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Reisebericht: Singlereise Georgien - zauberhaftes Swanetien im Kaukasus

18.05. – 27.05.2018, 10 Tage Rundreise Georgien für Singles und Alleinreisende: Batumi - Sugdidi - Schwarzes Meer - Kaukasus - Swanetien - Mestia - Kutaissi - Uplisziche - Gori - Hauptstadt Tbilisi

Was wird uns erwarten, wenn wir im Mai nach Georgien fahren? Auf jeden Fall eine abwechslungsreiche Reise - vom Schwarzen Meer über den Kaukasus bis in die Hauptstadt Tbilissi.

1. Tag: Freitag, 18.05.2018 Flug nach Batumi – Georgien


georgien

Sehr zeitiges Aufstehen ist angesagt, denn wir treffen uns um fünf in Berlin Tegel. Nur unsere Hamburgerin kann ausschlafen. Nicht ganz pünktlich startet unsere Maschine der Turkish Airlines, so dass wir froh sind, die lange Umsteigezeit in Istanbul in Kauf genommen zu haben. Das bedeutet aber auch – einen Aufenthalt von fünf Stunden in Istanbul. Eberhardt spendiert für jeden eine Flasche Wasser und eine große Kiste türkisches Konfekt. Das und der Bummel durch alle zollfreien Shops lassen die Zeit dann irgendwie vergehen. Noch zwei Stunden Flug bis Batumi, zweimal die Zeit um eine Stunde vorgestellt, ein bisschen warten bei der Passkontrolle – fertig! Alle Koffer sind da, Eka, unsere örtliche Reiseleiterin wartet bereits auf uns. Wir laden die Koffer ein und nach einer guten halben Stunde sind wir im Hotel Batumi World Palace. Dieses befindet sich mitten in der Stadt und wir können zum Abendessen laufen. Eberhardt hat für uns ein tolles Restaurant ausgesucht. Es befindet sich im Alphabet Tower, einem Turm am Strand von Batumi. Wir haben nicht nur schmackhaftes Essen, sondern auch einen fantastischen Blick auf die beleuchtete Stadt.

2. Tag: Sonnabend, 19.05.2018 Batumi


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Heute heiratet Prinz Harry sein Meghan und wir besichtigen Batumi. Wir gehen es gelassen an. Erst einmal gibt es Frühstück auf der Hotelterrasse. Ab halb zehn bummeln wir durch die Stadt. Wir laufen zur Piazza, kommen an der Kirche des Heiligen Nikolaus vorbei und gehen dann hinunter zum Hafen. In der Ferne sind die Hochhäuser zu sehen, in den sich vor allem Hotels befinden. Das goldene Riesenrad an der Technischen Universität (ein Gebäude, das leider leer steht) leuchtet in der Sonne und bringt alle zum Staunen. Wir überraschen eine Obstsaftverkäuferin, in dem wir alle einen Granatapfelsaft kaufen bzw. einen Orangensaft. Sie macht mit uns das Geschäft des Tages. Unser Spaziergang führt weiter am Strand entlang bis zum Riesenrad und zu den Figuren von Nino und Ali. Gegen Mittag erreichen wir den Batumi Boulevard, wo wir uns an der Mole auf einen Kaffee niederlassen. Nachmittags schlendern wir weiter durch Batumi, über den Maidanplatz, an dem sich die Medea-Statue mit ihrem Goldenen Flies in der Sonne spiegelt. Heute findet hier eine Aktion zu Bioprodukten statt. Wir lassen uns verführen, kosten Tschurtschela, Wein und ChaCha – den georgischen Grappa. Lecker! Auch hier tragen wir dazu bei, dass die Geschäfte der georgischen Händler gut laufen. Mit der Argo Seilbahn überwinden wir für 15 Lari zweieinhalb Kilometer Strecke und 400 Meter Höhe und haben von einem Hügel einen traumhaften Blick auf Batumi. Später lädt das Schwarze Meer die Allermutigsten zu einem Bad ein. Gut geschafft vom Tag verbringen wir den Abend im Restaurant Goldener Fisch mit Blick auf das Meer und köstlichen georgischen Speisen.

