Rundreise durch Rumänien und Bulgarien!
Reisebericht: 25.05. – 05.06.2026
Wir sind auf den Spuren Draculas unterwegs und in der Walachei - aber in der echten! Von den Karpaten bis zum Schwazen Meer erleben wir faszinierende Landschaften und architektonische Juwelen.
Ein Reisebericht von
Martina Wegener
Mo. 25.5. Ankunft in Rumänien
Aus ganz Deutschland kommen unsere Gäste heute morgen in Frankfurt am Flughafen zusammen, wir treffen uns am Gate nach Bukarest. Einige Gäste sind schon direkt nach Bukarest geflogen und von unserem netten, örtlichen Reiseleiter Teodor in Empfang genommen worden. Um 13.30 Uhr sind auch wir mit den Koffern draußen und los geht es mit dem komfortablen Reisebus zu einer ersten Stadtrundfahrt. Teodor legt gleich los mit vielen Daten und Fakten zur Geschichte von Bukarest und benennt alle Gebäude. Kein Wunder, er ist hier geboren und aufgewachsen! Um 16.30 Uhr checken wir dann ins Hotel ein und ruhen uns vor dem Abendessen noch etwas aus. Beim Abendessen im Hotelrestaurant erwartet uns eine Überraschung: Teodor spendiert für alle ein Glas Weißwein aus eigenem Anbau von seinem kleinen Weinberg! Es ist ein sehr leckerer Moscatel. Nach dem 3 Gänge Menü unternimmt Teodor mit uns einen Stadtspaziergang bei angenehmer Sommerbrise. Anschließend setzen sich einige Gäste noch zusammen auf einen Absacker. So endet der erste Tag mit zufriedenen Gästen, die schon dabei sind, sich kennenzulernen...
Di. 26.5. Graf Dracula erwartet uns!
Das Frühstück im Hotel lässt keine Wünsche offen und wir starten gutgelaunt in den Tag. Zunächst geht es in die Berge nach Sinaia, wo wir am Schloss Peles aussteigen und eine schöne Wanderung entlang des Schlosses zum Kloster Sinaia machen. In der Klosteranlage schauen wir uns die Kirche und die Kapelle an, welche uns mit ihren Deckenmalerei Motiven fasziniert. Der Bus holt uns vor dem Kloster ab und weiter geht es nach Bran. Nach einer Mittagspause wandern wir hoch zum Dracula Schloss und erkunden alle Räumlichkeiten in dem Schloss. Das Schloss ist gedrängt voll mit Touristen und einige Gänge sind sehr eng - für Menschen mit Platzangst eine echte Herausforderung! Die Architektur des Schlosses ist trotz allem sehr interessant. Anschließend fahren wir in die beschauliche Stadt Brasov, wo Teodor mit uns einen Stadtrundgang unternimmt und uns die schwarze Kirche zeigt. Einige Gäste kommen mit mir auf den schönen Marktplatz, der von historischen Häusern umgeben ist und wir genießen ein kaltes Getränk. Die anderen gehen mit Teodor noch weiter durch die Stadt. Um 17 Uhr treffen wir uns alle wieder, gehen zum Bus und fahren müde aber glücklich zum Hotel in Predeal. Wir bringen die Koffer aufs Zimmer, machen uns ein wenig frisch und schon gibt es Abendessen mit Livemusik als Untermalung. Nach dem 3 Gänge Menü sitzen wir noch kurz auf der Terrasse, wo die Sonne gerade untergeht. Der erste erlebnisreiche Tourtag hat allen Gästen sehr gut gefallen!
Mi. 27.5. Wir erkunden heute ausgiebig Sighisoara und Biertan!
Nach dem Frühstück verlassen wir Predeal und fahren nach Sighisoara (Schäßburg). Auf der dreistündigen Fahrt machen wir eine Pause an einer Tankstelle. Unterwegs kommen wir gelegentlich an Schäfern mit ihrer Herde und den Hütehunden vorbei. In vielen Orten gibt es Störche auf ihren Nestern zu sehen. In Sighisoara machen wir mit Teodor einen Stadtspaziergang und dann geht es in das Geburtshaus von Dracula, welches ein echtes Gruselkabinett ist! Anschließend steigen wir die lange Treppe zur Bergkirche hinauf, von wo wir eine schöne Aussicht auf die Stadt haben. In der Kirche gibt Teodor uns die wichtigsten Informationen und über den alten Friedhof geht es wieder in den Ort runter. Nun haben wir zwei Stunden Zeit, in eines der zahlreichen Restaurants einzukehren und die alten Häuser in den Gassen zu bewundern. Einige Gäste kommen mit mir in das Restaurant im Dracula Haus, wo wir auf der Terrasse gemütlich sitzen und eine Kleinigkeit essen. Auf dem Markt trifft sich die Gruppe um 14.15 Uhr wieder und mit dem Bus geht es weiter nach Biertan. Dort erwartet uns wieder eine lange Treppe, da unser Ziel die Kirchenburg ist. Ein Kirchenführer erklärt uns den Ort und die Historie. Anschließend geht es nach Sibiu, wo wir gegen 17.30 Uhr im Hotel ankommen. Leider sind einige Zimmer noch nicht bezugsfertig, als Entschädigung gibt es ein Getränk aufs Haus und wir vertreiben uns die Wartezeit in der Lobby mit netten Gesprächen. Bei einem leckeren Buffet lassen wir den Abend entspannt ausklingen!
