Rundreise Frankreich – Schlösser & Gärten der Loire
Reisebericht: 25.04. – 03.05.2026
Die Schlösser im Loiretal sind prächtige Bauwerke der Renaissance. Sie zeigen den Reichtum des Adels und zählen heute zum UNESCO-Weltkulturerbe...
Ein Reisebericht von
Katrin Deutschbein
1. Tag – Samstag, 25.04.2026: Anreise nach Reims (ab Dresden = 924 Bus–km)
Unsere Reise nach Frankreich begann früh am Morgen in Dresden, als alles noch ruhig und verschlafen wirkte. Voller Vorfreude machten wir uns mit unserem modernen 5-Sterne-Reisebus auf den Weg und durchquerten die sanften Landschaften Sachsens, Thüringens, Hessens, Baden-Württembergs und von Rheinland-Pfalz bis wir schließlich das Saarland hinter uns ließen und die Grenze nach Frankreich passierten. Mit jedem Kilometer wuchs unsere Aufregung auf ein neues Land und neue Eindrücke. Die Straßen führten uns durch Lothringen bis in die berühmte Champagne, wo wir am Abend unser Ziel, die Stadt Reims, erreichten. In unserem Hotel am südwestlichen Stadtrand angekommen, ließen wir den langen Reisetag bei unserem ersten gemeinsamen Abendessen ausklingen. Müde, aber glücklich saßen wir zusammen, tauschten Eindrücke aus und spürten, dass diese Reise etwas Besonderes werden würde. Voller Erwartung blickten wir auf die kommenden Tage – gespannt auf all die Erlebnisse, die noch vor uns lagen.
2. Tag – Sonntag, 26.04.2026: Stadtrundgang in Reims – Paris (196 Bus–km)
Der Tag begann erneut früh – es war Sonntag, und wir wollten die besondere Morgenstimmung nutzen. Noch vor dem Trubel fuhren wir in die Innenstadt von Reims zur berühmten Kathedrale Notre-Dame de Reims. Die gotische Kathedrale beeindruckte uns sofort, denn über Jahrhunderte hinweg wurden hier die französischen Könige gekrönt – ein Ort, der Geschichte atmet und zugleich eine ruhige, fast feierliche Atmosphäre ausstrahlt. Im Anschluss schlenderten wir bei strahlendem Sonnenschein mit unserem Stadtführer Robert durch die Stadt. Vom weitläufigen Place Royale aus führte uns der Weg vorbei an der Markthalle bis zum Porte de Mars, einem imposanten römischen Triumphbogen aus dem 3. Jahrhundert, der noch heute eindrucksvoll von der antiken Vergangenheit der Stadt zeugt. Ein entspannter Spaziergang über den lebendigen Place Drouet d’Erlon mit seinen Cafés und Brunnen rundete unseren Rundgang angenehm ab. Mit vielen ersten Eindrücken im Gepäck machten wir uns anschließend auf den Weg nach Paris. Direkt an der prächtigen Opéra Garnier trafen wir auf unsere Fluggäste und unsere Reiseleiterin Hilde – nun war unsere Gruppe vollständig. Für einen ersten Überblick ging es hinauf auf die Aussichtsterrasse der Galeries Lafayette. Der Blick über die Dächer von Paris war beeindruckend und ließ die Vorfreude auf die kommenden Tage wachsen. Anschließend erkundeten wir die Stadt bei einer ausführlichen Rundfahrt. Der ruhige Sonntagsverkehr kam uns dabei sehr entgegen, sodass wir immer wieder Zeit für kurze Stopps hatten. Wir sahen unter anderem den monumentalen Arc de Triomphe, fuhren entlang der berühmten Champs-Élysées und standen schließlich ganz nah vor dem Eiffelturm. Ein Fotostopp am Invalidendom sowie ein Spaziergang durch den Jardin du Luxembourg gaben uns weitere Eindrücke dieser vielseitigen Stadt. Am Abend kehrten wir im traditionsreichen Restaurant
„Les Noces de Jeannette“ ein. In entspannter Atmosphäre ließen wir den Tag bei einem köstlichen Essen ausklingen. Müde, aber erfüllt von den vielen Eindrücken, erreichten wir schließlich unser Hotel an der Seine im östlichen Vorort Ivry – und freuten uns auf alles, was noch kommen würde.
