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Namibia, Botswana & Simbabwe auf einen Streich!

Reisebericht: 11.04. – 24.04.2026

Lassen Sie mich mit einem Zitat von Ernest Hemingway beginnen: „Ich kann mich an keinen Morgen in Afrika erinnern, an dem ich aufgewacht bin und nicht glücklich war.“

Annett Müller

Ein Reisebericht von
Annett Müller

Namibia - Bootsfahrt auf dem Okavango – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia - Bootsfahrt auf dem Okavango – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia - Bootsfahrt auf dem Okavango – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia - Pirschfahrt im Mahango Nationalpark - Wasserwaran – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia - Pirschfahrt im Mahango Nationalpark - Letschwe – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia - Pirschfahrt im Buffalo Park - Lernstunde für ihre 6 Cubs – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia unterwegs - Besuch im Mafwe Village – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Namibia - Namushasha River Lodge - Verdauungsspaziergang am Mittag – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Botswana - Pirschfahrt im Chobe Nationalpark am Morgen - Chobe River voller Wasser – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Botswana - Bootsfahrt auf dem Chobe River - Kudu – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Botswana - Bootsfahrt auf dem Chobe River - Hippo Alarm – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL)

Flug nach Windhoek in Namibia

Auf nach Namibia - wir kommen! Am Abend trafen sich die Mehrzahl der Reisegäste mit Reisebegleiterin Annett auf dem Flughafen Frankfurt/Main. Am späteren Abend startete der Flug mit Lufthansa in den nächtlichen Himmel, zunächst nach Johannesburg. Zwei weitere Gäste starteten in Zürich (Schweiz).

Ankunft in Windhoek (Namibia)

Am Morgen landeten wir zunächst In Johannesburg (Südafrika). Das Gepäck wurde schon bis Windhoek durchgecheckt, also liefen nur mit "leichtem Gepäck" via Transit zur Passkontrolle. Nach einem erneuten Sicherheitscheck erreichten wir das Gate zum Weiterflug mit Airlink nach Namibia, der pünktlich abhob. Es war ein sehr angenehmer Flug nach Namibia. In Windhoek (mittags) angekommen, erfolgte die Einreisekontrolle (mit den bereits erstellten und bezahlten online Visa durch Eberhardt TRAVEL). Nach ca. 45 min Schlange stehen, hatten dann alle Gäste das multiple Visa in ihre Pässe gestempelt bekommen. Auch alle Koffer waren da! Am Ausgang erwartete uns schon, ein für mich bekanntes Gesicht: James, unser Chauffeur für den heutigen Transfer zum Hotel nach Windhoek. Am Flughafen wurde bereits Geld getauscht oder Geld am Automaten abgehoben. Etwas gedulden mußten wir uns noch, bevor wir unsere Schweizer Gäste begrüßen konnten. Komplett fuhren wir auf der nagelneuen Verbindungsstraße vom Flughafen ins Zentrum von Windhoek. Der Flughafen liegt etwas außerhalb der Stadt, bis Windhoek ca. 45 min Fahrt. Unterwegs bestaunten wir die Landschaft mit den Auas- und Khomasbergen. Durch die gute Regenzeit war es überall wunderbar grün und auch nicht allzu heiß. Das Hotel Avani befindet sich mitten in der City, direkt an der ehemaligen Kaiserstraße. Die Zimmer waren fertig und eine erfrischende Dusche war nach der langen Fluganreise fällig. Da heute Sonntag war, ging im Zentrum von Windhoek alles geruhsam zu, fast alle Shops und auch der hiesige Supermarkt schloßen zum frühen Nachmittag.
Am frühen Abend lernten wir dann unseren örtlichen DriverGuide Tutu (oder besser Tütüt) kennen. Mit ihm fuhren wir in eine nahegelegenes Restaurant, wo wir a la carte zu Abend speisten. An diesem Abend überraschte uns Inka von unserer Agentur in Namibia.
Als passenden Abschluss des ersten Abends spendierte EHT einen Amarula. Mit vollen Bäuchen und gut gelaunt fielen wir später in unsere Betten und träumten von den kommenden Abenteuren....

