Reisebericht: Rundreise Indien - Mythos, Magie und Maharadschas

16.02. – 03.03.2019, 16 Tage Rundreise mit Delhi - Agra mit Taj Mahal - Jaipur - Udaipur - Jodhpur - Jaisalmer - Bikaner - Mandawa

Eine Kultur fernab unserer Heimat und doch durch die Geschichte der Völkerwanderungen und des Kulturtransfers fest mit unserer Welt verbunden. All das wollten wir selbst erleben. Doch beginnen wir am Anfang:16 Reisegäste aus Deutschland machten sich auf, die Ursprünglichkeit jenes Landes zu erleben, welches einst Christoph Columbus per Seeweg suchte und nicht fand, darum Menschen einen Namen gab, die nichts damit zu tun haben, was er damit verband. Wie waren sie aber, jene Inder, die einst Indianer heißen sollten aber dies nicht erleben mussten?
Bald sollten wir viel davon erfahren und in jener Ferne erleben.

1. Tag, Samstag, 16.02.2019
Flug nach Indien, ca. 6.500 km Flug von Frankfurt bis Delhi


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Um den Mittagsflieger Frankfurt-Delhi nehmen zu können, startete unsere Gruppe am Morgen in Dresden und Leipzig und in Frankfurt am Abfluggate waren wir schließlich komplett. Der sich anschließende Flug mit guter Verpflegung, Multimediaprogramm, einigen Stunden zum Ausruhen und nach acht Stunden Flugzeit und 4,5 Stunden Zeitverschiebung guter Landung, brachte uns in jenes Land, von dem wir noch so wenig wussten. Unser Reiseleiter Stefan erkannte bald darauf unseren indischen Guide Ambrish vor dem Sicherheitsbereich am Flughafen Delhi. Bis hierher erlebten wir bereits die offizielle Einreise nach Indien, die Rückgabe unserer Koffer und den ersten Geldtausch am Flughafen. Ambrish brachte uns zum Bussteig und dort trafen wir bald auf unseren kleinen Reisebus und die uns nun die nächsten tage begleitende Busbesatzung. Gemeinsam, behängt mit Willkommens-Blumenketten, starteten wir zu unserer ersten Busfahrt auf der Tour, die uns nach nicht allzu langer Fahrzeit in unser Hotel brachte. Nach dem dortigen Check-in bezogen wir unsere Zimmer und ruhten uns intensiv, wenn auch kurz für die kommende Stadtbesichtigung aus.

2. Tag, Sonntag, 17.02.2019
Delhi – unterwegs in der indischen Hauptstadt, 45 km


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Die Nacht war kurz und doch fühlten wir uns nicht wirklich müde, genossen bald das Frühstück im Hotelrestaurant und sammelten uns danach in der Lobby des Hotels, wo uns Ambrish und Stefan bereits erwarteten und ein paar Worte zum heutigen tag sagten. Das Programm klang schon einmal gut. So bestiegen wir bald wieder unseren Bus und fuhren hinein nach Alt-Delhi, denn diese riesige Stadt mit dem Namen Delhi besteht nicht nur aus verschiedenen Stadtbezirken, sie liegt gar in unterschiedlichen indischen Teilstaaten, was die Größe und Menschenvielfalt der indischen Metropole nur erahnen lässt. Wir fuhren, begleitet durch viele Erstinformationen von Ambrish und Stefan, zum Roten Fort, stiegen dort aus und begannen unseren Spaziergang durch Bollywood, wie wir es scherzhaft nannten, besichtigten einen Sikh-Tempel, wo wir erlebten, wie man in einer riesigen Küche viel Essen aus Spenden für jeden herstellen konnte, der dort essen wollte, und erreichten schließlich, vorbei an vielen Garküchen, dreisten Händlern und heiligen Kühen, die Freitagsmoschee, besichtigten auch diese, ehe wir weiterfuhren und nach einem kleinen Mittagessen den Gedächtnisort für Gandhi besichtigten wollten. Leider war dieser an jenem Tag gesperrt, sodass wir weiter zum India Gate fuhren und danach dem Regierungsviertel einen Spazierbesuch abstatteten. Hier hatten wir, wie uns Ambrish mitteilte, ein großes Glück, denn der Argentinische Präsident weilte zu einem Staatsbesuch in Indien und der indische Staat wollte besondere Volksnähe demonstrieren. So durften wir, gemeinsam mit vielen Indern, ganz nahe an den Präsidentenpalast heran, sahen und hörten dort die musikalischen Proben des Militärorchesters mit lateinamerikanischen Rhythmen und hatten einen guten Blick hinüber zum India Gate, wo wir vorher schon Station machten. Am Abend kehrten wir mit vielen interessanten Erlebnissen von diesem ersten Indien-Tag zurück ins Hotel und schliefen nach einem guten Abendessen sehr schnell ein, um uns auf die kommenden tage vorzubereiten.

