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Singlereise Frankreich – Normandie und Bretagne

Reisebericht: 19.06. – 27.06.2026

21 Singles treffen sich, um die Landschaften und Höhepunkte der Normandie und der Bretagne kennenzulernen.

Gina Egenolf

Ein Reisebericht von
Gina Egenolf

Fässer der Calvados-Brennerei  – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) einer der Strände von Granville  – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Fähranleger in Granville – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Man hält es nur im Schatten aus – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Ein Steindenkmal beim Fort de la Latte  – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Orgel von Guimiliau  – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Fachwerk und Steinmetzarbeit in Quimper – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Fachwerk in Vannes – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Vannes und seine Frau - alte Kneipe – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Altstadthaus in Rennes  – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Rathaus von Rennes – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL) Ein Platz in Rennes – © Gina Egenolf (Eberhardt TRAVEL)

Freitag, 19.06.2026: Anreise nach Paris

Heute am Freitag reisen Gäste unserer Reise aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands an. Die Gruppe aus Frankfurt lernt am Flughafen auch schon unseren Fahrer Bruno mit dem schwarzen elegangen Reisebus kennen. Die meisten Zimmer sind trotz der frühen Anreise
schon bezugsfertig. Einige von uns müssen ein wenig warten. In Paris ist es sommerlich warm. Das Hotel liegt in einem nördlichen Stadtviertel,
damit es morgen nicht zu weit zur Autobahn ist. Da die Ferien in Frankreich erst im Juli beginnen, herrscht morgens und abends noch Berufsverkehr und Paris ist für lange Staus in der Umgebung bekannt.
Für einige von uns die früh angereist sind reicht die Zeit für einen kleinen Spaziergang. Vor dem Abendessen treffen
wir uns alle in der Lobby und lernen uns ein wenig kennen.
Nach der kurzen Vorstellungsrunde gibt es Abendessen und wir freuen uns auf morgen mit einer zeitigen Abfahrt.

