England – Wales – Schottland, Great Britain at its best!
Reisebericht: 07.05. – 18.05.2026
Here comes the sun - eine Reise nach Großbritannien, wo uns nicht nur das gute Wetter wider Erwarten überrascht hat!
Ein Reisebericht von
Kathrin Körtge
Anreise von Dresden nach Calais
Unser erster Reisetag startet noch im Nachtlicht am Flughafen Dresden, wo die ersten Gäste zusteigen. Schließlich haben wir uns als erste Etappe ein weites Stück vorgenommen, das soll zeitlich auch im entspannten Rahmen bleiben! Nach einigen weiteren Halten in Sachsen-Anhalt und Thüringen erwarten wir die letzten Gäste in Köln und können somit ein nettes Kennen lernen stattfinden lassen. Dafür war ein erster schottischer Single Malt Whiskey vorgesehen, der auch ohne Eiswürfel das Eis bricht und wir rollen frohgestimmt Richtung belgische Grenze. Immer wieder gibt das Überqueren der Maas die Gelegenheit, über das interessante Maastricht zu sprechen, auch über den Rhein, über die aufregende Stadt Antwerpen und andere historische Hansestädte, aber der Westen ruft! Am Abend erreichen wir das Department Pas de Calais und die gleichnamige Stadt. Schnell eingecheckt, haben wir noch etwas französisches Flair beim Dinner!
Welcome to Great Britain
Frühmorgens brechen wir auf, eine kurze Fahrt durch Coquelles bei Calais zeigt uns ein schönes Rathaus im Historismus und eine Replik des Tunnelbaus, ein Riesenbohrer als Ausstellungsstück an einer Kreuzung. Interessant! Das Einchecken auf die Fähre geht zügig, denn wir sind früh und fast die ersten. Die Papiere bitte, wir durchlaufen die französische und englische Grenzkontrolle und wir können auf die Fähre fahren und an Deck gehen. Bei dem guten Wetter freuen wir uns schon auf die Überfahrt und auf ein zweites Frühstück, denn man hat uns hierfür einen Gutschein gegeben. Die Ankunft mit Blick auf die weißen Kreidefelsen von Dover ist viele Fotos wert, die Kreidefelsen waren stets das britische Heimkehrersymbol von tausenden Soldaten und sind es heute noch für die Briten.
Nach Ankunft in Dover sehen wir dann das Castle hoch oben, ein Grund, hier und dann nach dem Strassenschild „Hastings“ etwas in die Geschichte zur Eroberung Englands einzusteigen, damit die komplexe Historie sich nach und nach entfalten kann.
Wir kommen auf der Autobahn nach London gut voran, der Ausblick auf die bevorstehende Stadtführung schafft Vorfreude, besonders wenn man schon viele Jahre nicht mehr dort war, wie einige Gäste erzählen. Und dann ist die Einfahrt nach London auch spektakulär, Wolkenkratzer ragen auf an den ehemaligen Docks, es kommt Greenwich mit seinen Parks, wir durchfahren den typisch englischen Stadtteil Southwark, um über die Tower Bridge und über die Themse stilecht in die City einzufahren. Am Tower Hill treffen wir unseren letzten Fluggast und unsere Stadtführerin, die uns dann eine sehr vielseitige Stadtrundfahrt bietet. Der spektakulärste Blick war in London von einem Einkaufszentrum aus, man ist quasi Auge-in-Auge mit St. Pauls, besser geht es nicht! Wir sehen natürlich auch den Buckingham Palast, wo gerade eine Gartenparty stattfand und Damen mit großen Hüten die Tore verlassen und, und und … London ist einfach ein Bilderbuch! Ab Kensington dann geht es für uns Richtung Windsor zum Hotel, der morgige Tag verspricht wieder, vielversprechend zu werde.
Königliche und akademische Luft
Und so ist es auch, früh gegen 9.15 Uhr kommen wir in Windsor Castle an, sehen auf dem Weg noch Queen Victorias älteste Lokomotive (Replik) in dem alten Bahnhof sowie ein Tudor-Haus, in dem Shakespeare einst gewesen sein soll und dann geht’s schon ins Schloss. Wir dürfen den Nordflügel besuchen, Marys Dollhouse und die St. George Chappell. Der Rundgang durch die State Appartements verschlägt einem den Atem vor lauter Pracht, aber dann wartet eine echte Parade, im unteren Hof, eine Wachablösung mit allem drum und dran! Da müssen wir dabei bleiben.
