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Reisebericht: Donau-Kreuzfahrt mit der MS Rossini - unser Klassiker!

19.05. – 25.05.2019, 7 Tage Flusskreuzfahrt auf der Donau: Passau - Bratislava - Budapest - Donauknie mit Esztergom und Szentendre - Wien - Wachau - Passau

Wir erlebten den Frühling an der Donau auf der Route der Kaiser und Könige von Passau bis Budapest! Die MS ROSSINI war für 7 Tage unser schwimmendes Hotel. Die Königin der Flüsse zeigte sich sanft und ruhig, aber auch stürmisch und kraftvoll.

19.05.2019: Passau und die Donau


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Eine kurze Nacht, das Geräusch des Weckers, sonst recht unbeliebt, brachte uns schnell auf die Beine: Die Zeit unserer Kreuzfahrt auf der Donau war da! Nun konnte es endlich losgehen, das lange Warten hatte ein Ende und die Königin der Flüsse ruft. Zunächst nahmen wir aber den Reisebus, der uns nach Passau in Niederbayern brachte. Mitten im Wonnemonat Mai hatte sich der Wettergott schönes Wetter einfallen lassen. Die Sonne strahlte über grünende Felder und gelb leuchtende Rapsblüten, welche unseren Weg säumten. Stolz kündeten Burgen, kleine Schlösser und Kirchen von der Geschichte in Franken und im Osten Bayerns. Zudem erfuhren wir Interessantes zur Porzellan- und zur Glasproduktion bekannter Namen wie Hutschenreuther oder Rosenthal. Auch bestaunten wir aus der Ferne den Turm einer der tiefsten Ermantel-Bohrungen innerhalb Europas. Aus verschiedenen Richtungen kamen unsere Reisegäste und wir nahmen unseren Weg in Richtung Niederbayern. Dann ging es von der Autobahn hinunter zur Donau nach Passau. Hier prägen die Flüsse Ilz, Inn und Donau das Bild. Da der sonntägliche Verkehr uns zügig reisen leis, blieb uns Zeit zu einem gemütlichen Bummel in der Drei-Flüsse-Stadt. Der Weg führte vom Flussufer aufwärts und schon waren wir in der zauberhaften Altstadt angelangt. Alte Bürgerhäuser mit bunten Fassaden, enge malerische Gassen und ein beeindruckendes Gotteshaus, der imposante Dom St. Stephan, erfreuten uns. Natürlich nutzten wir die Gunst der Stunde und besichtigten den größten Kirchenbau nördlich der Alpen auch von innen. Unsere Augen konnten sich kaum an der üppigen, barocken Innengestaltung satt sehen, eine wahre Pracht an Putten, Verzierungen, Ranken unterschiedlicher Pflanzen und dazu die goldene Kanzel. Gern hätten wir auch dem Spiel der größten Domorgel der Welt gelauscht. 17.774 und 233 Register, fünf Orgeln und ein Spieltisch, welche eine gewaltige und wundervolle Ausführung! Vorbei am Kloster Niedernburg mit dem Grab der besonders von ungarischen Pilgern verehrten Äbtissin Gisela, einst Gemahlin des früh verstorbenen ersten Königs Ungarns Stephan I., erreichten wir den Zusammenfluss von Inn, Donau und Ilz. Hoch oben grüßte die Veste Oberhaus uns entgegen. Vorbei am Rathaus mit den Hochwassermarken erreichten wir schließlich wieder den Parkplatz. Es blieb auch etwas Zeit für einen belebenden Kaffee oder ein leckeres Eis. Dieser Beginn der Reise machte Spaß!
Danach gelangten wir zum Liegeplatz der MS ROSSINI. Das 4-Sterne-Fluss-Kreuzfahrtschiff ist unsere Heimstatt für die nächste Woche. Voller Erwartungen gelangten wir an Bord.
Freundlich begrüßte uns die Crew. Vor dem Abendessen stellte uns Kapitän Paul Deischitz seine wichtigsten MitarbeiterInnen persönlich vor.
Im Anschluss erwartete uns ein äußerst schmackhaftes Dinner. In der Panoramabar, begleitet von dezenter Musik, klang dieser erste Tag unserer Kreuzfahrt aus. Müde und mit freudigen Erwartungen begaben wir uns in unsere Kabinen und träumten schönen Reiseerlebnissen entgegen. Schnell war Ruhe an Bord eingekehrt.