Samstag, 20.06.2026: Rouen – Pont de Normandie – Honfleur – Caen

Nach einem reichhaltigen Frühstück in unserem Hotel an der "berühmten" Autobahn von Paris, brechen wir (fast) pünktlich auf. Als wir alle dann
versammelt sind richten wir uns in unserem Bus ein, der nicht so ganz dem vorgefertigten Sitzplan entspricht. Aber da sich alle bereit
erklären auch mal den Platz zu wechseln können die kleinen Sitzplatzunstimmigkeiten gelöst werden. Immerhin gibt es 34 Plätze für 21 Personen. Nachdem auch der letzte von der Gruppe seinen Platz gefunden hat geht es los. Schnell können wir die Stadt in Richtung Rouen verlassen, da heute Samstag ist und ein Teil der Pariser Bevölkerung am freien Tag gerne lange schläft.
Schnell erreichen wir unser erstes Etappenziel, die Stadt Rouen dessen Altstadt sich entlang der Seine erstreckt. Unser Halteplatz ist in der Nähe der berühmten Kathedrale der wir uns von der Seite nähern. Anschließend wenden wir uns dem Westportal zu, welches, beginnend im 12.Jahrhundert, in unterschiedlichen Epochen errichtet wurde und eine Reise durch die Kunstgeschichte abbildet. Gegenüber dem Eingang befindet sich das Renaissancegebäude von dem Monet seine berühmten Kathedralen Bilder gemalt hat.
Heute ist dort das Fremdenverkehrsamt untergebracht. Nachdem wir einen Seitenblick auf den Vierungsturm geworfen haben, der
mal der höchste Turm Frankreichs war, geht es entlang der ältesten Fußgängerzone Frankreichs mit schönen Fachwerkhäusern zu einer etwas
makabren Sehenswürdigkeit, dem Pestfriedhof aus dem Mittelalter. Heute gibt es hier zahlreiche Künstlerwerkstätten aber auch viele Restaurants und Kaffees. Alles das ist eine Entwicklung der letzten Jahre. An einer Ecke ist hinter einem Glasfenster eine Katzenmumie zu sehen die wohl einst als schwarze Katze eingemauert wurde um den Teufel fernzuhalten.
Wir laufen zurück durch die Fußgängerzone bis zum Justizpalast. Es ist ein prachtvoller Bau aus dem 15.Jahrhundert. Ein weiteres Juwel ist die
Uhr aus dem 15. Jahrhundert die von den reichen Wollwebern gestiftet wurde.
Schließlich kommen wir am Place du Vieux Marché an auf dem, umrahmt von zahlreichen Fachwerkhäusern, die Hinrichtungsstätte von Jeanne d'Arc durch ein hohes Kreuz markiert ist. Die neue Kirche aus den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts ist leider
geschlossen.
Schließlich laufen wir zum Theater und Opernhaus, wo unser Fahrer mit dem Bus auf uns wartet.
Wir verlassen Rouen und fahren über die Pont de Normandie, eine imposante Hängebrücke, in das hübsche Städtchen Honfleur. Wir spazieren
entlang des alte Hafenbeckens zur Kirche St.Catherine, welche von Zimmerleuten im 15.Jahrhundert erbaut wurde und im Innenraum wie
zwei Schiffsrümpfe konzipiert wurde. Danach hat jeder Freizeit, sind die Temperaturen doch mittlerweile ganz schön gestiegen.
Von Honfleur geht es zu unserem letzten Programmpunkt des Tages, dem Besuch einer Calvados-Brennerei. Der Schnaps ist besonders
geschützt und darf nur hier in der Normandie als Calvados produziert werden. Die Führung ist interessant und nach der Verkostung geht
es dann auf dem schnellsten Weg nach Caen in unser Hotel, wo wir den Tag bei einem Abendessen in einem nahe gelegenen Restaurant beschließen.

