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Reisebericht: Rundreise Costa Rica - vom Pazifik zum Atlantik

07.02. – 23.02.2015, 16 Tage Rundreise Mittelamerika: San José - Tortuguero-Nationalpark - Sarapiqui - Vulkan Arenal - Naturreservat Monteverde - Manuel Antonio-Nationalpark - Marina Ballena Nationalpark

Mit 15 reiselustigen, abenteuerhungrigen und fernliebenden Menschen trafen wir uns am frühen Morgen des 07.02.2015 am Berliner Flughafen...... Wir beantworteten brav die Fragen, welche man uns zu unserem Aufgabegepäck in die USA stellte und schon waren wir unsere Koffer los. Anschließend erwartete uns ein kleines Frühstück mit deutschem Kaffee oder Tee und fast pünktlich startete unser Flugzeug der UNITED Airlines in Richtung New York. Einmal über den großen Teich bitte... ? Durch die Zeitumstellung waren wir bereits wenige Stunden später schon da und mussten nun fünf Wartestunden in Kauf nehmen, ehe der Anschlussflug nach San Jose startete. Aber auch diese Zeit bekamen wir schnell rum, denn schon das ganze Einreiseprozedere und Abholung und Kontrolle der Koffer nahm seine Zeit in Anspruch. Auch wir wurden ausgiebig inspiziert und befragt – natürlich wurden auch unsere Fingerabdrücke verlangt.

Ankunft in Costa Rica


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Noch am selben Abend gegen 22:30 Uhr landeten wir in der Landeshauptstadt von Costa Rica. Alle Koffer waren da und allen ging es gut – bis auf die Müdigkeit der langen Anreise. Unser örtlicher Reiseleiter Maurizio (auch Mo genannt) erwartete uns bereits mitsamt dem Busfahrer und man chauffierte uns zum etwa 30 Minuten entfernten Crowne Plaza Hotel Corobici. Todmüde fielen wir in die großen Betten.

08.02.2015 – Vulkan Poas & La Paz Wasserfälle


Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet erwartete uns heute Morgen und pünktlich 8:30 Uhr machten wir uns auf dem Weg in Richtung Norden. Der Himmel strahlte und wir konnten es kaum glauben, dass wir solch ein Glück mit dem heutigen Wetter haben. Am Fuße des Vulkans angekommen, strahlte auch Mo unser Reiseleiter – er freute sich ebenfalls. Wir fuhren hinauf und parkten den Bus. Das letzte Stück gingen wir auf einem asphaltierten Weg weiter nach oben. Und dann waren wir sprachlos: ein unglaublich toller 360 Grad Ausblick über den Krater und dem blauen Kratersee. Bei noch weniger Wolken hätten wir bis zur Karibik schauen können. Aber schon so sah es einmalig toll aus! Auf dem Rückweg besichtigten wir noch das kleine Museum, wo einem die Vulkane und deren Aktivität näher gebracht wurden. Wieder im Bus fuhren wir in Richtung der Wasserfälle. Wir stoppten unterwegs um Tiere zu beobachten und fotografieren. Die ersten Faultiere wurden uns bereits zum Verhängnis: Eine Reiseteilnehmerin stieg aus dem Bus und knickte um. Ein Auftreten war nicht mehr möglich und so warteten wir auf den Krankentransport zum nächstgelegenen Krankenhaus. Die Reisegruppe fuhr mit dem Bus weiter um sich die schönen Wasserfälle von La Paz anzuschauen, wo es auch Tiere wie Schmetterlinge, Affen, Schlangen, Frösche und Pumas gibt. Für die Dame endete die Reise leider an diesem Tag. Das Bein musste operiert werden und somit konnte die Reise nicht fortgesetzt werden. Zum Abendessen trafen sich die Hungrigen, um in der Nähe zu Abend zu essen und anschließend erneute im Crowne Plaza zu nächtigen.

