Zugreise Alpen – zwischen Schweiz und Côte d`Azur
Reisebericht: 04.06. – 12.06.2026
Ein Rückblick auf neun unvergessliche Tage zwischen Schweizer Alpen, Provence und Côte d'Azur.
„Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“ – Goethe
Ein Reisebericht von
Sabine Möllering-Stork
Anreise nach Mulhouse und Besuch der Cité du Train (Stadt der Züge)
Früh am Morgen um 5:00 Uhr startete unsere Reisegruppe mit zunächst 15 Gästen in Dresden. Die weitere Route führte über Nossen, Jena, Neudietendorf und Karlsruhe, wo weitere Reiseteilnehmer zustiegen. Eine Teilnehmerin begrüßte die Gruppe bereits direkt an der Cité du Train in Mulhouse, während zwei weitere Gäste erst am Abend im Hotel zu uns stießen.
Die Anreise verlief ausgesprochen angenehm und ohne nennenswerte Verzögerungen oder Zwischenfälle. Aufgrund des Feiertags Fronleichnam waren die Autobahnen vielerorts überraschend frei, sodass wir zügig vorankamen. Dank des reibungslosen Reiseverlaufs erreichten wir Mulhouse bereits gegen 16:15 Uhr.
So blieb ausreichend Zeit für den Besuch der beeindruckenden Cité du Train, des größten Eisenbahnmuseums Europas. Auf dem weitläufigen Gelände konnten historische Dampflokomotiven, elegante Salonwagen und moderne Hochgeschwindigkeitszüge besichtigt werden. Die Ausstellung vermittelte eindrucksvoll die Entwicklung der Eisenbahn von ihren Anfängen bis in die Gegenwart und bot zahlreiche interessante Einblicke für Eisenbahnfreunde ebenso wie für kulturgeschichtlich Interessierte.
Nach diesem gelungenen Auftakt bezogen wir unser Hotel und ließen den ersten Reisetag in angenehmer Runde ausklingen. Die Vorfreude auf die kommenden Tage zwischen Alpen, Provence und Côte d'Azur war bei allen deutlich spürbar.
Von Mulhouse über Interlaken nach Martigny
Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Mulhouse und setzten unsere Reise mit dem Bus in Richtung Schweiz fort. Vorbei an beeindruckenden Berglandschaften erreichten wir gegen Mittag Interlaken, das malerisch zwischen Thuner- und Brienzersee liegt und zu den bekanntesten Ferienorten der Schweiz zählt.
Bis etwa 13 Uhr blieb ausreichend Zeit für einen Aufenthalt. Gemeinsam unternahmen wir einen Spaziergang in das benachbarte Unterseen. Die kleine historische Stadt gilt als die ruhigere und ursprünglichere Seite der Region. Besonders die gut erhaltene Altstadt mit ihren traditionellen Häusern, kleinen Plätzen und gemütlichen Gassen vermittelte einen Eindruck vom historischen Berner Oberland. Auf dem Rückweg führte unser Weg wieder durch Interlaken, bevor uns der Bus zum Bahnhof nach Gstaad brachte.
Gstaad zählt zu den bekanntesten Ferienorten der Schweizer Alpen und genießt einen internationalen Ruf als exklusiver Urlaubsort. Trotz seiner Beliebtheit hat sich das Dorf seinen ursprünglichen Chalet-Charakter und seinen besonderen alpinen Charme bewahrt.
Von Gstaad aus begann ein weiterer Höhepunkt der Reise: die Fahrt mit dem MOB-Zug auf der berühmten GoldenPass Panoramic Line nach Montreux. Während der Fahrt zogen grüne Almen, traditionelle Bergdörfer, tiefe Täler und herrliche Ausblicke auf die Alpenlandschaft an den Panoramafenstern vorbei. Je näher wir Montreux kamen, desto beeindruckender wurden die Ausblicke auf den Genfer See. Der tiefblaue See, eingerahmt von Weinbergen und den umliegenden Bergen, bot ein atemberaubendes Panorama und sorgte für zahlreiche begeisterte Blicke und Fotomotive.
