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Reisebericht: Großbritannien - Zugreise Schottland

20.08. – 29.08.2017, 10 Tage Rundreise mit Glamis Castle - Highlands - Strathspey Railway - Malt Whisky Trail - Cairngorm Mountain Besucherzentrum - Fort George - Urquhart Castle - Jacobite Steam Train - Glen Coe - Inveraray Castle - Loch Lomond

Mit historischen Zügen und Dampfbahnromantik durch die schottische Landschaft zu reisen, ist immer wieder ein ganz besonders faszinierendes Erlebnis.

20.08.2017 - Von Dresden nach Amsterdam - 877 km


Sehr zeitig ging es an diesem Morgen ab Dresden los und zum Glück bot der
komfortable Reisebus alle Bequemlichkeiten.
Mehrere Stopps an Autobahn-Raststätten, entsprechend der Fahrzeiten und Pausenvorschriften gaben Gelegenheit für einen guten Kaffee und so kamen alle wohlbehalten zum Bus und mit ihm über Eisenach, Kassel, Dortmund, Arnheim und Utrecht nach Amsterdam.
Hier liegt im Nordwesten der Hafen Amsterdam-Ijmuiden, wo sich der Hafenkai der DFDS Seaways befindet.
Nach dem Check Inn nahmen wir Besitz von unserem Fährschiff, der „PrincessSeaways". An Bord gab es ein ausgezeichnetes Abendessenbuffet und die ruhige Nordsee ermöglichte uns eine entspannte Überfahrt.

21.08.2017 - Von Newcastle nach Edinburgh, Royal Military Tattoo - 205 km


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Ab 07:30 Uhr gab es im Restaurant auf Deck 8 Frühstück. Frisch gestärkt und ausgeruht verfolgten wir anschließend die Einfahrt und das Anlegemanöver in Newcastle-Tynemouth; Bei schönem Wetter fuhren wir danach auf der Küstenstraße nach Norden, sahen die heilige Insel Lindisfarn und erreichten Englands nördlichste Stadt - Berwick upon Tweed. Von den Rampes, der artilleriesicheren Stadtbefestigung, haben wir einen schönen Blick auf den Tweed und seine Mündung und natürlich die sehenswerten Brücken, allen voran Robert Stephensons 658 m lange, 28bogige Royal Border Bridge von 1850.
Kurz oberhalb von Berwick erreichen wir die schottische Grenze und am frühen Nachmittag dann auch die schottische Hauptstadt Edinburgh. Im unter dem Calton Hill gelegenen Courtyard by Marriott Hotel nehmen wir Quartier und spazieren natürlich gleich einmal auf en Calton Hill hinauf, weil von hier einfach eine tolle Aussicht über die gesamte Stadt möglich ist.
Im schönen Pub „The Caley Sample Room" testen wir das erste Ale und genießen unser Abendessen bevor uns der gemeinsame Spaziergang von der Royal Mile hinauf zum Castle führt. Das Royal Military Tattoo ist unser Abendprogramm – eine tolle Show und Gänsehautfeeling pur.

22.08.2017 – Edinburgh-Dundee-Clamis Castle-Grandtown on Spey - 275 km


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Nach gutem Frühstück frisch gestärkt und mit schönem aber kühlem Wetter, teils Wolken, teils Sonnenschein und Frühnebel, fahren wir zu den Three Bridges über den Firth of Forth hinaus. Zum Fotostopp, unten in South Queensferry; kommen mehrere Züge wie bestellt über die tolle Stahlkonstruktion der 1,5 Meilen langen Eisenbahnbrücke von 1890.
Danach fahren wir über die alte Firth of Forth Roadbridge weiter nach Dundee, wo wir vor der Stadt auch noch den Firth of Tay überqueren müssen – auf Sichtweite die immerhin 2,75 Meilen lange Railwaybridge, deren Mittelteil bei einem Wintersturm 1879 einstürzte und 75 Menschen in den Tod riss.
Wir machen am Discovery Point Fotostopp, neben dem Schiff von Robert Falcon Scott, mit dem er ab 1902 als Kapitän mehrere Südpolexpeditionen unternahm. Von hier haben wir auch einen schönen Blick auf die Firth of Tay Bridges;
Die Weiterfahrt bringt uns dann nach Glamis Castle, Schottlands wohl berühmtestes Schloss, wo es jetzt leider in Strömen regnet. Zur Schlossführung sind wir ja im Trockenen und müssen feststellen, dass die „Graue Dame" offensichtlich nicht zu Hause ist.
Durch die Cairngorm Mountains geht es dann bei relativ gute Sicht.
Mit Stopp in Breamar, einer spektakulären Brückenüberfahrt im Glen Gairn, Corgarff Castle und der schönen Landschaft der Speyside ist es eine wunderschöne und abwechslungsreiche Fahrt zum Craiglynne Hotel in Grandtown on Spey.