09.02.2015 – Braulio Carrillo NP und Ankunft in der Karibik


Um 8 Uhr verließen wir die Hauptstadt San Jose, welche mit aktuell knapp 1 Mio Einwohner ungefähr 1/5 des gesamten Landes ausmacht. Fast jeder 2. Einwohner ist heutzutage im Besitz eines Autos in Costa Rica – und das merken wir auch bei dem Verkehr. Auf der Str. Nr. 32 fuhren wir in nördliche Richtung zum Nationalpark Braulio Carrillo (war bis 1942 Staatschef von Costa Rica), der im Jahr 1978 gegründet worden ist und mit einer Fläche von etwa 477 km² zum größten Schutzgebiet des Landes gehört. Wir starteten zu unserem Rundweg von einer Strecke von ca. 1,6 km und betrachteten die Flora und Fauna bei schönem Wetter. Wieder zurück am Bus fuhren wir auch schon weiter an die karibische Küste nach Limon. Von hier waren es noch knapp 60 Kilometer in südöstliche Richtung, ehe wir am Abend unser Ziel Puerto Viejo erreichten und die Bungalows auf der großen Anlage in Strandnähe bezogen. Das war nicht so einfach aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit und der Ahnungslosigkeit der Mitarbeiter in welche Richtung welche Bungalows sind. Pünktlich um 19 Uhr trafen wir uns zum Abendessen im hübschen Restaurant, wo auch schon Besuch aus Deutschland auf uns wartete – Mama und Papa von Reisebegleitung Kerstin waren auch gerade mit einer Gruppe unterwegs und leisteten uns den Abend nette Gesellschaft.

10.02.2015 – Cahuita NP


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Puerto Viejo heißt übersetzt so viel wie „alter Hafen" und so fuhren wir am Morgen durch den Ort, der mittlerweile sehr touristisch aber schön und einladend aussieht. Wir fuhren etwa 30 Minuten, bis wir in Cahuita ankamen, wo auch einer der beiden Eingänge des gleichnamigen Nationalparks liegt. Der Nationalpark ist das zweitälteste Schutzgebiet des Landes und besitzt 22.000 ha Meeres- und nur 1.100 ha Landfläche. Der Wanderweg führte uns heute immer parallel zum Strand auf etwa 3,5 Kilometer. Wir sahen eine Menge an Tieren – zum Glück hatten wir Mo unseren Reiseleiter – er kennt ALLE Tiere und zeigte uns auch die, die wir nicht sahen! Ein beeindruckendes Auge, was wir jeden Tag aufs Neue an ihm schätzen lernten! Am Korallenriff des Nationalparks angekommen, wartete bereits ein Boot auf uns, welches uns zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung brachte. Eine lustige Bootsfahrt, denn es war etwas eng für uns auf diesem kleinen Boot. Im Dorf von Cahuita verbrachten wir unsere Mittagspause und am Nachmittag kehrten wir zurück nach Puerto Viejo. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand und ließen die Seele baumeln.

11.02.2015 – Ankunft in Tortuguero


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Früh am Morgen heißt es heute Aufstehen, denn wir haben einen langen Weg vor uns (knapp 200 km bis zum Hafen). 06:15 Uhr rollt der Bus vor und mit Koffern und einem Lunchpaket fahren wir erneut auf der Str. Nr. 32 bis Guapiles und von da weiter nach La Pavona. Hier heißt es gegen 10:30 Uhr: ins Boot umsteigen. Ein Boot mit unserer Reisegruppe und ein Boot für unsere Koffer. Etwa 90 Minuten Bootsfahrt standen auf dem Programm und wir kamen mitten im Tortuguero Nationalpark an. Unsere Unterkunft – die Mawamba-Lodge – liegt direkt neben dem alten Dorf von Tortuguero. Dieses sollten wir am Nachmittag kennen lernen. Zunächst aber gab es 13 Uhr ein Mittagessen vom Buffet für uns und 14:30 Uhr starteten wir zur Dorfbesichtigung. Ein Boot brachte uns hin, den Rückweg traten wir zu Fuß am Strand entlang an. Durch den rauen Wind war der Rückweg ganz schön lang. 19:30 Uhr trafen wir uns alle wieder zum Abendessen im Restaurant der Lodge. Auch hier blieben Mo keine Tiere unentdeckt und wir sahen mit den Taschenlampen beeindruckend schöne bunte Frösche, die wir NIE gesehen hätten.

