Reisebericht: Rundreise Griechenland - die Wiege der Kultur Europas

13.10. – 28.10.2018, 16 Tage Bus-Rundreise Dodona - Ioannina - Thessaloniki - Philippi - Meteora-Klöster - Delphi - Vrahati - Mykene - Epidaurus - Athen - Mistras - Olympia

"Es waren einmal 22 sehr wissbegierige Reisende, die in Griechenland eine wunderschöne grüne Wiese mit vielen bunten Blümelein entdeckten...". So oder so ähnlich lassen sich Geschichte und Mythologie leicht,einprägsam und mit viel Spaß lernen.

Tag 1 Dresden – Pradelle di Nogarole Rocca



In Dresden ist es um diese Jahreszeit früh morgens schon bitter kalt, deshalb sind auch zu früher Morgenstunde schon alle versammelten Reisegäste sehr munter und guter Dinge, dem herbstlichen Deutschland noch für zwei Wochen entfliehen zu können. Griechenland scheint uns schon von weitem mit einem herrlichen Spätsommer zu rufen. Pünktlich verlassen wir den Flughafen Dresden und bewegen uns auf der A4 Richtung Süden, um die weiteren Mitreisenden unterwegs aufzunehmen.
Am späten Vormittag erreichen wir die Autobahnraststätte Nürnberg-Feucht, wo die Gruppe nun zunächst vollständig werden soll: alle 21 Busreisegäste sowie unser Busfahrer Steffen sind nun versammelt und die Reise kann ganz offiziell beginnen. Gegen Mittag passieren wir München und wenig später die Grenze zu Österreich. Entlang der Inntal- und Brennerautobahnen führt uns unser Weg zielgerichtet nach Italien. Trotz des Ferienanfangs in einigen Bundesländern kommen wir recht gut voran und erreichen bald Südtirol. Die autonome Region im Norden Italiens begrüßt uns mit postkartenreifen Aussichten und macht die lange Fahrt kurzweilig. Weiter geht es durch das Trentino und schließlich ins Veneto. Am Abend erreichen wir dort, zwischen Verona und Mantua gelegen, unser Hotel für diese Nacht. Untergebracht sind wir in einem kleinen familiengeführten Haus, welches mit seiner wunderschön sanierten historischen Substanz aus dem 18. Jahrhundert, sowie typisch italienischer Küche zu überzeugen weiß.

Tag 2 Pradelle di Nogarole Rocca – Ancona – Fährüberfahrt nach Igoumenitsa



Am nächsten Morgen sind alle sehr positiv überrascht vom italienischen Frühstücksbuffet und es geht gut gestärkt wieder auf die Autobahn, weiter Richtung Süden. Der Verkehr meint es gut mit uns und schnell passieren wir Mantua und durchfahren wenig später die Region Emilia Romagna. Als wir gerade die Regionshauptstadt Bologna hinter uns gelassen haben, erreicht uns ein Anruf der griechischen Fährgesellschaft ANEK: die unschöne Nachricht lautet, dass unsere Fähre drei Stunden Verspätung haben soll. Nichts desto trotz lassen wir uns die gute Stimmung nicht verderben und beschließen, einen kleinen Abstecher in die Keramikhochburg Faenza zu machen, die schon zu römischen Zeiten eine wohlhabende und florierende Handelsstadt gewesen ist. An diesem Sonntagmorgen können wir hier vor allem authentisch italienische Atmosphäre erleben, ein wenig über die Piazza flanieren und einen italienischen Espresso oder ein Eis genießen.
Nach dem kleinen Sonntagsspaziergang geht es weiter in Richtung Adria. In Ancona am Hafen angekommen stellen wir fest, dass mit uns auch mehrere Busse Jugendliche aus Frankreich, Italien und Deutschland auf die Fähre wollen. Aufgrund der Verspätung geht heute zumindest der Check In schnell von Statten und auch der italienische Zoll ist nachsichtig. So können wir unserer Fähre Olympic Champion noch beim Einlaufen in den Hafen zusehen und das entladen der vielen LKWS beobachten. Schließlich an Bord angekommen werden wir Zeugen des geordneten Chaos, denn aufgrund der vielen Schüler wirkt das Schiff wie eine riesenhafte Jugendherberge. So sind alle froh, sich nach dem späten Abendessen auf die Kabinen zurückziehen zu können.