Mount Etjo mit erster Pirschfahrt

Ein gutes Frühstück ist ein Muß für den Beginn des Tages! Der Tag versprach Sonnenschein und angenehme Temperaturen um die 25 ° C. Auf einer kleinen City Tour lernten wir die namibische Hauptstadt etwas näher kennen. Windhoek, die windige Ecke war früher Stammesgebiet der Nama und später Verwaltungssitz der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Heute präsentiert sich Windhoek modern. Neben großen Einkaufszentren, noblen Grundstücken und neu entstandenen Wohngebieten gehört der Vorort Katutura (der Ort, an dem wir nicht leben wollen/entstanden als abgegrenztes Wohngebiet in der Apartheid) dazu. An der bekannten Christuskirche (die leider geschlossen war) stiegen wir aus. Um die Christuskirche, eines der Wahrzeichen von Windhoek, unternahmen wir einen kleinen Spaziergang. Auf dem Hügel daneben thront die Statue des ersten Präsidenten von Namibia, dahinter protzt die "Kaffeemaschine" (National Museum). Daneben die Alte Feste, die von der Deutschen Schutztruppe als Festung errichtet wurde, war in den letzten Jahren sehr verkommen. Doch jetzt wird gebaut, ein Informationszentrum mit Craft Market soll entstehen. Gegenüber der Kirche, hinter einem schönen Parlamentsgarten sahen wir den Tintenpalast (heute Teil des Parlaments). Der Name Tintenpalast ist eine kleine Anspielung auf die Bürokratie vergangener Zeiten, denn damals verbrauchten die Schreiberlinge viel, viel Tinte. Vor dem Tintenpalast stehen Statuen von wichtigen Persönlichkeiten Namibias wie Hosea Kutako. Nach ihm ist auch der Internationale Flughafen benannt. Vorbei am Hotel Thüringer Hof fuhren wir noch zum Alten Bahnhof: kein Zug, nur alte, stillgelegte Loks, auch die Schalterhalle war verwaist - Erinnerung an alte Zeiten..... Eindeutig neue Zeiten: der Prunkbau der Swapo mit dem goldenen Sam auf dem Dach...
Auf der mehrspurigen Autobahn B1 verließen wir später zügig Windhoek in Richtung Norden. Straßen immer schön gerade aus.... In Okahandja pausierten wir im hübschen Cafe und deckten uns mit lekker Biltong und Droerwors ein.
Vorbei an den PoPo Bergen (Omatako), Schnellvisite an einem riesigen Termitenhügel und endlich ein Kurve! Wir durften links in privates Farmgebiet abbiegen. Unsere erste Sandpiste auf dieser Reise führte uns ins private Wildschutzgebiet Okonjati, zur Mount Etjo Safari Lodge., wo zugleich Giraffen zur Begrüßung standen. In der Lodge angekommen, waren unsere Zimmer schon fertig und es tröpfelte ein wenig. In der gemütlichen Lounge gab es Kaffee & selbstgebackene Kuchen. Gleich darauf stand die erste Safari auf dem Programm. Verteilt auf 2 neue Jeeps mit Gottfried und Kaianne pirschten wir durch das riesige, landschaftlich sehr schöne Schutzgebiet (ca. 37.000 Hektar). Impalas, Wasserböcke, Springböcke, Zebras, Kuhantilopen, Weißschwanzgnus, Kudus und gleich drei scheue Klippspringer, die man äußerst selten entdecken kann. Nach Leopardenschildkröte, Giraffen- und Elefantenfamilie spazierten Breitmaulnashörner (mit Horn) gemütlich an uns vorbei. WOW, was für ein Auftakt! In der herannahenden Dämmerung faszinierte uns der Himmel mit einem dramatischen Wolkenspiel. Wir suchten uns ein weitgehend tierfreies Örtchen und dem ersten, entspannten Sundowner stand nichts mehr im Wege! Zurück in der Lodge erwartete uns ein lekker Abendessen in der Lapa. Auf dem Grill lagen Kudu, Elandwürste, Impala und erfreuten unsere Gaumen. Zu später Stunde folgte noch eine spannende Ausfahrt ins Löwen Revier. Bereits zu Beginn der Reise hatten wir zwei der Big 5 eingesammelt.

Via Otjiwarango zum Etosha Nationalpark – optionale Pirschfahrt

Am Mount Etjo war der Morgen etwas frisch und Wolken verhangen. In der Nacht hatte es geregnet. Das änderte sich aber schnell. Gut gelaunt fuhren wir zunächst nach Otjiwarongo. In Herero Sprache bedeutet der Name „Platz der fetten Rinder". Hier gibt es viel Wasser (Quellen) und somit gute Weidefläche = gutes Futter für die Rinder, also zahlreiche Rinderfarmen. Im hiesigen Supermarkt deckten wir uns mit notwendigen Kleinigkeiten für die weitere Reise ein. Bereits am späteren Mittag konnten wir unsere komfortablen Studios in der luxuriösen Mokuti Lodge beziehen, die vor ca. 2 Jahren komplett renoviert wurde. Unsere Zimmer ließen keine Wünsche offen, selbst die Minibar war prall gefüllt. In der weitläufigen Gartenanlage, rund um den großzügigen Poolbereich entdeckten wir Leberwurstbäume, putzige Zebra-Mangusten und Blessböcke grasten auf der Wiese. Die Lodge befindet sich unmittelbar am Lindequist Gate, dem östlichen Eingangstor zum Etosha Nationalpark. Den Nachmittag nutzen fast alle Gäste für eine Safari im Etosha Nationalpark. Obwohl ausgebucht, wurde für Reisebegleiterin Annett doch noch ein Plätzchen im offenen Jeep gefunden. Wir waren ready für die Weiten des Etosha Nationalpark, der durch den vielen Regen saftig grün war. Ihre Aufwartung machten: Streifengnus, Giraffen und...... eine Gepardin! Die Gepardin pirschte durch die grünen Büsche auf der Suche nach ihrem Abendessen. Geparden sind die schnellsten Landsäuger, Sitzengeschwindigkeit bis 110 km/h. Als tagaktive Jäger können sie dieses Tempo nur kurze Zeit halten, sind also keine Langstreckenläufer. Sie müssen sich bis max. 100 m an ihre Beute heran schleichen, um erfolgreich zu sein. Heia Safari! Was für ein Glück, einen Geparden aus nächster Nähe in Aktion zu sehen. Viele bunte Gabelracken flatterten von Busch zu Busch, waren aber nicht die perfekten Fotomodelle für uns. Wir fuhren an den Rand der Etosha Pfanne, die in diesem Jahr üppig mit Gras bewachsen war. Dort entdeckten wir unser Fotomodell: eine einsame, junge Löwin! Perfekt vor einem Termintenhügel platziert, stillte sie ihren Durst aus einer Pfütze - keine 2 m von unserem Jeep entfernt - wir hörten ihr Schlürfen. Unser Ranger erzählte uns, dass es ungewöhnlich ist, eine Löwin ohne Rudel oder Cubs zu sehen. Wahrscheinlich hatte die Junglöwin ihren Nachwuchs verloren und trauerte nun an dieser Stelle. Später stolzierte ein stattlicher Kudubock durch den Busch, voran sein Harem mit Jungtier. Zebras auf der Piste = Zebrastreifen und Kuschelstunde = Sozialpflege. Auf der Haupt Pad dann reger Verkehr: eine Giraffenherde überquerte die Pad. Zum Abschluss gab es noch eine große Elefantenherde mit Babyfanten, gefolgt von einem Bullen. Beim Abendessen saßen wir gemütlch auf der Terrasse und schlemmten vom vielfältigen Buffet.