3. Tag – Montag, 27.04.2026: Kathedrale in Chartres – Königsschloss Blois – Kutschfahrt in Blois entlang der Loire – Tours (301 Bus–km)
Am heutigen Tag führte uns unsere Reise zunächst nach Chartres, das malerisch auf einem Hügel an der Eure liegt. Schon von weitem zog die gewaltige Silhouette der Kathedrale Notre-Dame de Chartres unsere Blicke auf sich. Beim Näherkommen wurde schnell klar, warum sie zu den bedeutendsten Bauwerken Frankreichs zählt und bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Im Inneren erwartete uns eine ganz besondere Atmosphäre: Das Licht fiel durch die berühmten mittelalterlichen Glasfenster und tauchte den Raum in ein faszinierendes Farbspiel – von warmen Rottönen bis hin zum tiefen, beinahe mystischen Chartres-Blau. Es war einer dieser stillen Momente, in denen man einfach innehält und die Wirkung des Ortes auf sich wirken lässt. Am frühen Nachmittag erreichten wir Blois, einst Residenz der französischen Könige. Bei einer gemütlichen Kutschfahrt entlang der Loire genossen wir die vorbeiziehende Landschaft. Natürlich durfte eine Schloss-Besichtigung in Blois nicht fehlen, diese zeigte uns dann ein faszinierendes Zusammenspiel verschiedener Baustile – von der Gotik bis zur Renaissance. Besonders beeindruckend war der kunstvoll gestaltete achteckige Treppenturm, der fast wie ein steinernes Kunstwerk wirkte. Mit vielen neuen Eindrücken setzten wir unsere Fahrt nach Tours fort, ins Herz der Touraine. Dort bezogen wir unser zentral gelegenes Hotel, das für die kommenden Tage unser Ausgangspunkt sein sollte. Langsam stellte sich ein Gefühl von Ankommen ein – und die Vorfreude auf die nächsten Entdeckungen im Loiretal wuchs spürbar.
4. Tag – Dienstag, 28.04.2026: Villandry mit Schloss & Gärten– Schloss Azay–le–Rideau – Stadtrundgang in Tours (72 Bus–km)
Unser Tag begann mit einem Besuch des beeindruckenden Schloss Villandry aus dem 16. Jahrhundert. Schon beim ersten Blick wurde deutlich, dass hier nicht nur ein Schloss, sondern ein wahres Gesamtkunstwerk auf uns wartete. Besonders die Gärten hinterließen einen bleibenden Eindruck – auf drei Ebenen angelegt, spiegeln sie die Eleganz der Renaissance wider. Oben der ruhige Wassergarten, gespeist vom Vieux Cher, darunter kunstvoll gestaltete Ziergärten mit symmetrischen Ornamenten – und ganz unten der Küchengarten, der uns besonders überraschte. In liebevoller Ordnung wuchsen hier Kohl, Rote Bete, Salate und Kräuter in verschiedensten Farben und Formen. Es wirkte fast wie ein lebendiges Gemälde und zeigte, wie kreativ selbst ein Nutzgarten sein kann. Nur eine kurze Fahrt entfernt erwartete uns das romantische Schloss Azay-le-Rideau. Malerisch am Ufer der Indre gelegen, spiegelte sich das elegante Wasserschloss im ruhigen Fluss – ein Anblick, der fast märchenhaft wirkte. Im Inneren erkundeten wir reich verzierte Räume mit kunstvollen Decken, historischen Möbeln und prächtigen Wandteppichen, die von längst vergangenen Zeiten erzählten.
Am Nachmittag führte uns unser Weg zurück nach Tours. Bei einem entspannten Rundgang durch die Altstadt tauchten wir in eine ganz andere Atmosphäre ein – enge Gassen, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und lebendige Plätze. Besonders eindrucksvoll war die Kathedrale Saint-Gatien, deren filigrane Architektur noch einmal die große Baukunst vergangener Jahrhunderte widerspiegelte. So klang der Tag ruhig aus – erfüllt von schönen Eindrücken, die noch lange nachwirkten.
