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Reisebericht: Radreise Frankreich im malerischen Tal der Loire

21.05. – 29.05.2019, 9 Tage Rundreise Frankreich mit dem Fahrrad Orleans - Chambord - Blois - Tours - Usse - Chinon - Saumur - Metz (220 Radkilometer)

Unsere Radreise führte in 9 Tagen zu den prächtigsten Schlössern des Loiretals, in die verträumten Gassen der Städte und durch malerische Landschaften. Während dieser Reise lernten wir die französische Lebensweise zu genießen.

1.Tag Dienstag, 21.05.2019: Anreise nach Troyes


frankreich

Am frühen Dienstagmorgen begann nach einer für die meisten recht kurzen Nacht unsere Reise an die Loire. Am Flughafen Dresden trafen sich sechs Reisegäste sowie Reiseleiterin Claudia und Reisebegleiterin Laura. Gemeinsam mit unseren Busfahrern Steffen und Eric wurden die ersten Räder im Radanhänger verstaut. An den Zustiegsstellen in Chemnitz und Meerane wuchs die Reisegruppe weiter, bis wir an der Raststätte Teufelstal schließlich komplett waren und voller Vorfreude auf die kommenden Tage die Reise nach Westen fortsetzen konnten. Unsere Reiseroute führte uns zunächst entlang der A4 vorbei an Eisenach und den „Drei Gleichen". Nachdem wir die Pfalz durchfahren und Frankfurt/Main hinter uns gelassen hatten, passierten wir die deutsch-französische Grenze, während die Marseillaise, die französische Nationalhymne, im Bus erklang und uns so auf die vor uns liegenden Tage einstimmte. Unser heutiges Ziel war Troyes, wo wir am Abend mit Quiche und Soufflé gemeinsam die ersten französischen Speisen verkosteten, bevor alle nach einem langen Tag erschöpft in ihre Betten fielen.

2.Tag Mittwoch, 22.05.2019: Sully-sur-Loire und Radtour nach Chateauneuf-sur-Loire - Orléans


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Am Vormittag des zweiten Tages unserer Reise fuhren wir zunächst mit dem Bus von Troyes nach Sully-sur-Loire, wo das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörige Gebiet des Loiretals beginnt. Direkt am Ufer der Loire ist auch das mit einem Wassergraben umgebene Chateau gelegen, welches zur Besichtigung einlud. Während die Gäste sich einen ersten Eindruck von der beim Bau der Loire-Schlösser an den Tag gelegten Architektur verschafften, wurden die Räder entladen. Zur Freude aller konnte so nach der langen Busfahrt vom Vortag endlich die erste Radtour starten. Diese begann bereits nach wenigen Kilometern abenteuerlich zu werden, da der eigentliche Radweg „La Loire à vélo" aufgrund von Bauarbeiten gesperrt war und uns die offizielle Umleitung auf den recht zugewachsenen Wanderweg führte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Gäste, dass Sie diese nicht ganz leicht zu bewältigende Ersatzstrecke in Kauf genommen und sich dabei die gute Laune nicht verderben lassen haben. Nachdem wir schließlich den Weg zurück auf den Radweg gefunden hatten, ging es auf ebener Strecke weiter bis nach St. Bénoît-sur-Loire. In der dort gelegenen Abtei Fleury fand während unseres Besuches eine Messe der hiesigen Benediktinermönche statt. Nachdem wir dieser Prozedur eine Weile gelauscht hatten, radelten wir über Chateauneuf-sur-Loire nach Jargeau, wo uns Steffen mit dem Bus bereits erwartete. Doch unser Kulturprogramm war für diesen Tag noch nicht beendet und so fuhren wir nach dem Verladen der Räder in das Zentrum von Orléans. Bekannt ist diese Stadt vor allem durch die französische Nationalheldin Jeanne d'Arc, zu deutsch „Johanna von Orléans". So erzählte uns Claudia vor der Kathedrale von Orléans von dieser jungen Frau, welche eine göttliche Eingebung hatte und daraufhin den französischen König um militärische Unterstützung bat, um in den Hundertjährigen Krieg gegen England eingreifen zu können. Die erste dadurch befreite Stadt war Orléans, sodass noch heute jedes Jahr am 8.Mai der Befreiung mit einem Fest gedacht wird. In Folge dieser Feierlichkeiten konnten wir im Inneren der Kathedrale auch die Wappen der früheren Grafen sehen, welche Johanna von Orléans bei ihrem Wirken unterstützten. An den Mut der jungen Jeanne d'Arc wird in der ganzen Stadt mit Skulpturen erinnert, so unter anderem vor dem früheren Rathaus, welches durch seine Backsteinfassade ins Auge fällt. Begeistert hat uns auch der viele Blumenschmuck, welcher Hausfassaden und Plätze schmückte und Orléans zu einer „Ville Fleurie" („Blumenstadt") mit vier Blumen, der höchsten zu erreichenden Auszeichnung, gebracht hat. Nach einem Bummel über den Wochenmarkt, fuhren wir hungrig zu unserem heutigen Hotel. Bei frischem Salat mit pochiertem Ei und geräucherter Wurst, Schweinekassler mit Kartoffelgratin sowie Crème brûlée stärkten wir uns ausgiebig, um neue Kräfte für den folgenden Tag zu sammeln.