20.05.2019: Die Slowakische Hauptstadt Bratislava


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Während wir im Reich der Träume weilten, führten Kapitän Deischitz und seine Offiziere mit sicherer Hand das Schiff Donau abwärts. Unterwegs passierten wir eine Vielzahl der Schleusen, wo die MS ROSSINI sanft gehoben oder abgesenkt wurde. Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück, nur Petrus hatte an diesem Vormittag seine gute Laune von gestern verloren. Dunkle Wolken zogen tief über das schöne Land und entluden ihre feuchte Last. Die Landwirte wird's sicher freuen. Aber wir hofften auf besseres Wetter für den Nachmittag.
Dennoch erfreuten wir uns an der gemütlichen Fahrt: Langsam glitt unser Schiff auf der Donau durch die schöne Landschaft Niederösterreichs, darunter auch durch die Wachau, wohin wir am vorletzten Tag unserer Kreuzfahrt zurückkehren werden. Auch informierten wir uns in Wort und Bild zu den Ausflügen unserer Reise. Bordreiseleiter Jozef stellte im anschließenden Vortrag die zehn Anrainerländer und das Schleusensystem vor. Zudem gab er Informationen zu Fauna und Flora in und an den Ufern der Donau. Gegen zehn Uhr fuhren wir durch die Kaiser- und Walzerstadt Wien, die wir auf unserer Rückroute besuchen werden. Heute ist aber zunächst die Slowakische Hauptstadt unser Ziel. Nach dem Mittagessen legten wir mit der MS ROSSINI unweit der Altstadt an. Sogleich enterten wir nun die Busse und los ging es: Stadtrundfahrt in dieser Donau-Metropole. Vorbei am Präsidentenpalast, am Alten Krankenhaus, wo Ost-Europas erste Herz-Transplantation durchgeführt wurde, und an der Krönungskirche erreichten wir das Nobelviertel unweit des Burgberges, wo Prominente, Politiker und Diplomaten wohnen, und schließlich den umgedrehten Tisch, wie die Burg Pressburg auch genannt wird. Lange Jahre Festung zum Schutz des Landes am Übergang von den Karpaten zur Donautiefebene ist sie heute ein Repräsentationsgebäude und ein Museum zugleich. Wir genossen die schöne Aussicht im Dreiländer-Eck von Österreich, Ungarn und natürlich der Slowakei. Zurück mit dem Bus erreichten wir wieder die Donau. Gäste, die nicht so gut zu Fuß sind, fuhren zurück zu unserem schwimmenden Hotel. Für alle anderen ging es nun per Pedes weiter: Wir spazierten auf dem Königsweg durch die Altstadt und bestaunten schmuck restaurierte Häuser und Gebäude, die Geschichte und Geschichten erzählen: den Martinsdom, zugleich Krönungskirche der ungarischen Könige, die Alte Apotheke, verschiedene Palais, wo Beethoven, Mozart und Liszt wirkten, den Krönungshügel, das Alte Rathaus und schließlich das Nationaltheater. Unterwegs sahen wir wundervolle Plastiken wie Hans Christian Andersen, den Gehrockträger am berühmten Café Mayer und den Cumil, der lachend aus der Kanalisation zu den Passanten aufblickt. Da unsere Frauen meist Hosen trugen, konnte er nicht unter die Röcke schauen ... Nach etwas Freizeit schlenderten wir wieder zurück zur Donau und zu unserer MS ROSSINI.Erneut hatte die Küchencrew ein äußerst schmackhaftes Menü gezaubert. Die Sonne meinte es gut mit uns. Doch später waren es kleine Regenschauer, die unseren Weg begleiteten. Beeindruckend für uns war die Passage der imposanten Schleuse und des Stausees von Gabcikovo. Diese Schleuse ist mit 20 Metern Hubhöhe die größte auf unserer Tour. Langsam senkte sich die Nacht hernieder, aber noch nicht für uns: Wer wollte, konnte in der Panoramabar plauschen, einen gute Wein trinken oder der Musik unseres Bordpianisten lauschen, dazu ein fast romantischer Sonnenuntergang.

