Donaukreuzfahrt von Passau nach Budapest mit der MS BELVEDERE
Reisebericht: 04.05. – 11.05.2026
Die Donau gehört zu den großen Klassikern unter den Flusskreuzfahrten – und das aus gutem Grund. Kaum ein Fluss verbindet so viele Kulturen, Epochen und Charaktere auf so engem Raum.
Ein Reisebericht von
Kerstin Hugel
Anreise nach Passau
In Dresden startet unsere gemeinsame Fahrt, und unterwegs nehmen wir weitere Mitreisende an den Zustiegspunkten auf. Nachdem wir einem Stau in Regensburg ausgewichen sind erreichen wir in Passau die Anlegestelle. Es erwartete uns ein kleiner Snack in der Bar. Vor dem Abendessen wurden die ersten Ausflüge präsentiert. Anschließend konnten wir das Menü genießen.
Ypps
Über Nacht auf dem Weg nach Ybbs durchfuhren wir die ersten Schleusen. Am Morgen erreichten wir den kleinen Ort. Nach dem Frühstück konnte der Tag ganz nach eigenem Ermessen gestaltet werden. Viele nutzten die Zeit für einen Bummel durch das charmante Stadtzentrum, andere ließen es ruhiger angehen und spazierten einfach am Donauufer entlang oder besuchten das Fahrradmuseum. Wieder an Bord hieß es Leinen los unsere Reise führte uns weiter nach Wien. Mehrere Schleusungen standen auch heute auf dem Programm – und wurden zum kleinen Spektakel für sich. Viele Gäste waren fasziniert, wie zwei Schiffe mit ruhiger Präzision nebeneinander in die enge Schleuse glitten, ohne sich auch nur zu berühren. Der Nachmittag gehörte der Erholung auf Deck oder im Salon wo zum Kaffee und eingeladen wurde. Am Abend erwartete uns der Willkommensempfang des Kapitäns: Mit einem Glas Sekt wurde herzlich auf die gemeinsame Urlaubswoche angestoßen, bevor das Abendessen im Restaurant serviert wurde. Gegen 20:00 Uhr liefen wir in Wien ein – und für alle, die sich dem abendlichen Prater-Ausflug anschlossen, wurde der Tag noch einmal zu einem besonderen Erlebnis. Die Rückfahrt zum Schiff durch das nächtliche Wien hinterließ bei allen Teilnehmenden einen bleibenden, unvergesslichen Eindruck.
Wien
Gegen Mittag legte das Schiff in Wien-Nussdorf an, und unsere Stadtrundfahrt durch Wien begann. Wir bestaunten die prächtigen Bauten entlang der Ringstraße – darunter die Staatsoper, das Parlament, den Wiener Musikverein und das Rathaus. Am Burgtheater verließen wir den Bus und spazierten durch den Volksgarten, der mehr als 3.300 Rosenstöcke beherbergt, weiter zum Heldenplatz und zur Hofburg, in der das Bundeskanzleramt und das Sisi-Museum ihren Platz haben. Nach einigen Erläuterungen zur Spanischen Hofreitschule und zu den römischen Ausgrabungen am Michaelerplatz erreichten wir über den Kohlmarkt und den Graben schließlich den Stephansdom. Hier genossen wir freie Zeit für einen Besuch des Doms oder eine Pause in einem der umliegenden Cafés. Anschließend spazierten wir zum Schwedenplatz, von wo uns der Bus – vorbei am Prater – zurück zum Schiff brachte.
Budapest
Am Nachmittag erreichten wir Budapest – eine Stadt, die schon beim ersten Blick beeindruckt. Unser Schiff legte unweit der berühmten Großen Markthalle an, und gleich darauf starteten wir in eine abwechslungsreiche Stadtrundfahrt. Zunächst überquerten wir auf die Budaer Seite: Vorbei am eleganten Hotel Gellért und den Hängen des Gellértberges folgten wir der malerischen Donaupromenade. Ein Fotostopp mit dem grandiosen Blick auf das ungarische Parlamentsgebäude durfte dabei natürlich nicht fehlen. Weiter ging es an der weltberühmten Kettenbrücke entlang und durch den Budaer Tunnel in die historische Altstadt. Der Burgberg selbst blieb uns leider verwehrt – größere Busse dürfen ihn heute nicht mehr befahren. Über die Margaretenbrücke kehrten wir schließlich auf die lebhafte Pester Seite zurück. Entlang der Ringstraße erreichten wir die Große Markthalle – ein echtes Erlebnis für alle Sinne! In den belebten Gängen entdeckten wir Stände voller ungarischer Salami, feiner Weine, kräftiger Schnäpse und bunter Souvenirs. Nach dieser genussvollen Pause fuhr uns der Bus an der beeindruckenden Synagoge vorbei zum weitläufigen Heldenplatz. Da es regnete wollte keiner den Bus verlassen.