3. Tag, Montag, 18.02.2019
Von Delhi zum Taj Mahal in Agra, 200 km


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Für manch einen war dieser dritte Tag der Reise sicher schon im Vorfeld der Reiseplanung DER Indien-Tag. Heute wollten wir ein UNESCO-Weltkulturerbe sehen, das Taj Mahal. Doch dazu mussten wir erst einmal Bekanntschaft mit den sicher nicht für Reisebusse ausgebauten indischen Straßen machen, die uns ebenso wie vieles Anderes in den kommenden Tagen begleiten und immer wieder verwundern würden. Nach einigen Stunden Fahrt und den berühmten Bedürfnispausen unterwegs in kleinen Raststätten mit großen Souvenirshops erreichten wir schließlich am Nachmittag Agra und aßen nach dem Check-in im Hotel gleich zu Mittag, ehe wir zum Höhepunkt des Tages aufbrachen. Unser Bus brachte uns erst einmal in die Nähe des aus weißem Marmor als Grabmal einer Lieblingsfrau errichteten Gebäude. Von hier aus spazierten wir einen längeren Weg entlang und standen bald am Eingangsbereich der Weltkulturerbestätte. Ambrish und Stefan besorgten die Tickets, offizielle Schuhüberzieher und für jeden noch eine Flasche Wasser, denn was man mit hinein zum tollen Bauwerk nehmen durfte, war sehr beschränkt. Langsam arbeiteten wir uns nun mehr und mehr zum Gebäude vor. Die gesamte Anlage dieses Weltkulturerbes, das nie ein Palast war, sondern ein Grabmal für die im Jahre 1631 verstorbene Lieblingsfrau Mumtaz Mahal (Arjumand Bano Begum) des Großmoguls Shah Jahan, welches sogar durch ein in schwarz gehaltenes gleich geartetes Monument auf der anderen Seite des Yamuna-Flusses ergänzt werden sollte, beeindruckte uns aufs Tiefste. War das schon das absolute Highlight der Reise? Wir wollten es nicht glauben und wurden sicher nicht enttäuscht. Nach ausgiebigem Besuch des Taj Mahal und des zugehörigen Parks brachen wir auf zum Roten Fort, der Festung von Agra, die wir anschließend besichtigten, noch einmal über den Yamuna hinüber die Welterbestätte sehen konnten und erfuhren, wo der Erbauer dieses Grabmals von seinem eigenen Sohn wegen Unstimmigkeiten in der Geldausgabe bis zu seinem Tode gefangen gehalten wurde. Danach waren wir schon übervoll mit Gedanken, doch es war noch kein Tagesende erreicht. Wir fuhren nun in eine Werkstatt, in der man heute noch in der Art der Erbauer des Taj Mahal Marmor mit Halbedelsteinen verziert. Ausgiebig zeigte man uns die Produktion und natürlich fanden wir auch Gelegenheit, bei Interesse das eine oder andere kleine und schön verzierte Stück Marmor für zuhause zu erwerben, ehe wir zum Hotel zurückfuhren und dort nach dem Abendessen jeder für sich den ereignisreichen Tag verdauten. Dazu hörten wir noch einigen Hochzeitslärm, denn jene Tage waren in ganz Indien begehrt von den jungen Leuten, sich zu verheiraten, was wir noch oft am Wege erleben und sehen sollten.

4. Tag, Dienstag, 19.02.2019
Von Agra über über die verlassene Wüstenstadt Fatehpur Sikri nach Jaipur, 250 km


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Eine Rundreise wäre keine Rundreise, wenn man stets im gleichen Hotel nächtigen würde. So packten wir am Morgen wieder unsere Koffer und unser Busboy zeigte, wie er all die vielen Behältnisse im schmalen und kleinen Kofferraum unseres Busses verstaute. Dan ging es schon los, gen Jaipur, der angeblich schönsten Stadt der Welt, weil unser indischer Guide Ambrish dort geboren wurde und lebt. Unterwegs sollten wir jedoch noch einiges sehen. So führte uns die Fahrt erst einmal nach Fatehpur Sikri, einer Regierungs- und Hauptstadt, die nur 80 Jahre lang in Betrieb war, jedoch davor lange gebaut und danach vergessen wurde. Warum? Nun, die Stadt war sicher schön, gut entworfen und geplant, umgesetzt und... doch nicht vollkommen. Ihr fehlte Wasser und der Platz war auch verkehrstechnisch in damaliger Zeit nicht wirklich günstig gewählt. So zogen die alten Herrscher eben damals noch einmal um und die Archäologen unserer Zeit freuen sich heute über eine fast vollständig erhaltene Stadt aus Sandstein, die wir natürlich sehr gern besichtigten. Danach ging es zu einem weiteren Highlight des Tages und der Reise. Wir erreichten den Keoladeo Nationalpark, einen Vogel- und Wildpark, in dem die Tiere völlig frei leben. Mit Fahrradrikschas fuhren wir durch den Park, begleitet durch einen kompetenten Führer, der uns mit Fernrohr und Feldstecher viele der Tiere ganz nahe vor die Augen oder auch unsere Optik holte. Wir waren begeistert von der Schwarzen Kobra, dem Eisvogel, vielen Kranichen und Buntstörchen und fuhren somit mit vielen tollen Erlebnissen im Kopf zum nahen Mittagessen-Restaurant, von dem aus wir dann noch die letzten vielen Kilometer bis Jaipur fuhren und dieses schließlich am Abend erreichten, nach dem Check-in bald unser Abendessen genossen und später auf unseren Zimmern Kraft tankten und die bisherigen Eindrücke odneten.

