Reisebericht: Rundreise Georgien: Zauberhaftes Swanetien im Großen Kaukasus

27.09. – 06.10.2018, 10 Tage Rundreise Georgien: Schwarzes Meer - Kaukasus - Hauptstadt Tbilisi

Eine wunderschöne Reise an der Grenze Europas, beginnend am Schwarzen Meer, über die hohen Berge des Kaukasus bis zur Hauptstadt Tiflis.

Donnerstag, 27.09.2018 - Anreise nach Georgien


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Am 27. September um 09.30 Uhr traf sich unsere Reisegruppe am Flughafen Leipzig/ Halle zu unseren Flug nach Batumi über Istanbul. Der Flug verlief problemlos und war glücklicherweise pünktlich. Trotzdem wurden wir bereits im Terminal von einem Flughafenmitarbeiter in Istanbul empfangen, welcher uns den Weg in Richtung Abflug nach Georgien zeigte. Mit schnellem Schritt erreichten wir als letzte Passagiere den Weiterflug. – Nun konnte der Urlaub beginnen.
Am Flughafen Batumi wurden wir bereits von unserer örtlichen Reiseleitung Eka(terina) empfangen. Der Bus, ein Import aus Deutschland, stand bereit und wir fuhren zu unserem Hotel für die nächten 2 Nächte, dem Batumi World Palace.
Nach einer kurzen Erfrischungspause wurden wir im Alphabet Tower mit Blick auf die nächtlich beleuchtete Hafenstadt Batumi in die georgische Küche eingeführt.

Freitag, 28.09.2018 - Batumi


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Am nächsten Morgen trafen wir uns zum gemeinsamen Stadtrundgang. Wir besichtigten die St. Nicolas Kirche, anschließend die Piazza, ein Hotelkomplex mit schön gestaltetem Innenhof, mehreren Cafés und einem Glockenturm. Anschließend gingen wir zum Schwarzen Meer. Wir sahen den Hafen, die Seilbahnstation, die Skulptur von Ali und Nino, welche sich zufällig genau in diesem Augenblick „küssten". Anschließend liefen wir weiter entlang der Strandpromenade und beendeten unsere Führung am Europaplatz.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Einige fuhren mit der Seilbahn und genossen den Blick auf Batumi, andere Gäste blieben in der Stadt oder badeten im Schwarzen Meer.

Samstag, 29.09.2018 – Fahrt in den Kaukasus


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Nach einem Frühstück mit Meerblick verabschiedeten wir uns von Batumi und fuhren in Richtung Swanetien. Kühe, Schweine und Gänse säumten Straßen und Wege. Mehrfach mussten wir anhalten und den Tieren „Vorfahrt gewähren". Schließlich erreichten wir unseren ersten planmäßigen Halt - Sugdidi, Hauptstadt Megreliens. Es gab zunächst zur Stärkung für jeden ein Stück Chachapuri. Im Anschluss besichtigten wir den Dadiani-Palast.
Auf der weiteren Fahrt hielten wir an der Staumauer des Enguri-Stausees, laut unserer Reiseleiterin einst die höchste der Welt. Wir sahen zukünftige Visionen - eine Art Erlebnispark mit einer Seilbahn und der Möglichkeit zum Fallschirmspringen.
Die Straße wurde anschließend schlechter, kurviger und schmaler. Mehrmals fuhren wir nah am Abgrund bzw. sahen Bauarbeiten, welche Erdrutsche beseitigten. Unser Busfahrer meisterte die Fahrt souverän und wir erreichten am späten Nachmittag das Hotel Banguriani in Mestia.
Langsam verzogen sich die letzten Wolken und bereits während des Abendessens hatten wir einen hervorragenden Blick auf den von der untergehenden Sonne beleuchteten 4858 m hohen Tetnuldi.