Do. 28.5. Entspannung in Sibiu und traditionelles Abendessen.
Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet starten wir entspannt mit Teodor zu einem Stadtspaziergang durch Sibiu (Hermannstadt). Wir kommen an wundervollen historischen Gebäuden vorbei, die teilweise noch restauriert werden müssen oder schon restauriert sind, wie die Universität von Sibiu. Wir bestaunen den großen Platz "Piaza Mare" und den kleinen "Piaza Mica". Wir schauen uns die katholische, evangelische und die orthodoxe Kirche von innen an und Teodor gibt uns unermüdlich über unsere Audiogeräte die entsprechenden Informationen. Dann wandern wir über die Lügenbrücke und landen auf dem Bauernmarkt, wo wir eine Pause machen und die meisten Gäste Ćevapčići probieren, auf Empfehlung von Teodor. Dann gehen wir mit Teodor auf einem anderen Weg wieder zur Piaza Mare und die Gruppe verteilt sich in der Stadt. Einige Gäste kommen mit mir einen Cappuccino trinken. Nun kann jeder entscheiden, ob er/sie weiter die Stadt erkunden möchte oder im Hotel ein wenig ausruhen. Um 18 Uhr treffen wir uns alle wieder in der Hotellobby und fahren mit unserem Bus nach Sibiel. Das Bergdorf ist bekannt für gute traditionelle Gerichte und wir kehren bei einer Familie auf einem Bauernhof ein. Empfangen werden wir mit Brot, Salz und Schnaps. Dann gibt es verschiedene Vorspeisen, gefolgt von einer Gemüsesuppe. Als Hauptspeise kommen Kohlrouladen und Sauerkraut auf den Tisch. Dazu gibt es einen Hauswein. Mit Kirschkuchen beenden wir dieses leckere Abendessen und nachdem wir uns überschwänglich bedankt haben, steigen wir alle glücklich in den Bus und fahren bei Sonnenuntergang in unser Hotel zurück. Was für ein weiterer fantastischer Reisetag!
Fr. 29.5. Lange Busfahrt und ein Kloster in Renovierung.
Wir starten entspannt nach dem Frühstück Richtung Kloster Cozia. Die Kirche wird gerade umfassend saniert in den nächsten zwei Jahren und ist komplett mit Planen verdeckt. Einige Nebengebäude können wir dennoch besichtigen, welche durch bunte Wandmalereien bestechen. Anschließend geht es entlang des breiten Flusses "Alt" weiter Richtung Craiova und wir lassen die Karpaten hinter uns. Bei dem nächsten Toilettenstop hätten wir gerne etwas gegessen, aber in dem Restaurant gibt es leider nichts. Also fahren wir bis nach Craiova. Die meisten gehen wie geplant mit Teodor in das Kunstmuseum, eine kleine Gruppe hungriger Gäste kommt mit mir zu einem Italiener in der Fußgängerzone, wo wir sehr gemütlich draußen mit Springbrunnen um uns herum eine Kleinigkeit essen. Dann treffen wir wieder auf Teodors Gruppe und starten einen Stadtrundgang. Bevor wir im Hotel einchecken, machen wir noch eine kurze Pause in einem Café, wo es Eis und Kuchen gibt. Im Hotel beziehen wir unsere Zimmer und 18.30 Uhr treffen wir uns zum Abendessen. Nach einem kleinen Missverständnis wegen Sprachschwierigkeiten, dass angeblich keine Getränke außer Wasser zur Verfügung stehen und es auch keine Bar gibt, gab es am Ende doch noch kaltes Bier... Der heutige Tag war nicht so spektakulär wie die vorherigen Tage, da wir viel im Bus saßen, aber nett war es trotzdem.
Sa. 30.5. Über die Donau nach Bulgarien!