5. Tag, Mittwoch, 20.02.2019
Besuch in der angeblich schönsten Stadt Indiens, Jaipur, 35 km


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Frisch heraus, der tag sollte wieder viele Erlebnisse bringen. So fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück zuerst in Jaipurs Innenstadt und sahen uns die genial wirkende Fassade des legendären Palastes der Winde an, ehe es hinaus aus der Stadt zu einer gewaltigen Festung ging, zum Amber Fort. Wieder hatte dieser Programmpunkt etwas mit Tieren zu tun, denn nun sollten wir mit durch den TÜV Rheinland überwachten und artgerecht gehaltenen Elefanten hinauf zum Fort reiten, was uns allen auch viel Spaß machte. Oben angekommen, übernahm Ambrish die Palastführung und wir lernten eine Menge über die alte Bauweise, die an vielen Stellen mit Prunkfassaden, dann wieder mit Lego-Bauweise und schließlich mit viel Grün aus bloßen Steinen auf einem Felsen ein lebendig und schön wirkendes großes Bauwerk erstehen ließ. Wir sahen viele Innenhöfe, die Gemächer der Frauen, die Machtzentrale der ehemaligen hiesigen Herrscher und hatten auch Kontakt zu sehr dreisten Händlern, wobei uns aber Stefan im Umgang mit diesen unterstützte und so hatten wir schließlich doch Ruhe vor ihnen. Hinunter, zurück zum Bus ging es später mit Jeeps, denn die überwachten Elefanten dürfen nur bis Mittag arbeiten. Auf der Rückfahrt in die Stadt stoppten wir am Stausee und sahen darin den Wasserpalast von Jaipur liegen, ehe wir zum Mittagessen und danach zum Textilhändler fuhren, wo man uns zeigte, wofür Jaipur auch berühmt ist. Gestempelte Kleidungsmuster. Dazu zeigte man uns noch, wie Teppiche geknüpft werden und wir hatten ausreichend Zeit, Tücher, Saris, Teppiche und andere Textilien anzuschauen oder auch zu erwerben. Selbst Maßanfertigungen wurden uns angeboten, doch wir wollten weiter. So besuchten wir anschließend noch den Stadtpalast von Jaipur, ebenfalls ein interessanter Gebäudekomplex, dessen eine Außenmauer ja der Palast der Winde bildet. Danach sahen wir noch das große Observatorium Jantar Mantar, in dem man heute noch extrem genau Zeit und Himmelsbewegungen ablesen kann. Danach offerierte uns ein Schmuckhändler noch seine Werke in seiner Werkstatt, wo wir auch sahen, wie kleine und kleinste Edelsteine geschliffen werden. Später ging es zurück in unser Hotel und nach dem Abendessen ins Bett, denn wir wussten bereits, dass der morgige Tag wieder anstrengend und lang werden würde.

6. Tag, Donnerstag, 21.02.2019
Von Jaipur über die Heiligen Ghats von Pushkar nach Udaipur, 440 km


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Heute lagen wieder viele Kilometer vor uns, unterwegs wollten wir noch einen heiligen Ort besichtigen und würden darum wohl erst am Abend im nächsten Hotel eintreffen. Ambrish und Stefan erzählten einiges über die Religionen in Indien, Stefan hatte dazu in seinen Indientipps, die jeder Reisegast zu Beginn der Reise erhielt, schon einiges geschrieben und so wussten wir bereits Vieles, als wir am Mittag Pushkar erreichten, den Ort erst einmal zu Fuß durchquerten und schließlich an den Heiligen Ghats ankamen, wo sich einer der dortigen Priester unser annahm und wir eine Bitt-Zeremonie nicht nur erleben sondern selbst begehen durften. Dazu saßen wir auf den heiligen Stufen am See und bereiteten uns mit Reinigungszeremonien vor, ehe wir alle den Segen von Pushkar erhielten. Nach einer weiteren Spazierrunde durch den Ort, der auch durch den großen Kamelmarkt, das Pushkar-Fest, bekannt ist, bei dem die Stadt noch weitaus bunter wird, als wir sie erlebten, und der ebenso wegen seines Bramah-Tempels von vielen Pilgern aufgesucht wird, fuhren wir weiter zum Mittagessen und danach die unendlich vielen Kilometer bis Udaipur. Diese quirlige Stadt sollte gleichzeitig der südlichste Punkt unserer Tour werden und wir freuten uns bereits auf den nächsten Tag, der mit einem Spaziergang beginnen sollte. Doch erst einmal gab es Abendessen und einen Spaziergang ins Bett.

