“Rundreise Usbekistan – Entdeckungen entlang der Seidenstraße“ 18.09. – 27.09.2026
Reisebericht: 18.09. – 27.09.2026
Usbekistan, das Herz Zentralasiens, gelegen an der berühmten Seidenstraße, ist einer der ältesten Staaten der Welt. Lassen Sie uns bei unserer Reise eintauchen in den Orient mit magischen Sinnen.
Ein Reisebericht von
Falk Rätzer
1. Reisetag: Freitag, 18.09.2026 Flug nach Taschkent in Usbekistan
Wir begannen unsere Usbekistan-Rundreise mit dem Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Taschkent, Dort landeten wir am frühen Morgen des nächsten Tages. Beim Umsteigen in Istanbul lernten wir den neuen, gigantischen Airport der Stadt am Bosporus kennen.
2. Reisetag: Samstag, 19.09.2026 Ankunft in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, Stadtrundfahrt in Taschkent, Willkommens–Abendessen
Nach der Landung und der Einreise in Usbekistan wurden wir von unserem Reiseleiter Alibek herzlich begrüßt.
Wir fuhren zum Hotel, wo ein Frühstück auf uns wartete. Zeit zum Ausruhen nach dem Nachtflug hatten wir nicht. Pünktlich um 11Uhr starteten wir etwas übermüdet mit dem Stadtrundgang in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans. Schon bei der Busfahrt vom Flughafen in die Stadt sahen wir eine moderne, heitere Stadt mit sowjetischen orientalischen Zeugnissen. Zu Fuß erkundeten wir das Kaffal-Shashi-Mausoleum, die Kukeldasch-Medrese und die berühmte Koran-Bibliothek. Wir flanierten über die Fußgängerzone mit ihren vielen Straßenhändlern. Auf dem Basar konnten wir erstmals Geld wechseln und wurden Millionäre. Im Gewühle der Rush-Hour fuhren wir mit der Metro und lernten beeindruckende, originellen Stationen kennen. Den langen Tag beendeten wir mit einem gemeinsames Abendessen in einem typisch usbekischen Restaurant. Im Inspira-S Tashkent Hotel hatten wir wieder eine kurze Nacht vor uns.
3. Reisetag – Sonntag, 20.09.2026 Flug nach Urgentsch, Fahrt nach Chiwa, Besichtigung der Stadt, Besuch eines Auftrittes der Artistenfamilie Darbo Zschi
Zeitig klingelte der Wecker um den Morgenflug nach Urgentsch zu erreichen. Mit unserem modernen Reisebus, den wir bis Samarkand nutzten und Fahrer Iso, fuhren wir weiter nach Chiwa, der kleinsten der prächtigen Städte an der Seidenstraße. Nach einem Frühstück im Malika Khiva Hotel, das sich direkt neben der alten Stadtmauer befindet, ging es mit Alibek gemütlich mit einer Stadtführung durch die märchenhafte Altstadt Itchan Kala – das historische Herz Chiwas, das vollständig von mächtigen Lehmwällen umgeben ist, weiter. Bereits im sechsten Jahrhundert vor Christus zogen Karawanen aus China durch die Oasen, mit kostbaren Seidenballen im Gepäck. Die Handelszentren in der Wüste waren damals Weltstädte, eine Kreuzung der Kulturen, deren Zeugnisse wir heute noch in Chiwa bewundern können. Prächtig ausgestattete Bauwerke wie die Djuma-Moschee, das Islam Khodja-Minarett, Medresen und der Tash Hauli-Palast bilden hier ein gigantisches Freilichtmuseum. Alibek erklärte uns den Aufbau der erdbebensicheren Lehmhäuser der Menschen und deren traditionelle Lebensweise. Natürlich gingen wir auf Entdeckungstour auf dem Markt. Auch einige Kunsthandwerker und musizierende Folkloregruppen konnten wir sehen. Die Mittagspause verbanden wir mit einem Besuch in einer Teestube. Am frühen Abend besuchten wir die Artistenfamilie Darbo Zschi in der Medresse Feruz Khan. Bei einer kleinen Aufführung zeigten auch die jüngsten Mitglieder der Familie ihr Können. Der Tag klang aus mit einem orientalischen Abendessen unter freiem Himmel im Restaurant Zerafshan. Mit Spaziergang zurück zum Hotel über das Osttor der Altstadt, dem Itchan Kala East Gate, beendeten wir unsere Entdeckungstour durch die alte Oasenstadt und den langen Tag.
4. Reisetag: Montag, 21.09.2026 Fahrt durch die Kysylkum–Wüste, Ankunft in der Oase Buchara
Ein Traum wird war. Wie früher die Karawanen der Händler fuhren wir heute mit einem modernen Bus durch die Kysylkum-Wüste.