Sonntag, 30.09.2018 – Mestia und Zuruldi


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Wieder schien die Sonne und mit einem herrlichen Blick auf Mestia starteten wir in den Tag. Drei geländefähige Mitsubishi Delica holten unsere Gruppe am Hotel ab. Zunächst besichtigten wir ein Matchubi, ein altes traditionelles Wohnhaus, in welchem ursprünglich die Familien mit ihren Tieren im Kaukasus lebten. Alle Generationen wohnten mit bis zu 20 Kühen unter einem Dach. Auch den angeschlossenen Wehrturm konnten wir besichtigten. Dieser war Rückzugsort im Falle eines Angriffs. Über Leitern stiegen wir hinauf und sahen die vielen Ebenen des Turmes.
Danach fuhren wir zum Michail Khergiani-Museum. Er war einer der bedeutendsten Bergsteiger der Sowjetunion. Er wählte besonders schwere Wege zur Besteigung der Gipfel und hält noch heute einige Rekorde.
Uns reichten jedoch schon die zahlreichen Stufen, sodass wir uns gegen das Bergsteigen und für die Fahrt mit dem Sessellift nach Zuruldi entschieden. Auf ca. 2350 m Höhe aßen wir Mittag und genossen den wunderbaren Blick auf den Doppelgipfel des Uschbas und die umliegenden Gletscher.
Im Café Leila genossen einige Gäste noch den Nachmittag bevor wir am Abend in einer georgischen Familie ein traditionelles Abendessen zu uns nahmen.

Montag, 01.10.2018 – Ushguli


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Wieder empfingen uns die drei Fahrer vom Vortag sowie unsere Reiseleiterin. Heute sollten sie uns jedoch tiefer in den Kaukasus bringen – nach Ushguli, das einst höchste bewohnte Dorf Europas auf ca. 2200 m Höhe. Auf der Fahrt sahen wir den Fortschritt und Ausbau der Infrastruktur für ein leichter zu bereisendes Georgien. Auf vielen Kilometer Länge war die neue Straße bereits fertiggestellt bzw. wurde sie gerade gegossen. Wir hielten an der Kirche Santa Barbara und schauten die dortigen Fresken an. Anschließend konnten unsere Fahrer ihr Können unter Beweis stellen. Über unbefestigte Straßen und durch Flussläufe brachten sie uns sicher an unser heutiges Tagesziel, die aus mehreren kleinen Dörfern zusammengeschlossene Gemeinde Ushguli.
Der Kaukasus zeigte sich von seiner schönsten Seite, wolkenfrei mit beginnender Laubfärbung, zusammen mit seinen über 5000 m hohen schneebedeckten weißen Gipfeln. Alle waren von der Landschaft beeindruckt.
Wir besichtigten die Lamaria Kirche und aßen bei herrlichem Sonnenschein Suppe, gekochten Käse oder Schaschlik. Auf der Rückfahrt hielten wir am Turm der Liebe. Die Besteigung war ein wenig abenteuerlicher als der Wehrturm des Vortages, aber für gekonnte „Bergsteiger" problemlos machbar.

Dienstag, 02.10.2018 – Fahrt nach Kutaisi


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Es kündigte sich schlechteres Wetter an, sodass das Abschied nehmen vom wunderschönen Kaukasus nicht so schwer viel. Eine weite Fahrt in die Stadt Kutaisi stand vor uns, welche wir am Nachmittag erreichten. Wir besuchten zunächst das Gelati Kloster, Akademie mit Grab von Dawit dem Erbauer. Anschließend besichtigten wir die Kapelle von Motsameta. Sie gehört zu den berühmtesten Wallfahrtsorten Georgiens.

Mittwoch, 03.10.2018 – Kutaisi, Gori, Uplisziche, Tiflis


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Nach nur einer Nacht im Best Western Kutaisi fuhren wir weiter.
Am Morgen schauten wir zunächst noch die ehemals zum UNESCO-Welterbe gehörende Bagrati-Kathedrale an. Aufgrund von Umbaumaßnahmen verlor sie im letzten Jahr diesen Titel. Nach einem Halt an dem Kolchis-Springbrunnen, wo gefundene Tierskulpturen übergroß in der Mitte eines Kreisverkehrs dargestellt sind, ging die Busfahrt weiter.
Über den Rikoti-Pass erreichen wir das deutlich trockenere Ostgeorgien. Wir hielten zunächst in der Stadt Gori am Stalin-Museum. Wir sahen von außen das ehemalige Geburtshaus Stalins sowie seinen Eisenbahnwaggon, mit welchem er unter anderem zur Potsdamer Konferenz 1945 anreiste.
Dann fuhren wir weiter zur Höhlenstadt Uplisziche. Nach einem kleinen Mittagssnack erklommen wir die beeindruckenden Höhlen am Rande der ehemaligen Seidenstraße. Die Größe und Raffinessen, wie eingebaute Kerker waren sehr interessant für uns.
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich mit dem Bus Tiflis. Wir unternahmen eine Bootsfahrt auf dem Mtkvari Fluss und sahen so die ersten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