In Montreux angekommen, unternahmen wir einen Spaziergang entlang der berühmten Seepromenade. Dort befindet sich auch das bekannte Freddie-Mercury-Denkmal. Die Bronzestatue erinnert an den Sänger der Rockband Queen, der viele Jahre in Montreux lebte und arbeitete. Freddie Mercury schätzte die besondere Atmosphäre der Stadt und nahm hier mehrere Alben auf. Bis heute ist das Denkmal direkt am Genfer See ein beliebter Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt.
Bevor wir unsere Fahrt fortsetzten, legten wir noch einen Fotostopp am Château de Chillon ein. Die auf einem Felsen direkt am Ufer des Genfer Sees gelegene Wasserburg zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Schweiz und bot ein wunderschönes Fotomotiv vor der Kulisse von See und Bergen.
Anschließend führte uns die Fahrt entlang des Rhônetals weiter nach Martigny, wo wir unser nächstes Hotel bezogen und den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen ließen.
Von Martigny über Vallorcine nach Chamonix
Nach dem Frühstück erkundeten wir zunächst Martigny. Bei einem kleinen Stadtspaziergang lernten wir die Geschichte der Stadt kennen und besuchten die bedeutenden römischen Ausgrabungen sowie das Amphitheater, das von der langen Vergangenheit Martignys als wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Rhônetal zeugt. Direkt nebenan befindet sich das Barryland-Museum, das den berühmten Bernhardinerhunden gewidmet ist und interessante Einblicke in deren Geschichte vermittelt.
Anschließend stiegen wir in den Mont-Blanc-Express. Die Bahnstrecke zählt zu den schönsten Alpenbahnen der Region und führt durch eine eindrucksvolle Gebirgslandschaft mit tiefen Schluchten, rauschenden Gebirgsbächen und herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Berge. Während der Fahrt konnten wir die abwechslungsreiche Landschaft in aller Ruhe genießen.
Gegen Mittag erreichten wir Vallorcine, wo unser Bus bereits auf uns wartete. Von dort aus fuhren wir weiter nach Chamonix am Fuße des Mont Blanc.
Für den Aufenthalt in Chamonix standen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Viele Gäste nutzten das ausgezeichnete Wetter für die Auffahrt auf die Aiguille du Midi. Die spektakuläre Seilbahn bringt ihre Fahrgäste auf 3.842 Meter Höhe und eröffnet einen beeindruckenden Blick auf den Mont Blanc, die umliegenden Gletscher und zahlreiche Gipfel der Alpen.
Ein weiterer Teil der Gruppe entschied sich für den Ausflug zum berühmten Mer de Glace, dem „Eismeer“. Mit der historischen Zahnradbahn ging es hinauf zu Frankreichs größtem Gletscher. Neben den eindrucksvollen Ausblicken auf die Eislandschaft stand auch die Besichtigung der Gletschergrotte auf dem Programm, die einen faszinierenden Einblick in das Innere des Gletschers ermöglichte.
Andere Gäste nutzten die Zeit für eine Rundfahrt mit dem Petit Train von Chamonix. Die kleine Bimmelbahn führte bequem durch den bekannten Alpenort und bot interessante Informationen zur Geschichte, zu den Sehenswürdigkeiten und zur Entwicklung Chamonix' als Zentrum des Alpinismus.
Am Nachmittag traf sich die gesamte Gruppe wieder in Chamonix. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck setzten wir unsere Reise fort und fuhren durch die beeindruckende Alpenlandschaft weiter nach Échirolles bei Grenoble.
Dort bezogen wir unser Hotel und konnten den warmen Sommerabend in angenehmer Atmosphäre ausklingen lassen. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Essen auf der Terrasse ausklingen und blickten auf die Erlebnisse des Tages zurück. Nach den beeindruckenden Ausblicken auf den Mont Blanc, den Gletscherwelten und den vielfältigen Erlebnissen in Chamonix ging ein abwechslungsreicher und erlebnisreicher Reisetag zu Ende.
Grenoble, die Bastille und die Route Napoléon
Nach dem Frühstück stand zunächst Grenoble auf dem Programm. Die Stadt, die aufgrund ihrer Lage zwischen mehreren Gebirgsketten oft als „Hauptstadt der Alpen“ bezeichnet wird, beeindruckte mit ihrer reizvollen Umgebung und ihrer bewegten Geschichte.