Budapest
Der Vormittag gehörte stand zur freien Verfügung – Zeit zum Entdecken, Schlendern und Genießen in dieser lebendigen Stadt. Wer noch nicht genug von Budapest bekommen hatte, nutzte die Gelegenheit für einen Bummel durch die pulsierenden Einkaufsstraßen oder einen erneuten Besuch der farbenprächtigen Großen Markthalle. Für alle, die tiefer in das Stadtleben eintauchen wollten, bot sich der fakultative Ausflug „Budapester Impressionen" an – ein kurzweiliger Streifzug durch die schönsten Facetten der ungarischen Hauptstadt. Abenteuerlustige zog es hingegen in die weite Steppe: Der fakultative Ausflug in die Puszta versprach unvergessliche Eindrücke vom ungarischen Landleben.
Bratislava
Weithin sichtbar thront sie über den Dächern der Stadt: die Bratislavaer Burg, das unverkennbare Wahrzeichen der slowakischen Hauptstadt. Auf einem Felsplateau hoch über der Donau gelegen, blickt sie auf mehr als tausend Jahre Geschichte zurück – ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 907 n. Chr. Was heute in strahlendem Weiß erstrahlt, ist das Ergebnis einer aufwendigen barocken Rekonstruktion, die dem Bau seinen charakteristischen Ausdruck verleiht. Der Bus brachte uns bequem zur Burg. Von den Terrassen und Bastionen schweift der Blick weit über die Donau, hinüber in die Ebenen der Slowakei, nach Österreich und Ungarn – ein sehr schönes Panorama. Anschließend erkundeten wir zu Fuß die Altstadt mit ihren schön restaurierten Gassen. Das Stadtbild wird geprägt von historischen Bauten wie der Oper, dem Michaelertor, dem Rathaus, der Krönungskirche und dem Nationaltheater, wo noch etwas Zeit zur freien Verfügung blieb. Vor dem Abendessen lud uns der Kapitän gemeinsam mit der Hotelmanager und dem Kreuzfahrtleiter zum Abschiedstrunk in den Salon. Dabei wurde auch die gesamte Crew vorgestellt. Mit einem Glas Sekt stießen wir auf eine erlebnisreiche Donaukreuzfahrt an – bevor wir anschließend zum festlichen Gala-Abendessen erwartet wurden.
Stift Melk
Schon nach kurzer Fahrt öffnete sich vor uns ein unvergesslicher Anblick: Stift Melk thront majestätisch über der Donau. Vom Parkplatz bot sich ein romantischer Blick über diese prachtvolle Anlage. Zu erst schlenderten wir durch die weitläufige Außenanlage. Der Park lädt mit seiner einzigartigen Gestaltung zum Innehalten und Genießen ein – ein stiller Kontrapunkt zur barocken Pracht des Gebäudes. Anschließend lud unser Guide uns in die Geschichte ein, dieser Barockbau wurde um 17. Jahrhundert erbaut und ist eine Abtei der Benediktiner. Der Rundgang führte über die Kaiserstiege zum Kaisergang. Das Stiftmuseum, den Marmorsaal, die Altane, die Stiftsbibliothek und die Stiftskirche, in der gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde, ließen uns in die vergangene Zeit eintauchen. Ein Teil der Bibliothek wird gerade renoviert, aber der Einblick in die zur Zeit noch zu besichtigende Bibliothek, zeigt Bücher, welche wie kleine Kunstwerke aussehen. In diesem Benediktinerkloster werden Schüler im Stiftgymnasium noch unterrichtet. Stift Melk - ein Juwel barocker Architektur, Teil des UNESCO Welterbes, ein himmlischer Ort.
Heimreise
Eine schöne Reise bei tollem Wetter geht zu Ende. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück heißt es heute Abschied nehmen – von Passau, von den Eindrücken dieser Tage und vielleicht auch von dem einen oder anderen Mitreisenden, der in dieser Zeit zum Freund geworden ist. Wir treten die Heimreise an und lassen die schönen Momente der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.
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