medina (seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe). Es ist das größte mittelalterliche Labyrinth der Erde. Hier brauchen wir neben dem Guide Mohamed II. auch wieder einen zusätzlichen Bodyguard, der aufpasst, dass keiner verlorengeht. Wir spazieren zur berühmten Universitätsmoschee al-Qairawiyin, warfen Blicke in die prachtvoll verzierten Innenhöfe maurischer Architektur und ließen uns treiben. Die stimmungsvolle Beleuchtung im Innenhof der ehemaligen Koranschule Medersa Attarine hat uns den Atem geraubt. Die filigranen Schnitzereien wirken fast schwerelos. Selbst die "Neustadt" (die übrigens auch schon aus dem 13. Jahrhundert stammt und komplett unter Denkmalschutz steht!) hat uns mit ihren eigenen Stadtmauern schwer beeindruckt. Fès ist ein Rausch aus Handwerkskunst, Rufen der Händler und Jahrtausende alter Geschichte. Es wird geklopft, gewerkelt, gewebt, genäht, musiziert und natürlich gehandelt und verkauft. Dazu das ganze Spektrum der Gerüche - von Gewürz- und Parfümdüften bis zum Gestank der Gerberei. Ein schweres Handwerk wird dort noch traditionell ausgeübt. Einige von uns lassen sich von den schönen Dingen verführen. Man kann sich sogar innerhalb kürzester Zeit eine Lederjacke auf den Leib schneidern und ins Hotel liefern lassen.
Vom nördlichen Aussichtspunkt sehen wir den Regen nahen und kehren zurück zum Hotel, dessen Poolanlage durch einen kurzen, aber heftigen Gewitterschauer blank geputzt wird.
Tag 6: Mittwoch, 07.10.2026 – Durch das blaue Wunder zum Tor nach Europa
Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen vom royalen Fès. Unsere Route führte uns heute weiter hinauf in den hohen Norden des Landes. Und da man die schönsten Perlen oft auf Umwegen findet, haben wir die Hauptstraße verlassen und sind über malerische Landstraßen in die Rif-Berge gefahren. Ziel ist die weltberühmte, blaue Stadt Chefchaouen! Ein Panorama-Foto in 534 Metern Höhe muss erstmal sein.
Da die engen, stufenreichen Gassen komplett autofrei und nur zu Fuß erreichbar sind, ging es von Parkplatz aus erst einmal bergauf. Und wow – dieser Ort ist ein absoluter Traum für jeden Fotografen! Jede Hauswand, jede Tür und jede Stufe leuchtet in den verschiedensten Nuancen von Himmelblau bis Indigo. Ein magischer Anblick vor den rauen Bergketten. Wir erobern dieses Juwel zunächst mit Mohamed und verbringen dann auch unsere Mittagspause dort.
Am späten Nachmittag haben wir schließlich Tanger erreicht. Hier wurde Ibn Batuta geboren, der sagte "Reisen macht Dich erst sprachlos und verwandelt Dich dann in einen Geschichtenerzähler". Diese Stadt liegt spürbar "zwischen zwei Welten" – genau dort, wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft und man an klaren Tagen die Küste Spaniens schon sehen kann. Beim heutigen gemeinsamen leckeren Abendessen im Hotel Marina Bay haben wir den Tag entspannt Revue passieren lassen.
Danach hatten wir noch etwas Zeit, um das international angehauchte Flair dieser Hafenstadt bei einem Abendspaziergang an der Promenade auf uns wirken zu lassen. Morgen verlassen wir den afrikanischen Kontinent und setzen über nach Andalusien – das nächste große Kapitel wartet!
Tag 7: Donnerstag, 08.10.2026 – Der Sprung über das Meer: Von Afrika nach Europa und zum Affenfelsen!
Heute hieß es Leinen los für ein echtes geografisches Abenteuer! Wir verabschieden uns herzlich von unserem Guide Mohamed und unserem Busfahrer Mohamed und von Marokko, dem Land voller Überraschungen. Nach dem Frühstück haben wir an Bord der Fähre eingecheckt, um die legendäre Meerenge von Gibraltar zu überqueren. Nur knapp 15 Kilometer trennen hier die beiden Kontinente Afrika und Europa. Es ist ein erhebliches Gänsehaut-Gefühl, über diese geschichtsträchtige Wasserstraße zu schippern, die in der Antike als "Säulen des Herkules" bekannt war und wo der wilde Atlantik in das ruhigere Mittelmeer übergeht.
