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Zwischen Gebetsfahnen und Berggipfeln: Das Erlebnis Nepal und Bhutan

Reisebericht: 08.11. – 23.11.2025

Diese Reise führt durch lebendige Städte, heilige Stätten und majestätische Berglandschaften. Nepal und Bhutan zeigen ihre Spiritualität, Tradition und Natur in eindrucksvoller Vielfalt.

Teresa Rumpel

Ein Reisebericht von
Teresa Rumpel


Anreise nach Kathmandu

Der heutige Tag stand im Zeichen der gemeinsamen Anreise nach Nepal. Nach dem Treffen am Flughafen begann die Reise entspannt und mit pünktlichen Flügen über Istanbul. Während des langen Zwischenstopps blieb genügend Zeit für einen ersten Austausch in der Gruppe und die Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer. Am späten Abend ging es weiter Richtung Kathmandu.

Ankunft in Kathmandu und Heritage Walk

Nach der Landung in Kathmandu begrüßte uns die lebendige Atmosphäre der Hauptstadt Nepals. Auf der Fahrt zum Hotel gewannen wir erste Eindrücke vom quirligen Straßenbild. Am Nachmittag starteten wir zu einem Heritage Walk durch das historische Zentrum. Die Gassen des alten Handelsviertels führten uns mitten in das Alltagsleben der Stadt. Wir passierten kleine Tempel, traditionelle Holzhäuser und farbenfrohe Marktstände, die seit Jahrhunderten das Herz der Altstadt bilden. Besonders eindrucksvoll war der Besuch am Janabaha Dyo, einem bedeutenden buddhistischen Heiligtum. Die Begegnung mit Pilgern, Düften und Gebetsklängen vermittelte einen intensiven ersten Eindruck nepalesischer Spiritualität. Beim Rundgang durch die engen, lebhaften Straßen zeigte sich das harmonische Nebeneinander von Hinduismus und Buddhismus. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Blick über die dächerreiche Silhouette Kathmandus bei Nacht.

Fahrt in Richtung Chitwan Nationalpark & Besuch des Manakamana–Tempels

Nach dem Frühstück führte unsere Reise in Richtung Süden, vorbei an Flusstälern und Terrassenfeldern. Höhepunkt des Tages war der Besuch des Manakamana-Tempels, der über eine eindrucksvolle Seilbahnfahrt erreicht wird. Oben angekommen eröffnete sich ein weiter Blick auf die Bergwelt mit dem Achttausender Manaslu in der Ferne. Die Tempelanlage ist der Göttin Bhagwati gewidmet und gilt seit Jahrhunderten als bedeutender Pilgerort. Während unseres Aufenthalts erlebten wir traditionelle Festlichkeiten und farbenfrohe Zeremonien. Anschließend setzten wir die Fahrt in Richtung Chitwan Nationalpark fort, wo die Landschaft zunehmend tropischer wurde. In der Umgebung des Nationalparks begrüßte uns ein ruhiger Abend mitten im Grünen.

Erkundungstour im Chitwan Nationalpark

Am Morgen starteten wir zu einer Jeep-Safari in den Chitwan-Nationalpark, eines der ältesten Schutzgebiete Nepals. Unterwegs konnten wir verschiedene Tierarten beobachten, darunter Panzernashörner, Affen und zahlreiche Vogelarten. Die Weite der Graslandschaften und die Stille im Dschungel gaben einen Eindruck vom ursprünglichen Lebensraum Südnepals. Nachmittags folgte eine Bootsfahrt auf einem ruhigen Flussabschnitt, bei der sich die Abendsonne im Wasser spiegelte. Die sanfte Strömung, das Vogelgezwitscher und die Waldkulisse machten diese Fahrt zu einem sehr stimmungsvollen Erlebnis. Am Ufer ließen wir den Sonnenuntergang in entspannter Atmosphäre ausklingen. Abends erwartete uns eine traditionelle Tanzvorführung der Tharu, der indigenen Bevölkerung dieser Region, die ihre Kultur mit rhythmischen Bewegungen und Trommeln präsentiert.