3. Tag: Sonntag, 20.05.2018 Fahrt nach Svanetien


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Nach einem gemütlichen Frühstück beginnt unsere Fahrt in den Kaukasus. Noch einmal werfen wir einen Blick auf die speziellen Bauwerke von Batumi, dann geht es Richtung Nordosten. Schon bald eröffnen sich Blicke auf traumhafte Schluchten, Berge und Wälder. Gegen Mittag legen wir einen Stopp in Zugdidi ein. In einem Tea House gönnen wir uns Chachapura und passende Getränke. Anschließend besuchen wir den Palast der Dadiani-Fürsten, in dem kostbare Gemälde und Möbel anzuschauen sind. Außerdem war die Familie mit dem letzten Nachkommen von Napoleon verwandt und deshalb befindet sich hier einiges aus dem Privateigentum von Napoleon. Eine besondere Kostbarkeit ist eine der drei Totenmasken von Napoleon, die man hier anschauen kann.
Nun steht uns noch eine längere Busfahrt bevor. Langweilig wird es jedoch nicht, denn die Aussicht ist atemberaubend. Auf den Bergen liegt noch Schnee und manchmal glitzert er in der Sonne. Wilde Flüsse und Schluchten lassen die Herzen höherschlagen. Noch vor dem Abendessen erreichen wir Mestia und unser Hotel Banguriani. Wir checken ein und beziehen unsere Zimmer. Von den Balkonen eröffnet sich der Blick auf die „tausend" Türme. Als wir vom Abendessen zurückkehren, sind die Türme beleuchtet.

4. Tag: Montag, 21.05.2018 Ushguli


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Nur 45 Kilometer entfernt von Mestia befindet sich der höchstgelegene ganzjährig bewohnte Ort Europas – Ushguli. Dennoch benötigen wir zwei und eine halbe Stunde für den Weg. Wir sind heute von unserem Bus auf drei Jeeps umgestiegen, da der Bus die Straßen nicht bewältigen könnte. Unterwegs besuchen wir den Turm der Liebe, in dem ein Mädchen auf ihren Liebsten wartete, der jedoch von ihrer Familie ermordet wurde, weil diese die Heirat der Beiden nicht dulden wollten. Noch immer fließen die Tränen in Strömen den Fluss hinab. In der kleinen Kirche Santa Babara, die wir nicht in Hosen betreten dürfen, sind noch heute originale svanetische Wandmalereien zu bewundern. Sie sind nicht sehr gut erhalten, dennoch können wir die alte Zeit hier spüren. Irgendwann erreichen wir dann doch Ushguli. Inzwischen hat es angefangen zu regen, was uns nicht davon abhält, das letzte Stückchen Weg zur Lamaria-Kirche zu Fuß zu gehen. Im Café Koshki kehren wir zum Mittagessen ein, bevor wir die Rückfahrt nach Mestia antreten.

5. Tag: Dienstag, 22.05.2018 Mestia


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Der Tag beginnt mit einem Geburtstagsständchen. Die jungen Männer vom Hotel haben einen Kuchen vorbereiten lassen und spendieren eine Flasche Sekt. Wir haben beschlossen, unser heutiges Programm zu Fuß zu absolvieren. Wir wissen noch nicht, was auf uns zu kommt. Zum Glück. Bis nach Mestia geht es erstmal bergab, kein Problem. Aber der Aufstieg zum Matschubi, dem ethnografischen Museum wird dann schon für einige zur Herausforderung. Bei Nadja, am Häuschen, legen wir eine Pause ein und versorgen uns mit dem berühmten svanetischen Kräutersalz. Die Russin, die den Schlüssel für das Museum verwaltet, lässt sich irgendwann herab, für uns aufzuschließen. Eka übernimmt dann die Führung. Wir besichtigen ein altes svanisches Wohnhaus, in dem die Menschen früher mitsamt ihren Tieren gewohnt haben. Anschließend spazieren wir ins Zentrum von Mestia, wo wir im Café Leila georgisches Mittag essen. Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg ins Chergiani Museum. Hier lernen wir das Leben des berühmten Bergsteigers kennen. Georgi holt uns mit dem Bus vom Museum ab, denn unsere Füße sind inzwischen platt. Im Kaminzimmer gibt es den Geburtstagskuchen und einen genüsslichen Kaffee.