Nach der Ankunft im spanischen Tarifa wurden wir bereits von unserem neuen, komfortablen spanischen Reisebus mit Busfahrer Juan erwartet. Die Fahrt führte uns direkt nach La Línea, der Grenzstadt zur britischen Enklave Gibraltar. Und ab hier hieß es: Welcome to Great Britain! Doch erstmal mussten wir für die Rundfahrt unseren Bus suchen. Wir schritten über die Landebahn des Flughafen (wo gibt's das schon?) und fanden uns auf einer Riesenbaustelle wieder. Heike kontaktierte die Agentur und nach gefühlt viel längeren 20 Minuten und mehreren Telefonaten fuhr Driverin Davina mit ihrem Midibus vor. Zügig erreichen wir den rot-weißen Leuchtturm "Europa Point Lighthouse" am südlichsten Punkt der Halbinsel.
Weiter ging es zum Saint Michael's Cave. Diese gigantische Tropfsteinhöhle tief im Inneren des Felsens hat uns komplett den Atem geraubt. Die farbige Illumination der riesigen Stalaktiten und Stalagmiten wirkt wie eine unterirdische Kathedrale.
Wieder draußen angekommen, wurden wir sofort von den berühmten, freilebenden Berberaffen begrüßt. Der Affenfelsen macht seinem Namen alle Ehre, die kleinen Diebe sind zuckersüß, aber man soll verdammt gut auf seine Taschen aufpassen! An unserem Besuchstag schienen sie allerdings etwas phlegmatischer und saßen gemütlich in der Sonne.
Bei der Fahrt durch die Altstadt wurde es very british: Rote Telefonzellen, Bobbies und britisches Flair mitten unter der andalusischen Sonne – ein absolut surrealer und genialer Kontrast!
Nach diesem britischen Zwischenstopp ging es zurück über die Grenze nach Spanien und entlang der Küste zu unserem schönen Hotel Exe Estepona an der wunderschönen Costa del Sol. Beim ersten spanischen Abendessen stießen wir auf den Beginn des zweiten, andalusischen Teils unserer Rundreise an. Die Vorfreude auf Flamenco, Tapas und maurische Paläste ist riesig!
Tag 8: Freitag, 09.10.2026 – Ronda: Die weiße Stadt am Abgrund & Aufbruch nach Sevilla
Ein neuer Tag, ein neues Highlight! Heute verließen wir die Küste und fuhren hinauf in die spektakuläre Felsenlandschaft des Ronda-Gebirges. Unser Ziel: Das geschichtsträchtige Ronda, einst bekannt als die uneinnehmbare maurische Festung Izna Rand Onda. Weil die Stadt so spektakulär auf einem steilen Felsplateau thront, war sie eine der allerletzten Bastionen der Mauren und fiel erst 1485 an die christlichen Könige.
Das absolute Markenzeichen von Ronda ist die atemberaubende, 150 Meter tiefe El-Tajo-Schlucht, die die Stadt in zwei Hälften reißt. Verbunden werden die Teile durch die monumentale Brücke Puente Nuevo aus dem 18. Jahrhundert – der Blick in die Tiefe ist absolut schwindelerregend und ein weltklasse Fotomotiv!
Bei unserer Stadtführung mit Guide Daniel haben wir beide Seiten unter die Lupe genommen: Die Neustadt (El Mercadillo): Hier tauchten wir ein in das spanische 18. Jahrhundert und besichtigten die legendäre Stierkampfarena – eine der ältesten und schönsten des ganzen Landes – sowie die faszinierenden Arabischen Bäder.
Die Altstadt (La Ciudad) ist ein Labyrinth aus engen Gassen, das zu den berühmten "weißen Dörfern" zählt und an jeder Ecke mit maurischer Bautradition und versteckten Innenhöfen verzaubert.
Nach diesem Kultur- und Naturfeuerwerk saßen wir wieder im Bus, voller Vorfreude auf unser nächstes großes Ziel. Am Abend haben wir Sevilla erreicht, die feurige Hauptstadt Andalusiens. Wir haben uns direkt aufgemacht zu einem ersten Spaziergang durch die abendlich beleuchteten Gassen. Die Luft ist warm, es duftet nach Orangenbäumen und aus den Bars dringt das Lachen der Einheimischen im lebhaften Triana Viertel bei Tapas und Wein. Unser Abendessen im Hotel Zenit wird von freundlichem Personal serviert.
Morgen erobern wir diese absolute Traumstadt!
Tag 9: Samstag, 10.10.2026 – Sevilla: Ein Rausch aus Farben, Palästen und Lebensfreude
¡Hola aus Sevilla! Heute haben wir den Tag in der feurigen Hauptstadt Andalusiens verbracht, die uns mit ihrer ansteckenden Lebensfreude komplett um den Finger gewickelt hat. Sevilla besitzt die größte erhaltene Altstadt Spaniens. Gemeinsam mit den historischen Zentren von Venedig und Genua gehört sie zu den bedeutendsten Altstadtjuwelen unseres Kontinents – und das völlig zurecht seit 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe!
