Auf den Spuren der Seidenstraße – vier Länder, tausend Geschichten!
Reisebericht: 20.08. – 07.09.2026
Vier Länder, endlose Steppen, majestätische Berge und legendäre Oasenstädte: Uns erwarten faszinierende Landschaften, jahrtausendealte Geschichte und überraschende Begegnungen!
Ein Reisebericht von
Andrey Kulikov
1. Tag Donnerstag, 20.08.2026 – Flug nach Almaty in Kasachstan
Unsere große Reise durch vier faszinierende Länder Zentralasiens begann mit dem Flug nach Almaty, der größten Stadt Kasachstans. Mit großer Vorfreude im Gepäck machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel entlang der legendären Seidenstraße! Besonders schön war, dass wir mit einer kleinen, fast familiären Reisegruppe von nur sieben Gästen unterwegs waren. Dadurch entstand schon von Beginn an eine angenehme und persönliche Atmosphäre, in der man sich schnell näher kennenlernte :-) Am nächsten Morgen wurden wir am Flughafen von unserem örtlichen Reiseleiter Marat herzlich empfangen! Gemeinsam fuhren wir zu unserem Hotel in Almaty – und damit war der erste Schritt in ein großes Abenteuer durch Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Turkmenistan gemacht: die Seidenstraße lag vor uns – und wir waren gespannt, welche Geschichten, Landschaften und Begegnungen sie für uns bereithalten würde!
2. Tag Freitag, 21.08.2026 – Medeo–Schlucht mit Shymbulak –Stadtbesichtigung in Almaty
Nach einem gemütlichen Frühstück begann unser erster richtiger Reisetag in Zentralasien mit unserem örtlichen Reiseleiter Marat, der uns die nächsten 2 Tage begleiten und uns seine Heimat näherbringen sollte. Zunächst führte uns unser Weg hinauf in die beeindruckende Bergwelt rund um Shymbulak. Schon die Fahrt durch die Maloalmatinka-Schlucht ließ erahnen, welche landschaftlichen Höhepunkte uns auf dieser Reise noch erwarteten. Auf rund 1.700 Metern Höhe fuhren wir in einer Gondel über das berühmte Medeo-Eislaufstadion, eingebettet in eine eindrucksvolle Bergkulisse! Die schneebedeckten Gipfel des Tian-Shan-Gebirges zeigten sich am Horizont– ein grandioser Auftakt unserer Reise!
Anschließend kehrten wir nach Almaty zurück und erkundeten gemeinsam mit Marat die grüne Metropole. Zwischen weitläufigen Parks und gepflegten Gärten zeigte er uns die unterschiedlichen Facetten der zweitgrößten Stadt Kasachstans, die heute ein bedeutendes Zentrum für Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft ist. Dabei erzählte er uns auch von der Geschichte der Stadt, die 1854 unter dem Namen Wernoje als russische Festung gegründet wurde. Besonders beeindruckten uns die historischen Holzbauwerke des russischen Architekten Zenkow, darunter die prachtvolle orthodoxe Himmelfahrts-Kathedrale und das ehemalige Versammlungshaus der Zaren-Offiziere. Durch Marats persönliche Erläuterungen wurde aus der Stadtbesichtigung eine lebendige Begegnung mit der Geschichte Kasachstans.
Am Abend ließen wir unseren ersten gemeinsamen Tag bei einem traditionellen kasachischen Abendessen ausklingen. Berge, Stadt und erste Begegnungen – Zentralasien hatte sich uns bereits am ersten Tag von seinen unterschiedlichsten Seiten gezeigt!
3. Tag Samstag, 22.08.2026 – Charyn Canyon – Grenzübergang nach Kirgistan – Besuch einer uigurischen Familie in Karakol
Früh am Morgen hieß es Abschied nehmen von Almaty und Kurs auf Kirgistan zu nehmen. Unser Weg führte uns über den*Kegen-Pass, doch bevor wir die Grenze erreichten, wartete noch ein spektakuläres Naturerlebnis auf uns: der Charyn-Canyon! Der Charyn-Canyon wird gerne als „kleiner Bruder“ des amerikanischen Grand Canyon bezeichnet und gehört zu den beeindruckendsten Landschaften Zentralasiens! Zwischen gewaltigen Felswänden und bizarren Gesteinsformationen konnten wir die faszinierenden Farben und Formen dieser einzigartigen Schlucht bestaunen. Die Aussicht auf die vom Wind und Wasser geschaffenen Felsformationen machte diesen Zwischenstopp zu einem besonderen Erlebnis!
An der kasachisch-kirgisischen Grenze hieß es dann Abschied nehmen: wir verabschiedeten uns herzlich von unserem örtlichen Reiseleiter Marat und unserem kasachischen Busfahrer, die uns bis hierher begleitet hatten! Nach den Grenzformalitäten wechselten wir in unseren kirgisischen Reisebus. Dort wurden wir von unserem neuen Fahrer Valerij und unserer örtlichen Reiseleiterin Lira herzlich begrüßt. Beide sollten uns auf unserem weiteren Weg durch Kirgistan und Kasachstan bis nach Usbekistan begleiten!
Am Abend erreichten wir Karakol am Ostufer des Issyk-Kul-Sees. Doch was uns dort erwartete, konnte niemand von uns vorher ahnen. Wir waren zu einem Abendessen bei einer uigurischen Familie eingeladen und freuten uns auf einen Einblick in die traditionelle Küche und Gastfreundschaft. Doch plötzlich wurde aus einem gemütlichen Abendessen eine ganz persönliche Überraschung: direkt bei der uigurischen Familie wurde völlig unerwartet mein Geburtstag gefeiert! 🎂 Mit viel Herzlichkeit, einem festlich gedeckten Tisch, Glückwünschen und einer Atmosphäre, die man nicht planen kann, wurde dieser Abend zu einem der emotionalsten Momente unserer Reise! Gerade solche Augenblicke machen eine Reise so besonders: man kommt als Fremder und wird für einen Abend ganz selbstverständlich Teil einer Familie! :-)
So endete unser Tag nicht nur mit dem Wechsel von Kasachstan nach Kirgistan, sondern auch mit einer wunderschönen Erinnerung, die weit über beeindruckende Landschaften hinausging: Gastfreundschaft kennt keine Grenzen – und manchmal bekommt man das schönste Geburtstagsgeschenk dort, wo man es am wenigsten erwartet!
4. Tag Sonntag, 23.08.2026 – Karakol – zu Besuch bei den Dunganen – Übernachtung am Issyk–Kul–See
Nach einem entspannten Frühstück in unserem Hotel starteten wir ohne Eile in einen abwechslungsreichen Tag rund um Karakol! Unser erster Besuch galt dem örtlichen Viehmarkt, auf dem wir einen authentischen Einblick in den Alltag der Menschen in Kirgistan erhielten. Zwischen Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden herrschte geschäftiges Treiben – ein lebendiger Ort, an dem Handel und Tradition bis heute eng miteinander verbunden sind!