3.Tag Donnerstag, 23.05.2019: Radtour zum Schloss Chambord und Blois - Weiterreise nach Tours


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Heute erwartete uns die mit 50 Kilometern längste Tagesetappe unserer Radreise. Diese begann im beschaulichen Örtchen Beaugency. Während Claudia gemeinsam mit den Gästen einen kleinen Rundgang unternahm, luden Steffen, Eric und Laura die Räder ab. Der erste Stopp fand bereits nach wenigen Metern statt, um eine zunächst unscheinbar wirkende Brücke zu betrachten. Bei genauem Hinsehen konnten wir jedoch erkennen, dass kein Brückenbogen dem anderen glich. In diesem Zusammenhang erzählte uns Claudia von der Legende, dass der Teufel diese Brücke gebaut haben soll und die Seele desjenigen einforderte, welcher als erstes die Brücke überqueren würde. Die schlauen Bewohner von Beaugency schickten jedoch als erstes eine Katze auf diesem Weg an das andere Ufer, mit welcher sich der Teufel begnügen musste. Wir radelten weiter in Richtung Südwesten und kehrten der Loire den Rücken, um in das bergige Hinterland zu kommen, in welchem unser nächstes Ziel wartete: Schloss Chambord. Über Jahrhunderte residierten in diesem Jagdschloss die Könige Frankreichs, restaurierten und erweiterten die Gebäude. Neben den zahlreichen Türmen ist vor allem die von Leonardo da Vinci entwickelte doppelläufige Treppe im Inneren des Schlosses ein Hingucker. Bei ca. 24°C Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein waren die kühlen Gemächer von Schloss Chambord eine gelungene Abwechslung. Nachdem alle Winkel des Schlosses und der Gartenanlage individuell erkundet waren, setzten wir uns wieder in den Sattel unserer Räder. Zurück an der Loire konnten wir bereits unser Ziel sehen: die kleine Stadt Blois lag am gegenüberliegendem Ufer. Weithin sichtbar sind die Türme der Kathedrale und der Kirche St. Nicolas. Auf der anderen Loireseite in Blois angelangt, sahen wir das Bildnis der Mona Lisa, welches zu Ehren des 500. Todestages von Leonardo da Vinci auf eine Treppe gemalt wurden war. Im Gegensatz zu dem prunkvollen Schloss Chambord vom Mittag erscheint das Schloss von Blois fast unscheinbar. Umso mehr hat uns eine Fassade auf dem Vorhof des Schlosses fasziniert: aus den Fenstern eines Hauses ragten fünf goldene Drachenköpfe. Im Anschluss schlenderten alle eigenständig durch die Straßen der Stadt, genossen einen Kaffee oder ein Eis als Belohnung für die heute zurückgelegte Radstrecke. Dann legten wir mit dem Bus die letzten Kilometer bis nach Tours zurück, wo wir unsere Zimmere für die nächsten fünf Nächte bezogen. Bevor wir erschöpft in die Betten fielen, ließen wir uns Rillette, Fischfilet von der Scholle und eine Schokoladenmousse schmecken.