6. Tag: Mittwoch, 23.05.2018 Kutaisi


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Eine lange Fahrt liegt heute vor uns. Wir verlassen den Kaukasus und kehren zurück in die Stadt. Belohnt werden wir mit traumhaften Aussichten. Natürlich darf ein Fotostopp nicht fehlen. Auch einen Abstecher zum Enguri-Staudamm gönnen wir uns. Am späten Vormittag kehren wir auf einen Kaffee und/oder ein Moskauer Eis in ein kleines Restaurant ein. Mittags erreichen wir Zugdidi. Leider ist das Restaurant, in dem wir Mittag essen wollten, voll. Also behelfen wir uns mit einem Imbiss auf die Hand oder essen ausnahmsweise mal bei Mac Donald. Am Nachmittag ist Kultur angesagt. Wir besuchen das Kloster Motsameta, in dem sich der Eine oder andere versucht, einen Wunsch zu erfüllen und in dem wir die Geschichte der Märtyrer erfahren. Im Gelati Kloster Komplex besichtigen wir die Kirche des Heiligen Nikolaus und die Kirche des Heiligen Georg. Auch die Räumlichkeiten der einst über die Grenzen bekannten Akademie suchen wir auf. Nun ist es Zeit, im Hotel einzuchecken. Wir wohnen im Best Western Hotel Kutaisi und speisen im Restaurant White Stone. Bei Live-Musik (besonders der Geiger erwärmt unser Herz) lassen wir uns mal wieder kulinarisch verwöhnen. Anschließend spazieren wir über die beleuchtete Weiße Brücke und werden auf dem Rückweg von unseren Hotel-Hunden beschützt.

7. Tag: Donnerstag, 24.05.2018 Uplisziche und Chateau Mukhrani


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Bevor wir weiterfahren, besuchen wir die Bagrati Kathedrale. Einst gehörte diese zum UNESCO Weltkulturerbe, da bei ihrer Rekonstruktion jedoch nicht die entsprechenden Vorschriften eingehalten wurden, wurde sie von der Liste gestrichen. Dennoch ist sie beeindruckend und von hier haben wir einen schönen Blick auf Kutaisi. Auf dem Weg nach Gori halten wir an einem Töpfermarkt, auf dem statt Töpfen Hüte eingekauft werden. In Gori besuchen wir das WC im Stalin-Museum und besichtigen sein Geburtshaus. Ein paar Kilometer weiter erreichen wir die Höhlenstadt Uplisziche. Hier sind ein paar Kletterkünste gefragt. Außerdem bläst uns ein kräftiger Wind um die Ohren. Erholung von der Kletterei finden wir am Ausgang in einem kleinen Café. Den Nachmittag verbringen wir auf Schloss Mukhrani. Nachdem wir den Weinkeller besichtigt haben, nehmen wir an der Master Class teil. Das bedeutet, dass wir uns mit der Zubereitung georgischer Spezialitäten beschäftigen. Wir werfen Teig an eine heiße Ofenwand, tunken aufgefädelte Nüsse in einen Sud aus Weintraubensaft und Mehl und versuchen mit 33 Falten ein Khinkalisäckchen zu schließen. Manches gelingt gut, anderes nicht, aber alles macht Spaß. Das Abendessen verbringen wir auf georgische Weise mit einem Tamada. Dieser führt mit Trinksprüchen durch den Abend. Wir stoßen auf den Weltfrieden an, auf die Liebe, auf die Freundschaft, den lieben Gott und noch viel mehr. Gänsehautfeeling stellt sich ein, als unsere georgischen Gastgeber ihre polyphonen Gesänge präsentieren. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen und präsentieren ein paar uns bekannte Volkslieder. Noch nie hat ein Mädchenchor so gut geklungen. Das habt Ihr toll gemacht!

8. Tag: Freitag, 25.05.2018 Mzcheta – Emaille-Workshop


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Am Vormittag fahren wir in die alte Hauptstadt Georgiens, nach Mzcheta. Unterwegs legen wir einen Stopp am Djvari-Kloster ein. Von hier aus haben wir einen schönen Ausblick auf Mzcheta, die Heerstraße und die ineinander fließenden Arakwi und Mtkwari (Flüsse). Das Djvari-Kloster steht an einer Stelle, an der die Heilige Nino, die den Georgiern das Christentum brachte, ein Kreuz errichtet haben soll. Im 6. Jahrhundert wurde hier eine erste kleine Kirche errichtet. Eine kleine Überraschung erwartet uns beim Verlassen der Anlage, denn ein geschäftstüchtiger Fotograf, der uns am Eingang auflauerte, hat inzwischen Schlüsselanhänger mit unseren Fotos und einem Bild des Klosters angefertigt und verkauft uns diese erfolgreich. Eine halbe Stunde später erreichen wir die Kirche der Lebensspendenden Säule. Also, zunächst einmal erreichen wir den Markt, der es fast unmöglich macht, dass wir überhaupt bis zur Kirche kommen. Die Sweti-Zochweli-Kirche war über viele Jahre die Krönungs- und Begräbniskirche der georgischen Könige. Hier befindet sich auch das Grab von König Wachtan. Um die Kirche rangt sich eine Legende der Heiligen Sidonia, die mit einem Gewand von Jesus Christus in der Hand vor Ehrfurcht verstorben und so mit dem Gewand verbunden war, dass man es nicht mehr von ihr lösen konnte. An ihrem Grab haben sich heute viele Menschen zum Gebet versammelt. Nach der ausführlichen Besichtigung fahren wir zurück nach Tbilissi. Hier besuchen wir eine kleine Werkstatt, in der auf traditionelle Art Emaille-Schmuck hergestellt wird. Wir probieren es aus und stellen fest, wie kompliziert es ist, die kleinen Silberstückchen mit Farben zu verzieren. Letztendlich entstehen aber einzigartige Schmuckstücke, die es in keinem Laden zu kaufen gibt und die ein schönes Andenken an die Reise sind. Den Abend verbringen wir im Restaurant Tsiskvili, wo wir wie immer hervorragend speisen. Eine georgische Folklore-Gruppe begeistert uns mit Tänzen aus verschiedenen Regionen des Landes.