Anschließend besuchten wir das Przewalski-Museum, das dem berühmten russischen Forschungsreisenden Nikolai Przewalski gewidmet ist. Besonders ungewöhnlich war ein ausgestopftes Pferd, das einst Przewalski gehört haben soll. Die nach ihm benannten Przewalski-Pferde sind bis heute eng mit der Geschichte der Region verbunden. Zurück in Karakol erkundeten wir die Stadt, die 1869 als russische Offizierssiedlung gegründet wurde. Besonders beeindruckte uns die kunstvoll aus Holz errichtete Dunganen-Moschee aus dem Jahr 1910. Ihre ungewöhnliche Architektur erinnert eher an eine chinesische Pagode als an eine islamische Moschee. Auch die hölzerne russisch-orthodoxe Kirche und der örtliche Markt gehörten zu unserem Stadtrundgang.
Ein ganz besonderes Erlebnis erwartete uns danach im Dorf Irdyk: wir waren bei einer dunganischen Familie zum Mittagessen eingeladen! Nicht nur das gemeinsame Essen, sondern vor allem das Mitmachen machte diesen Besuch zu etwas Besonderem: gemeinsam bereiteten wir Manti, die traditionellen gefüllten Teigtaschen, zu, kneteten den Teig und lernten, wie man die kleinen Kunstwerke richtig formt. Dabei kamen wir mit der Familie ins Gespräch und erfuhren viel über den Alltag und die Kultur der Dunganen! Nach diesem herzlichen und kulinarisch besonderen Erlebnis ging es weiter entlang des Südufers des Issyk-Kul-Sees nach Jety Oguz - auf rund 2.100 Metern Höhe. Inmitten von Nadelwäldern und alpinen Wiesen erwarteten uns die berühmten roten Sandsteinfelsen, deren markante Formen zu den bekanntesten Landschaftsmotiven Kirgistans gehören! Anschließend fuhren wir nach Tamga. Dort wurden wir in einem familiengeführten Gästehaus von Pavel und seiner Frau erwartet.
Ein Tag voller Begegnungen, Geschichten und Landschaften ging zu Ende – und wieder einmal zeigte sich, dass die schönsten Reiseerlebnisse oft dort entstehen, wo man nicht nur zuschaut, sondern für einige Stunden Teil des Lebens vor Ort wird :-)
5. Tag Montag, 24.08.2026 – Fahrt von Tamga nach Bischkek
Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Tamga und machten uns auf den Weg in Richtung Bischkek. Dabei begleiteten uns zunächst noch einmal die faszinierenden Landschaften rund um den Issyk-Kul-See! Unser erster Höhepunkt des Tages war der Canyon Skazka, die „Märchenschlucht“. Auf einem etwa einen Kilometer langen Spaziergang entdeckten wir bizarre Felsformationen, die durch Wind und Regen über Jahrtausende entstanden sind. Je nach Fantasie erinnerten die roten und ockerfarbenen Felsen an Schlösser, Hasen, Drachen oder andere geheimnisvolle Gestalten – eine Landschaft wie aus einem Märchenbuch.
Anschließend führte uns unsere Reise nach Bokonbaewo, wo wir bei einer kirgisischen Familie zu Gast waren. Bei einer Tasse Tee und kleinen landestypischen Köstlichkeiten kamen wir mit den Gastgebern ins Gespräch und erhielten einen persönlichen Einblick in das Leben und die Traditionen Kirgistans. Gerade diese herzliche Begegnung abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten machte den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Danach erwartete uns eine beeindruckende Greifvogelvorführung. Die sogenannten Berkuttschi pflegen eine jahrhundertealte Tradition der Jagd mit Steinadlern. „Berkut“ bedeutet Steinadler, während „-tschie“ so viel wie „Meister“ bedeutet. Diese besondere Kunst wird unter den kirgisischen Nomaden seit Generationen weitergegeben. Majestätisch kreisten die Adler über unseren Köpfen und zeigten eindrucksvoll, wie eng Mensch, Tier und Natur in dieser alten nomadischen Tradition miteinander verbunden sind.
Am Abend erreichten wir schließlich Bischkek. Hinter uns lag ein Tag, der die ganze Vielfalt Kirgistans vereinte: eine märchenhafte Landschaft, herzliche Gastfreundschaft und eine jahrhundertealte Tradition, die bis heute lebendig geblieben ist!
6. Tag Dienstag, 25.08.2026 – Bischkek – Grenzübergang zurück nach Kasachstan – Fahrt nach Taraz
Nach dem Frühstück erkundeten wir gemeinsam mit unserer Reiseleiterin Lira die kirgisische Hauptstadt Bischkek. Bei unserem Stadtbummel besuchten wir den weitläufigen Ala-Too-Platz, den Alten Platz, den grünen Eichen-Park und den beliebten Erkindik-Boulevard. Dabei erlebten wir eine Stadt, in der sowjetische Geschichte, kirgisische Tradition und modernes Leben aufeinandertreffen. Anschließend hieß es wieder Abschied nehmen von Kirgistan. Wir überquerten die Grenze nach Kasachstan und setzten unsere Reise in Richtung Taraz fort.
Doch kaum hatten wir die Grenze passiert, wartete eine kulinarische Überraschung auf uns: an einer einfachen Raststätte legten wir einen Stopp ein und gönnten uns einen echten kasachischen Schaschlyk – frisch direkt vom Grill, genau so, wie ihn auch die Einheimischen genießen! Heiß, saftig, unkompliziert und unglaublich lecker :-) Ein perfekter Moment, um nicht nur die Landschaft, sondern auch die kulinarische Seite Zentralasiens kennenzulernen.
Auf dem weiteren Weg machten wir Halt am Fluss Talas. Ganz in der Nähe fand im Jahr 751 eine für die Geschichte Zentralasiens bedeutende Schlacht zwischen den Truppen des Abbasiden-Kalifats und der chinesischen Tang-Dynastie statt. Der Sieg der Araber leitete eine zunehmende Verbreitung des Islam in Zentralasien ein und machte die Region zu einem wichtigen Treffpunkt verschiedener Kulturen und Einflüsse!
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Taraz. Zum Abendessen kehrten wir in die Chaichana Samarkand ein und ließen uns die leckeren Spezialitäten der zentralasiatischen Küche schmecken! Anschließend unternahmen wir noch einen Spaziergang durch das abendliche Taraz und erlebten die Stadt in ihrer stimmungsvoll beleuchteten Atmosphäre. Später trafen wir uns noch einmal an der Hotelbar – und dort wartete die nächste, diesmal eher unfreiwillig komische Überraschung auf uns: eine junge Mitarbeiterin hatte gerade ihren ersten Arbeitstag und war verständlicherweise ziemlich aufgeregt. Bei der Bestellung eines guten russischen Wodkas griff sie versehentlich zur falschen Flasche und servierte uns tatsächlich Leitungswasser, das sich in einer Wodkaflasche befand 😄 Zunächst fiel der kleine „Qualitätsunterschied“ offenbar nicht sofort auf. Erst als ein anderer Barmann selbst probierte, was da serviert worden war, wurde der Irrtum entdeckt. Die junge Kollegin entschuldigte sich herzlich – und der richtige Wodka wurde selbstverständlich nachgereicht!