Pirschfahrt im Etosha – Weiterreise nach Tsumeb

Gut gestärkt vom reichlichen Frühstücksbuffet, Koffer waren verladen, ging es ca. 7:30 Uhrgemeinsam im Reisefahrzeug auf Safari in den Etosha Nationalpark. Wir pirschten durch den östlichen Teil mit Fotostopps an den, manchmal verwaisten Wasserlöchern. Die unendliche Weite und die farbenprächtige Landschaft begeisterte uns: blauer Himmel mit weißen Wölkchen, weißer Boden mit grünem Gras und Büschen. Mal nah, manchmal fern erspähten wir Streifengnus, Schabrackenschakal, Impalas & Springböcke, Oryxe und auch unsere, vom Vortag bekannte Löwendame, die sich unter einem schattigen Baum ausruhte. Wir truckten um die Fisher`s Pan, ein Ausläufer der großen Etosha Pfanne rund um Namutoni. Dieser Teil der Pfanne ist auch in der Trockenzeit meist mit Wasser gefüllt. Durch die permanente Feuchtigkeit wachsen hier sogar Palmen. Einzelne Palmen hielten aber der Kraft von Elefanten nicht stand. Das Wasser zieht natürlich Tiere an. Wir sahen hunderte von Pelikanen und ein Breitmaulnashorn, dass von der Wasserbar vor unserem Fahrzeug gerade wieder in den dichten Busch spazierte. Die von uns später angesteuerten Wasserlöcher waren nun besser besucht: Zebras, Streifengnus, Springböcke, Impalas und Giraffen. Auch ein Marabu, der den trinkenden Giraffen zuschaute. Unsere Mittagspause verbrachten wir im Camp Namutoni, bevor wir am Nachmittag den Park verließen. Bis zu unserer nächsten Unterkunft in Tsumeb waren es noch ca. 110 km Teerstraße. An einer Kreuzung ging es links nach Sachsenheim - nein, da wollten wir nicht hin, also nach rechts. Auf der weiteren Fahrt unterzogen sich viele Reisegäste einer Augenpflege. Unser Ziel war das alte Minen Hotel in der Bergbaustadt Tsumeb. Früher gab es hier viele Kupferminen, heute ist die Stadt sehr grün und wird auch als Gartenstadt bezeichnet. Schnell bezogen wir unsere Zimmer und Pool Time war angesagt. Zum gemeinsamen Abendessen nahmen wir auf der Garten-Terrasse Platz und wurden mit guter Hausmannskost bewirtet. Anschließend wurde in der urigen Bar mit gefiebert: Viertelfinale Champions League Bayern München vs Real Madrid, welches die Bayern mit 4:3 für sich entschieden.

Via Rundu zum Okavango – Bootsfahrt

An diesem Tag stand die längste Distanz auf dem Programm, ca. 530 Kilometer bis zur nächsten Lodge. Via Grootfontein überquerten wir bei Murani die sogenannte "rote Linie" wie man die Kontrollstellen (Veterinärzäune) in Namibia, Botswana und Simbabwe nennt, die zum Schutz vor Tierseuchen und Wilderei dienen. Nach relativ eintöniger Strecke erreichten wir das quirlige Rundu, wo wir eine kurze Pause machten. Rundu ist das Verwaltungszentrum der Region Kavango-Ost = entsprechend viele Menschen, viel Verkehr. In Rundu sahen wir den ersten großen Fluss: den Okavango, der die natürliche Landesgrenze zu Angola bildet. Je weiter wir fuhren, desto afrikanischer wurde es um uns herum. Vorbei an zahlreichen kleinen Dörfern und Siedlungen, wo die Menschen meist noch in traditionellen Rundhütten leben. Die Bewohner betreiben Viehzucht (Rinder/Ziegen). Da es keinen ÖPNV gibt müssen sie meist lange Strecken zurücklegen, um zur Schule zu gehen oder Besorgungen in größeren Ortschaften zu machen. Innerhalb weniger Jahre weichen immer mehr Lehm-Rundhütten komfortableren Steinhäusern, auch der traditionelle Ochsenkarren wird durch Autos ersetzt. In der Kavango Region leben nicht nur viele Menschen, es ist auch wesentlich grüner, die Bäume größer. Dieses Gebiet ist Schwemmland und wird, wenn der Okavango mal über die Ufer tritt, geflutet. Das Land ist, wie auch in der Sambesi Region kommunales Land (kein privates Land) und wird von Dorf Chiefs verwaltet. Untewegs Vollbremsung von Tutu und zurück, er hatte seinen Koffer vergessen? Haha - Nein, er hatte eine "fast" tote Schlange auf der Straße entdeckt, eine Puffotter! Am Nachmittag erreichten wir unser neues Zuhause für die nächsten zwei Nächte: die authentische Ndhovu Safari Lodge, direkt am Ufer des mächtigen Okavangos. Ralf, der Inhaber begrüßte uns wie immer persönlich. Die urigen Safari-Zelte sind im letzten Jahr renoviert wurden. Von der privaten Veranda oder der herrlichen Terrasse der Lodge konnten wir die Lebensader Okavango und das gegenüberliegende Ufer des Buffalo Parks beobachten. Ab und zu hörte man Hippos genüsslich schnaufen. Am späteren Nachmittag ging es auf den Okavango. Mit Kapitän Silvester schipperten wir entspannt auf dem Okavango entlang, der in diesem Jahr mächtig viel Wasser führte. Wir genossen die wunderbare Landschaft, das satte Grün entspannt vom Wasser aus. Im Wasser, an Land und in der Luft begegneten uns Hippos, grasende Pumbas (Warzenschweine), Wasserböcke, verschiedene Antilopen & Co sowie viel Gefiedertes: Schlangenhalsvogel; Klaffschnabel, ein schwarz-weißer King Fisher (Eisvogel) und bunter Senegal Kingfisher - ein Krokodil sahen wir leider nicht, die Strömung war zu stark und das Gras am Ufer zu hoch. Am Abend wurde uns ein leckeres Menü auf stilvollen extravaganten Geschirr von einem Künstler aus Simbabwe serviert. Begleitet Löwengebrüll, dem Grunzen der Hippos und anderen Buschgeräuschen schliefen wir ein.