5. Tag – Mittwoch, 29.04.2026: Freizeit in Tours – Amboise mit Schloss & Clos Lucé (53 Bus–km)
Der heutige Vormittag stand uns zur freien Verfügung, was wir sehr genossen. Tours zeigte sich dabei von seiner schönsten Seite: Viele nutzten die Zeit für eigene Entdeckungen oder einen entspannten Spaziergang entlang der Loire. Die ruhige Flusslandschaft, das Licht und die gelassene Atmosphäre machten diesen Vormittag zu einer wohltuenden Pause im Reiseprogramm. Nach dem Mittag erreichten wir Amboise, wo wir zunächst das eindrucksvolle Schloss Amboise besichtigten. Hoch über der Loire gelegen, bot es nicht nur eine lange königliche Geschichte, sondern auch weite Ausblicke über das Tal. Die Mischung aus mächtigen Mauern, eleganten Wohnräumen und der besonderen Lage verlieh dem Schloss eine eindrucksvolle Präsenz. Im Anschluss spazierten wir zum nahegelegenen Clos Lucé, dem ehemaligen Wohnsitz von Leonardo da Vinci. In dem gut erhaltenen Herrenhaus spürte man noch heute die kreative Atmosphäre des großen Denkers und Künstlers. Modelle seiner Erfindungen und Einblicke in sein Leben machten den Besuch besonders lebendig und greifbar. Am Abend erwartete uns schließlich ein stimmungsvoller Abschluss – ein Abendessen in einem rustikalen Felsen-Restaurant bei Amboise. In besonderer Atmosphäre, umgeben von warmem Licht und Felswänden, genossen wir regionale Speisen und einen guten Wein. Die entspannte Stimmung und die gemeinsamen Gespräche rundeten diesen erlebnisreichen Tag harmonisch ab.
6. Tag – Donnerstag, 30.04.2026: Chisseaux – Bootsfahrt auf dem Cher – Wasserschloss Chenonceaux – Weinprobe in Civray–de–Touraine (88 Bus–km)
Nach einem erneut guten Frühstück führte uns unser Weg zunächst nach Chisseaux. Dort bestiegen wir ein Ausflugsboot, das uns gemächlich über den Cher bis zum beeindruckenden Schloss Chenonceau und wieder zurück brachte. Schon vom Wasser aus bot sich uns ein ganz besonderer Blick auf dieses außergewöhnliche Bauwerk. Bei der anschließenden Besichtigung wurde schnell deutlich, warum Chenonceau zu den eindrucksvollsten Schlössern der Loire zählt. Anders als viele andere liegt es nicht nur am Wasser – es überspannt den Fluss mit einer eleganten, brückenartigen Bogenkonstruktion. Das Schloss scheint förmlich auf dem Wasser zu schweben und fügt sich harmonisch in die umliegende Landschaft ein. Wir nutzten die Zeit für einen Spaziergang durch die liebevoll angelegten Gärten, deren klare Formen und Farben wunderbar mit der Weite der Landschaft und dem ruhigen Wasser des Cher zusammenspielten. Auch im Inneren, im sogenannten „Damenschloss“, spürte man die besondere Geschichte dieses Ortes, die eng mit bedeutenden Frauen wie Katharina von Medici verbunden ist. Am Nachmittag erwartete uns ein weiterer Höhepunkt: eine Weinprobe in Civray-de-Touraine beim Weingut Le Père Auguste. In entspannter Atmosphäre konnten wir die regionalen Weine verkosten und mehr über ihre Herstellung erfahren – ein genussvoller Abschluss dieses erlebnisreichen Tages. Mit vielen Eindrücken und einem Hauch von französischer Lebensart im Gepäck kehrten wir schließlich zurück in unser Hotel nach Tours.
7. Tag – Freitag, 01.05.2026: Schloss Cheverny – Schloss Chambord – Fontainebleau (248 Bus–km)
Heute hieß es Abschied nehmen von Tours – Koffer packen und weiterziehen. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir Cheverny und besuchten das elegante Schloss Cheverny. Schon auf den ersten Blick fiel der ungewöhnlich klare Baustil auf – ein harmonischer Übergang vom Barock zum Klassizismus, der sich deutlich von den anderen Loire-Schlössern abhebt. Während die äußere Erscheinung durch ihre Symmetrie und Ruhe beeindruckte, wirkten einige Innenräume eher üppig und fast schon überladen – ein Eindruck, der in der Gruppe durchaus unterschiedlich aufgenommen wurde. Ein besonderes Highlight war die berühmte Hundemeute, die noch heute in den Zwingern gehalten wird und dem Schloss eine ganz eigene Note verleiht. Anschließend ging es weiter zum wohl bekanntesten Schloss der Region, dem imposanten Schloss Chambord. Schon die Anfahrt gestaltete sich an diesem Feiertag etwas Geduld erfordernd – ein großer Trödelmarkt lockte zahlreiche Besucher an, sodass wir uns langsam durch den Verkehr bewegten. Doch die Mühe lohnte sich – Chambord beeindruckte sofort mit seiner gewaltigen Größe und seiner prachtvollen Renaissance-Architektur. Im Inneren erwarteten uns reich verzierte Räume, kunstvolle Kamine und die berühmte doppelläufige Wendeltreppe – ein architektonisches Meisterwerk, das oft mit Leonardo da Vinci in Verbindung gebracht wird. Überall entdeckten wir die Symbole von Franz I. von Frankreich, insbesondere den Salamander, der sich wie ein roter Faden durch das Schloss zieht. Trotz der vielen Besucher gelang es uns, die besondere Atmosphäre dieses beeindruckenden Bauwerks auf uns wirken zu lassen. Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen von unserer Reiseleiterin Hilde, die uns in den vergangenen Tagen mit viel Wissen und Engagement begleitet hatte. Mit vielen Eindrücken im Gepäck setzten wir unsere Fahrt fort in Richtung Fontainebleau, wo wir unweit der Stadt unsere nächste Unterkunft bezogen. Ein ereignisreicher Tag klang ruhig aus – und langsam näherte sich unsere Reise ihrem letzten Abschnitt.