Sonntag, 21.06.2026: Caen – Landungsstrände – Granville – St.Malo

Da der heutige Tag besonders heiße Temperaturen verspricht fahren wir nach dem Frühstück mit dem Bus zu dem Burgareal welches
von Wilhelm dem Eroberer im 12. Jahrhundert zur Verteidigung errichtet wurde. Nur in Teilen erhalten bekommt man trotzdem einen Eindruck
von der ehemaligen Festung. In der weitläufigen Anlage befindet sich ein Museum für Moderne Kunst wovon auch die zahlreichen Skulpturen auf dem Gelände zeugen.
Wir bekommen von oben einen Überblick über die Stadt Caen und die Gebäude welche zu sehen sind. Wir haben von hier oben einen Weitblick
und können schon unser nächstes Ziel entdecken: die Abbaye-aux-Hommes welche zusammen mit der Abbaye-aux-Dames ebenfalls Heinrich
errichten ließ um die Kirche wegen seiner Heirat einer nahen Verwandten gewogen zu stimmen.
Mit dem Bus fahren wir weiter und erreichen das imposante Rathaus. Dort steigen wir aus um uns wenigstens von außen ein Bild von der Kirche St.Étienne zu machen, die ihre Pforten weil Samstag ist ein wenig später öffnet. Sie macht einen sehr normannischen Eindruck, man meint man wäre in England. Es steht zu allem Überfluss auch noch ein großes Plakat von Elisabeth II., der letzten Queen von Großbritannien auf dem Gelände und wirbt für die derzeitige Ausstellung.
In dem normannischen Gotteshaus befindet sich das Grab von Wilhelm dem Eroberer, allerdings ohne Inhalt. Seine Gebeine gingen in den Wirren der französischen turbulenten Geschichte verloren.
Anschließend verlassen wir Caen welches durch den 2. Weltkrieg durch die Bombardements und Befreiung durch die Alliierten fast komplett
zerstört wurde und machen einen Abstecher an die sogenannten Landungsstrände, an denen die Befreiung Westeuropas vom Hitlerfaschismus am 6.Juni 1944, dem D-Day, ihren Anfang nahm.
In Arromanches machen wir Halt und wir haben Zeit um einen Blick auf die Überreste des provisorisch von den Befreiern angelegten
Mulberry- Hafens zu werfen. Nach einer längeren Pause geht es weiter entlang normannischer Dörfer zum nächsten Stopp, dem Pointe du Hoc
bei dem wir auf einem Rundweg die ehemaligen Bunker der deutschen Wehrmacht erkunden können. Leider ist dort eine Baustelle und der
Weg etwas verkürzt.
Danach wartet ein ganz gegensätzlicher Besuch auf uns. Wir fahren ein Stück in Richtung Westen an die Küste nach Granville, einem Städtchen
welches in historischer Zeit Granitgestein für den Bau zahlreicher Gebäude in Frankreich lieferte, so auch für Mont St.-Michel.
Hier steht das Geburtshaus von Christian Dior in einem schön angelegten Garten. Wir haben Zeit um das Elternhaus des vorbildlichen
Modeschöpfers zu erkunden. Ein Museum welches mit seinen besonderen Exponaten in Form von Kleidern und modischen Details ein
Stück Zeitgeschichte darstellt. Die Zeit reicht auch für einen kleinen Imbiss im örtlichen Kaffee.
Anschließend fahren wir in unser Hotel nach St.Malo. Auf dem Weg können wir schon einmal
einen Blick auf Mont St.Michel werfen, welches in der Ferne im Dunst herüberschaut.
Wir checken in unser Hotel ein, welches durch eine Straße getrennt an der Uferpromenade einer der Strände von St.Malo liegt.
Unser, für die Bretagne sehr typisches, Abendessen bekommen wir am Rande der Altstadt (intramuros) in einer Crèperie die wir
nach einem kurzen Spaziergang erreichen.
Wir bekommen ein sog. Galette mit Füllung traditionell aus Buchweizenmehl gebacken und als Nachtisch noch ein süßes Crèpes was
ebenfalls hier so üblich ist. Danach geht jeder individuell in das Hotel zurück