9. Tag: Sonnabend, 26.05.2018 Tbilissi – 100. Jahrestag der Befreiung


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Unser Hotel befindet sich im Zentrum der Stadt, in der Nähe des Freiheitsplatzes. Heute jährt sich der Tag der Befreiung Georgiens zum 100. Mal. Das bedeutet, dass am Freiheitsplatz eine große Bühne aufgebaut ist, auf der einige Veranstaltungen stattfinden. Darüber hinaus sind sämtliche Straßen rund um unser Hotel gesperrt. Deshalb haben wir beschlossen, heute auf den Bus zu verzichten. Noch während wir frühstücken, versammeln sich direkt vor unserem Hotel ganze Batallione (?) von jungen Soldaten, die zum Freiheitsplatz marschieren. Wir folgen ihnen neugierig, müssen dann aber feststellen, dass es sich nur um die Generalprobe handelt, denn die Besucher fehlen. Wir machen uns auf den Weg in die Stadt bzw. ins Stadtzentrum. Viele Kirchen warten heute auf unseren Besuch. Nebenbei bleibt genügend Zeit, die Nase in den einen oder anderen Shop zu stecken und noch ein paar Souvenire zu erstehen. Mit der Seilbahn fahren wir zur Narikala-Festung und zu Fuß geht es wieder bergab. Am alten Bäderviertel legen wir in einem Café eine Pause ein. Nach weiteren Besichtigungen erreichen wir den traditionsreichen Bäcker und gönnen uns einen Mittagsimbiss. Weiter geht es zu Fuß durch Gassen und Gässchen bis zum Garibaldi-Marionettentheater, an dem sich um zwei Uhr nachmittags am Uhrturm ein Türchen öffnet, ein Engel erscheint und zwei Mal die Glocke schlägt. Nun ist es Zeit für eigene Unternehmungen, Shoppen und/oder Einkehren sind angesagt. Am späten Nachmittag treffen wir uns für eine Bootsfahrt auf dem Mtkvari-Fluss. Ein letztes Mal schlemmern wir uns durch die georgischen Köstlichkeiten während wir Tbilissi vom Wasser aus betrachten. Die Friedensbrücke ist voll von Menschen, die uns freundlich zuwinken. Inzwischen hat sich der Himmel zugezogen und es regnet wie verrückt. Gia, unser freundlicher Busfahrer, holt uns an der Anlegestelle ab. Er fährt uns zur Sameba-Kathedrale, die heutzutage das größte Kirchengebäude des Landes ist. Die Kathedrale ist voll von tiefgläubigen Georgiern, denn gerade findet das Abendgebet statt. Nun versucht Gia, uns zum Hotel zu bringen, aber immer noch sind alle Straßen gesperrt. Also kehren wir zu Fuß zum Hotel zurück.

Liebe Reisefreund(inn)e(n),


während ich die letzten Zeilen unseres Reisebrichtes zu Papier bringe bzw. in den Laptop tippe, tobt draußen das Feuerwerk zum Abschluss der Einhundert-Jahr-Feier. Jetzt ist es schon halb elf und vielleicht sollte ich doch noch für ein paar Minuten die Augen schließen, bevor wir uns nachher auf den Heimweg machen. Ich möchte mich noch einmal für die gelungene Reise bei Euch bedanken, denn nur durch gegenseitige Rücksichtsnahme, Verständnis füreinander und ein fröhliches Miteinander, wie Ihr es gelebt habt, wurde die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ich wünsche Euch allen vor allem Gesundheit und noch viele spannende Reisen rund um unsere schöne Welt.

Eure Reisebegleiterin Sabine

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Es war eine schöne, erlebnisreiche Reise. Hoffendlich wird wird ein Weg gefunden daß auch wieder die Bilder wie bei bisherigen Reisen der Gruppe zur Verfügung gestellt werden können, sie runden die Erinnerung ab.

Winfried Rauh
04.06.2018
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