7. Tag, Freitag, 22.02.2019
In und um Udaipur, die Stadt der Parks und der Miniaturmalerei, 30 km


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Nach dem Frühstück stand fest, dass leider ein Gast heute im Hotel bleiben würde. Natürlich kümmerten sich Ambrish und Stefan datum und im weiteren Verlauf zeigte sich, dass am nächsten tag schon alles wieder gut war. Trotzdem brachen wir nun in kleinerer Runde auf und durchwanderten die engen Gassen der Altstadt von Udaipur, in der trotz der Enge viele Menschen zu Fuß, mit Fahrrad, Rikscha, Tuktuk oder Motorrad unterwegs waren. Bald erreichten wir einen Tempel und besuchten diesen, ehe es weiter zum Stadtpalast ging, in dem die Maharadscha-Familie heute noch lebt. Leider, so interpretieren wir es, auch wenn uns dazu kein Urteil zusteht und wir nur Beobachter des fernen Landes waren, leider vergaß man damals in den Vierziger Jahren im Rahmen der Unabhängigkeit die alten Herrscher nicht nur ihrer Macht zu berauben, sondern dazu auch ihres Besitzes. Denn in Indien spürte man vielleicht noch mehr, als in Europa jemals möglich, wie sehr Besitz und Reichtum Macht verschaffen oder erhalten. So war der heutige Maharadscha zwar eigentlich kein Politiker in Udaipur, wohl aber größter Arbeitgeber und damit auch mächtigster Mann der Region. Wir sahen uns seinen Palast an, ehe wir uns an den dahinter liegenden See aufmachten und diesen mit einem Boot überfuhren, vorbei am Wasserpalast von Udaipur, an und in dem man einst den James-Bond-007-Film „Oktopussy" drehte. Dann stiegen wir auf einer kleinen Insel aus und hatten von dort einen herrlichen Blick über den See und zum Stadtpalast. Später ging es wieder zurück an Land und bald darauf in ein schönes Panoramarestaurant am See zum Mittagessen. Danach besichtigten wir noch den Sahelion Ki Bari Park, in dem sich ein wunderschöner Elefantenbrunnen befindet und dessen Wasserspiele wohl magisch betrieben wurden, denn die Wasserspritzhöhe war variabel, wenn wir daran entlang gingen. Am Abend sollten sich dort nicht durch ihre Familien gebilligte Paare treffen und Zeit miteinander verbringen. So lange konnten wir nicht warten, denn wir wollten eine weitere weltbekannte Sehenswürdigkeit der Stadt erkennen und deren Herstellung sehen. Die Miniaturmalerei. Hatten wir im Stadtpalast bereits Gelegenheit, einige schöne Werke zu sehen, so erlebten wir nun, wie Studenten, Gesellen, Meister und Obermeister mit schmalen Pinseln auf Papier, Seide und Kamelknochen Wunderwerke entstehen ließen. Das eine oder andere Stück wanderte dabei in die Koffer unserer Gäste, einige Werke wurden dafür extra gerahmt und die fertigen Werke abends ins Hotel gebracht. Nach so vielen schönen Eindrücken waren wir doch wieder müde und fuhren zurück ins Hotel, ruhten uns bis zum Abendessen etwas aus und gingen später zufrieden schlafen.

8. Tag, Samstag, 23.02.2019
Von Udaipur zum Jain-Tempel Ranakpur und weiter nach Khejarla, 300 km


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Heute sollten wir kein Leder tragen, meinte Stefan schon am Vortag. Unser Ziel auf der Strecke zum nächsten Hotel unserer Rundreise in Khejarla war ein Jain Tempel. Nein, kein einfacher, unbekannter, sondern der Marmortempel von Ranakpur, dessen Kunstwerk eigentlich der gesamte Tempel ist. Denn er besteht aus über und über fein ausgearbeiteten Bildern, Skulpturen, Reliefs und so weiter. Da die Jainkultur es verbietet, eine Lebewesen Schaden zuzufügen oder es irgendwie auszunutzen, durften wir heute nichts aus Leder tragen. Nun gut, um das Bauwerk zu sehen und die Kunst zu erkennen, wollten wir das gern tun. Sonst, berichtete uns Stefan, gab es um den Tempel herum Unmengen von Affen, doch heute waren diese wohl anderswo unterwegs. Also schauten wir uns eher den Tempel an als die Tiere. Wir wurden nicht enttäuscht. Ob nun der heilige Elefant, der jungen Familien das Kinderglück bescheren sollte, oder der Kobrastein, der neben filigranen Darstellungen vieler Schlangen auch ein Stammbaum ist, es gab soviel zu sehen, dass uns die gegebene Zeit fast nicht ausreichte. Trotzdem waren wir pünktlich zurück am Treffpunkt. Von da aus ging es später zum Mittagessen und dann setzten wir unsere Fahrt fort. Unterwegs sahen wir einen Flughundebaum, über und über mit Flughunden behangen, wir probierten Wasserbüffelmilch und erlebten eine Wasserschöpfanlage in Betrieb, ehe wir am Abend, als es bereits dunkelte, das nächste Hotel, unser Fort Khejarla erreichten und mit auf und herab rieselnden Blütenblättern empfangen wurden. Wir bezogen bald unsere Zimmer, probierten das W-Lan aus, um Eindrücke nach Hause zu senden und trafen uns darauf zum Abendessen wieder, welches heute und morgen nur vegetarisch sein würde, da man hier grundsätzlich so lebte.