12.02.2015 – Erkundungen im Tortuguero Nationalpark


Über Nacht hatte es bereits angefangen mit regnen und es hörte auch am Morgen nicht auf ?. Dies sollte aber unsere Stimmung nicht trüben, denn weitere Erkundungen im Nationalpark standen auf unserem Programm. Per Boot sollte es durch die Kanäle gehen um weitere Tiere zu sichten. Nicht alle unserer Gruppe wollten nass werden und blieben am Vormittag in der Lodge zurück um Wolken zu schieben. Wir waren noch nicht lange auf dem Wasser, als der Regen nachlies und wir zahlreiche Vögel, Schildkröten, Affen und andere Tiere sahen. Gegen 11 Uhr kehrten wir zurück zum Mittagessen und 14:30 Uhr starteten wir die zweite Runde – dieses Mal kamen sogar alle mit, obwohl es nicht ganz trocken war. Den späteren Nachmittag verbrachten wir mit Lesen oder an der Bar und nach dem Abendessen hieß es wieder: Gute Nacht.

13.02.2015 – Fahrt zum Arenal


Wir konnten heute etwas ausschlafen, denn unser Boot fuhr erst 09:30 Uhr mit unserem Gepäck zurück. Die Rückfahrt war bedeutend kürzer – in nur 45 Minuten erreichten wir wieder den Hafen von La Pavona. Unser Bus wartete bereits mitsamt Fahrer auf uns und wir fuhren gleich weiter zum Rio Dante Restaurant (gleicher Inhaber wie unsere Lodge in Tortuguero), wo wir unser Mittagessen vom Buffet einnahmen. Um 13 Uhr fuhren wir weiter und wir sahen unterwegs wieder etliches – wie zum Beispiel viele Papaya-Bäume. Ganze 18 verschiedene Sorten gibt es davon in Costa Rica. An einer Brücke legten wir einen Stopp ein, wo wir die Leguane ganz aus der Nähe in den Bäumen betrachten und fotografieren konnten. Gegen 16:30 Uhr erreichten wir unser heutiges Ziel: das Arenal Springs Resort in La Fortuna. Leider ist der Himmel sehr bewölkt gewesen, so dass wir den Blick zum Arenal nur erahnen können. Mo erklärte uns, dass in dieser Hotelanlage ein bekannter Film mit Will Smith gedreht worden ist: After Earth – der imposante Blick zum Vulkan diente hier als Filmkulisse – die hatten damals sicherlich mehr Glück mit dem Wetter als wir! 19:30 Uhr trafen wir uns alle wieder und fuhren ins Dorf zum gemeinsamen Abendessen.

14.02.2015 – La Fortuna Wasserfall


Im Regen startete heute um 8:30 Uhr unser Programm. Aufgrund des miesen Wetters wollten wir das Programm ein wenig tauschen, damit wir nicht gar so nass werden sollten. Aber die Wanderung am Fuße des Arenals war einfach nicht möglich. Alle Wege waren schlammig und deshalb nicht lohnenswert zu gehen, so dass wir darauf verzichteten und eine kleine Runde im Bus drehten. Wir fuhren zum Arenalsee und schauten auf die Staumauer, durch die knapp 60% des Landesbedarfs an elektrischer Energie abgedeckt wird. Mit 80 km² ist dieser See der größte Binnensee Costa Ricas. Dann erreichten wir den Wasserfall zu dem es 491 Stufen hinab ging. Fast alle aus unserer Gruppe kamen mit und wagten sich hinab (und auch wieder hinauf). Gegen Mittag erreichten wir das Restaurant, wo wir zu Mittag speisten und 14 Uhr waren wir zurück im Hotel. Den Nachmittag nutzten wir zur Erholung. Manche nahmen von den Thermalbecken in der Hotelanlage Gebrauch. Andere von der Bar und der Rest von der Terrasse mit Nebelblick zum Vulkan. Das Abendessen nahmen wir im gleichen Restaurant im Dorf wie am Vortag ein.

