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Single Reise in das Elsass

Reisebericht: 23.05. – 29.05.2026

Das Elsass verzaubert mit malerischen Winzerdörfern entlang der berühmten Weinstraße, stolzen Burgen auf bewaldeten Hügeln und einer Blütenpracht, die selbst verwöhnte Augen staunen lässt.

Kerstin Hugel

Ein Reisebericht von
Kerstin Hugel

Straßburg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Straßburg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Hochkönigsburg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Ribeauville – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Ribeauville – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Eguisheim – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Kaysersberg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Kaysersberg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Obernai – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Obernai – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Obernai – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Riquewihr – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Rouffach

Früh morgens ging es los – durch Thüringen, vorbei an Frankfurt und Karlsruhe, am Schwarzwald entlang. Am Ende der Fahrt empfing uns das malerische Elsass, das für die nächsten Tage unser Mittelpunkt sein sollte.

Straßburg

Heute stand uns die faszinierende Europametropole Straßburg offen. Bereits bei unserer Ankunft erwartete uns unsere örtliche Reiseleiterin die uns sogleich auf eine kurzweilige Stadtrundfahrt mitnahm. Vom prächtigen Gründerzeitviertel bis zum imposanten Europaparlament und der Neustadt entfaltete sich das vielfältige Gesicht dieser besonderen Stadt – ergänzt durch einen spannenden geschichtlichen Abriss über das Elsass, das im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zwischen den Nationen wechselte.
Anschließend erkundeten wir zu Fuß die malerische Altstadt. Über die Ill gelangten wir zum Münsterplatz, wo das beeindruckende Straßburger Münster und das historische Maison Kammerzell – das älteste Haus der Stadt – auf uns warteten. Weiter ging es ins romantische Gerberviertel Petite France, eines der schönsten Viertel Straßburgs, mit seinen malerischen Fachwerkhäusern und den historischen gedeckten Brücken, die einst den Eingang zur Stadt markierten. Auch der Besuch eines gemütlichen Restaurants ließ sich dabei wunderbar einbinden. Nach der Freizeit bildete eine Bootsfahrt auf der Ill rund um das historische Stadtzentrum – gestartet am Rohan-Palast, dem ehemaligen Schloss der Fürstbischöfe von Straßburg. Während wir sanft durch die Kanäle glitten, lauschten wir den kurzweiligen Erläuterungen.

Hochkönigsburg – Riberville – Equisheim

Entlang der Elsässer Weinstraße fuhren wir durch malerische kleine Dörfer zur Hochkönigsburg. Die imposante mittelalterliche Burg thront am Rand der Vogesen auf einem mächtigen Sandsteinfelsen und ist schon von weitem zu sehen – ein absolutes Muss für jeden Elsass-Besucher. Kaiser Wilhelm II. erhielt die Burgruine, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden war, als Geschenk. Er ließ sie jedoch nicht als Residenz, sondern als Museum restaurieren. Mit einem Gästeführer erkundeten wir die beeindruckende Anlage mit ihren vielfältigen Räumlichkeiten.
Anschließend besuchten wir das charmante Städtchen Ribeauville mit seinen typischen Fachwerkhäusern. Eingebettet in Weinberge, überragt von den Ruinen der drei Schlösser der Herren von Ribeaupierre, lädt das Winzerstädtchen zu einem gemütlichen Bummel durch seine verwinkelten Gassen ein.
Unser nächstes Ziel war Eguisheim – in den vergangenen Jahren zum schönsten Dorf Frankreichs gekürt. Mit einem kleinen Bummelzug erkundeten wir die malerischen Gassen und die umliegenden Weinberge unterhalb der drei Burgen. Von dort eröffnete sich uns ein herrlicher Blick auf Eguisheim, Colmar und den Schwarzwald.

Colmar – Dambach la Ville

Heute besuchten wir Colmar, die Perle des Elsass. Bei unserer Stadtführung erkundeten wir die malerische Altstadt mit ihren prachtvollen Fachwerkhäusern und dem üppigen Blumenschmuck. Besonders das charmante Viertel Klein-Venedig hat uns in seinen Bann gezogen. Im Anschluss an die Führung blieb noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken – ein Bummel durch die Markthalle mit ihren verlockenden regionalen Spezialitäten durfte dabei natürlich nicht fehlen. Nach einer Mittagspause führte uns die Fahrt entlang der Elsässer Weinstraße durch idyllische kleine Dörfer bis nach Dambach-la-Ville. Im Weingut Ruhlmann empfing uns Emil herzlich und nahm uns mit auf eine besondere Entdeckungsreise: Wir durchstreiften die historischen Weinkeller mit ihren alten Holzfässern und erkundeten die weitläufigen Weinberge mit einer charmanten Kleinbahn. Dabei erfuhren wir Wissenswertes über den Weinanbau und die Geschichte der Familie Ruhlmann. Beeindruckt hat uns vor allem die Größe des Anwesens – immerhin bewirtschaftet die Familie stolze 40 Hektar Rebfläche.
Am Marktplatz angekommen, kehrten wir in den urigen Weinkeller ein. Mit viel Witz und Charme führte Emil uns durch die sieben elsässischen Rebsorten – die wir selbstverständlich alle probierten. Und ein Stück Kugelhopf durfte natürlich auch nicht fehlen!