9. Tag, Sonntag, 24.02.2019
In der Festungsstadt Khejrala unterwegs, Jeep-Safari ins Umland, 70 km


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Heute konnten wir zwar nicht ausschlafen, aber einmal etwas später zum Frühstück und danach zum morgendlichen Treffpunkt kommen. Unsere Jeepsafari startete zu angemessener Zeit. Wir wollten die Umgebung erkunden, einige Tiere sehen, auch ein Dorf besuchen und einen Tempel ersteigen. Also ging es los, durch den Ort um die Burg herum und hinaus in die Savanne, wo wir bald schon Gnus und Antilopen erblickten, auch einige Kranichfamilien sahen, die in großer Formation zu weiteren Flügen starteten. An einem Krematorium der Herrscher von Khejarla sahen wir viele Pfaue und später noch weitere Tiere, wie Schildkröten und Eulen, ehe wir ein Dorf erreichten, in dem man für uns die heilige Opium-Zeremonie vollführte, wir danach sogar vom Opiumwasser probieren durften. Dann ging es zum Tempel und wir probierten vor dem Aufstieg frisches Obst, welches Ambrish und Stefan besorgten. Der Tempel bot neben einigen interessanten Skulpturen und einigen Erläuterungen zur Religion von Ambrish und Stefan auch eine herrliche Sicht über die Umgebung bis hin zu unserem Hotel-Fort, das wir am zeitigen Nachmittag wieder erreichten. Nach etwas Freizeit starteten wir noch einmal, diesmal ohne Jeep und zu Fuß, um durch unseren Ort zu laufen, Menschen zu treffen, Höfe und Werkstätten zu besichtigen und das bunte Treiben der Region live zu erleben. Danach kehrten wir ins Hotel zurück und hatten schon bald Abendessen. Danach organisierte Stefan noch eine kleine Zaubershow eines hiesigen Künstlers, während sich einer unserer Gäste von einem Mädchen des Dorfes eine Henna-Malerei auf der Hand anbringen ließ, die den Rest der Reise über hielt und einfach schön aussah. Nachdem noch einige am Tage die Wellness-Oase mit Massage nutzten, ging auch dieser etwas ruhigere Reisetag zu Ende.

10. Tag, Montag, 25.02.2019
Von Khejarla in die Blaue Festungsstadt Jodhpur, 90 km


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Heute hatten wir keine weite Fahrt vor uns, erreichten nach Frühstück und Kofferladen, Abfahrt und einigem Geschunkel im Bus wegen der schlechten Straßen schon am Mittag Jodhpur, wo wir erst einmal Mittag aßen, dann das Mausoleum des letzten Herrschers der Region besuchten und schließlich das mächtige Fort über der Stadt nicht nur sahen, sondern besichtigten. Hier boten sich herrliche Blicke über die blauen Häuer der Stadt und wir sahen ebenso, wie man einen originalen Turban wickelt, was leicht aussieht, aber nicht so leicht sein wird. Danach fuhren wir zum Hotel und checkten erst einmal ein. Später gelangten wir in die Innenstadt und besuchten eine Gewürz- und Teehändlerin, bei der wir nicht nur Pfeffer, sondern viele ganz frische Gewürze günstig einkaufen konnten, ehe wir zum bunten Markt von Jodhpur kamen und dort ein leckeres Safran-Lassi probierten. Stefan meinte, inzwischen sollte unser Körper all das problemlos verkraften und so vertrauten wir ihm, machten auch keine schlechten Erfahrungen. Danach sahen wir noch ein Textilhandels- und -lagerhaus von innen, durften dort, wenn wir denn wollten, erlesene Stücke zum reinen Herstellungspreis erwerben und waren zufrieden, erlebten noch den Sonnenuntergang in der Stadt und fuhren schließlich mit Tuktuks zurück zum Hotel wo bereits ein leckeres und reichhaltiges Abendessen auf uns wartete. Die Hotelzimmer waren zwar etwas dunkel, aber weil wir nur eine Nacht hier bleiben wollten, war das nicht so schlimm, zumal im Hotelgarten gefeiert wurde, was einige von uns nutzten, um mitzufeiern, andere wiederum, um mit Musik einzuschlafen.