Weiter geht’s nachmittags nach Oxford, hier dürfen wir so viel akademische Luft einatmen, wie wir können, denn unsere Stadtführerin zeigt uns die schönsten Colleges, die Blbliothek und die Universität. Ehrwürdig, akademisch und auch lebendig jung ist der Eindruck, den die Stadt bei uns hinterlässt! Wir haben Zeit für einen Nachmittagsbummel.
Gemütlich RIchtung Country Side, Shakespeare and Afternoon Tea
Am nächsten Morgen, nach einem Stopp an der Ruine der berühmten Kathedrale von Coventry (und St. Michael, das Symbol für Hoffnung) geht’s aufs Land, wir wollen den Spuren Shakespeares folgen und schauen, woher dieser geniale Dichter ursprünglich stammt. Stratford-upon-Avon empfängt uns bei gutem Wetter, die hübschen Narrrow Boote auf dem Avon würden uns reizen, wenn wir nichts anderes vorhätten. So schlendern wir an den wesentlichen Monumenten vorbei zum Geburtshaus des Dichters und bewundern die alten Häuser im Tudor-Stil. Die englische Kleinstadt ist die Quintessenz alles Englischen, sie verkörpert alles Traditionelle, worauf Engländer stolz sind. Malerisches Ambiente, Nachbarschaft, Höflichkeit, Afternoon Tea, Pubs, all das ist Bestandteil britischen Lebens.
Wir müssen uns leider von diesem entzückenden Städtchen losreißen, vielversprechend klingt die Aussicht, nun selber einen Afternoon Tea zu erleben, und so fahren wir durch die Cotswolds, die Heimat der Wollbarone und ihrer Schafe. Eine romantische, hügelige und grüne Landschaft umgibt uns und in einem Landhotel kommen wir in den Genuss von Scones, Sandwiches und Cookies mit reichlich Tea! Wohin mit der clotted cream, ist die Frage? Über oder unter die Jam? Das entscheidet jeder Brite für sich anders. Es gefällt uns aber sehr gut an der langen Tafel und wir greifen zu! Bei der Rückfahrt halten wir in Cirencester und erfahren, dass der Reichtum der Wollbarone die eine oder andere Kirche erhalten hat, eine Plakette beweist, dass wir eine „Wollkirche“ besucht haben! Auch der Anblick von Kenilworth Castle, eingebettet in ein frühlingshaftes grünes Tal, begeistert uns, auch wenn die Tore schon geschlossen sind.
Nach diesem illustren Tag freuen wir uns wieder auf den gemütlichen Teil beim Dinner. Wie immer holt man sich den Drink zuerst an der Bar und geht damit in das Restaurant.
Es gibt viel zu erzählen!
Flora, Fauna und römische Spuren
Natur, besondere Pflanzen und die Bedeutung englischer Gärten steht nun auf unserem Programm, so besuchen wir ein Arboretumam nächsten Morgen und entschleunigen bei einem Spaziergang um einen kleinen See. Blühende Rhododendren in allen Farben und exotische Bäume gehören zu den besonderen Pflanzungen, dazwischen Schafweiden und witzige Farmtiere zum Anfassen, wir lassen die Seele baumeln! Das Wetter spielt mit, wie bestellt regnet es nur, wenn wir im Bus sitzen, und das ist wunderbar!
Auf der Weiterfahrt wechseln die Themen, wir kommen der Industriegeschichte Englands schon etwas näher und bestaunen die älteste Eisenbrücke der Welt – Ironbridge in Telford!
Es geht heute weiter nach Chester am Dee, wir wollen schauen, wo die Römer ihre Spuren hinterlassen haben und spazieren durch Chester mit einem einheimischen Stadtführer, der viel zu erzählen hat. Ungewöhnlich sind die Rows, die alten Häuser mit ihren Arkadengängen, die ein Stockwerk über der Strasse verlaufen. Auch diese Bauweise hat mit den Römern zu tun, denn man baute im 13. Jh um die unwegsamen römischen Trümmer herum.