Tag 3 Igoumenitsa – Dodona – Ioannina – Thessaloniki


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Da die Fähre die Verspätung vom Vortag über Nacht nicht einholen konnte bekommen wir am nächsten Tag auch unser Mittagessen noch an Bord, bevor wir um kurz nach 13 Uhr endlich den Hafen von Igoumenitsa erreichen. Dort werden wir schon von unserer, trotz allem bestens gelaunten, örtlichen Reiseleiterin Anastasia begrüßt. Auf der Fahrt durch die bergige Landschaft von Epirus erzählt sie uns von sich und davon warum Deutsch nicht ihre Muttersprache, sondern ihre Großmuttersprache ist. Unser erstes Ziel ist die Ausgrabungsstätte Dodona. Nach Delphi war Dodona einst das bedeutendste Orakel der griechischen Welt und gilt gleichzeitig als das älteste seiner Art. Durch das Rauschen der Blätter einer heiligen Eiche vernahmen die Priester hier die Stimme des Göttervaters Zeus, um ihre Weissagungen zu treffen. Schon hier stellen wir fest, dass Anastasia nicht nur unterhaltsam ist, sondern auch ein unglaubliches Wissen aufweisen kann und es vermag uns mit auf eine Reise ins antike Griechenland zu nehmen. Schon hier lernen wir zum Beispiel die offensichtlichen Unterschiede zwischen griechischen und römischen Bauten kennen und erfahren, dass ein Theater und ein Amphitheater nicht dasselbe sind.
Unser Weg führt uns weiter nach Ioannina und gleichzeitig machen wir einen Sprung von der Antike in die Neuzeit, genauer in die Zeit Griechenlands als Teil des Osmanischen Reiches (1451-1827). Bei einem Stadtrundgang erkunden wir die pittoreske Altstadt sowie die Akropolis mit der Zitadelle, dem Normannischen Turm, der Fetije Moschee und den Überresten des Ali Pascha Mausoleums. Hier genießen wir noch einen griechischen Frappé bei schöner Aussicht auf die Ali Pascha Moschee und den Pamvotisee.
Es ist schon spät geworden und wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands und Anastasias Heimatstadt, wird für die folgenden vier Nächte unser Ausgangspunkt sein. In unserem schönen Kongresshotel im Zentrum Thessalonikis treffen wir auch auf unsere letzte Mitreisende, die kurzentschlossen mit dem Flugzeug angereist war.

Tag 4 Pella – Vergina


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Der heutige Weg lässt uns auf den geschichtsträchtigen Pfaden der großen makedonischen Könige wandeln. Zunächst nach Pella, die ehemalige Hauptstadt des Königreichs. Sie wurde von König Archelaos um 410 v. Chr. gegründet und war der Geburtsort von Phillip II. und seinem berühmten Sohn Alexander dem Großen. 196 v. Chr. wurde die glanzvolle Stadt durch die Römer zerstört und die wertvollen Überreste gerieten bis in die Neuzeit in Vergessenheit. Wir besuchen das 2009 neu eröffnete archäologische Museum, wo die Funde der Ausgrabungen, die seit Mitte der 1950er Jahre auf dem Gebiet der antiken Stadt vorangetrieben werden, ausgestellt und didaktisch sehr schön aufgearbeitet sind. Den Höhepunkt bilden die beeindruckenden Kieselsteinmosaike sowie kunstvolle Goldfunde und Grabbeigaben. Gold werden wir allerdings im Laufe des Tages noch mehr zu Gesicht bekommen.
Wir verlassen Pella und erreichen wenig später die frühere Hauptstadt Makedoniens, Vergina. Hier befinden sich die berühmtesten archäologischen Funde Nordgriechenlands, denn in dieser Ort diente über Jahrhunderte als Begräbnisstätte für die makedonischen Könige. Neun dieser Gräber konnte man in der Gegend von Vergina finden, der Höhepunkt war 1977 der Fund von vier Gräbern, unter ihnen das ungeplünderte Grab des Makedonierkönigs Phillip II. aus dem 4. Jh. v. Chr. Heute sind die Gräbers an ihrem ursprünglichen Ort samt Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und wie zu antiken Zeiten unter einem riesigen Grabhügel verborgen. In der authentischen Dunkelheit des Museums sind wir geblendet von den beeindruckenden Gold- und Silberschätzen – nach dem Grab von Tut Anch Amun soll es sich bei der Begräbnisstätte Philipps II. um die zweitreichste Bestattung der alten Welt handeln, die bis heute entdeckt wurde.
Am Nachmittag fahren wir zurück nach Thessaloniki. Auf dem Weg zum Hotel unternehmen wir zur Orientierung schon einmal eine kleine Stadtrundfahrt, sodass jeder die Möglichkeit hat auf eigene Faust noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen.

