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Reisebericht: Rundreise Nordfrankreich und West-Belgien

06.07. – 13.07.2014, 8 Tage Rundreise mit Reims - Compiegne - Amiens - Naours - Boulogne-sur-Mer - Calais - Bergues - Lille - Kortrijk - Namur - Maastal - Sedan

Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg, der auch in Nordfrankreich und Belgien zu ungeheuren Zerstörungen und Verlusten an Menschenleben führte. Wir besuchen einige Stätten dieses Krieges, viele Wunden sind verheilt. Die Erinnerung aber bleibt.Nordfrankreich und Belgien – 100 Jahres nach Ausbruch des 1. Weltkrieges
Ein Reisebericht von Peter GroßerSonntag,

06.07.2014 – Erinnerung


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Vor genau 100 Jahrzehnten ahnten die Menschen in Europa noch nicht, welche grauenvollen Jahre ihnen bevorstanden. Zwar waren der österreichische Erzherzog und seine Gattin in Sarajewo schon erschossen worden, Empörung und Hass waren hochgekocht, aber es herrschte trotzdem noch eine trügerische Ruhe. Vor genau 100 Jahren, an diesem 06.07.1914 kehrte der Abgesandte des österreichisch-ungarischen Außenministeriums mit einem „Blankoscheck" aus Berlin zurück. Kaiser und Reichskanzler hatten zur Aktion gegen Serbien ermutigt und noch einmal Bündnistreue geschworen. Nun brauchte nur noch Feuer an die die Lunte des Pulverfass gelegt werden. Das europäische System der Beistandsbündnisse funktionierte perfekt, ein nicht mehr aufzuhaltender Prozess der Kriegseintritte lief wie eine Kettenreaktion in wenigen Tagen ab.
9 Millionen Soldaten und 6 Millionen Zivilisten starben im Großen Krieg der 40 Staaten.
                Täglich sagt der Chor der Toten:
                "Habt ein besseres Gedächtnis!"
Das sind die letzten Zeilen eines Gedichtes von Erich Kästner aus dem Jahre 1932, wenige Monate vor dem Machtantritt eines Regimes in Deutschland, das einen noch schrecklicheren Weltkrieg auslöste. Da half und hilft kein Verdrängen. Im Gedächtnis behalten, gedenken !
Aber es muss auch im Gedächtnis bleiben, dass wir im nächsten Jahr 70 Jahre Frieden in
Europa feiern können – wenn auch nicht auf der ganzen Welt.
Von der Grenze zu Frankreich bis Reims zieht sich eine Blutspur: Spichern, Mars-la-Tour und Gravelotte 1870, Verdun und Argonnen 1914-1918, Valmy 1792, Champagne bis nach Reims, in dem nach der Beschießung im September 1914 nur noch 14 Häuser unzerstört blieben und die Kathedrale ausbrannte. 100 Jahre danach erstrahlt die Kathedrale im alten Glanz, lächelt der Engel wieder. Nach dem Abendessen unternehmen wir einen Spaziergang zur Kathedrale und spät kehren noch einmal Gäste zurück und sind vom der Licht-Ton-Veranstaltung begeistert.

