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Rundreise Aserbaidschan

Reisebericht: 21.04. – 30.04.2026

Der Staat im Kaukasus, dessen Hauptstadt Baku am Kaspischen Meer liegt, ist reich an Öl und Erdgas. Wir wollen dieses recht unbekannte Ziel entdecken ...

Simone Willner

Ein Reisebericht von
Simone Willner

Weiterflugankündigung in Istanbul – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Die Matroschka erinnert an die russische Periode von Azerbaijan – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Flug über Anatolien – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Schlammvulkane – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Blick über die Landschaft bei Qobustan – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Im Museum der Felsbilder von Qobustan – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Wir sehen die Felsbilder im Museum – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Die ersten Felszeichnungen von Qobustan – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Stier Felsbild – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Moscheeeingang  – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) Wir werden gefragt, woher wir kommen, Bibi Heybat Moschee  – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL) In der Altstadt von Baku unterwegs – © Simone Willner (Eberhardt TRAVEL)

Ankunft in der Hauptstadt Baku

Am Morgen trifft sich Simone, die Reisebegleiterin, mit acht Gästen am Leipziger Flughafen. Bei unserem Zwischenstop in Istanbul treffen wir mit den zwei Gästen zusammen, die aus München angereist sind. Wir schauen uns neugierig auf dem riesigen Flughafen um, sehen, wie der türkische Mokka traditionell in heißem Sand mit kleinen Kännchen zubereitet wird, bestaunen Türme aus Baiser und Baklava. Viel Zeit haben wir gar nicht, wenig später fliegen wir bereits weiter ans Kaspische Meer und landen am Abend in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Aygün empfängt uns, blitzschnell und reibungslos haben wir unsere Koffer abgeholt und die Paßkontrolle hinter uns gebracht. Uns empfängt eine hochmoderne, hell beleuchtete Stadt, deren Gebäude uns an die russische Architektur der 1920er Jahre und die futuristischen Bauten der Emirate erinnern. Im Hotel angekommen, werden wir herzlich begrüßt und einige wagen noch einen Spaziergang durch die Umgebung.

Uns begegnen alle sehr freundlich und wir werden neugierig gefragt, woher wir kommen. im Laden neben unserem Hotel türmen sich Trockenobst, Tee und Nüsse, sehr schön drapiert. Die Straßen sind blitzsauber, die glitzernden Einkaufsmeilen könnten ebensogut in London oder Paris. Unser erster Eindruck macht sehr viel Lust auf mehr ...

Baku mit Altstadt, Gobustan Nationalpark mit Felsbildern und Schlammvulkane

Am heutigen Morgen stößt unser Gast hinzu, der mitten in der Nacht aus Frankfurt angereist ist und unsere kleine Gruppe ist nun mit elf Gästen bereit für das Abenteuer Baku.

Unser erstes Ausflugsziel ist der Qobustan Nationalpark, der etwa eine Autostunde südwestlich von Baku entfernt liegt. Die Schlammvulkane, die wir uns zuerst anschauen, sind weltweit einzigartig und zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Rund die Hälfte aller auf der Welt existierenden Schlammkegel befindet sich hier in dieser bizarren, mondähnlichen Landschaft, wo statt Lava zähflüssiger Schlamm aus kleinen Kratern blubbert. Bevor solch eine Blase nach oben steigt, rumort es in den kleinen Kegeln und klingt für uns wie Seufzer oder Schnarchen.

Im unweit entfernt gelegenen Petroglyphen Museum machen wir eine Zeitreise in die Steinzeit. Hier hat man mehr als 6.000 prähistorische Felsgravuren gefunden, die Jagdszenen, Tiere, rituelle Tänze und den Alltag der Menschen vor über 12.000 Jahren zeigen. Im Museum informieren wir uns vorher über die Entstehungszeit und die Hintergründe der einzelnen Felsbilder und laufen dann im steinigen Gelände an den Wänden entlang und entdecken die Felszeichnungen.

Die Mittagszeit verbringen wir in der Bibi Heybat Moschee am Stadtrand von Baku. Die ursprüngliche Moschee stammte aus dem 13. Jahrhundert. Leider wurde sie während der Zeit des militanten Atheismus unter der sowjetischen Besatzung 1936 zerstört. 1990 baute man die nach der Schwester des achten schiitischen Imams benannte Moschee wieder auf und 1997 weihte Heydar Aliyev, der damalige Präsident Azerbaijans sie feierlich ein. Das Moscheeinnere beherbergt das Grab der Heiligen Hökima Chanum, einer Tochter des siebenten schiitischen Imams Musa al-Kazim. Obendrein befinden sich hier die Ruhestätten seiner Enkelin und zwei seiner Enkel.

In der Iceri Sehar, der Altstadt Bakus schauen wir uns am späten Nachmittag die historische Stadtmauer an. Durch die mächtigen Eingangstore betreten wir diesen Teil der Stadt, in dessen Zentrum auf der Spitze eines Hügels der Palast der Schirwanschahs, ein mittelalterlicher Palastkomplex liegt. Das wohl berühmteste Gebäude hier ist der sogenannte Jungfrauenturm, der zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert erbaut wurde. Daneben sehen wir verschiedene Medresen, Karawansereien und den Hadschi-Gaib-Hammam aus der Safawidenzeit. Dazwischen erblicken wir immer wieder sehr schick anzusehende Gebäude reicher Ölbarone aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Fassaden ein wenig an Pariser Chic erinnern. Dahinter ragt förmlich die Moderne heraus, die beiden Flame Towers von Baku, die mit ihren modernen Glasfassaden eher an Gebäude aus den Emiraten erinnern, scheinen von der Altstadt aus betrachtet, so gar nicht ins Bild zu passen.

Am Abend kehren wir in einem kleinen Altstadtrestaurant ein, lassen uns frischen Salat mit Granatapfelsauce, Linsensuppe, Grillspießchen und schwarzen Tee schmecken. Einige Gäste probieren lokales Bier und einheimischen Wein und beides schmeckt prima.

Nach diesem Tag voller Eindrücke kehren wir müde und mit vielen Fotos ins Hotel zurück und wollen uns nun erstmal ausschlafen, bevor wir uns morgen dem modernen Teil von Baku widmen werden ...

Feuertempel und Feuerberge auf der Halbinsel Apscheron am Kaspischen Meer

Weiterreise in den Kaukasus: Shamakhi und Lahisch

Lahisch, Kunsthandwerk und Wein, Gabala und Shekhi

Khanspalast und Karawansereien in Shekhi, Ausflug nach Kish

Weiterreise durch das Kuratal, deutsche Siedlung Goygol, Ganja

Ganja, Granatäpfel in Göytchay, Rückreise nach Baku

Baku mit Teppichmuseum, Abschlußabendessen mit aserbaidschanischen Spezialitäten

Heimflug über Istanbul


Bildergalerie zur Reise


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