Montag, 22.06.2026: Stadtrundgang in Saint–Malo – Cancale – Mont St. Michel

Heute beginnen wir den Tag mit einem Stadtrundgang in St.Malo. Wir spazieren entlang der Strandpromenade in Richtung befestigte
Stadt und sehen in der Ferne auf einer Insel das Fort National welches zeitweise als Gefängnis diente. Es wird heute wieder sehr heiß werden
und so genießen wir die morgentlichen etwas kühleren Temperaturen.
Wir treffen unsere Stadtführerin Alexandra vor dem Fremdenverkehrsamt und besuchen unter anderem die Kathedrale der grauen Stadt,
deren Häuser aus Granit gebaut sind. Über die Stadtmauer kehren wir wieder zu unserem Ausgangsort zurück, wo uns bald unser Bus
abholt.
Gina hat in der Zwischenzeit ein wenig eingekauft, was sich allerdings an einem Montag etwas schwierig darstellt. Viele Geschäfte haben heute Ruhetag. Aber sie wird doch in verschiedenen Geschäften fündig und unserem Ausflug nach Cancale steht nichts mehr im Wege. Es ist schon wieder ziemlich heiß und wir freuen uns auf ein paar entspannte Stunden im Austernstädtchen Cancale welches von der Zucht der Austern lebt. Wir laufen von unserem Haltepunkt zum Hafen an dem Austern-Verkäufer diese Tiere zum Kauf
anbieten. Die meisten von uns sind nicht abgeneigt eines der Tierchen zu kosten und so besorgen wir uns eine Palette bei einem der Austernverkäufer die hier ihre Schätze anbieten. Allerdings können sich nicht alle aus der Gruppe mit der besonderen
Delikatesse anfreunden. Dafür gibt es typische Wurst und normannischen Käse. Zu dem mitgebrachten Baguette machen wir ein Picknick. Dazu gibt es Cidre in Krügen aus dem Fass abgefüllt.
Anschließend fahren wir auf direktem Weg in Richtung St.Michel, dem meistbesuchten Monument Frankreichs.
Inzwischen ist es richtig heiß geworden aber glücklicherweise scheint das viele von dem Besuch abzuhalten. Wir bekommen gleich die kleine Bahn die uns in das Örtchen zu Fuß der Abtei bringt und obwohl wir ein wenig früh sind werden wir eingelassen. Individuell können wir jetzt durch das alte Gemäuer laufen, wie erwartet ist es hier innerhalb der dicken Mauern schön kühl.
Beeindruckend ist die Anlage, welche seit dem 8.Jahrhundert hier errichtet und immer wieder erweitert wurde. Sie sucht in der Welt Ihresgleichen. Nach dem Besuch können wir noch ein wenig durch den Ort schlendern und freuen uns auf ein gutes Abendessen.
Da wir ja ein wenig Zeit gespart haben hoffen wir auf eine Dusche vor dem Abendessen. Aber es kommt anders.
Zur Rückfahrtzeit fehlt jemand aus der Gruppe. Nach einigen Telefonaten stellt sich heraus dass die Person bei der Rückfahrt mit dem Bähnchen zu früh ausgestiegen ist. Kann ja mal passieren. Also warten wir und fahren dann anschließen direkt in das Restaurant, welches nicht weit entfernt von unserem Hotel liegt. Wir kommen 5 Minuten vor der Zeit an und genießen dann auf der Terrasse des Restaurants ein exotisch angehauchtes Menu, welches an die Geschichte der Seefahrt der Korsarenstadt St.Malo erinnert. Hier wurden Waren aus entfernten Regionen des Erdballs gehandelt und landeten sicher auch in historischer Zeit im Kochtopf.

Dienstag, 23.06.2026: Freizeit in St.Malo – fakultativer Ausflug zu den Chausey Inseln

Heute am Dienstag beginnt für die meisten von uns ein Inselabenteuer mit einer frühen Abfahrt, denn wir müssen die Fähre in Granville erreichen. Glücklicherweise sind wir rechtzeitig losgefahren denn vor Granville staut sich der Verkehr, da ja ein Wochentag ist und viele in der Stadt zur Arbeit wollen. Wir kommen wir rechtzeitig an und nachdem wir unsere Fahrkarten haben geht es bald los. Einige haben es wegen der Hitze trotz Buchung der Tour die Fahrkarte verfallen zu lassen und so können wir unseren Fahrer Bruno, der die Chausey Inseln auch noch nicht kennt mitnehmen. Glücklicherweise gibt es auch Plätze unter Deck, denn die Sonne brennt. Nach einer guten Stunde ruhiger Fahrt kommen wir auf Chausey an. Die Insel ist nicht groß und die Wege sind gekennzeichnet mit ihren Schwierigkeitsgraden. Wenn es nur nicht so heiß wäre. Die Insel besticht durch ihre Landschaft, den schönen Stränden und die Autofreiheit. Es hat wohl gerade eine Entrümpelung stattgefunden. Ob das wohl alles abgeholt wird?
Der bekannte Selfmade man Renault der ein Autoimperium aufbaute schuf sich auf der Insel in einem alten Fort ein Domizil für sich und seine Familie und kehrte im Sommer und auch nach dem Krieg hierher zurück. Das beliebte Granitgestein wurde früheren Zeiten hier abgebaut und in Gebäuden wie St.Michel verbaut. Die Insel die immer noch in Privatbesitz ist, ist mit einer Länge von 1,6 km gut zu überschauen.
Jeder geht seiner Wege aber man läuft sich trotzdem über den Weg, z.B. in einer der 2 Gaststätten die dicht beieinander liegen und attraktive Mittagsimbisse zu annehmbaren Preisen anbieten.
Fast alle treffen sich zur angekündigten Schiffsexkursion durch den Chausey-Archipel wieder. Wir können auf der Fahrt die Strände bewundern.
Wir streifen eine Insel an deren Ufer manchmal Robben zu sehen sind und im Vogelschutzgebiet warten unter Anderem Kormorane auf uns. Bei der Rückfahrt wird auf ein Haus hingewiesen in dem die Bewohner vollkommen autark leben und zeitweise komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind. Am späten Nachmittag treffen wir uns vor der Fähre wieder und fahren bis Granville und anschließend mit Bruno unserem Fahrer nach St.Malo zurück. Dort genießen wir in einem sehr guten Restaurant ebenfalls an der Promenade gelegen, wie unser Hotel, ein vortreffliches Abendessen. Da es für uns etwas später wird hat die verbliebene Gruppe schon früher gegessen. Auch sie hatten einen angenehmen Tag in St. Malo.

