Reisebericht: Rundreise–Kombination Schottland, Nordirland und Irland

23.06. – 04.07.2024, 12 Tage Busreise Edinburgh – Stirling – Highlands – Loch Ness – Glen Coe – Glasgow – Oban – Belfast – Giant's Causeway – Derry – Glenveagh–Nationalpark – Dublin


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Wir machen uns auf den Weg, Schottland und Irland kennenzulernen.
Ein Reisebericht von
Marlies Thrum
Marlies Thrum

Sonntag, 23. Juni 2024– Anreise zur Fähre in Amsterdam/ Flug nach Edinburgh, Nachtfähre nach England

Überpünktlich noch vor 3 Uhr treffen sich heute alle Frühaufsteher am Dresdener Flughafen. Sina, unsere Busfahrerin, nimmt uns in Empfang und dann beginnt unsere Rundreise. Sie soll uns durch Schottland und Irland führen, beginnen werden wir aber in Deutschland. Es geht einmal quer durch die Republik, mit etlichen Stopps unterwegs, an denen weitere Gäste zusteigen. Am Rasthof Altenburger Land verabschieden wir uns von Sina und Jan, unser Busfahrer der uns durch Schottland und Irland fahren wird, steigt zu. Es ist sonntägliche Ruhe auf den Strassen und so erreichen wir wie geplant den Fährhafen von Amsterdam Ijmuiden. Hier ist dann unsere Gruppe fast komplett, eine letzte Dame steigt per Shuttle aus Amsterdam zu und auch unser Fluggast teilt mit, dass er heute gut in Edinburg gelandet ist. Wir checken ein und können bereits an Bord unserer Fähre gehen. Hier erleben wir ein Hafenfest, rings um den Hafen gibt es Musik, Paraden, Vorführungen der Rettungsschiffe und Boots- Paraden. Es ist noch genügend Zeit, unser Schiff kennen zu lernen und am Abend treffen wir uns zum Abendessen vom sensationellen Buffet wieder. Das ist ein toller Abschluss dieses langen Tages und so verabschieden wir uns bis morgen.