Wir nahmen diesen kleinen Fauxpas mit Humor. Denn gerade solche ungeplanten und menschlichen Momente machen eine Reise lebendig und sorgen später für die Geschichten, über die man noch lange gemeinsam lachen kann! So endete unser Tag in Taraz mit gutem Essen, einem schönen Abendspaziergang und einer Bar-Geschichte, die vermutlich noch öfter für Schmunzeln sorgen würde :-)
7. Tag Mittwoch, 26.08.2026 – von Taraz in die alte Karawanenstadt Turkestan (Kasachstan)
Am nächsten Morgen führte unsere Reise weiter nach Turkestan, eine der ältesten und bedeutendsten Städte an der Seidenstraße. Vor rund 1.500 Jahren entwickelte sich Turkestan zu einem wichtigen religiösen und Handelszentrum. Heute beeindrucken hier die historischen Bauwerke und die Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit. Unterwegs legten wir einen Stopp an den beiden außergewöhnlichen Mausoleen Aischa-Bibi und Babadschi-Hatun ein. Beide stammen aus der Karakhaniden-Zeit und faszinieren durch ihre kunstvolle Architektur und die ungewöhnliche Gestaltung. Hier begegneten wir erneut den Geschichten von Menschen, die vor vielen Jahrhunderten an der Seidenstraße lebten und deren Spuren bis heute erhalten geblieben sind.
In Turkestan erwartete uns anschließend das beeindruckende Mausoleum des Sufisten und Dichters Ahmed Jassawi. Die leuchtend blauen Kuppeln, kunstvollen Holzschnitzereien und prächtigen Majolika-Mosaiken machten das Ende des 14. Jahrhunderts unter Timur errichtete Bauwerk zu einem besonderen Höhepunkt! Wir erkundeten außerdem die Juma-Moschee, die unterirdische Hilowat-Moschee, ein mittelalterliches Badehaus, eine Galerie mit Steinskulpturen sowie weitere historische Mausoleen.
Nach so vielen Eindrücken ließen wir den Tag zunächst bei einem leckeren À-la-carte-Abendessen im landestypischen Restaurant Tandyr ausklingen! Doch damit war unser letzter Abend in Kasachstan noch lange nicht zu Ende. Anschließend besuchten wir das Fly-Theater, eine spektakuläre 8D-Media-Schau. Was folgte, war weit mehr als ein gewöhnlicher Film: wir erlebten einen grandiosen virtuellen Flug durch Kasachstan! Über beeindruckende Bilder, Bewegungen und Spezialeffekte schwebten wir über endlose Steppen, majestätische Berge und faszinierende Landschaften – und gleichzeitig durch die bewegte Geschichte des Landes!
So verabschiedeten wir uns von Kasachstan mit einem Erlebnis, das Vergangenheit und Gegenwart auf ungewöhnliche Weise miteinander verband. Unser letzter Abend im Land wurde zu einer Reise innerhalb der Reise – und zu einem beeindruckenden virtuellen Flug durch das Kasachstan, das wir in den vergangenen Tagen selbst entdecken durften.
8. Tag Donnerstag, 27.08.2026 – Turkestan – Otrar – Schymkent – Grenzübergang nach Usbekistan – Fahrt nach Taschkent
Nach unserem Aufenthalt in Turkestan hieß es wieder Koffer packen und weiterziehen. Unser heutiges Ziel war Taschkent – doch bevor wir Usbekistan erreichten, warteten noch zwei besondere historische Orte auf uns. Zunächst besuchten wir das Mausoleum von Arstanbab, einem bekannten islamischen Mystiker und Lehrer von Ahmed Jassawi. Anschließend erkundeten wir die eindrucksvollen Ruinen von Otrar, einst eine bedeutende Stadt der Wissenschaft und des Handels an der Seidenstraße! Heute zeugen nur noch die weitläufigen Ruinen von ihrer einstigen Größe. Im Jahr 1220 wurde Otrar von den Truppen Dschingis Khans zerstört – ein weiterer Ort, an dem die wechselvolle Geschichte Zentralasiens unmittelbar spürbar wurde. Hier ist auch Timurlenk verstorben.
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich die Grenze zu Usbekistan. Hier hieß es Abschied nehmen von unseren kirgisischen Begleitern Lira und Valera, die uns auf unserem Weg durch Kirgistan und bis nach Kasachstan begleitet hatten. Mit herzlichen Worten verabschiedeten wir uns voneinander – schließlich waren sie längst mehr als nur Reiseleiter und Fahrer geworden! Auf der usbekischen Seite erwartete uns bereits Gulom, unser örtlicher Reiseleiter für Usbekistan. Herzlich begrüßte er uns und übernahm nun die Begleitung unserer kleinen Reisegruppe. Damit begann ein neuer Abschnitt unseres Abenteuers!
Nach den Grenzformalitäten setzten wir unsere Fahrt nach Taschkent fort. Während draußen langsam die Landschaft an uns vorbeizog, waren wir gespannt auf das nächste Kapitel unserer Reise: Usbekistan – das Herzstück der alten Seidenstraße mit seinen legendären Städten, prachtvollen Bauwerken und Geschichten aus längst vergangenen Zeiten!
9. Tag Freitag, 28.08.2026 – Erkundung der Hauptstadt Usbekistans Taschkent
Nach einem guten Frühstück in unserem Hotel starteten wir unsere Entdeckungstour durch Taschkent, die rund 2.000 Jahre alte Hauptstadt Usbekistans. Unser erster Weg führte uns zum Hotel Usbekistan, einem markanten Gebäude mitten im Herzen der Stadt. Hier tauschten wir zunächst Geld und nutzten anschließend die Gelegenheit, vom obersten Stockwerk einen beeindruckenden Blick über Taschkent zu genießen. Von hier oben zeigte sich besonders schön, wie die traditionsreiche Stadt mit ihren grünen Parks, breiten Straßen und modernen Gebäuden zusammengewachsen ist. Direkt gegenüber dem Hotel befindet sich im Park das Reiterdenkmal für Amir Timur, einen der bedeutendsten Herrscher der zentralasiatischen Geschichte. Timur, auch Timur Lenk genannt, begegnete uns damit gleich zu Beginn unserer Stadterkundung hoch zu Ross. In Usbekistan gibt es insgesamt drei bedeutende Timur-Denkmäler – neben Taschkent auch in Samarkand und Schachrisabs. So wurde bereits hier deutlich, welche herausragende Bedeutung Timur bis heute für das historische Selbstverständnis Usbekistans besitzt.
Anschließend führte unsere Fahrt zum Erdbeben-Denkmal. Es erinnert an das schwere Erdbeben von 1966, das große Teile Taschkents zerstörte. Die Katastrophe wurde zu einem tiefen Einschnitt in der Geschichte der Stadt, gleichzeitig begann danach der umfangreiche Wiederaufbau, der Taschkent sein heutiges, großzügiges und modernes Stadtbild verlieh.
Danach tauchten wir noch tiefer in die historische Seite der Stadt ein und erreichten den Khasti-Imon-Platz, einen der wichtigsten religiösen Orte Taschkents. Hier erwarteten uns die prachtvolle Barak-Khan-Medrese, die Tillya-Sheikh-Moschee und das Kaffal-Shashi-Mausoleum mit seinem eher schlichten Backsteinmauerwerk. Zwischen alten Mauern, kunstvollen Ornamenten und religiösen Geschichten wurde die jahrhundertealte Bedeutung Taschkents als Zentrum islamischer Gelehrsamkeit unmittelbar spürbar.
Danach ging es zum Chorsu-Basar, einem der bekanntesten Märkte der Stadt. Unter der großen blauen Kuppel und in den zahlreichen Marktgassen erlebten wir Usbekistan mit allen Sinnen: Gewürze, Obst, Gemüse, Brot, Süßigkeiten, Fleisch und viele weitere regionale Spezialitäten sorgten für ein buntes und lebendiges Treiben. Hier zeigte sich das moderne Alltagsleben ebenso eindrucksvoll wie zuvor die historischen Bauwerke.