Die nächsten zwei Nächste verbringen wir in Chester im Hotel The Queen, wo gegenüber am Bahnhof (wo sonst) eine Statue von Thomas Brassey, dem weltberühmten Eisenbahnbauer errichtet wurde, ein Drittel der brit. Bahnlinien gehen auf ihn zurück. Wir geniessen das dekorative Hotel mit all seinen Ausstellungsstücken verschiedener Epochen, Römerzeit, Kolonielzeit und das leckere Menü.
Walisische Landschaften
Der nächste Tag gehört dem kleinsten britischen Land, Wales! Jenseits des Keltensaums ist vieles anders – die Sprache, die Landschaft, es ist eine Art walisische Poesie! Zuerst streifen wir die Halbinsel Anglesey, um inmitten zweier berühmter Brücken in der Meerenge von Menai schöne Bilder zu machen. Britannia-Bridge und Menai Bridge! Dann muss natürlich angehalten werden am Bahnhof Llanfair mit dem längsten Ortsnamen! Könner können das natürlich aussprechen, wir verzweifeln. Da Wales – gemessen an seiner Größe – im Verhältnis die größte Dichte an Castles hat, müssen wir natürlich mindestens zwei davon sehen. An Caernafon kommt man nicht vorbei – die Geschichte des Prince of Wales wird dort sehr schön vermittelt, wir sind nun im Bilde über the game of crowns! Auch hier werden wir am Bahnhof schon auf nostalgische Eisenbahnen eingestimmt, am Bahnhof steht eine alte Lokomotive mit 1. Klasse Pullmann Waggonwagen aus dem 19. Jh.
Der weitere Nachmittag steht nun ganz unter dem Stern britischer Eisenbahngeschichte, die Fahrt mit der historischen Eisenbahn Festiniog & Welsh Highland Railways klingt vielversprechend und wird es auch! Wir nehmen in altmodischen Waggons Platz, eng, gemütlich und genau das richtige Ambiente für eine Geburtstagsfeier für einen Gast, und das begehen wir mit Whiskey und Cookies. Was haben wir für einen Spass! Der Schaffner, in Original Uniform, freut sich mit uns. Auf der Rückfahrt nehmen wir noch Convy mit, das kleinste Haus Great Britains, aber auch eine mittelalterliche Festung, die sich sehen lassen kann, denn sie ist eine der besterhaltenen von Wales. Auch hier hatte Telford beim Bau einer Hängebrücke 1826 wieder seine Hände im Spiel.
Die wunderschöne vorbeiziehende Landschaft von Wales, erst die Küste, dann die Snowdonia Mountains, darin die stillgelegten Bergwerke, lässt erahnen, wie Menschen hier früher lebten und arbeiteten. Wales ist eine Empfehlung!
Vom LakeDistrict nach Glasgow
Der 7. Tag dann führt uns über Liverpool und die Beatles singen für uns genau passend „here comes the sun“. Und so ist es auch. Es geht Richtung Schottland, nicht, ohne noch einen Abstecher zum Lake District zu machen. Hier ist es zum ersten Mal etwas regnerischer und es ist eine kleine Fahrt über den See mit einem Ausflugsdampfer vorgesehen, aber auch unter Deck kann man die majestätischen Berge des Nationalparkes erkennen, die diese hübsche waldreiche Ferienregion einrahmen. In Ambleside steigen wir wieder aus.
Weiter geht es nach Glasgow, die Millionenstadt, wir staunen bei unserer Stadtrundfahrt über die industrielle Kapazität, die modernen Gebäude und Kunstmuseen, Galerien und Universitäten neben alten Häusern aus der Blütezeit, was Glasgow in den Stand einer Kulturstadt erhebt. Die berühmte Kathedrale St. Mungo lässt uns nur von aussen ihre inneren Reichtum erahnen, sie ist leider geschlossen, Unser Hotel hat vollends britischen Charme und lässt an Agatha Christie denken, gemütlich sind die Zimmer und das Dinner wird von einem herzlichen Service begleitet.
Auf gehts in die Highlands
Am nächsten Morgen rufen die schottischen Highlands und damit auch eine landschaftliche Veränderung von Flora und Fauna. Wie immer starten wir gutgestimmt unsere Panoramafahrt und der erste Stopp führt uns an Loch Lomond, der erste Süsswassersee auf der Strecke. Die Luft ist frisch und klar, die Sonne scheint und der See glitzert. Zeit für Geschichten über schottische Clans, ihre Tartans, ihre Schicksale; besonders in Glen Coe. Kaum vorstellbar, inmitten der grünen Birken und Blumenwiesen, was hier seinerzeit dem Clan Mac Donald widerfahren ist! Das Massaker von Glen Coe, 1692! Als wir in Glen Coe im Visitor Center einen Stopp machen, wird uns der schottische Frühling bewusst, hellgrüne Birken stehen inmitten von blauen Wiesenblumen, wie schön!