4.Tag Freitag, 24.05.2019: Chaumont - Radtour entlang der Loire nach Amboise - Schifffahrt auf dem Cher - Besuch des Schlosses Chenonceau 


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Mit dem Bus fuhren wir am Freitag Morgen zunächst ein Stück entgegen der Fließrichtung der Loire bis nach Chaumont. Bei bewölktem Himmel starteten wir unsere heutige Radtour, welche uns für ein paar Kilometer in Flussnähe durch kleine Wälder führte, bevor wir einen steilen Anstieg mit ca. 50 Metern Höhenunterschied zu überwinden hatten. Wir durchfuhren im Anschluss das hügelige Hinterland mit seinen verschlafenen Dörfern und erreichten gegen Mittag die kleine Stadt Amboise. Erste Station war dort das Clos Lucé. In diesem am Berg gelegenen Herrenhaus mit Backsteinfassade verbrachte Leonardo da Vinci seinen Lebensabend. Die Erinnerungen an da Vinci werden in diesem Museum am Leben gehalten und zeigen, dass da Vinci vielerlei Interessengebiete hatte. So erhält man Einblick in sein Atelier und kann im Garten der Anlage verschiedene Modelle des Erfinders hautnah erleben. Nachdem die Gruppe das Wirken da Vincis kennengelernt hatte, wurden die Räder am Ufer der Loire in den Radanhänger geladen und Steffen chauffierte uns an den Cher, einem Nebenfluss der Loire. In der Nähe von Chenonceau bestiegen wir ein kleines Boot, um uns das gleichnamige Schloss von der Wasserseite aus anzusehen. Begleitet von den französischen Erzählungen einer Bootsfrau zur Geschichte des Schlosses schipperten wir ca. 45 Minuten auf dem Cher entlang. Dabei fuhren wir unter der eindrucksvollen Galerie des Chateau entlang, welche den Cher überspannt und unter anderem im ersten Weltkrieg als Lazarett diente. Da vor allem Frauen, wie Katharina von Medici und Diane de Poitiers, die Geschicke in diesem Gemächern lenkten, wird Chenonceau auch als „Schloss der Damen" bezeichnet. Nachdem wir zurück an Land waren, besichtigten wir die weitläufige Anlage zu Fuß. Hierzu gehören neben den nach historischem Vorbild gestalteten Gärten auch die im Renaissancestil eingerichteten Räume im Chateau. Besonders die in den Brückenpfeilern befindlichen Küchen und das gänzlich in schwarz gehaltene Zimmer, in welchem Louise von Lothringen nach dem Tod ihres Mannes wohnte, hinterließen bleibende Eindrücke. Am frühen Abend ging es mit dem Bus zurück in unser Hotel in Tours, wo wir den Tag bei einem Glas Wein zu einer schmackhaften Tarte mit Tomaten und Basilikum, Truthahnspieß mit Ratatouille-Gemüse und einer Art Bayerischer Creme ausklingen ließen.

5.Tag Sonnabend, 25.05.2019: Radtour nach Villandry und Langeais - Stadtrundgang in Tours