21.05.2019: Entdeckungen in Budapest


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Nach der frühen, beeindruckenden Passage des Donauknies, wo der Fluss sich zwischen dem Börzsönygebirge und dem Visegrader Bergland hindurchschlängelt, erreichten wir Budapest! Wie viele Vorstellungen verbinden sich mit dieser Stadt? Feurige Csárdás-Musik, urige Weinstuben, Kunst, Kultur und Piroschka. Wer einmal diesem Charme erlegen ist, wird wiederkommen!
Langsam glitten wir die Donau herab; bald sahen wir die ersten Brücken, dann das Parlamentsgebäude. Es war ein angenehmer Vormittag; die Sonne fand ihre Lücken, als wir gegen neun von Bord der MS ROSSINI gehen. Unsere Stadtführer hatten sich pünktlich eingestellt und wir begaben uns zu unseren Bussen. Eines ist auch klar: Diese Weltmetropole ist quirlig wie ihre Bewohner, aber das ist eben auch das Besondere der ungarischen Seele.
Zunächst ging es kreuz und quer durch die Stadt: Wir bestaunten in aller Ruhe all die Sehenswürdigkeiten, die schönen Fassaden aus Habsburger Zeiten und natürlich die Brücken für die Budapest so berühmt ist. Über einige Kurven gelangten wir hinauf zur Zitadelle, um hoch oben, über den Dächern der Stadt, einen wunderbaren Ausblick zu genießen. Unbestreitbarer Höhepunkt war der Besuch der Fischerbastei. Auch hier ging es hinauf und zunächst fielen uns die bunt-glasierten Dachziegel der Matthiaskirche ins Auge. Nur wenige Schritte weiter und wir sahen all die kleinen Türmchen und Bastionen der Fischerbastei. Der weiße Kalkstein leuchtete in der Mittagssonne und als wir hinunterblickten sehen wir das blaue Band der Donau mit den Schiffen, die langsam ihre Bahn zogen. Wir wollten uns von diesem schönen Panorama nicht losreisen, bis zum Horizont zieht sich diese Metropole hin mit dem Blickfang zu unseren Füßen, dem mächtigen Parlamentsgebäude – ein Meisterwerk der Architektur!
Doch, so schön dieser Augenblick auch sein mag, der Koch hatte das Mittagessen fertig – die Busse brachten uns hinunter zu unserem schwimmenden Hotel. Mit gutem Appetit genossen wir diese willkommene Stärkung während unsere Blicke immer wieder hinausschweiften. Der Nachmittag war für individuelle Besichtigungen nach Lust und Laune,
zum Neu- und Wiederentdecken, zum Bummeln und zum Staunen reserviert: Die Markthalle mit ihren bunten und vielfältigen Angeboten war nur einen Steinwurf von unserem Liegeplatz entfernt und damit das Ziel vieler unsere Reisegäste. Unser Bordreiseleiter Jozef begab sich mit einer größeren Gruppe auf Spaziergang in der Innenstadt.Ein Ganztages-Ausflug führte in die ungarische Puszta. Zuerst fuhren wir durch die ungarische Tiefebene bis nach Kecskemet. Am Theater begann die Führung durch das kleine, schmucke Städtchen, welches Sitz