Von weitem sehen wir den Ben Nevis, den höchste Berg Grossbritanniens mit seinem Zuckerhut und 1.345 Metern Höhe. Die Landschaft ist atemberaubend, wir steigen aus, um unsere Füße in eine Moorlandschaft zu setzen, weißes Heidekraut blüht und ein strahlend blauer Himmel mit Wölkchen macht jedes Foto zu einem Glücksfall. Auch der nationale Stolz der Schotten ist überall spürbar, durch zahlreiche Schilder und Memorials, historische Hinweise auf vergangene Kämpfe weisen immer wieder darauf, wie sehr die Schotten ihre Unabhängigkeitverteidigten und lieben. Wir sind in den schottischen Highlands angekommen!
Für das Border Crossing und eine Mittagspause haben wir uns jetzt Gretna Green vorgenommen, das ist ein Muss! Jeder kennt es, jeder weiß, welch spektakuläre Hochzeiten in der alten Schmiede seit 2 Jahrhunderten abgehalten wurden! Eine kleine Zeremonie wird bestellt, ein Paar aus meiner Gruppe ist bereit, sich die Frage aller Fragen in diesem Ambiente stellen zu lassen! Alle sind begeistert, und auch unser Brautpaar, mit Zylinder, Schleier und Blumen im Haar geniesst die kleine Zeremonie!
Vorbei geht’s nun im Borderland an Hadrians Wall, den wir von weitem nur erahnen können, weiter durch den schottischen Frühling, die zahlreichen gelben Ginsterbüsche auf den Hängen sind ein traumhafter Anblick. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Caledonian Canal, ein Wahrzeichen schottischer Ingenenieurskunst, und wir können direkt beobachten, wie Schiffe geschleust werden. Wie genial, Wassertreppen zu bauen, um die einzelnen Lochs durch Kanäle miteinander zu verbinden! Und schon sind wir am Loch Ness, Urquart Castle steht heute noch auf dem Programm und wir sehen einen kleinen historischen Film, um auch den Hintergrund zu verstehen. Die Lage der aufragenden Ruinen über dem Loch Ness – spektakulär und strategisch hochinteressant. Heute wollen wir noch die Übergangsregion erreichen, es geht in Richtung Cairngons und Glens und dann wieder zurück in die Lowlands.
Die Ostküste ruft
Der heutige Tag bringt uns an die Ostküste, in der Stadt Dundee erleben wir die Modernität Schottlands. Eine schön gestaltete futuristische Waterfront, Science Center, Museen, dazwischen das historische Segelschiff Discovery von Falcon Robert Scott, zeigen uns starke Kontraste von Schottland. Dann fahren wir weiter entlang der Halbinsel Fife, am Nachmittag war einfach mal „Strand“ vorgesehen, den wir in St. Andrews auch vorfindenl Allerdings bläst der Wind so kräftig und es ist eine hohe Brandung, dass wir uns lieber in der charmanten Kleinstadt aufhalten. Die wichtigste mittelalterliche Kirche Schottlands aus dem 12. Jahrhunderts zeigt sich als riesige Ruine am Meer, der heilige Andreas und seine Reliquien haben dem Ort seinen Namen gegeben. Und wir kommen noch zu Fish’n Chips. Durch St. Andrews kann man gemütlich schlendern, etwas einkaufen in kleinen Geschäften oder in studentischen Cafes sitzen, es ist eine prominente Universitätsstadt mit sehr viel Flair und Charme!
Heute verlassen wir die Lowlands, denn als weiterer Höhepunkt der Reise steht Edinburgh auf dem Programm. Wir bewundern auf dem Weg dorthin wieder schottische Ingenieurskunst am Falkirk Wheel, das berühmte Schiffshebewerk, was uns teilhaben lässt am Heben zweier Schiffe, es ist, als wenn wir es bestellt hätten!