Pirschfahrten im Mahango Game Reserve & in der Buffalo Core Area

Nachts und in den ganz frühen Morgenstunden waren Hippos auf dem Lodgegelände unterwegs, zwischen den Zelt Nr. 3-4! Die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzelten unsere Nasen. Unser Frühstück nahmen wir auf der sonnigen Terrasse ein. Eigentlich war heute ein freier Vormittag, doch wir hatten keine Lust auf Faulenzen, sondern auf Abenteuer! Gut gestärkt fuhren wir ein kurzes Stück zum Mahango Park, einem Teil des Bwabwata Nationalparks, der sich am gegenüberliegenden Ufer des Okavango befindet. Wir passierten das Tor und sahen auf den halbfeuchten Ebenen die ersten Tiere: viele Zebras, Warzenschweine, Impalas, Wasserbock Sporengänse, Reiher und natürlich Hippos - später Wasserwarane, endlich Krokodile, Letschwe Antilopen, Paviane, Gabelracke, Strauße und und und....... Die große Geier-Versammlung konnten wir nur aus der Ferne beobachten. Und natürlich begeisterte uns auch hier diese einzigartige Landschaft, die so viel Ruhe und Friedlichkeit ausstrahlt. Das Wetter passte sowieso (wenn Engel reisen). Am Ufer des Okavangos (gut einsehbar) gönnten wir uns zum Abschluss einen Amarula - ein Prosit auf diesen wunderbaren Ausflug! Die Mittagszeit verbrachten wir in unserer schönen Lodge, jeder auf seine Weise.
Am Nachmittag ging es für fast alle Gäste noch einmal auf Pirsch, diesmal in den gegenüberliegenden Buffalo Park. Zunächst setzten wir dem Boot von der Lodge auf das andere Ufer über und bestiegen dort die Jeeps. Heia Safari, los ging es durch den Park, der ein Teil des riesigen Bwabwata Nationalparks ist. Wir bekamen wieder einiges vor unsere Linsen: Impalas (mit dem McDonald`s Zeichen am Hintern), scheue Buschböcke, Rappenantilopen, Meerkatzen (velvet monkeys), Wasserböcke (die mit der Klobrille am Hintern), eine aufmerksame Kudu Familie und so manches Federvieh..... Doch das Highlight der Pirschfahrt: Löwen, die wir schon nachts brüllen hörten! Versteckt unterm Busch entdeckte unser Ranger unterm Busch die erste Löwin. Er erzählte uns, dass diese Nachwuchs hat (sahen wir nicht). Die Löwen Mama hatte einen einsamen Impalabock (Bachelor) im Visier und schlich sich langsam an ihn heran. Das ganze Schauspiel konnten wir aus nächster Nähe beobachten. Der Impalabock roch jedoch Lunte, verschwand im dichten Busch und die Löwin gab ihren Jagd-Plan auf. Unsere Rangers umkreisten danach das Gebiet, wo sie die Löwen vermuteten. Eine süsse Warzenschwein Familie watschelte vor unserem Jeep her, nichts ahnend, dass sie später um ein Familiemitglied trauern musste. Das Teenie Pumba lag später auf der Piste, R.I.P. So traurig es ist, aber das ist die Natur. Unser Ranger erzählte, dass es von einer Löwen Mama gecatcht und über die Pad gezogen wurde (das erkannte er an den Schleifspuren im Sand). Wahrscheinlich holte die Löwin jetzt ihren Nachwuchs aus dem Versteck. Mit unseren Jeeps checkten wir die nahe Umgebung und kehrten an die Stelle zurück. Und tatsächlich! Mama Löwe lag schnaufend unterm Busch und war sichtlich erleichtert, endlich mal Ruhe zu haben. Ihre 6 Cubs tummelten sich auf dem toten Teenie Pumba, welches Mama von der Pad in die verkehrsberuhigte Zone gelegt hatte. Die Löwen Babies, die noch gestillt wurden, waren jetzt in einem Alter, dass sie an Fleisch gewöhnt werden müssen. Lautlos genossen wir das entzückende, tolpatschige, spielerische Treiben der kleinen Rasselbande, Kinder eben! Auch konnten wir die unterschiedlichen Charakter der Kleinen bereits erkennen: vom Muttersöhnchen bis zum unerschrockenen Rebell war alles dabei! Einfach nur herrlich und Danke an meine Reisegruppe! So, so nah habe ich Löwenbabies auf meinen bisherigen Reisen noch nie gesehen - einfach Wahnsinn - diese Momente werde ich nicht vergessen. Papa Löwe, der König der Tiere war nicht zu sehen, sicher brauchte er seine Ruhe. Für seinen Fortbestand hatte er reichlich gesorgt.
Mit einem netten Abendessen inklusive Gesangseinlage verabschiedeten wir den ereignisreichen Tag. Und das ein oder andere außergewöhnliche Tafelgeschirr wurde als Erinnerung käuflich erworben.