23.08.2017 – Strathspey Railway-Glenlivet Destillery-Dufftown&Keith Railway - 187 km


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Bei teilweisen Regenschauern fahren wir an diesem Morgen nach Aviemore. Auf Plattform 3 der Railway Station fährt unser Sonderzug der Strathspey-Railway. Für uns ist ein Pullman-Waggon mit herrlichen Plüschsesseln reserviert.
Aber viel interessanter ist die Dampflok Baujahr1952. Eine Ivatt 46512 mit 46512 E.V. Cooper Engineer Engine, die in Swindon gebaut wurde.
Wir fahren mit Stopp in Boat of Garden bis Broomhill/Glenbogle, die rekonstruierte alte Strecke von 1863.
Von hier geht es mit Roy und unserem Reisebus zur Whiskytour nach Glenlivet.
Die Führung durch die Glenlivet Distillery ist interessant und aufschlussreich. Wir verkosten anschließend den 15jährigen Single Malt Scotch – ein guter Tropfen!
Am Bahnhof von Dufftown begrüßen uns die Bahner der Keith & Dufftown Railway und zeigen uns zuerst bei einer Führung die neue Reparaturhalle. Wir haben viel Spass und erleben ein tolles Engagement der Hobby-Bahner der „Malt Whisky Railway", während uns der Vintage Diesel Train nach Keith bringt. Ein kleiner Einkauf noch im extra geöffneten Andenkenshop, dann fahren wir im Glen Spey zurück.
Der Abend gehört wieder dem Städtchen Grandtown.

24.08.2017 – Grandtown- Cairngorm Mountain Railway-Highland Folk Museum - 144 km


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Nach dem Frühstück geht es bei Bilderbuchwetter in die Cairngorm Mountains.
Am Vormittag, zu Fahrtzeitbeginn, erreichen wir die Basisstation der Standseilbahn „Cairngorm Mountain Railway". Den zweiten Wagen nutzen wir zur gemeinsamen Auffahrt auf der Top-Station, die knapp unter dem 1145 m hohen Cairn Gorm liegt. Dabei fährt die Bahn 40 km/h schnell. Sie wurde im Dezember 2001 für das Skigebiet eröffnet und ersetzte den windanfälligen Sellellift.
Wir nutzen die Freizeit bei super Wetter und super Sicht, die Umgebung von der Aussichtsplattform aus zu betrachten. Wir können sogar die Berge des Great Glen und den Moray Firth ausmachen.
Wieder im Tal machen wir am Loch Morlich einen Fotostopp. Die Berge spiegeln sich im dunklen Wasser des Sees.
Ein Stück weiter, nahe dem kleinen Städtchen Newtonmore besuchen wir am Nachmittag das bekannte Highland Folk Museum. Eine wunderschöne Sammlung schottischer Lebensart über zwei Jahrhunderte, liebevoll in einem riesigen Freigelände präsentiert. Komplette historische Werkstätten, einen Bauernhof und die berüchtigte „Black Houses" können hier besichtigt und erlebt werden.
Auf der Rückfahrt zum Hotel machen wir einen Abstecher über Carrbridge und hier noch einen Fotostopp an einer erhaltenen Packpferdbrücke von 1717.
Am Hotel gibt es Abendessen und Ausruhmöglichkeit für den kommenden Tag, an dem wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen werden.