eines der 19 ungarischen Komitate ist. Vorbei am Rathaus, der großen Kirche und der Synagoge spazierten wir bis zum Dom und zum Cifra- Palast, wo wir das Glück hatten, kurz vor Mittag dem Glockenspiel zu lauschen. Nach einigen Minuten Freizeit mit der Möglichkeit, einen Blick in den Dom zu werfen, führte uns der Ausflug weiter zu einem Gestüt inmitten der Puszta, die mit Einöde oder unfruchtbares Land übersetzt werden kann – eine Steppe ohne nennenswerten Baumbestand. Auf einem Lipizzaner-Gestüt erwartete uns eine Kostprobe des typisch ungarischen Schnapses Palinka und einer Pogatsche, eines typisch ungarischen Blätterteig-Gebäcks.
Frisch gestärkt begaben wir uns auf Erkundungstour über den Hof und sahen viele der eleganten, weißen Lipizzaner. Im Anschluss erfreuten wir uns bei einer kleinen Show an der dargebotenen ungarischen Reitkunst. Auch die Kulinarik kam nicht zu kurz: Uns wurde ein typisches Mittagessen mit Goulasch gereicht. Ein Glas schmackhaften ungarischen Weines fehlte natürlich nicht. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg nach Budapest.Der Abend hatte sich herabgesenkt, wir gut gestärkt vom Abend-Essen, die Sonne war hinter dem Horizont verschwunden und ein eigenartiges Blau umgab den Himmel zwischen Tag und Nacht. Zu dieser Stunde waren wir erneut unterwegs, um Impressionen der besonderen Art zu genießen. Den Weg zur Zitadelle kannten wir bereits, auch den Ausblick von dieser Stelle. Aber wie hatte sich die Stadt zu dieser Zeit verändert? Wir hielten den Atem an, als wir den Blick nach unten richteten. Abertausende von Lichtern reflektierten im dunklen Band der Donau. Reichlich angestrahlt lagen die Brücken über dem Strom und über allem zeigte sich ein goldenes Funkeln, ja, das ist das sagenhafte Budapest bei Nacht und alle Vorstellungen davon erfüllten sich für uns an diesem zauberhaften Abend. Man mag sich von diesem Blick gar nicht losreisen, aber uns steht eine Fahrt durch die Stadt bevor. Also verließen wir den Hügel und gelangten hinunter in die Innenstadt. Die meisten Fassaden sind dezent angestrahlt, ebenso Straßen und Plätze und die Stadtführer hatten interessante Details parat, über welche wir nur staunen konnten.
Doch wie immer im Leben, die schönen Stunden vergehen viel zu schnell! An Bord zurück genehmigten wir uns ein gutes Gläschen Wein. Kurz vor Mitternacht: Leinen eingeholt, dann legten wir ab. Wir verabschiedeten uns vom Lichterzauber der ungarischen Metropole. Unter den Klängen von Mozart glitten wir langsam auf der Donau entlang und hielten auch hier den Atem an. Ganz am Ende des alten und zu Beginn des neuen Tages sogen wir diese einmaligen Impressionen tief in uns auf. Als das Schiff diesen Glanz verlassen hatte, begaben wir uns zur Ruhe.