Dorfbesuch der Tharu & Fahrt nach Lumbini – dem Geburtsort Buddhas

Der Tag begann mit einem Spaziergang durch ein typisches Dorf der Tharu. Lehmbauten, kleine Höfe und Felder zeigten anschaulich die traditionelle Lebensweise dieser Gemeinschaft. Viele Bewohner leben noch immer von Landwirtschaft und Viehzucht, was dem Ort eine ursprüngliche und ruhige Stimmung verleiht. Danach führte die Reise weiter Richtung Westen nach Lumbini, den Geburtsort Buddhas. Nach der Ankunft besuchten wir verschiedene Tempelanlagen im großen Klosterkomplex. Besonders eindrucksvoll war die Vielfalt der internationalen Klöster: chinesische, deutsche und nepalesische Repräsentation war hier zu finden. Höhepunkt stellte der Besuch der heiligen Stätte, an der Siddhartha Gautama geboren wurde, dar. Die meditative Atmosphäre, die alten Mauern und die Gebetsfahnen verliehen diesem Ort eine besondere Wirkung.

Fahrt nach Pokhara – Bergpanorama der Annapurnakette

Heute führte uns die Reise vorbei an Flüssen, Reisterrassen und Bergpanoramen nach Pokhara. Mehrere Fotostopps boten immer wieder weite Blicke auf das Annapurna-Massiv. Die Landschaft wechselte von subtropischem Flachland hin zu grünen Hügeln und klaren Flüssen. Am Nachmittag erreichten wir Pokhara, die idyllische Stadt am Phewa-See. Die ersten Ausblicke auf die Gipfelwelt der Himalayakette, die sich oft im Wasser spiegelt, machten sofort deutlich, warum Pokhara als eine der schönsten Städte Nepals gilt. Der Abend stand im Zeichen der Ruhe und der Aussicht auf die Berge.

Sonnenaufgang, Bootsfahrt auf dem Phewa–See & Highlights der Stadt Pokhara

Noch vor Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg zum Aussichtspunkt von Sarangkot. Von dort aus erlebten wir, wie die ersten Sonnenstrahlen die Achttausender des Annapurna-Massivs in erst rotes und dann rosafarbenes Licht tauchten – ein unvergessliches Naturerlebnis. Nach dem Frühstück folgte eine Bootsfahrt über den Phewa-See zur kleinen Tempelinsel Tal Barahi. Anschließend besuchten wir den Wasserfall Devi’s Fall sowie die gegenüberliegende Höhle, zwei beliebte Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders interessant war der Besuch einer tibetischen Teppichweberei, wo Einblicke in traditionelles Kunsthandwerk vermittelt wurden. Später führte ein kurzer Aufstieg zur Friedenspagode hoch, die als Symbol für globalen Frieden errichtet wurde und einen fantastischen Ausblick über das Annapurna-Massiv bot. Hier wollten wir gern ewig verweilen - die Stille und der Ausblick luden zum Staunen ein. Der Nachmittag endete mit einem Besuch einer Werkstatt für handgefertigte Produkte von Menschen mit Behinderungen sowie dem Besuch des Shree Bindhyabasini Tempel, wo wir einem Stier unsere tiefsten Wünsche offenbarten und noch einmal fantastische Ausblicke genießen konnten.

Rückflug nach Kathmandu & Bodnath–Stupa

Nach dem Flug zurück in die Hauptstadt fuhren wir direkt zur Stupa von Bodnath, einem der bedeutendsten buddhistischen Heiligtümer Nepals. Die gewaltige weiße Kuppel mit den allsehenden Augen Buddhas strahlt eine besondere Ruhe aus – ein Ort, an dem Pilger aus allen Himalayaregionen zusammenkommen. Von einer Dachterrasse aus konnten wir die Stupa von oben aus beobachten und das langsame Kreisen der Gläubigen verfolgen. In dem Areal rund um die Stupe ermöglichte uns ein Besuch in einem Kloster kurze Einblicke in eine laufende Zeremonie. Anschließend lernten wir in einem Thangka-Atelier die aufwendige Maltechnik der religiösen Rollbilder kennen und erfuhren Wissenswertes über die Symbolik dieser Kunstform. Auch eine Klangschalenvorstellung wurde uns geboten, sogar eine kleine Vorführung am eigenen Körper durften wir erleben. Abschließend hatten wir noch etwas Zeit, die Atmosphäre rund um die Stupa auf uns wirken zu lassen.