Vom Okavango zum Kwando mit Besuch bei den Mafwe

Nach dem Frühstück mussten wir diesen besonderen Ort verlassen, aber wir freuten uns auf weitere Abenteuer. Über den Okavango, auf schnurgerader Teerstraße fuhren wir alsdann von der Kavango- in die Sambesi-Region. Rechts und links wieder viele Dörfer. Lustige Verkehrsschilder warnten vor Elefanten, die hier regelmäßig durchstapfen (Migrationsgebiet/alte Wanderrouten der Elefanten). Gesehen hatten wir in dieser Elefanten reichen Region bisher noch keine. Nach der diesjährigen, fantastischen Regenzeit gab es überall Wasser und zu fressen. Da mussten sich die grauen Riesen nicht unbedingt auf den langen Weg zum Okavango machen, sondern blieben in den Wäldern. Die Transitstrecke führt mitten durch den Bwabwata Nationalpark (ca. 6.100 km²), der ein ein Kernstück der grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) ist, an dem sich 5 fünf afrikanische Länder für Tierschutz einsetzen. Mensch und Tier leben hier zusammen. Am Straßenrand waren Viehhirten mit ihren Nguni Rinderherden unterwegs (je größer, desto reicher). Tutu mit seinen scharfen Augen rettete ein Chamäleon von der Straße. Bei Kongola erreichten wir nun den Kwando. Unweit der Ortschaft befindet sich das Kultur-Dorf der Mafwe People, welches wir besuchten. Die Village Chefin empfing uns lächelnd und barbusig. Es ist ein Show-Dorf, die Menschen leben heute moderner. Es ist aber wichtig, deren Traditionen zu erhalten und an die nächsten Generationen weiterzugeben, die auch heute teilweise noch so gelebt werden. Jagen, Fallen stellen, Schmiedearbeiten und Flechtkunst aus ganz natürlichen Material, easy öko - Rituale und Trommelwirbel, Musik, Tanz und Gesang! Klar, dass wir mitmachten, obwohl es heute heißer als bisher war. Am frühen Nachmittag wurden wir auf der Namushasha River Lodge am Kwando empfangen, wieder ein besonderer Ort. Von den exklusiven und komfortabel eingerichteten Chalets waren wir überrascht. Am frühen Abend erwartete die Eberhardt-Reisegruppe noch eine Überraschung. Mit Tutu fuhren wir ein kurzes Stück in die nahe Umgebung. Zur blauen Stunde öffnete Tutu seine mobile Bar für uns = perfekte Sundwoner Time mit atemberaubenden Wolkenspiel und Doppelregenbogen in der untergehenden Sonne. Nach dem Abendessen vom Buffet freuten wir uns auf unsere Himmelbetten.

Entspannter Tag am Kwando

Am frühen Morgen weckte uns das laute Geschrei der Hagedasch Ibisse. In der Nacht hatte es ein wenig geregnet. Der Vormittag stand zur freien Verfügung. Dennoch hatten sich viele Gäste für eine optionale Pirschfahrt (ca. 3,5 h) im Bwabwata Nationalpark entschieden. Via Bootstransfer setzten sie von der Lodge auf`s "Festland" des Bwabwata Parks über und stiegen dort in Jeeps um. Leider war der Himmel heute bewölkt, also nix mit Sonnenbaden am Pool in der Freizeit. Am späten Mittag unternahmen einige einen kleinen Verdauungsspaziergang auf dem Trampelpfad am Ufer des Kwando bis zum Camp Site. Neugierig beäugten uns dabei Hippos aus dem Wasser.
Am Nachmittag schipperten wir mit dem Boot auf dem Kwando-River, der hier einem Delta ähnelt. Der Himmel zog sich kurze Zeit später zu und es begann zu regnen. Es war zwar nass, aber Umkehren war keine Option. Wir schipperten gemächlich daher und genossen einfach, auch bei Regen. Eine herrliche Landschaft aus Schilf und Papyrus mit vereinzelt blühenden Wasserlilien säumten die Wasserwege. Wasserlilien spielen eine wichtige Rolle bei den hiesigen Einwohnern, Vor allen werden sie als Deko und Schmuck bei Festlichkeiten genutzt wie zum Beispiel bei Hochzeiten. In den lehmigen Uferwänden hatten die bunten Bienenfresser ihre Nester und schwirrten umher. Ein Graufischer auf der Jagd war erfolgreich, versteckt im Schilf kleine Krokodile, eine Sitatunga Antilope (Wasserkudu). Unser Bootsführer fuhr immer sehr vorsichtig, denn überall konnten Flusspferde unerwartet auftauchen. Durch das regnerische, trübe Wetter war die Sicht etwas schwierig. Und dann plötzlich - der ersehnte Hippo Roadblock in der Biegung des Kwandos. Wir beobachteten die Truppe aus sicherer Entfernung oder die Hippos uns? Die Hippo Familie fühlte sich im Regen sichtlich wohl, aktiv tummelten sich im Wasser und rissen ihre Mäuler weit auf, um das frische Regenwasser aufzuschnappen. Der magische Sonnenuntergang von gestern fiel heute leider aus, aber unsere Sundowner Getränke mit kleinen Snacks schmeckten auch bei Regenwetter.