22.05.2019: Am Donauknie – Esztergom und Szentendre


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Unser erster Blick an diesem Morgen ging aus dem Fenster. Graue Wolken zogen über das Land, es regnete und es war kühl. Ein guter Kaffee weckte die Lebensgeister und wenig später waren wir bereit, wie immer guten Mutes, um trotz des lausigen Wetters unsere Entdeckungsreise an der Donau fortzusetzen. Am frühen Morgen hatte die MS ROSSINI in Esztergom angelegt; schon vom Schiff aus war die mächtige Kuppel der Kathedrale Unserer Lieben Frau und des Heiligen Adalbert auszumachen. Der einstigen Krönungskirche der Könige Ungarns galt unser erster Besuch an diesem Tag. Per Bus gelangten wir hinauf auf den Schlossberg und staunten beim Weg über den Stephansplatz über die mächtigen Ausmaße der majestätischen Kuppelkirche, die zugleich katholischer Bischofssitz ist. Ehrfurchtsvoll betraten wir dieses Gotteshaus, wo König Stephan zum 1. König Ungarns gekrönt wurde. Es gilt als die Mutterkirche Ungarns und über der Hauptfront ist die Inschrift Haupt, Mutter und Lehrerin der ungarischen Kirchen zu lesen. Wir bestaunten über dem Hochaltar das größte auf Leinwand gemalte Bild der Welt: Michelangelo Grigoletti schuf die Darstellung der Mariä Aufnahme in den Himmel nach dem bekannten Werk von Tizian in den Jahren von 1846 – 1854. Die Zeit reichte noch für einen Blick auf die Donau und hinüber auf die östlichste Stadt des slowakischen Donaulandes, nach Sturovo.Anschließend führte uns der Ausflug entlang der Donau vorbei an Visegrad mit seiner geschichtsträchtigen, die Szene überragenden Burgruine in das Künstlerstädtchen Szentendre, das Tor zum Donauknie. Wir spazierten durch die engen Gassen vorbei an den Auslagen der Künstler und Kunsthandwerker zum Hauptplatz. Die Freizeit nutzten wir zum Stöbern in den Ateliers, Geschäften und bei den Souvenirhändlern.Zurück an Bord labten wir uns am Mittagessen. Pünktlich hatte die MS ROSSINI in Richtung Wien abgelegt. Den Nachmittag verbrachten wir heute an Bord. Er bot uns eine breite Palette an Unternehmungen: Hoteldirektor Müller stellte uns das Schiff vor und wer wollte, konnte den Maschinenraum besichtigen. Bordreiseleiter Jozef Hergott unterhielt uns mit lustigen Geschichten und Gedichten. Bordpianist Aleksej Prokopan präsentierte ein klassisches Klavierkonzert. Den weiteren Nachmittag und den Abend nutzten wir zum Entspannen an Bord.

23.05.2019: Kaiser- und Walzerstadt Wien


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Über Nacht hatten wir mit der MS ROSSINI die Donau hinauf die österreichische Hauptstadt erreicht. Bei der Stadtrundfahrt sammelten wir erste Eindrücke von der Donaumetropole. Wir betrachteten das bunte Hundertwasserhaus und bestaunten die prachtvollen Gebäude entlang der Ringstraße mit der Wiener Oper, den Palästen aus der Kaiserzeit, dem Parlament, dem Rathaus, der Wiener Hofburg und dem Burgtheater. Wir erblickten die Denkmäler von Mozart, Beethoven, Strauß und Kaiserin Maria Theresia. Von der Albertina spazierten wir vorbei an der Hofburg, den Stallungen der Lipizzaner zum Stephansdom. Es blieb etwas Zeit, um den Steffl von innen zu besichtigen oder in einem der Cafés einzukehren. Vom Schwedenplatz fuhren wir zurück zum Mittagessen an Bord.
Der Nachmittag war mit unterschiedlichen Ausflügen reich gespickt. Je nach Interesse waren der Wiener Wald, Schloss Hof oder die österreichische Nationalbibliothek das Ziel.

Wiener Wald:


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Er liegt ca. 50 km südwestlich von Wien und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Unseren ersten Halt machten wir am weltweit zweitältesten Zisterzienserkloster Stift Heiligenkreuz. Es besteht ohne Unterbrechung seit seiner Gründung im Jahr 1133: Heute leben und arbeiten hier mehr als 90 Mönche. Wir besichtigten den romanisch-gotischen Kreuzgang mit einem liebevoll gepflegten Garten und abschließend die Kirche, in der die Heiligen Messen stattfinden.
Nach etwas Freizeit fuhren wir weiter zum Kurort Baden. Wir spazierten über den Grünen Markt und durch die Gassen der Stadt bis hinauf zum idyllisch angelegten Kurpark und Casino. Schon die Römer bauten in der Region um Baden Wein an. Sie waren es auch, die die Thermen des Wienerwalds als erste nutzten. Die Heilkraft des Badener Schwefelwassers soll besonders Beschwerden des Bewegungsapparates sowie des Magens lindern. An einer Quelle vor dem Casino ließ sich dieses berühmte Heilwasser verkosten. Im Badener Kurpark erinnern ein Johann-Strauß- und Joseph Lanner-Denkmal daran, dass so manche Melodie ihre Inspiration der Stadt Baden verdankt. In Schönau, acht Kilometer von Baden entfernt, schrieb Strauß in seinem Landhaus an den beiden Operetten Eine Nacht in Venedig und an Der Zigeunerbaron.