Montag, 07.07.2014 – Reims – Soissons - Compiègne


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Kaum eine Stadt ist so reich an historischen Ereignissen: bedeutende Römerstadt, die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig durch den heiligen Remigius, die 24 Krönungen (fast) aller französischen Könige, die Erfüllung der historischen Mission der Jeanne d'Arc 1429, die Kapitulation der deutschen Westarmee am 07.05.1945, dem Treffen de Gaulle mit Adenauer 1962, offizieller Beginn der deutsch-französischen Aussöhnung. Überall begegnen uns Zeugnisse aus 2000 Jahren Geschichte. Und noch eine Besonderheit hat Reims berühmt gemacht: der Champagner, mit dessen Herstellung wir bei Mumm (seit 1827) bekannt gemacht werden und den wir natürlich auch probieren.
Dann fahren wir weiter durch die friedlichen Landschaften der Champagne und der Picardie in den Tälern der Vesle und Aisne. Kleine Dörfer mir uralten Kirchen liegen abseits der Nationalstraße, der Reitweg der adligen Damen – Chemin des Dames – Kriegsschauplatz 1917, liegt in gehöriger Entfernung. Soissons wurde von beiden Seiten zu 3 Vierteln zerstört, aber die schöne gotische Kathedrale blieb nahezu unversehrt. Sie wurde ca. 40 Jahre nach der Geburt der Gotik in St.-Denis begonnen, kurz nach Notre-Dame-de-Paris, noch vor Chartres, Reims, Metz, Amiens und Beauvais.
Dann wieder ein Wechsel in die Geschichte: auf einer Lichtung in einem schönen Laubwald vor Compiègne wurde ein einem Salonwagen sowohl der Waffenstillstand 1918 wie der von 1940 unterzeichnet. Um seine Nutzung zum dritten Mal zu verhindern, wurde er 1945 zerstört. Ein baugleicher Wagen mit der Originaleinrichtung ist in einem kleinen Museum aufgestellt, in dem die die Ausführungen zur wechselvollen Geschichte des Waggons vertieft werden.
Compiègne wird bestimmt durch sein großes Palais, in dem von Louis XV bis Napoleon III
gebaut und gewohnt wurde. Vor den Stadtmauern endete auch der Siegeszug der Jeanne d'Arc mit der Gefangennahme bei einem Ausfall. Bei einem Stadtrundgang sehen wir das prächtige Rathaus mit dem Belfried und seinen 3 Stundenschlägern in Schweizer Landknechtstracht, Reste einer Burg des Enkels Karl des Großen, prächtige Pfarrkirchen und Klostergebäude.

Dienstag 08.07.2014 - Amiens und Peronne


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Wir fahren weiter nach Norden und gelangen nach Amiens. Die Stadt wird dominiert von seiner gewaltigen gotische Kathedrale, die mit 42 m Gewölbehöhe zu den höchsten zählt.
Köln hat sie um Zentimeter übertroffen – 600 Jahre später. Doreen, eine Thüringerin, die es hierher verschlagen hat, erläutert uns den reichen Figurenschmuck an den Portalen, die Standbilder und Medaillons in den Gewänden und die Darstellungen in den Bogenfeldern.
Die Kathedrale ist innen dank ihrer großen Fensterfläche sehr hell und besitzt noch ein Labyrinth auf dem Fußboden, in anderen Kirchen, wie in Reims, wurde es herausgerissen.
Wichtigster Anziehungspunkt für die Gläubigen ist eine Reliquie, das Haupt Johannes des Täufers. Im Chorumgang sehen wir den weinenden Engel, dessen Abbildung auf Postkarten bei den britischen Soldaten beliebtes Mittel war, um den Angehörigen zu signalisieren, dass ihr Situation ganz und gar nicht dem Bild entsprach, das die Zeitungen verbreiteten.
Ruhe und friedliche Stille herrschen in den Hortillonnages, den schwimmenden Gärten, durch dessen Kanäle die Kähne mit Elektroantrieb lautlos gleiten. Das große Obst- und Gemüseanbaugebiet hat sich immer mehr zum Wochenendparadies entwickelt, Gärten voller Blumen wechseln sich mit naturbelassenen Abschnitten ab.
In Peronne wird noch einmal die Erinnerung an die Kriegszeiten in diesem Gebiet wach. An einem alten Schlosses wurde in ein weißer Neubau angebaut und ein Museum (Historial de la Grande Guerre) eingerichtet. Es gibt in Europa 700 Museen des 1. Weltkrieges und 1500 des 2. Weltkrieges. 2200 weniger wäre besser gewesen. Dieses Museum ist kein Kriegsmuseum im herkömmlichen Sinne, mit einer Gegenüberstellung von Gut und Böse, sondern es zeigt den Menschen von der Vorkriegszeit über den Krieg bis zur Nachkriegszeit, ganz gleich, ob er Franzose, Engländer oder Deutscher war. Und da sind die Gemeinsamkeiten größer als man damals wahrhaben wollte.
Krönender Abschluss des Tages ist wieder eine Ton-Licht-Schau an der Kathedrale. Unser Mercure-Hotel liegt glücklicherweise nur wenige Schritte von ihr entfernt.