Zum Mittagessen kehrten wir anschließend in einer gemütlichen Chaichana am Fluss ein. Bei traditionellen usbekischen Gerichten konnten wir die vielen Eindrücke des Vormittags in aller Ruhe auf uns wirken lassen. Am Nachmittag wechselten wir noch einmal die Perspektive und fuhren mit der Metro durch Taschkent. Die Stadt besitzt als einzige Hauptstadt Zentralasiens eine U-Bahn – und diese ist weit mehr als nur ein Verkehrsmittel. Jede Station wurde individuell gestaltet und überrascht mit kunstvollen Wandbildern, Mosaiken, Kronleuchtern und unterschiedlichen architektonischen Themen. Schon die Fahrt selbst wurde so zu einer kleinen unterirdischen Stadtrundfahrt.
Nach unserer Fahrt mit der Metro wartete noch ein besonderer kultureller Höhepunkt auf uns: das Museum für angewandte Kunst. Schon das Gebäude selbst war sehenswert. Die Räume einer kunstvoll verzierten Villa boten den passenden Rahmen für eine beeindruckende Sammlung usbekischer Handwerkskunst. Beim Rundgang entdeckten wir kunstvolle Teppiche, prächtige Goldstickereien, farbenfrohe Keramik und Porzellan, Schmuck, fein gearbeitete Möbel und traditionelle Musikinstrumente. Viele dieser Stücke erzählten ihre eigene Geschichte und machten deutlich, welch hohen Stellenwert Kunsthandwerk in der usbekischen Kultur bis heute besitzt. Was auf den ersten Blick wie reine Dekoration erschien, offenbarte bei genauerem Hinsehen jahrhundertealte Techniken, regionale Besonderheiten und eine große Liebe zum Detail.
Taschkent zeigte uns an diesem Tag viele verschiedene Gesichter: die Erinnerung an Amir Timur, die Spuren des verheerenden Erdbebens, islamische Gelehrsamkeit, geschäftiges Markttreiben und eine moderne Metropole mit einer außergewöhnlich kunstvollen Metro! Gerade diese Mischung machte unsere Entdeckungstour so spannend – denn auf der Seidenstraße begegneten wir nicht nur der Vergangenheit, sondern einer Stadt, in der Geschichte und Gegenwart bis heute miteinander leben!
10. Tag Samstag, 29.08.2026 – komfortable Zugfahrt von Taschkent nach Samarkand
Nach unserer knapp zweistündigen Fahrt mit dem Schnellzug Afrosiyob von Taschkent erreichten wir Samarkand – eine Stadt, deren Name allein schon Erinnerungen an die legendäre Seidenstraße weckt. Direkt vom Bahnhof aus starteten wir mit unserem örtlichen Reiseleiter Gulom zu unserem ersten Höhepunkt des Tages: dem Observatorium von Ulug Bek! Ulug Bek, ein Enkel Amir Timurs, war nicht nur Herrscher, sondern vor allem ein begeisterter Astronom und Wissenschaftler. Im 15. Jahrhundert ließ er hier eines der bedeutendsten Observatorien seiner Zeit errichten. Besonders beeindruckend war der gewaltige unterirdische Rest des einstigen Sextanten, mit dem die Sterne beobachtet und astronomische Berechnungen durchgeführt wurden. Im angeschlossenen Museum erfuhren wir mehr über Ulug Beks wissenschaftliche Leistungen und darüber, wie erstaunlich präzise die Astronomen bereits vor mehr als 500 Jahren den Himmel vermessen konnten.
Anschließend fuhren wir mit Gulom zur Shakhi-Zinda-Nekropole, einem der faszinierendsten Orte Samarkands. Eine prachtvolle Reihe von Mausoleen reihte sich hier entlang einer alten Prozessionsstraße. Blau leuchtende Kacheln, kunstvolle Mosaike und filigrane Ornamente ließen uns immer wieder innehalten. Der Name Shakhi Zinda bedeutet sinngemäß „der lebende König“ und verweist auf die Legende um Kusam ibn Abbas, einen Verwandten des Propheten Mohammed. Auch bedeutende Persönlichkeiten aus der Zeit Amir Timurs fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Zwischen den kunstvoll verzierten Mausoleen wurde die jahrhundertealte Geschichte Samarkands besonders eindrucksvoll spürbar.
Nach diesem kulturellen Höhepunkt tauchten wir anschließend in das geschäftige Alltagsleben der Stadt ein und besuchten den Siyob-Basar. Zwischen Gewürzen, frischem Obst und Gemüse, Nüssen, Süßigkeiten und dem berühmten usbekischen Fladenbrot erlebten wir Samarkand von seiner lebendigen und ursprünglichen Seite. Der Basar war ein Fest für alle Sinne und machte deutlich, dass die Tradition des Handels entlang der Seidenstraße bis heute weiterlebt.
Nur wenige Schritte entfernt erwartete uns schließlich das imposante Bibi-Khanum-Mausoleum beziehungsweise die Bibi-Khanum-Moschee, eines der bekanntesten Wahrzeichen Samarkands. Die gewaltigen Dimensionen, die türkisfarbenen Kuppeln und die kunstvollen Fassaden zeugten vom Selbstbewusstsein der Timuridenzeit. Das Bauwerk wurde unter Amir Timur errichtet und nach seiner Lieblingsfrau Bibi Khanum benannt.
Am Abend wartete schließlich noch ein ganz besonderer Höhepunkt auf uns: der Registan-Platz, zweifellos einer der prächtigsten Plätze Zentralasiens. Wenn die drei gewaltigen Medresen im Abendlicht erstrahlten und die kunstvollen Fassaden beleuchtet wurden, entstand eine Atmosphäre, die man nur schwer in Worte fassen konnte. Spätestens hier verstanden wir, warum Samarkand seit Jahrhunderten Reisende, Händler und Abenteurer fasziniert.
Doch auch der schönste Besichtigungstag musste irgendwann zu Ende gehen. Wir ließen den Abend ganz entspannt in gemütlicher Runde in der Lobby unseres Hotels ausklingen. Bei einem guten Glas Samarkander Cognac tauschten wir unsere Eindrücke des Tages aus, lachten und ließen die vielen Bilder noch einmal Revue passieren. Ein passender Abschluss für einen Tag voller Geschichte, großer Baukunst und kleiner gemeinsamer Momente. Samarkand hatte uns an diesem Tag nicht nur seine großen Sehenswürdigkeiten gezeigt – sondern auch bewiesen, dass die schönsten Reiseerinnerungen oft genau dann entstehen, wenn man gemeinsam einfach noch ein wenig zusammensitzt :-)
11. Tag Sonntag, 30.08.2026 – Weitere Sehenswürdigkeiten in Samarkand entdecken – Ausflug nach Schachrisabs
Nach dem Frühstück begann unser Tag in Samarkand mit einem Besuch des Gur-Emir-Mausoleums, einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Hier befindet sich die Grabstätte von Amir Timur, besser bekannt als Tamerlan, sowie weiterer Mitglieder seiner Familie. Schon beim Betreten des Mausoleums beeindruckten uns die prächtigen blaugrünen Ornamente, die kunstvolle Kuppel und die besondere Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes! Hier begegneten wir einem Herrscher, dessen Name die Geschichte Zentralasiens bis heute prägt.
Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Schachrisabs, der Geburtsstadt Timurs. Für die Fahrt über den Bergpass wechselten wir unseren Reisebus gegen drei PKWs. Der Weg führte uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit beeindruckenden Bergen, weiten Steppen und kleinen Dörfern. Je weiter wir uns von Samarkand entfernten, desto unmittelbarer konnten wir das ländliche Usbekistan erleben. Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Schachrisabs, die Geburtsstadt Amir Timurs. Besonders beeindruckend waren die gewaltigen Überreste des einst prächtigen Ak-Saray-Palastes, des „Weißen Palastes“! Von der einstigen Pracht sind heute vor allem die monumentalen Portalruinen erhalten – und doch konnten wir uns gut vorstellen, welche Wirkung diese Anlage auf die Besucher des mittelalterlichen Timuridenreiches gehabt haben muss.
Nach der Besichtigung wartete eine besonders schöne Begegnung auf uns: eine einheimische Familie lud uns zu einer Pause ein und bewirtete uns mit einem typischen Mittagessen der Region. Bei gutem Essen, herzlicher Gastfreundschaft und interessanten Gesprächen erhielten wir einen ganz persönlichen Einblick in das Leben der usbekischen Landbevölkerung. Solche Begegnungen waren es, die unsere Reise weit über die klassischen Sehenswürdigkeiten hinaus zu einem besonderen Erlebnis machten.
Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Samarkand. Nach einem erlebnisreichen Tag zwischen Bergen, Steppen und den Spuren Tamerlans ließen wir den Abend im Restaurant Novyj Arbat ausklingen. Auch hier wartete noch eine kleine, ganz besondere Begegnung auf uns: eine persische Familie feierte den Geburtstag ihres Sohnes und kam mit uns spontan ins Gespräch. Aus einem gewöhnlichen Restaurantabend wurde so eine herzliche Begegnung zwischen Menschen, die sich eigentlich völlig fremd waren – und doch für einen Moment miteinander lachten, erzählten und den besonderen Anlass teilten!
Vielleicht sind es genau diese ungeplanten Begegnungen, die eine Reise so wertvoll machen: Man fährt los, um Geschichte und Landschaften zu entdecken – und kehrt mit Begegnungen zurück, die man nicht planen kann :-)
12. Tag Montag, 31.08.2026 – Samarkand, ein Märchen aus
Nach dem Frühstück machten wir uns noch einmal auf den Weg zum Registan-Platz, bevor wir Samarkand verlassen sollten. Bei Tageslicht zeigte sich der berühmte Platz noch einmal von einer ganz anderen Seite. Die drei prächtigen Medresen mit ihren gewaltigen Portalen, blauen Kuppeln und kunstvollen Fliesenmustern ließen uns erneut staunen! Nach dem eindrucksvollen Abend zuvor konnten wir nun in aller Ruhe die vielen architektonischen Details entdecken. In einer der historischen Medresen erwartete uns anschließend eine ganz besondere Begegnung: wir besuchten die Werkstatt eines usbekischen Musikinstrumentenbauers. Mit viel handwerklichem Geschick entstehen hier traditionelle Instrumente, die seit Generationen zur musikalischen Kultur des Landes gehören. Anschließend durften wir einer kleinen Vorführung lauschen. Die verschiedenen landestypischen Instrumente erfüllten den historischen Innenhof mit ihren ganz eigenen Klängen – ein musikalischer Abschied von Samarkand, der uns noch lange in Erinnerung bleiben sollte!
Danach hieß es endgültig Abschied nehmen von Samarkand. Mit unserem Reisebus machten wir uns auf den Weg nach Buchara, einer weiteren großen Legende der alten Seidenstraße! Unterwegs legten wir einen interessanten Zwischenstopp am Rabat Malik ein. Die ehemalige Karawanserei aus dem 11. Jahrhundert erinnert daran, wie einst Händler und Reisende mit ihren Kamelen auf der Seidenstraße unterwegs waren. Nicht weit davon besichtigten wir außerdem eine Sardoba, einen historischen Wasserspeicher. In der trockenen Landschaft Zentralasiens war Wasser von unschätzbarem Wert – und solche Anlagen ermöglichten es den Karawanen, die langen Wege durch die Steppe überhaupt zu bewältigen.
Am Abend erreichten wir schließlich Buchara und bezogen unser Hotel Iman. Doch an Ausruhen war zunächst noch nicht zu denken: gemeinsam unternahmen wir einen ersten Spaziergang durch die historische Altstadt. Am Labi-Hauz-Platz herrschte eine angenehme, lebendige Atmosphäre. Wir sahen das Denkmal des berühmten Hodscha Nasreddin, jener legendären Figur, die in vielen Geschichten Zentralasiens für ihren Humor und ihre ungewöhnliche Weisheit bekannt ist. Anschließend besuchten wir die Chor-Minor-Medrese. Gulom erzählte uns die Legende, die sich um die vier charakteristischen Minarette rankt – und plötzlich bekam das ungewöhnliche Bauwerk neben seiner architektonischen auch eine ganz persönliche Geschichte!
Durch die verwinkelten Gassen der Altstadt ging es anschließend weiter zum Laziz-Haus. Hier erhielten wir einen Einblick in die Zubereitung von Plov, der berühmten usbekischen Reis-Spezialität. Wir konnten beobachten, wie aus Reis, Fleisch, Gemüse und Gewürzen Schritt für Schritt eines der wichtigsten Gerichte der usbekischen Küche entstand. Und natürlich durfte anschließend die Verkostung nicht fehlen – das Abendessen war ausgesprochen lecker!
Doch auch danach war unser Tag noch nicht ganz zu Ende. Bei einem Abendspaziergang schlenderten wir weiter bis zum imposanten Kalon-Minarett und zur Mir-i-Arab-Medrese. Im Abendlicht wirkten die historischen Bauwerke besonders stimmungsvoll!
Samarkand hatte uns mit monumentaler Architektur und Musik verabschiedet – Buchara empfing uns bereits mit verwinkelten Gassen, orientalischen Geschichten und dem Duft von Plov! Die Seidenstraße hatte für uns also noch längst nicht ihr letztes Kapitel geschrieben :-)
13. Tag Dienstag, 01.09.2026 – Stadtführung durch Buchara
Nach dem Frühstück setzten wir unsere Entdeckungstour durch das historische Buchara fort. Die Stadt gilt seit Jahrhunderten als eines der bedeutendsten geistigen und kulturellen Zentren Zentralasiens. Zahlreiche Gelehrte, Händler und Reisende machten Buchara zu einem wichtigen Knotenpunkt entlang der Seidenstraße. Unser erster Besuch galt dem Samoniden-Mausoleum, einem der ältesten erhaltenen islamischen Bauwerke Zentralasiens. Das beeindruckende Bauwerk aus gebrannten Ziegeln überraschte uns mit seiner kunstvollen Geometrie. Ganz ohne farbenprächtige Fliesen entstand hier ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten – ein eindrucksvolles Zeugnis der hohen Baukunst der Samanidenzeit.