Schloss Hof


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Unsere Fahrt führte durch das Marchfeld, vorbei an Feldern, den Donau-Auen und der Ausgrabungsstätte Römerstadt Carnuntum. Nach einer knappen Stunde erreichten wir das barocke Schloss. Wir bestaunten während der Führung die Schlossräume. Gern hätten wir auch den Festsaal bwwundert. Im Anschluss blieb uns etwas Zeit zur Besichtigung des wundervollen barocken Gartens mit seinen sieben Terrassen, von wo aus wir bis in die Slowakei und nach Bratislava blicken konnten. Je nach Lust und Zeit konnten der Gutshof mit seinen Tieren und Werkstätten sowie die Orangerie besichtigt werden.
Mit schönen Eindrücken kehrten wir nach Wien zurück.

Nationalbibliothek in der Wiener Hofburg


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Gemeinsam mit unserem örtlichen Reiseleiter Franz Paminger besichtigten wir den Prunksaal der kaiserlichen Bibliothek. Er zählt zu den schönsten historischen Bibliotheksräumen der Welt. Beim Eintreten ergriff uns dieser üppig barock ausgestattete Raum sofort. Kaiser Karl IV. hatte diese Hofbibliothek errichten lassen. Eine Mitarbeiterin der Bibliothek führte uns durch dieses Juwel und beantwortete geduldig alle unsere Fragen zur Sammlung, zu den Ordnungsprinzipien, zur Erhaltung der Bücher, zur Organisation der Ausleihe, zum Erhalt der Wandfresken, zur Ausmalung der Kuppel, zu den Prachtgloben von Vincenzo Coronelli und zur legendären Büchersammlung des Prinzen Eugen von Savoyen im Mitteloval. Gern hätten wir in den historischen Büchern geblättert ... Anschließend spazierten wir zum Kaffeehaus Frauenhuber in der Himmelpfortgasse, unweit der berühmten Kärntener Straße. Hier in einem der ältesten Kaffeehäuser der Stadt waren wir zu einem Wiener Melange und einem guten Stück, ganz egal ob Apfelstrudel, Wiener Sachertorte, Marillenkuchen oder Apfel-Mohn-Marzipan-Torte eingeladen: Kaffee und Kuchen ausgezeichnet, die Kellner typisch Wienerisch. Es hat uns äußerst gut gefallen.

Spaziergang zum Prater


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Alle Gäste, die sich nach dem vielen guten Essen an Bord ein bisschen Bewegung ersehnten, bot unser Bordreiseleiter Jozef einen Spaziergang zum Prater an. Wir machten uns in gemütlichem Tempo auf den Weg zum wohl bekanntesten Wahrzeichen des Rummelplatzes – dem 1827 errichteten Riesenrad. Wir gingen am Wurstel-Theater, dem Kugelhaus, Karussells und vielen weiteren Attraktionen für Groß und Klein vorbei und Jozef unterhielt uns mit der ein oder anderen Anekdote hierüber. Zu guter Letzt konnten wir auf dem Rückweg zur MS ROSSINI einen Blick in die eher schlicht gehaltene, nahe gelegene Franz-von-Assisi-Kirche werfen.
So verbrachten wir einen naturverbundenen oder kulturreichen Nachmittag. Da unsere MS ROSSINI Wien erst am späten Abend verlässt, blieb Zeit für einen abendlichen Spaziergang.
Die überwiegende Mehrzahl unserer Gäste traf sich zu einer unterhaltsamen Weinprobe mit Winzer Martin Kohl aus Hohenruppersdorf (Weinviertel) in der Panoramabar. Wir verkosteten fünf verschiedene Sorten köstlicher Weiß- und Rotweine und eine besondere Spezialität, das gesunde Weinviertler Walnussöl.