15.02.2015 – Danaus Eco Center – Monteverde


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08:15 Uhr starteten wir mit unserem Gepäck wieder ein wenig in Richtung Süden, denn nach Norden hin kommt schon die Grenze zu Nicaragua. Nach etwa 30 Minuten Fahrtzeit erreichen wir bereits das Eco Center, wo wir einen Rundgang bei Nieselregen antraten. Hier besichtigten wir viele verschiedene Vögel, Schmetterlinge und bunte Blüten in vielen Größen und Arten. Wir begegnetem einem Mann der Maleku-Indianer und erhalten Einblicke in das Leben dieser Menschen, von denen es heutzutage nur noch etwa 800 Leute gibt. Sie haben ihre eigene Sprache, die wir versuchten nachzusprechen – gar nicht so einfach. Mit einem anderen Bus erreichen wir erneut das Ufer des Arenalsees und setzen per Boot in 30 Minuten auf die andere Seite über – immer noch regnet es – demzufolge war auch die Aussicht vom Boot nicht so beeindruckend wie erwartet. Die Ankunft gestaltete sich auch etwas schwierig, da durch den Regen die Wege Matsch waren und jeder aufpassen musste. Weiter fuhren wir mit unserem alten Bus über Tilaran nach Monteverde. Da wir Zeit hatten, bot uns Mo eine kombinierte Kaffee- und Schokoladentour von Don Juan an. Wir erhalten hier Einblicke in den Anbau, die Verarbeitung und Verzehr von Kaffee, Kakao und von Zuckerrohr. Alle probierten den Zuckerrohrsaft mit Zitrone und die verschiedenen Röstungen vom Kaffee. Auch von der Schokolade konnten wir nicht genug bekommen, bis alle Proben alle waren. 17:30 Uhr erreichten wir das nächste Hotel – zwischen Santa Elena und Monte Verde gelegen und bezogen die Zimmer für die nächsten zwei Nächte. Schon bei Ankunft haben alle gefroren und sich am Abend Tee bestellt. Durch den vielen Regen der letzten Tage, dem kühleren Klima oben in Monte Verde und der Klimaanlage im Bus hatte es schließlich fast jeden mit Husten und Schnupfen erwischt. Mit allen warmen Decken die wir finden konnten, gingen wir zu Bett.

16.02.2015 Santa Elena Naturreservat


Zum Frühstück brachte man uns heute alles an den Tisch und zum Kaffee und Tee holen musste man aufstehen – wie ungewohnt ? Um 8:30 Uhr fuhren wir in das Naturreservat Santa Elena. Unsere heutige Wanderung dauerte ca. zwei Stunden und umfasste eine Strecke von etwas über drei Kilometer. Wieder im Nieselregen... und dazu noch etliche Stufen hoch und runter. Das war nichts für Ungeübte. Gegen Mittag erreichten wir die Hängebrücken von Santa Elena und legten erst einmal eine Pause im Restaurant zum Aufwärmen ein. Wir aßen gemütlich zu Mittag und dann ließ auch der Regen nach. Somit konnten wir die Hängebrückenwanderung mit nur ganz wenig Nass genießen. 14 Uhr kamen wir im Dorf von Monteverde an, wo wir ein wenig Freizeit hatten. Zunächst gingen wir alle geschlossen zur Apotheke um uns mit Hustensaft und Erkältungsmitteln einzudecken. Zum Abendessen fuhren wir ins Dorf und speisten im blauen Morpheus-Restaurant.

17.02.2015 – Tieraufzuchtstation Las Pumas


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8 Uhr verließen wir die höheren Gefilde und fuhren entlang der Panamericana (dem Highway Nr. 1) nach Canas zu einer Tieraufzuchtstation Las Pumas. Wir starteten den Rundweg beiden Affen und kamen dann auch an Ozelots, Tukanen, Aras, Pumas und Jaguaren vorbei. Diese Tiere hat man aus der freien Wildbahn genommen, da sie krank waren/sind oder nicht mehr eigenständig überleben konnten. In Liberia stoppten wir für einen Supermarkteinkauf und fuhren anschließend weiter bis Rincon de la Vieja. 14:30 Uhr erreichten wir unsere Hacienda Guachipelin und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung, was einige für ein kühles Nass im Pool nutzten – denn es war wieder warm geworden. Das Abendessen nahmen wir im Hotelrestaurant vom Buffet ein.