Gemeinsam mit unserem örtlichen Reiseleiter Wolfgang schlenderten wir vorbei am Torre del Oro, dem historischen Sitz der Hafenkapitäne direkt am Fluss. Dann sind wir durch ein Labyrinth aus winzigen Gässchen spaziert, vorbei an strahlend weiß getünchten Häusern und versteckten, mit Orangenbäumen gesäumten Plätzen. Das Besondere an Sevilla ist das architektonische Spannungsfeld aus der Zeit der Reconquista, der Mudejar-Stil: Überall sieht man die filigrane Kunstfertigkeit muslimischer Künstler, die unter christlicher Herrschaft atemberaubende Meisterwerke schufen. Wir bestaunten den prachtvollen maurischen Palast des Alcázar und betraten dann die Kathedrale Santa María de la Sede voller Ehrfurcht, was für ein absoluter Gigant! Die drittgrößte Kirche der Welt beeindruckt im Inneren zutiefst. Ihr weltberühmter Glockenturm, die Giralda, war einst das Minarett der maurischen Hauptmoschee – der Blick hinauf ist majestätisch.
Nach der offiziellen Führung gingen wir mit Heike zur Plaza de España. Dieser monumentale, halbkreisförmige Platz mit seinen bunten Kacheln (Azulejos), den kleinen Kanälen und Brücken hat uns schlichtweg die Sprache verschlagen. Ein absoluter Rausch für das Auge! Es klapperten die Castagnetten, Gitarren erklangen und es wurde Flamenco getanzt.
Nach all den geschichtsträchtigen Eindrücken haben wir den Nachmittag herrlich entspannt und die Seele in den schattigen Palastgärten und Parks baumeln lassen, während der Duft von Jasmin in der Luft lag.
Noch vor einem individuellen Abendessen im lebhaften Triana-Viertel stand für uns ein feuriges Highlight auf dem Programm: Ein traditioneller Flamenco-Abend im Tablao Almudaina. Die tiefe Melancholie des Gesangs, das rhythmische Klatschen und die pure Leidenschaft der Tänzer gingen unter die Haut. Sevilla, du bist ein Traum!
Tag 10: Sonntag, 11.10.2026 – Der Wald aus Säulen in Córdoba und durch riesige Olivenhaine nach Granada
Nach einem stärkenden Frühstück hieß es Abschied nehmen von Sevilla – das nächste UNESCO-Weltwunder wartete schon auf uns: Córdoba! Im 11. Jahrhundert war diese Stadt das glanzvolle Zentrum von Wissenschaft und Kultur und übertraf jede andere Stadt Europas an Pracht.
Nach einem Spaziergang über die römische Brücke und einen Teil der Altstadt haben wir uns schon eine Pause verdient. Wir wurden in eine typisch andalusische Tapas-Bar entführt! Bei hauchdünnem, würzigem Schinken, gereiftem Käse, saftiger Tortilla und herzhaften Fleischklößchen haben wir das echte spanische Lebensgefühl genossen.
Danach tauchten wir direkt ein in das absolute Highlight. Unsere Stadtführerin Ines zeigte uns die weltberühmte Mezquita. Dieses Bauwerk ist pure Magie. Man betritt die riesige, einstige Moschee und steht plötzlich in einem schier endlosen Wald aus rot-weiß gestreiften 856 Säulen und Hufeisenbögen. Nach der christlichen Rückeroberung wurde mitten in diese Riesenmoschee eine katholische Kathedrale hineingebaut – ein weltweit einzigartiges, architektonisches Phänomen und ein absoluter kunstgeschichtlicher Höhepunkt unserer Reise!
Beim Zwischenstopp in Luque, an einer historischen Bahnstation, hatten wir noch Gelegenheit, das Olivenöl aus den örtlichen riesigen Olivenhainen günstig zu kaufen. Ein Tipp unseres Busfahrers Juan, danke.
Voller Eindrücke ging es weiter nach Granada. Schon von weitem bot sich uns ein unvergesslicher Anblick: Die weltberühmte Alhambra – die mächtige maurische Festungsstadt – thronte im roten Glanz der Abendsonne vor den Gipfeln der Sierra Nevada. Einfach magisch!
Tag 11: Montag, 12.10.2026 – Granada: Das Juwel der Alhambra & das große Finale in Málaga
¡Feliz Fiesta! Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn Spanien feiert seinen Nationalfeiertag (Día de la Fiesta Nacional) und für uns steht das absolute Kronjuwel der maurischen Baukunst auf dem Programm: die weltberühmte Alhambra von Granada!