Tag 5 Philippi – Kavala – Amphipolis


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Philipp II. begleitet uns auch heute, dieses Mal allerdings ganz in den Osten Makedoniens. Auf dem Weg erklärt uns Anastasia die Problematiken, die heute aufgrund der historischen Region Makedoniens zwischen den politischen Staaten Griechenland, Bulgarien, Albanien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien bestehen.
Unser erstes Ziel sind sie Ausgrabungen der römisch-griechischen Stadt Philippi. Gegründet 362 v. Chr. bekam die Stadt ihren heutigen Namen nach der Eroberung durch den makedonischen König Philipp II. um 355 v. Chr. Die einstige Handelsstadt gilt als eine der bedeutendsten römischen Ausgrabungsstätten und als erste christliche Gemeindegründung in Europa im Jahre 49 n. Chr. durch Apostel Paulus. Auf den Spuren der frühen Christen geht es dann weiter zum sogenannten Taufbecken der Lydia, der ersten Christin, die auf dem europäischen Kontinent getauft wurde.
Am frühen Nachmittag fahren wir dann in die Hafenstadt Kavala. Im 7. Jahrhundert von den griechischen Siedlern der Insel Thasos als Neapolis gegründet, wurde die Stadt während byzantinischer Zeit ins Christoupolis umbenannt. Ihren heutigen Namen verdankt sie ihrer Rolle als wichtige Poststation auf der Handelsroute der Via Ignatia, da hier der Wechsel der Pferde stattfand (ital. cavallo). Von der bewegten Geschichte zeugen auch die verschiedenen architektonischen Höhepunkte der Stadt, allen voran ihr Wahrzeichen, ein beeindruckendes osmanisches Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert sowie die Zitadelle aus der venezianischen Besatzungszeit im 15. Jahrhundert. Wir haben jedoch vor allem Freunde an der schönen Aussicht am Hafen und einem wohlverdienten Mittagessen in einer der vielen Tavernen.
Auf dem Rückweg nach Westen machen wir noch einmal Halt bei Amphipolis, um uns das berühmte Löwendenkmal anzusehen. Einst war der über vier Meter hohe Löwe aus dem 4. Jh. v. Chr. Teil eines monumentalen Grabmales, dessen Ausmaße sich heute nur erahnen lassen.

Tag 6 Schiffsausflug zum Berg Athos


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Der nächste Tag beginnt mit einem geschrumpften Bus – da wir nur eine kleine Gruppe sind für den fakultativen Ausflug zum Berg Athos und Steffen seinen ersten lenkfreien Tag hat, erwartet uns daher ein griechischer Kleinbus inklusive Fahrer Petros. Die Fahrt geht wieder in Richtung Westen. Heute Morgen erklärt uns Anastasia zunächst einmal wie der Großteil der Griechen ihren Morgen bestreitet. Sie verdeutlicht uns das, indem sie den konstanten Streit zwischen beiden Beinen erklärt, von denen eben nur eines aufstehen möchte, während das andere liegen bleiben will. Natürlich hat man bei solch einem Drama keine Zeit für ein Frühstück, wie wir Deutschen es gewohnt sind. Trotzdem sollen wenig später alle auf ihre Kosten kommen – auf etwa halber Strecke zum Hafenstädtchen Ouranopolis auf der Halbinsel Chalkidiki machen wir Halt beim „Haus der Versuchungen", wie Anastasia es nennt – einer Konditorei die, neben Espresso und Frappé, allerlei griechische und internationale Köstlichkeiten anbietet. Gut gestärkt geht es schließlich weiter über die engen Straßen, vorbei an endlosen Olivenhainen. Pünktlich erreichen wir Ouranopolis, von wo aus wir zu unserem Schiffsausflug entlang der Küste der Mönchsrepubik Athos starten. Für Frauen ist diese Art die Besichtigung auch heute noch die einzige Möglichkeit einen Blick auf die uralten Klöster und Eremitagen zu erlangen, denn auch heute noch ist es ihnen nicht gestattet, die Republik zu betreten. Aus ebendiesem Grund muss auch unser Schiff einen Mindestabstand von 500 Metern zum Festland einhalten. Es bieten sich uns herrliche Impressionen bei bestem Wetter, bis wir schließlich am südlichen Ende der Landzunge den 2033 Meter hohen Berg Athos erreichen. Nach guten drei Stunden erreichen wir schließlich wieder den Hafen von Ouranopolis, wo wir im Anschluss Zeit für ein gemütliches Mittagessen und einen kleinen Spaziergang durch die engen und malerischen Gassen haben. Am späten Nachmittag treten wir dann, mit vielen schönen Eindrücken die Rückfahrt Richtung Thessaloniki an.