Von Namibia nach Botswana

Heute verließen wir den Kwando, der wie der Okavango in Angola entspringt und später in den Sambesi fließt. Am Unterlauf (an der Grenze zu Botswana) wird der Fluss dann Linyanti und später Chobe genannt - also drei Namen für einen Fluss. Wenn der mächtige Sambesi zu viel Wasser führt, ändert er seine Richtung und fließt wieder zurück. Nach vielen Schlaglöchern erreichten wir Katima Mulilo, wo wir eine Mittagspause machten, um unsere restlichen Nambia-Dollar auszugeben, für einen kleinen Arztbesuch und auch beim Handy Doc, denn Annetts Handy hatte den Geist aufgegeben. Danach fuhren wir zur Grenze. Die namibischen Behörden hatten sich wieder was Neues einfallen lassen bzw. Altes belebt. Neuerdings muß wieder ein Ausreiseformular ausfüllt werden, um den Ausreisestempel zu erhalten. Das war seit der Einführung der kostenpflichtigen Visa eigentlich abgeschafft wurden, Bürokratie pur. Über die Ngoma Bridge, die über den Chobe führt, fuhren wir nach Botswana. Der Chobe ist meistens nur ein Rinnsal, auf deren trockenen Flächen Rinder weideten, doch diesmal flächenmäßig voll mit Wasser gefüllt. Einige Lodges in der Umgebung waren deshalb nur mit dem Boot erreichbar oder geschlossen. Vor dem Grenzhäuschen mussten wir unsere Schuhe (auch ein zweites Paar) auf der Seuchenmatte desinfizieren, auch der Bus durchfuhr die Desi-Grube. Einreisestempel in den Pass und schwupps waren wir in Botswana. Vorher betrachteten wir noch die riesigen Baobabs (Affenbrotbäume). Via Transitstraße ging es dann zügig durch den Chobe Nationalpark zu unserer Lodge in Kasane. Nachdem wir unsere Zimmer in der Chobe Bush Lodge, ein Teil des Chobe Lodge Resorts bezogen waren, hatten wir Freizeit. Einige probierten den Pool, andere das lokale Bier und beobachteten die Paviane-Herde, die sich auf dem Weg zu ihren Schlafplätzchen über das Lodge Gelände frasen oder eine schnelle Peep Show präsentierten. Auf dem Lodge Gelände gibt es einige Hauskatzen (richtige Katzen). Tutu sagte uns, dass das bewusst gewollt ist. Hauskatzen fangen also nicht nur Mäuse, sondern auch Schlangen. Hauskatzen sind schnell, ihre Reaktionszeit doppelt so schnell wie die der Schlangen. Schon der Geruch der Katzen lässt Schlangen das Weiter suchen.
Das Abendessen wurde uns im Restaurant der Chobe Bush Lodge serviert. Nach unserem eigenem Geschmack konnten wir Starter, Main und Dessert a la carte auswählen. Der Service war freundlich und das Essen schmeckte fast allen. Ein Gast mußte leider länger auf sein gewähltes Steak warten, dass dann leider nicht perfekt war. Ok, das kann passieren, sollte es aber nicht. Als Entschuldigung gab es Getränke auf`s Haus und das Angebot für einen anderen Hauptgang. Da andere Gäste an diesem Abend ein Jubiläum feierten, kam auch unsere Eberhardt Gruppe in den Genuss einer bunten Tanz- und Gesangseinlage von weiblichen Lozis, einem Stamm der Bantu-Völker, der in der Zambezi Region zu Hause ist. Die voluminösen, bunten Röcke wurden mit rhythmischen Hüftbewegung schwungvoll in Szene gesetzt, die einen Pfau symbolisieren. Der Pfau spielt in der Tradition der Lozi ein besondere Rolle. Natürlich gab es auch einige mutige Tänzer unter den Eberhardt Gästen, ohne bauschigen Rock.