Ein besonderer Höhepunkt war die Fahrt mit der Seilbahn zur Bastille, dem Wahrzeichen der Stadt. Hoch über Grenoble gelegen, bietet die ehemalige Festungsanlage einen beeindruckenden Blick auf die Stadt sowie die umliegenden Gebirgszüge von Vercors, Chartreuse und Belledonne. Bei unserem Aufenthalt konnten wir die weitläufige Festung erkunden und die herrlichen Ausblicke auf die Alpen genießen.
Anschließend setzten wir unsere Reise auf der berühmten Route Napoléon fort. Die historische Strecke erinnert an den Marsch Napoleons im Jahr 1815 von der Mittelmeerküste nach Paris. Die Fahrt führte durch abwechslungsreiche Landschaften, vorbei an Bergen, Schluchten und malerischen Orten der französischen Alpen und Provence.
Am frühen Abend erreichten wir pünktlich Sisteron, das oft als „Tor zur Provence“ bezeichnet wird. Die Stadt liegt malerisch am Fluss Durance und wird von ihrer imposanten Zitadelle überragt. Nach dem Bezug der Zimmer nutzten viele Gäste die Gelegenheit zu einem Spaziergang durch den historischen Altstadtkern. Die engen Gassen, kleinen Plätze und die typisch provenzalische Atmosphäre luden dazu ein, den Ort auf eigene Faust zu entdecken.
Nach einem abwechslungsreichen Tag zwischen Alpenpanorama, Geschichte und beeindruckenden Landschaften ließen wir den Abend in unserem Hotel in Sisteron gemütlich ausklingen.
Moustiers–Sainte–Marie, Lac de Sainte–Croix und die Verdon–Schlucht
Nach einem zeitigen Frühstück verließen wir unser Hotel in Sisteron und machten uns auf den Weg zu einem der landschaftlichen Höhepunkte unserer Reise – dem Grand Canyon du Verdon.
Unser erster Stopp führte uns nach Moustiers-Sainte-Marie, einem der schönsten Dörfer Frankreichs. Der malerische Ort schmiegt sich zwischen zwei steile Felswände und ist weit über die Grenzen der Provence hinaus für seine Fayence-Keramik bekannt. Bei einem Rundgang durch die engen Gassen konnten wir den besonderen Charme des Dorfes erleben. Besonders beeindruckend waren die hoch über dem Ort gelegene Kapelle Notre-Dame-de-Beauvoir sowie der berühmte goldene Stern, der zwischen den beiden Felsen über dem Dorf gespannt ist und seit Jahrhunderten als Wahrzeichen von Moustiers-Sainte-Marie gilt.
Anschließend erreichten wir den Lac de Sainte-Croix. Der türkisfarbene Stausee bildet den westlichen Ausgang der Verdon-Schlucht und zählt zu den schönsten Seen Südfrankreichs. Bei einem Fotostopp bot sich ein herrlicher Blick auf das glasklare Wasser und die umliegende Landschaft.
Danach begann die Fahrt entlang der berühmten Corniche Sublime auf der D71, einer der spektakulärsten Panoramastraßen Frankreichs. Die Route verläuft entlang der Südseite der Verdon-Schlucht und bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die bis zu 700 Meter tiefen Felswände und die beeindruckende Schluchtenlandschaft.
Mehrfach legten wir Fotostopps an den schönsten Aussichtspunkten ein, um die einzigartige Naturkulisse zu genießen. Ein besonderer Höhepunkt war der Aufenthalt an der Pont de l'Artuby. Die Brücke überspannt die Schlucht in großer Höhe und eröffnet einen spektakulären Blick in die Tiefe. Hier wurde die gewaltige Dimension des Canyon du Verdon besonders eindrucksvoll sichtbar.
Die beeindruckende Kombination aus schroffen Felsen, tief eingeschnittenen Schluchten und dem leuchtenden Türkis des Verdon machte diesen Tag zu einem der landschaftlichen Höhepunkte unserer Reise.