Mittwoch, 24.06.2026: Fréhel – Guimiliau – Quimper

Heute verlassen wir St.Malo um vorbei am Gezeitenkraftwerk La Rance in Richtung des Cap Fréhel zu fahren.
Auf dem Weg dorthin statten wir dem Fort La Latte aus dem 13.Jahrhundert einen Besuch ab, welches bei zahlreichen Filmen als Kulisse diente.
Der Film "Der Wikinger" mit Kirk Douglas wurde u.Anderem hier gedreht. Auf dem Spazierweg zum Fotostopp erblicken wir den "Zahn des Gargantua" ein Menhir der im Gelände steht. "Gargantua und Pentragruel" ist ein Romanzyklus von Rabelais, einem Dichter der Renaissance und Gargantua war ein Riese in der Geschichte. Nach dem Fotostopp geht es weiter zu dem 4 km entfernten Cap Fréhel.
Die beiden Leuchttürme sehen wir schon von Weitem. Der ältere der beiden stammt von Vauban ist eine Ruine und der neuere, der bestiegen werden kann, ist wegen der damalige neue Signaltechnik von Herrn Fresnel für technisch Interessierte sehenswert. Uns bleibt eine Stunde um zu spazieren und die Gegend ein wenig zu erkunden. Von hier kann man jedenfalls auch das Fort La Latte in der Ferne erblicken.
Weiter geht unser Weg durch die Bretagne in Richtung Quimper. Wir haben die absolute Hitze. Auf dem Weg erfahren wir. dass es in der gesamten Region zu einem Stromausfall kam und der bis 17.00 andauern soll. Wir schwitzen ganz schön.
Wir besuchen den Ort Guimiliau in dem es einen der schönsten Kalvarienberge der Bretagne mit einer beeindruckenden Kirche gibt.
Gina macht uns Hoffnung auf einen Kaffee und einen Imbiss in einer sehr empfehlenswerten Patisserie und Bäckerei. Unsere Hoffnung wird nicht enttäuscht. Wir verkaufen die kleine Bäckerei fast aus. Natürlich nachdem wir den Kalvarienberg und die Kirche gewürdigt haben. In der Kirche ist die Temperatur einigermaßen erträglich.
Danach beeilen wir uns nach Quimper zu kommen. Nach der Verteilung der Zimmer treffen wird uns und begeben uns gleich zur Kathedrale welche einer der größten der Bretagne ist. Zwischen den beiden Türmen sitzt Gradlon auf seinem Pferd und grüßt von oben. Natürlich ist er aus Stein. Das Besondere an dem Gebäude ist auch das abgeknickte Mittelschiff, was wohl dem Gelände am Fluss Odet geschuldet ist, was man allerdings bis heute nicht genau weiß. Es kursieren unterschiedliche Theorien.
Danach gehen alle ihrer Wege denn es ist eine der letzten Gelegenheiten um bretonische Souvenirs zu kaufen, allerdings haben fast alle Geschäfte wegen Stromausfall geschlossen.
Am Abend schmeckt uns das Essen im Hotel und wir steuern einer heißen Nacht entgegen.