Tag 7 Thessaloniki – Olymp – Kalampaka


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Bevor wir Thessaloniki am Nachmittag verlassen, starten wir nach dem Frühstück zu einer Stadtrundfahrt durch die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Unser Weg führt uns zunächst entlang der kilometerlangen Hafenpromenade. Am berühmten weißen Turm, ein letztes Zeugnis der alten osmanischen Stadtmauer machen wir Halt und sehen wenige Meter weiter dann auch das imposante Denkmal Alexanders des Großen, der auch heute in Makedonien noch allgegenwärtig zu sein scheint. Anschließend durchfahren wir die Stadt bis hin zur alten Zitadelle oberhalb der Altstadt. Vom Trigoniusturm aus haben wir eine etwas diesige, aber dennoch wunderbare Aussicht über Saloniki, wie die Einwohner ihre Stadt auch nennen. Auf dem Weg zurück ins Zentrum besuchen wir die Hauptkirche Agios Dimitrios, eine der größten Kirchen Griechenlands, deren Anfänge auf das 5. Jh. n. Chr. zurückgehen. Von hier aus erkunden wir im Anschluss den Rest der Altstadt zu Fuß. Nur wenige Meter weiter sehen wir das römische Forum und spazieren schließlich zur Kirche Agia Sophia, die durch ihre beindruckenden Wandmalereien besticht. Im Anschluss bleibt Zeit, die Stadt noch auf eigene Faust weiter zu erkunden.
Nach dem Mittagessen verlassen wir Thessaloniki in Richtung Süden. Schon nach etwa einer Stunde Fahrt können wir am Horizont den 2925m hohen Gipfel des Olymps erkennen, der wie meistens in dichte Wolken gehüllt ist. Mit kurzweiligen Geschichten über die Götter und ihre allzu menschlichen Eskapaden verkürzt Anastasia uns die Zeit und macht uns neugierig auf die kleine Wanderung am Fuße des sagenumwobenen Gebirges. Von Litochoro aus starten wir zu einem Spaziergang zur sogenannten Badewanne des Zeus. Zurück im Bus werden die Mühen dann auch belohnt: es gibt Kaffee und Tsouraki, ein Hefegebäck das eigentlich zu Ostern gereicht wird, in Thessaloniki allerdings das ganze Jahr erhältlich ist. Auf Empfehlung versuchen wir die Variante mit einer Füllung aus Esskastanien, glasiert mit weißer Schokolade. Auf der anschließenden Weiterfahrt nach Kalampaka lauschen wir weiter den mythologischen Geschichten Griechenlands, deren Hauptakteure natürlich alle wunderwunderschön waren und von denen sich auffallend viele auf grünen Wiesen mit wunderschönen Blümelein abgespielt haben.

Tag 8 Meteora-Klöster – Itea


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Für den heutigen Tag steht einer der Höhepunkte der Reise auf dem Plan: die Besichtigung der berühmten schwebenden Klöster in den Felsen weit über dem Städtchen Kalampaka. Schon am Vorabend konnten wir vom Fuße des Gebirges erahnen, was uns am nächsten Tag erwarten würde und wir staunten darüber, wie die jahrhundertealten Bauwerke in dieser abgeschiedenen Lage überhaupt entstehen konnten. Nach dem Frühstück fahren wir zunächst durch den Ort und stellen fest, dass Kalampaka trotz einer Einwohnerzahl von etwa 20.000 Menschen zum Großteil aus Tavernen und Souvenirgeschäften zu bestehen scheint. Wenig später verlassen wir den Ort und fahren den Berg hinauf, wo man schon nach wenigen Minuten herrliche Ausblicke auf das Kloster Agios Nikolaos und auf die Ruinen der Eremitage des Heiligen Georgs der Tücher hat. Kurz darauf erreichen wir das Kloster Varlaam, das erste das wir heute auch von innen besichtigen werden. Nach einigen Stufen erreichen wir die neue Terrasse des Klosters, die einen herrlichen Ausblick in die noch dunstige Umgebung bietet. In der kleinen Kirche bestaunen wir die kunstvollen Wandmalereien, die uns von Anastasia ausführlich erklärt werden. Aber auch Profanes lässt sich in einem Kloster finden: in einem Nebenraum befindet sich ein altes Weinfass das rund 17.000 Liter fassen kann – ganz so viel Wein produziert das Kloster heute nicht mehr.
Wir setzen unsere Fahrt fort und fahren zunächst vorbei am Kloster Agia Triada, welches 1981 als Filmkulisse für den James Bond Film „In tödlicher Mission" weltweite Bekanntheit erlangte. Auf dem Weg zum Kloster Agio Stefanos machen wir noch einen Fotostopp, von wo aus man vier der fünf besuchbaren Klöster sehen kann: Agia Triada, Roussanou, Varlaam und das Metamorphosis, auch Megalo Meteoro genannt. Das Kloster Agio Stefanos ist gleichzeitig auch das meist besuchte, da der Weg dorthin am einfachsten zu bewältigen ist: nur eine kurze Brücke in schwindelerregender Höhe muss überwunden werden, und schon können wir uns das Innere des Klosterhofes, die wunderschöne, mit Mosaiken ausgestaltete Kirche, sowie ein kleines Museum ansehen. Im Anschluss geht es zurück nach Kalampaka, wo wir in einer authentischen Taverne unser Mittagessen ganz traditionell direkt aus den Töpfen in der Küche auswählen. Frisch gestärkt sind wir bereit für die lange Fahrt nach Itea.
Untergebracht sind wir heute Nacht in einem sehr familiären Hotel und zum ersten Mal in direkter Nähe zum Strand. Vor dem griechischen Abendmenü muss diese Gelegenheit natürlich zumindest für einen Spaziergang, wenn nicht für ein kleines Fußbad, genutzt werden.