18.02.2015 – Nationalpark Rincon de la Vieja


6 Uhr morgens klopfte es an der Tür und Mo teilte mir mit, dass es ihm schlecht gehe und er unmöglich die Wanderung mit uns machen könne. Er hätte aber schon einem Kollegen Hugo Bescheid gegeben und dieser kam 8:30 Uhr. Wir fuhren also mit Hugo etwa 20 Minuten zum Eingang des Nationalparks Rincon de la Vieja und starteten von hier zu Fuß auf dem Rundweg Las Pailas. Hugo gab unterwegs etliche Erklärungen zu den verschiedenen Waldtypen in Costa Rica und zum Schmarotzerbaum – der Würgefeige. Der Weg ging zunächst durch den Wald und war recht angenehm. Aber schon bald wurden es immer weniger Bäume und wir kamen im Trockenwald an, der zudem noch gerodet war und sehr klein. Die Sonne prasselte und es wurde wärmer und wärmer... Wir erreichten Stellen, wo Fumarolen aus der Erde kamen und brodelnde Wasserlöcher, Schlammlöcher und Gaslöcher. Diese Stellen wurden sogar zur Elektizitätsgewinnung genutzt. Nach etwa drei Stunden kehrten wir durchgeschwitzt wieder am Bus an und fuhren zurück zum Hotel, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Der Nachmittag war frei und einige nutzten die Gelegenheit mit mir zu den Thermalbecken zu fahren, die mit zum Hotelgelände gehörten. Etwa 8 km vom Hotel entfernt befinden sich mehrere in Stein gefasste Becken mit warmen Thermalwasser und Schlamm. Nach etwa zwei Stunden kehrten wir zurück zur Hacienda und bereiteten uns auf das Abendessen vor.

19.02.2015 Krokodilfahrt – Carara Nationalpark


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7:30 Uhr verließen wir die nördlichen Gefilde und fuhren erneut entlang der Panamericana in Richtung Carara Nationalpark, wo unser Reiseleiter Mo wohnt. Am Rio Tarcoles legten wir einen Zwischenstopp ein, da hier eine Menge an Krokodilen zu sehen sind. Wir unternehmen eine 1,5 stündige Bootsfahrt auf dem Fluss und sehen rechts und links große und kleine Krokodile liegen. Unser Bootsführer war so mutig – er stieg sogar aus dem Boot aus um ein riesengroßes Exemplar zu füttern und anschließend einen Kuss aufs Maul zu geben ? Im Carara-Nationalpark angekommen begannen wir mit einer Rundwanderung von ca. einem Kilometer, wo wir sogar die hellroten Aras sahen – leider nur von weitem... In Jaco, wo Mo wohnt, halten wir kurz an um seine Frau und seine über alles geliebten Hunde kennen zu lernen. Sokrates war ein wirklich lustiges Exemplar an Hund und auch seine Frau war sehr gastfreundlich und brachte uns gleich Kaffee, Obst und Gebäck. Wir mussten aber weiter, denn es waren noch knapp 100 Kilometer Weg vor uns bis Manuel Antonio. In Quepos hielten wir kurz für einen Supermarktbesuch an und 18 Uhr erreichten wir unser Hotel Playa Espadilla – nur ein Katzensprung vom pazifischen Ozean entfernt.

20.02.2015 Marino Ballena Nationalpark


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Für den heutigen Tag haben wir das Programm des Folgetages vorgezogen, da im Manuel Antonio Park zu viele Besucher angekündigt waren und wir für die Beobachtung der Tiere mehr Ruhe brauchen (was dort viele Besucher heißt, mussten wir am nächsten Tag selbst in Erfahrung bringen). Wir machten uns heute also auf den Weg nach Süden zum Marino Ballena Nationalpark, der erst im Jahr 1990 gegründet worden ist. Hier ist das längste Korallenriff von Mittelamerika im Pazifik zu erkunden. Unsere Gruppe betrachtete den Nationalpark vom Boot aus, denn wir starteten bei Uvita mit einem Motorboot und einer Familie aus der Schweiz in Richtung offenes Meer. Schildkröten, Delfine und Wale sollten wir heute zu Gesicht bekommen – die Wale hatten sich leider vor uns versteckt. Aber die Delfine haben wir schwimmen und springen sehen. Gar nicht so einfach diese schnellen Flitzer aufs Foto zu bekommen. Knapp drei Stunden genossen wir die frische Meeresluft auf dem Boot und ein Reiseteilnehmer traute sich sogar eine Runde im Meer vom Boot aus zu schwimmen. Rein ist immer leichter als raus – das hat auch er gemerkt ? Eine Karrettschildkröte kreuzte auf dem Heimweg unseren Weg und auch Pelikane bekamen wir zu sehen. Als wir wieder an Land wollten, mussten wir einen kurzen Weg durch's Wasser nehmen. Wieder im Bus fuhren wir entlang der Str. Nr. 34 zurück nach Manuel Antonio und genossen die Ausblicke zu den Ölpalmenplantagen. Mo erklärte uns die Verarbeitung und Nutzung dieser Palme, denn viele denken, dass man diese verzehren kann. Weit gefehlt, denn diese Palme wird nur zu technischer Ölverarbeitung genutzt. Auch Creme wird daraus hergestellt, aber ins Essen kann man das nicht gießen ? Kurz vor 15 Uhr waren wir zurück im Hotel und gingen eine letzte Runde an den Strand – dieses Mal in den Pazifischen Ozean. Meterhohe Wellen waren zu sehen und dennoch trauten sich einige hinein. Kurz vor dem Abendessen traf man sich an der Bar, denn es war Happy Hour Zeit – hier lernte man, wieso man sich ein Getränk bestellte und zwei serviert bekam ? Das Abendessen genossen wir in schöner Atmosphäre im Freien.