Donnerstag, 04.10.2018 – Mzcheta, Tiflis


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Am Donnerstag fuhren wir nach Mzcheta, die alte Hauptstadt des iberischen Reichs. Zunächst besichtigten wir die Djvari Kirche, welche auf einer Anhöhe über der Stadt steht. Von hier aus hatten wir einen wunderbaren Blick und sahen sogar den ca. 100 Kilometer entfernten schneebedeckten Kazbeg. Anschließend besichtigten wir das Zentrum, kauften einige Souvenire ein und besuchten die Sweti-Zchoweli-Kirche.
Danach fuhren wir zurück nach Tiflis. Wir teilten die Reiseteilnehmer in 2 Gruppen, wobei die einen erst einen Emaille-Workshop hatten und der andere Teil die Rustaveli Avenue entlang schlenderte. Nach 90 Minuten wurde getauscht, sodass alle unter anderem das alte und zukünftige Parlament, verschiedene Museen und die Oper von außen sahen. Zurück fuhren wir mit der Tifliser Metro.
Der Emaille-Workshop forderte hingegen größte Anstrengungen und Geschick, aber alle Gäste gestalteten ihren eigenen Kettenanhänger.
Abendbrot aßen wir im Restaurant Tsiskvili, zu Deutsch Mühle. Zu einem Folklore-Programm und Livemusik genossen wir die sehr üppigen und gut schmeckenden georgischen Speisen.

Freitag, 05.10.2018 – Tiflis, Chateau Muchrani


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Am letzten Tag der Reise besichtigten wir weitere Sehenswürdigkeiten von Tiflis. Wir starteten an der aus Spenden seit 1996 neu erbauten Sameba-Kathedrale, fuhren mit der Seilbahn zum Denkmal „Mutter Georgiens" und der Narikala Festung, sahen die Moschee, die Schwefelbäder und die Synagoge der Stadt. Nach einer kurzen Stärkung bei einem traditionellen Bäcker besuchten wir gemeinsam die Sioni-Kathedrale und überquerten die architektonisch originell gestaltete Friedensbrücke. Am Puppenmuseum endete unser Stadtrundgang.
Mit dem Bus fuhren wir anschließend zum Chateau Muchrani, einem alten Schloss mit Weinkeller, gebaut im 19. Jahrhundert nach französischem Vorbild. Wir bekamen eine Führung und erfuhren etwas zur Weinherstellung. Anschließend durften wir selbst Hand anlegen und Teigtaschen sowie Nüsse mit angedicktem Weintraubensaft gelieren. Diese wurden uns später serviert.
Zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen gesellten sich vier Sänger zu uns. Sie sangen traditionelle Lieder und der Tamada führte mit Trinksprüchen durch den Abend.Samstag,

06.10.2018 – Rückflug


Leider mussten wir am Abreisetag schon sehr früh aufstehen. Kurz nach 3 Uhr trafen wir uns an der Rezeption und der Busfahrer sowie unsere Reisleiterin brachten uns zielsicher zum Flughafen von Tiflis. Wir verabschiedeten uns nach 1150 gemeinsamen Kilometern, warteten an der langen Schlange und checkten schließlich für den Rückflug nach Deutschland ein.
In Istanbul bzw. am Flughafen in Leipzig trennten sich dann unsere Wege nach 10 wunderschönen erlebnisreichen Tagen in Georgien. Ich wünsche Ihnen/ euch alles Gute.
Ihr/ euer Julian

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