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Den Sonnabend begannen wir mit einer kurzen Busfahrt zum Stadtrand von Tours, wo unsere heutige Strecke startete. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein durchfuhren wir zunächst einen kleinen Stadtpark, bevor wir an das Ufer des Cher, welcher Tours im Süden begrenzt, kamen. An diesem führte unsere Route in Richtung Westen. Im kleinen Örtchen Savonnières legten wir eine Pause ein, während welcher sich unsere Gäste mit süßen Leckereien aus der ortsansässigen Boulangerie stärken konnten. So wurden bald schon vielerlei süße Eclairs und Madeleines verspeist. Gegen Mittag erreichten wir dann Villandry. Das hiesige Schloss ist besonders für seine außergewöhnlichen Gartenanlagen bekannt, welche durch die Gäste besichtigt wurden. So werden nach einem saisonal abgestimmten Plan verschiedene Gemüsesorten und Blumen angepflanzt. Währenddessen wurde durch die Busfahrer Steffen und Eric, Reiseleiterin Claudia und Reisebegleiterin Laura ein Picknick vor dem Schloss vorbereitet. Bei diesem wurden die lokalen Spezialitäten der Touraine aufgetischt. Neben einem guten Tropfen Wein zählt hierzu frisches Gemüse vom Wochenmarkt, cremiger Ziegenkäse, knuspriges Baguette und verschiedene Pasteten. Nach dieser Stärkung radelten wir ein Stück weiter und passierten den Zusammenfluss von Loire und Cher, bevor wir in Langeais unser heutiges Etappenziel erreichten. Während die Räder im Anhänger verstaut wurden, konnte die Freizeit in Langeais genutzt werden, um Einkäufe zu tätigen oder einen Kaffee zu trinken. Im Anschluss fuhren wir mit dem Bus zurück in unser Hotel, wo wir uns kurz erfrischten, um anschließend einen Stadtrundgang in Tours zu unternehmen. Da an diesem Tag ein Weinfest auf dem Bahnhofsvorplatz stattfand, dauerte die Parkplatzsuche für den Bus ein wenig länger als geplant. Aber auch diese Aufgabe meisterte Steffen mit Bravour. Die erste Station unserer Stadtbesichtigung waren das Museum der schönen Künste und die danebenliegende Kathedrale St. Gatien. Claudia führte uns weiter durch die mittelalterlichen und römischen Stadtviertel, vorbei an alten Fachwerkhäusern und der früher sehr bedeutsamen Pilgerkirche St. Martin. Das für Frankreich typische Zusammensitzen am Abend in kleinen Bistros konnten wir auf einem kleinen Platz mit regem Treiben beobachten. Unser Abendessen genossen wir heute nicht im Hotel, sondern in einer kleinen Crêperie im Stadtkern von Tours. Im „Mamie Bigoude" konnten wir nach Herzenslust süße Crêpes und salzige Galettes probieren. Währenddessen ließen wir uns ein Glas des französischen Apfelweins Cidre bzw. einen Kir, ein Getränk aus Weißwein und Johannisbeerlikör, munden. Vorbei an den beleuchteten Fassaden der Häuser liefen wir anschließend zurück zum Bahnhof, wo unser Bus für die Rückfahrt ins Hotel bereitstand.

6.Tag Sonntag, 26.05.2019: Ussé - Radtour entlang des Flusses Vienne nach Chinon - Weinprobe


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Nach einem stärkenden Frühstück startete unsere heutige Radtour am verträumten Schloss von Ussé, welches als Inspiration für die französische Variante des Märchens „Dornröschen" gedient haben soll. Nach Überquerung des kleinen Flüsschens Indre ging es an Feldern und Wiesen entlang in westliche Richtung, bis wir bei Candes-St Martin den Zusammenfluss von Loire und Vienne erreichten und eine Pause einlegten. Während dieser wurde der Blick auf die ruhig dahinfließende Loire genossen, aber auch die Kirche des kleinen Ortes besichtigt. Diese ist dem heiligen Martin gewidmet, welcher im 4. Jahrhundert Bischof von Tours war und laut biblischer Erzählung seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben soll. Er verstarb in Candes-St Martin und wurde am 11.November durch die Einwohner von Tours in seine Heimatstadt zurückgeholt. Zum Gedenken an diesen Heiligen wird noch heute jedes Jahr zum 11.November seiner Taten am Martinstag gedacht. Am Nachmittag stiegen wir wieder auf unsere Räder und fuhren nun an der Vienne entlang nach Chinon. Vom Südufer des Flusses konnten wir einen herrlichen Blick auf die gegenüberliegende Altstadt mit der hoch auf dem Felsen thronenden Burganlage „Forteresse Royale" erhaschen. Bei individuellen Erkundungen konnten wir uns dann über die für Frankreich bedeutende Geschichte dieser Burg informieren, auf welcher Johanna von Orléans Karl VII. überzeugte, sich als rechtmäßigen König von Frankreich zu betrachten und von ihm militärische Unterstützung für ihr Wirken gegen die Engländer im Hundertjährigen Krieg erbat. Der letzte Punkt unseres heutigen Programms führte uns schließlich zu einem alten Steinbruch in Chinon, in welchem heute die „Cave Mon Plaisir" eingerichtet ist. Durch Pascale, die Chefin dieses Weinkellers, wurden wir mit Informationen über die Geschichte des Weinanbaus und die verschiedenen Rebsorten in der Region um Chinon versorgt. Nachdem wir einen kleinen Rundgang durch den Weinkeller, in welchem ganzjährig 12°C herrschen, unternommen hatten, genossen wir eine Auswahl der vor Ort angebotenen Weine. Neben einem Weiß-, sowie einem Roséwein schenkte uns Pascale drei Rotweine unterschiedlichen Alters ein. Als kleine Stärkung gab es nebenbei frisches Baguette mit Pasteten und Rillette. Nachdem sich der ein oder andere mit ein paar Flaschen Wein für einen französischen Abend daheim eingedeckt hatte, traten wir mit dem Bus die Rückfahrt nach Tours an. Auch zum Abendessen durfte eine feine Note der französischen Weine beim Hauptgericht, dem Coq au vin, nicht fehlen. Durch eine Suppe mit saisonalem Gemüse und Windbeutel mit Vanillegeschmack und Schokoladensauce wurde das Menu an diesem Abend abgerundet.