Nach dem Frühstück verließen wir Chiwa und fuhren mit unserem Reisebus zuerst in Richtung Urgentsch, besichtigten ein Baumwollfeld um danach in Richtung der riesigen Kysylkum-Wüste abzubiegen. Auf kerzengerader Straße fuhren wir entlang des wenig Wasser führenden Amur Darja-Flusses, der auch die Grenze zu Turkmenistan bildet, durch die endlose, eindrucksvolle Halbwüsten- und Steppenlandschaft.
Am Mittag hatten wir einen kleinen Imbiss mit landestypischen Produkten in einem Oasenrestaurant am Rande der neugebauten vier streifigen, wenig befahrenen Autobahn. Nach einigen Fotostopps trafen wir am frühen Abend in der Oase Buchara ein, welche den Beinamen "die Edle" trägt. Mit kleinen Spaziergängen rund um das Grand Nodirbek Boutique Hotel, das wir bezogen hatten, erhielten wir den einen ersten Eindruck von Bucharas Altstadt. Den anstrengenden Tag beendeten wir mit einem Abendessen im Restaurant Dolon.
5. Reisetag: Dienstag, 22.09.2026 Stadrundfahrt in Buchara, Freizeit in Buchara, Folkloreabend
Hunderte Moscheen und Medresen machen "die Edle", wie Buchara seit alten Zeiten genannt wird, zu einem magischen Ort. Unser Hotel befand sich am Labi-Hauz in der Mitte der Altstadt, wo das Herz Bucharas schlägt. Im Park nebenan, in dem sich ein Restaurant befindet, sprühen Wasserfontänen. Durch Gelehrte war das heilige Buchara schon früh ein berühmtes Kulturzentrum. Eine ausführliche Stadtbesichtigung stand auf unserem Programm. Wir besichtigten das Mausoleum der Samaniden, die Ark-Zitadelle sowie die Kaljan-Moschee mit ihremm 46 Meter hohen Kaljan-Minarett. Am Nachmittag sahen wir die unterschiedlichen Handwerksmärkte Bucharas, welche alle wie ein kleiner Souk aufgebaut sind. Beim Kauf von Scheren wurde mit den Handwerkern gefeilscht. Der Tag klang aus mit einem reichhaltigen Abendessen in der Medrese Nodir Devon Begi.
6. Reisetag: Mittwoch, 23.09.2026 Erkundung Bucharas Umgebung mit Chor Bakr Mausoleum, Palast Sitorai Mokhi Khosa, Bahouddin Naqshbandi
Nach dem Frühstück fuhren wir raus aus der Stadt und erkundeten die Umgebung von Buchara. In der Umgebung von Buchara verbergen sich viele kulturelle Schätze. Alibek zeigte uns das Chor Bakr Mausoleum und den Palast Sitorai Mokhi Khosa, die Residenz des letzten Herrschers von Buchara. Dabei erläuterte er die Geschichte der Bauwerke und ihrer Herrscher ausführlich. Danach fuhren wir zu der heiligen Anlage von Bahouddin Naqshbandi, die zu einem der heiligen Plätze der Moslems zählt. Gegen Mittag ging es dann wieder mit dem Bus in Richtung Buchara. Fakultativ und zu Fuß , konnte noch die Nedrese Tschor - Minor sowie ein Flohmarkt daneben, erkundet werden. Am Nachmittag besuchten wir die Synagoge der bucharischen Juden. Dort erhielten wir einen tiefen Einblick in die Geschichte der Juden in der Stadt und ihr friedliches Zusammenleben mit anderen Religionen. In der Karawanserei unweit vom Hotel erfreuten wir uns an einem traditionellen Folkloreabend und staunten über die farbenfrohen Kleidungsstücke der Akteure.
7. Reisetag: Donnerstag, 24.09.2026 Schahrisabs – Fahrt über den Bergpass nach Samarkand
Heute zieht die Karawane weiter nach Schahrisabs, übersetzt "Grüne Stadt", der Geburtsstätte von Timur Lenk, mit dem Ak - Saray - Ensemble, vielen auch bekannt als Tamerlan, sowie dem Jakhangir - Mausoleum. Allein die Ruinen des Ak Saray (Weißes Schloss), einem einst großartig angelegten Palast, vermitteln noch heute einen überwältigenden Eindruck. In Schahrisabs verließen wir Iso und seinen Bus. Es geht nun weiter mit sechs PKWs, die auf die Gruppe verteilt wurden. Im Gegensatz zum Reisebus können die PKWs über den Bergpass fahren. Während der rund zweistündigen Fahrt über den Bergpass nach Samarkand hatten wir herrliche Blicke auf die schroffen Berglandschaften. Ein Stopp wurde auf den Gipfel des Passes eingelegt. Dort warteten schon Händler auf einem Basar mit ausgewählten, landestypischen Früchten.