Tag 9 Delphi – Hosios Lukas – Vrachati


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Den heutigen Tag haben sich einige schon von Anfang der Reise an herbeigesehnt. Wir besuchen den Nabel der Welt: Delphi, das Heiligtum des Apollon und gleichzeitig größtes und wichtigstes Orakel der Antike, hat auch noch heute nichts von seinem Ruf eingebüßt und die meisten haben doch insgeheim eine Frage, die sie gerne vom Orakel beantworten lassen wollen würden. Leider werden wir doch wenig später lernen, dass es schon seit mehreren Jahrhunderten keine Weissagungen mehr in Delphi gegeben hat.
Zunächst durchfahren wir die weiten Olivenhaine und schließlich die Hänge des Parnassus Gebirges hinauf, wo wir auf etwa 700 Metern das neue Dorf Delphi erreichen. Das Dorf entstand erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts als das alte Dorf, das direkt auf den antiken Ruinen gebaut worden war, aufgrund der Ausgrabungen verlegt werden musste. Zunächst besuchen wir die archäologische Stätte. Über den ehemaligen Marktplatz gelangen wir zum heiligen Bezirk, welcher im 7. Jh. v. Chr. gegründet wurde. Hier fiel die Phytia mittels berauschender Dämpfe aus einer Erdspalte in Trance und wurde so zum Medium des Gottes Apollon, dessen Tempel wir heute zumindest noch in Teilen besichtigen können. Eindrücklich sind auch die Überreste der Schatzhäuser verschiedener griechischer Stadtstaaten, in denen die kostbaren Weihegaben aufbewahrt wurden. Wie an vielen Orten der Antike fanden auch in Delphi unweit des Heiligtums regelmäßig sportliche Wettkämpfe statt. So war Delphi mit seinen Panhellenischen Spielen der zweitwichtigste Austragungsort nach Olympia. Wer noch fit genug ist und einige Stufen mehr in Kauf nehmen möchte, kann nun auch die Ruinen des antiken Stadions oberhalb des Heiligtums besichtigen.
Danach steht der Besuch des Museums auf dem Programm, wo die Funde der langjährigen Ausgrabungen ausgestellt werden. Darunter auch die Überreste der Skulpturen aus den Giebelfeldern des Apollon Tempels sowie die weltberühmte Bronzestatue des Wagenlenkers von Delphi, die bei einem Erdbeben im 4. Jh. v. Chr. verschüttet wurde und daher in beeindruckendem Zustand ist.
Gegen Mittag geht unsere Reise weiter durch das Parnassus Gebirge, wo wir auf dem Weg einen Stopp mit einer wunderbaren Aussicht auf den mondänen aber malerischen Wintersportort Arachova einlegen. Hier verbringen wir auch unsere Mittagspause, bevor wir uns auf zu unserem nächsten Ziel machen. Wenig später erreichen wir das Kloster Hosios Lukas aus dem 11. Jh., eines der drei bedeutendsten byzantinischen Klöster Griechenlands. Besonders beeindruckend ist das Katholikon, die dem Lukas geweihte Hauptkirche aus dem Jahre 1011 mit seinen Mosaiken, deren Bildprogramm und Erhaltungszustand in Griechenland einzigartig sind.
Nach vielen neuen Eindrücken besteigen wir am Nachmittag den Bus und freuen uns auf etwas Ruhe auf der weiteren Fahrt an den Golf von Korinth. Am Abend erreichen wir unser Hotel Resort in Vrachati, wo wir für die nächsten vier Nächste bleiben werden.