Gemeinsam mit unserem örtlichen Reiseleiter Pedro sind wir "mit Liebe und Eleganz" tief in die über 500-jährige Geschichte der maurischen Herrschaft im Süden Spaniens eingetaucht. Die Alhambra ist ein architektonisches Jahrhundert-Meisterwerk.
Maurische Palastkunst heißt, filigrane, fast spitzenartig gemeißelte Stuckarbeiten, arabische Schriftzüge in den Wänden und das faszinierende Zusammenspiel von Licht und Schatten in den prunkvollen Sälen haben uns komplett verzaubert.
Im Palacio de Generalife wandelten wir durch den prächtigen Sommerpalast der Nasriden-Sultane – der letzten großen maurischen Dynastie Granadas. Die romantischen Gartenanlagen mit ihren plätschernden Wasserspielen, duftenden Blumen und schattigen Zypressenalleen sind eine absolute Oase der Ruhe.
Nach diesem Kulturhighlight blieb am Nachmittag Zeit für eigene Entdeckungen. Viele von uns nutzten die Gelegenheit, um durch das geschichtsträchtige, quirlige Altstadt rund um die monumentale Kathedrale von Granada zu spazieren, um die festliche Feiertagsstimmung der Einheimischen aufzusaugen.
Am späten Nachmittag hieß es Abschied nehmen von den Bergen. Unser Bus brachte uns an die Küste nach Málaga, der Geburtsstadt Picassos. Hier bezogen wir unser letztes Hotel Don Corro. Bei einem kleinen Spaziergang servierte uns Heike in einer der ältesten Bodegas der Stadt von 1840 einen typischen Malaga-Wein als Aperitivo.
Das emotionale Highlight am Abend: Unser Abschiedsabendessen wurde uns in einem wunderschönen Restaurant direkt im Zentrum serviert. Bei gutem Wein, fantastischem Essen und tiefgründigen Gesprächen haben wir diese epische Reise von den roten Mauern Marrakeschs über die Straße von Gibraltar bis hin zu den Palästen Andalusiens noch einmal Revue passieren lassen. Es wurden fleißig Nummern ausgetauscht und die eine oder andere Träne der Rührung verdrückt – was für eine großartige Truppe!
Tag 12: Dienstag, 13.10.2026 – Adiós, Andalusien! Heimreise nach Deutschland
Tag 12: Dienstag, 13.10.2026 – Adiós, Andalusien! Heimreise nach Deutschland
Heute heißt es Koffer packen. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück im Hotel ging es für einige ganz schnell. Andere hatten noch Gelegenheit, an der Hafenpromenade, am Meer oder in der Altstadt zur Picasso - Statue zu spazieren. Der Transferbus brachte uns zum Flughafen von Málaga. Während der Flieger abhebt und die spanische Küste langsam im Dunst versinkt, ziehen die Bilder der letzten zwölf Tage wie ein bunter Film an uns vorbei.
Wir haben zwei Welten erlebt, die durch die Geschichte so tief miteinander verwoben sind. Wir haben den Duft der Souks in Fès eingeatmet, sind mit Affen auf Gibraltar um die Wette geklettert und standen ehrfürchtig im Säulenwald von Córdoba. Es war eine Reise voller Kontraste, magischer Momente und neuer Freundschaften.
Wir haben zusammen geschwitzt, gestaunt, tonnenweise Tajine und Tapas verdrückt und beim Flamenco heimlich versucht, im Takt mitzuklatschen.
Manche sind zwar jetzt pleite (das Lederjacken-Shopping in Fès eskalierte kurzzeitig) und die Waage wird zu Hause vermutlich eine Krisensitzung einberufen – aber unsere Seelen sind dafür um einiges reicher. Bis zum nächsten Abenteuer!
Marokko und Andalusien – ihr habt unser Herz im Sturm erobert! In diesem Sinne: Schukran und ¡Adiós! – bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Koffer packen und das Weite suchen!
Und das Moral von der Geschicht’? Marokko und Andalusien vergisst man nicht!
Hinter uns liegen zwölf Tage voller Kultur, Geschichte und vor allem: sportlicher Höchstleistungen. Wer hätte gedacht, dass eine Kulturreise so ein Workout sein kann? Wir haben offiziell mehr Kilometer in marokkanischen Medinas abgerissen als ein Marathonläufer, haben beim Feilschen im Souk von Fès verhandlungstechnische Meistertitel erworben und können das Wort „UNESCO-Weltkulturerbe“ fehlerfrei rückwärts buchstabieren. Unsere sensorische Festplatte ist nach diesem Trip auf jeden Fall randvoll. Wenn wir in den nächsten Wochen zu Hause die Augen schließen, riechen wir statt Kaffeeduft plötzlich Schwarzkümmel und hören statt dem Wecker den Muezzin ... Danke an eine harmonische und aufgeschlossene Reisegruppe!
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