Sylvester–Reise Ostfriesland 29.12.2025 – 02.01.2026 Jahreswechsel an der „Waterkant“
Reisebericht: 29.12. – 02.01.2026
Eine Reise an die Nordsee im Winter bedeutet meistens: Frischer Wind um die Ohren, Ostfriesen-Nerz und Gummistiefel. – Aber auch: Gemütlichkeit in der warmen Stube, Tee, Punch oder Grog zum Aufwärmen
Ein Reisebericht von
Georg Berger
29.12.2025 – Anreise
Pünktlich um 06.00 h konnte unser Bus mit unserem Fahrer Thomas B.am Steuer den Flughafen Dresden verlassen. Alle geplanten Zusteiger waren an Bord, sodass die Reise pünktlich gestartet werden konnte. Auch in Nossen und am Flughafen Leipzig standen unsere Gäste schon bereit, sodass wir auch dort pünktlich und planmäßig abfahren konnten. Die Straßen waren, bedingt durch die Ferienzeit, nicht so voll wie üblich, das Wetter eigentlich optimal für die Reise, sodass wir zügig voran kamen. Die Pausen, die ca. alle zwei Stunden eingelegt wurden, konnten zeitlich großzügig genutzt werden. So ging es recht gemütlich Richtung Hannover, vorbei an der Landeshauptstadt Niedersachsens, vorbei am internationalen Vogelpark Walsrode, ein kleines Stück durch die nördliche Lüneburger Heide Richtung Bremen. Die Hansestadt passierten wir südlich Richtung Oldenburg, und somit waren wir schon im Süden Ostfrieslands. Es zeichnete sich ab, dass wir wohl früher als geplant am Hotel etwas außerhalb von Aurich ankommen könnten. Das Hotel wurde entsprechend telefonisch informiert, und wir im Bus wussten schon bevor wir ankamen, dass die Zimmer fertig waren und wir diese zügig übernehmen konnten. Wir mussten nicht einmal im Haupthaus des Hotels, der „Alten Post“ vorbei kommen, sondern zwei nette junge Herren aus der Rezeption kamen mit den Zimmerschlüsseln und vielen Informationen zum Hotel zu uns in den Bus. So hatten wir über zwei Stunden Zeit, die gut geheizten Zimmer im Sporthotel Middelpunkt zu beziehen und auch um ein bisschen die Füße hoch zu legen.
Um 18.00 Uhr war dann das Abendessen angerichtet: Enten- und Gänseschmaus sowie Salate vom Buffet. – Ein gelungener Abschluss dieses ersten, doch sehr langen Tages. Nach dem Essen, vielleicht noch ein zweites Getränk beim Kennenlernen der Tischnachbarn – Aber dann war auch bald Ruhe in Hotel Middelpunkt.
30.12.2025 Seehundestation Norddeich – Teezeremonie im Teemuseum, Freizeit in Norden
In Ostfriesland muss man nie lange fahren, um ans Wasser zu kommen. Deshalb haben wir auf dem Weg nach Norddeich einen kleinen Umweg gemacht, sind Richtung Dornumer Siel gefahren, und dann Richtung West am Deich entlang. So konnten wir etwas von dieser doch sehr anderen Umgebung sehen und bekamen vom Reiseleiter erste Erklärungen und Informationen zu der Marschlandschaft, der Bauweise der Bauernhöfe, von Entwässerungskanälen und Sielen. Vorbei ging es auch am Waloseum, das zur Seehundstation in Norddeich gehört. Hier findet man das Wal- und Watt-Erlebniszentrum mit einem 15 m langen Pottwal-Skelett, eine Vogelstation und vieles anderes zum UNESCO Weltkulturerbe Wattenmeer. – Die Zeit reicht auf dieser Reise leider nicht, um dieses Haus zu besuchen. Wir wurden schon in der Seehund-Aufzuchtstation erwartet. Eine junge Mitarbeiterin lud uns in deinen Vortragsraum und bereitete dort mit viel Anschauungsmaterial und Filmen auf die bevorstehende Fütterung der „Heuler“ und die sehr interessante Ausstellung vor. Auch die Fütterung wurde moderiert, uns die Zuschauer konnten die jungen Seehunde durch eine großes Fenster über und unter Wasser beobachten. Die jungen Seehunde werden hier in der Station auf ihre Auswilderung vorbereitet. Sobald sie das nötige Gewicht und Alter haben, um „draußen“, im Watt zu überleben, werden die Tiere ausgesetzt, allerdings mit Chips versehen auch überwacht.