Die berühmten Lavendelfelder präsentierten sich noch vor der Blüte und ließen nur erahnen, welches Farbenspiel sie wenige Wochen später bieten würden.
Am späten Nachmittag ließen wir die Berglandschaften der Provence hinter uns und fuhren weiter in Richtung Mittelmeer. Gegen Abend erreichten wir Nizza, die elegante Hauptstadt der Côte d'Azur. Hier bezogen wir unser Hotel, das für die kommenden drei Nächte unser Zuhause sein sollte. Nach einem erlebnisreichen Tag freuten sich alle auf die kommenden Entdeckungen an der französischen Riviera.
Beim gemeinsamen Abendessen kam es zu einigen unerwarteten und durchaus amüsanten Situationen, die bei vielen Gästen für Heiterkeit sorgten. Mit viel Humor und Gelassenheit wurden die kleinen Überraschungen des Abends aufgenommen, sodass die gute Stimmung jederzeit erhalten blieb. Für einen besonders unterhaltsamen Abschluss sorgte schließlich ein Kellner, der den Gästen noch ein kurzes Ständchen darbot. So wurde auch dieser Abend zu einer schönen und unvergesslichen Erinnerung an die Reise.
Nizza und das Fürstentum Monaco
Nach dem Frühstück trafen wir uns mit unserem örtlichen Reiseleiter Jörg, der uns die schönsten Seiten der Côte d'Azur näherbrachte. Zunächst unternahmen wir einen Rundgang durch die Altstadt von Nizza. Unser Weg führte über den Place du Sénat, vorbei am farbenfrohen Blumenmarkt auf dem Cours Saleya, zur Cathédrale Sainte-Réparate de Nice und durch die verwinkelten Gassen der historischen Altstadt. Anschließend erreichten wir die berühmte Promenade des Anglais, die sich entlang der Mittelmeerküste erstreckt und zu den bekanntesten Flaniermeilen Frankreichs zählt.
Im Anschluss blieb noch etwas Zeit für eine kleine Kaffeepause und eigene Erkundungen, bevor wir unsere Fahrt entlang der Küste in Richtung Monaco fortsetzten.
Im Fürstentum angekommen, erkundeten wir zunächst Monaco-Ville, die historische Altstadt auf dem sogenannten Felsen von Monaco. Dabei konnten wir das Fürstenschloss der Familie Grimaldi, die malerischen Gassen und die herrlichen Ausblicke auf das Mittelmeer bewundern. Auch der berühmte Hafen mit seinen zahlreichen Luxusjachten beeindruckte die Reisegruppe.
Anschließend führte uns die Fahrt nach Monte-Carlo, das weltweit für seine luxuriöse Atmosphäre bekannt ist. Bei unserem Besuch in Monaco waren die Spuren eines kürzlich beendeten Rennens noch deutlich sichtbar. Entlang der Straßen liefen die Abbauarbeiten, während Absperrungen und Einrichtungen der Rennstrecke noch das Stadtbild prägten. Gleichzeitig fielen die zahlreichen exklusiven Sportwagen und Luxusfahrzeuge auf, die in den Straßen und vor den Hotels zu sehen waren und den besonderen Charakter des Fürstentums unterstrichen.
Wir besichtigten das prachtvolle Foyer des berühmten Casinos von Monte-Carlo. Die elegante Architektur, die kunstvollen Verzierungen und das stilvolle Ambiente vermittelten einen Eindruck vom Glanz und der Geschichte dieses traditionsreichen Hauses.
Nach zahlreichen Eindrücken aus Nizza und Monaco kehrten wir am Abend in unser Hotel nach Nizza zurück. Hinter uns lag ein abwechslungsreicher Tag voller mediterranem Flair, beeindruckender Ausblicke und interessanter Einblicke in das Leben an der Côte d'Azur und im Fürstentum Monaco.
Cannes und Antibes – Glanz und Geschichte an der Côte d'Azur
Nach dem Frühstück starteten wir mit dem Bus zu einem weiteren erlebnisreichen Ausflug entlang der Côte d'Azur. Unser erstes Ziel war Cannes, die weltberühmte Stadt der Filmfestspiele.