25.08.2017 – Grandtown-Fort-George-Loch Ness- Fort William - 208 km


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Es ist wieder schönes, aber kühles Wetter. Wir haben die Koffer verladen und fahren heute in eine andere Region der Highlands – das Great Glen.
Vorher geht es aber erst ein Stück nach Norden Richtung Fort George, das exponiert am Moray Firth liegt.
Vorbei am Culloden Battlefield, wo die Jacobiten 1746 ihre letzte Schlacht gegen die königstreuen Clans und die Engländer verloren und am 25bogigen Nairn- (Culloden-) Viaduct, erreichen wir bald die Küste.
Auf einer Landzunge im Fjord liegt Fort George, diese fast uneinnehmbare Festung diente der Niederhaltung der jacobitischen Clans in den Folgejahren und ist heute noch traditionsbewusste und lebendige Kaserne des Highlander-regimentes,
Zum Mittag fahren wir vorbei an der Inverness in den großen Grabenbruch, das Gret Glen. Der nördlichste der Lochs darin ist Loch Ness. Am Schiffsanleger am Clansman Hotel steigen wir aus und gehen an Bord des Motorschiffes der Jacobite Cruises. Es bringt uns bei schönem Wetter sicher über den See zu den Ruinen des Urquhart Castle. Manch einem mag es doch nicht ganz geheuer sein, vielleicht schaut Nessy uns von unten zu?
Danach geht es weiter durch das Great Glen. In Fort Augustus besichtigen wir die Schleusentreppen des Kaledonischen Kanals bevor es an zwei weiteren Seen vorbeigeht. Leider ziehen jetzt schnell Regenwolken auf und als wir am Commando Memorial, oberhalb der Spean Bridge ankommen, steckt das gesamte Ben Nevis Massiv in dicken Regenwolken.
Also bleibt uns nur die Weiterfahrt nach Fort William, zum gastfreundlichen Ben Nevis Hotel. 

26.08.2017 – Fort William-Jacobite Steam Train-Mallaig-Glenfinnian-Fort William - 142 km


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Hurra, wir haben Sonnenschein und super Wetter, ideal für diesen Tag.
Wir wollen mit dem Jacobite Steam Train von Fort William nach Mallaig an die Westküste fahren.
Zuerst ein kleiner Fotoaufenthalt am Bahnhof, wo wir auch den Führerstand der Dampflok besichtigen können. Dann nehmen wir unsere reservierten Plätze ein, denn der Zug ist ausgebucht und los geht die Fahrt. Zuverlässig zieht uns die LNER Class B1 61264, „The Jacobite" Dampflokomotive. Bei diesem Bilderbuchwetter sind die Lochs spiegelglatt und die Berge spiegeln sich herrlich darin. Nächster Halt ist am Bahnhof Glenfinnian, wo ein kleines Museum die Geschichte der Bahnstrecke dokumentiert. Ein Piper spielt auf dem Bahnsteig. Vorher ging die Fahrt natürlich über den berühmten Viadukt, der 1898 vollendet wurde.
Nach der Ankunft im Bahnhof Mallaig entsteht unser Gruppenfoto am Zug;
Dann haben alle Gäste Freizeit zur Stadtbesichtigung und zum „Fish&Ships"-Essen.
Am frühen Nachmittag treffen sich alle wieder am Bus, bekommen die zu sehenden Hebrideninseln Eigg, Rum und Skye erläutert, bevor die Rückfahrt mit dem Bus beginnt. Am Loch Uamh natürlich ein Fotostopp am Prince Charlies Cairn und dann der Fotostopp am Glenfinnian Viaduct und dem Glenfinnian Memorial. Wir klettern auf den Aussichtshügel, denn unser Zug kommt bei seiner Rückfahrt 15:20 Uhr über den Viaduct (eigentlich 15:05 Uhr Ankunft Bahnhof Glenfinnian). Wir haben Glück und 15:10 Uhr kommt ein dampflokbespannter Gegenzug aus Fort William.
Auf dem letzten Teil der Rückfahrt stoppen wir noch in Corpach. Hier ist die südliche Einfahrt in den Kaledonischen Kanal und ein toller Blick zum 1345 m hohen Ben Nevis.