Mittwoch, 09.07.2014 - Naours - Opalküste - Boulogne-sur-Mer


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Wenige Kilometer nördlich Amiens liegt der kleine Ort Naours. Hier wurde eine unterirdische
Stadt in den Kreidefelsboden gegraben, um Bevölkerung und Vieh gegen die Normannenüberfälle vor 1200 Jahren zu schützen. Und immer wieder mussten sich die Bewohner in Sicherheit bringen, in den Religionskriegen, im Dreißigjährigen Krieg. Im 1. Weltkrieg wurde ein Lazarett untergebracht, im 2. Weltkrieg militärische Einrichtungen.
Etwa eine Stunde lang gehen wir durch das verwirrende Gangsystem, das schon viele Besucher empfangen hat. Montreuil. Eine hübsche kleine Stadt mit erhaltenen Wehranlagen und Zitadelle und dann die Opalküste. Berck ist ein typisches Seebad. Seit dem 2. Kaiserreich hatte es mit seinen Kliniken große Bedeutung, um vielen Tuberkulosekranken Heilung oder zumindest Linderung ihres Leidens zu bringen. Das nördlicher gelegene Le Touquet-Paris Plage ist von einem Pinienwald umgeben, in dem sich prächtige Villen angesiedelt haben. An der Seepromenade wechseln seelenlose Hochhausfassaden sich mit hübschen kleineren Häusern der Jahrhundertwende ab. Boulogne-sur-Mer hat eine besondere Attraktion. Mehr als 35.000 Tiere sind auf rund 5.000 m² in diesem modernen Nationalen Meeres-Zentrum zu sehen. Besonderen Wert wird auf die Darstellung des verantwortungsbewussten Umgangs mit den nur scheinbar unerschöpflichen Ressourcen des Meeres gelegt.

Donnerstag, 10.07.2014 Die Kaps -  - La Coupole - Bergues und Lille


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Nördlich Boulogne kommt die französische Küste der englischen bis auf 33 km ganz nahe.
Kein Wunder, dass man hier den Eurotunnel, der England und Frankreich miteinander verbindet, angelegt hat. An manchen Tagen kann man die Kreidekliffs von Dover sehen. Eben nur an manchen.
2 Kaps stoßen in Richtung Straße von Dover vor. Wegen der Farbe ihrer Gesteinsformation das graue und das weiße Kap genannt. Es weht ein kräftiger Wind, Bäume können sich nur in Bombentrichtern halten. Auch hier ist der 2. Weltkrieg nicht spurlos vorüber gegangen.
Calais, ein Hafen der schon immer große Bedeutung hatte. Fast 200 Jahre war er in englischer Hand. Hier wurde die englische Wolle angelandet, die Grundlage der blühenden Tuchindustrie in Flandern und Nordfrankreich war. Das Gesicht der Stadt ist durch Neubauten nach dem 2. Weltkrieg geprägt und durch Europas zweitgrößten Passagierhafen. Immerhin fahren täglich 60 Fähren, trotz Tunnel.
Außerhalb der Innenstadt halten wir an dem prächtigen Rathaus mit Belfried, im Stile der flämischen Renaissance vor über 100 Jahren erbaut. Davor steht die berühmte Figurengruppe Rodins der Bürger von Calais. Sechs mutige Männer hatten sich bereit- gefunden, ihr Leben zu opfern, wenn der englische König Edward III von seinen Plan ablassen würde, die Bevölkerung der Stadt, die sich 8 Monate lang gegen die Eroberung gewehrt hatte, hinrichten zu lassen. Alles ging gut aus dank der Fürsprache seiner Frau.
Bei St.-Omer besuchen wir das Museum La Coupole. Es wurde in einem unterirdischen
Bunkersystem eingerichtet, das als Abschusssystem für V2-Raketen nach England ausgebaut wurde. 25 Jahre nach Beendigung des 1. Weltkrieges hatte Vernichtungswaffen eine neue Dimension erhalten. Die Ausstellung zeigt außer den „Wunderwaffen" auch anschaulich die Leiden der KZ-Arbeiter in Dora-Mittelbau, den französischen Widerstand aber auch den Ausblick auf eine friedliche Anwendung der Raketentechnik. Ohne Forschungs- und Nutzsatelliten ist heute vieles nicht mehr vorstellbar. Dann wieder ein ganz friedlicher Ort, Begues, kreisförmig um Rathaus und Belfried angelegt, von Mauern mit mächtigen Stadttoren und Bastionen umgeben. Frankreichs erfolgreichste Filmkomödie „Willkommen bei den Schti's" hat den Ort berühmt gemacht. Die Region Nord war vom Strukturwandel am heftigsten betroffen. Steinkohlenbergbau und Textilindustrie verschwanden, Arbeitslosigkeit, unbeschreibliche Armut, Alkoholismus breiteten sich damals im „eisigen Norden" aus, aber nun entdeckte man auch die liebenswürdigen Züge der Menschen, die eine ziemlich unverständliche Sprache sprechen: ihre Gastfreundschaft, ihren Sinn fürs Teilen und ihre Großzügigkeit.
Zurück in die Großstadt: Lille, viertgrößte Stadt Frankreichs. Prächtige Bauten, die den Einfluss Flanderns zeigen, Passagen, Menschen in Straßencafés, Geschäfte, malerische
Winkel – ein Tag müsste viel länger sein.