Ein tierreicher Tag im Chobe Nationalpark

An diesem Tag hieß es früh aufstehen. Im Morgengrauen trafen wir uns an der Rezeption und schlürften Kaffee und Tee. 6 Uhr ging es dann verteilt auf zwei Jeeps (nur für Eberhardt) zur morgendlichen Safari in den Chobe-Nationalpark. Wir waren gespannt. Noch etwas eingemummelt, denn morgens war es frisch, noch frischer der Fahrtwind bis zum Eingang zum Nationalpark. Wieder eine ganz andere Landschaft am Chobe, wir erlebten wie die Sonne aufging. Da der Chobe auch extrem viel Wasser führte, war die "Uferpromenade" am Chobe für Fahrzeuge nicht erreichbar, also ab in den Busch auf Katzenjagd. Unterwegs sahen wir seltene Hornraben und Rappenantilopen sowie wieder riesige Pavianherden. Zu dieser Jahreszeit ist der grüne Park ein einziges Schlaraffenland für sie. Dadurch vermehren sie sich zahlreich. Natürlich haben dann Leoparden wieder reichlich Auswahl, denn Paviane gehört zur leichten Lieblingsbeute von Leoparden. Auf dem Rückweg weitere Sichtigungen: Impalas, Parlamentshühner (Perlhuhn), Kudus, Riesentrappe, Marabu. Ca. 9:30 Uhr waren wir zurück und frühstückten ausgiebig im Riverside Restaurant vom reichhaltigen Buffet. Dazu genossen wir auch ein Gläschen Bubbles. Die Mittagszeit verbrachte jeder auf seine Weise.
Am Nachmittag stand eine Bootsfahrt auf dem Chobe auf dem Programm. Mit unserem Boot mit Aussichtsdeck (nur für unsere Eberhardt Gruppe) schipperten wir los. An Bord wurden wir freundlich vom Kapitän, seiner Barfrau und seinem Praktikanten begrüßt. Magische Farben begleiteten uns: blauer Himmel, weiße Wölkchen, türkisblauer Fluss, gelbroter Sand und saftiges, sattes Grün. Zugleich steuerte unser Kapitän das Boot ganz nah ans Ufer, wo sich eine Elefanten Familie mit Babyfanten zum Trinken einfand und sich danach wieder in den dichten Busch verzog bzw. zum Shopping nach Kasane wie unser Kapitän schmunzelnd bemerkte. WOW, wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Mit viel Gefühl und dem richtigen Instinkt manövrierte der Kapitän das Boot über den Fluss: Kudubock mit Madenhacker als Sozius in trauter Herrenrunde mit einem Impalabock, ein kleines Schwälbchen am Ufer, ein schwimmendes Riesenkrokodil, Crocs an Land, zwei alte Hippos beim Baden und Revier verteidigen, Kudu Familie und dann wieder eine Elefanten Mami mit ihrem Nachwuchs zum Greifen nah! Mama Elefant zeigte ihren Kindern wie eine Salatschleuder (Gras rupfen und Sand abwaschen) funktioniert, die kleinen machten es nach. Der jüngste Spross passte noch unter Mamas Bauch und fühlte sich nahe der privaten Milchbar sichtlich behütet. Zusammen mit einer anderen Elefantenkuh zogen sie von dannen. Auf einen hohen Baum beobachtete ein Schreiseeadler (Fish Eagle) das Geschehen. Nun steuerte unser Kapitän das Boot genau dorthin, wo eine Hippo Herde im Wasser auf uns wartete. Freudig lachend wurden wir von denen begrüßt. Immer wieder das richtige Timing. Es folgten noch weitere Elefanten Familien mit Babyfanten grasend oder trinkend am Wasser, direkt vor uns! Wir wussten meist gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Die kleinen, meist tolpatschigen Elis waren zu süß, immer in Obhut der stets wachsamen Mamas und Tanten. Lustig anzuschauen war auch das Krokodil mit seiner eigenen Snackbar am sandigen Ufer des Chobe: Einfach nur liegen bleiben, warten und Schwups ein kleiner Snack kam angerollt. Die Pillendreher Käfer waren eifrig am Arbeiten (Kugeln drehen), manche schafften leider die Anhöhe nicht und kullerten wieder hinab, zur Freude des Krokodils. Bevor wir wieder zurück schipperten, noch eine riesige, muntere Hippo Herde, die uns mit ihrem Gehabe beeindrucken wollte (was natürlich auch gelang). Im Hintergrund noch mals viele Elefanten, die ebenfalls auf das Foto wollten. Wir waren einfach nur fasziniert! Mit Rotwein und anderen geistreichen Getränken stießen wir auf diese Cruise an - einfach magische Momente, besonders mit der untergehenden Sonne im Hintergrund. Zum Abendessen bedienten wir uns am opulenten, köstlichen Buffet im Riverside Restaurant. Für jeden Geschmack war etwas dabei, einfach lekker. Ein faszinierender Tag neigte sich dem Ende.