In den anschließenden Stunden war Zeit, eine Mittagspause einzulegen. Vor der Seehundstation waren noch Buden des Weihnachtsmarktes aufgebaut, wo man unter anderem auch Fischbrötchen erwerben und genießen konnte. Mit der Reiseleitung konnten die Gäste auch einen Spaziergang zum und über den Deich machen. Das Wetter spielte mit, die Sonne strahlte vom Himmel und es gab eine richtige „steife Brise“ am Deich. Nach kurzen Erklärungen zum Aufbau des Deiches, den Dünen und dem breiten Strand, konnten die Gäste dann bis vor zum Wasser laufen und das Watt bestaunen (es war Ebbe), am oder auf dem Deich spazieren gehen, oder aus vielfältige Angebot der Gastronomie am Deich nutzen. Interessant auch die vielen, großen Drachen, die Drachenfreunde bei diesem schönen Wetter und dem starken Wind steigen ließen. Zum verabredeten Zeitpunkt waren dann aber alle wieder im warmen Bus, denn nach einer kurzen Fahrt von Norddeich nach Norden warteten schon die Führerinnen im Teemuseum Norden auf uns. Im historischen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert findet man auf zwei Etagen alles zur Geschichte des Tees, über die Anbaugebiete, die Veredlung der verschiedenen Teesorten etc. Aber auch Teegeschirr aus 5 Jahrhunderten und aller Welt kann man bestaunen.
Höhepunkt jedoch ist das abschließende Tee-Zeremoniell im „Rummel“, dem historischen Ratssaal , der noch aussieht wie „damals“. Sehr schön! Die Zeremonie wurde angeleitet, dann durfte jeder den servierten Tee selbst zelebrieren und wunderschöne „Wölkchen“ in den Teetasse zaubern – aber links herum, entgegen dem Urzeigersinn! „Nu is Teetied!“
Nach dem Besuch im Teemuseum war noch Zeit, die Stadt Norden kennen zu lernen. Außergewöhnlich und exklusiv: Die Arp-Schnitger-Orgel aus dem 17. Jahrhundert in der Ludgeri-Kirche (ab 13. Jahrhundert). Wenn man in Norden ist, ist dieses barocke Instrument, international geschätzt und von vielen weltberühmten Musikern bespielt, ein absolutes Muss. Wir hatten das Glück, dass ein Organist gerade am Üben war, sodass wir die Orgel auch hören konnten. – Wieder im Freien gab es den separaten mittelalterlichen Glockenturm zu bestaunen und viele wunderschöne Bürgerhäuser, die an Amsterdam und die Niederlande erinnern. Zu allem Überfluss gab es auch noch Weihnachtsmarkt-Buden mit Glühwein und Punsch im Ausschank….!
Aber auch dieser Ausflug musste mal zu Ende gehen. Um 17.00 h kam unser Bus auf die Minute genau zum vereinbarten Treffpunkt und es ging zurück zum Hotel Middelpunkt. Dort erwartete uns wieder ein tolles Buffet mit leckeren Speisen zum Abendessen. Und allmählich ging dann auch dieser lange Ausflugstag zu Ende.
31.12.2025 Besuch der Meyer–Werft Papenburg – Sylvester Gala Buffet und Party
Nach dem gemütlichen Frühstück geht es heute Richtung Süden. Der Besuch der Meyer-Werft in Papenburg steht heute auf dem Programm. Der Regen stört uns heute nicht, wir sitzen warm und trocken im Bus und lassen die ostfriesische Landschaft, Windmühlen, Klappbrücken und Vehn-/Fehnkanäle vorbei ziehen. Für Interessierte gibt es kurze Erklärungen dazu.
Pünktlich zum vereinbarten Termin stehen wir auf dem firmeneigenen Parkplatz am Besucherzentrum der Großwerft und unser Guide begrüßt uns im Bus. Dann geht’s ins Besucherzentrum. In kurzen Filmen zur Werftgeschichte und zur Entstehung von Kreuzfahrtschiffen gewinnt man einen ersten Eindruck, wie komplex der Bau solcher Riesenschiffe ist. Modelle, Exponate und technische Details vermitteln, wie ein Kreuzfahrtschiff entsteht. Die Führung bei der Meyer Werft in Papenburg bietet einen anschaulichen Einblick in den Schiffbau. Über Filme, Modelle und Ausstellungsteile lernt man, wie riesige Kreuzfahrtschiffe geplant und gebaut werden. Besonders beeindruckend ist der Blick in die Werfthallen und die Dimensionen der Bauteile. Musterkabinen geben einen kleinen Eindruck, wie Gäste bei Kreuzfahrten untergebracht sind. Für Interessierte eine beeindruckende Sache. Im Shop, den Gäste durchlaufen, wenn es zum Ausgang geht, gibt es dann Souvenirs und Fanartikel für Kreuzfahrfans. Nach gut drei Stunden Führung mit viel Technik und Firmengeschichte geht es zurück zum Hotel, denn heute ist Sylvester, das große Buffet und die Party möchten wir natürlich nicht verpassen. Es gibt genug Zeit im Hotel, sich für den letzten Abend des Jahres einzustimmen.