Nach dem Frühstück starten wir direkt Richtung Grenze nach Bulgarien. Wir überqueren die Donau und unser erster Ausflug geht zur Festung Baba Vida. Wir kraxeln überall herum und schauen durch jede Zinne, bis wir alles gesehen haben. Weiter geht es zu den eindrucksvollen Felsen und der Festung Belogradchik. Dort gibt es viele Stufen zu erklimmen, aber die Aussicht ist sensationell und die Felsenformationen geben hervorragende Fotomotive ab! Es folgt eine längere Busfahrt bis Sofia durch bewaldete Berge. Auf halber Strecke machen wir einen Stop in Berkowiza und ich spendiere im Namen von Eberhardt für alle ein leckeres Törtchen. In Sofia angekommen, unternehmen wir mit Teodor einen Stadtrundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. An der Alexander-Newski-Kathedrale ist der Bär los: diverse Abiturfeier-gesellschaften sammeln sich rund um die Kathedrale und es gibt ein Sportfest mit lauter Musik. Im Inneren der Kathedrale ist es etwas ruhiger und wir bewundern die Wand- und Deckenmalereien. Dann geht es entlang diverser interessanter Gebäude noch zur Georgsrotunde und zur Banya-Baschi-Moschee, wo Ionutz uns mit dem Bus erwartet. Im Hotel checken wir zügig ein, bringen nur die Koffer aufs Zimmer, dann wird auch schon das Abendessen im 19. Stock mit toller Aussicht serviert. Weil heute Halbzeit unserer Reise ist, trifft sich ein Teil der Gruppe anschließend noch an der Hotelbar und wir lassen den Abend mit netten Gesprächen und leckeren Getränken ausklingen.
So. 31.5. Rila Kloster und Schmalspurbahn.
Heute heißt es früh aufstehen, damit wir alles zeitlich schaffen. Um 6.30 Uhr bekommen wir vom Hotel alle ein Frühstückspaket ausgehändigt verlassen Sofia. Nach einer Weile stoppen wir an einer Tankstelle, wo es Kaffee und Picknicktische gibt. Weiter geht es zum Kloster Rila, als wir die Anlage betreten, sagen alle "wow" und stehen staunend da. In dem gleichen Moment fängt der orthodoxe Gottesdienst an und wir hören wundervolle mystische Gesänge. In der Kirche selbst ist fotografieren verboten, aber wir machen viele Aufnahmen von der Anlage mit den Bergen im Hintergrund. Nach 40 Minuten fahren wir weiter Richtung Septemvri, die Fahrt dauert drei Stunden und unterwegs machen wir Pause an einer Tankstelle, wo wir uns mit Getränken und Snacks eindecken, für die Fahrt mit der Schmalspurbahn. Wir kommen pünktlich am Bahnhof an und haben ein Abteil für uns. Die dreistündige Fahrt führt entlang schroffer Felsformationen, Wäldern und Wiesen und an jedem kleinen Bahnhof wird kurz gestoppt. Wir genießen diese kurzweilige Reise und in Cherna Mesta wartet schon Ionutz mit dem Bus auf uns und weiter geht es nach Plovdiv ins Hotel. Nach dem Check in gibt es auch schon Abendessen und wir lassen den Abend entspannt ausklingen.
Mo. 1.6. Plovdiv, Rosen und ein Freilichtmuseum.
Wir starten den Tag mit einem Stadtrundgang in Plovdiv. Die Koffer werden schon in den Bus verladen und Ionutz lässt Teodor und uns alle im Stadtzentrum raus. Wir schauen uns das Amphitheater, das römische Odeon, die Kirche Heiliger Konstantin und andere interessante Gebäude an und haben anschließend noch etwas Zeit, über die Fußgängerzone zu bummeln. Dann geht es zügig weiter nach Kazanlak, wo wir uns das Rosenmuseum anschauen und eine Mittagspause machen. Anschließend ist das etnografische Freilichtmuseum Etara in der Nähe von Gabrovo unser Ziel. Wir schauen uns die historischen Gebäude an, in denen diverse alte Handwerke gezeigt werden. Wir wandern eine Stunde durch die liebevoll gestaltete Anlage hindurch und fahren dann ins Hotel. Von den Zimmern und dem Abendessen und der Aussicht auf die Berge sind wir alle begeistert. In der Bar lassen wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen.
Di. 2.6. Eine faszinierende Kirche und der erste Regentag.