Montag, 24. Juni 2024 Newcastle– Carter Bar– Jedburgh– Edinburgh

Eine ruhige Überfahrt garantierte uns einen guten Schlaf und ein tolles Buffet zum Frühstück weckte dann auch die letzten Lebensgeister. Gespannt verfolgen wir die Einfahrt in den Hafen von Newcastle. Die geschützte Bucht sorgte schon zu Zeiten der Römer für eine immense Stadtentwicklung, hier errichteten sie den Hadrians-Wall hinüber zum Solway Firth an der Westküste. Er schützte nicht nur vor Überfällen, er sorgte auch für einen Austausch mit den Picten, die hier ursprünglich ansässig waren. Toll, wie die alten Hafenanlagen den neuen Wohnungen, Büros, Cafes, Restaurants, neuen Lagerhallen und Vergnügungsvierteln gewichen sind. Selbst einen Stadtstrand gibt es samt Riesenrad. Hinter der Marina- dem Yachthafen- dann unser Fährterminal. Wir verfolgen das Andocken und dann geht es von Bord. Auf der linken Straßenseite fahren ist neu für uns und so fährt Jan den ersten Kreisverkehr linksherum mit einer Ehrenrunde. Dann geht es in die Borders- das Grenzland zwischen England und Schottland. Wir genießen die Ausblicke und an Carter Bar- der Grenze zu Schottland- empfängt uns Alan mit seinem Dudelsack. Jan und ich haben einen Whisky für alle vorbereitet- so stoßen wir an auf tolle Tage in Schottland und Irland. Slainte Mhath- wie die Schotten sagen. Prost! Unser nächster Stopp führt uns zu einer der vier großen Grenzlandabteien. Jedburgh. Es ist Zeit für eine kleine Mittagspause, einige besuchen das Haus von Mary, Queen of Scots, schauen bei der Abbey vorbei oder spazieren durch den Ort. Schon geht es weiter nach Norden. Die Hauptstadt Schottlands- Edinburgh- erwartet uns. Hier treffen wir unseren Fluggast und unsere Stadtführerin Tanja. Unsere Gruppe ist komplett und wir lernen die Altstadt und die Neustadt kennen- beide Weltkulturerbe der UNESCO. In der Neustadt überraschen breite Straßen, Parks und großzügig angelegte Häuser- ganz im Gegensatz zur Altstadt mit ihren bis zu zehnstöckigen Häusern, die sich aneinanderschmiegen und wo enge Closes zwischen ihnen den Vulkanfelsen hinabführen. Wir sehen den Holyrood-Palast. Sitz des britischen Königs-wenn er denn mal hierher kommen würde- seinen Antrittsbesuch gab es bis dato noch nicht...Gleich gegenüber eine sehr gewagte Architektur: das Schottische Parlament hat sich hier einen Neubau gegönnt. Den Holyrood Park krönt ein bizarrer Felsen: Arthurs Seat, der hat mit King Arthur nix zu tun, ist aber ein beliebter Ausflugsort der Schotten. Wir fahren die Royal Mile entlang soweit es geht, biegen dann über die Georges- Bridge ab, die führt nicht über einen Fluss sondern über die darunter liegenden Stadtgebiete. Am Grassmarket vorbei geht es zum Edinburgh Castle. Während ich rasch die Tickets besorge spaziert Tanja mit der Gruppe zur "The Hub", einer ehemaligen imposanten Kirche, heute ein Veranstaltungsort, und weiter die Royal Mile hinauf bis zur Esplanade vor dem Castle. Alle bekommen hier ihre Tickets und Wer mag folgte Tanja, die viel über das Castle und seine Geschichten und Gebäude zu erzählen wußte. So gelangten wir bis zu den Staatsgemächern mit den Kronjuwelen und dem berühmten "Stone of Destiny", dem Krönungsstein. Hier verabschieden wir uns von Tanja und jeder genießt etwas Freizeit in der Stadt. Am Bus treffen wir uns alle wieder und fahren ins Hotel. Rasch einchecken und ankommen war das Motto- ein Spaziergang führte uns dann zum Pub- dem Ghillie Due. Wieder eine ehemalige Kirche. Das Essen war hervorragend und als auch noch Live-Musik spielte war der Abend perfekt. Wer wollte setzte allerdings noch einen drauf: wir spazierten zum Calton Hill, um den Sonnenuntergang von dort oben zu erleben. Schon die Princess Street entlang vergoldete die Abendsonne Castle und Altstadt auf ihrem Vulkanfelsen und schenkte uns sensationell schöne Fotos. Auf dem Calton Hill genießen wir den Blick auf die Stadt und auch wenn Wolken den Sonnenuntergang dann verdeckten - es war ein traumhaft schöner Augenblick. Zuzrück zum Hotel spazierten wir über die Royal Mile, die Victoria Street (für alle Harry Potter Fans) und den Grassmarket. Warfen einen Blick auf die ehemalige Hinrichtungsstätte und die umliegenden Pubs, die so bezeichnende Namen tragen wie "The last Drop"...Zurück im Hotel verabschieden wir uns für heute- das war ein langer, aber sehr schöner Tag.

wird fortgesetzt...

Dienstag, 25. Juni 2024 Falkirk Wheel, Stirling Castle, Highlands, Pitlochry, Carrbridge, Inverness