Tag 10 Mykene – Nauplia - Epidaurus


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Auch heute erwarten uns wieder wichtige antike Ausgrabungsstätten, nun auf der Peleponnes, in der Region Agrolis südlich von Athen. Zunächst führt uns der Weg nach Mykene, die berühmte Heimatstadt des sagenumwobenen Königs Agamemnon. Ende des 19. Jahrhunderts war der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann hier auf der Suche der Grablege des antiken Herrschers. Noch vor den Toren der Stadt, die im 14. Jh. v. Chr. ihre Blütezeit erlebte, befindet sich das sogenannte Schatzhaus des Atreus. In Wirklichkeit ist der riesige Tumulus jedoch eine Grabanlage. Wenig später betreten wir durch das berühmte Löwentor die antike Stadt Mykene und stehen auch gleich schon vor den sogenannten Königsgräbern, wo Schliemann die berühmte Goldmaske des Agamemnon fand. Heute weiß man allerdings, dass die Maske, die sich heute im Nationalarchäologischen Museum in Athen befindet, aus einer früheren Ära stammt. Wer noch Ausdauer hat geht noch hinauf zum Palast, zur ober- und unterirdischen Zisterne, sowie am zweiten Stadttor vorbei.
Ein willkommenes Kontrastprogramm wird uns am Mittag in der Hafenstadt und einstigen Hauptstadt Griechenlands, Nauplia, geboten. Mit ihren engen Gassen und malerischen Plätzen, hat die Stadt eine fast italienische Atmosphäre – die mehrmalige Besatzung der Venezianer hat hier deutlich ihre Spuren hinterlassen. Gegründet wurde die Siedlung, die eine wichtige Funktion als Hafen von Argos hatte, jedoch bereits im 7. Jh. v. Chr. von Nauplios, Sohn des Palamedos.
Erholt machen wir uns schließlich auf Richtung Epidaurus, um dort die Ausgrabungsstätte des Asklepiosheiligtums zu besichtigen. Besonders beeindruckt sind wir jedoch von dem besterhaltenen Theater der antiken Welt. Es bietet Platz für über 12.000 Besucher und weist zudem noch die hervorragendste Akustik von allen Theatern auf.

Tag 11 Athen


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Keine Griechenlandreise ist komplett ohne den Besuch der Hauptstadt Athen. Schon seit der Jungsteinzeit kontinuierlich besiedelt, gilt die Heimatstadt der Demokratie als eine der ältesten Städte Europas, allerdings erlebte Athen viele Aufschwünge und Niedergänge bis sie 1834 zur Hauptstadt des unabhängigen Königreichs Griechenland wurde. Heute ist sie kulturelles, historisches und wirtschaftliches Zentrum des Landes.
Um dem Berufsverkehr auszuweichen holt uns Fahrer Panayotis schon früh mit einem griechischen Bus im Hotel ab. Nach knapp zwei Stunden Fahrt steht als Erstes der Besuch des Archäologischen Nationalmuseums auf dem Plan, dort besichtigen wir die wertvollen Goldfunde aus den gestern gesehenen Ausgrabungsstätten von Mykene. Da bis ins frühe 20. Jahrhundert alle archäologischen Funde hier untergebracht wurden, findet man antike Exponate aus jeder Epoche und allen Regionen Griechenlands. Alleine in diesem Museum mit seinen rund 11.000 Ausstellungsstücken könnte man den ganzen Tag verbringen, es stehen jedoch noch weitere Dinge auf unserem Plan.
Als nächstes geht es zur Akropolis. Während sich ein Teil der Gruppe mit Anastasia zum Aufstieg bereit macht, um die antiken Tempelanlagen des Parthenon und des Erechtheion zu besichtigen, entscheidet sich die andere Hälfte schon einmal auf eigene Faust die Plaka, der Altstadt Athens, zu erkunden. Diese besticht vor allem mit allerhand griechischen Leckereien und Souvenir-Shopping Möglichkeiten.
Nachdem alle ihre Mittagspause genossen haben und es auch langsam zu regnen beginnt, machen wir uns auf den Nachhauseweg – allerdings nicht ohne auf dem Weg noch eine kleine Stadtrundfahrt zu unternehmen. Wir sehen zunächst das alte Olympiastadion von 1896, heute allerdings scheinbar Treffpunkt für all die Bayern München-Fans die zum Fußballspiel angereist sind. Wir fahren anschließend über den Syntagma-Platz mit dem Parlamentsgebäude, wo die berühmten Evzonen das Grabmal des unbekannten Soldaten bewachen. Weiter geht es vorbei an der klassizistischen Athener Trilogie (Akademie, Bibliothek und Universität), an der katholischen Bischofskirche und der alten Augenklinik. Über den Omonia-Platz verlassen wir langsam die Innenstadt und machen uns auf den Weg zurück nach Vrachati.