Anschließend widmeten wir uns einem Thema, das in einer Stadt wie Buchara von existenzieller Bedeutung war: dem Wasser. Im Museum der Wasserversorgung erfuhren wir, wie die Menschen über Jahrhunderte hinweg das kostbare Nass in einer trockenen Region sammelten, speicherten und verteilten. Wasser war hier nicht einfach eine Selbstverständlichkeit, sondern die Grundlage für Leben, Handel und das Entstehen einer blühenden Stadt. Danach tauchten wir in das geschäftige Treiben des Basars ein. Zwischen Gewürzen, Obst, Nüssen, Textilien und zahlreichen kleinen Geschäften konnten wir das heutige Alltagsleben Bucharas erleben. Die bunten Marktgassen machten deutlich, dass die alte Tradition des Handels bis heute lebendig geblieben ist.
Unser nächster Weg führte uns zur Freitagsmoschee - "Moschee der 40. Säulen" - und anschließend zur gewaltigen Ark-Zitadelle. Die Ark war über Jahrhunderte das Machtzentrum Bucharas und glich innerhalb der Stadt einer eigenen kleinen Festung. Beim Rundgang durch die Anlage konnten wir uns gut vorstellen, wie hier einst Herrscher, Soldaten, Gelehrte und Handwerker lebten und arbeiteten!
Nach so vielen Eindrücken war es Zeit für eine kulinarische Pause. Im Restaurant Susanne Artizan wurden wir herzlich empfangen und konnten uns bei einem leckeren Mittagessen stärken. Bei guter usbekischer Küche ließ sich das Erlebte noch einmal in Ruhe besprechen.
Anschließend ging es weiter zum wohl bekanntesten Wahrzeichen Bucharas: dem Kaljan-Minarett. Mit seinen rund 46 Metern Höhe ragt es eindrucksvoll über die historische Altstadt. Zusammen mit der Kaljan-Moschee und der Mir-i-Arab-Medrese bildet es eines der beeindruckendsten Ensembles der Stadt. Hier wurde noch einmal besonders deutlich, welche Bedeutung Buchara einst als Zentrum des Glaubens, der Wissenschaft und des Handels besaß.
Doch Buchara hatte noch mehr zu bieten. Zwischen historischen Bauwerken, Basaren und verwinkelten Gassen blieb immer wieder Zeit, einfach stehen zu bleiben, die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und den Menschen der Stadt zu begegnen. Am Abend erwartete uns schließlich ein ganz besonderer Abschluss: ein traditioneller Folkloreabend in der Medrese Nodir Devon Begi. In dem historischen Innenhof saßen wir unter freiem Himmel auf gemütlichen Sofas, während orientalische Musik erklang und eine farbenfrohe zentralasiatische Modenschau für Unterhaltung sorgte!
So endete ein Tag, an dem wir Buchara nicht nur als „heilige Stadt“ und historisches Zentrum der Seidenstraße kennengelernt hatten, sondern auch als lebendigen Ort voller Menschen, Geschichten, Düfte, Musik und Traditionen. Buchara war Geschichte zum Anfassen – und gleichzeitig eine Stadt, die bis heute lebt!
14. Tag Mittwoch, 02.09.2026 – Durch die Kizilkum–Wüste – eine Fahrt von Buchara nach Chiwa
Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Buchara. Vor uns lag eine lange, aber besonders eindrucksvolle Etappe: die Fahrt durch die gewaltige Kysylkum-Wüste, die „Rote Wüste“ Zentralasiens. Je weiter wir uns von den historischen Städten entfernten, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Die endlosen Weiten von Halbwüste und Steppe ließen uns erahnen, welchen Herausforderungen sich einst die Händler und Karawanen auf der Seidenstraße stellen mussten. Immer wieder führte unsere Route entlang des Amudarja, eines der wichtigsten Flüsse Zentralasiens. Dazwischen erstreckten sich weite, nahezu menschenleere Landschaften, die nur gelegentlich durch kleine Siedlungen oder vorbeiziehende Herden unterbrochen wurden. Beim Blick in die Ferne konnten wir uns gut vorstellen, wie einst mongolische Reiter und Karawanen durch diese scheinbar endlose Landschaft zogen.
Natürlich durfte es unterwegs auch kleine Fotostopps in der Wüste geben. Die Weite, das besondere Licht und die ungewöhnliche Landschaft boten immer wieder Motive, bei denen man einfach die Kamera zücken musste. Zur Mittagszeit legten wir außerdem eine Pause in einem traditionellen Teehaus ein und stärkten uns für die Weiterfahrt.
Am Abend erreichten wir schließlich unser Ziel: Chiwa, eine kleine Oasenstadt, die wie ein Stück aus einem Märchenbuch wirkte. Unser Hotel lag direkt in der historischen Altstadt – und damit mitten im Herzen dieser faszinierenden Stadt. Nach dem Zimmerbezug machten wir uns noch zu einem ersten Spaziergang durch Chiwa auf. Zwischen den Lehmhäusern und engen Gassen bekamen wir einen ersten Eindruck vom traditionellen Leben und von der besonderen Atmosphäre dieser alten Oasenstadt. Die mächtigen Stadtmauern, die sandfarbenen Häuser und die ersten beleuchteten Bauwerke ließen bereits erahnen, welche Schätze uns am nächsten Tag erwarteten.
Den Tag ließen wir schließlich bei einem orientalischen Abendessen im Restaurant Tapas ausklingen. Unter freiem Himmel, umgeben von der historischen Kulisse Chiwas, schmeckte das Essen gleich noch ein wenig besser. Nach den endlosen Weiten der Kysylkum-Wüste waren wir nun an einem Ort angekommen, an dem die Zeit scheinbar langsamer zu laufen schien. Die Karawanen waren längst verschwunden – doch der Zauber der Seidenstraße war in Chiwa noch überall zu spüren!
15. Tag Donnerstag, 03.09.2026 – Chiwa – ein Freilichtmuseum der Seidenstraße und ein herzlicher Abschied von Usbekistan
Nach unserem ersten Eindruck am Vorabend konnten wir Chiwa heute ganz in Ruhe entdecken. Bereits seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. zogen Karawanen aus China durch die Oasen Zentralasiens und transportierten kostbare Seide, Gewürze und andere wertvolle Waren. Chiwa entwickelte sich dabei zu einem wichtigen Handelsplatz – zu einer Stadt, in der Menschen, Kulturen und Geschichten aus ganz unterschiedlichen Regionen aufeinandertrafen. Bei unserem Rundgang durch die historische Altstadt fühlten wir uns schnell wie auf einer Reise durch die Vergangenheit. Chiwa gleicht mit seinen Lehmhäusern, engen Gassen und prachtvollen Bauwerken einem gewaltigen Freilichtmuseum der Seidenstraße. Wir besichtigten unter anderem die beeindruckende Djuma-Moschee, das kunstvoll verzierte Islam-Khodja-Minarett, verschiedene Medresen und den prächtigen Tash-Hauli-Palast. Hinter jedem Tor und in jedem Innenhof schien eine neue Geschichte auf uns zu warten!
Besonders faszinierend war dabei die einzigartige Atmosphäre der Altstadt: sandfarbene Mauern, türkisfarbene Fliesen, kunstvolle Ornamente und immer wieder der Blick auf die charakteristischen Minarette. Man konnte sich gut vorstellen, wie hier einst Händler, Pilger und Reisende aus aller Welt unterwegs waren.