Kurz vor 18.00 h bringt uns unser Bus zur „Alten Schmiede“, die ebenfalls zum Hotelkomplex gehört. Wir feiern in einem Saal mit etwas 250 Gästen. Unsere Tische sind vorbereitet und die Kellner stehen bereit, die breite Palette an Getränken zu servieren. Die Chefin des Hauses eröffnet das riesige Buttet, das keine Wünsche offen lässt. Die Organisation am Buffet ist hervorragend, so hat die berühmte „Schlacht“ keine Chance. Irgendwann sind alle gesättigt und das „Ein-Mann-Orchester“ spielt zum Tanz auf. Die Tanzfläche ist im Nu voll, es wird ein toller Abend. Zu Mitternacht haben alle ein Sektglas in der Hand und es wird, nach dem Count-down des Musikers, auf das neue Jahr 2026 angestoßen.
Hier noch einmal allen unseren Gästen ein schönes und glückliches Neues Jahr!
Es wird weiter getanzt, die Stimmung ist super.
Für alle diejenigen, die müde werden und ins Bett wollen, ist ein Shuttle-Service zum Middelpunkt vom Hotel aus organisiert und funktioniert sehr gut. Damit ist nicht nur dieser Sylvestertag sondern auch das Jahr 2025 Geschichte.
01.01.2026 – Neujahrs–Brunch und Ostfriesland–Rundfahrt
Heute ist ein spätes Frühstück in der „Alten Post“ angesagt. Um 10.00 h fahren wir mit unserem Bus in das Haupthaus des Hotelkomplexes zum großen Neujahrs-Brunch. Katerfrühstück oder warmes Mittagessen – jeder, wie sie/er es mag. Eine riesige Auswahl an Fisch und Fleisch, Wurst und Obst werden angeboten. Um 12.00 h kommt unser örtlicher Reiseleiter in die Alte Post und wir starten von dort aus zur Ostfriesland-Rundfahrt.
Das Wetter hatte sich über die Tage linear verschlechtert. Der Tag in Norden war sonnig und für einen Wintertag an der Nordsee sehr schön, dann war es am 2. Tag bewölkt, am 3. Tag durchwachsen mit Regen und trockenen Phasen, am Neujahrstag leider Regen. Es war eine schöne Rundfahrt mit viel Info zu Land und Leuten von unserem Guide Rainer. Am Pilsumer Leuchtturm (bekannt aus Otto-Film) wollte niemand aussteigen, beim Leuchtturm in Campen machte der Regen kurz Pause. Wir konnten über den Deich Richtung Niederlande/Friesland schauen und die große Gitterkonstruktion des Leuchtfeuers bestaunen. Den wunderschönen Ort Greetsiel mit seinem Krabbenkutter-Hafen und den alten Gassen haben nicht viele von unseren Gästen gesehen, da sie nicht im Regen aussteigen wollten. Diejenigen, die mit unterwegs waren, waren auch begeistert.
In Emden haben wir eine Rundfahrt gemacht und im Hafen zumindest einen Gesundheits-Stop hin bekommen, aber in Suurhausen konnten alle aussteigen, um den zweit-schiefesten Turm (schiefer als der in Pisa) zu fotografieren. Das Wetter im Winter ist wie es ist, kann man/frau nicht ändern. Die Rundfahrt war trotzdem interessant und hat uns diese schöne Gegend näher gebracht.
Am Abend des Neujahrstages gab es nochmal ein richtiges „plattdütsches“ Essen. Grünkohl, oder "Kohl und Pinkel", wie man im Norden sagt. Super lecker! Dieses Essen wurden nochmals in der Alten Post serviert. Unser Fahrer brachte uns alle mit dem Bus hin und die meisten auch wieder zurück. Wer noch etwas länger sitzen bleiben wollte, wurde dann wieder mit dem Hotel-Shuttle zum Middelpunkt gebracht. – Toller Service!
02.01.2026 – Time to say Goodbye! – Rückfahrt
Heute konnten alle nochmal richtig ausschlafen, ausgiebig frühstücken und die Koffer klar zur Rückfahrt machen. Wir mussten erst um 10.00 h los. Den ersten Abschied gab es schon im Speisesaal des Hotels: Sechs Gäste sind selbst angereist und fuhren natürlich auch selbständig wieder nach Hause. Time to say Goodbye! Die Busrückreise verlief ruhig und ohne Störungen. Alle Ausstiege und Weitertransporte waren in Plan, sodass wir mit einer Punktlandung in Dresden am Flughafen wieder eintrafen.
Eine schöne und hochinteressante Reise nach Ostfriesland ist zu Ende.
Bei meinen Gästen auf dieser Ostfriesland-Reise möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken. Es hat mit Spaß gemacht, Sie auf dieser Reise zu begleiten und hoffe, dass ich Ihnen dieses land und die Leute etwas näher bringen konnte. Es war toll, mit Ihnen ins neue Jahr zu feiern.
Für 2026 alles erdenklicht Gute! Bleiben Sie gesund, damit Sie noch viele so tolle Reisen machen können!
Herzliche Grüße
Ihr Schorsch/Georg Berger, Reiseleiter
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