7.Tag Montag, 27.05.2019: Radtour Cunault - Saumur - Montsoreau - Fontevraud


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Es schien fast so, als würde der Himmel über der Loire weinen, dass bereits unser letzter Tag in dieser Region angebrochen ist, denn pünktlich beim Entladen der Räder vor der Kirche von Cunault begann es zu nieseln. Als vorbildliche Radfahrer hatte sich jedoch jeder im Vorfeld mit Regenkleidung ausgestattet und so ergab sich trotz des grauen Regenwetters ein fröhliches Bild mit den vielen, bunten Regencapes. So traten wir die heutige Tour an, welche uns noch einmal 35 Kilometer bergauf und bergab entlang der Loire führte. Nachdem wir zunächst ein Stück im Hinterland zurückgelegt hatten, erreichten wir Saumur, wo unsere erste Station das „Maison Ackerman" war. Seit 1811 wird dort Sekt nach der „Méthode traditionelle" mit Flaschengärung hergestellt und wurde zunächst als preiswerte Alternative zu Champagner gehandelt. Selbstverständlich galt es, sich von der Qualität der Schaumweine zu überzeugen, sodass wir unsere Radtour erst nach einer kurzen Kostprobe fortsetzten. Im Anschluss fuhren wir in das Zentrum von Saumur, wo wir zunächst die prachtvolle Fassade des Rathauses „hôtel de ville" ansahen. Nach der Mittagspause war der Himmel aufgezogen und der Regen hatte aufgehört. So konnten wir unseren kurzen Rundgang durch die Gassen eines früheren Hugenottenviertels starten, bevor wir uns wieder die Räder schnappten und den steilen Schlossberg bezwangen. Oben angekommen wurden wir mit Sonnenschein und einem atemberaubenden Blick auf das Chateau und die Loire belohnt. Weiter ging es für uns mit dem Rad durch die Weinberge um Saumur, vorbei an ehemaligen Felsenwohnungen im Tuffgestein in östliche Richtung. In Montsoreau, welches zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs gewählt wurde, legten wir noch einmal einen kurzen Zwischenstopp an der ehemaligen Schlossanlage ein, um letzte Bilder von der Loire zu machen. Im Nachbarort Candes-St Martin, welches wir bereits am Vortag erkundet hatten, erwartete uns bereits Steffen mit dem Bus. Ein letztes Mal wurden nun die Räder aufgeladen, bevor wir zum nächsten Programmpunkt des heutigen Tages, der Abtei Fontevraud aufbrachen. Eigenständig konnte nun diese Anlage aus dem Mittelalter besichtigt werden. Im Anschluss fuhren wir zurück in unser Hotel nach Tours, um uns bei einem guten Wein von der Region Touraine zu verabschieden und um uns gleichzeitig bei einem elsässischen Apfelkuchen auf die letzte Station unserer Reise einzustimmen.

8.Tag Dienstag, 28.05.2019: Rückreise von der Loire nach Metz - Stadtbesichtigung