Tag 12 Kanalfahrt durch den Kanal von Korinth und Altkorinth


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Nach vielen Tagen intensiven Programmes kommt das heutige entspannte Programm wie gerufen. Wieder verlassen wir das Hotel mit dem griechischen Bus, allerdings heute mit Fahrer Georg. Zunächst fahren wir zu den Ausgrabungsstätten des antiken Korinths. Alt-Korinth wurde im 10. Jh. v. Chr. gegründet und hatte in seiner Hochzeit mehr als 200.000 Einwohner. Diese Zahl lässt sich nur mit der Macht und dem Reichtum der Stadt erklären, denn sie kontrollierte alleine den direkten Zugang der Peleponnes zum Festland. Nach der Besichtigung der Ausgrabungsstätte und des Museums freuen sich alle auf den ruhigen Teil des Ausflugs. Wir fahren hinunter an das östliche Ende des Kanals von Korinth, wo wir unser Schiff besteigen. Wenig später bahnt es sich schon seinen Weg durch den nur 25 Meter breiten Kanal. Die hohen Wände zu beiden Seiten scheinen imposant. Bei der etwa einstündigen Fahrt durch den Kanal werden wir mit Ouzo und Meze, griechischen Vorspeisen, versorgt und erfahren Interessantes über das Bauprojekt: Pläne für den Bau dieses etwa sechs Kilometer langen Kanals, der das griechische Festland von der Peleponnes trennt und so einen Seeweg von 325 Kilometern einspart, gab es schon in der Antike. Nachdem viele Pläne gescheitert waren gelang es jedoch erst im Jahr 1893 den Kanal durch den sogenannten Isthmus zu eröffnen.
Bevor wir zurück zum Hotel fahren machen wir noch Halt an der Nationalstraße, wo wir von einer ca. 80 Meter hohen Brücke aus den Kanal von Korinth noch einmal von oben betrachten können. Anschließend freuen sich alle über einen sonnigen freien Nachmittag, den man zu einem Bad im hoteleigenen Pool oder zu einem ausgedehnten Spaziergang am Strand nutzen kann.

Tag 13 Mystras


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Wir verlassen unser Resort Hotel in Vrachati um noch ein wenig weiter in den Süden der Peloponnes vorzudringen. Wir durchfahren die berühmten Landschaften Arkadiens, die vor allem im 18. und 19. Jahrhundert viele Künstler anlockten und so zum Inbegriff des gelobten paradiesischen Sehnsuchtsziels avancierten. Am Vormittag erreichen wir die sagenumwobende Stadt Sparta, allerdings zeugt in der neuzeitlichen Hauptstadt Lakoniens kaum noch etwas von der großartigen antiken Vergangenheit. So führt uns unser Weg schnell weiter in die mittelalterliche Nachfolgesiedlung Spartas, nach Mystras. Strategisch besser, am Hang des Taigetos-Gebirges gelegen, wurde diese Stadt 1249 unter dem fränkischen Grafen William II. von Villehardouin erbaut. Wir besichtigen die byzantinische Ruinenstadt vom oberen Burgtor aus und steigen langsam den steilen Treppenpfad hinab. Dabei besichtigen wir die Kirchen Agia Sophia und Agios Nikolaos sowie den Despotenpalast. Anschließend besuchen wir das Pantanassas Kloster, das heute von sechs Nonnen bewohnt wird, welche seit der Neugründung Spartas in den 30er Jahren die einzigen Bewohnerinnen der verlassenen Stadt sind. Das Ende der Besichtigung bildet die Metropolis, die ehemalige Hauptkirche der Stadt, wo wir uns schließlich noch ein kleines Museum ansehen können.
Die Mittagspause verbringen wir im schattigen Garten einer authentischen Taverne bevor wir aufbrechen um das Taigetos-Gebirge auf unserem Weg nach Kalamata zu überqueren. Die engen Serpentinen und steilen Hänge sind nicht jedermanns Sache, bieten jedoch die Gelegenheit für herrliche Aussichten. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Hotel, das nur durch eine Straße vom Strand getrennt ist.