Zur Mittagszeit kehrten wir in einem landestypischen Restaurant ein und genossen typische usbekische Spezialitäten. Gut gestärkt blieb anschließend noch Zeit, Chiwa auf eigene Faust zu erkunden. Wir konnten durch die verwinkelten Gassen schlendern, kleine Geschäfte entdecken, Fotos machen oder einfach in einem der historischen Innenhöfe sitzen und die besondere Atmosphäre dieser alten Oasenstadt genießen.
Am späten Nachmittag erwartete uns noch eine ganz besondere Begegnung: wir besuchten die Zirkusfamilie Darbozschi in der historischen Kutlug Murad Inaq Medrese. Die Familie pflegt die traditionelle Kunst der Seiltänzer und Akrobaten – eine faszinierende Verbindung aus Können, Mut und jahrhundertealter zentralasiatischer Tradition!
Am Abend ließen wir unseren letzten Tag in Chiwa bei einem gemütlichen Restaurantbesuch und typisch usbekischen Köstlichkeiten ausklingen. Doch dieser Abend war auch ein Abschied: wir verabschiedeten uns von Gulom, der uns während unserer Zeit in Usbekistan begleitet hatte. Mit herzlichen Worten bedankten wir uns bei ihm für seine engagierte Reisebegleitung, seine Geschichten und seine Unterstützung während unserer gemeinsamen Tage!
Chiwa blieb damit nicht nur als eine der schönsten Städte der Seidenstraße in unserer Erinnerung. Auch die Menschen, die wir unterwegs kennenlernen durften, machten diese Reise zu etwas Besonderem! Denn am Ende sind es nicht nur Bauwerke und Landschaften, die bleiben – es sind die Begegnungen, die einer Reise ihre Seele geben!
16. Tag Freitag, 04.09.2026 – Chiwa – Grenzübergang nach Turkmenistan – Stadtbesichtigung Daschogus – Flug nach Aschchabad
Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Chiwa. Vor uns lag ein ganz besonderer Reisetag, denn wir verließen Usbekistan und machten uns auf den Weg nach Turkmenistan. Unser Ziel war zunächst die Grenzstation bei Schawat. Schon die Grenzabfertigung wurde zu einem kleinen Abenteuer! Die Formalitäten zogen sich deutlich länger hin als erwartet, und so hieß es zunächst: warten, warten und noch einmal warten. Doch auch das gehört zu einer Reise durch Zentralasien – Grenzen sind hier manchmal nicht nur Linien auf der Landkarte, sondern echte Übergänge zwischen unterschiedlichen Welten! Nachdem wir die usbekische Seite verlassen hatten, ging es mit einem Bus durch das Niemandsland. Eine ungewöhnliche Situation: ein kurzes Stück Straße zwischen zwei Ländern, auf dem man sich irgendwie gleichzeitig auf dem Weg und doch noch nirgendwo fühlte... Auf der turkmenischen Seite folgten weitere Formalitäten. Dazu gehörten unter anderem ein PCR-Test sowie die Kontrolle bei der Migrationsbehörde. Nach all den Kontrollen konnten wir schließlich aufatmen: wir waren in Turkmenistan angekommen! Dort wurden wir herzlich von Elena, unserer örtlichen Reiseleiterin, empfangen. Sie sollte uns während unseres Aufenthalts durch dieses für viele von uns noch weitgehend unbekannte Land begleiten. Nach der langen Grenzprozedur kam uns die Begrüßung besonders gelegen :-)
Zunächst ging es nach Daschogus, wo wir in einem luxuriösen Hotel zu Mittag aßen. Nach der eher abenteuerlichen Grenzerfahrung konnten wir uns hier in angenehmer Atmosphäre stärken und etwas erholen. Anschließend besuchten wir das Naturkundemuseum von Daschogus. Bei einer Führung erhielten wir interessante Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt Turkmenistans sowie in die Besonderheiten dieser Region. Dabei wurde uns einmal mehr bewusst, wie vielfältig die Landschaften zwischen Wüste, Oasen und Gebirgen tatsächlich sind!
Danach wartete bereits der nächste historische Höhepunkt auf uns: die Ruinen von Yzmyksir Galasy. Zwischen den Überresten der alten Anlage konnten wir uns auf die Spuren vergangener Zeiten begeben. Wieder einmal begegneten wir jener faszinierenden Verbindung von Wüstenlandschaft, alten Kulturen und den Handelswegen der Seidenstraße, die unsere Reise bisher geprägt hatte!
Am späten Nachmittag hieß es dann erneut Koffer und Gepäck verstauen. Wir fuhren zum Flughafen von Daschogus und flogen weiter nach Aschchabad, der Hauptstadt Turkmenistans. Als wir am Abend in der Stadt ankamen, wartete noch eine besondere Überraschung auf uns: Aschchabad präsentierte sich bei abendlicher Beleuchtung von seiner spektakulären Seite. Die hell erleuchteten, weißen Gebäude, monumentalen Plätze und breiten Straßen wirkten fast unwirklich. Nach den historischen Oasenstädten Usbekistans waren wir nun in einer völlig anderen Welt angekommen! An diesem Tag hatten wir nicht einfach nur eine Grenze überquert. Wir waren in ein neues Kapitel unserer Seidenstraßenreise eingetaucht – und Turkmenistan machte schon bei unserer ersten Begegnung deutlich, dass es uns noch mit vielen ungewöhnlichen Eindrücken überraschen würde!
17. Tag Samstag, 05.09.2026 – Tagesausflug nach Mary – Merw: auf den Spuren einer vergessenen Weltstadt
Nach dem Frühstück in unserem Hotel machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Mary. Vor uns lag ein Ausflug zu einem der faszinierendsten historischen Orte Turkmenistans: dem antiken Merw! Am Nachmittag erreichten wir die weitläufige Ruinenlandschaft. Kaum vorstellbar, dass hier einst eine der bedeutendsten Städte Zentralasiens lag. Merw gehörte über Jahrhunderte zu den großen Zentren der Seidenstraße und zählte zeitweise – neben Bagdad, Kairo und Damaskus – zu den bedeutendsten Städten der islamischen Welt! Heute herrscht hier eine fast unwirkliche Stille, und gerade diese Stille machte den Besuch so eindrucksvoll.
Bei unserem Rundgang entdeckten wir zahlreiche Zeugnisse dieser vergangenen Welt. Wir besichtigten die Siedlung Erk Kala, die mächtige Festung Gyaur Kala, das imposante Mausoleum von Sultan Sanjar sowie die kleine und große Festung Gyz Kala. Zwischen den gewaltigen Lehmmauern konnten wir erahnen, welche Größe und Bedeutung Merw einst besessen hatte. Die Ruinen gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und erzählen auf eindrucksvolle Weise von einer Zeit, in der hier Händler, Gelehrte und Reisende aus unterschiedlichsten Regionen zusammentrafen! Nach so vielen historischen Eindrücken ging es zurück nach Mary. Im Restaurant Aladdin legten wir noch eine kleine, aber ausgesprochen angenehme Stärkungspause ein. Bei Kaffee und leckeren Torten konnten wir uns entspannen, bevor unser nächstes Abenteuer bereits bevorstand. Bevor wir am Abend zurück nach Aschchabad flogen, besuchten wir noch die russisch-orthodoxe Kirche von Mary. Das Gotteshaus bildete einen interessanten Kontrast zu den islamisch geprägten Ruinen von Merw und zeigte uns einmal mehr die kulturelle Vielfalt, die Turkmenistan geprägt hat.