Donnerstag, 25,06.2026: Pointe du Raz – Concarneau – Carnac – Vannes

Heute hoffen wir auf etwas kühleres Wetter denn wir wollen den westlichsten Punkt der Bretagne, das Pointe du Raz besuchen und nach der in der Sage versunkenen Stadt 'Is' Ausschau halten. Na ja jedenfalls theoretisch.
Wir laufen vom Parkplatz bis zum Rand der Klippen, die für Schiffe einige Gefahren bergen da es hier gefährliche Untiefen, Strömungen uns Strudel gibt. Eine Steinmadonna soll die Seeleute vor den Gefahren des Meeres schützen.
Am Wegesrand können wir die typische Pflanzenwelt der Küste bewundern die trotz Wind und Wetter im Frühsommer gedeiht aber durch die große Hitze schon ein wenig leidet, wie wir. Allerdings weht heute ein Wind und hinter uns ziehen Gewitter auf.
Weiter geht es in das hübsche Hafenörtchen Concarneau, welches auch bekannt von den Geschichten des Kommissar Dupin ist.
Wir werfen einen Blick auf das bekannte Restaurant Admiral wo der Kommissar immer seinen Kaffee trinkt und spazieren weiter vorbei am
Hafen über den einzigen Zugang zur alten befestigten Stadt. Vorbei am alten Krankenhausportal gelangen wir an der Kirche vorbei zum gemütlichen Platz in der Mitte der Inselstadt. Wir schauen uns die Porte du Vin an, der Stadtzugang wo früher die Weingläser und andere Waren direkt vom Schiff gelöscht werden konnten.
Von hier gelangt man auch auf einen Teil der Stadtmauer der zu begehen ist. Ab jetzt haben wir Freizeit für eigene Erkundungen oder um vielleicht das eine oder andere nette Souvenir zu erstehen.
Nach diesem kurzweiligen Aufenthalt geht es durch die Landschaft des Morbihan, die Region welche die Vorfahren vor mehreren tausend Jahren besiedelten und geheimnisvolle Steine, Dolmen, Menhire und Steinkreise zu errichten.
Die Bedeutung der Stätte Carnac ist bis heute nicht endgültig geklärt.
Dann geht es bei Sonnenschein und Regen in das nahe gelegene Vannes, wo wir unsere nächste Nacht verbringen und es noch für eine Dusche vor dem Abendessen reicht.
Nach dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Stadtrundgang durch das hübsche Städtchen bis zu der Porte de Vincent die ihren Namen von den Heiligen Vinzenz von Ferrer aus Valencia hat, der hier auf einer seiner Predigerreisen 1419 in Vannes verstarb. Sein Grab befindet sich in der Kathedrale von Vannes die gerade restauriert wird.