Bei einem Spaziergang entlang des Hafens und durch die historische Altstadt Le Suquet lernten wir die ursprüngliche Seite der Stadt kennen. Von den höher gelegenen Bereichen boten sich schöne Ausblicke auf die Bucht von Cannes und den Hafen. Anschließend führte unser Weg entlang der berühmten Boulevard de la Croisette, die von luxuriösen Hotels, exklusiven Geschäften und Palmen gesäumt wird. Ein besonderer Anziehungspunkt war der Palais des Festivals, vor dem zahlreiche berühmte Persönlichkeiten ihre Handabdrücke hinterlassen haben. Hier konnten wir auf den Spuren vieler internationaler Filmstars wandeln.
Im Anschluss fuhren wir weiter nach Antibes, einer der ältesten Städte an der Côte d'Azur. Bei einem Rundgang erkundeten wir die charmante Altstadt mit ihren engen Gassen, dem Marktplatz und dem malerischen Hafen. Entlang der Uferpromenade boten sich immer wieder schöne Ausblicke auf das Mittelmeer und die beeindruckenden Yachten im Hafen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Spaziergang entlang des sogenannten „Quai des Milliardaires“, an dem zahlreiche Luxusjachten vor Anker liegen. Dort befindet sich auch die bekannte weiße Skulptur „Nomade“, die heute zu den Wahrzeichen von Antibes zählt und einen eindrucksvollen Blick über das Meer bietet.
Anschließend besuchten wir das Picasso-Museum, das im historischen Château Grimaldi untergebracht ist. Pablo Picasso lebte und arbeitete hier im Jahr 1946 und hinterließ der Stadt zahlreiche Werke, die heute im Museum ausgestellt sind.
Am späten Nachmittag kehrten wir nach Nizza zurück. Zum Abschluss unseres Aufenthalts an der Côte d'Azur trafen wir uns auf der Rooftop-Bar unseres Hotels. Bei einem kleinen Aperitif genossen wir noch einmal den Blick über die Dächer der Stadt und ließen die Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren. Danach ließen wir den letzten gemeinsamen Abend beim Abendessen in geselliger Runde ausklingen.
Avignon, TGV–Fahrt und letzter gemeinsamer Abend
Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Nizza und machten uns mit dem Bus auf den Weg in Richtung Avignon. Die ehemalige Papststadt an der Rhône beeindruckt mit ihrer reichen Geschichte und ihrem südfranzösischen Flair.
In Avignon blieb ausreichend Zeit für individuelle Erkundungen. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit, den imposanten Papstpalast zu besichtigen, der im 14. Jahrhundert Sitz der Päpste war. Andere besuchten die berühmte Pont Saint-Bénézet, besser bekannt als die Brücke von Avignon. Auch die Altstadt mit ihren gemütlichen Plätzen, kleinen Geschäften und Cafés lud zum Bummeln ein. Besonders der Place de l'Horloge mit seinen schattigen Platanen und zahlreichen Straßencafés war ein beliebter Treffpunkt. Einige Teilnehmer besuchten zudem die Markthalle Les Halles d'Avignon und ließen sich von den regionalen Spezialitäten der Provence inspirieren.
Am Nachmittag begaben wir uns gemeinsam zum Bahnhof Avignon Centre. Dort begann der nächste Abschnitt unserer Reise mit einer kurzen Fahrt im Zubringerzug, der den Innenstadtbahnhof mit dem modernen Bahnhof Avignon TGV verbindet. Bereits diese kurze Bahnfahrt bot einen interessanten Einblick in das gut ausgebaute französische Bahnnetz.
Am Bahnhof Avignon TGV stiegen wir anschließend in den französischen Hochgeschwindigkeitszug um. Die Fahrt führte uns direkt nach Lyon Part-Dieu. Viele Teilnehmer waren beeindruckt, wie ruhig und komfortabel der Zug selbst bei hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Während die Landschaft vorbeizog, konnten wir die Reise entspannt genießen.
In Lyon angekommen, erwartete uns bereits unser Bus, der uns zu unserem letzten Hotel nach Chalon-sur-Saône brachte. Nach dem Bezug der Zimmer trafen wir uns am Abend noch einmal zu einem gemeinsamen Abendessen.