Zurück in Aschchabad erwartete uns schließlich ein besonders leckeres Abendessen im Grill-Restaurant Chaichana im usbekischen Freizeitpark. Der Ort wurde für uns zu einem schönen Symbol der Völkerfreundschaft: verschiedene Kulturen, unterschiedliche Traditionen – und doch saßen wir alle gemeinsam an einem Tisch! Merw hatte uns an diesem Tag gezeigt, wie vergänglich selbst die größten Städte sein können. Was bleibt, sind die Geschichten, die Mauern erzählen – und die Menschen, mit denen man sie gemeinsam entdeckt!
18. Tag Sonntag, 06.09.2026 – Stadtbesichtigung Aschchabad – Ausgrabungsstätten von Nisa – Akhalteke–Pferde
Nach dem Frühstück in unserem Hotel begann unser letzter großer Entdeckungstag in Turkmenistan mit einem Besuch im Pferdestal. Dort begegneten wir einem ganz besonderen Nationalstolz des turkmenischen Volkes: den berühmten Achal-Tekkiner-Pferden! Mit ihrem eleganten Körperbau, dem glänzenden Fell und ihrer außergewöhnlichen Ausstrahlung gelten sie als eine der faszinierendsten Pferderassen der Welt. Die Turkmenen sind seit Jahrhunderten eng mit diesen Pferden verbunden und pflegen ihre Zuchttradition mit großer Leidenschaft. Doch nicht nur die Pferde begeisterten uns. Wir durften auch die Alabai-Hunde kennenlernen, eine traditionsreiche turkmenische Hunderasse. Kraftvoll, selbstbewusst und beeindruckend groß, passten sie perfekt zu unserem Bild von den stolzen Tieren Zentralasiens!
Anschließend führte uns unser Weg zur Seyit-Jemaleddin-Moschee bei Anau. Sie gehört zu den wenigen erhaltenen Denkmälern aus der Timuridenzeit auf dem Gebiet des heutigen Turkmenistan. Die historische Anlage erinnerte uns daran, wie eng die Geschichte dieser Region mit den großen Reichen und Herrscherdynastien Zentralasiens verbunden war. Ganz besonders schön wurde unser Besuch durch einen Einblick in das heutige Leben der Turkmenen. In einer Begegnungsstätte trafen sich Menschen am Wochenende zum gemeinsamen Kochen und Essen! Kaum waren wir angekommen, wurden wir herzlich eingeladen! So konnten auch wir einige landestypische Spezialitäten probieren. Wieder einmal zeigte sich, dass Gastfreundschaft keine Frage der Sprache ist – ein Lächeln, ein gemeinsamer Teller und ein neugieriger Blick reichen oft schon aus, um miteinander ins Gespräch zu kommen!
Danach ging es weiter nach Nisa, der ehemaligen Hauptstadt des Partherreiches. Zwischen den weitläufigen Ausgrabungen konnten wir auf den Spuren einer mehr als 2.000 Jahre alten Geschichte wandeln. Die historische Stätte gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und machte eindrucksvoll sichtbar, wie viele Kulturen und Reiche in dieser Region ihre Spuren hinterlassen haben.
Anschließend besuchten wir die monumentale Türkmenbaşy-Ruhy-Moschee, bevor uns noch Zeit für einen letzten Einkaufsbummel auf dem Russischen Basar in Aschchabad blieb. Im traditionsreichen Gulistan-Russkiy fanden wir modernes Kunsthandwerk, Silberschmuck, Teppiche und Produkte aus Kamelwolle. Für manche von uns war dies die letzte Gelegenheit, noch ein schönes Andenken oder ein kleines Geschenk für die Daheimgebliebenen zu finden :-)
Danach erwartete uns noch das faszinierende Naturkundemuseum, durch dessen Ausstellung wir bei einer Führung viele interessante Einblicke erhielten. Anschließend erkundeten wir gemeinsam mit Elena, unserer örtlichen Reiseleiterin, noch einmal Aschchabad im Rahmen einer Stadtrundfahrt. Die Stadt liegt am Fuß des Kopet-Dag-Gebirges, eingebettet in eine fruchtbare Oase am Rand der Karakum-Wüste. Breite Straßen, monumentale Gebäude und strahlend weiße Fassaden prägten das ungewöhnliche Stadtbild.
Nach dieser abwechslungsreichen Stadtrundfahrt wurde es langsam Zeit für den Abschied. In einem lokalen Restaurant gegenüber unserem Hotel trafen wir uns zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen. Bei gutem Essen ließen wir die vielen Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren und verabschiedeten uns herzlich von Elena. Wir bedankten uns bei ihr für ihre Begleitung und wünschten ihr für die Zukunft alles Gute!
Doch damit war unser gemeinsamer Abend noch nicht vorbei. Später trafen wir uns noch einmal auf der Dachterrasse unseres Hotels. Über den Dächern von Aschchabad ließen wir den Blick schweifen und stießen gemeinsam auf unsere große Reise durch Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Turkmenistan an! Vier Länder, unzählige Begegnungen, gewaltige Landschaften, alte Städte, überraschende Erlebnisse und viele gemeinsame Geschichten lagen hinter uns.
Morgen würden wir wieder nach Deutschland fliegen. Aber eine Reise wie diese endet nicht einfach mit dem Rückflug – ein Teil von ihr reist immer mit uns nach Hause: in unseren Erinnerungen, in unseren Geschichten und vielleicht auch in einem kleinen Stück Seidenstraße, das wir im Herzen mitgenommen hatten!
19. Tag Montag, 07.09.2026 – Heimreise
Noch früh am Morgen hieß es Abschied nehmen von Aschchabad. Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Wochen verstauten wir unsere Koffer und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Ein letztes Mal zogen die ungewöhnlichen Konturen der turkmenischen Hauptstadt an uns vorbei, bevor wir endgültig Abschied von Zentralasien nahmen.
Mit einem Zwischenstopp in Istanbul ging es schließlich weiter Richtung Deutschland. Am Nachmittag landeten wir wieder in der Heimat – im Gepäck neben Kleidung und dem einen oder anderen Souvenir vor allem etwas viel Wertvolleres: unzählige Bilder, Geschichten und gemeinsame Erinnerungen!
Eine solche Reise endet nicht wirklich am Flughafen: die Kilometer verschwinden von der Landkarte – die Erinnerungen bleiben! Und vielleicht wird der eine oder andere von uns irgendwann wieder Sehnsucht nach den Weiten Zentralasiens, den alten Karawanenwegen und dem Zauber der Seidenstraße bekommen! Unsere Reise war zu Ende – das Abenteuer aber bleibt :-)
Von Herzen möchte ich Euch Danke sagen – für Euer Vertrauen, Eure Offenheit, Euren Humor und für die vielen schönen gemeinsamen Momente auf unserer Reise durch Zentralasien! Mit nur sieben Gästen waren wir eine kleine, fast schon familiäre Reisegruppe. Gerade diese besondere Atmosphäre, die vielen Gespräche, das gemeinsame Lachen und die gegenseitige Unterstützung haben unsere Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht! Vier Länder, tausende Kilometer und unzählige Erlebnisse – aber vor allem sieben Menschen, die diese Reise gemeinsam zu ihrer eigenen Geschichte gemacht haben! Bleibt gesund, neugierig und reiselustig – und vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja eines Tages wieder!
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