Flug nach Bhutan & Paro–Tal

Am Morgen brachen wir nach Bhutan auf und flogen durch spektakuläre Berglandschaften nach Paro. Bereits die Architektur des Flughafens vermittelte einen ersten Eindruck der bhutanischen Holzbaukunst. Nach der Ankunft besuchten wir den Rinpung Dzong von Paro, ein beeindruckendes Verwaltungs- und Klostergebäude mit charakteristischer Architektur und kunstvollen Holzverzierungen. Anschließend fuhren wir weiter durch das enge Paro-Tal, das von traditionellen Bauernhäusern gesäumt ist. Ein kurzer Stopp am Tachog-Kloster bot Einblicke in die historische Eisenkettenbrücke, die dem berühmten Brückenbauer Thangtong Gyalpo zugeschrieben wird. Später erreichten wir unser Hotel in der Hauptstadt Thimphu und eroberten am Abend eine sonst verlassene Bar, wo wir bhutanischen Wein für uns entdeckten.

Thimphu: Highlights der Hauptstadt Bhutans

Heute stand die Hauptstadt Thimphu auf dem Programm. Zunächst besuchten wir die Nationale Bibliothek, in der unter anderem eines der größten gedruckten Bücher der Welt aufbewahrt wird. Anschließend erhielten wir Einblicke in das Gesundheitssystem des Landes und erfuhren mehr über traditionelle Heilmethoden. Besonders spannend war der Besuch der Kunsthochschule, wo junge Bhutaner Handwerke wie Holzschnitzen, Malerei oder Webkunst erlernen. Weiter ging es zum Memorial Chörten, einem wichtigen buddhistischen Monument, das von vielen Gläubigen im Uhrzeigersinn umrundet wird. Ein Spaziergang durch die Stadt vermittelte ein Gefühl für das moderne Bhutan, das dennoch stark mit Traditionen verbunden bleibt. Am Abend besuchten wir den Dzong von Thimphu, Regierungssitz und religiöses Zentrum zugleich. Die Kombination von Architektur, Geschichte und lebendiger Religion prägte diesen Tag besonders eindrucksvoll. Beim Drunken Yeti am Abend wurde direkt mal eine der heute Vormittag vorgestellten Heilmethoden in Form einer Raupe gestestet.

Über den Dochula–Pass in 3.100 Metern Höhe nach Punakha

Über kurvenreiche Bergstraßen erreichten wir am Morgen den Dochula-Pass. Die 108 kunstvoll angelegten Stupas und der klare Blick auf die Schneeriesen des Himalaya machten diesen Ort zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Reise, wo selbst unser Reiseleiter in Verzücken geriet. Anschließend besuchten wir in Punakha ein Kloster, das dem Schutz der Fruchtbarkeit gewidmet ist und für seine außergewöhnlichen Wandmalereien bekannt ist - in den Geschäften unterhalb des Klosters sind die dazu passenden Phallussymbole touristisch nochmal besonders hervorgehoben. Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter zum Punakha-Dzong, der als einer der prachtvollsten Dzongs Bhutans gilt. Seine Lage am Zusammenfluss zweier Flüsse und die farbintensiven Holzschnitzereien schaffen eine märchenhafte Atmosphäre. Zum Tagesabschluss überquerten wir eine der längsten Hängebrücken Bhutans, von der aus sich ein herrlicher Blick ins Tal bietet, saßen gemütlich zusammen und erfuhren mehr über die Lebensgeschichte unseres Reiseleiters und seine besondere Verbindung zu Deutschland.