Freitag, 26.06.2026: Rennes – Chartres – Pariser Raum

Früh am Morgen starten wir zu unserem vorletzten Tag in Frankreich. Das Wetter ist gleichbleibend sonnig und wir freuen uns auf den letzten Tag unserer Rundreise.
Wir verlassen Vannes und sind schon bald in Paimpont und den gleichnamigen Wald auch Wald von Brocéliande genannt. Um in den Wald zu gelangen muss man aber mehrere Kilometer zu Fuß auf sich nehmen und so bekommen wir nur einen kleinen Eindruck von der Abtei mit ihrer kleinen Kirche in Paimpont.
Anschließend fahren wir weiter nach Rennes, in die Hauptstadt der Bretagne.
Hier findet jeden Samstag der größte Markt der Bretagne statt und es wäre keine Haltemöglichkeit am Place de Lices zu finden.
Heute können wir direkt an der Markthalle von Rennes aussteigen. Wir besuchen die Kirche St.Pierre und schlendern anschließend beginnend an der Porte de Mordelaises, das einzige mittelalterliche erhaltene Stadttor durch die Fachwerkstadt die 1720 durch einen Brand zum großen Teil beschädigt oder gar zerstört wurde. Manche Häuser sind auch offensichtlich nicht mehr bewohnbar. Ein Haus aus dem Mittelalter liefert außer Romantik eben doch nicht den Komfort der heutigen Zeit mit großen Fenstern und ebensolchen Räumen. Im Mittelalter war das Leben beengter.
Rennes kann aber auch mit Barockbauten und klassizistischer Architektur glänzen. Das Parlement von der Bretagne beeindruckt als Renaissancegebäude aus dem 17.Jahrhundert. Hier ist heute der Justizpalast untergebracht. Das Parlament der Bretagne wurde im Zuge der Französischen Revolution 1790 aufgelöst. Nach diesem Aufenthalt setzen wir unseren Weg in Richtung Paris fort.
Der nächste Stopp, die wunderbare Kathedrale von Notre Dame de Chartres ist schnell erreicht. Schon von Weitem können wir die imposanten Kathedralen Türme aus verschiedenen Jahrhunderten sehen. Die Kathedrale ist ein wichtiges Zeugnis der Mittelalterlichen Baukunst der Gotik.
Vor allem die Bleiglasfenster sind von herausragender Bedeutung.
Nach dem Besuch geht es jetzt auf schnellsten Weg nach Paris. Auf dem Weg spendiert unser Fahrer Bruno 3 große Flaschen Crémant de Loire aus seinen Vorräten für alle. Wir stoßen fröhlich an auf eine schöne Reise (natürlich außer dem Fahrer - in Frankreich herrscht 0 Promille) und ihr gutes Ende an. Wir hoffen, dass wir von Staus verschont werden. Erst kommen wir gut voran aber in Paris werden wir eines Besseren belehrt. Paris ohne Stau? Am Freitagabend?
An unserem Hotel ist eine große Baustelle an der Pont de Neuilly und wir müssen im Kreis fahren. Das ist eine unangenehme Überraschung aber die Gruppe lässt sich die Laune nicht verderben.
Ein wenig spät bekommen wir unser Abendessen und verabschieden uns schon einmal voneinander, denn morgen geht es für fast alle nachhause.
Durch eine große Baustelle an der Brücke Pont de Neuilly werden wir ein wenig im Kreise herumgeführt.
Unser Abendessen nehmen wir heute in einem Restaurant von La Défense ein, dem Banken- und Büroviertel welches ab der 60er Jahre im Westen der Stadt entstand.
Das Essen schmeckt uns sehr gut und eine abwechslungsreiche Rundreise mit netten Menschen geht zu Ende.

Samstag, 27.06.2026: Heimreise

Nach einem etwas kühleren Frühstück als das gestrige Abendessen verabschieden wir uns alle noch einmal voneinander. Eine schöne harmonische heiße Reise geht ihrem Ende entgegen.
Die Transferfahrzeuge zum Flughafen sind alle pünktlich, einige haben eine eigene Anreise gebucht und gehen ihrer eigenen Wege.
Die letzte Truppe wird von unserem Fahrer Bruno und dem Bus, der uns die letzte Woche begleitet hat abgeholt. Der Flug nach Frankfurt hat etwas Verspätung aber trotzdem werden knapp alle Anschlüsse erreicht. Gerade noch einmal gut gegangen.


Eine tolle Single-Gruppe hatte sich zusammengefunden, die bei über 40 Grad im Schatten den Humor nicht verloren hat und immer zu einem Spaß aufgelegt war. Der von unserem Fahrer Bruno spendierte Crémant de Loire hat auf der Rückfahrt vor dem Stau in Paris seinen Anteil gehabt.
Die Mannschaft bedankt sich hier noch einmal bei Euch und wünscht Euch einen schönen Sommer
Reiseleiterin Gina und unser Fahrer Bruno


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