8. Tag – Samstag, 02.05.2026: Schloss Fontainebleau mit weitläufigen Gartenanlagen – Weiterreise nach Metz (401 Bus–km)
Am vorletzten Reisetag erwartete uns noch einmal ein ganz besonderes Highlight – das beeindruckende Schloss Fontainebleau. Ursprünglich als Jagdschloss angelegt, wurde es über Jahrhunderte von den französischen Königen erweitert und zu einem der bedeutendsten Renaissance-Schlösser des Landes ausgebaut. Besonders unter Franz I. von Frankreich und Heinrich II. von Frankreich entstand hier ein prachtvoller Bau, der Geschichte auf Schritt und Tritt spürbar macht. Ein besonders eindrucksvoller Ort war die berühmte Hufeisentreppe, auf der sich Napoleon Bonaparte im Jahr 1814 von seiner Garde verabschiedete – ein Moment, der bis heute nachwirkt. Auch die prunkvollen Gemächer und die weitläufigen Gartenanlagen hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck und luden noch einmal dazu ein, in Ruhe durchzuatmen und die Reise Revue passieren zu lassen. Gegen Mittag verabschiedeten wir uns von unseren Fluggästen, die ihre Heimreise vom Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle antraten. Für uns ging die Fahrt weiter nach Metz, malerisch an der Mosel gelegen. Am Abend zeigte sich die Stadt von ihrer schönsten Seite: Die Kathedrale Saint-Étienne und viele Gebäude der Altstadt wurden stimmungsvoll beleuchtet und verliehen Metz seinen Beinamen „Stadt des Lichts“. Bei einem entspannten Spaziergang durch die Gassen ließen wir die vergangenen Tage noch einmal auf uns wirken. So fand unsere Reise einen ruhigen und stimmungsvollen Abschluss – voller Eindrücke, die uns sicher noch lange begleiten werden.
9. Tag – Sonntag, 03.05.2026: Rückreise (bis Dresden = 713 Bus–km)
Nach dem Frühstück hieß es endgültig Abschied nehmen von Frankreich. Unsere Rückreise führte uns vorbei an Saarbrücken zurück in die Heimat. Während die Landschaft langsam an uns vorbeizog, ließen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren – voller Bilder von prachtvollen Schlössern, lebendigen Städten und besonderen Momenten. Mit vielen Eindrücken im Gepäck und einem Hauch französischer Lebensart kehrten wir schließlich über die deutschen Autobahnen zu unseren Ausgangspunkten zurück. Die Heimfahrt verlief angenehm ruhig, sodass wir pünktlich und ohne größere Verzögerungen ankamen – im Kopf noch immer die Erinnerungen an eine abwechslungsreiche und eindrucksvolle Reise durch das Herz Frankreichs.
Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen unseren Gästen bedanken. Es war schön, diese Reise gemeinsam mit Ihnen/Euch erleben zu dürfen.
Für die Zukunft wünschen wir Ihnen/Euch alles Liebe und Gute – vor allem Gesundheit und weiterhin viel Freude am Reisen und Entdecken.
Ihr/Euer Buschauffeur Andreas und Ihre/Eure Reiseleiterin Katrin
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns auf einer meiner nächsten Reisen wiedersehen:
https://www.eberhardt-travel.de/ueber-mich/katrin-deutschbein/64?
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