Rückfahrt nach Paro & Kloster Kyichu Lhakhang

Auf der Rückfahrt nach Paro stoppten wir zunächst an einem Bauernmarkt, wo regionale Produkte und Gewürze angeboten wurden. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des riesigen Buddha-Dordenma, einer goldglänzenden Statue oberhalb der Stadt Thimphu, die gleichzeitig ein begehbares Kloster beherbergt. Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter ins Paro-Tal. Dort besuchten wir Kyichu Lhakhang, eines der ältesten und heiligsten Klöster des Landes. Die Anlage besticht durch ihre Ruhe, die alten Mauern und unzählige Gebetsmühlen. Anschließend blieb etwas Zeit, durch Paro zu bummeln und auf dem markt die langersehnten Gewürze zu erwerben. Am Abend fand im Hotel eine traditionelle Maskentanz-Vorführung statt, die verschiedene mythologische Figuren darstellte.

Rückflug nach Nepal & Bhaktapur

Nach dem frühen Flug erreichten wir Kathmandu erneut und fuhren weiter nach Bhaktapur. Die historische Königsstadt gehört zu den am besten erhaltenen Orten des Kathmandu-Tals. Bei einem ausgedehnten Rundgang sahen wir kunstvoll geschnitzte Pagoden, mittelalterliche Plätze und die berühmten Backsteinbauten des Durbar Square. Das Stadtbild ist geprägt von Töpfereien, Holzschnitzern und traditionellen Werkstätten. Beim Mittagessen genossen wir den Blick auf die historischen Gebäude. Der Nachmittag bot viele Gelegenheiten, die besondere Atmosphäre dieses UNESCO-Weltkulturerbes auf sich wirken zu lassen.

Rundflug zum Mount Everest & Kathmandu–Tal

Noch in der Morgendämmerung starteten wir zu einem Rundflug entlang der Bergkette des Himalaya. Der Blick auf die Achttausender und insbesondere auf den Mount Everest war ein Höhepunkt der gesamten Reise. Zurück in Kathmandu besuchten wir den Durbar Square der Hauptstadt und den Kumaripalast, bevor wir weiter zum Affentempel von Swayambhunath fuhren. Der Tempel thront auf einem Hügel und bietet einen weiten Blick über das Kathmandutal. Die Stupa, die unzähligen Gebetsfahnen und die spielenden Affen machten den Besuch besonders eindrucksvoll. Nachmittags erreichten wir Patan, die Stadt der Künste. Das Museum im ehemaligen Königspalast vermittelte tiefe Einblicke in die religiöse Kunst Nepals. Der Tag endete mit einem Spaziergang über den Patan-Durbar-Square.

Pashupatinath, Thamel & Abschiedsabend

Der Tag begann mit dem Besuch des Pashupatinath-Tempels, der bedeutendsten hinduistischen Tempelanlage Nepals. Von der gegenüberliegenden Uferseite beobachteten wir die traditionellen Verbrennungsrituale am heiligen Bagmati-Fluss – ein eindrucksvolles und bewegendes Erlebnis. Anschließend fuhren wir zum Mittagessen nach Thamel, dem modernen Herz Kathmandus. Ein Spaziergang durch das Viertel zeigte den Kontrast zwischen religiöser Tradition und lebendiger Gegenwart. Am Abend erwartete uns ein festliches Abschiedsessen mit nepalesischen Tänzen. Die Darbietungen vermittelten eindrucksvoll verschiedene kulturelle Traditionen des Landes. Bei Gesprächen und gemeinsamen Momenten ließen wir die Reise Revue passieren.

Rückflug nach Deutschland

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Mit vielen Eindrücken aus Nepal und Bhutan traten wir die Heimreise an. Die Flüge verliefen planmäßig, und am Abend landeten wir - bei Schneefall - zurück in Deutschland.


Diese Reise durch Nepal und Bhutan hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie eng Natur, Tradition und Spiritualität in dieser Region miteinander verbunden sind. Wir begegneten lebhaften Städten und stillen Bergwelten, kunstvollen Tempeln und jahrhundertealten Ritualen. Viele Momente – vom Sonnenaufgang über dem Annapurna-Gebirge bis zu den stillen Klosterhöfen Bhutans und dem Flug vorbei am Mount Everest– begleiten uns sicher noch lange. Mögen die Erinnerungen an diese Reise weiterhin inspirieren und ein Gefühl der Verbundenheit mit diesen besonderen Ländern bewahren.


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