Freitag, 11.07.2014. Ypern und Brügge


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Wir fahren nach Belgien. Unser erstes Ziel ist der deutsche Soldatenfriedhof Langemark nördlich der Stadt Ypern. Hier wurden 44.324 deutsche Soldaten bestattet, meist in einem Gemeinschaftsgrab. Viele davon waren Studenten und Notabiturienten, die sich zu Beginn des Krieges im allgemeinen Siegestaumel freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatten.
Insgesamt waren von 52.000 Studenten 30,000 dem Ruf gefolgt, meist mit ihren Professoren. Am 10.11.1914 wurden solche Freiwillige, die kaum richtig ausgebildet waren, bei einem Angriff auf den Ort Langemark eingesetzt und sinnlos in den Tod getrieben. Später wurde der „Opfergang der deutschen Jugend" heroisiert, um von der festgefahrenen Situation in Frankreich abzulenken und einen Heldenmythos für einen künftigen Krieg zu schaffen. Der Besuch ist ein bewegender Moment auf dieser Reise. „Soldatenfriedhöfe sind die großen Prediger des Friedens" Der Spruch des Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzers ist auch hier angeschrieben. „Wann wird man je verstehen" sang Marlene Dietrich.
Ypern zeigt sich als eine schöne mittelalterliche Stadt mit Kathedrale, Tuchhallen, Rathaus und Giebelhäusern, scheinbar unberührt vom Krieg. Nur die hellen Ziegel an den Häusern deuten auf die Vergangenheit hin. 4 Flandernschlachten tobten um diese Stadt. Hier setzte die deutsche Armee erstmalig Giftgas ein. Am Schluss stand in der Stadt kein Stein mehr auf den anderen. Mit Fleiß und Ausdauer wurden die Wunden wieder geschlossen. In den Tuchhallen wurde die Ausstellung „Flanders Field" eingerichtet zum Gedenken eingerichtet. Es ist kein Kriegsmuseum der üblichen Art. Schauspieler sprechen auf großen Monitoren in französischen, belgischen, englischen und deutschen Uniformen zu den Betrachtern und zeigen, dass trotz des Grauens der Funke der Hoffnung und der Menschlichkeit nicht gestorben ist. An der Menenpoort, einem Ehrentor mit den Namen von etwa 55.000 vermissten Soldaten des Commonwealth stecken kleine Holzkreuze mit Namen, Daten und der Mohnblume.
"In Flanderns Feldern blüht der Mohn zwischen den Kreuzen", heißt es in einem Gedicht des kanadische Miliärarztes und Dichter John McCrae, Der Mohn, der zwischen den Kreuzen blüht, wurde in vielen Ländern zur Blume des Friedens.
Frieden strahlt eine andere Stadt aus: Brügge, Flanderns Schönste. Von den Kriegen kaum berührt, hat der Tourismus die Stadt aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Besucher aus aller Welt werden von dieser märchenhafte Kulisse angezogen, die prächtigen Giebelhäuser der Kaufleute und Handwerker, die Museen und Kirchen mit ihren wertvollen Kunstschätzen, die figurengeschmückten Amtsgebäude im historischen Zentrum und auch die Läden mit Brügger Spitze und die etwa 50 Schokoladengeschäfte. Im Beginenhof umgibt und Stille, draußen knallen nur die Hufe der Kutschenpferde auf das Pflaster. Vom Belfried erklingt das Glockenspiel mit der „Ode an die Freude." Wie viele Touristen fahren auch wir mit dem Boot in den Grachten und schauen von hier aus auf das geschlossene Stadtbild.
Frieden liegt auch über den Feldern und Weiden Flanderns mit seinen einzelnen Gehöften, als wir nach Lille zur Übernachtung zurückfahren.