27.08.2017 – Fort William-Glencoe-Inveraray Castle-Loch Lomond-Peeples - 326 km


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Bei wieder leicht regnerischem Wetter beginnt unsere heutige und abschließende Landschaftsfahrt durch die Highlands. Wir fahren am Loch Linneh entlang und biegen nach der Brücke ins Glencoe ab.
Hier, in dieser überwältigenden Landschaft sind natürlich zahlreiche Fotostopps angesagt. mit immer wieder schönen Aussichten.
Durch die Schlucht und durch das wildromantische Tal hinauf geht es, hier am „Hirten" nochmals ein Fotostopp, dann über das Rannoch Moor und vorbei am Loch Tulla bis Tyndrum, wo wir eine Pause am „Grünen Stiefel" einlegen.
Dann geht es zum Loch Awe mit der Ruine von Kilchurn Castle. Nun ist es nicht mehr weit um neuen Herrensitz der Campells, dem Inveraray Castle – 12:00 Uhr beginnt hier unsere Führung durch das interessante victorianische Schloss. Anschließend ist noch genug Zeit für den Garten und ein Mittagessen am Castle.
Über die Berge des Argyll Forest geht es hinüber zum Loch Lomond, in den Trossach Nationalpark.
Ein kleiner Rundgang zum Pier in Luss und eine kleine Stadtrundfahrt durch Glasgow runden den gelungenen Tag ab.
Das Barony Castle Hotel in Peebles, das wir am Abend erreichen liegt dann schon in der reizvollen Hügellandschaft der Borders.

28.08.2017 – Peeples-Dryburgh-Jedburgh-Newcastle - 190 km


Bei wieder schönem Wetter laden wir zum letzten Mal die Koffer. Die Tickets an die Fluggäste werden ausgegeben und ihre Verabschiedung erfolgt.
Vorbei an Melrose fahren wir durch das romantische Tal de Tweed nach Dryburgh, machen einen Fotostopp am Leaderfoot Viadukt – auch Drygrange Railway Viaduct genannt, von 1865.
Dann geht es hinauf zum Aussichtspunkt Scotts View und von hier zur Dryburgh Abbey.
Der Baumbestand im Park ist fantastisch und wir verweilen von Sir Walter Scotts Grab.
Kurze Zeit später besichtigen wir noch Jedburgh Abbey, bevor es zur schottischen Grenze geht, die wir bei Carters Bar überschreiten. Hier regnet es nun zum Abschied.
In Newcastle wartet die Fähre „KingSeaways auf uns.

29.08.2017 – Heimfahrt Amsterdam-Dresden - 877 km


Von Amsterdam nach Dresden ist es ein ganzes Stück Weg. Zeit also genug, das Erlebte zu rekapitulieren und sich auf neue Ziele zu freuen.

Gesamtfahrstrecke: 3431 km

Pesterwitz, 30.08.2017

Konrad Füssel
Reiseleiter

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Lieber Herr Füssel danke für den schönen Reisebericht und die schönen Bilder ,es war eine wunderbare Reise obwohl meine Gesundheit eingeschränkt war ,im Nachhinein würde festgestellt dass ich 3 Wirbel gebrochen hatte aber nach OP alles wieder okay.Es war für mich und auch für meinen Mann die Traumreise und Sie hat sich auch bestätigt.Ihnen alles Gute und Gesundheit mit herzlichen Grüßen Sabine und Günther Schneider aus Leipzig

Sabine und Günther Schneider
22.10.2017

Lieber Herr Füssel, obwohl dies nicht unsere erste Schottlandreise war, haben wir viele neue Eindrücke gewonnen und viel Sehenswertes erlebt. Sie haben sich wunderbar um alle Mitreisenden gekümmert. Gemeinsam mit unserem Busfahrer waren Sie ein eingespieltes Team. Wir haben nette Mitreisende kennengelernt und noch kennen wir nicht alle Ecken Schottlands, so dass wir bestimmt noch einmal dorthin zurückkehren werden.

Birgit und Detlef Blum
22.10.2017
Captcha

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