Von Botswana zu den Victoria Wasserfällen in Simbabwe

Die Sonne strahlte und wir frühstückten entspannt im Riverside Restaurant mit einem letzten Blick auf dem Chobe. Nun hieß es Abschied nehmen von Botswana und wir fuhren zur Grenze bei Kazungula. Die Ausreiseformalitäten Botswana waren schnell erledigt. Bei der Einreise Simbabwe ging es auch relativ zügig: Visa-Aufkleber in unsere Pässe, kurz und schmerzlos;-). Eberhardt TRAVEL hatte die kostenpflichtigen Visa für alle Reisegäste bereits vor Reisebeginn online erstellt und bezahlt. Via Transit fuhren wir durch den Nationalpark nach Victoria Falls. Unterwegs natürlich wieder Elefanten.... Nur ca. 90 km trennen Kasane und Vic Falls. Als Erstes fuhren wir zum Heliport, denn viele Reisegästen wollten in die Lüfte abheben. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Tutu die optionalen Heli-Flüge über die Wasserfälle organisiert. Nicht ganz preiswert, aber ein einzigartiges Erlebnis bei Traumwetter. Nachdem die gewaltigen Wasserfälle aus der Luft bestaunt worden, war es nun Zeit für die Besichtigung der Victoria Wasserfälle. Am Eingang zu den Victoria Wasserfällen erledigte Tutu den obligatorischen Papierkram. Während er auf unseren Bus auspasste, besichtigten wir die berühmten und spektakulären Wasserfälle bei bestem Wetter, aber mit Unmengen von Wasser! Beim Spaziergang zu den verschiedenen Aussichtspunkten der Fälle fand jeder sein persönliches Fotomotiv. Point 12 bis 14 war die Gicht enorm, dass einige richtig nass wurden. Dennoch war es nicht mehr ganz so extrem, wie noch Ende März 2026. Einfach Wahnsinn und spektakulär, welche Wassermaßen in diesem Jahr hinunter stürzten. Mächtig gewaltig! Ich bin jedes Jahr an den Fällen, aber so wie dieses Jahr habe ich es noch nie erlebt. 4.090 m³ pro Sekunde, 2025 waren es nur 2.900 m³/s in der Zeit und die Jahre zuvor sehr wenig, so um die 1.200 m³/s. Bevor wir zu unserer letzten Unterkunft fuhren, stoppte Tutu für uns noch am berühmten Livingstone Baobab, wo wir uns einen Amarula genehmigten. Danach checkten wir in der A Zambezi Lodge ein, direkt am Ufer des Sambesi. Einige Gäste mussten diesmal etwas länger auf Ihre Zimmer warten als üblich. Nach kurzer Freizeit wurden wir zur nahen Bootsanlegestelle transferiert, ganze 400 m von unserer Lodge entfernt! Ja, Sicherheit geht vor, denn es gibt viele Krokodile, Elefanten und Flusspferde laufen manchmal durch die Gegend, weil alles zaunlos. Dieses Hinweis sollte jeder ernst nehmen und nicht abteuerlustig allein durch die Büsche am Ufer stapfen! Unsere letzte Bootsfahrt der Reise begann. Wir schipperten gemütlich auf dem mächtigen Sambesi entlang. Mit netten Gesprächen, geistreichen Getränken und kleinen Snaks läuteten wir den letzten Abend unserer Reise ein. Wie gesagt, enorm viel Wasser! Die sonst sichtbaren Inseln waren nicht auszumachen. Tiere sahen wir weniger, dafür aber noch einmal einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Noch war der Abend nicht zu Ende! Als besondere Überraschung fuhren wir ein Stück auswärts, zum Victoria Falls Resort. Dort wurden wir zur Boma Dinner Show erwartet. Passend wurden wir in bunte Chitenge (Sarong) gekleidet und von traditionellen Tänzern begrüßt. Nach der Handwasch-Zeremonie nahmen wir an unserer Tafel Platz. Auf der Vorspeisenplatte war Krokodilschwanz zu finden, was natürlich propbiert werden mußte. Abschießend lockte das reichhaltige BBQ Buffet rund ums Feuer mit lokalen Köstlichkeiten. Mutige snackten einen Mopane Wurm, unsere Abenteuerlust wurde zertifiziert! Neben dem köstlichen Essen fühlten wir uns bestens unterhalten: mitreißende Tänze und energiegeladene Trommelklänge - Wir machten natürlich mit und bewiesen dabei rhythmisches Talent. Zum emotionalen Abschluss ein persönlichesPrivatkonzert von einem wunderbaren A-cappella-Chor an unserem Tisch. Ein perfekter Abschlussabend, der unsere Sinne mit Aromen, lokaler Küche, traditioneller Kultur und Klängen Afrikas verwöhnte = ein besonderes Erlebnis. An diesem Abend verabschiedeten wir uns von unserem liebgewonnen TUTU, der uns von Windhoek bis hier her sicher chauffiert hat, mit vielen Geschichten und Informationen über Land und Leute versorgte und mit seiner sympathischen, persönlichen Art unsere Reise zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat. Wir sagten herzlich auf Wiesersehen und wünschten Tutu alsias Tütüt eine sichere Rückreise nach Windhoek am nächsten Tag, leider allein und ohne uns.
Zu später Stunde verabredeten wir uns zum letzten Absacker am Pool. Unsere Runde war allerdings überschaubar, denn einige Gäste waren verhindert, grins. Der Ausgang war blockiert! 3 Hippos grasten schmatzend auf der Weise vor deren Zimmertüren und liesen sich viel Zeit.
Das ist Afrika - Gute Nacht!

Auf Wiedersehen – Rückflug

Nach einem Langschläfer-Frühstück wurden wir per Transfer zum Flughafen Vic Falls gebracht. Vorher verabschiedeten wir unsere Schweizer Gäste, die später via Johannesburg zurück flogen. Der Check In mit Sicherheitskontrolle lief problemlos und am Mittag flogen wir mit Airlink zunächst nach Windhoek in Namibia, wieder ein angenehmer Flug. In Windhoek hatten wir eine längere Umsteigezeit. Die über 5 h wollten wir nicht im kleinen Transitbereich verbringen. Fast alle Gäste mit Annett unterzogen sich der längeren bürokratischen Prozedur (etwas sinnfreien), um den Transitbereich verlassen zu können. Unser Gepäck war bis Deutschland durchgecheckt. Trotz unserer multiplen Visa (bis 11.07.26 gültig), die eine mehrfache Ein- und Ausreise erlaubten, mussten wir uns wieder in die Einreiseschlange einreihen und erneut Papier ausfüllen, konnten aber nach 1 h frische Luft schnappen. Die Wartezeit verbrachten wir auf der Terrasse des Cafes am Windhoeker Airport. GottseiDank mußten wir bei "Ausreise" keine Formulare ausfüllen, nur Sicherheits- und Passkontrolle. Am Abend startete dann Discover Maschine zum Direktflug nach München.

zurück in Deutschland

Am frühen Morgen landeten wir in München, aber ohne Kaffee. Leider gab es keine Heßgetränke an Bord, da die Maschine mit nicht genügend Frischwasser aufgetankt war? Welch ein Glück, dass Wasschräume und Toiletten während des Fluges nutzbar waren. In München verabschiedten wir uns herzlich. Gäste, die noch Anschlussflüge hatten mußten einen kleinen Morgen-Marathon zu ihren Gates laufen, einmal quer durch den Flughafen, hoch und runter inklusive Airtrain. Die Flüge wurde aber geschafft. Alle Gäste sind wohlbehalten und mit Gepäck in ihren Heimatorten angekommen.


Zum Schluss noch ein Zitat von der Schriftstellerin Karen Brixen, deren Lebensgeschichte die Vorlage für meinen Lieblingsfilm Jenseits für von Afrika mit Meryl lieferte: „Es gibt etwas bei einer Safari, das dich alle Sorgen vergessen lässt und dir das Gefühl gibt, du hättest eine halbe Flasche Champagner getrunken – ein Gefühl, das dich überschäumt vor tiefempfundener Dankbarkeit am Leben…“


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