Wir verabschieden uns von Edinburgh und fahren am Firth of Forth - dem Mündungstrichter des Flusses Forth- entlang. In der Ferne grüßen die Brücken über den Forth- wir wollen aber weiter nach Westen. Eine ungewöhnliche Schiffshebewerk erwartet uns: Falkirk Wheel. Es wurde als Milleniums-Projekt gebaut und ermöglichte den Verbund zwischen dem Union-Canal und dem Forth and Clyde Canal. Diese waren versandet, die ehemaligen Schleusentreppen marode und so baute man an deren Stelle dieses "Riesenrad" und ermöglichte damit die Passage bis nach Edinburgh wieder. Eine Fahrt mit dem Falkirk Wheel darf natürlich nicht fehlen und so genießen wir die Auffahrt in 23 Metern Höhe und die Fahrt durch den Tunnel zum Union Canal. Und zurück. Gebaut wurde es nach dem Archimedischen Prinzip und so benötigt es nur minimalen Energieaufwand, um den Höhenunterschied zu bewältigen. Nach diesem tollen Erlebnis geht es weiter zur "Schicksalsburg im Herzen Schottlands"- nach Stirling. Stirlings Castle wurde in den Unabhängigkeitskriegen heftig umkämpft, wechselte immer wieder den Besitzer bis Robert the Bruce 1314 in der Schlacht von Bannockburn das übermächtige Heer der Engländer vernichtend schlug und den Schotten die Unabhängigkeit zurückeroberte. 1543 wurde hier Maria Stuart im Alter von nur 6 Monaten zur Königin Schottlands gekrönt. Ihr Vater war in der Schlacht von Solway Moss vernichtend von den Engländern geschlagen worden. Fünf Jahre später entkam die junge Königin den Kriegswirren und wurde ins verbündete Frankreich geschickt, wo sie aufwuchs und eine ausgezeichnete Erziehung genoss. Ihr Sohn wurde in der benachbarten Kirche zum König gekrönt. Seine Taufkapelle exisitert zwar nicht mehr, deshalb sehen wir uns gemeinsam die Kapelle an, die heute für Veranstaltungen offen steht. Dann geht es in die Festhalle und zu den Staatsgemächern. Mitarbeiter in historischen Kostümen stehen hier gern Rede und Antwort oder erzählen Geschichten vom Leben auf der Burg. Neben den Küchen und den Tapestry-Rooms gibt es noch so viel zu entdecken, die Gärten, die Ausstellungen, die Castlemauern...Nach dem Mittag treffen wir uns am Bus wieder und fahren in die Highlands. Leider verläßt uns unser Wetterglück- es hört nicht mehr auf zu regnen und auch in Pitlochry, unserem ersten Stopp in den Highlands, nieselt es munter weiter. Trotzdem bummeln wir ein wenig durch den Ort. Genießen das pittoreske Flair. Mit weiteren Fotostopps nterwegs erreichen wir schließlich Carrbrdge. Hier steht die berühmte Old Packhorse Bridge- eine Steinbrücke aus dem Jahr 1714. Das Postkartenmotiv fehlt auf keinem Schottland-Kalender und auch wir machen unsere Fotos hier. Erbaut wurde sie , um die gegenüberliegende Kirche auch bei Hochwasser erreichen zu können, da auch der Friedhof nur so erreichbar war trug sie bald den namen "Coffin Bridge" - Sarg-Brücke. Unsere letzte Station für heute war die heimliche Haupstadt der Highlands- Inverness.

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Kommentare zum Reisebericht

Von unserer Reiseleiterin Marlies Thrum waren wir begeistert. Probleme oder Schwierigkeiten löste sie souverän und die von ihr vorbereiteten Reiseunterlagen haben wir mit diesem Aufwand und der Liebe zum Detail bisher noch nicht erlebt. Sie hatte immer ein Ohr für uns Gäste und war stets freundlich. Ihr Wissen über Geschichte und Kultur der besuchten Orte und Details über Örtlichkeiten am Wegesrand komplettierten den überaus positiven Eindruck. Auch die Annahme ihrer Einladungen zu Erkundungen der Städte zu Fuß außerhalb des offiziellen Programms haben sehr viel Spaß gemacht. Mit ihr als Reiseleiterin immer wieder gern!

Steffen Richter
08.07.2024

Hallo Ihr Zwei, vielen Dank für das große Lob. Es hat großen Spaß gemacht, Euch bei dieser Reise zu begleiten auch dank der sehr guten Vorbereitung der Produktmanagerin Peggy Schkade. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr? Vielleicht in Schottland? Ich würde mich freuen, alles Gute für Euch,
Eure Marlies Thrum

Marlies Thrum 08.07.2024

Eine wundervolle, erlebnisreiche Reise! Danke an Busfahrer Jan und Reiseleiterin Marlies, die es uns so angenehm, wie nur möglich, gestalteten. Sogar zum Wettergott hatten sie einen Draht. An den richtigen Stellen blauer Himmel! Bis bald und gern wieder mit euch Richtung Insel.

U. Heider
11.07.2024

Liebe Ute, gern waren Jan und ich für Euch da, schön, dass auch Du als erfahrene Schottland-Reisende noch viel neues entdecken konntest. Alles Gute für Dich und vielleicht auf bald? Viele Grüße, Marlies

Marlies Thrum 15.07.2024