Es geht in RIchtung Edinburgh
Es geht nun über die Halbinsel Fife, wieder dürfen wir 3 gigantische Brücken auf einmal am Forth of Fife bestaunen, fotografieren und befahren, die ikonische Forth Brücke von 1890, die Forth Road Bridge von 1964 und die Queensferry Schrägseil Bridge von 2017.
Die vorletzte Stadt auf unserer Reise ist Edinburgh, sie kommt näher. Unser Guide holt uns am Hotel ab, bei einer Stadtrundfahrt sehen wir die georgianische Neustadt und Altstadt, den Holyrood Palace und laufen auch zum Calton Hill hinauf, ein atemberaubender Blick, der uns zeigt, auf wieviel Hügeln Edinborough erbaut wurde. Der nächste Hügel ist dann der Castle Hill, wir können bei der Führung auf der gut bewachten Burg nur erahnen, welche Bedeutung die schottischen Königreiche einst hatten und was den Wert der schottischen Kronjuwelen ausmacht, die hier deponiert sind. Edinburgh zeigt sich danach quicklebendig, voll junger Menschen, es ist Samstag und Ausgehzeit. Heute abend heißt es dann Whiskey Tasting, wir sind gespannt und erleben eine interessante Verkostung unterschiedlicher Aromen, die je nach Region unterschieden werden. Im Anschluss ein leckeres Dinner mit saftigem Lachs, bevor wir den Hügel hinunter zum Hotel laufen.
Schönes Northumberland
Am 11. und letzten Tag schließlich ist der Weg durch Northumberland unser Ziel, bevor wir in den Heimreisemodus verfallen. Voller Impressionen im Gepäck fahren wir los, nicht ohne Stopps! Sir Walter Scotts View – auf einer Lieblingsbank des berühmten Autors von Ivanhoe und anderen Romanen können wir Platz nehmen und ein Foto von der geliebten Aussicht dieses großen Poeten machen. Außerdem geht es noch auf die malerisch gelegene Leaderfood Bridge, ein riesiges Viadukt und auf der alten Brücke daneben ein alter Briefkasten von Georg Rex IV, die Drygrange Old Bridge über den Tweed bei Melrose. Wir wissen jetzt Bescheid um die Brücken Englands! Vor allem die Bedeutung des Flüsschens Tweed ist für die ganze Region historisch relevant, besonders der Name!
Und dann kommt der traditionelle Stopp an der Schottisch-englischen Grenze, an einem legendären „Hinkelstein“ . Wir haben Glück, der Dudelsackspieler kommt gerade vorgefahren für ein Abschlussständchen, das gefällt! Good bye Scotland. Da wir noch immer Zeit haben bis zum Ablegen der Fähre, muss in York gehalten werden, die Kathedrale, die aussieht wie Notre Dame, empfängt uns mit einer Dauerschleife von Glockengelläut, wie das wirkt! Kleine Gässchen durchziehen labyrinthartig die von den Römern gegründete Stadt. Wir können nochmal gemütlich schlendern, bevor wir nun wirklich zur Fähre nach Kingston-upon-Hull fahren.
Der „Angel of the North“ verabschiedet uns neben der Autobahn und erinnert uns nochmals an die große Industriegeschichte Großbritanniens. Auch die Fährüberfahrt von Hull aus (wir fahren von dem Meeresarm Humber hinaus auf die Nordsee nach Rotterdam) war eine sehr angenehme Angelegenheit . Mit einem leckeren Buffet und gemütlich sitzend in den Bar Lounges mit bodentiefen Fenstern und Meerblick lässt sich gut Abschied nehmen von einer wundervollen Reise mit vielen Superlativen!
Heimreise
Nach einer ruhigen Überfahrt und einem guten Frühstücksbuffet an Bord der P & O Fähre kommt wir frühmorgens in Rotterdam an.
Unser Rückreise verläuft unaufgeregt an Utrecht und an Arnhei vorbei, durch das Ruhrgebiet, über Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt nach Hause. Müde, aber glücklich kommen wir spätabends in Dresden an. Es wird sicher bis Weihnachten dauern, bis wir alles Erlebte verdaut und erzählt haben !
Was für eine Reise! Fast 4000 km, von denen sich jeder einzelne gelohnt hatte, so vielseitig waren die Einblicke und Ausblicke, die man gewinnen konnte. EIne Insel mit komplexer Geschichte, die sich nach und nach entfaltete und einer abwechslugnsreichen Natur, die einen staunen ließ.
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