24.05.2019: Die Wachau – Dürnstein und Stift Melk


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Heute brach bereits der letzte Tag des Besichtigungsprogramms an. Die Donau führt viel Wasser mit sich, hatte es doch an den letzten Tagen eine Menge Regen nicht nur in Ungarn, sondern auch in Deutschland, Österreich und in der Slowakei gegeben. Wir legten bei bestem Wetter, strahlend blauem Himmel mit einigen wenigen Schönwetterwolken durchzogen, in Dürnstein, der Perle der Wachau, an. Einige Gäste genossen die Fahrt durch die wundervolle Region vom Schiff aus.
Während des Ausfluges wurden das anmutige Städtchen Dürnstein und das imposante Stift Melk besichtigt. Zuerst führte ein Spaziergang durch die Gassen von Dürnstein, wir bestaunten das Stift mit dem blau-weißen Kirchturm, wo ein Museum neu eröffnet ist, und erwarben einige der Mirabellen-Köstlichkeiten. Entlang der Donau und von Weinterrassen fuhren wir mit dem Bus nun durch die liebliche Landschaft der Wachau zum Stift Melk. Hier besichtigten wir den Prälatenhof, warfen einen Blick in die Stiftskirche und flanierten im Garten des Stiftes.
Am späten Mittag erreichten alle Gäste den Schiffsanleger unterhalb des Stiftes. Wir lagen in der zweiten Reihe, denn neun Kreuzfahrtschiffe hatten hier einen Stopp.
Den Nachmittag verbrachten wir an Bord. Die MS ROSSINI hatte Kurs auf Linz genommen. Leider gestattete es das Hochwasser der Donau nicht, bis Passau zurückzukehren. Unsere Disponenten in Kesselsdorf arbeiteten an der Veränderung der Transfers für die Rückreise und so konnten wir dies ganz entspannt zur Kenntnis nehmen und unsere Zeit an Bord weiter genießen. Unser Bordreiseleiter Jozef unterhielt uns mit einem interessanten Vortrag zu Rossini. Es blieb genügend Zeit, uns in Schale zu werfen, denn heute waren wir zum Abschluss unserer Kreuzfahrt zum festlichen Kapitänsdinner eingeladen. Die Küchencrew hatte dies erneut sehr liebevoll zubereitet. Zuvor verabschiedete uns Kapitän Deischitz mit seinen Offizieren und lud uns zu einer neuen Kreuzfahrt mit seiner, unserer MS ROSSINI ein – vielleicht bis zum Schwarzen Meer. Den kulinarischen Hochgenuss beschloss das Servieren des Desserts: Bei Musik, mit Wunderkerzen und bei bester Stimmung wurden uns Eistorten nach Pückler Art präsentiert. Das war ein ganz besonderer Abschluss unserer Kreuzfahrt!
Der Abend war interessanten Gesprächen, dem Lauschen der Musik des Bordpianisten und natürlich dem Kofferpacken vorbehalten.

25.05.2019: Rückreise


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In Linz waren wir in der Nacht angekommen. Wir hatten nun außerplanmäßig in der Werft festgemacht. Alle vier Busse waren pünktlich zur Stelle. Wir reisten bei Sonnenschein, durchzogen von kräftigen Schauern zurück.
Unterwegs ließen wir die Tage an Bord von Passau über Bratislava nach Budapest und zurück über Wien auf der sogenannten Route der Kaiser und Könige Revue passieren.

Liebe Reisegäste, liebe Fluss-KreuzfahrerInnen,
wir sagen Ihnen ein herzliches Dankeschön, dass wir mit Ihnen diese schönen Tage an und auf der Donau verbringen durften. Es hat uns viel Freude bereitet, mit Ihnen die Erlebnisse teilen zu können. Wir wünschen Ihnen bestmögliche Gesundheit und weiterhin viel Reiselust.
Sehr freuen wir uns auf ein Wiedersehen!
Herzlichst Ihre Julia Engelberg-Bischoff, Marion Kottlos, Vanessa Krüger, Mandy Rabe
und Ihr Steffen Mucke

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