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Heute hieß es Koffer packen und der Loire den Rücken kehren, denn am Morgen starteten wir bereits unsere Rückreise in Richtung Deutschland. Es stand jedoch noch eine Zwischenübernachtung in der lothringischen Stadt Metz an, deren Sehenswürdigkeiten wir bei einem Stadtrundgang am Nachmittag bestaunten. Dieser begann am „Place de la Comèdie", an welchem das älteste Theater Frankreichs seinen Platz hat. Über einen Seitenarm der Mosel hinweg führte uns Claudia nun zum Wahrzeichen der Stadt: die Kathedrale Saint-Étienne. Im Sonnenschein erstrahlte die aus Sandstein bestehende Fassade und lud uns zu einem Blick in das Innere ein. Mit einer Gewölbehöhe von bis zu 41 Metern zählt die Kathedrale von Metz zu höchsten Kirchengebäuden Frankreichs. Besondere Hingucker unter den 6500 Quadratmetern Fensterfläche bilden hierbei die drei von Marc Chagall gefertigten Fenster, deren biblische Bedeutung uns Claudia näherbrachte. Im Anschluss schlenderten wir durch die Gassen der Altstadt und erreichten nach kurzer Zeit das „Porte des Allemands", das „Tor der Deutschen". Bis heute ist dieses mittelalterliche Stadttor erhalten geblieben und überbrückt die Seille, einen Nebenfluss der Mosel. Den Weg zu unserem heutigen Stadthotel legten wir zu Fuß zurück und überquerten dabei den „Place Saint-Louis", welcher in früheren Jahrhunderten von Geldwechslern belebt wurde und heutzutage Touristen wie Einheimische zum Verweilen in den kleinen Bistros einlädt. Am Abend genossen wir nicht ganz ohne Wehmut unser letztes gemeinsames Abendessen, bei welchem es lothringische Pastete, französisches Rindfleischragout und zum Dessert warme Mirabellen mit Vanille-Eis zu essen gab. Bei einem guten Glas Wein stießen wir noch einmal auf die zurückliegenden Tage an.

9.Tag Mittwoch, 29.05.2019: Heimreise


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Nach einem letzten Frühstück mit frischen Croissants und für Metz typische Mirabellen-Marmelade hieß es am Mittwoche Morgen, schweren Herzens endgültig Abschied von Frankreich zu nehmen. Wir passierten noch einmal die Mautstationen der französischen Autobahnen und erreichten rasch die Grenze zu Deutschland. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens am Vortag von Himmelfahrt wurde die Heimreise für uns eine Geduldsprobe, da etliche Staus und Umwege in Kauf genommen werden mussten. Trotz dieser Verzögerungen behielten alle ihre gute Stimmung bei, sodass wir bei französischen Chansons und Claudias Erzählungen die hinter uns liegenden Tage noch einmal Revue passieren lassen konnten. Nach und nach verabschiedeten wir alle Reiseteilnehmer, der Radanhänger leerte sich und jeder trat die letzten Kilometer nach Hause mit vielerlei Eindrücken an.

An dieser Stelle möchten wir nicht versäumen, unserem Busfahrer Steffen zu danken, welcher uns stets sicher ans Ziel gebracht. Auch in den engen Gassen der französischen Stätte lenkte er souverän und mit einem flotten Spruch auf den Lippen unseren Bus. Dank gilt auch Eric, welcher neben Steffen bei der An- und Abreise als Busfahrer eingesetzt war, und sich bei unseren Radtouren für den zum Glück nicht eingetretenen Notfall mit allerlei Werkzeug ausgestattet hatte.

Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch unseren lieben Gästen. Jeder von Ihnen hat die Reise mit seiner positiven Art bereichert. Gemeinsam wurden 212 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt, dabei persönliche Ziele erreicht und manche Freundschaft geschlossen.
Vielen Dank für Ihr Interesse an der Schönheit der Landschaften rund um die Loire und deren Nebenflüsse, die regen Gespräche über die französische Kultur und nicht zuletzt Ihr Vertrauen in unsere Fähigkeiten.

Wir hoffen, dass Sie sich ebenso gern an die eindrucksvollen Erlebnisse der Reise zurückerinnern, wie wir es tun. Bleiben Sie gesund und dem Radfahren treu. Unter unserem Motto „Auf die Radeln g'hupft" wünschen wir Ihnen alles Gute und würden uns freuen, Sie wieder einmal auf einer unserer Reisen begrüßen zu dürfen.

À bientôt, Ihre Reiseleiterin Claudia und Reisebegleiterin Laura

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Gut gemachter Bericht. Ruft nochmals die schöne Reise in Erinnerung.
Unsere Reiseleiterin war auch so was von perfekt - selten erlebt.
Habe mir alles "heruntergeladen".

Winfried Oehme
03.06.2019

Liebe Familie Oehme,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Es freut uns, dass die Reise Ihren Vorstellungen so gut entsprochen hat.
Das Lob werden wir selbstverständlich gern an Claudia Hartwich weiterleiten.
Wir hoffen, Sie wieder einmal auf einer unserer Reisen begrüßen zu können.
Herzliche Grüße,
Laura Schäfer und Ihr Team von Eberhardt Travel

Laura Schäfer 04.06.2019
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