Tag 14 Olympia – Patras – Fährüberfahrt


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Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und schon beginnt unser letzter Tag auf griechischem Boden. Wir fahren zunächst entlang der Westküste der Peleponnes und erreichen schließlich Olympia. Angekommen besichtigen wir zunächst das archäologische Museum. Eine Modelrekonstruktion der antiken Stätte lässt uns zunächst einen Eindruck bekommen, wie Olympia zu früheren Zeiten einmal ausgesehen hat und was uns später bei den Ausgrabungsstätten erwarten wird. Anschließend besichtigen wir einige der besonders interessanten Funde, die bei den Ausgrabungen gemacht wurden. Beindruckend sind vor allem die Statuen der Giebelfelder des Zeus Tempels sowie eine römisch-griechische Statue des Hermes.
Bei der anschließenden Führung durch die Ausgrabungsstätte besichtigen wir zunächst das Gymnasion, die Übungsstätte für die Athleten, die dann im riesigen Stadion vor 45.000 Menschen ihre Wettkämpfe austrugen. Seit dem 8. Jh. v. Chr. fanden hier alle vier Jahre die olympischen Spiele statt und noch heute wird hier auf dem Hera-Altar das olympische Feuer entzündet. Weiter geht es an der Basilika vorbei, die wohl vormals die Werkstatt des Bildhauers Phidias war, welcher hier die Tempelstatuen anfertigte. Nach dem Leonidaion, einem Gästehaus und römischen Thermen gelangen wir in den heiligen Bezirk mit Zeus- und Hera-Tempel. Zum Schluss betreten wir das olympische Stadion und stellen fest, dass dieses noch um einiges spartanischer ausgestattet war als die heutigen Stadien.
Am frühen Nachmittag geht es schließlich weiter nach Patras, wo wir die Superfast XI nach Ancona besteigen. Nun heißt es Abschied nehmen von der ersten Mitreisenden sowie auch von unserer örtlichen Reiseleiterin Anastasia. Heute legt das Schiff pünktlich ab und noch lange sehen wir am Horizont die gewaltige Schrägseilbrücke, die mit ihren 2250 Metern die Peleponnes mit dem griechischen Festland verbindet.

Tag 15 Ankunft in Ancona – Pradelle di Nogarole Rocca



Nach einer langen Fährüberfahrt erreichen wir am nächsten Nachmittag pünktlich den Hafen von Ancona. Zu Fuß sind wir schnell von der Fähre, es dauert allerdings eine ganze Weile bis auch endlich Steffen mit dem Bus zur Ausfahrt gelangt ist. Schnell geht es dann auf die Autobahn in Richtung Mantua. Während wir die Adria und die Republik San Marino hinter uns lassen wird es auch schon langsam dunkel. Wir merken, dass der Herbst uns so langsam aber sicher erwartet. Am Abend erreichen wir das Veneto und somit auch wieder unser Hotel für die Nacht.

Tag 16 Pradelle di Nogarole Rocca – Dresden



Schon früh liegt Aufbruchsstimmung in der Luft. Die Einen freuen sich auf ihr eigenes Bett zu Hause, die anderen würden gerne noch eine Woche bleiben, jedoch finden alle, dass die Zeit wie im Nu vergangen ist. Das italienische Wetter ist tatsächlich auch nicht besonders einladend: über Nacht ist es kälter geworden und es beginnt zu regnen. Während wir Richtung Norden fahren wird der Regen immer stärker und von der schönen Landschaft Südtirols ist aufgrund der tiefhängenden Wolken nicht viel zu erkennen. Die Temperaturen sinken und als wir langsam den Brennerpass erreichen, finden wir rechts und links der Autobahn tatsächlich den ersten Schnee vor. Da einige das im Vorhinein schon beschrien hatten, ruft dies förmlich nach einem Schneemann-Wettbewerb in der Mittagspause, an dem sich einige wenige fleißig beteiligen. Auch nördlich der Alpen wird das Wetter nicht besser. Deutschland begrüßt uns mit eisigem Wind und winterlichen Temperaturen und die Ersten sehnen sich zurück nach Griechenland. Am späten Nachmittag erreichen wir mit Nürnberg-Feucht die erste Ausstiegsstelle und eine schöne Reise neigt sich jetzt ganz offiziell dem Ende zu. Wir haben viel Neues gesehen und gehört von dem, vor allem aufgrund amüsanter Gedächtnisstützen, sicherlich einiges noch lange präsent bleiben wird. Allerdings haben wir auch neben all den interessanten kulturellen Stätten auch Griechenland und seine Einwohner kennengelernt. Wir haben erfahren was die Bevölkerung auch heutzutage beschäftigt, hervorragendes Essen probiert und vor allen Dingen einen wunderschönen Spätsommer genossen.

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