Sonnabend, 12.07.2014 - Namur - Dinant und Sedan


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Noch einmal fahren wir durch Belgien, von Tournoi (hier zogen die Merowinger nach Soissons aus) über Mons und Charleroi (dem ehemaligen Kohle- und Stahlgebiet) nach Namur. Die Stadt liegt an der Einmündung der Sambre in die Maas. Schon die Grafen haben eine Burg auf einen Felssporn gebaut, später Holländer und natürlich Vauban und das 19.Jhdt. die Festung ausgebaut. Zwanzigmal wurde sie belagert und ebenso viele Male eingenommen. Wir schauen uns die Anlagen an, an der Flussmündung erwartet uns dann der Bus. Die Strecke nach Dinant ist bestimmt der schönste Teil des Maastales. Kleine, blumengeschmückte Dörfer, staatliche Anwesen am Flussufer, bizarre Felsen wie die abgespaltene Felswand des Rocher Bayard, der in der Sage von den 4 Haimonskindern eine große Rolle spielt. Dinant wird ebenfalls von einer Zitadelle überragt, seine gotische Kirche ist ebenso einen Besuch wert wie der eines Bäckerladens, in dem das berühmte Figurengebäck von Dinant angeboten wird. Auch die Kupferverarbeitung spielte eine große Rolle, nicht zu vergessen Dinants größter Sohn, Alphonse Sax. Das von ihm erfundene Instrument schmückt in vielfacher bunter Ausfertigung die Brücke.
Belgien, aber auch Frankreich und Luxemburg haben mit dem Waldgebirge der Ardennen ein schönes Naturparadies. Im Tal der Semois, noch kurz vor der Grenze zu Frankreich, erhebt sich auf einen Felsen die Stammburg jenes Gottfrieds von Bouillon, der den ersten Kreuzzug leitete und König von Jerusalem wurde. Vom Burgberg aus blicken wir auf den kleinen Ort mit seinen sauberen weißen Häusern.
Kurz danach weist nur ein blaues Schild mit 12 Sternen darauf hin, dass wir wieder von Belgien nach Frankreich wechseln. Was für eine Entwicklung in nur 2 Jahrzehnten.
In Sedan treffen wir auf die 3. Festung auf dieser kurzen Entfernung. Sie ist aber auch unser letzter Übernachtungsort. In den Mauern der Burg aus dem 14.Jhdt. wurde ein stilvolles Hotel eingerichtet. Nach einer Führung über Türme und Bastionen empfängt uns ein ausgezeichnetes Restaurant mit seiner französischen Küche, die nicht nur den Gaumen, sondern mit seinen farbenfrohen Kreationen auch das Auge anspricht.

Sonntag, 13.07.2014
Es sind schöne Landschaften, durch die es in die Heimat geht: die Ardennen, der waldreiche Süden Luxemburg, die Weinhänge der Mosel, der Rhein bei Koblenz, das Lahntal, Waldhessen. Eine interessante Reise mit bewegenden Momenten der Erinnerung, aber auch mit der Freude über die Schönheiten der Landschaften und alter Städte - 100 Jahre danach - geht zu Ende.
Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit.

"Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir erschaffen sie selbst: Sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen" . Dostojewski

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Der Ausspruch von Dostojewski hat es auf den Punkt gebracht und der Reisebericht ist ein wunderbarer Nachweis über die Reise. Es waren unvergessliche Eindrücke von der Schönheit des Landes, der kulturellen Vielfalt der Region und der Liebe der Franzosen zu ihrer Geschichte. Das Besondere war aber die Rückbesinnung auf die Ereignissen vor 100 Jahren. Besonders die Videosentenzen mit den nachgestellten Berichten der Akteure von damals als Zeitzeugen gingen unter die Haut. Wir bedanken uns besonders beim Reiseleiter, Herrn Großer, der,wie immer, mit viel Engagement, Sachkenntnis, Einfühlungsvermögen und Organisationstalent die vielen einzelnen Ereignisse gemäß Programm gemanagt und die Harmonie in der Gruppe gesichert hat. Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit für die Zeit, wenn er die Reiseleitertätigkeit reduzieren wird.

Sieglinde + Gerold Klug
22.07.2014

Ihrem Kommentar ist kaum etwas hinzuzufügen. Es war eine der bedeutsamsten Reisen für mich. Besonders in Langemark nahm das Gesicht des Krieges konkrete Gestalt an, und die deutsch- französische Aussöhnung durch das Treffen de Gaulles mit Adenauer bekam nochmal ganz besonderes Gewicht. Möge Albert Schweitzers Spruch für immer wirksam bleiben. Ich danke Herrn Großer, der sich mit dieser Reise um eine niveauvolle Erinnerungskultur verdient gemacht hat und wünsche ihm alles Gute.

Uta Hoppe 04.08.2014
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