In geselliger Runde ließen wir die zahlreichen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren – von den Schweizer Alpen über die Provence und die Verdon-Schlucht bis hin zur Côte d'Azur. So klang der letzte gemeinsame Abend unserer Reise in angenehmer Atmosphäre aus und bot Gelegenheit, auf viele schöne Erlebnisse und Begegnungen zurückzublicken.
Heimreise und Abschied
Am letzten Tag unserer Reise hieß es früh aufstehen. Bereits um 7:00 Uhr verließen wir unser Hotel in Chalon-sur-Saône und traten die Heimreise an. Während der Fahrt durch Frankreich und Deutschland blieb noch einmal Zeit, die vielen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.
Ein besonderer Moment erwartete uns auf der Rückreise. Als Dankeschön für die gemeinsame, erlebnisreiche Zeit überraschte uns eine Reiseteilnehmerin mit dem Chanson „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf. Die musikalische Darbietung war Ausdruck der Wertschätzung für die vielen gemeinsamen Erlebnisse und schönen Momente während der Reise. Mit ihrer beeindruckenden Stimme sorgte sie für eine ganz besondere Atmosphäre und bescherte vielen Mitreisenden einen echten Gänsehautmoment.
Für viele heitere Momente sorgte unterwegs auch unser Busfahrer André. An den zahlreichen Mautstationen in Frankreich gehörte sein mittlerweile schon traditioneller Ausruf „Geh uff!“ fest zum Reisealltag. Anfangs schmunzelten die Reiseteilnehmer noch darüber, doch schon bald stimmte der ganze Bus mit ein. So wurde selbst das Passieren der Mautstellen zu einem kleinen Ritual, das für gute Stimmung sorgte.
Zunächst brachten wir drei Reiseteilnehmer zum Flughafen, bevor wir unsere Fahrt in Richtung Thüringen und Sachsen fortsetzten. Schritt für Schritt verabschiedeten wir uns entlang der Strecke von weiteren Gästen, die an ihren jeweiligen Zustiegsorten die Heimreise beendeten. B
Bevor wir die letzte Etappe unserer Heimreise antraten, erfolgte ein Fahrerwechsel. Unser Busfahrer, der uns die gesamte Reise über zuverlässig begleitet hatte, übergab das Steuer für die letzten Kilometer an einen Kollegen.
Mit jedem Halt wurde die Reisegruppe etwas kleiner, während die Erinnerungen an die gemeinsamen Erlebnisse umso lebendiger wurden. Von den Schweizer Alpen über Chamonix, die Verdon-Schlucht und die Côte d'Azur bis hin zu den historischen Städten Südfrankreichs hatten wir in den vergangenen Tagen eine Vielzahl beeindruckender Landschaften und Sehenswürdigkeiten kennengelernt.
Gegen 23:00 Uhr erreichten wir schließlich wohlbehalten den Flughafen Dresden. Dort standen bereits die bestellten Taxis bereit, um die letzten Teilnehmer bequem nach Hause zu bringen.
Damit endete eine intensive, abwechslungsreiche und erlebnisreiche Reise voller schöner Begegnungen, beeindruckender Naturerlebnisse und unvergesslicher Momente. Besonders erfreulich war, dass alle Teilnehmer gesund und wohlbehalten wieder zu Hause ankamen.
Neun abwechslungsreiche Tage liegen hinter uns – voller beeindruckender Landschaften, interessanter Entdeckungen und vieler gemeinsamer Erlebnisse.
Mein besonderer Dank gilt Ihnen, liebe Reisegäste. Durch Ihre Offenheit, Ihren Humor und die angenehme Gemeinschaft haben Sie diese Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht. Die vielen schönen Gespräche und gemeinsamen Momente werden auch mir in bester Erinnerung bleiben.
Ich freue mich, dass wir diese Reise gemeinsam erleben durften, und wünsche Ihnen alles Gute. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bei einer zukünftigen Reise wieder.
Herzlichst
Ihre Reiseleiterin
Sabine Möllering-Stork
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