11. Tag, Dienstag, 26.02.2019
Von Jodhpur über die Tempelstadt Osian in die Wüste nach Jaisalmer, 300 km


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Der Tag sah trübe aus. Hatten wir bisher am Morgen zwar kükle Temperaturem, die am tage schnell gen 30 Grad hinauf gehen konnten, sah es heute nicht so aus, als würde es ein wettermäßig schöner Tag. Trotzdem brachen wir auf und lauschten erst einmal den Ausführungen von Ambrish und Stefan zum Sozialen System Indiens, welches natürlich nicht mit dem in Europa oder gar in Deutschland zu vergleichen war. Bald erreichten wir den Tempel- und Affenpark Mandaw vor den Toren von Jodhpur. Wir wanderten durch den Park, mussten feststellen, dass die hier ansässigen Affen nicht in besonders großer Zahl auf Publikum aus waren, erlebten die Bauarbeiten am Felsentempel und wollten eben zu den Krematorien und Kleintempeln im Park aufbrechen, als der Himmel weinte. So blieb uns nichts anderes übrig, als zum Bus zurückzukehren und weiterzufahren. Heute sollten wir ja noch weitere Tempel sehen also war dies nicht so schlimm, zumal es sich um einen zusätzlichen Programmpunkt handelte. Gegen späten Vormittag erreichten wir Osian, die Hochtempelstadt, und erklommen den auf dem Hügel liegenden Haupttempel, erlebten darin einige Zeremonien, sahen die feine Dekoration des Steintempels und gingen später zurück durch die Marktstadt zum Bus. Weiter führte uns unsere fahrt zu einem kleinen Mittagsrestaurant am Wege und nach dem Genuss der kleinen indischen Stärkungs-Köstlichkeiten erreichten wir bald schon die Tempelstadt Marwa, wo wir uns zum Einen des Geistes des edlen Reiters des Ortes widmen konnten, zum Anderen jedoch die verschiedensten Qualitätsstufen von Weihrauchharz anschauen und erriechen konnten. Das war hoch interessant! Nach so vielen Erlebnissen am Rande der Strecke ging es nun, unterbrochen von Bedürfnispausen, noch viele Kilometer immer näher an die indisch-pakistanische Grenze heran, nach Jaisalmer, der goldenen Stadt mitten in der Wüste Thar, die wir am Abend erreichten und bald in unseren Zimmern eincheckten, später zu Abend aßen und noch etwas vom Kulturprogramm im Hotel erlebten, ehe wir schlafen gingen.

12. Tag, Mittwoch, 27.02.2019
In Jaisalmer, durch die Wüste nach Sam und zurück, 90 km


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Der heutige tag stand ganz im Zeichen der Wüstenstadt und aller Dinge, die dafür relevant sind. So starteten wir am Morgen und erreichten bald den Heiligen See von Jaisalmer mit seinen Ghats, hatten von da schon einen guten Blick über die Wasservorräte der Stadt, aber auch zur Festung hinüber. Dann fuhren wir an die Füße der Festung, wenn man es so sagen mag, und erklommen die heute noch komplett bewohnte Anlage zu Fuß, vorbei an einer Deutschen Bäckerei und vielen Händlern , besuchten wir ein altes Händlerhaus, ein Haweli, und sahen darin viele interessante Gegenstände, mit denen man sich in vergangener Zeit bestimmte Arbeiten im Büro oder im Haushalt vereinfachte. Später genossen wir Aussicht und Massala Caj aus einem kleinen Panorama-Café heraus und wanderten dann in die Stadt. Gier sahen wir viele Gemüsehändler, erlebten die Enge und doch auch Weite und vor allem die tolle Bauform und Architektur der Stadt, ehe wir noch einen Silberhändler aufsuchten, der uns einige interessante Stücke aus neuer, aber auch aus längts vergangener Zeit offerierte. Manch ein kleines Stück wechselte so seinen Besitzer. Danach ging es zum Mittagessen und später ins Hotel, wo wir uns etwas ausruhten und auf den sicher spannenden Abend vorbereiteten. Denn gut zwei Stunden vor Sonnenuntergang stiegen wir wieder in den Bus, fuhren noch einmal einige Kilometer näher an die Grenze zu Pakistan heran und nahmen von dort für einen schönen Ritt in den Sonnenuntergang hinein Kamele. Ein kamelwagen zog jene hinter sich her, die nicht reiten konnten oder wollten, und schließlich saßen wir auf einer Düne und sahen in den Sonnenuntergang hinein, während wir von Stefan zum widerholten Male auf dieser Reise und nur aus medizinischen Entkeimungsgründen mit Whisky, Rum und Cola versorgt wurden. Übrigens alles aus rein indischer Produktion, denn Indien ist derzeit, was kaum einer glauben mag, der größte Whisk€y-Produzent der Welt. Musiker boten ebenso ihre Dienste an und so erlebten wir herrliche Momente in der Wüste, ehe wir noch einmal aufstiegen und uns von den Kamelen, die hier aufgrund ihres einen Höckers natürlich Dromedare sind, zurück zum Bus bringen ließen. Hier fanden sich viele Inder ein, die sich mit uns fotografieren lassen wollten und danach fuhren wir zurück in unser Hotel zum Abendessen und zum Ausruhen nach einem weiteren spannenden Tag.