21.02.2015 Manuel Antonio Nationalpark


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Da unser Hotel direkt am Eingang des Manuel Antonio Nationalparks liegt, ist es an dem Morgen nur ein Katzensprung zu Fuß und wir schlafen ein paar Minuten länger. Wir statten heute dem kleinsten Nationalpark des Landes einen Besuch ab, der wohl aber die meisten Besucher hat. Menschenmengen strömten zum Eingang – und das obwohl der Einlass auf aktuell 600 Besucher pro Tag begrenzt ist. Wir haben niemanden zählen sehen ? und gefühlte waren mehrere Tausend Menschen hier unterwegs. Alle Führer mit einem High Tech Fernglas ausgestattet, da man sonst kaum etwas zu Gesicht bekommt – erst recht nicht wir Deutschen, die nur auf den Weg schauen ? Mo machte mit uns einen Rundgang und wir sahen verschiedene Vögel, eine Schlange, Schmetterlinge, Fledermäuse, ein Reh in etwa 1 Meter Entfernung von uns und vieles mehr... Zwei Stunden später waren wir wieder am Ausgang und machten uns für die Rückfahrt nach San Jose bereit. Noch einmal kurz unter die Dusche und dann starteten wir mit dem Bus zurück in die Hauptstadt, wo wir am Nachmittag ankamen. Wir ruhten ein wenig aus, denn um 18 Uhr trafen wir uns zur Abfahrt zum Abschluss-Abendessen. Alle waren gespannt wo es hingeht und was es wohl zu Essen geben wird. Die Fahrt wurde immer länger und dann endlich fuhren wir in die Einfahrt einer wunderschönen Argentinischen Estancia. Wir erlebten ein wunderschönes Abendessen mit viel Wein und guter Stimmung, ehe wir am späten Abend zurück zum Hotel kehrten.

22.02./23.02.2015 Heimreise


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Der Wecker klingelte gefühlt kurz nach dem Einschlafen. Wir mussten sehr früh raus, denn unser Flieger startete um 7 Uhr in Richtung Heimat. Drei Stunden eher musste man am Flughafen sein und die Abfertigung sollte etwas dauern. Wir bezahlten alle unsere Ausreisegebühr und gaben unsere Koffer ab. Alle weiteren Kontrollen dauerten zwar ein wenig, aber alles funktionierte – man braucht eben nur Ruhe und Zeit! In Newark hatten wir erneut einen längeren Aufenthalt, aber auch die Zeit verging irgendwie und wir landeten schließlich überpünktlich in Berlin, wo man uns bereits in Empfang nahm und wir in unsere Heimatorte chauffiert worden sind.Meine liebe Reisegruppe: ich bedanke mich bei euch/Ihnen für die schöne gemeinsame Zeit in Zentralamerika. Für einige war es eine sehr anstrengende Reise, da das Klima leicht unterschätzt wird. Aber dennoch haben wir alles gemeinsam gesehen und mit Mo viele tolle Tiere und Sehenswertes des Landes gesehen.

Vielleicht sieht man sich auf einer der nächsten Touren wieder – ich würde mich freuen und wünsche allen stets Gesundheit und Schaffenskraft.

Eure Kerstin

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