Nach rasanter Fahrt über den kurvenreichen Bergpass erreichten wir Samarkand am frühen Abend. Die Stadt liegt in einer Flussoase der Sarafschan-Berge und gilt als eine der schönsten und ältesten Städte des Orients. Unter der Herrschaft von Timur Lenk wurde sie 1369 zur Hauptstadt seines Reiches. Nach dem Einchecken im City Samarkand Hotel wartete ein gutes Abendessen im Restaurant "Emirkhan", unweit der Unterkunft, auf uns.
8. Reisetag: Freitag, 25.09.2026 Samarkand – ein Märchen aus 1001 Nacht und Besuch eines usbekischen Weinhauses
Nach dem Motto "Zeitiges Kommen sichert gute Plätze" fuhren wir sofort nach dem Frühstück zum Memorial Ensemble Schahi - Zinda, eine Gräberstraße und eine der bekanntesten Nekropolen. Dieses bildet das uralte Territorium der Stadt. Hier sahen wir glasierte, geschnitzte Terrakotten und wunderbare Mosaik - Fliesen Arbeiten. Mit einem Blick von der Höhe der Anlage streifen die Augen über die türkis glitzernden Kuppeln der Medresen und Koranschulen von Samarkand. Die Stadt wird geprägt von himmelblau und grünblau leuchten Mosaiken, gelb und schwarz glänzenden Seidenkleider der Frauen und den über dem Markt liegenden Geruch von Koriander und frisch gebackenem Fladenbrot. Hier wird alles lebendig, was man mit den Märchen aus 1001 Nacht verbindet. Natürlich besuchten wir den riesigen Basar. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir Timurs Große Moschee für Bibi Hanim, die für viele als größte und schönste Moschee Mittelasiens gilt. Danach spazierten wir zum Mausoleums Komplex Gur-Emir mit dem Grab des berühmten Timur Lenk, Herrschers der Goldenen Horde und einer der letzten Mongolenkaiser. Nach einer ausgiebigen gemeinsamen Mittagspause der Gruppe fuhren wir in ein Weinhaus von Samarkand und verkosten verschiedene zentralasiatische Weine und Spirituosen. Mit Spannung erwarteten wir die Besichtigung des Registan - Platzes mit seinen drei Medresen. Nach einem bezaubernden Sonnenuntergang folgte ein Abendessen im Restaurant Samarkand. Den Höhepunkt des Tages bildete die Punkt 21 Uhr startende Light - Show am Registan, die wir in einer großen Menschenmenge erleben konnten. Im farbigen Lichterschein und der laufenden Filmkulisse, wirkte das einmalig schöne Ensemble der drei Medresen Ulug Beg, Shir-Dor und Tillja Kari märchenhaft.
9. Reisetag: Samstag, 26.09.2026 Seidenpapierherstellung, Observatorium von Ulugbek, Fahrt von Samarkand nach Taschkent
Nach einem späten Frühstück und Laden des Gepäcks fuhren in eine Museumsmanufaktur am Stadtrand von Samarkand um die historische Seidenstoff-Papierherstellung kennenzulernen. In der kleinen Fabrik sahen wir wie aus Maulbeerbäumen Erzeugnisse aus Seide werden. Neben Stoffen, kann man natürlich auch Papier, Taschen oder Kalender herstellen. Den Abschluss unserer Besichtigungen bildete der Besuch des Observatoriums von Ulugbek auf einem Hügel namens Kuchak, ebenfalls am Rande der Stadt. Dort erfuhren wir wie die Koordinaten von 1018 Sternen bereits im frühen Mittelalter mit größter Präzision aufgezeichnet wurden. Die letzten Stunden in Samarkand verbrachten wir beim Abschiedsessen im Restaurant. Danach fuhren wir zum Bahnhof, verabschiedeten uns von Iso und warteten auf den Abendzug nach Taschkent.
Mit dem Schnellzug fuhren wir dann am frühen Abend von Samarkand zurück nach Taschkent. Somit schließt sich der Kreis unserer Rundreise durch Usbekistan. Die kurze Nacht verbrachten wir wieder im Hotel Inspira-S Tashkent.
10. Reisetag: Sonntag, 27.09.2026 Abschied nehmen von Usbekistan, Rückflug von Taschkent
Zeitig klingelte der Wecker. Um 6;15 Uhr verließen wir das Hotel und verabschiedeten uns von unserem örtlichen Reiseleiter Alibek, der mit hervorragenden Erklärungen und besten Sprachkenntnissen uns sein Heimatland näher gebracht hatte. Danach hieß es Abschied nehmen von Usbekistan. Mit vielen guten Erinnerungen landeten wir nach einem Zwischenstopp in Istanbul am Abend wieder in Berlin.
In Usbekistan sind 3000 Jahre Kultur zwischen Ost und West zu erleben. Hier existierten Staaten, die in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft eine entscheidende Rolle gespielt haben. Erkunden Sie das Land selbst.
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