Mit einem leckeren Frühstück starten wir in den Tag, müssen dann aber dieses tolle Hotel schon wieder verlassen. Einige Gäste wären hier gerne noch länger geblieben. Aber es warten ja noch weitere spannende Ziele auf uns! Zunächst geht es ins kleine Dorf Arbanassi, wo wir eine interessante Führung in der Kirche Christi Geburt bekommen. Wir sind alle beeindruckt von den kunstvoll gemalten Motiven im Inneren der Kirche. Nach einer kurzen Kaffeepause im Dorf geht es weiter nach Veliko Tarnovo. Dort angekommen, besichtigen wir zunächst die Festung Tsaravets, der Weg hoch und runter ist teilweise steil und es gibt glatte Steine oder lockere Wegplatten. Wir kommen aber alle wieder heil unten an. Dann will Teodor einen Stadtrundgang mit uns machen, aber kurz nach dem Start fängt es das erste Mal zu regnen an, seit wir auf Reisen sind. Der Regen wird immer heftiger auch mit Blitz und Donner, deshalb verbringen wir die meiste Zeit in zwei Gruppen in einem Café oder Restaurant. Man kann es nicht ändern, bisher hatten wir ja viel Glück mit dem Wetter. Im Regen geht es dann auch weiter zur Schwarzmeerküste. Da es ausser einem trüben Himmel nicht viel zu sehen gibt, macht ein Teil der Gäste ein Nickerchen im Bus. Gegen 18 Uhr checken wir in unser Hotel am Goldstrand ein und um 19 Uhr genießen wir ein vielfältiges Buffet "all inclusive". Es ist eine große Hotelanlage, das Restaurant ist voll und laut aber die Party am Pool geht zum Glück nur bis 22 Uhr. Dann ist es so still, das man fast die Wellen am Strand hören kann...
Mi. 3.6. Tag zur freien Gestaltung am Schwarzen Meer.
Heute steht der Tag zur freien Verfügung, man kann an den Strand gehen, am Pool bleiben oder eine Massage bekommen. Teodor hat eigentlich frei, aber er möchte uns einen Bonus-Ausflug anbieten und hat den Busfahrer überredet, mit uns für einen halben Tag nach Varna zu fahren. Um 10 Uhr geht es los, bis auf 3 Ehepaare, die lieber den Strand genießen wollen, kommen alle mit. In Varna zeigt Teodor uns zunächst die Kathedrale, dann geht er mit einigen zum Stadthafen, einige gehen ins archäologische Museum, einige bummeln durch die Innenstadt und ich gehe ins Retromuseum. Um 12.30 Uhr treffen wir uns alle wieder am Bus und fahren zurück ins Hotel, wo wir Mittag essen. Dann haben einige Gäste eine Massage gebucht, andere gehen an den Strand und abends gibt es wieder Buffet. Mit Teodor und Ionutz spielen wir anschließend noch einige Runden Billard und haben viel Spaß dabei. So geht ein entspannter Tag zu Ende.
Do. 4.6. Konstanza und Folklore in Bukarest.
Entlang der Schwarzmeerküste geht es nach Konstanza, wo wir einen Stadtrundgang unternehmen. Zunächst besuchen wir das etnografische Museum, dann schauen wir in die (obligatorische) orthodoxe Kathedrale, gehen an der Moschee und dem Casino am Meer vorbei und dann zum Hafen, wo wir in verschiedenen Restaurants verteilt zu Mittag essen. Anschließend geht es nach Bukarest zurück, wo unsere Reise gestartet ist. Im Hotel machen wir uns rasch frisch und dann geht es in ein Restaurant, wo es typische rumänische Speisen gibt und Folkloremusik live und Tanzvorführungen. Das war unser letzter Abend dieser wundervollen Reise! Einige Gäste verabschieden sich schon von den anderen, da sie morgen früher abgeholt werden zum Flughafen.
Fr. 5.6. Die Reise ist zu Ende!
Die meisten Gäste treffen sich um 9 Uhr mit Teodor, der als super-Bonus noch eine Stadtführung anbietet - er hat die Gruppe wirklich ins Herz geschlossen!
Ich nutze die Zeit, um diesen Reisebericht abzuschließen und um 12 Uhr trifft sich der Großteil der Gruppe in der Lobby und wir checken aus. Um 14 Uhr werden wir von einem Transfer Bus zum Flughafen gebracht und fliegen gemeinsam nach Frankfurt. Die Düsseldorfer sind schon unterwegs und die Wiener folgen etwas später.
Schon ist diese unvergessliche Reise zu Ende! Ich glaube, alle haben Rumänien und Bulgarien lieben und schätzen gelernt und reisen vielleicht noch einmal hin. Es gibt noch soviel mehr zu entdecken hier!
Was für eine harmonische und stets gut gelaunte Gruppe! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, eure Reisebegleiterin zu sein und ich hoffe, euch irgendwann auf einer anderen Eberhardt-Reise wiederzusehen! Alles Gute wünscht euch eure Martina.
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