13. Tag, Donnerstag, 28.02.2019
Von Jaisalmer zur Kamelzuchstadtion und nach Bikaner, 300 km


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Heute würden wir die Wüste noch nicht wirklich verlassen, auch wenn wir uns weiter gen Westen bewegten. Mit Jaisalmer und Sam, wo unser Kamelritt stattfand, erreichten wir ja den westlichsten Punkt unserer Route durch Indien und nun ging es stetig gen Osten, mit Ziel Delhi, aber bis wir die Metropole wieder erreichten, sollte noch einige Zeit vergehen. Heute ging es nach Bikaner, welches wir gegen Mittag zum Mittagessen erreichten. Danach besichtigten wir das unserem Restaurant direkt gegenüberliegende Fort und sahen dort auch das Flugzeug, welches der dortige Maharadscha für treue Dienste im ersten Weltkrieg von den Briten geschenkt bekam. Anschließend besuchten wir etwas in Asien Einzigartiges. Die einzige Kamel-Forschungs- und -Aufzuchtstation Asiens in Bikaner. Hier sind sie alle vorhanden, die hiesigen Kamelarten, alles Dromedare unterschiedlicher Rassen, und wir konnten einiges über deren Zucht, Leben und Arbeit erfahren, dazu interessante Fotos schießen und am Ausgang auch noch Kamelmilch als Milch, Lassi, Sahne im Kaffee oder Eis probieren, was einige von uns auch gern taten. Damit war der tag aber lange noch nicht vorbei, denn noch ein Highlight der Reise stand heute vor dem Einchecken im Hotel auf dem Plan: Wir fuhren nun zum hinduistischen Tempel Karni Mata, besser bekannt als Rattentempel. Ja, man könnte meinen, nun kam der große Aufschrei, aber da Stefan Plastiküberzieher für die Füße verteilte und es jedem freistand, den Tempel zu besuchen, kamen fast alle mit hinein und suchten zwischen den vielen grauschwarzen Ratten eine weiße oder einfach auch helle Ratte. Denn fand man diese und konnte sie einen Moment lang beobachten, hatte man angeblich den Rest des Lebens lang nur noch Glück. Tatsächlich sahen wir fast alle die weiße Ratte und nun waren wir in Pushkar gesegnet, hatten die schwarze Kobra im Vogelpark gesehen und nun auch noch die weiße Ratte... was sollte jetzt jemals noch für uns schiefgehen? Wir fuhren also zufrieden ins Hotel, checkten ein und nahmen noch unser Abendessen zu uns, ehe wir uns von den vielen Erlebnissen des Tages wieder einmal ausruhten.

14. Tag, Freitag, 01.03.2019
Von Bikaner zu den alten Händlerhäusern von Shekhawati, 280 km


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Hawelis hatten wir bereits gesehen. In Jaisalmer besichtigten wir diese alten Händler- und Handelshäuser während unseres Ortsrundganges. Heute jedoch sollten wir noch ganz andere Häuser sehen, die jedoch auch Haweli genannt wurden. Bunt bemalt sollten sie sein. Also brachen wir am Morgen in Bikaner auf und fuhren in das Shekhawati-Gebiet, welches berühmt dafür war, in der Vergangenheit viele gute Händler hervorgebracht zu haben, die dann Indien zu einer Handelsnation machten, an vielen Orten Erfolge hatten und doch stets zuhause noch einzelne oder mehrere Häuser betrieben, die heute leider zum Teil in einem jämmerlichen Zustand waren. Auf dem Wege dahin besuchten wir noch zwei Bauernhöfe, trafen auf kamel-, Esel-, Pferdekarren und einen Kuhtrieb, unterhielten uns mit Jain-Nonnen auf Pilgerreise und sahen viele Ziegeleien am Wege, von denen wir zu Beginn unserer Reise einmal eine kurz besuchten. Dann erreichten wir Fatehpur und besuchten einige Hawelis, stiegen auch einmal ganz nach oben aufs Dach und ließen die Stadt unter uns zurück, wurden jedoch vom Lärm aus den Gassen und Straßen schnell eingeholt. Später fuhren wir zum Mittagessen und dann in unseren Übernachtungsort Nawalgarh, wo wir heute in einem Haweli wohnen würden, welches jedoch schon etwas renoviert war und damit einigen Hotelkomfort bot, den wir erst nicht vermuteten. Nach dem einchecken und ein paar Minuten Ruhe trafen wir uns bereits wieder und unternahmen einen Ortsspaziergang. Der Ort war zum Glück nicht überfüllt, denn da wir den ersten tag des Monats schrieben, war der Markt geschlossen, alle ruhten ein wenig. Besser für uns, denn wir konnten mehr Details sehen, wurden nicht vom Ortslärm daran gehindert. So lernten wir, dass die Händler damals in ihrem Reichtum auch für die hiesige Wasserversorgung sorgten und ein ausgefeiltes Brunnensystem schufen, wobei man stets am Brunnenbau erkennen konnte, ob der Brunnen nur Nutzwasser oder gutes Trinkwasser bot. Letztere Brunnen waren mit vier Säulen bestückt, erstere nur mit zwei. Brach also eine Säule beim Trinkwasserbrunnen weg, konnte er immer noch als Trinkwasserbrunnen ausgemacht werden. Dies und vieles Anderes war interessant hoch drei und mit vielen neuen Informationen kehrten wir am zeitigen Abend in unser Haweli-Hotel zurück und genossen später Ruhe und Abendessen, verfolgten aber auch noch eine kleine Puppenshow im Innenhof des Hotels, ehe wir uns für die letzte längere Fahrt durch Indien ausruhten.