Käserei – Kaysersberg – Vogesenrundfahrt

Heute unternahmen wir eine abwechslungsreiche Rundfahrt durch die beeindruckende Bergwelt der Vogesen. Unser erster Halt führte uns ins malerische Münstertal, das weit über die Region hinaus für seinen würzigen Munster-Käse bekannt ist. In der Käserei der Familie Haxaire wird seit 1929 nach traditioneller Handwerkskunst eigener Münster-Käse hergestellt – in enger Zusammenarbeit mit mehreren Landwirtschaftsbetrieben im Umkreis von 40 Kilometern. Bei einer informativen Führung erfuhren wir Wissenswertes über die regionale Landwirtschaft und die Geheimnisse der Käseherstellung. Im Anschluss durften wir verschiedene Käsesorten verkosten und hatten natürlich auch die Gelegenheit, das eine oder andere Stück mit nach Hause zu nehmen. Weiter ging es in die charmante Stadt Kaysersberg, die uns erneut mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, einer imposanten Burganlage und einem wahren Blütenmeer aus Blumen begeisterte. Die Stadt ist vor allem als Geburtsort von Albert Schweitzer bekannt – dem Arzt, Theologen und Friedensnobelpreisträger. In seinem Geburtshaus erinnert heute ein Museum an sein außergewöhnliches Leben und Wirken. Über Orbey, das sich in einem weitläufigen grünen Tal am Fuße des großen Vogesenkamms erstreckt, fuhren wir zu einer gemütlichen Ferme Auberge, wo uns ein deftiges Mittagessen erwartete. Am Nachmittag führte uns die Route weiter zum Col de Wetterstein, von wo aus sich uns herrliche Ausblicke auf die bewaldeten Berghänge und hinunter ins Münstertal boten. Über den Passübergang Col de la Schlucht und entlang der malerischen Route des Crêtes erreichten wir schließlich den Großen Belchen – den höchsten Gipfel der südlichen Vogesen. Dort wurden wir mit einem atemberaubenden Panorama belohnt: der weite Blick über das Rheintal bis hinüber zum Schwarzwald bildete einen unvergesslichen Abschluss dieses erlebnisreichen Tages.

Gertwiller – Obernai – Odilienberg – Riquewihr

Auch dieser Tag steht ganz im Zeichen des Genusses. Unser Weg führte uns zunächst ins kleine Gertwiller, das einst als wahre Hochburg der Lebkuchenbäckerei galt: Neun Betriebe prägten hier im 19. Jahrhundert das Dorfbild – heute sind es noch zwei. In der traditionsreichen Lebkuchenfabrik Fortwenger tauchten wir in die süße Geschichte dieser elsässischen Spezialität ein und erfuhren im angeschlossenen Museum Wissenswertes über Herstellung und Handwerk. Weiter ging es nach Obernai, einer charmanten Kleinstadt am Fuße des Odilienbergs. Als Geburtsort der Heiligen Odilie, der Schutzpatronin des Elsass, hat Obernai seinen altertümlichen Charme bis heute bewahrt. Unsere Gästeführer verstand es meisterhaft, uns die kleinen, oft übersehenen Details an den Fachwerkhäusern näherzubringen. Auf dem Marktplatz bewunderten wir den Odilienbrunnen und das historische Rathaus – und zum Abschluss der Führung den berühmten Sechseimerbrunnen, der zu den schönsten Wahrzeichen der Stadt zählt. Nach einer Mittagspause wartete der Mont Sainte-Odile auf uns – der Heilige Berg des Elsass. Bei einer Führung durch das gleichnamige Kloster lauschten wir der bewegenden Legende der Heiligen Odilie, bevor wir von der Terrasse aus einen herrlichen Blick über Obernai und die sanften Hügel der Vogesen genossen. Auf der Rückfahrt ins Hotel machten wir noch einen Abstecher ins malerische Winzerdorf Riquewihr – zu Recht eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Fachwerkhäuser aus dem 13. bis 18. Jahrhundert reihen sich hier so dicht aneinander, als hätte die Zeit vergessen, weiterzugehen.

Heimreise

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck verabschiedeten wir uns vom wunderschönen Elsass und traten über Würzburg die Heimreise an. Ein herzliches Dankeschön gilt meiner wunderbaren Reisegruppe – es war mir eine echte Freude, diese Zeit gemeinsam mit Ihnen zu erleben. Ich freue mich sehr darauf, den einen oder anderen von Ihnen schon bald auf einer unserer nächsten Reisen wiederzusehen!


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