15. Tag, Samstag, 02.03.2019
Von Nawalgarh zurück in die indische Metropole Delhi, 300 km


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Noch einmal Koffer einladen für eine lange Fahrt. Wir kehrten heute der Wüste ganz den Rücken und fuhren aus Nawalgarh heraus. Doch dann wurde schon gestoppt, denn eine riesige Götterstatue stand am Wege und wir besichtigten nun erst einmal einen Hanuman-Tempel, geweiht also dem Affengott. Da waren wir doch letztens im Rattentempel und damit nahe von Ganesha, denn der Gott mit dem Elefantenkopf nutzt ja die Ratte als göttliches Reittier. Nun also der Affengott. Affen sahen wir hin und wieder unterwegs, es passte also zu unserem letzten Indien-Tag, diesen Tempel zu sehen. Viele interessante und schöne Fotos entstanden so und wir konnten also beruhigt weiterfahren, denn wir wussten, viel sahen wir bisher von Indien. Nach Zwischenstopps erreichten wir gegen Mittag ein kleines Restaurant und Stefan stellte uns die Trinkgeldabrechnung vor, wobei wir über das Restgeld entschieden und es unseren drei indischen Begleitern zusprachen, also unserem Guide Ambrish, unserem Fahrer und dem Busboy. Die Strecke brachte uns immer näher an Delhi heran und schließlich rollten wir über breite, wenn auch trotzdem huckelige Straßen vorbei an Bürotürmen und modernen Gebäuden, ehe wir in die älteren Teile der Hauptstadt kamen und dort am höchsten Minarett, dem Qtab Minnor, hielten und dieses sowie die Ruinen der ehemaligen Moschee darum herum besichtigten, auch die Eisensäule sahen, die nie rostete. Danach, meinten wir, hatten wir so vieles gesehen, dass es erst einmal reichte. Wir fuhren ins Hotel für eine halbe Nacht, aßen dort zu Abend und verabschiedeten uns von Ambrish, der noch am Abend zurück nach Jaipur fahren wollte, erfuhren aber auch, dass unser Flieger nach Frankfurt mit mindestens einer Stunde Verspätung in Delhi abheben würde. Egal, es ging heim, das würde schon funktionieren! Wir gingen später auf unsere Zimmer, packten noch einmal Handgepäck und Koffer nach den Flugvorschriften um und ruhten ein wenig, ehe wir uns kurz vor Mitternacht wieder in der Lobby trafen.

16. Tag, Sonntag, 03.03.2019
Nach einer schönen Rundfahrt Heimflug nach ca. 2.700 Bus-km im Frühling Indiens, nun rd. 6.500 km Flug bis ins frühlingsfreundliche Deutschland


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Zeitig, aber nicht zu zeitig erreichten wir am Morgen den Flughafen in Delhi und verabschiedeten uns von unserem Fahrer und unserem Busboy, die uns sicher und gut mit Getränken versorgt durch Indien brachten. Dann gingen wir mit Stefan zum Check-in, gaben also unsere Koffer ab und erfuhren, wie uns die Lufthansa wegen der Verspätung bei den weiteren Inlandsflügen umbuchte. Na ja, das würde ein langer Rückflug. Im Flieger später nach Sicherheitskontrolle, Ausreise und letztem Shopping am Flughafen erfuhren wir, dass wir eine Stunde später abhoben, aber drei Stunden später in Frankfurt sein würden. Grund war die borsorgliche Sperrung des pakistanischen Luftraumes aufgrund der Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan in den letzten Tagen. Wir sagten uns, lieber sicher als gar nicht, und kamen alle gut in Frankfurt an. Hier trennten sich viele Wege durch unterschiedliche Wohnorte, aber auch die Umbuchungen auf alle noch freien Plätze in allen möglichen Umsteige-Flugverbindungen von Frankfurt gen Sachsen. Es war ja letzter Ferientag in Sachsen, dazu Sonntag, also der tag vor dem Wochenarbeitsbeginn... so viele Plätze waren in keiner Maschine frei. Über eine von Ambrish und Stefan gegründete Whats-App-Gruppe blieben wir in Verbindung und wussten am Abend des Rückreisetages, dass alle aus unserer Gruppe gut zuhause ankamen, die einen früher, die anderen später, aber alle sicher und mit vielen tollen Erlebnissen und Mitbringseln im Gepäck.

Fazit


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Es war eine schöne Reise mit Ihnen, liebe Gäste, und natürlich mit unserem örtlichen Reiseleiter Ambrish Sharma. Viel gab es zu erleben, wovon wir alle noch eine Weile zehren werden und uns sicher gern daran erinnern. Der allgemeine Kulturschock war Dank unserer Reiseleitung und der entsprechenden Vorbereitungen der Reise und der einzelnen Reisetage gut zu verkraften, auch wenn die Realität meist noch einmal anders wirkt, als eben nur der Bericht oder eine Dokumentation darüber. Nun können wir mitreden, was Indien betrifft. Die Klimabedingungen waren diesmal anders, als Stefan von anderen Reisen zur gleichen Zeit hierher bekannt. Vielleicht ist auch dies der allgemeinen Erderwärmung und damit verbundenen Klimaverschiebungen zu verdanken. Zwischen viel Sonne und etwas Regen, Hitze bis 35 Grad und Kälte fast um den Gefrierpunkt erlebten wir viele Wetterveränderungen und spürten die indische Anspannung, als noch aktuelle Probleme mit dem Nachbarn Pakistan hinzukamen, diese gar unseren Rückflug verzögerten.
Allen in der Gruppe hat es gefallen und vielleicht treffen wir uns auf einer meiner nächsten, anderen Reisen durch Deutschland, Europa oder die Welt einmal wieder.
Ich würde mich sehr darüber freuen und wünsche Ihnen bis dahin eine gute und gesunde Zeit.

Ihr Reiseleiter
Stefan Jahnke

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